APHORISMUS - schönheit
warum geht es schon ganz schön abwärts mit mir
und mit der Frau meiner Träume nicht
bild

APHORISMUS - reflexion
Reflexion: eine subjektive Sektion
APHORISMUS - kennen
es ist nicht so daß ich verkannt werde,
man kennt mich nicht
APHORISMUS - einfachkeit
der Vorteil meiner Einfachheit ist,
dass ich mit nur einer Eistorte zufrieden bin
APHORISMUS - leere
ich suche die Leere zu füllen
oft mit vergrauten Träumen
APHORISMUS - stille
Ich dichte das Lied der Stille
APHORISMUS - trieben
In stoßenden Trieben spiele ich
Musik auf vermeintlichen Saiten
APHORISMUS - gedanken
Gedanken warten auf klare Sprache
von deutendem Verständnis
APHORISMUS - schweigen
Durch mein Schweigen hört
man mich immer besser an
APHORISMUS - widerhall
Wenn du lachst
höre ich den Widerhall
deines Bestehens
APHORISMUS - schweigen
Schweigen
erzählt manchmal mehr
als das suchen
nach sinnlosen
worten
APHORISMUS - vergangenheit
Meine Zukunft war wieder
auf die Vergangenheit gerichtet
APHORISMUS - raum
Nichts gibt soviel Raum
Wie ein Gedicht ohne Worte
APHORISMUS - schmerz
Schreiender Schmerz lässt
das vernünftige Denken erfrieren
APHORISMUS - zukunft
Ich sah für mich selber keine Zukunft mehr
bis die Zukunft zu mir kam
APHORISMUS - glauben
Ich glaube in Gott,
dass ich nicht alles verstehen kann,
da ich nicht Gott bin;
ein beruhigender Gedanke
APHORISMUS - lächeln
Mein Lächeln füttert verdorrte Wurzeln
APHORISMUS - betrübnis
Im Anblick von sprachloser Sprache
ist schon viele Betrübnis erstarrt

