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Deutsche Gedichte von J. Dreyfsandt zu Schlamm 2

TEIL 2
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FERNE






Ich sehe dich an
Und schweige
 
Deine dumpfen Augen
Schauen an mir vorbei
 
In die Ferne
Die du siehst
Ich jedoch nicht
 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

DER GEIGENSPIELER




Er kam vorbei 
Unerwartet
Und doch erhofft
Er spielte mit Saiten
Einer verborgenen Geige  
Was  hat ihn veranlasst
Die klangliche Gefühlsäusserung
Nicht nur für sich zu bewahren
 

Und eine stille Stelle zu suchen
Wie einen versteckten Friedhof
Wo er für keinen
Und doch für jeden                
Einen bescheidenen Triumph
Erringen konnte


Warum schnitt er mir
In Herz und Seele
Und tat meine
Welt bestürmen
Ich werde die Klänge
Dämpfen müssen
Im stillen Verdruß
Die Schwingungen unterdrücken             
In verdrängenden Tiefen 
Von verdörrten Ranken


Ich werde nur denken
An den Moment der Begegnung
Eines vergangenen Frühlings
Aufs neue suche ich dann
Meinen Weg
Nur so irrend
Fast träumerisch blind
Gehe ich also wieder hinein
In meine schwarz
Umrandete Hecke


 
 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

FERNE EULEN



Du träumst nun
In meinem offenen Feld
Mit Bäumen und Sträuchern
So hast du mir erzählt
 
Und Augen geöffnet wie
Fensterläden um
Die Dunkelheit zu erhellen
Wo die Erde noch fühlt
Das tragbare von Gras
Es läßt dich fühlen
Den Sinn des Menschseins
 
Dort wo Ruhe schweigt
Und Stille sich der zuneigt
Binde ich den Raum
An Sternenpfade
Eine Brücke zu deinen Gedanken
 
Langsam ein Bruch der schwülen
Finsternis zur Nacht
In der Erwartung
Die über der Heide liegt
Ist es der Ruf von fernen Eulen
der meinen Herzschlag verrät





 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

DAS GEDICHT UNTER DEN GEDICHTEN


 
 
 
Aus dieser Aufzählung von Worten
Entsteht ein professionelles Gedicht
Man muß in der  Gewissheit  folgen,
Dass es an sie gerichtet ist
 
Mit einigen Allüren
Wage ich stolz
Dieses einzuschicken
Nicht, dass ich bezahlt werde
Oder ein Dritter meine
Sachkenntnis feststellt
Um nur ja zu nicken
 

Nein dies ist das Gedicht
Unter den Gedichten
Welches allerdings
Die Spitze erreicht
Da es, ich gebe es zu,
Den Höhepunkt meiner
Arroganz ausstrahlt
Und mein Ego mit niemand
Anderem vergleicht
 
Das  festgestellt
Schließe ich meinen Hit
Aber ein treffendes Ende
Ist gewünscht
 
"Gehe so weiter mein Bursche
Glaube an dich selber
Es war schön, sehr schön
 
Junge junge"
 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

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