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kerima ellouise : auf weißer Düne

Deutsche Gedichte ©
akke.beakke.be

Archief

ausgewohnt





ausgewohnt

 



wenn ich wegfalle
nur so
aus der Zeit

würde ich dich bitten
mir mein Leben zu verzeihen

nein, ich würde dich anflehen
mit einer Augebewegung
aus dem Weltall gepflückt

an einem Moment des
Zweifels denl Rausch ausschlafen

sich wieder bereit zu finden
die Welt anzustarren

leer und unverändert

wie betrunkene Liebhaber
die ihre Wollust ausstrecken in meinen langsamen Todeskampf

weil sie wissen, wer ich bin



kerima ellouise ©



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Herz-nötig

levensgolf2.jpg  bron foto : http://members.lycos.nl/thura1954/levensgolf2.jpg




Herz-nötig




Wie töricht ist der Verrückte
der malt in mir
ein Dünenland von Träumen
in dem sich angestaute Haut

dehnt auf unwirklichen Mauern
um mit beherrschten Pinselstrichen
das Unruhige in Worte zu fassen.

Wer  wird behaupten dass
das Ringen auf meinem Gesicht
nicht auf den Lippen derer liegt,
die mit zögernder Brust
Schmetterlinge töten in einem stillen
Gebiet blinder Einfachheit

Wer, o wer wird das Streitgefühl
meines Wahnsinns begreifen und die törichten
Sprünge die in der Höhe der kriechenden Stunden
die Leere schwanken lassen. 






kerima ellouise ©





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Der Maler







Der Maler


die Schmetterlinge die der Verrückte benennt
in wortgemalter Umrahmung
stiller wacher Nächte

schneiden das Webnetz gefangener Träume
kreisend unter dem doppelköpfigen Leib
verkrampft von Wehen des Gebärens

der Tölpel löst seine Flügel
staut das Blut
triumphiert und lässt nach
unter dem Briefbeschwerer
angestrichener Fenster

die er leckt und firnisst
nach fließender Flut
in einem gefärbten Spiegel
unstillbarer Erwartungen





kerima ellouise ©




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Schicksalsgenossin

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Schicksalsgenossin

 

 

 

er macht ihr die Nacht

hinter der Stille

des Fensters

 

und sie hat nicht

zu sprechen oder

gegen

 

wie die Hure die schweigt

über ihren Erbteil und höher;

als Ganzes vom

Busen

 

weil es so sein muss

hinter seinen Worten; die Träger

der Macht

 

als ob sie nur zu prüfen ist

mit seinem Mantel, täglich

an




kerima ellouise ©








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Statio






Statio

 

 

 

hänge

über meine Schulter, das Tuch

das mir zugehört

 

und aufs Neue ein Tag

würdig

 

so dass ich mich niederlegen kann

in der Morgendämmerung vom

Gewissen

 

der Raum den ich suche

die Schuppen der Seele entlang

 

schiebe Meere

nach mir zu, das Gehör von

Flüssen

 

im Licht und aufgehobenen Händen

 

und schenke dem Horizont

das Wasser der Wälder

 

mit im Innern

einem ungenagelten Frieden


kerima ellouise ©






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Ein unbekannter Morgen

 



Ein unbekannter Morgen



was, wenn nichts passiert
und geschlossene Wolken schwarz gekleidet bleiben

weil sie alles wissen
und ich selten schlaf im Weiß

oder dass ich die Länge
von meinen Finger maß
in einer zu kurzen Nacktheit

die abgebissenen Nägel
einschließlich

meine Augen sind
trotzdem zu klein und deine blicken
weltalt

was wenn ich sterbe
in einem nicht einladendem Wort 

auf einem Frühlingsmorgen
nur so im Blau



kerima ellouise ©

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In einem der Gräber

 

 

in einem der Gräber


es ist kalt
meine Hände schneien Vögel
und Nächte, ohne aufzuhören

aussätzig  über das Land
dürrer Körper          

ich lege die Erde still
wie Steine auf meine Schulter
und wiederhole den Winter
immerfort

vergebe meine Nacktheit,
sterben ist liebhaben, ohne Augen



kerima ellouise ©







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Streunworte

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kunstenaar: Lebuïn D'Haese
locatie: beeldentuin Dehullu 2007
























Streunworte

 





ich will das Schweigen bewahren, mich darin

bewegen

 

wie die Schatten des Windes

 

die Arme halten in einer schaukelnden Trägkeit

während ich das Standbild ansehe

von vergeblichen Worten

 

die Luft geht durchhin

auch durch den kältesten Tagen

 

und wenn Ergebenheit mit Flügeln schlägt

traume ich noch einmal davon

heimwärts zu kehren


kerima ellouise ©





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Aber Still







Aber still
           

 

 

 

 

 

Das Kind zeigt

auf die Bäume die langsam
mit Winter antworten

 

jemand schweigt, jeder

schneit

 

und die Haare vom Kind

werden weiß

 

wenn aus dem Schlaf

Gebete starren, still zu folgen

auf ihre Haut

 

eine Frau zeigt

auf den Winter, am Morgen

Jahre später

 

und fragt ihren Namen

an Smetterlingsbäumen

 

jeder schweigt, jemand
schneit

 

die Antwort in ihre Augen



kerima ellouise ©




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