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J. Dreyfsandt zu Schlamm : Deutsche Gedichte 4

Teil 4
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Archief

MEINE GRACHT

 
Ich schlendere die tiefe Gracht entlang
Betrachte stets, was mir begegnet
Nicht alles kommt dann herein
So ich gerne möchte
Die Wirklichkeit hat eingebüßt
Das Große würde mich schwer tun lassen
 
So gehe ich oft hier meinen Weg
Manchmal irrend in Gedanken
Eine Stelle von Nachsinnen
Von imaginären Kräften
Welche mich erstaunen
Von der Palette des Wassers
 
Grün und Kopfstein
Hier so überreichlich anwesend
Und mein Gemüt mildern
Bis entsteht Zuneigung
Für mich selber und Manchen
 
Im Wasser widerspiegelt  meine Welt
Endlos blau mit leichten Schatten
Durchkreuzt von trägen Enten
Welche wegtreiben zum Stauwerk
 
So, denke ich nun
Auch ich führe mit dem Wasser,
Eine intensive Lebensgestik,
Wodurch ich werde mitgeschleppt
 
Nun, morgen oder später
 
 
 

 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 14:27

DIE UNSICHTBARE ANDERE SEITE

 
 
Wenn die Sonne
Sich verkroch in
Meiner Hand
Und das Gesicht
Von Blättern
Bedeckt war
 
Fühlte ich mich
Überwältigt
Von Freude
Welche strömte durch
Unendliche Adern
 
Es war nahe einem Feld,
Das sich an den
Weiträumigen Waldrand
Anschmiegte
Wo der Tag, so schien es,
Sich fast nahezu
Erschöpft zeigte
 
Der Abend hing
Über voll gesäten
Rinnen des flachen Landes,
Das wartete auf die
Feuchtigkeit der Dunkelheit
 
Ich war dort kurz
Mit meinen Gedanken
Sie änderten sich in
Träume der unsichtbaren
Anderen Seite
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

BEI VERSCHWINDENDEM LICHT

 
 
 
Wenn die Dunkelheit
Des Abends
Ihr Maul öffnet
Und das Licht uns
Noch kurz die Hand
Reichen mag
 
Empfinde ich
Eine sich nähernde Stille
Als würde der Tod mich
Beim Schlafittchen
Fassen wollen
 
Oder wird es
Mein Verjähren sein,
Dass Gedanken
Im Dämmerlicht
Sich mehr reflektieren
An meinem Sterben
 
Aber auch der Tag
Von morgen                       
Ist nur eine Idee
Noch etwas von der Zukunft
Erben zu dürfen
 

 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 22:22

EIN KALEIDOSKOP

 
 
Erste Version:
 
Ein Gedicht ist
Wie ein Kaleidoskop
Für die
Individuelle Seele
 
Wo Worte,
Sprachlos,
Nach dem Gefühl
Wehen
 

Zweite Version:
 
Ein Gedicht ist
Wie ein Kaleidoskop
Für die
Individuelle Seele
 
Wo Worte,
Sprachlos,
Nach dem Gefühl
Sehnen
 
 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

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