ICH WAR
Ich war
Ich war dort kurz
Und lasse es wieder
Sein wie Luft
Leer
ICH WAR
IHR VERGESSENES ICH
Sie geht
Aber dann so langsam
Mit wechselnder Bewußtheit
In immer größere Leere im Heute:
Ein fortschreitendes Leid
Wo Zukunft
Nur eine abnehmende
Vergangenheit kennt
Und ein ungefragtes
Gnadenbrot sendet
Wie verwaist
Geht sie fort in
Nacktes Elend
Wenn auch das Kind
In ihr nichts mehr
Weiß von der Liebe
Oder wie es ist
Geliebt zu werden
Sie sieht, so scheint es
Noch tief in sich selber
Hungert nur und zehrt
Von dem gefühlten Nichts
So ist ihr ich gegangen
Noch wartend
Auf Atemnot
Im nackten Dasein
Die Natur
Nimmt "ihre"Zeit:
Ein Mensch
Wird schon im Leben
In die Ewigkeit gefuehrt
GERADE ERST
Gerade erst
Also
Noch nahe dem Heute
Wurde ich in eine Zeile
Von Schweigen gesogen
Es war eine Übermacht
Von außen oder
Möglicherweise
Unbewußten Gedanken,
Von fast gestorbener Art,
Die mich bis
Vor kurzem belogen
Jedenfalls
Irgendwo wartete
Ein betäubendes Licht:
Ein Gott oder ein Teufel
Lockten mich
Die Ansicht ist mir
Deswegen entzogen
Und es konnte
Nur versucht werden,
Im Schatten,
Einen einzigen Einblick
Zu gewähren
Ich wurde gezwungen
Das Innere zu befragen
MORGENDÄMMERUNG
ICH, DER NICHTNUTZ
SINGE MEIN GEDICHT
ICH SCHREIE DEINE TRÄNEN
EIN NEUER TAG
SO GEHT ES
WENN DU SAGST
STERBLICHKEIT
DAS SAITENSPIEL
Mit erhitzten und ins
Schwitzen geratenen Köpfen
Wissen wir nicht
Uns zu halten
Du ziehst an
Einem von meinen
Grauen Haaren
Du spielst die
Geige mit
Eigenen Saiten
Mit deinen Fingern
Die streichen und recken
Wagst du mich
Fast zu necken
Es macht mich verrückt
Und verstört keuche ich
Mit deinem Zupfen
Gleich einer alten Geige
Welche knarzt unter
Einer bezaubernden
Spielerin
EIGENE WEGE
VON LIEBE ERWÄRMT
UNTERWEGS NACH NOVGOROD
ICH RUFE NOCH
KOMM DOCH, KOMM
WENN LIPPEN SAUGEN
ICH REDE VON LICHT UND DUNKEL
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Mein Lachen beherbergt
Die Tiefe vom schwarz
Verblümt sozusagen
Die Lebensweise vom Leid
Meine Stimme spricht nicht
Von zerfetztem Selbstgefühl
Oder Vergänglichkeit
Ja, wie sind die
Verdorrten Worte
Meiner Existenz
Zu fassen
Wer ist eigentlich in der Lage,
Das Eigensterben zu begreifen
Oder ohnmächtig neues Leben
Reifen zu lassen
Ich greife noch immer
Nach täglichen Halmen
Aus menschlichen Gebärden
Keiner sieht mich trödeln
Wenn ich in meinen Augen
Noch etwas Licht und Luft
Sammeln darf
Auf dieser Erde
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WEIHNACHT