GOTT SEI DANK
Obschon
Mein Nacken
Mit einem Kopf
Ist gekrönt
Führte es nicht
Zur reinen Vernunft
Hatte mir das
Nie zugesagt
Habe ich später
Nicht eine Erklärung
Gefragt
GOTT SEI DANK
DU UND ICH
MASKENBALL
Ich schabe
Meine Maske ab
Während dieser Tage
Sie umfasst
Viele menschliche Flächen
Welche manchmal mir selber
Ein Lächeln schenken
Oder verkrampft
Meinen Verdruß tragen
Aber auch Furchen,
So sagt man, vom Denken
Wenn ich mich schließlich
Für den anderen verletzbar weiß,
Kommt auch das Wissen
Um die Verkleidung der anderen
Um dann wieder
In die unantastbare
Dunkelheit zu sinken
WENN DU
DIE KUNST DES VERWEGENEN
ICH
GALERIE MIT SELBSTPORTRÄT 1
GALERIE MIT SELBSTPORTRÄT 2
KURZ ANGEBUNDEN
ICH WAR
IHR VERGESSENES ICH
Sie geht
Aber dann so langsam
Mit wechselnder Bewußtheit
In immer größere Leere im Heute:
Ein fortschreitendes Leid
Wo Zukunft
Nur eine abnehmende
Vergangenheit kennt
Und ein ungefragtes
Gnadenbrot sendet
Wie verwaist
Geht sie fort in
Nacktes Elend
Wenn auch das Kind
In ihr nichts mehr
Weiß von der Liebe
Oder wie es ist
Geliebt zu werden
Sie sieht, so scheint es
Noch tief in sich selber
Hungert nur und zehrt
Von dem gefühlten Nichts
So ist ihr ich gegangen
Noch wartend
Auf Atemnot
Im nackten Dasein
Die Natur
Nimmt "ihre"Zeit:
Ein Mensch
Wird schon im Leben
In die Ewigkeit gefuehrt
GERADE ERST
Gerade erst
Also
Noch nahe dem Heute
Wurde ich in eine Zeile
Von Schweigen gesogen
Es war eine Übermacht
Von außen oder
Möglicherweise
Unbewußten Gedanken,
Von fast gestorbener Art,
Die mich bis
Vor kurzem belogen
Jedenfalls
Irgendwo wartete
Ein betäubendes Licht:
Ein Gott oder ein Teufel
Lockten mich
Die Ansicht ist mir
Deswegen entzogen
Und es konnte
Nur versucht werden,
Im Schatten,
Einen einzigen Einblick
Zu gewähren
Ich wurde gezwungen
Das Innere zu befragen
MORGENDÄMMERUNG
ICH, DER NICHTNUTZ
SINGE MEIN GEDICHT
ICH SCHREIE DEINE TRÄNEN
EIN NEUER TAG
SO GEHT ES
WENN DU SAGST
STERBLICHKEIT