Zaterdag 17 mei 2008
DER WECHSEL
Mein Zimmer kennt zwei Fenster
Doweit ich nun überschauen kann
Ich sehe heute vorn nach außen
Und erblicke den Schwanz eines Geiers
Doweit ich nun überschauen kann
Ich sehe heute vorn nach außen
Und erblicke den Schwanz eines Geiers
Noch hängend in der Luft
Wie ein raubendes Gespenst
Einen Angriffsplan anzettelnd
Auf dem sterbenden Leib
Einer zu frühen Ameise
Wie ein raubendes Gespenst
Einen Angriffsplan anzettelnd
Auf dem sterbenden Leib
Einer zu frühen Ameise
Gestern sah ich durch
Die Scheibe an der Hinterseite
Gelbe Narzissen
Sie hatten schon früh
Meinen Garten hinter
Dem Haus besetzt
Auf malerische Weise
Die Scheibe an der Hinterseite
Gelbe Narzissen
Sie hatten schon früh
Meinen Garten hinter
Dem Haus besetzt
Auf malerische Weise
In den sich verwischenden
Jahreszeiten
Wollten sie, freilich unbewusst,
Was jemals das Frühjahr bedeutete
Jahreszeiten
Wollten sie, freilich unbewusst,
Was jemals das Frühjahr bedeutete
Den Nachwehen eines Winters
Entgegentreten,
Befreien von Finsternis
Entgegentreten,
Befreien von Finsternis
Um das Kommen und Gehen
Zu betrachten
Bin ich ausgerüstet mit Augen
Zu betrachten
Bin ich ausgerüstet mit Augen
Und sehe, dass die Natur durch
Das Zeigen von zwei Gesichtern
Den Schatten und das Tageslicht küsst
Ohne sich vor Scham zu beugen
Das Zeigen von zwei Gesichtern
Den Schatten und das Tageslicht küsst
Ohne sich vor Scham zu beugen
Geschreven door Julius Dreyfsandt zu Schlamm om 15:35

