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J. Dreyfsandt zu Schlamm : Deutsche Gedichte 5

Teil 5
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ICH TRAGE DICH

Ich trage dich
Bis an den kahlen Felsrand
Ein gähnendes Loch
Dominiert unsere Sicht
 
Sehr nah, nach unten,
Eine  steile Wand
Weiter weg zeigt der Himmel
Seine immense Wichtigkeit ;
 
Ein sich unendlich
Ausdehnendes Gewölbe
Welches mein Bestehen verengt,
Ungreifbar für mich als Mensch
 
Meine Gedanken werden
Allmählich, wie gezwungen,
Ins Innere gerichtet,
Suchend nach einem
Letzten Wunsch
 
Der Abschied fällt schwer
Nicht nur im Geist
Oder in deinen Augen
Auch in dem letzten Schritt
Auf dem unvollkommenen Pfad
 

Ich bin fertig,
Du jedoch noch mehr    
 
 

 

Geschreven door Julius Dreyfsandt zu Schlamm om 10:26

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