mit goldglänzenden trompeten
GEKLEIDET IN EIN TUCH VOLL WEIßER ROSETTEN
fortwährend BELEUCHTET VON EINER FACKEL IN JEDER HAND
ZU ÖFFNEN AM HIMMELSRAND
über eine schwarz geloderte seele
der bereits früh in finsternis verfiel
stürzen ruinen noch tausendmal hinein
von schmerz und höllengewinn
nährt das süßE EIN ZÄRTLICHES GEFÜHL
ABER DAS LEBEN SICH SELBST ERKENNT als ZIEL
Perpetuum mobile
wenn auch die Asche schwelt und ist Feuer wie der Tod
wacht da doch eine Aufwallung von purem Purpurrot
über verzweigten Pfaden durch Unsichtbarkeit
damit keine Träne sich dort verbrennt an Sterblichkeit
und die Augen verirrt oder versperrt sind in Aussicht
wo auch noch Phrasen gestählt sind von geprüften Bräuchen
wie erkläre ich dir, um Himmels willen,
welcher zieht über heitere Gipfel und ein niedergedrücktes Tal
wie das Wasser das Schlagen gegen Ufer kennt
doch sich in unbefangener Hingabe an Fortgang gewöhnt
Die Verführung einer Gottin
verführe mich nicht oder gerade doch
zu denken der ich bin
oder verbanne meine Gedanken,
gelegentlich
nach einem himmlischen Paradies
wo ich nur diese eine Frau kenne
entblößt von Sitten und Kleidung
jedoch geschmückt mit
zärtlichem und betörendem Fleisch
dass versauerte Äpfel
noch erpicht so süßlich speist
sie ringelt meine Haare entlang
klebrig vom Wirbel bis zur Sohle
umgibt mich mit schwülen Gebärden
damit ich noch lauter treibe auf Saat
welcher keine Geburt jemals erklären wird
am Ende reiße ich mit aller Macht
verroste Gitter auf;
Stäbe mit eingebauten,
verstorbenen Rosetten
welche wieder ein Ausweg bieten
aus der herrlichen Hölle
und Verdammnis
Ich kenne Sie
wenn ich bin, gleich
dem Durchschnittmensch
und das bin ich
weiche ich nicht ab
von ihrem Gut und Böse
oder Freud und Leid
in Faulheit und verbotener Tat
wenn ich Mensch bin, gleich allen
kenne ich Sie
und spiele auch Theater
mit geöffnetem Bühnenvorhang
sehe dann in den Saal hinein
gefüllt mit ihren Seelen
doch durch die Beleuchtung
erstellt sich ein schemenhafter Anblick
oh, natürlich, auch ich
stehe scheinheilig auf den Bühnen
mit weitem Blick und vollem Mund,
aber ich bin nicht schlecht
seht meine Sonne
und der Geist
im Schatten zeigt sich echt
die Schöpfung ist
wie sie sich an den Tag legt
sie hat immer
auf diese Weise
unter uns gewohnt
Smitsorgel : Eine himmlische Stimme

Wenn ein Trost sucht
ich tränte die
Welt zum Stillstand
Füße klebten
am Sand und Ameisen
als ich den Schleier
im Grün verströmt
durch Wimpern hin
entlang Rändern
Gedanken fangen mußte
in einer Folge von Raum und
Gefühl
die Beine versteiften
während Rippen schüttelten
und der Bauch jagte
hinter Tiefen,
ausblasend bis an Kehle
ich tränte die
Welt zum Stillstand
und fühlte die reichende Hand;
so entfernt nahe
mein Herz prallte
Trommeln voll von
üblen Feuchtigkeitsgeräuschen
sie senkten mich
um zu gedeihen,
suchend nach sich
und trostbringenden Werten
Tarnen
jedesmal wenn
meine Tränen rinnen
friere ich sie ein
und forme
Figuren aus Eis
meines Atems
versuche ich zu versteinern
um danach alles auf
zu stapeln zu einem Standbild
von gefrorenem Wasser
und kaltgebranntem Sand
mit Hammer und Flachmeißel
lege ich Falten
zu einem Antlitz
der öden Existenz
am Fußenende
kratze ich noch
besorgt um ihn"
Das Gedächtnis
diesen Mensch wieder
in deinem Blick
sie starb
früher
als ich sah
Foto

The Last Post
Schwarzdrossel
beim Hingehen
des Tages
die Abendwache
pfeift
werde ich still
und ruft die Nacht
ihre Eule
ist sie es welche
die Finsternis begreift
Auf Schmetterlingsfächern
eines grünen Schmetterlings
spreize ich die Arme weit
flattere mit
von Blatt auf Zweig
im Garten nach hinten
wo ein
Seraphimenstrauch
Träume verwöhnt mit
süßem und ewigem Licht
um noch mehr
Busenduft zu zerstäuben
auf tanzende Seelen
deren Federgewicht
angedichtet ist

Ein alter Tag
sicher, dieser Tag naht
seinem Ende
murmelt meine Stimme
unterdessen das Gebet
von was war
von heute
also fast das alte Dasein
ich bin nun und hier
in Gedanken versunken
doch auch, in der Tat,
bereits schwebend auf
dem Wege nach oben
und vergolde
einen Balsam von Ruhe,
wie Stille rundum die Seele
aber ich werde
durch die Jahre hin
immer mehr verstrickt
im weiter Sehen
manchmal gleich wie Starren
mein Wunsch bleibt doch,
in der Regel, dass ich
an den Morgen glauben will
um zum anderen Mal
Licht zu gewahren
Resonanz
und noch tiefer
sehe dann Augen,
suche Lippen
erwarte Hände
mit zärtlichen Fingern
sehne mich nach einem Blick
von tröstend Berühren
ich spüre jedoch
hohle Stengel
welche Töne
von Stille schweigen
Die Bewunderung
welche in Sprache
neugeboren wird
kann meine
Bewunderung
erfahren
sie gebärt
sich selbst
durch
Metaphern
welche noch
immer
Wehen erklären
FOTO
Wenn der Schatten fällt
mich überfiel
blieb mir noch übrig
das Tasten und Seufzen
als ob ich auch
vor diesem Tag
flüchten müsste
ich stieß
gegen eine Mauer
doch
plötzlich sah ich
wieder das Licht
ein Einbauschalter
war meinem Zeigefinger
erlegen
Höllenfeuer
deine Schultern
tragen
eine Winterdecke
darunter
treibt ein gekreuzigter Leib
unaufhaltsame Tränen aus
zur Lösung von Schmerzen
meine Hände
verleugnen
so sind
auch meine Áugen
zugeschlagen
denn,
ich bin es selbst,
welcher das Feuer
herbeigetragen hat
+
manchmal bin ich
hungrig und blind,
wenn meine Leere
eine bereits gestorbene
Zukunft findet
+
FOTO
Warten auf einen Zug
wann kommt ein Zug vorbei?
er darf natürlich kurz stoppen
wenn ich rede von einem Gedanken
welcher passiert und mich zu
einigen Bewegungen
meiner Fingerspitzen bringt
oder ein Bildnis, welches sich
sanft hinlegt zu mir
woraus ich Einsicht habe
auf hinreichende Buchstaben
welche Worte bauen können
aus einem schaffenden Brei
und Zeilen zieht
über weißes Papier
welche kundtun
ein reimendes
oder prosaisches Ereigniss
wo in etwa auch
ein Gefühl entgegnet wird
mit dementsprechenden Farben
in der Hoffnung, dass in allem zusammmen
auch etwas musikalisch erweckt wird,
nicht zum Entwerfen eines Gitters
doch dass die Phantasie von manch einem
mühelos ausgeweitet werden kann

