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J. Dreyfsandt zu Schlamm : Deutsche Gedichte 3

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TEIL 3

STREICHLE MICH

 

 

Streichle mich doch, scheint

Das Gras mir zuzurufen

Ich bin noch feucht von dem

Schenkenden Tau

 

Lass deine Hand gleiten

Über meine grünen Halme

Sie sind so sanft wie Seide

Fühle die irdische Treue

 

Wenn bald der Morgen schimmert

Und wir das Licht begrüßen

Wirst du gewiss mit mir erfahren

Warum der Tag uns bezaubert

Dampfend wird er erklären;

Ich habe die Nacht ermordet

Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

ZUHÖRENDE LÜFTE

Ich möchte das volle Sein besitzen

Und der Leere entfliehen mit

So vielen dunklen Mauern

 

Meine Arme strecken sich

Nach zuhörenden Lüften

Um die sich erfüllende Erwartung   

Blindlings aufzuwecken

Welche bis in Ewigkeit

Dauern würde

 

Verstört steig ich auf

Toten Zweigen entlang

Die Hände gescheuert

Nun voll mit Blasen

 

Suchte die Einsamkeit

Zu beruhigen

Welche schon beim Anbeginn

Des Lebens für

Mich vorgesehen war 

 

Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

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