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J. Dreyfsandt zu Schlamm : Deutsche Gedichte 3

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TEIL 3

Archief

EIN KALEIDOSKOP

 
 
Erste Version:
 
Ein Gedicht ist
Wie ein Kaleidoskop
Für die
Individuelle Seele
 
Wo Worte,
Sprachlos,
Nach dem Gefühl
Wehen
 

Zweite Version:
 
Ein Gedicht ist
Wie ein Kaleidoskop
Für die
Individuelle Seele
 
Wo Worte,
Sprachlos,
Nach dem Gefühl
Sehnen
 
 
 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 15:19

DIE GLÄSERNE GRABPLATTE

 
 
 
Wie ein himmlisches Dach,
Feucht grau und
Alles umhüllend,
Das Atmen einschränkt
 
Frage ich mich,
Ob sich bereit, jetzt
Die Konturen zu formen
Meiner seelenverlassenen
Gläsernen Grabplatte,
 
Schon tuend                                        
Das Ungewisse
Mit Ewigkeit
Füllend
 
die Aussicht
trägt heute
nicht weiter
 
Morgen, 
was das auch sei,                                      
scheint ein Bild
aus einer Vergangenheit
 
ein Wort
in Köpfen festgesetzt
und so lange in meinem
sich wiegenden Glauben bekannt
 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

DER TAG VON MORGEN

 

 

Spreche mit mir von Träumen,

Obschon verborgen,

Worin jedoch gewiss

Die Vergangenheit

Weggenommen wird

 

Ich gehe zum letzten Mal

Die Felder von Vorzeiten entlang

Welche erzählen von Trockenheit

Und tiefer Einsamkeit

 

Und noch immer die Haut

Verkratzen, Mal für Mal,

Wo meine Lebensflüchtigkeit

Sich verdunstet in Resignation

 

Erinnere mich

An den Tag von morgen

Welcher flüstert vom

Aufblühenden grünen Gras

 

Worin ich mich dann

So sehr geborgen weiß

Als ob nun schon das Heute,

Gestern war

 

Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 20:03

AUSDRUCKLOSIGKEIT

An meiner Seite

Läufst du mit

Die Distanz ist groß

Nach deinem Gefühl

 

So tief und scheinbar

Unzugänglich,

Schwach im Ausdruck  

Selbst kühl

 
Mit Brecheisen möchte

Ich hantieren

Dein verstummtes Herz

Lösen

 

Doch wer bin ich,

Um dich zu verletzen

 
Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 16:09

DER VERLASSENE ACKER

 

 

Wenn der Tag

Sich beugt

Sonne und Erde entgegen,

Den Himmel küsst

 

Sucht der Schatten

Träge seinen Weg          

Über bereits

Umgepflügtes Feld

 

Es sehnt sich      

Nach Stille, einer

Geborgenen Ruhe

 

Und formt die

Herbstliche Kälte

In der zunehmenden

Finsternis,  langsam   

Ausbreitend, eine

Decke von Bekümmernis

 

Geschreven door julius dreyfsandt zu schlamm om 00:00

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