An guten Tagen (Deutsch)
An guten Tagen
An guten Tagen
liebe ich dich, mein Mitmensch,
vor allem an guten Tagen.
Meine Stimmung ist dann leicht,
ich kann so viel geben,
nichts muss ich erbitten.
Wenn mir Gegenwind begegnet,
mich hart zur Erde wirft,
halte ich mir vor Augen:
dass ich von dir
und durch dich getragen werde,
nichts muss ich erbitten.
Fragen, Fragen –
wage ich mich daran,
an diese Unsicherheit
in meinen tieferen Schichten?
Dir zu gefallen
fällt mir leichter,
nichts muss ich erbitten.
So entkomme ich auch dem Dankeschön;
denn spräche ich es aus,
legte ich für einen Moment
meine Verletzlichkeit offen
und müsste noch tiefer
nach meinem eigenen Wert tauchen.
Ja, ich liebe dich,
an guten Tagen,
nichts muss ich erbitten.


