Existenz
Existenz
Existenz
.
ein Mensch balanciert
zwischen sommerlicher Schwüle
unter einem schattigen Baum
.
und der verlassenen Kühle,
oft von einer Leere begehrt
.
ich sage dies ohne Scheu,
denn es ist dem Menschen eigen,
das Herz will Letzteres meiden
.
und flüchtet sich in einen sehnsüchtigen Traum,
der am Pfad des Leidens reibt,
in der Hoffnung, dass ein Mangel schwinde
.
doch muss man selbst immer wieder neu säen
und sich in selbstlosem Geduld üben,
lernen umzugehen mit dem Wenigen,
das von selbst angeweht kommt,
und damit, dass Verstandenwerden
oft im Nebel verhüllt ist
.
nichts ist dem Menschen fremd, so heißt es,
er besitzt die Kunst des teilenden Gebens,
ist jedoch ebenso regelmäßig
sich selbst entfremdet,


