Verlassenheit
Verlassenheit.
In der Stille des Vermissens
begegne ich
immer wieder
meiner Liebe.
Langsam
hält sie mich fest.
Immer wieder.
Wenn ich sie trage
und den Gedanken auslösche,
gerade dann
wird mein Herz
beschwert.
In der Stille des Vermissens
ist Lieben
ein Atmen.
Visionäre Lüfte,
die mein Dasein
färben wollen.
Und wenn die Zeit
jene wundersame Freude
plötzlich zurücklässt,
wird Verlassenheit
zur Flucht.
Dann
riecht Wahrheit
nach Verrat.
Lieben eilt voraus
auf verborgene,
intime Risse.
Ich will es nicht,
doch es geschieht,
wie es geschieht.
Ich wage nicht mehr,
mich zu binden.
Denn wo
finde ich mich selbst,
wenn der Mund
an der Wahrheit nagt
und wieder
eine Geborgenheit
verjagt wird?
Im Feuchten des Trostes
tauchen
verworrene Bilder auf.
Doch es ist der Schmerz,
der mich
durch die Verlassenheit führt —
die wir
zu Beginn
teilten.
Verlassenheit
In der Stille des Vermissens
begegne ich meiner Liebe.
Langsam hält sie mich umfangen,
immer wieder,
immer neu.
Wenn ich sie trage
und den Gedanken verliere,
fühlt mein Herz
die Schwere.
Lieben ist ein Atmen
in visionären Lüften,
die mein Dasein
in Farben tauchen.
Doch lässt die Zeit
die wunderbare Freude zurück,
wird Verlassenheit
zur fliehenden Spur.
Dann schmeckt Wahrheit
nach Verrat.
Lieben läuft voraus
in verborgene,
zarte Risse.
Ich will es nicht,
doch es geht
seinen Gang.
Ich binde mich nicht mehr,
denn wo
finde ich mich selbst,
wenn Wahrheit
an mir nagt?
Im Tau des Trostes
verschwimmen die Bilder,
und doch ist es der Schmerz,
der mich trägt
durch die Verlassenheit,
die wir
anfangs
teilten.