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Glück

Glück

Glück
lebt im Wechsel
von Raum und Licht und Zeit.
Es prahlt nicht,
geht leise,
geführt von seiner eigenen Zerbrechlichkeit.

Noch immer denke ich
an die versunkene Jugend,
als Zukunft nichts weiter war
als morgen.
Blind suchend
nach namenloser Freude,
nach jener ewigen Liebe,
die keine Sorgen kennt.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 17:38 Reageer op dit bericht
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Verlassenheit (zwei Varianten)

Verlassenheit

Verlassenheit.
In der Stille des Vermissens
begegne ich
immer wieder
meiner Liebe.

Langsam
hält sie mich fest.
Immer wieder.

Wenn ich sie trage
und den Gedanken auslösche,
gerade dann
wird mein Herz
beschwert.

In der Stille des Vermissens
ist Lieben
ein Atmen.

Visionäre Lüfte,
die mein Dasein
färben wollen.

Und wenn die Zeit
jene wundersame Freude
plötzlich zurücklässt,
wird Verlassenheit
zur Flucht.

Dann
riecht Wahrheit
nach Verrat.

Lieben eilt voraus
auf verborgene,
intime Risse.

Ich will es nicht,
doch es geschieht,
wie es geschieht.

Ich wage nicht mehr,
mich zu binden.

Denn wo
finde ich mich selbst,
wenn der Mund
an der Wahrheit nagt
und wieder
eine Geborgenheit
verjagt wird?

Im Feuchten des Trostes
tauchen
verworrene Bilder auf.

Doch es ist der Schmerz,
der mich
durch die Verlassenheit führt —
die wir
zu Beginn
teilten.


Verlassenheit

In der Stille des Vermissens
begegne ich meiner Liebe.
Langsam hält sie mich umfangen,
immer wieder,
immer neu.

Wenn ich sie trage
und den Gedanken verliere,
fühlt mein Herz
die Schwere.

Lieben ist ein Atmen
in visionären Lüften,
die mein Dasein
in Farben tauchen.

Doch lässt die Zeit
die wunderbare Freude zurück,
wird Verlassenheit
zur fliehenden Spur.

Dann schmeckt Wahrheit
nach Verrat.

Lieben läuft voraus
in verborgene,
zarte Risse.

Ich will es nicht,
doch es geht
seinen Gang.

Ich binde mich nicht mehr,
denn wo
finde ich mich selbst,
wenn Wahrheit
an mir nagt?

Im Tau des Trostes
verschwimmen die Bilder,
und doch ist es der Schmerz,
der mich trägt
durch die Verlassenheit,
die wir
anfangs
teilten.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 17:43 Reageer op dit bericht

Nessun dorma

Niemand schläft,

Nessun dorma

niemand schließt die Augen.
Die Stille dieser Nacht
trägt einen Schrei
und staunendes Schweigen.

Nicht in meiner Macht
die Gefühle
dieser Stunde zu lösen,
sie fließen
aus tiefer Vergangenheit.

Lateinische Gesänge,
der Traum
des erneuten Erwartens,
mein Herz
wird leise davon umfangen.

Doch bleibt
die Stunde nach Mitternacht,
wenn Leere
Gestalt annimmt.

Nicht ein Kind
wird neu geboren –
Melancholie
erhebt ihre Stimme,
still,
und wahr.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 14:42 Reageer op dit bericht

Schreiben in die Luft

Schreiben
in die Luft

Ich hatte vergessen

wie groß
deine Augen waren

wie spielerisch

sie sein konnten

Ich sah es wieder

für einen
stillen
Moment

und wusste

wie Freundschaft
sein darf

Ich hatte vergessen

wie jung
du noch warst

wie leicht
du deine eigene Welt
berührtest

lachend

so wie
Lachen
gemeint ist

spielend
mit Worten

schauend

in Musik

aus
sanft
spiegelnden
Akkorden

Ich sah es wieder

ohne Grund

ohne Ziel

dieses

eine

Mal

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 15:30 Reageer op dit bericht

Weiblich

Weiblich

Keine Frau entzieht sich meinem Blick,
noch mir selbst.
Sie fließt durch mein leibliches Sein,
getragen von leisen
Seelengewölben.

Von unsichtbaren Kräften bewegt
berührt sie mich bis ins Zerreißen,
so gegenwärtig in mir,
so nah in meinen Gedanken,
dass sie mir Farben schenkt,
die kaum sagbar sind.

Verwurzelt in diesem Wesen,
von sanfter, treibender Leidenschaft,
taste ich nach meinem Weg,
wo Hingabe Grenzen auflöst.

Ich bleibe gebunden
an diese irdische Gestalt,
in der das Chaos
mich nicht verletzt,
sondern formt.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 12:35 Reageer op dit bericht

Dichter des Vaterlandes

Dichter des Vaterlandes

Nein, es ist nicht das,
was Sie jetzt denken:
dass ich mir diese Würde
selbst verleihen würde.

Oh gewiss, auch ich
bin mit ein wenig Poesie
durchzogen,
doch von geringerem Gewicht.

Das gegenwärtige Denkmal
steht nicht auf seinem Sockel.
So erwarte ich denn
seine Wiederherstellung
und lege,
solange es dauert,
aus Respekt
mein eigenes Wortgezupfe nieder.


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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 12:25 Reageer op dit bericht

Weihnachtliche Betrachtung

Weihnachtliche Betrachtung

Unter dem alten,
mittelalterlichen Turm
halte ich einen Moment inne,
als der greise Schlag
das Angelusläuten erklingen lässt.

.

Er ist ein Rufender
über winterliche Felder,
blickt würdevoll hinaus,
ohne dass man ihn noch hört
oder sieht – wie eine himmlische Braut.

.

Er trägt nichts als
eine steinerne Vergangenheit
und widerhallende Psalmen.

.

Wie man sagt,
lassen wir uns noch
von Einfachheit und Mystik
in Staunen versetzen.

.

Ich weiß es nicht:
sehe so viel kalte Mimik
bei der Geburt
jedes Menschenkindes –
man kann nur erfahren,
wie die bedingungslose
göttliche Erwartung
geliebt werden darf.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 12:15 Reageer op dit bericht

Abschied

 

Noch winkte ich,
als sie längst hinter der Kurve verschwunden waren.
Die Straße –
trotz flüchtiger Blicke aus Autos –
atmete Stille,
immer wieder.

.

Und ich allein
reiche den roten Rücklichtern
meiner Erinnerung das Wort,
oder der Vorstellung,
dass vor ihnen
ein weiter Weg lag.

.

Würden sie nur
der Stimme des Navis folgen,
und in ihrer eigenen Stille
den Abschied von uns
leiser machen?

.

Ich ging zurück ins Haus.
Dort waren noch welche,
die ebenfalls gehen mussten.
Keine Eile.
Es fehlte uns an nichts.

.

Ich sah keine Brüder, keine Schwestern –
nur einen Augenblick:
ein leeres Glas,
ein verlassender Teller,
Worte, die sich scheuten.
Nein, Fremdheit kennen wir nicht.

.

Irgendwo
sind wir ein Volk
von gelassenen Verstörten.
Bloß Heimweh,
redete ich mir ein,
trieb sie heimwärts.

.

Denn beim Aufbruch:
ein bebendes Dankeswort.
Vielleicht nur
die Nachwirkung
dessen,
was die Sinne öffnet
und die Zunge lockert.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 12:09 Reageer op dit bericht

Liebe machen


.
Lieben machen
ist der Versuch
für immer
.
an warmen Körpern zu verweilen,
.
die sich freiwillig
aneinander klammern wollen
.
in wiederkehrenden
flüchtigen Träumen zu schweben
.
und wie sanft
aneinander reibende Scheiben
die Leidenschaft noch mehr zu steigern

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 19:09 Reageer op dit bericht

Du, die mich überlebst

Du, die mich überlebst

Du, die mich überlebst.
Es ist nichts anderes
als das Nachvollziehen
eines Baumes,
der das Verfärben
seiner Blätter
auf ganz eigene Weise erfährt.

So natürlich
wie mein Tod,
den du
in einem
Frühling
überlebst.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 18:58 Reageer op dit bericht

Ich spähe

Ich spähe

und verliere mich zugleich an der Uhr, sie kreist,

weit geöffnet,

im heißen, atmenden Sand.

.

Trotz höchsten Schutzes
zeichnet die Sonne
ihre Spur
in flüchtiger Zeit.

.

Und ich,
trage den Geschmack von Salz
noch auf den Lippen,
nach einem Tag
aus Licht
und digitalen Schnitten.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 19:59 Reageer op dit bericht

Vom Liegestuhl her

 

Vom Liegestuhl her

verrinnt mir die zugemessene Zeit,

weit draußen auf dem Land,

wo Römer einst hausten,

und wo man heute

Menschen herführt,

sanft gezerrt

vom Wort Idylle.

Nein —

ich döse nicht am Rand der Ankunft.

Ich liege

ein paar unsichtbare Schritte weiter,

außer Sicht,

außer Erwartung.

Ich spüre,

wie die Schwere der vergangenen Monate

meinen Körper verlässt,

als hätte sie lange genug

in ihm gewohnt.

Nicht zum ersten Mal

gebe ich mich

geschlossenen Augen hin,

lasse Träumen Raum,

ungeprüft.

Es laufen Filme

zugleich,

ineinander,

ohne Anfang, ohne Abspann,

und ich verliere den Faden,

der Sinn trägt.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 19:35 Reageer op dit bericht

Wenn der Tod vorbeizieht


warum ist ein
totgeborenes Wort
geschrieben in einem Seufzer
nach unerreichbarem Verlangen


wenn das Dasein
ungefragt
mein Herz durchbohrt


und Denken
wie gefangen
im Zwang erscheint


oh natürlich
gibt es Gedanken
die die Vernunft
von Natur aus achten


und ein Wort spricht
von Wiederauferstehung
und Erwarten
*
wir füllen jedoch
Leere mit
schweigendem Starren

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 20:10 1 reactie Reageer op dit bericht

Geh nun

Geh nun
.
geh nun,
flüstert
meine innere Stimme.
.
Ich hätte dich
nicht mehr rufen sollen.
.
Du bist durch
die verronnene Zeit
gekrochen,
.
immer atmend
zwischen Abwehr
und Hoffnung.
.
Meine Hände
streifen noch einmal
deine Haut.
.
Die Seele vernimmt
mit Widerwillen
ein fernes,
abwesendes Geräusch.
.
Geh nun.
Meine Lippen
schweigen.
*
Ich habe nie gelernt,
eine Nabelschnur
zu durchtrennen.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 10:47 Reageer op dit bericht

Was haben Rilke, Sachs und Dreyfsandt zu Schlamm poetisch gemeinsam?

AI Copilot

Kurz gesagt: alle drei sind (bzw. wirken wie) deutschsprachige Dichter mit stark existenziell‑spiritueller Prägung – und darin ähneln sich Sachs, Rilke und Dreyfsandt zu Schlamm deutlich.

Etwas ausgeführt:

  • Gemeinsame Sprache und Ton
    Nelly Sachs und Rainer Maria Rilke gehören zu den großen Autor:innen der deutschsprachigen Lyrik.
    Julius Dreyfsandt zu Schlamm schreibt ebenfalls einen sehr großen Teil seines Werks bewusst auf Deutsch und begreift diese Sprache als seine eigentliche poetische Heimat.gedichten+1

  • Existenzielle, spirituelle Themen
    Alle drei kreisen um ähnliche Motive:

    • Tod, Vergänglichkeit, Leid
    • Sinnsuche und Transzendenz
    • Stille, Einsamkeit, innere Wandlung
    • eine religiös oder mystisch gefärbte Weltsicht
      Diese Grundhaltung ist bei Sachs und Rilke kanonisch bekannt und wird für Dreyfsandt zu Schlamm ausdrücklich als „philosophisch‑lyrisch“ und existenziell beschrieben.gedichten+1
  • Dichter der Innerlichkeit
    Keiner der drei schreibt primär erzählend oder gesellschaftskritisch im äußeren Sinn. Stattdessen:

    • Verdichtung statt Erklärung
    • Bilder statt Argumente
    • Innere Erfahrung statt Handlung
      Genau diese „beschouwende, stille“ Poetik wird Dreyfsandt zu Schlamm explizit zugeschrieben.gedichten
  • Nähe zu Rilke besonders stark
    In Stil und Haltung steht Dreyfsandt zu Schlamm Rilke näher als fast jeder modernen Lyrik: ruhiger Ton, metaphysische Offenheit, das Gedicht als Ort der Erfahrung und nicht der Aussage.derooiseschool

Zusammengefasst:
Was Sachs, Rilke und Dreyfsandt zu Schlamm „ähnlich“ macht, ist nicht Biografie oder Epoche, sondern eine gemeinsame poetische Haltung: deutschsprachige, existenzielle, spirituell grundierte Lyrik, die aus Stille, Lebenserfahrung und Grenzerfahrung spricht.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 20:49 Reageer op dit bericht

Grundcharakter seines Stils

Grundcharakter seines Stils

Der Stil von Julius Dreyfsandt zu Schlamm lässt sich als philosophisch‑existenzielle, spirituell grundierte Gegenwartslyrik beschreiben. Er schreibt nicht erzählend, sondern meditativ, oft tastend, suchend, offen endend. Seine Gedichte wollen weniger erklären als Wahrnehmungsräume öffnen. [derooiseschool.nl], [wortgefechtblog.de]


Zentrale stilistische Merkmale

1. Philosophisch‑existenzielle Ausrichtung

Seine Lyrik kreist um Grundfragen des Menschseins:

  • Vergänglichkeit
  • Schuld und Trost
  • Liebe als existenzielle Erfahrung
  • Sinn, Schweigen, Sterben

Diese Themen entstehen nicht abstrakt, sondern aus konkretem Erleben (z. B. Sterbebegleitung, Erinnerung, Kindheit). Das Gedicht wird zur Reflexionsfläche, nicht zur These. [derooiseschool.nl]

➡️ Nähe zu: spätem Rilke, Nelly Sachs (thematisch), teilweise zu mystischer Tradition
➡️ Distanz zu: politischer Lyrik, ironischer Postmoderne


2. Reduzierte, freie Form

Formell arbeitet er fast ausschließlich mit:

  • freien Versen
  • kurzen, oft einzeiligen Strophen
  • starker Atem‑ und Pausensetzung

Reim und Metrum spielen kaum eine Rolle. Bedeutung entsteht durch Rhythmus, Zeilenbruch und Stille. Leerstellen sind bewusst gesetzt — Schweigen gehört zum Gedicht. [blog.seniorennet.be], [amazon.de]

Beispielhaft ist seine Vorliebe für:

  • Parataxe statt Hypotaxe
  • Verben des Wahrnehmens („sehen“, „tragen“, „atmen“)
  • Substantive mit metaphorischer Verdichtung („Stille“, „Licht“, „Schwelle“)

3. Bildsprache: ruhig, symbolisch, naturgebunden

Seine Metaphern sind nicht spektakulär, sondern leise und elementar:

  • Licht / Dunkel
  • Wind, Baum, Weg
  • Kindliche Bilder (Augen, Hände)
  • Türen, Schwellen, Brillen, Spiegel

Diese Bilder haben symbolischen Mehrwert, ohne allegorisch zu sein. Die Natur fungiert nicht romantisch, sondern als Resonanzraum innerer Zustände. [blog.seniorennet.be], [blog.seniorennet.be]


4. Spirituelle Offenheit (ohne Dogma)

Religiöse Motive (Karfreitag, Stabat Mater, Schuld, Heilung) tauchen häufig auf, jedoch:

  • nicht dogmatisch
  • nicht konfessionell belehrend
  • eher existenziell denn theologisch

Der Ton ist fragend, manchmal ringend, nie verkündend. Religion erscheint als Erfahrungsraum, nicht als Antwortapparat. [gedichtensite.nl], [derooiseschool.nl]


5. Nähe zur Musik

Ein zentrales Stilmerkmal ist die musikalische Denkweise:

  • viele Gedichte wurden vertont
  • Rhythmus ist oft wichtiger als semantische Schärfe
  • Wiederholungen wirken wie Motivarbeit

Er liest seine Texte häufig selbst, oft mit musikalischer Begleitung. Das Gedicht ist für ihn Klangkörper, nicht nur Text. [derooiseschool.nl], [youtube.com]


Sprachliche Besonderheiten

  • klare, eher schlichte Wortwahl
  • kaum Ironie, kaum Sprachspiel
  • bewusste Ernsthaftigkeit
  • starke emotionale Aufladung ohne Pathos

Seine Gedichte wirken dadurch zugänglich, verlangen aber innere Langsamkeit.


Stilistisch einordnend zusammengefasst

Man kann seinen Stil beschreiben als:

eine langsame, hörende Lyrik des Innehaltens,
die zwischen Philosophie, Spiritualität und gelebter Erfahrung steht.

Oder zugespitzt:

  • ❌ keine experimentelle Avantgarde
  • ❌ kein politischer Gestus
  • ✅ kontemplative Gegenwartslyrik
  • ✅ existenzielle Tiefenschärfe

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 10:06 Reageer op dit bericht

Gestern, der Tag von Morgen

ich trauere nicht, weil ich dich vermisse
sondern weil ich sah, was wahr war.
so etwas kommt von selbst, wenn ich mich irre
und nicht erst im Spiegel eines anderen Bestand finde.
.
du hast wieder nur dich selbst verloren
doch die Rettung wartet schon um die Ecke
im Sterben wurdest du neu geboren
so prophezeite jene bekannte Seite
in dem so oft ausgelesenen Buch.
.
ich denke wohl an den gegenseitigen Schmerz
doch es bleibt beim Umblättern einiger Seiten
und schreibe es in meine erlittene Vergangenheit
das verlangt, stets verletzlich zu bleiben
offen zu sein für die Liebe
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 17:30 Reageer op dit bericht

Die gläserne Zeit

 

Die gläserne Zeit

Obgleich überwölbt und getragen
von Himmel und Erde,
beschirmt zudem
von vier zierlichen Säulen,

ist der Läufer der Zeit,
dem Äußeren nach
in das Gold der Arme gehüllt,

an einem mir unbekannten Tage
innegehalten worden,
die fortschreitenden Minuten
bedächtig zu sammeln.

Ich sehe ihn seelenlos stehen
zwischen Vergangenem mancherlei Art,
und frage im Stillen:
warum nun verworfen,
wie lässt sich
seine Gegenwart hier erklären.

Gewiss, der gläserne Leib
ist dem Auge entzogen,
zu irgendeiner Stunde
zerschellt.

Doch wo das Geeichte
durch Jahrhunderte,
an bewegten Handgelenken,
zur Schönheit erhoben schien,

ist ihm nun,
unter zufälligen Überlebenden,
eine vorletzte Ruhestätte
zuerkannt worden.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 11:42 Reageer op dit bericht

Meer van juliusdreyfsandtzuschlammprosa 3 (Deutsch)

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