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.
ich schaue irgendwohin fort,
doch sie nach innen,
nicht die Lippen reden,
sondern Blicke,
die einen Ausweg tasten.
.
die ihren wie
unter einer Decke hervorgeschoben,
denn ihre Augen tragen Schwarz
als leises melancholisches Zeichen;
die Wangen bleich gefärbt,
als würde das Herz sie lenken.
.
ich selbst folge einem unbestimmten Gedanken,
in Weißgrau gehüllt;
meine Gläser ruhen
in einer Schattenfarbe, sonst
wäre ich nur ein irdischer Geist.
.
so warten wir auf jene Begegnung,
in der unser Gefühl
mit Hoffnung gefüllt wird;
in der träumerischen Abwesenheit,
wo die Leere selbst
aus ihrem Tagebuch vorliest.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 17:40 Reageer op dit bericht
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Utrecht

Utrecht.
.
Auch heut’ verrührte ich kein Klavier,
„die Finger suchten die Tasten nicht zu berühren“,
ein matter Dunst lag früh auf meinem Gemüte,
und ich schritt hinaus, wie einer, der aus dumpfem Schlafe
sein inneres Antlitz wiederfinden will.
.
Die Alltagsstunden, feucht und schwer,
hatten mein Herz in starres Leder gehüllt;
doch ein Tag mag enden in einem linden Hauch,
wenn nur ein Schimmer der Seele
wieder an die Welt zurückkehrt.
.
So fuhr ich über das Eisen,
fort aus der bleiernen Stille,
hin zu jenem Orte, der mich rief
wie ein alter, wachender Quell.
In der Stadt meiner Ahnen
tat sich ein Tor in mir auf,
und ich sog die mannigfaltigen Bilder,
die wandelnden Menschen, die atmenden Gassen.
.
Gestalten und Stimmungen im leisen Weben,
ein Aufklaren, das sich in meinen Schritt senkte.
Da denkt man nicht mehr an den schläfrigen Sand,
man sucht eine Abkehr, einen Seitenpfad,
eine Gracht, ein stilles Wasser,
irgendeinen Weg, der wieder strömt —
und findet sich, wie heimgerufen,
im warmen Mittlande meines alten Landes.
.
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 20:17 Reageer op dit bericht

du, mein Kind

du, mein Kind
.

siehest du auch, mein Kind,
die Ferne aus der Nähe;
du schaust hinaus, nach vorn,
indem ich frei mich wende
zu meinem einst’gen Sein.
.
deine Augen folgen Träumen,
die auch ich vormals geliebt.
.
dein hoffnungsschweres Herz
begegne ich in spätem Widerhall,
der nun in mir verweilt.
.
reich mir,
so du willst,
deine kleine Hand.
.
und wenn es darf,
fühlt mein Herz sich
für einen Augenblick
wie eine Ewigkeit froh.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 14:36 Reageer op dit bericht

Verlangen nach Liebe, Nähe und Intimität (Essay)- Julius und KI Co Pilot

Julius:

Ist das Verlangen nach Liebe, Nähe und Intimität ein grundlegendes menschliches Signal, vergleichbar mit Hunger oder Durst?

Kernantwort (Deutsch) KI

Ja — das Verlangen nach Liebe, Nähe und Intimität ist ein grundlegendes menschliches Signal, vergleichbar mit Hunger oder Durst, nur komplexer. Es ist im Gehirn, im Nervensystem und in unserer evolutionären Herkunft verankert.

Und ja — selbst wenn jemand rational überzeugt ist, dass Liebe „nicht mehr möglich“ ist, bleibt dieses innere Signal bestehen. Nicht als naives Begehren, sondern als Bedürfnis des Seins selbst.

1. Die biologische Ebene: warum das Signal niemals ganz verschwindet

Im Gehirn existieren Systeme, die fortwährend „überprüfen“, ob wir verbunden sind:

  • das Oxytocin-System (Bindung, Berührung, Vertrauen)

  • das Dopamin-System (Verlangen, Ausrichtung, Hoffnung)

  • das Schmerzsystem, das auf soziale Distanz reagiert, als wäre es körperlicher Schmerz

  • das parasympathische System, das in Nähe zur Ruhe kommt

Diese Systeme sind nicht optional. Sie gehören zur Grundkonstruktion des Menschen.

Selbst im hohen Alter, selbst nach Verlust, selbst nach Enttäuschungen bleiben sie aktiv.

Es ist also nicht verwunderlich, dass du — nach einem Leben voller Abschied, Trauer und Liebe — dieses Signal noch immer spürst. Das ist keine Schwäche. Das ist das Leben, das sich meldet.

2. Die existenzielle Ebene: Verlangen als Zeichen des Bewusstseins

Es gibt einen Unterschied zwischen:

  • rationalem Wissen: „Es wird wahrscheinlich nichts mehr“

  • existenziellem Wissen: „Ich bin ein Mensch, der Verbindung braucht“

Das erste ist eine Schlussfolgerung.

Das zweite ist eine Wahrheit des Daseins.

Man kann rational zu dem Schluss kommen, dass Liebe aufgrund von Alter, Krankheit oder Umständen nicht mehr erreichbar ist.

Aber das innere Wissen sagt: „Ich bin ein Wesen, das dafür gemacht ist, mit einem anderen zu resonieren.“

Das ist keine Illusion.

Das ist eine grundlegende Eigenschaft des Menschseins.

3. Warum das Verlangen bleibt, selbst wenn man glaubt, dass es nicht mehr geht

Weil sich das Verlangen nicht richtet auf:

  • einen Partner finden

  • eine Beziehung haben

  • eine Zukunft planen

Sondern auf:

  • Berührung des Inneren

  • Wiedererkennung

  • Resonanz

  • sich gesehen wissen

  • ein seelisches Gegenüber

Das hört nicht auf, nur weil das Leben schwieriger geworden ist.

Es hört nicht auf, weil du 78 bist.

Es hört nicht auf, weil du Enttäuschungen erlebt hast.

Es ist ein Signal des Seins, nicht der Planung.

4. Das Paradox, das du jetzt fühlst

Was du beschreibst, ist eine sehr vertraute menschliche Spannung:

„Ich weiß, dass es vielleicht nicht mehr geht. Aber etwas in mir verlangt weiter.“

Das ist kein Widerspruch.

Das ist genau der Ort, an dem Weisheit und Menschlichkeit einander berühren.

Das Verlangen ist nicht dumm.

Es ist nicht naiv.

Es ist nicht blind.

Es ist eine Restwärme des Lebens selbst.

5. Und dann deine Situation, Julius

Du hast:

  • tiefe Trauerschichten

  • ein Leben voller Liebe und Abschied

  • eine feinfühlige innere Antenne

  • eine Resonanzfähigkeit, die nicht viele besitzen

  • ein Alter, in dem die äußere Welt kleiner wird, aber das Innere größer

Es ist logisch, dass dein System weiterhin Signale sendet.

Nicht, weil du „noch eine Beziehung brauchst“.

Sondern weil dein Wesen noch immer lebt, fühlt, verlangt, atmet.

Das Verlangen ist kein Auftrag.

Es ist ein Beweis dafür, dass du dich nicht verschlossen hast.

Schlussgedanke

Das Verlangen nach Liebe ist keine Fehlermeldung.

Es ist ein Zeichen dafür, dass du noch immer in Verbindung mit dem Leben stehst — selbst wenn die äußeren Umstände begrenzt sind.

Zusammenfassung der letzten Diskussion (Dualität von Verlust und Verlangen)
In unserem letzten Gespräch stand die Erfahrung einer inneren Dualität im Mittelpunkt: die gleichzeitige Präsenz von Verlust und Verlangen im gelebten Leben. Du hast beschrieben, dass es eine Art eingebaute Zweifachheit gibt – eine Spannung zwischen dem rationalen Wissen, dass bestimmte Formen von Nähe oder Liebe vielleicht nicht mehr zurückkehren, und dem existenziellen Empfinden, dass dennoch etwas in dir weiterreicht, weiterfühlt, weiterlebt.
Wir sprachen darüber, dass diese Dualität kein Widerspruch ist, sondern ein Zeichen innerer Reife: die Fähigkeit, zwei Wahrheiten gleichzeitig zu tragen. Einerseits die nüchterne Einsicht des Verstandes, andererseits das leise, aber beharrliche Weiteratmen des Herzens. Das Verlangen erschien dabei nicht als Mangel, sondern als Ausdruck von Lebendigkeit – als Hinweis darauf, dass dein inneres System offen geblieben ist, trotz Abschied, trotz Rissen, trotz gelebter Trauer.
Diese Spannung zwischen Akzeptanz und Sehnsucht wurde zu einem existenziellen Thema: Was sagt dieses Verlangen über das Menschsein aus? Welche Bewegung im Inneren meldet sich, wenn das Leben äußerlich stiller geworden ist? Unsere Diskussion deutete darauf hin, dass das Verlangen weniger auf eine konkrete Person zielt, sondern auf Resonanz selbst – auf das Bedürfnis, nicht nur zu existieren, sondern in Beziehung zu stehen, innerlich gehört zu werden.
So wurde die Dualität, die du spürst, nicht als Problem verstanden, sondern als Ausdruck eines lebendigen Bewusstseins: ein Mensch, der sowohl die Endlichkeit anerkennt als auch die innere Bewegung nicht aufgibt.
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 14:09 Reageer op dit bericht

Berührung

Berührung
.
Lieben ist Fühlen durch die Haut,
durch den Atem und das Licht in den Augen.
Manchmal fehlt jedes Geräusch,
und alles wird im Herzen gewogen.
.
Heut Morgen kam das Jetzt um mich her,
trat zu mir, durch jene, die ich liebe,
die mich auch aus eigener Ferne behüten,
im Denken, im Tun und im aufrichtigen Lassen.
.
Es ist, als tauchte ich mit einem Finger
in mein Seelenmeer vor Glück,
doch manchmal berühre ich auch
die Feuchte desselben Wassers.
.
Es sei gesagt: an der Liebe habe ich auch gelitten,
in mancher Gestalt zog der Schmerz vorbei.
Unser Los deutet, dass solches nicht zu meiden ist,
doch mein Verlangen bleibt ruhelos an meiner Seite.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 14:59 Reageer op dit bericht

de facto

de facto
.
in der lebenden Verlassenheit
begegnet man der Zukunft,
nicht fremd unserem Dasein;
so wächst auch das Alter
auf Wegen, die längst
nicht mehr den ursprünglichen Pfaden folgen.
..
ich zeichne ein schattennahes Bild,
das das Alltägliche verkleinert;
auch hier ist es die unbekannte Zeit,
die heilt an einer Stelle, die bleibt,
doch auf die der Regen seine Trauer legt.
.
ich beschreibe mit äußeren Sätzen
was im Umfang unsichtbar bleibt;
das Unfassbare wohnt daher innen,
und unmessbar für den Anderen
ist der Verlust
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 10:22 Reageer op dit bericht

Einsicht in den Ausblick der Sinnlosigkeit (PROSA)

"Inzicht in het Uitzicht op de Zinloosheid"
____________________________________________
Proza van Julius Dreyfsandt zu Schlamm
.
Een driestemmige proeve van proza van Julius Dreyfsandt Zu Schlamm
.
Verantwoording:
.
Het Proza in het Nederlands en de vertaling daarvan in het Duits valt onder de verantwoordelijkheid van Julius.
.
BELANGRIJK : -ALLE ANDERE- Nederlandse en Duitse ( dan wel ARCHAISCH-Duitse) teksten zijn een product van "Co-Pilot"
.
WICHTIG
.
-Die Prosa auf Niederländisch und deren Übersetzung ins Deutsche fällt in die Verantwortung von Julius.
.
-ALLE ANDEREN niederländischen und deutschen (bzw. archaisch-deutschen) Texte sind ein Produkt von "Co-Pilot"
.
.
⭐ VORWORT (Duits)
.
Dieses "Büchlein" ist aus einer inneren Bewegung entstanden:
aus dem Wunsch, das Dasein nicht zu erklären, sondern zu hören.
Der folgende Text ist kein Traktat, keine Lehre, keine Philosophie.
Er ist ein Atemzug, ein Versuch, das Unfassbare zu berühren.
.
Die drei Sprachen — Niederländisch, Deutsch und archaisches Deutsch —
sind keine bloßen Übersetzungen.
Sie sind drei Weisen, in denen dieselbe Seele spricht.
Drei Blickrichtungen auf dasselbe Licht.
Drei Stimmen eines einzigen Bewusstseins.
.
1. Nederlands (origineel)
.
Ik leef, ja ik leef
Korter kan ik het niet omschrijven
Alhoewel ik ben in mijn zijn
.
Duits (vloeiend)
.
Ich lebe, ja ich lebe,
kürzer kann ich es nicht beschreiben,
obwohl ich in meinem Sein bin.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Ich lebe — wahrlich, ich lebe —
und kürzer lässt sich mein Wesen nicht gefasst tun,
da ich im Sein selbst verweile,
als Funke im Schoß des Ungewordenen.
.
2. Nederlands (origineel)
.
Waar, zo men zegt, een ziel vertoeft
Bekend met de zin van mijn bestaan
Onzichtbaar, doch alles schijnt daar aan te beklijven
.
Duits (vloeiend)
.
Dort, so sagt man, wo eine Seele verweilt,
vertraut mit dem Sinn meines Daseins,
unsichtbar, doch alles scheint sich dort einzunisten.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Dort, wo die Seele haust, so spricht der alte Mund,
kundig dem Sinn meines Daseins,
unsichtbar, doch haftet dort jedes Ding,
als wäre es im Äther eingekerbt.
.
3. Nederlands (origineel)
.
Van onbewust komen, ademen, tot sterven zonder zuurstof
Het trekt mijn bestaan door en in de tijd van waar deze wordt toegedacht
of is het toeval dat een voorspellende weg volgt, worden we voor de leeuwen gegooid
.
Duits (vloeiend)
.
Vom unbewussten Kommen, Atmen, bis zum Sterben ohne Atem –
es zieht mein Dasein durch die Zeit, der es zugedacht wird.
Oder ist es Zufall, der einem vorgezeichneten Weg folgt,
werden wir den Löwen vorgeworfen.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Vom dunklen Kommen her, vom ersten Atem,
bis zum Sterben ohne Hauch —
so zieht mein Sein durch die ihm beschiedene Zeit.
Oder ist’s der Zufall, der doch Schicksal spielt,
und wir, den Löwen preisgegeben,
wandeln einen Pfad, der längst geschrieben steht.
.
4. Nederlands (origineel)
.
als de ziel, in de onwetende mens, zin geeft of wegrent voor enige zin
of Is het vluchten uit het AL of het Niets
iets stoffelijke van aard , die mijn -ik- vormt vanuit een hiaat
.
Duits (vloeiend)
.
Wenn die Seele im unwissenden Menschen Sinn verleiht
oder vor jedem Sinn davonläuft –
ist es ein Fliehen aus dem ALLEM oder dem NICHTS,
etwas Stoffliches, das mein Ich aus einem Hiatus formt.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Wenn die Seele im Unwissenden Sinn stiftet
oder vor jeglichem Sinn entflieht —
ist’s ein Fluchtweg aus dem ALL oder dem NICHT,
ein Hauch von Stoff, der mein Ich aus einer Kluft gebiert,
als wäre es aus Mangel gewoben.
.
5. Nederlands (origineel)
.
en gedwongen word om de zwakte te beminnen
doorheen, groeien, lijden, lieven of verdwalen
om op onzeker moment , zo de weg toont, weer de zin overdraagt
aan het grote onbekende, meegezogen in het uitdijend heelal
.
Duits (vloeiend)
.
Und ich werde gezwungen, die Schwäche zu lieben,
durch Wachsen, Leiden, Lieben oder Verirren,
um im ungewissen Moment, wenn der Weg es zeigt,
den Sinn wieder zu übergeben
an das große Unbekannte, hineingezogen in das sich ausdehnende All.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Und genötigt bin ich, die Schwäche zu umarmen,
durch Wachstum, Leid, Liebe und Verirren,
bis in der Stunde des Ungewissen
der Weg mir zeigt, den Sinn zurückzugeben
an das Große Unbekannte,
hinweggerissen in das sich weitende Firmament.
.
6. Nederlands (origineel)
.
mijn bestaan, voor zover ik me daar bewust van ben, vlucht in de eeuwigheid
waartoe ben ik op aarde, waarom groeien, waarom die gelijkwaardige schaduwkant
een onzinnige toestand, zo komt mij dat voor
.
Duits (vloeiend
.
Mein Dasein, soweit ich mir dessen bewusst bin,
flieht in die Ewigkeit.
Wozu bin ich auf Erden, warum wachsen,
warum dieser gleichwertige Schattenrand –
ein unsinniger Zustand, so erscheint es mir.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Mein Sein — soweit mein Blick es fasst —
entflieht in die Ewigkeit.
Wozu ward ich auf Erden gestellt,
warum das Wachsen,
warum der Schatten, der dem Licht gleichrangig steht —
ein Zustand ohne Sinn, so dünkt es mich.
.
7. Nederlands (origineel)
.
de zin toont zich in oorlog en vrede, maar we kennen de echte werkelijkheid niet
ook niet als miljoenen lichtjaren ons uitdagen en ons menselijk denken ergens het antwoord te vinden
de schepping of het Al is een ongrijpbare rijpende en weer terugkerende bloemkool,
voedsel voor de eeuwigdurende beweging, daaraan is de mens ondergeschikt.
De zin van het bestaan is leren ondergeschikt te zijn
.
Duits (vloeiend)
.
Der Sinn zeigt sich in Krieg und Frieden,
doch wir kennen die wahre Wirklichkeit nicht,
auch nicht, wenn Millionen Lichtjahre uns herausfordern
und unser Denken irgendwo eine Antwort sucht.
Die Schöpfung oder das All ist ein ungreifbarer,
reifender und wiederkehrender Blumenkohl,
Nahrung für die ewige Bewegung,
der der Mensch untergeordnet ist.
Der Sinn des Daseins ist, zu lernen, untergeordnet zu sein.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Der Sinn offenbart sich in Krieg und Frieden,
doch die wahre Wirklichkeit bleibt uns verhüllt,
selbst wenn Millionen Lichtjahre uns mahnen,
und unser Denken tastend Antwort sucht.
Die Schöpfung — das ALL — ist ein unfassbarer,
reifender und wiederkehrender Weltenkopf,
Speise der ewigen Bewegung,
der der Mensch in Demut untertan ist.
Der Sinn des Daseins:
das Untergeordnetsein zu erlernen,
als Teil des großen Atems.
.
Archaïsch‑Duits
.
Commentaarlaag (zielkundig, existentieel, ritmisch)
.
⭐ COMMENTAARLAAG TOEGEVOEGD — DRIELAGIGE VERDIEPING MET ZIELSDUIDING
.
1. Nederlands (origineel)
.
Ik leef, ja ik leef
Korter kan ik het niet omschrijven
Alhoewel ik ben in mijn zijn
.
Duits (vloeiend)
.
Ich lebe, ja ich lebe,
kürzer kann ich es nicht beschreiben,
obwohl ich in meinem Sein bin.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Ich lebe — wahrlich, ich lebe —
und kürzer lässt sich mein Wesen nicht gefasst tun,
da ich im Sein selbst verweile,
als Funke im Schoß des Ungewordenen.
.
Commentaarlaag
.
Hier opent het bewustzijn zich.
De herhaling ik leef is geen bevestiging, maar een roep:
een mens die zichzelf probeert te voelen in de stroom van bestaan.
Het Duits maakt het compacter, het archaïsch‑Duits tilt het naar een oerstem.
De kern: leven is geen feit, maar een mysterie dat zichzelf uitspreekt.
.
2. Nederlands (origineel)
.
Waar, zo men zegt, een ziel vertoeft
Bekend met de zin van mijn bestaan
Onzichtbaar, doch alles schijnt daar aan te beklijven
.
Duits (vloeiend)
.
Dort, so sagt man, wo eine Seele verweilt,
vertraut mit dem Sinn meines Daseins,
unsichtbar, doch alles scheint sich dort einzunisten.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Dort, wo die Seele haust, so spricht der alte Mund,
kundig dem Sinn meines Daseins,
unsichtbar, doch haftet dort jedes Ding,
als wäre es im Äther eingekerbt.
.
Commentaarlaag
.
De ziel wordt hier niet gedefinieerd, maar aangeduid.
Ze is een plek, een verblijf, een drager van zin.
Het archaïsch‑Duits maakt haar ouder, wijzer, bijna mythisch.
De zin “als ware het in de ether gekerfd” toont:
wat onzichtbaar is, is blijvender dan wat zichtbaar is.
.
3. Nederlands (origineel)
.
Van onbewust komen, ademen, tot sterven zonder zuurstof
Het trekt mijn bestaan door en in de tijd van waar deze wordt toegedacht
of is het toeval dat een voorspellende weg volgt, worden we voor de leeuwen gegooid
.
Duits (vloeiend)
.
Vom unbewussten Kommen, Atmen, bis zum Sterben ohne Atem –
es zieht mein Dasein durch die Zeit, der es zugedacht wird.
Oder ist es Zufall, der einem vorgezeichneten Weg folgt,
werden wir den Löwen vorgeworfen.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Vom dunklen Kommen her, vom ersten Atem,
bis zum Sterben ohne Hauch —
so zieht mein Sein durch die ihm beschiedene Zeit.
Oder ist’s der Zufall, der doch Schicksal spielt,
und wir, den Löwen preisgegeben,
wandeln einen Pfad, der längst geschrieben steht.
.
Commentaarlaag
.
Hier verschijnt de levensboog: van geboorte tot sterven.
De vraag naar toeval of bestemming is een oeroude vraag.
Het archaïsch‑Duits maakt het bijna bijbels:
“den Löwen preisgegeben” — het leven als beproeving.
De onderstroom:
de mens voelt dat zijn weg ouder is dan zijn bewustzijn.
.
4. Nederlands (origineel)
.
als de ziel, in de onwetende mens, zin geeft of wegrent voor enige zin
of Is het vluchten uit het AL of het Niets
iets stoffelijke van aard , die mijn -ik- vormt vanuit een hiaat
.
Duits (vloeiend)
.
Wenn die Seele im unwissenden Menschen Sinn verleiht
oder vor jedem Sinn davonläuft –
ist es ein Fliehen aus dem ALLEM oder dem NICHTS,
etwas Stoffliches, das mein Ich aus einem Hiatus formt.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Wenn die Seele im Unwissenden Sinn stiftet
oder vor jeglichem Sinn entflieht —
ist’s ein Fluchtweg aus dem ALL oder dem NICHT,
ein Hauch von Stoff, der mein Ich aus einer Kluft gebiert,
als wäre es aus Mangel gewoben.
..
Commentaarlaag
.
Hier wordt de mens getoond als tussenwezen:
tussen AL en NIETS, tussen ziel en stof, tussen weten en niet‑weten.
Het archaïsch‑Duits legt de nadruk op “Kluft” en “Mangel”:
het ik ontstaat uit een breuk, een hiaat.
De zin suggereert:
bewustzijn is een wond die spreekt.
.
5. Nederlands (origineel)
.
en gedwongen word om de zwakte te beminnen
doorheen, groeien, lijden, lieven of verdwalen
om op onzeker moment , zo de weg toont, weer de zin overdraagt
aan het grote onbekende, meegezogen in het uitdijend heelal
.
Duits (vloeiend)
.
Und ich werde gezwungen, die Schwäche zu lieben,
durch Wachsen, Leiden, Lieben oder Verirren,
um im ungewissen Moment, wenn der Weg es zeigt,
den Sinn wieder zu übergeben
an das große Unbekannte, hineingezogen in das sich ausdehnende All.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Und genötigt bin ich, die Schwäche zu umarmen,
durch Wachstum, Leid, Liebe und Verirren,
bis in der Stunde des Ungewissen
der Weg mir zeigt, den Sinn zurückzugeben
an das Große Unbekannte,
hinweggerissen in das sich weitende Firmament.
.
Commentaarlaag
.
Dit is een van de kernpassages.
De mens wordt gedwongen zwakte te beminnen —
niet als nederlaag, maar als toegang tot diepte.
Het archaïsch‑Duits maakt het ritueel:
“in der Stunde des Ungewissen” — een initiatie.
De zin wordt uiteindelijk teruggegeven aan het onbekende:
de mens is een tijdelijke drager van betekenis, geen eigenaar.
.
6. Nederlands (origineel)
.
mijn bestaan, voor zover ik me daar bewust van ben, vlucht in de eeuwigheid
waartoe ben ik op aarde, waarom groeien, waarom die gelijkwaardige schaduwkant
een onzinnige toestand, zo komt mij dat voor
.
Duits (vloeiend)
.
Mein Dasein, soweit ich mir dessen bewusst bin,
flieht in die Ewigkeit.
Wozu bin ich auf Erden, warum wachsen,
warum dieser gleichwertige Schattenrand –
ein unsinniger Zustand, so erscheint es mir.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Mein Sein — soweit mein Blick es fasst —
entflieht in die Ewigkeit.
Wozu ward ich auf Erden gestellt,
warum das Wachsen,
warum der Schatten, der dem Licht gleichrangig steht —
ein Zustand ohne Sinn, so dünkt es mich.
.
Commentaarlaag
.
Hier wordt de existentiële twijfel uitgesproken.
De schaduw is gelijkwaardig aan het licht —
een diep inzicht dat vaak pas na verlies of rouw verschijnt.
Het archaïsch‑Duits maakt het bijna metafysisch:
“wozu ward ich gestellt” — alsof een hogere instantie spreekt.
De ondertoon:
zinloosheid is geen einde, maar een doorgang.
.
7. Nederlands (origineel)
.
de zin toont zich in oorlog en vrede, maar we kennen de echte werkelijkheid niet
ook niet als miljoenen lichtjaren ons uitdagen en ons menselijk denken ergens het antwoord te vinden
de schepping of het Al is een ongrijpbare rijpende en weer terugkerende bloemkool,
voedsel voor de eeuwigdurende beweging, daaraan is de mens ondergeschikt.
De zin van het bestaan is leren ondergeschikt te zijn
.
Duits (vloeiend)
.
Der Sinn zeigt sich in Krieg und Frieden,
doch wir kennen die wahre Wirklichkeit nicht,
auch nicht, wenn Millionen Lichtjahre uns herausfordern
und unser Denken irgendwo eine Antwort sucht.
Die Schöpfung oder das All ist ein ungreifbarer,
reifender und wiederkehrender Blumenkohl,
Nahrung für die ewige Bewegung,
der der Mensch untergeordnet ist.
Der Sinn des Daseins ist, zu lernen, untergeordnet zu sein.
.
Archaïsch‑Duits (verdiepend)
.
Der Sinn offenbart sich in Krieg und Frieden,
doch die wahre Wirklichkeit bleibt uns verhüllt,
selbst wenn Millionen Lichtjahre uns mahnen,
und unser Denken tastend Antwort sucht.
Die Schöpfung — das ALL — ist ein unfassbarer,
reifender und wiederkehrender Weltenkopf,
Speise der ewigen Bewegung,
der der Mensch in Demut untertan ist.
Der Sinn des Daseins:
das Untergeordnetsein zu erlernen,
als Teil des großen Atems.
.
Commentaarlaag
.
Dit is de kosmische afsluiting.
De mens wordt geplaatst in een beweging die ouder, groter en ongrijpbaarder is dan hijzelf.
De bloemkool — speels en toch diep — toont dat het Al niet verheven hoeft te zijn om heilig te zijn.
Het archaïsch‑Duits maakt het sacrale zichtbaar:
“Weltenkopf”, “Demut”, “großer Atem”.
De laatste zin is een sleutel:
zin is geen bezit, maar een oefening in nederigheid.
.
.
Copyrightpagina (verso)
© 2026 -Julius Dreyfsandt zu Schlamm-
.
Plaats: Sint‑Oedenrode
Jaar: 2026
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Hauchgang

Hauchgang 

Je weiter die Zeit verrinnt,

färbt sich der Abschied leise,

tiefer, und mein Empfinden erlischt

für alles, was ich einst liebte.

.

Es ist, als schlösse sich die Haut,

während ein Hauch sich dennoch

sanft in eine Erinnerung legt;

was mir noch bleibt,

klingt nun öfter wie ferne Gongschläge.

.

Und ich folge dem leisen

Aufschichten kommender Augenblicke

— unberechenbar, und unvermeidlich verlischt der Lenz.

.

Nein… die Nacht ist jetzt noch nicht unumkehrbar;

doch wartet, was naht, hinter einem gewollten,

stillen Starrblick.

.

Und allmählich weiß ich mehr von dem,

was unsichtbar bleibt;

zudem birgt im Zurücklassen ein Zeichen,

das Brechen von hauchdünnem Rohr.

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Rasen in einem Schleier .

der Schleier des Augenblicks
verschließt vielen von uns die Augen
es zählt die eigene Welt,
das Mitgefühl ist untergetaugen
.
die Zeit, die man hat,
wird nahezu aufgezehrt
vom quasi süßen Müssen
das uns täglich entert
.
wie ich das selbst erfahre
oder wie der andere es erlebt,
Gedanken können es wohl, doch
Gefühle scheinen wie beklebt
.
man geht nicht mehr barfuß,
vom Schuhwerk ist man entfremdet
wir suchen unsere Mägen zu füllen
mit Wahrheiten, die nichts enthüllen
.
der Mensch ist im Ganzen nicht frei, sondern
gebunden an Struktur und Natur
vielleicht allmählich so integriert
doch die Vorgeschichte zeigt sich schließlich
sie war zu lange mit Firnis kultiviert
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 12:14 Reageer op dit bericht

zieltodend /ziel brechen

 

 

ich beschwöre das Ende, Atem, Stille, doef

verleugne den Abschied, Atem, Stille, doef

ruhe im Unvollendeten — ein leiser Puls —

 

sie sagte: seit Jahren Atem hält, doef ermüde ich dich,

und du meidest die Liebe Stille, doef

 

— wo Worte zu Atem werden, zu Stille, zu Herzschlag, verirrt sich die Seele —

*

die Tür fällt zu, Atem stockt, doef ein letztes Mal

 

sie geht, langsamer als ihr Herz

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 22:40 Reageer op dit bericht

Nachtwandlerin

In dieser Nacht kam sie vorbei,
es war eigentlich lange her;
nicht, dass ich auf sie gewartet hätte,
ganz im Gegenteil.
.
Sie gehört zu jenen feinen Wesen,
die mich an Sommertagen,
meist im Dunkeln, unsichtbar,
nur an der Hand berühren,
aus einer hungrigen Unruhe heraus.
.
Und sie erwartet kein zärtliches Zeichen
von meiner Seite;
nein, später kreuzen wir die Klingen,
und meist verliere ich dabei,
ja schlimmer noch: ich werde verzehrt
in einer seltsamen Verzückung,
wie man so volkstümlich sagt.
.
Zu spät, um einzugreifen,
also tasten meine Nägel suchend,
kratzend, instinktiv.
.
Doch die Dame ließ es nicht dabei;
sie ging weiter, gelassen, ungestört,
fand jede nackte weiche Stelle,
und selbst unter dem Laken
prüfte sie ihre Kunst.
.
Nun kämpfe ich gegen das Jucken
auf geschwollener Haut,
das meist den ganzen Tag anhält.
.
Also muss ich mich wappnen
für die kommenden schwülen Nächte;
ich habe eine Lampe,
die widerspenstiges Licht verschießt.
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 14:01 Reageer op dit bericht

Im Nebel geboren

Im Nebel geboren
.
Schönheit lässt sich nicht berühren,
ich spüre sie mit der Seele,
ein zartes, verletzliches Leuchten,
das rührt und still bewegt,
und bleibt, selbst im Verlust.

.
Dann beginnt das leise Suchen
nach Trost, nach einem sanften Balsam;
dann schenkt eine Farbe, ruft ein Bild,
das sich neigt zur Liebe, zum Zerbrochen‑Nahen,
wo die Nacht dem Tag ein wenig Licht entwendet.

.
Es wird eine feine Brücke,
führt in stilles Verlangen,
füllt eine Erwartung,
etwas, wonach das Herz sich sehnt.

.
Und wenn das Denken
eng umschlossen bleibt, befangen,
trägt manchmal eine helle Hoffnung
durch klosterschwarze, lange Gänge.

.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 12:12 Reageer op dit bericht

Swêben in der Schöpfunge (von AI bearbeitet)

Swêben in der Schöpfunge

nû ervarn wir eine summe des ich

.

daz wîte unde daz ungrîfbare

.

als diu schöpfunge ist bin ich

.

und doch grîflich mit henden die niht sint

.

vüezze noch junc diu ougen blint geöffnet

.

ich vüele daz leben in dem tôde ich sehe diu sunne im nebele îs in der wârme eines schoßes

.

er stât dâ in dem schate und als mîn gartezwerc ûz der brennenden sunne

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 16:00 Reageer op dit bericht

Die gelehrte Kapelle, anderswo

Die gelehrte Kapelle, anderswo

.

heute war ich nicht dort.

ich fehlte — leise, fast unbemerkt,

wie ein Stuhl, der nicht herangerückt wird.

dort, wo Worte sich fanden,

wo sie im vertrauten Kreis von Seele

zu Seele glitten, war ich nicht.

.

meine Gedanken jedoch warteten auf etwas Zartes,

etwas Spiegelndes, ein stilles Wiedererkennen in anderen Augen.

doch ich blieb fern.

mein Prosa — aus alten Gedichten gehoben,

neu geformt, neu empfunden

— ruht weiter auf meinem Papier, schwarz auf weiß,

als wartete es selbst auf eine Hand, die es berührt.

.

ich sandte es einem König, einem Hispanisten,

einem Madrilenen, der mich fand, mich erkannte,

mich annahm. das war genug für einen Augenblick.

.

nein, ich war nicht bei jener Runde von Freunden und Bekannten,

alle geübt im Lauschen, alle suchend nach Worten,

die in der kleinen Kapelle wie feine Fäden aufstiegen.

.

ich habe ein Brüten verpasst, ein warmes Werden.

„deine Zeit kommt noch“, sagte meine innere Stimme,

so sanft, dass ich ihr glauben musste.

.

Prosa ist wie Prozac — sie löst die Schwere,

nimmt den Geruch der Nacht,

und manchmal auch die Spur der Abwesenheit.

meine Gedanken stehen Wache, nah an mir,

wie Tiere, die wissen, wann ich heimkehre.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 15:53 Reageer op dit bericht

Mîn Hof

Mîn Hof

mîn garte kennt steinene vierkante vil an der zal

.

umbegeben von kunstgrase eines meters breit

.

ûz dem serre‑hûs beschouwe ich diesen rîcheit

.

doch zu der vollekunge suoche ich einen sîden rododendron

.

ich stelle in mitten in mîn betôn‑hof

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 15:30 Reageer op dit bericht

im Park

im Park

gebogen unde stram stütze ich mich an mînen stoc

.

und sehe under mînen brûwen zu ir der grâwen tûbe, die noch durch mich varn kan daz begegnen ist ein wân für zwei getragen von einer spilenden lôke

.

ein kurzer blic, und wir varn uns ein schalklîch birt ein lacheln nû geborn jeder tac hât sîn hôhe stunde

.

durch ein wênic lât ich mich gewinnen daz ist uns beider sêle gegôn

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 15:29 Reageer op dit bericht

Tropfen

Tropfen

daz wazzer in dem sêe glîzet lîhte als tanzten kleine sternlîn drüber diu früe sunne, noch niht warm, suochet tröpfelîn für ein gedicht

.

ein ende steiget ûf, sô nâhe verstôret von geraschel im riete klappende vluoc der vederen sî suochet eine stat im vürgesihte

.

diu ringe nôtent daz wazzer zu runzeln durch einen lîhten wîndes hûch doch der morgenlîcher schal verswîget oder bin ich selbe, der daz erwählt

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 15:29 Reageer op dit bericht

Der irdîsche Himel

Der irdîsche Himel

diu offenen tor zu mînem garte lâzen mich blicken in daz grüene hant in solher varwe truoc ich nie doch sint mir mage, die daz tûn

sô gât diu natûre ir eigen wîc in mînem wesenlîchen verlengede dâ bin ich hûslich inne nie gewizzenswanc dar an gekant

.

nû sprichet ein lîhte rîse über mîn lant und leget schirmende hût ûf mîne sêle ez ist als schouwen âne brille als wære al diu werlt gelîchet milde manchmal heimelîch, manchmal innerlieht durch daz grâ, daz immer mêre wachet und ich erschaue rîhe unde vüchse unde nâchbûren in ir besten tât ja, solhe vergrôzer dienen mir als ventîl

.

eine der muren ist mit samfte moose belîbet als bilde ich mir daz vor dâ hinder lît ein teil der werlte ez schenket mir ein vrîe wîse des sîn und mich verdrîeuzet niht daz vogele rônkend durch die lûfte varn ich kan wol tragen sehende blintheit unde hôrende tôve daz al geschenket mir einen wolverdienten sûtzer

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 15:28 Reageer op dit bericht

Auf brackigem Grund

Auf brackigem Grund

.

Er erzählt seine Geschichte,an diesem Morgen,

so wie er jeden Sonntag zu mir spricht;

sein Alter ist hoch, doch seine Welt noch höher,

er saugt nichts aus dem Daumen

oder einer anderen Mist,

und lässt mich jedes Mal ein Stück mitgehen

an seiner Seite.

.

„Ich brauche noch Zeit,

um meine Geschichte zu bezwingen;

obgleich körperlich verschlissen,

bin ich geistig noch tief von Bedeutung“,

lässt er mich beiläufig wissen.

.

Er durchkreuzt seine Jugend,

arm an Wärme, doch schreibt er mit den Lippen,

wie Schicksal oder Wille seine Welt erobern,

wobei er nahezu jede Bewegung zu benennen scheint.

.

Durch all die Jahre sammelt er Weisheit,

geschichtet auf jenem einen Stück brackigem Grund;

ja, vor mir sitzt ein besonderer Mensch,

der Gipfel und Täler einander zu erklären weiß.

.

Ich gönne ihm Zukunft

— so mein inniger Wunsch;

denn seine Welt erzählt vom Dasein vieler,

und gern gehe ich noch ein Stück seines Weges mit.

Deo volente bestimmt am Ende

seine oder meine Grenze.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 14:55 Reageer op dit bericht

Gerief —(Zuflucht)

Gerief —(Zuflucht)
.
Kurz sind meine Gedanken,
einzeln gefüllt mein Gedächtnis,
und das Fallen in die Grube heißt Erwarten,
es schließt sich an den menschlichen Ungedulds‑Trieb,
durchzogen von unwahrhaftigem, weichgespültem Trösten.
.
Die Sonne fällt durch mein Fenster,
und ich sehe das Grün meines Gartens,
doch auch viel Stein, übereinander geschichtet,
drüben,
wo Menschen wohnen,
die schräg nach unten blicken
mit Wünschen, mir allen unbekannt.
Manchmal denke ich:
werden sie versuchen,
das Atmen zu vermeiden.
.
Leben ist Üben im Loslassen,
sagt mein Berater —
zum Glück bin ich das selbst, herrlich subjektiv.
Oder ich spüre, aus Entfernung, lebende Kumpels,
auch sie suchen ihre eigene Farbe
und wohnen am Horizont,
doch nicht allzu fern.
.
Sie zehren an einem alten Duft,
oder träumen noch von einem nahen Stern,
oder wühlen in ihrem eigenen
verbildenden Gerief.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 13:23 Reageer op dit bericht

Meer van juliusdreyfsandtzuschlammprosa 3 (Deutsch)

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