Auf brackigem Grund
Auf brackigem Grund
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Er erzählt seine Geschichte,an diesem Morgen,
so wie er jeden Sonntag zu mir spricht;
sein Alter ist hoch, doch seine Welt noch höher,
er saugt nichts aus dem Daumen
oder einer anderen Mist,
und lässt mich jedes Mal ein Stück mitgehen
an seiner Seite.
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„Ich brauche noch Zeit,
um meine Geschichte zu bezwingen;
obgleich körperlich verschlissen,
bin ich geistig noch tief von Bedeutung“,
lässt er mich beiläufig wissen.
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Er durchkreuzt seine Jugend,
arm an Wärme, doch schreibt er mit den Lippen,
wie Schicksal oder Wille seine Welt erobern,
wobei er nahezu jede Bewegung zu benennen scheint.
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Durch all die Jahre sammelt er Weisheit,
geschichtet auf jenem einen Stück brackigem Grund;
ja, vor mir sitzt ein besonderer Mensch,
der Gipfel und Täler einander zu erklären weiß.
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Ich gönne ihm Zukunft
— so mein inniger Wunsch;
denn seine Welt erzählt vom Dasein vieler,
und gern gehe ich noch ein Stück seines Weges mit.
Deo volente bestimmt am Ende
seine oder meine Grenze.


