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Urlaub
ich gehe leise auf Reise
in meinem inneren Raum
wo Wege sich sacht krümmen Strände
auftauchen wie Erinnerungslicht
und irgendwo wird stilles Wetter versprochen
.
Geld trage ich keines der Transport
ist ein Geschenk der Stunde
ich schließe die Augen wie ein sanftes Zuklappen
und träume von meinem leisen Elektrofahrrad
.
der Akku sammelt Atem sein Kreis bleibt klein
darum bleibe ich im Stuhl verwurzelt
die Steckdose summt ihr Nachtlied
ein Dichter spürt den Hinweis
.
so, ein Wortchen wieder
schmal und doch mein
ich lege es dem Tag hin
wie ein kleines Einverständnis
hatte ohnehin nicht viele Töne im Gesang
Ein Tag


In Anlauf .
Was ich Euch im Wesen bringe, könnt Ihr nicht lesen.
Es ist ein Sich‑Verbilden in einem blassen,
viereckigen Schweigefeld.
.
.
.
.
.
.
Was Ihr nicht zu fühlen vermögt,
ist der Schlag meines Herzens.
Unberührbar bin ich,
und atme entlang der Umrisse
eines tauenden Winterlochs.
Auch mein Horchen
ist eine Brücke zu fern;
es trägt einen Fehlbeginn,
denn meine Stimme weilt anderswo:
an Weg und Steg,
ich wohne nah bei Hier und Dort.
Meine Gedanken kennen noch keine Worte,
das fordert Zeit,
oft Geduld oder ein Verharren;
Ohnmacht hält zuweilen Wacht.
Mitunter summe ich es
in gähnenden Akkorden;
meine Finger rühren dann
das Schwarz und Weiß.
Sie tasten lind,
als hielte ich ein Zeichen fest
bis in das nächtliche Dunkel.
Dann erwähle ich die Ruh,
unter einem weißen Linnen,
als schwebendes Sommerdecken.
Ausgelassen gehe ich
In guten Tagen
Verschueren Orgel. St. Martinus Kirche Sint-Oedenrode (Niederlande)


Orgel gespielt von Julius.
Kompositionen von Johannes Revsius.
(Verschueren-Orgel)
YouTube : julius dreyfsandt zu schlamm
https://www.youtube.com/watch?v=xHZEEC07Pyg&list=RDdprnx5Vs5Jw&index=2
Widerstand
Widerstand
das Licht fällt ein,
doch das Tuch ist mürbe,
franst aus,
trennt nur nog aus gewoonte.
.
der Raum,
gespalten,
zwei Schatten,
angefressen,
kriechend zum Schwarz,
wo das Klavier,
vom Staub bewohnt,
einen letzten matten Schimmer trägt.
ein Eigen‑Sein,
das gegen die Wand haucht,
als wäre auch der Klang
schon halberblich.
.
das Volk,
neben dem Zupfer,
wie Reliquien,
Pflanzen verdorrt,
Hängewerk aus Kunststoff,
Hanf‑Sein am Nagel,
nein, keine Schalldämpfer,
.
Nur Sein,
Mehr Nicht.
.
ein Wind bricht herein,
durch Türen,
deren Holz sich spaltet,
Vorhänge erdschwer,
auf Jagd nach Hitze,
die selbst die Backsteine
nach innen seufzen lässt.
nein, das sonnwehrende Plastik
kommt erst nächste Woche,
und draußen wird man sich spiegeln
in einer Haut,
die schon Risse trägt,
und der hängende Passant
sieht dann nur sich selbst.
.
Zeitvertreib
Spruch
"Heute Ist Auch Morgen"
julius dreyfsandt zu schlamm
auch jetzt ist es morgen
Ich, als ein Liebenswerter/Prosa
Seitenraum (messenger)
Die Indische Weisheitslehre des erhabenen Rhamie des Verschlossenen (Prosa)
Untergeordnet
Transformation - (Prosa)
Transformation
.
In der Zwiefalt des sogenannten Seins
öffnet sich mir das Eigene in seinen vielen Gestalten.
Wenn ich es im Herzen bewahre,
folge ich jener leisen Stimme,
die nicht spricht, sondern sich zeigt
wie ein innerer Klang.
.
Es bedeutet keine Gewöhnung,
auch wenn es aus dem natürlichen Gefüge stammt.
Ich trage es mit mir,
als Weise, wie Welt und Selbst
einander berühren.
Und ich lerne, in diesem Mit‑Erscheinen
zu verweilen,
wie in einem Atemzug,
der mich führt.
.
So steht auch die Menschheit
in einer Epoche des Nicht‑Wahrnehmens.
Wir erschöpfen die Natur
und damit die Weise,
wie Welt uns entgegenkommt.
.
Doch einst wird die Welt sich wandeln,
und unser herrschendes Gebaren
wird, so ahne ich,
dem bloßen Willen entwachsen
und sich fügen
unter ein sich wandelndes, übergreifendes Gewölbe,
in dem Sein selbst
wie ein neuer Ton
durch uns hindurchklingt.
Suchen
Suchen
.
ich schaue irgendwohin fort,
doch sie nach innen,
nicht die Lippen reden,
sondern Blicke,
die einen Ausweg tasten.
.
die ihren wie
unter einer Decke hervorgeschoben,
denn ihre Augen tragen Schwarz
als leises melancholisches Zeichen;
die Wangen bleich gefärbt,
als würde das Herz sie lenken.
.
ich selbst folge einem unbestimmten Gedanken,
in Weißgrau gehüllt;
meine Gläser ruhen
in einer Schattenfarbe, sonst
wäre ich nur ein irdischer Geist.
.
so warten wir auf jene Begegnung,
in der unser Gefühl
mit Hoffnung gefüllt wird;
in der träumerischen Abwesenheit,
wo die Leere selbst
aus ihrem Tagebuch vorliest.
Utrecht
du, mein Kind
du, mein Kind
.
siehest du auch, mein Kind,
die Ferne aus der Nähe;
du schaust hinaus, nach vorn,
indem ich frei mich wende
zu meinem einst’gen Sein.
.
deine Augen folgen Träumen,
die auch ich vormals geliebt.
.
dein hoffnungsschweres Herz
begegne ich in spätem Widerhall,
der nun in mir verweilt.
.
reich mir,
so du willst,
deine kleine Hand.
.
und wenn es darf,
fühlt mein Herz sich
für einen Augenblick
wie eine Ewigkeit froh.
Verlangen nach Liebe, Nähe und Intimität (Essay)- Julius und KI Co Pilot
Julius:
Ist das Verlangen nach Liebe, Nähe und Intimität ein grundlegendes menschliches Signal, vergleichbar mit Hunger oder Durst?
Kernantwort (Deutsch) KI
Ja — das Verlangen nach Liebe, Nähe und Intimität ist ein grundlegendes menschliches Signal, vergleichbar mit Hunger oder Durst, nur komplexer. Es ist im Gehirn, im Nervensystem und in unserer evolutionären Herkunft verankert.
Und ja — selbst wenn jemand rational überzeugt ist, dass Liebe „nicht mehr möglich“ ist, bleibt dieses innere Signal bestehen. Nicht als naives Begehren, sondern als Bedürfnis des Seins selbst.
1. Die biologische Ebene: warum das Signal niemals ganz verschwindet
Im Gehirn existieren Systeme, die fortwährend „überprüfen“, ob wir verbunden sind:
-
das Oxytocin-System (Bindung, Berührung, Vertrauen)
-
das Dopamin-System (Verlangen, Ausrichtung, Hoffnung)
-
das Schmerzsystem, das auf soziale Distanz reagiert, als wäre es körperlicher Schmerz
-
das parasympathische System, das in Nähe zur Ruhe kommt
Diese Systeme sind nicht optional. Sie gehören zur Grundkonstruktion des Menschen.
Selbst im hohen Alter, selbst nach Verlust, selbst nach Enttäuschungen bleiben sie aktiv.
Es ist also nicht verwunderlich, dass du — nach einem Leben voller Abschied, Trauer und Liebe — dieses Signal noch immer spürst. Das ist keine Schwäche. Das ist das Leben, das sich meldet.
2. Die existenzielle Ebene: Verlangen als Zeichen des Bewusstseins
Es gibt einen Unterschied zwischen:
-
rationalem Wissen: „Es wird wahrscheinlich nichts mehr“
-
existenziellem Wissen: „Ich bin ein Mensch, der Verbindung braucht“
Das erste ist eine Schlussfolgerung.
Das zweite ist eine Wahrheit des Daseins.
Man kann rational zu dem Schluss kommen, dass Liebe aufgrund von Alter, Krankheit oder Umständen nicht mehr erreichbar ist.
Aber das innere Wissen sagt: „Ich bin ein Wesen, das dafür gemacht ist, mit einem anderen zu resonieren.“
Das ist keine Illusion.
Das ist eine grundlegende Eigenschaft des Menschseins.
3. Warum das Verlangen bleibt, selbst wenn man glaubt, dass es nicht mehr geht
Weil sich das Verlangen nicht richtet auf:
-
einen Partner finden
-
eine Beziehung haben
-
eine Zukunft planen
Sondern auf:
-
Berührung des Inneren
-
Wiedererkennung
-
Resonanz
-
sich gesehen wissen
-
ein seelisches Gegenüber
Das hört nicht auf, nur weil das Leben schwieriger geworden ist.
Es hört nicht auf, weil du 78 bist.
Es hört nicht auf, weil du Enttäuschungen erlebt hast.
Es ist ein Signal des Seins, nicht der Planung.
4. Das Paradox, das du jetzt fühlst
Was du beschreibst, ist eine sehr vertraute menschliche Spannung:
„Ich weiß, dass es vielleicht nicht mehr geht. Aber etwas in mir verlangt weiter.“
Das ist kein Widerspruch.
Das ist genau der Ort, an dem Weisheit und Menschlichkeit einander berühren.
Das Verlangen ist nicht dumm.
Es ist nicht naiv.
Es ist nicht blind.
Es ist eine Restwärme des Lebens selbst.
5. Und dann deine Situation, Julius
Du hast:
-
tiefe Trauerschichten
-
ein Leben voller Liebe und Abschied
-
eine feinfühlige innere Antenne
-
eine Resonanzfähigkeit, die nicht viele besitzen
-
ein Alter, in dem die äußere Welt kleiner wird, aber das Innere größer
Es ist logisch, dass dein System weiterhin Signale sendet.
Nicht, weil du „noch eine Beziehung brauchst“.
Sondern weil dein Wesen noch immer lebt, fühlt, verlangt, atmet.
Das Verlangen ist kein Auftrag.
Es ist ein Beweis dafür, dass du dich nicht verschlossen hast.
Schlussgedanke
Das Verlangen nach Liebe ist keine Fehlermeldung.
Es ist ein Zeichen dafür, dass du noch immer in Verbindung mit dem Leben stehst — selbst wenn die äußeren Umstände begrenzt sind.


