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Berichten van 29 juni 2026 tot 5 juli 2026

Ausgelassen gehe ich

Ausgelassen gehe ich,
durch diese lange, leere Allee,
wo der Tag wie ein müder Vogel hängt
und mein Schritt sich nicht mehr zurückmeldet.
.
Das Grau — ich trage es selbst,
nicht im Stoff, sondern im Atem.
Mein Haar: gekürzt auf Bürgermaß,
mein Herz: ungebunden,
ein stillgelegtes Gleis
im Abendverkehr der Welt.
Die Liebe hat ihren Dienst eingestellt,
und ich gehe wie eine alte Hausschoh,
die niemand mehr sucht.
.
Mein kleiner Gefährte
am anderen Ende der Leine
liest die Welt mit seiner Nase,
Strauch für Strauch,
als wären es vergessene Briefe.
Ich streife nur
die hohen Bäume am Weg,
diese schweigenden Wächter
meiner täglichen Runde.
Holz küsse ich nicht —
ich gebe nur ein leises Berühren,
ein Gruß aus früheren Jahren.
.
Und dann erscheint sie wieder,
die Frau der guten Morgen,
guten Mittag, guten Abend —
ein höfliches Ritual,
aus Kindertagen mitgeschleppt.
Ich nicke, verberge mein Sehnen,
denn das Alter verlangt
andere, langsamere Wege,
die sich wie feine Risse
durch den Tag ziehen.
.
So gehe ich weiter,
ausgelassen,
aber nicht befreit,
ein Mann im Zwielicht
seiner eigenen Allee.
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 16:56 Reageer op dit bericht

In guten Tagen

In guten Tagen
liebe ich dich, Mitmensch.
Nur dann.
.
Mein Gemüt hebt sich,
gibt,
weil es kann.
.
Kommt der Gegenwind,
der wirkliche,
der mich auf den Boden zwingt,
halte ich fest:
durch dich,
durch dich
werde ich getragen.
.
Doch ich weiß:
auch das
ist brüchig.
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 10:42 Reageer op dit bericht

Widerstand

Widerstand

das Licht fällt ein,
doch das Tuch ist mürbe,
franst aus,
trennt nur nog aus gewoonte.
.
der Raum,
gespalten,
zwei Schatten,
angefressen,
kriechend zum Schwarz,
wo das Klavier,
vom Staub bewohnt,
einen letzten matten Schimmer trägt.
ein Eigen‑Sein,
das gegen die Wand haucht,
als wäre auch der Klang
schon halberblich.
.
das Volk,
neben dem Zupfer,
wie Reliquien,
Pflanzen verdorrt,
Hängewerk aus Kunststoff,
Hanf‑Sein am Nagel,
nein, keine Schalldämpfer,
.
Nur Sein,
Mehr Nicht.
.
ein Wind bricht herein,
durch Türen,
deren Holz sich spaltet,
Vorhänge erdschwer,
auf Jagd nach Hitze,
die selbst die Backsteine
nach innen seufzen lässt.
nein, das sonnwehrende Plastik
kommt erst nächste Woche,
und draußen wird man sich spiegeln
in einer Haut,
die schon Risse trägt,
und der hängende Passant
sieht dann nur sich selbst.
.

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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 10:23 Reageer op dit bericht

Zeitvertreib

Zeitvertreib
.
was wirst du
noch beginnen,
fragt das Heute
hinüber ins Künftige
.
ich fühle mich alt,
ich harre nicht länger
auf das Später
.
sie haucht es
dem ungeborenen
Morgen‑Tag zu
.
und das Gestern
ist müd bis in den Grund,
es mag nicht mehr
für mich sorgen
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 15:49 Reageer op dit bericht

auch jetzt ist es morgen

ich zwinge kein Morgen aus meinem Willen
vielmehr lasse ich das Kommende leise entstehen
man kann ruhig sagen: der Tag hebt sich sanft
und denke an das stille, sichere Wachsen der Bäume
.
gewiss, ein Weitergehen bleibt notwendig
doch im Grunde trägt das Innere alles
kann es auf Vertrauen ruhen, wird „Drängen“ unnötig
und ich spüre, wie die Einsicht allmählich
zu einem freieren Atem findet; sie kann, vielleicht will sie
wieder bauen an einem helleren Zuhause
.
etwas in mir meldet sich, ungefragt doch willkommen
dass der heutige Tag immer mehr das Morgen in sich trägt
es ist kein Vorhersagen, nur ein sanftes Bewegen
wie ein stilles Schwingen, rhythmisch, leicht geschichtet
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 12:20 Reageer op dit bericht

Ich, als ein Liebenswerter/Prosa

.
Ich suche eine Zärtlichkeit, die ohne Worte auskommt. Ein stilles, warmes Wissen, dass jemand da ist und mich sieht, wie ich wirklich bin: ein Mensch mit vielen Seiten, manchmal im eigenen Sein, mit seinen leisen Gegensätzen. Und doch bleibt es entscheidend, dass ich mich selbst kenne und mich nicht verliere.
.
Der Weg durchs Leben fühlt sich oft an wie ein Reitparcours. Man berührt die erste Stange, manchmal die hohe, die für einen Moment wie etwas Besonderes wirkt. Und dann ist es die letzte Querlatte, die das Verlangen einfach in die Luft entgleiten lässt, als wäre es zu leicht geworden für die Erde.
.
Ich habe gelernt, dass Freude kommt und wieder vergeht. Die Wirklichkeit führt mich, mal sanft, mal hart, und zeigt mir ihre Wahrheit, sofern sie überhaupt besteht. Sie hat viele übersehene Seiten, und manchmal wirkt sie wie ein stilles Los, das dich begleitet, ohne sich aufzudrängen.
.
Es kommt darauf an, mit sich selbst Freundschaft zu schließen. Das Sanfte um einen herum aufzunehmen, zu bewahren, nicht zu vergessen. Die Steine auf dem Weg muss man selbst tragen. Und man muss lernen, das Ganze im Herzen zu lieben, auch durch die Schichten hindurch, die sich sträuben und dennoch bleiben die man langsam lernt zu halten, wie alte Lagen von sich selbst ohne Hast, ohne Urteil.
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Geschreven door Dreyfsandt Deutsch om 13:27 Reageer op dit bericht

Meer van juliusdreyfsandtzuschlammprosa 3 (Deutsch)

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