Liegende Figur Liegende Gestalt – literarisch‑sachliche Fassung (Deutsch)
liegend nackt
Als Gestalt
steht sie fest in sich selbst,
kraftvoll durch ihre Ruhe,
klar in der Reduktion.
In dieser Einfachheit
entfaltet sich ein Maß,
das nicht nach Größe strebt,
sondern sie selbstverständlich trägt.
Eine Präsenz,
wie sie der klassischen Malerei
eigen ist.
Ich sehe
die Vielzahl der Formen
als Einheit gefügt,
Linien, die einander halten
und Bedeutung erzeugen.
Ihre Haltung schafft Spannung,
nicht durch Bewegung,
sondern durch Verweilen.
Der Blick bleibt offen,
fragend vielleicht,
wie ein Bild,
das keine Antwort gibt,
sondern Betrachtung fordert.
So bleibt sie gegenwärtig,
still und dauerhaft,
eine Figur,
die nicht vergeht
im Sehen.


