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De Duitse schrijver Erich Loest werd geboren op 24 februari 1926 in Mittweida. Zie ook alle tags voor Erich Loest op dit blog.
Uit: Sommergewitter
„Der Teller, fast eine Platte, war bis über den Rand bepackt mit drei Scheiben Blutwurst, in ihnen rötliche Streifen von Zunge, zwei Stück Leberwurst, einer kleinen, scharf geräucherten Knackwurst, zwei Gürkchen, vier Quadraten Schnittkäse und einem Würfel Butter, den Mannschatz auf knapp fünfzig Gramm schätzte. Es war tatsächlich Butter und keine Margarine, das merkte er beim Streichen und dem ersten Bissen, den die Zunge drehte und wendete, gegen den Gaumen drückte, durchspeichelte, dem alle Geschmacksnerven überrascht beizukommen suchten und die ans Gehirn meldeten: Genuß, Hochgenuß, Mann, wann hast du zum letzten Mal derartig duftige Knacker zwischen die Kiemen gequetscht, zur Hälfte Speckbrocken, und dir bleiben noch dreißig, vierzig Bissen. Nun Leberwurst kosten, Lebenswurst hatte sie ein Kumpel in der Gefangenschaft gepriesen. In der Mitte des Tischs, an dem sie zu sechst saßen, waren Brotscheiben getürmt, pro Nase nicht weniger als acht; hoffentlich führte sich keiner unverschämt auf. Schüsseln mit Kartoffelsalat, für jeden eine Flasche Bier – der Genosse ihm gegenüber fand den treffenden Ausdruck: Total friedensmäßig! Mannschatz richtete schon die zweite Scheibe her, während er noch an der ersten kaute. Er überlegte, wann er sich zum letzten Mal ähnlich üppig hatte vollschlagen können, in Rußland organisierten sie zwei Schweine für dreißig Mann, hatten aber weder Brot noch Kartoffeln und mampften wochenlang Makkaroni – Völlerei und Barbarei in einem. Jetzt paßte alles zueinander, höchstens Senf fehlte zur Blutwurst, aber schon dieser Gedanke grenzte an Meckerei. Behaglichkeit überkam ihn, er ließ Bier einlaufen und hatte vergessen, daß man dabei das Glas schief halten muß; gerade noch rechtzeitig schlürfte er Schaum ab. Als auf seinem Teller ein wenig Platz geworden war, hob er Kartoffelsalat in die Lücke und reichte die Schüssel weiter, schmeckte Zwiebel, Möhre auch und mahnte sich zur Vorsicht: Mayonnaise konnte steinern im Magen liegen. Rascher, peinigender Gedanke: Bloß nicht alles rauskotzen müssen. Ihm gegenüber saß einer mit Schlips und grobkariertem Jackett, hell die Augen über freundlichen Grübchen, und Mannschatz wunderte sich beim Aufblicken: Der Genosse belegte geruhsam eine Scheibe Brot mit Schnittkäse und bedeckte sie mit einer anderen.“
 Erich Loest (24 februari 1926 – 12 september 2013)
De Amerikaanse dichteres en schrijfster Edna St. Vincent Millay werd geboren op 22 februari 1892 in Rockland, Maine. Zie ook alle tags voor Edna St. Vincent Millay op dit blog.
Omdat ik vrouw ben en behoorlijk heb te lijden
Omdat ik vrouw ben en behoorlijk heb te lijden van al de grillen en behoeften van mijn soort, laat jouw nabijheid iemand in mij aan het woord die zegt (wat ze niet meent) hoe goed ze met je vrijde.
Maar het is niet omdat ik op mijn borsten duldde jouw tachtig kilo en jouw pompen en jouw zweten – passie verheldert ’t bloed en verduistert ’t weten – dat ik mij niet herinner hoe je lulde.
Je moet niet denken dat dit zielige verraad van mijn sterk bloed tegen mijn zwak verstand volstaat om jou in liefde te gedenken.
Dit hitsige gedoe van ’t wijf dat in mij praat vind ik hoegenaamd geen reden tot een konversatie als ik je nog eens tegenkom op straat.
Vertaald door Herman de Coninck
 Edna St. Vincent Millay (22 februari 1892 – 19 oktober 1950) Portret door Charles Ellis, 1934
Zie voor nog meer schrijvers van de 24e februari ook mijn blog van 24 februari 2025 en ook mijn blog van 24 februari 2019 en eveneens mijn blog van 24 februari 2017 deel 2.
24-02-2026 om 16:45
geschreven door Romenu 
Tags:Edna St. Vincent Millay, Erich Loest, Herman de Coninck, Romenu
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