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Berichten van 28 oktober 2009 tot 29 oktober 2009

Claire Goll, Harald Hartung, Matthias Zschokke

De Duits – Franse schrijfster Claire Goll werd geboren op 29 oktober 1890 in Nürnberg. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2006 en ook mijn blog van 29 oktober 2007 en ook mijn blog van 29 oktober 2008.

 

 

Ich hab dich beten hören nebenan

Ich hab dich beten hören nebenan:
Es klang wie Orgel,
Wie Brunnenseufzer zur Nacht,
Wie Wind der über biblische
Städte und Meere gereist.

Auch Kinderglaube war in deinem Gebet,
Segen der Väter,
Hingabe an das fernste Leid,
Demut vor Verstorbenem,
So viel Liebe für alles was lebt...

Wie gern hätt ich deine Hand geküßt,
Die gefaltete, aber wo einer kniet
Ist immer ein Engel zugegen.
Ich hab dich beten hören nebenan:
Es klang wie ein neuer Psalm Davids,
Der den Goliath in sich erschlug

 

 

 

 

Klage um Ivan

 

Immer träum ich davon dir nachzusterben:
Aber eine künftige Rose
Bedarf vielleicht meiner Tränen
Um zu wachsen

 

Immer träum ich davon dir nachzusterben:
Aber ein leidenschaftlicher Reim
Bedarf vielleicht meiner Feder
Um dich zu singen

 

Immer träum ich davon dir nachzusterben:
Aber ein Takt von Bartok
Bedarf vielleicht meines Ohrs
um neu zu tönen

 

 

 

 

Angina

 

Über den Brunnen deiner Kehle gebeugt
Sah ich deine Mandeln rosiger
Als die Blüten des Mandelbaums
Sah das Instrument das hervorbringt
Das seltene Hochzeitsgedicht

 

Hier haben deine Küsse ihren Ursprung
Reichen verzweigt hinunter in dein Herz
Hier wird die Stimme geboren
Die ich der Harfe des Engels vorziehe
Hier entspringt der Quell deines Lachens

 

Der mich mehr berauscht als die Orgel
Der kirchlichen Feste
In diesem rosa wattierten Schrein
Liegen verstreut die kostbaren Namen
Mit denen zur Nacht du mich schmückst

 

Und von Schwindel ergriffen
Über dem Zauber-Brunnen
Sah ich ihn plötzlich vertrocknet
Seine Seufzer versteint
Durch die Zeit. Anstelle
Der purpurnen Lieder
Den allesvernichtenden Staub.

 

 

 

 

Goll-Clair

Claire Goll (29 oktober 1890 – 30 mei 1977)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver,dichter en literatuurwetenschapper Harald Hartung werd geboren op 29 oktober 1932 in Heme. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2006 en ook mijn blog van 29 oktober 2008.

 

 

 

Weißer Jahrgang

Ach die dicke Berta
Schwarm meines dritten Schuljahrs
ein schweres Geschütz
Die Mädchen kamen später
Vorher das Seitengewehr
die Blutrinne sah kein Blut
Mein Engel machte eine Aktennotiz

 

 

 

 

 

Die heiße Ofenplatte

Als Kind weil ich noch kein Geheimnis hatte
schrieb ich es auf mit Milch auf Briefpapier
und tat es auf die heiße Ofenplatte
bis Schrift erschien die bräunlich war wie Bier
Notrufe schrieb ich: SOS, die Emden
versinkt – das war symphonisches Gefühl
Ich zeigte meine Blätter keinem Fremden
das Fremde selbst, das Sterben kam zu mir

Es kam dann echt als fehlte der Beweis
Ein Landser (Bauchschuß) lag im Straßengraben
Ein Junge noch der nach der Mutter rief
Er sah mich an, er hielt den Kopf so schief
Die andern Landser trieb es fort sie haben
ihn da gelassen, und der Mai war heiß

 

 

 

 

 

Hartung
Harald Hartung (Herne, 29 oktober 1932)

 

 

 

 

 

De Zwitserse dichter, schrijver en filmmaker Matthias Zschokke werd geboren op 29 oktober 1954 in Bern. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2008.

 

Uit: Auf Reisen

 

“WEIMAR. In der Berliner Bahnhofsbuchhandlung überblätterte ich ein paar Reiseführer. Alle waren sich in einem Punkt einig: Zu einem Ausflug in die deutsche Klassik gehört Lotte in Weimar von Thomas Mann. Also kaufte ich das Buch und setzte mich in den Zug.  Die Fahrt ist schön. Links und rechts endlos flaches Land – das untere Fünftel des Zugfensters einnehmend –, darüber riesig der Himmel. Manchmal ein knorriger Baum, ein Teich, ein Wildschwein, dunkle, dicke Vögel. Man schaut hinaus und wird ganz ruhig. Ab und zu dachte ich: Caspar David Friedrich. Dann begann ich zu lesen. Himmel und Gemüt verdunkelten sich; was für ein entsetzliches Buch. Ohne einmal Luft zu holen, dröhnt es einem den Kopf voll mit besessen zusammengehamstertem Wissensballast, verschmockt altertümelnd vorgetragen. Geblieben ist mir davon nur, daß Goethe Caspar David Fried­rich nicht mochte und fand, man könne dessen Bilder ebensogut verkehrt herum aufhängen. Dann kam ich in Weimar an. Es schneite, stürmte und blitzte (ein Schneegewitter, höchst selten, wie tags darauf in der „Thüringer Allgemeinen“ stand). Ein Taxi brachte mich zum Goethehaus am Frauenplan; ich nahm an, dort sei das Zentrum.

Die Stadt ist jedoch sehr klein. Die Sorge, ins Abseits zu geraten, ist überflüssig. Hundert Meter weiter, am Wielandplatz, steht das Christliche Hotel „Amalienhof“ mit seiner klassizistischen Fassade (wie ich erfuhr, das einzige Hotel, das alle Revolutionen und Renovationen überstanden hat und deshalb unter Denkmalschutz steht). Ich fragte nach einem Zimmer, einem großen, bitte, worauf die Frau an der Rezeption freundlich antwortete: „Wir haben nur große, aber die Suite ist auch frei, die können Sie zum normalen Zimmerpreis haben; riecht zwar ein wenig nach Farbe, es wurde frisch gestrichen, aber wenn Sie das nicht stört?“ Und sie führte mich in einen herrschaftlichen Salon mit Schlafzimmer und Bad.

Ganz Weimar wimmelte von freundlichen Leuten, sogar den Dialekt mochte ich gern hören. Kellner und Kellnerinnen erinnerten an Zöglinge aus hochgelegenen Internaten. Sie lachten vor Aufregung, wurden beim Bedienen rot aus Verlegenheit, vergaßen, von welcher Seite auf-, von welcher abgetragen wird, baten um Verzeihung – entzückend. Die Wärterinnen in den Museen und Wohnhäusern musterten mich mißtrauisch, wie freilaufende Katzen mit schlechten Erfahrungen, doch kaum fragte ich sie etwas, tauten sie auf und entpuppten sich als hervorragende Kennerinnen der Exponate, die sie beaufsichtigen. Aus Berlin bin ich Aufpasser gewohnt, die „Sssssurückbleim“ knurren, wenn ich zu nah an ein Bild trete. Den Rest der Zeit starren sie trotzig vor sich hin.

Nie würde ich dort wagen, jemanden um Erläuterungen zu bitten; er ist schließlich kein Auskunftsbüro, sondern zum Schutz der Objekte bestellt. Ebenso wie Kellner und Verkäuferinnen dort nicht dazu da sind, Gäste oder Kunden zu beglücken, sondern sie zu ernüchtern und gefügig, wenn nicht sogar niederzumachen.

In Weimar herrscht ein anderer Ton. Im Schillerhaus – dem anrührendsten der diversen Dichterwohnhäuser – stand ich vor einem Nähkästchen. Die Aufpasserin erklärte, das habe Schiller seinem Diener zu dessen Hochzeit anfertigen lassen, und die Tränen sind mir in die Augen geschossen, so rührend kam mir das Tischchen vor. Oben, im Arbeits- und Sterbezimmer, wurde ich wieder schier übermannt; da erzählte sie mir angesichts des schmalen Betts, unter was für entsetzlichen Qualen Schiller hier – man könne es nicht anders sagen – verreckt sei; sie habe gerade eine frühe Biographie gelesen, nichts Seriöses, aber das Herz sei ihr fast zerbrochen dabei. Und hier, nebenan, in der winzigen Mansarde, hier habe er gewöhnlich geschlafen, auf einer Matratze am Boden. Das Bett habe er sich erst zuletzt, wegen seiner Krankheit, ins Schreibzimmer stellen lassen. Und überall diese Tapeten aus Kassel – was für märchenhafte Tapeten!

 

 

 

 

Zschokke
Matthias Zschokke (Bern, 29 oktober 1954)

Geschreven door Romenu om 20:17 Reageer op dit bericht

Zbigniew Herbert, Mohsen Emadi, Dominick Dunne, Aleksandr Zinovjev, Georg Engel, Jean Giraudoux, André Chénier

De Poolse dichter, schrijver en essayist Zbigniew Herbert werd geboren op 29 oktober 1924 in Lemberg. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2008.

 

Two Drops

No time to grieve for roses, when the forests are burning.
—Juliusz Słowacki

The forests were on fire—
they however
wreathed their necks with their hands
like bouquets of roses

People ran to the shelters—
he said his wife had hair
in whose depths one could hide

Covered by one blanket
they whispered shameless words
the litany of those who love

When it got very bad
they leapt into each other's eyes
and shut them firmly

So firmly they did not feel the flames
when they came up to the eyelashes

To the end they were brave
To the end they were faithful
To the end they were similar
like two drops
stuck at the edge of a face

 

 

 

 

About Troy

 

1

 

Troy O Troy

an archeologist

will sift your ashes through his fingers

yet a fire occurred greater than that of the Iliad

for seven strings--

 

too few strings

one needs a chorus

a sea of laments

and thunder of mountains

rain of stone

 

--how to lead

people away from the ruins

how to lead

the chorus from poems--

 

thinks the faultless poet

respectably mute

as a pillar of salt

--The song will escape unharmed

It escaped

with flaming wing

into a pure sky

 

The moon rises over the ruins

Troy O Troy

The city is silent

 

The poet struggles with his own shadow

The poet cries like a bird in the void

 

The moon repeats its landscape

gentle metal in smoldering ash

 

 

2

 

They walked along ravines of former streets

as if on a red sea of cinders

 

and wind lifted the red dust

faithfully painted the sunset of the city

 

They walked along ravines of former streets

they breathed on the frozen dawn in vain

 

they said: long years will pass

before the first house stands here

 

they walked along ravines of former streets

they thought they would find some traces

 

a cripple plays

on a harmonica

about the braids of a willow

about a girl

 

the poet is silent

rain falls

 

 

 

 

 

ZbigniewHerbert
Zbigniew Herbert (29 oktober 1924 – 28 juli 1998)

 

 

 

 

 

De Iraanse dichter en vertaler Mohsen Emadi werd geboren op 29 oktober 1976 in Teheran. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2008.

 

 

Despair
 
 
We were throwing out our despair form the rooms and
were shouting  : Get Lost!
It was enought a door stayed opened carelessly,
to she creeps in and dazzles us with her only safe eye
and the wound of her blind eye
open up it's mouth and devour us.
we were closing  the doors and at last our despair
was going out to play with children.

 

One night, we came back to our rooms
and locked up all the doors
We'd seen the children and
her who was running out toward us inflames.

 

early morning, on all fours
we were walkning in the alley,
the passangers were escaping,
the people were locking up the doors
and we were saying entreatyly : Mew!Mew!

 

 

 

 

Death

 

Didn't I leave my hat in your voice, Madam?
-Yes, but the wind carried it with herself.
-And my shoes?
-They are here, two sparrows had made their home in.

I run,
Get naked,
The lavas of your voice twist in me,
I have no time to breath.
I trurn to stone,
In the gate of apogee and abyss.
next centuries,
It will be published a photo of me
The stony remained of Pompei's volcaism
barefoot,
With no hat.

 

 

 

 

mohsen
Mohsen Emadi (Teheran, 29 oktober 1976)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Dominick Dunne werd geboren op 29 oktober 1925 in Hartford, Connecticut. Dominick Dunne overleed op 26 augustus van dit jaar. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2008.

 

Uit: Nightmare on Elm Drive

 

“Seven months later, after the boys were arrested, I visited the house on Elm Drive. It is deceptive in size, far larger than one would imagine from the outside. You enter a spacious hallway with a white marble floor and a skylight above. Off the hallway on one side is an immense drawing room, forty feet in length. The lone piece of sheet music on the grand piano was "American Pie" by Don McLean. On the other side are a small paneled sitting room and a large dining room. At the far end of the hallway, in full view of the front door, is the television room, where Kitty and Jose spent their last evening together. On the back wall is a floor-to-ceiling bookcase, filled with books, many of them paperbacks, including the American-history novels of Gore Vidal, Jose's favorite author. On the top shelf of the bookcase were sixty tennis trophies -- all first place -- that had been won over the years by Lyle and Erik.
Like a lot of houses of the movie nouveaux riches still in their social and business rise, the grand exterior is not matched by a grand interior. When the Menendez family bought the house, it was handsomely furnished, and they could have bought the furniture from the former owner for an extra $350,000, but they declined. With the exception of some reproduction Chippendale chairs in the dining room, the house is appallingly furnished with second-rate pieces; either the purchase price left nothing for interior decoration or there was just a lack of interest. In any case, your attention, once you are in the house, is not on the furniture. You are drawn, like a magnet, to the television room.”

 

 

 

 

dunne
Dominick Dunne (29 oktober 1925 - 26 augustus 2009)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 29 oktober 2008.

 

De Russische schrijver en wetenschapsfilosoof Aleksandr Aleksandrovitsj Zinovjev  werd geboren in Pachtino op 29 oktober 1922. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2006.

 

De Duitse schrijver Georg Julius Leopold Engel werd geboren op 29 oktober 1866 in Greifswald.

 

De Franse schrijver, toneelauteur en beroepsdiplomaat Jean Giraudoux werd geboren op 29 oktober 1882 in Bellac/Haute-Vienne. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2006.

 

De Franse dichter André Chénier (eigentlich André Marie Chénier ofde Chénier) werd geboren op 29 oktober 1762 in Galata bij Constantinopel.

Geschreven door Romenu om 20:14 Reageer op dit bericht

Evelyn Waugh, JMH Berckmans, Uwe Tellkamp

De Britse schrijver Evelyn Waugh werd geboren in Londen op 28 oktober 1903. Zie ook mijn blog van 28 oktober 2006 en ook mijn blog van 28 oktober 2007 en ook mijn blog van 28 oktober 2008.

 

Uit: Decline And Fall

 

"So you're the Doctor's hired assassin, eh? Well, I hope you keep a firm hand on my toad of a son. How's he doin'?"

"Quite well," said Paul.

"Nonsense!" said Lady Circumference. "The boy's a dunderhead. If he wasn't he wouldnt' be here. He wants beatin' and hittin' and knockin' about generally, and then he'll be no good. That grass is shockin' bad on the terrace, Doctor; you ought to sand it down and resow it, but you'll have to take that cedar down if you ever want it to grow properly at the side. I hate cuttin' down a tree - like losin' a tooth - but you have to choose, tree or grass; you can't keep 'em both. What d'you pay your head man?"

As she was talking Lord Circumference emerged from the shadows and shook Paul's hand. He had a long fair moustache and large watery eyes which reminded Paul a little of Mr. Prendergast.

"How do you do?" he said.

"How do you do?" said Paul.

"Fond of sport, eh?" he said. "I mean these sort of sports?"

"Oh, yes," said Paul. "I think they're so good for the boys."

"Do you? Do you think that?" said Lord Circumference very earnestly; "do you think they're good for the boys?"

"Yes," said Paul; "don't you?"

"Me? Yes, oh, yes. I think so, too. Very good for the boys."

"So useful in case of a war or anything," said Paul.

"D'you think so? D'you really and truly think so? That there is going to be another war, I mean?"

"Yes, I'm sure of it; aren't you?"

"Yes, of course, I'm sure of it too. And that awful bread, and people coming on to one's own land and telling one what one's to do with one's own butter and milk, and commandeering one's horses! Oh, yes, all over again! My wife shot her hunters rather than let them go to the army. And girl's in breeches on all the farms! All over again! Who do you think it will be this time?"

"The Americans," said Paul stoutly.

"No, indeed, I hope not. We had German prisoners on two of the farms. That wasn't so bad, but if they start putting Americans on my land, I'll just refuse to stand it. My daughter brought an American down to luncheon the other day, and, do you know ...?"

"Dig it and dung it," said Lady Circumference. "Only it's got to be dug deep, mind. Now how did your calceolarias do last year?"

"I really have no idea," said the Doctor. "Flossie, how did our calceolarias do?"

"Lovely," said Flossie.

"I don't believe a word of it," said Lady Circumference. "Nobody's calceolarias did well last year."

"Shall we adjourn to the playing fields?" said the Doctor. "I expect they are all waiting for us."

Talking cheerfully, the party crossed the hall and went down the steps.

"Your drive's awful wet," said Lady Circumference. "I expect there's a blocked pipe somewhere. Sure it ain't sewage?"

"I was never any use at short distances," Lord Circumference was saying. "I was always a slow starter, but I was once eighteenth in the Crick at Rugby. We didn't take sports so seriously at the 'Varsity when I was up; everybody rode. What college were you at?"

"Scone."

"Scone, were you? Ever come across a young nephew of my wife's called Alastair Digby-Vaine-Trumpington?"

 

 

 

 

Waugh

Evelyn Waugh (28 oktober 1903 – 10 april 1966)

 

 

 

 

 

De Vlaamse schrijver JMH Berckmans (Jean-Marie Henri) werd geboren in Leopoldsburg op 28 oktober 1953. Zie ook mijn blog van 28 oktober 2008.

 

Uit: Uit ogen die huilen van misprijzen

 

“Zo komt het dat ze weer allemaal samen voor de zoveelste keer aan de kersttafel zitten in de living van de benedenverdieping van het huis aan het nummer 21 in de Valaarstraat in Wilrijk. Bij Greta en Jean. Zoals elk jaar op kerstavond. Elk jaar op kerstavond nodigen Greta en Jean de hele familie uit.

De vader en de moeder, Gust en Marie-Louise.

De gaskamerman en de gaskamervrouw. De gaskamerman z'n haar hangt in lange vuile vieze klitten tot in z'n nek te hangen en de gulp van zijn jeans staat wagewijd open. Hij heeft niet eens de moeite genomen om in bad te gaan. De gaskamervrouw heeft haar nieuwe bloemenjurk aangetrokken. Ze denkt: Als de gaskamerman nu maar niet begint te zuipen.

En Inge. Voor de eerste keer zonder Peter. Peter heeft ze dit jaar eindelijk aan de deur gezet. 't Is te zeggen: Inge is alleen gaan wonen. Op een klein appartement in de Coebergerstraat. Niks bijzonders maar goed genoeg. Klein maar proper. In maart komt de zaak nog één keer voor en dan is ze uit de echt gescheiden, zoals haar advokaat dat noemt. Definitief van die zak verlost. Tom en Bartje heeft ze meegenomen. En de auto ook, de Carina II. Die heeft ze nodig om naar haar werk te rijden. Ze is pas van werk veranderd. Ze werkt nu bij de Russen op het Falconplein en ze verdient er tienduizend frank meer dan bij De Rijck. Tien zakken, zegt ze.

En Guido en Cathy zijn er dit jaar ook bij. Guido voor de eerste keer. Niet dat Cathy aan die Guido een zaak gedaan heeft. Dat vindt iedereen, behalve Cathy. Geen schop onder z'n kont is die Guido waard. Dat vindt alleman, behalve Guido. Die vindt zichzelf een hele Piet. Piet Snot, denkt de gaskamerman. In Den Blokker op het Rooseveltplein staat die Guido achter de tapkast. Dat drugkot. Z'n zevenentwintigste baantje of daaromtrent. In een jaar. En als hij niet uitkijkt en voortmaakt sodemieteren ze 'r 'em daar ook binnen de kortste keren weer uit.

En de kinderen zijn er natuurlijk ook weer bij, die zitten aan de keukentafel die Jean bij de uitgetrokken eetkamertafel geschoven heeft: Isabelle en Stefan en Frédéric en Tom en Bartje, het kleine grut.

En tenslotte de honden, Carmen en José van Greta en Jean, de bobtail en de Mechelaar, en de kleine Prins, die de moeder van thuis heeft meegebracht omdat ze hem niet alleen wil laten op Kerstavond en die op de schoot van de moeder zit en haar gezicht schoonlikt.

Ze zijn er allemaal. Allemaal in die living van vijf bij zes waarin verder nog een wandkast, een tweede wandkast, een hele salon, een theetafeltje en een uit z'n voegen gebarsten kerstboom vol glimmende bollen en flikkerende lampionnetjes. Want zonder kerstboom geen Kerstmis.”

 

 

 

 

Berckmans
JMH Berckmans (28 oktober 1953 - 31 augustus 2008)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Uwe Tellkamp werd geboren op 28 oktober 1968 in Dresden.Zie ook mijn blog van 14 oktober 2008 en ook ook mijn blog van 28 oktober 2008.

 

Uit: Der Turm

 

„Die elektrischen Zitronen aus dem VEB »Narva«, mit denen der Baum dekoriert war, hatten einen Defekt, flackerten ackerten hin und wieder auf und löschten die elbabwärts liegende Silhouette Dres­dens. Christian zog die feucht gewordenen, an den wollenen In­nenseiten mit Eiskügelchen bedeckten Fäustlinge aus und rieb die vor Kälte fast taub gewordenen Finger rasch gegeneinander, hauchte sie an – der Atem verging als Nebelstreif vor dem finster liegenden, in den Fels gehauenen Eingang des Buchensteigs, der hinauf zu Arbogasts Instituten führte. Die Häuser der Schiller­straße verloren sich im Dunkel; vom nächstgelegenen, einem Fachwerkhaus mit verriegelten Fensterläden, lief eine Stromlei­tung ins Geäst einer der Buchen über dem Felsdurchgang, ein Ad­ventsstern brannte dort, hell und reglos. Christian, der über das Blaue Wunder und den Körnerplatz gekommen war, ging weiter stadtauswärts, in Richtung Grundstraße, und erreichte bald die Standseilbahn. Vor den Schaufenstern der Geschäfte, an denen er vorüberging – ein Bäcker, Molkereiwaren, ein Fischladen –, waren die Rolläden herabgelassen; düster und mit aschigen Kon­turen, halb schon in Schatten, lagen die Häuser. Es schien ihm, als ob sie sich aneinanderdrängten, Schutz beieinander suchten vor etwas Unbestimmtem, noch nicht Ergründbarem, das vielleicht aufgleiten würde aus der Dunkelheit – wie der Eismond aufge­glitten war über der Elbe vorhin, als Christian auf der menschen­leeren Brücke stehengeblieben war und auf den Fluß geblickt hatte, den dicken, von seiner Mutter gestrickten Wollschal über Ohren und Wangen gezogen gegen den frostscharfen Wind. Der Mond war langsam gestiegen und hatte sich von der kaltträgen, wie flüssige Erde wirkenden Masse des Stroms gelöst, um allein über den Wiesen mit ihren in Nebelgespinste gehüllten Weiden, dem Bootshaus auf der Altstädter Elbseite zu stehen, den gegen Pillnitz zu sich verlierenden Höhenzügen. Von einem Kirchturm in der Ferne schlug es vier, was Christian wunderte.

Er ging den Weg zur Standseilbahn hinauf, stellte seine Reise­tasche auf die verwitterte Bank vor dem Gatter, das den Bahn­steig abschloß, und wartete, die Hände samt Handschuhen in die Taschen seiner militärgrünen Parka gesteckt. Die Zeiger der Bahnhofsuhr über dem Schaffnerhäuschen schienen sehr lang­sam vorzurücken. Außer ihm wartete niemand auf die Stand­seilbahn, und um sich die Zeit zu vertreiben, musterte er die Anzeigentafeln. Lange waren sie nicht mehr gesäubert worden. Eine warb für das Café Toscana auf der Altstädter Elbseite, eine für das weiter in Richtung Schillerplatz liegende Geschäft Näh­ter, eine andere für das Restaurant Sibyllenhof an der Bergstati­on.“

 

 

 

 

Tellkamp
Uwe Tellkamp (Dresden, 28 oktober 1968)


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John Hollander, Johannes Daniel Falk, Karl Philipp Conz

De Amerikaanse dichter en criticus John Hollander werd geboren op 28 oktober 1929 in New York.  Sinds 2007 is hij emeritis hoogleraar voor Engels van Yale University. Hij doceerde ook aan het Connecticut College, het Hunter College, en het Graduate Center, CUNY. Hollander's eerste dichtbundel  A Crackling of Thorns, trok de aandacht van W. H. Auden, die het uitkoos voor publicatie in de Yale Series of Younger Poets in 1958

 

 

The Night Mirror

 

What it showed was always the same—

A vertical panel with him in it,

Being a horrible bit of movement

At the edge of knowledge, overhanging

The canyons of nightmare. And when the last

Glimpse was enough—his grandmother,

Say, with a blood-red face, rising

From her Windsor chair in the warm lamplight

To tell him something—he would scramble up,

Waiting to hear himself shrieking, and gain

The ledge of the world, his bed, lit by

The pale rectangle of window, eclipsed

By a dark shape, but a shape that moved

And saw and knew and mistook its reflection

In the tall panel on the closet door

For itself. The silver corona of moonlight

That gloried his glimpsed head was enough

To send him back into silences (choosing

Fear in those chasms below), to reject

Freedom of wakeful seeing, believing

And feeling, for peace and the bondage of horrors

Welling up only from deep within

That dark planet head, spinning beyond

The rim of the night mirror’s range, huge

And cold, on the pillow’s dark side.

 

 

 

 

An Old-Fashioned Song

 

No more walks in the wood:

The trees have all been cut

Down, and where once they stood

Not even a wagon rut

Appears along the path

Low brush is taking over.

 

No more walks in the wood;

This is the aftermath

Of afternoons in the clover

Fields where we once made love

Then wandered home together

Where the trees arched above,

Where we made our own weather

When branches were the sky.

Now they are gone for good,

And you, for ill, and I

Am only a passer-by.

 

We and the trees and the way

Back from the fields of play

Lasted as long as we could.

No more walks in the wood.

 

 

 

 

 

Hollander
John Hollander (New York,  28 oktober 1929)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en theoloog Johannes Daniel Falk werd geboren op 28 oktober 1768 in Danzig. Zie ook mijn blog van 28 oktober 2008.

 

 

Das Lebenseinmaleins

 

nach einer bekannten Melodie

 

Mit EINS da fängt das Leben an;

Mit ZWEY da wird man Frau und Mann;

Und kommen wir erst zu den DREYN:

Da fangen Kinder an zu schrey’n.

Wo DREY sind, folgt alsbald die VIER;

Stets enger wird nun das Quartier;

Bey FÜNF und SECHS giebt’s größre Noth:

Denn immer kleiner wird das Brod.

Wohl Mancher rief bey SIEBEN schon:

O weh mir armen Korydon!

So wächst die Zahl von Jahr zu Jahr,

Bis grau vor Alter wird das Haar.

Sie wandern ein – wir wandern aus,

Heut Eins, und Morgen wieder Eins:

Das ist das Lebenseinmaleins!

 

 

 

 

 

Falk
Johannes Daniel Falk (28 oktober 1768 – 14 februari 1826)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Karl Philipp Conz werd geboren op 28 oktober 1762 in Lorch. Zie ook mijn blog van 28 oktober 2008.

 

 

Die Finnenhochzeit

 

In König Sumblus Hallen erhub sich Freudenspiel,

es saßen da der Recken und edlen Degen viel,

der König in der Krone mit Edelstein geschmückt;

bei ihm die schöne Tochter in Brautschmuck man erblickt.

 

Zur Hand der Vogt von Sachsen als Bräutigam ihr saß.

Ei, was da nicht von Freuden und Lust ein Übermaß!

Es strömt in goldnen Schalen der purpurrote Wein, -

all Sorg und trübe Schwere, sie müssen vergessen sein.

 

Da tritt herein ein Harfner, gar wunderseltsam gestaltet,

vermummt, mit grauendem Barte und Rock und Mantel veraltet:

"Willkommen zu hohen Freuden, willkommen schöne Maid!

Willkommen, Herr König in Trauer! Willkomm, Herr Bräut'gam zu Leid!"

 

"Was, Leid im Freudensaale? Du wunderlicher Gast!

setz dich, und wen du getrunken und satt gegessen dich hast,

so freu dich mit den Freudigen und nimm das Wort zurück!

Wo nicht, so eile, du Schlimmer, von hinnen im Augenblick!"

 

So Sumblus zu dem Gaste. Gar seltsam tritt's ihn an.

der Gast: "Was ihr euch freuet, ist nur alles ein Wahn;

was oft mir Freude begonnen, ist bald in Leid zerstoben.

Man soll, hört ich oft sagen, den Tag vorm Abend nicht loben!"

 

"Wie, bist du krank an Sinnen, und doch ein Harfner gut?

Wie, bannt dir nicht die Harfe der Sorge schweren Mut?

Auf, greife zu den Saiten! laß frisch ein Lied uns hören!

ein neues Lied, ein munteres Lied! so wollen wir baß dich ehren!"

 

Rasch schlug er in die Saiten, er sang von einer Braut,

die einem edlen König ein König hätt' getraut

und hätt' sie ihm gesichert fest in die rechte Hand

und dann in falschen Treuen den Sinn schnell abgewandt.

 

"O wer auf Weibertreue und Männerschwüre baut,

dem Sande und dem Wasser der seinen Fuß vertraut!

Ich mochte nimmer zagen mit flammenheißem Mut

vor Lanzen und vor Pfeilen, vor Schwertern rot von Blut.

 

Acht übermute Recken warf hin mein Schwert zumal,

neun streckte meine Lanze voll wilden Grimms zu Tal:

und soll jetzt so gehöhnet vor Braut und Rittern steht

und einem fremden Bräutigam vermählt die meine sehn?

 

O du viel falscher Vater, o du viel falsche Braut!

O du viel falscher Bräutigam!" so schrie er wild und laut.

Den König kam ein Zagen, die Braut ein Zittern an,

als mit gezücktem Schwerte mit eins den Harfner sie sahn.

 

Weg warf er Bart und Larve, enthüllte sein Gesicht:

Gorm war's, der alte König, entflammt von Zornes Licht;

und alle die Recken im Saale, die fuhren erschrocken auf,

als auf den Vogt von Sachsen er fuhr in grimmigem Lauf.

 

Und eh sie sich mochten besinnen, lag Heinz schon tot im Blut.

"Da liegst nun, Ungesunder, und feire die Hochzeit gut!"

Und rasch die Braut aus dem Saale er aufhub löwenstark

und fort vom Finnenfeste sie führte nach Dänemark.

 

 

 

 

Conz

Karl Philipp Conz (28 oktober 1762 – 20 juni 1827)

Geschreven door Romenu om 20:14 Reageer op dit bericht

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