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Berichten van 18 mei 2009

W.G. Sebald, Yi Mun-yol, François Nourissier, Gunnar Gunnarsson, Ernst Wiechert

De Duitse schrijver W.G. (Winfried Georg Maximilian) Sebald werd geboren in Wertach (Allgäu) op 18 mei 1944. Zie ook mijn blog van 18 mei 2007 en ook mijn blog van 18 mei 2008.

 

Uit: Die Ringe des Saturn

 

“Unbegreiflich erschien es mir jetzt, als ich nach Lowestoft hineinging, wie es in einer verhältnismäßig so kurzen Zeit so weit hatte herunterkommen können.(...) Gleich einem unterirdischen Brand und dann wie ein Lauffeuer hatte der Schaden sich fortgefressen, Bootswerften und Fabriken waren geschlossen worden, eine um die andere, bis für Lowestoft als einziges nur noch die Tatsache sprach, daß es den östlichsten Punkt markierte auf der Karte der britischen Inseln. Heute steht in manchen Straßen der Stadt fast jedes zweite Haus zum Verkauf, Unternehmer, Geschäftsleute und Privatpersonen versinken immer weiter in ihren Schulden, Woche für Woche hängt irgendein Arbeitsloser oder Bankrotteur sich auf, der Analphabetismus hat bereits ein Viertel der Bevölkerung erfaßt, und ein Ende der stetig fortschreitenden Verelendung ist nirgends abzusehen. Obgleich mir dies alles bekannt war, bin ich nicht vorbereitet gewesen auf die Trostlosigkeit, die einen in Lowestoft sogleich erfaßt, denn es ist eine Sache, in den Zeitungen Berichte über sogenannte unemployment blackspots zu lesen, und eine andere, an einem lichtlosen Abend durch Zeilen der Reihenhäuser mit ihren verschandelten Fassaden und grotesken Vorgärtchen zu gehen und, wenn man endlich angelangt ist in der Mitte der Stadt, nichts vorzufinden als Spielsalons, Bingohallen, Betting Shops, Videoläden, Pubs, aus deren dunklen Türöffnungen es nach saurem Bier riecht, Billigmärkte und zweifelhafte Bed&Breakfest Etablissements mit Namen wie Ocean Dawn, Beachcomber, Balmoral Albion und Layla Lorraine.”

 

 

 

 

 

Sebald
W.G. Sebald (18 mei 1944 – 14 december 2001)

 

 

 

 

 

De Zuidkoreaanse schrijver Yi Mun-yol werd geboren op 18 mei 1948 in Yongyang. Als kind van een naar het communistische Noorden gevluchte vader groeide hij in Zuid-Korea als sociale paria op. Zijn oeuvre weerspiegelt dit duidelijk. In het Nederlands verscheen van hem de roman De dichter, handelend over een 19e eeuwse rebel die tegen de verdrukking in zijn roeping tot dichter wil verwezenlijken. Andere belangrijke boeken zijn De verwrongen held en Voor de keizer.In 1992 ontving hij de Hyundae literatuurprijs en ook de Franse Orde van verdienste voor literatuur en cultuur.

 

Uit: Der entstellte Held  (Übersetzt von Kim Hiyoul en Heidi Kang)

 

„Es muß Anfang Juni gewesen sein, denn die Akazien am Dammweg zu unserer Schule blühten. Yun Byongjo von der Wäscherei hatte etwas Besonderes mit in die Schule gebracht und prahlte in der Klasse damit. Es war ein teures vergoldetes Feuerzeug, eins von denen, die wir "runde Feuerzeuge" nannten. Es ging von Hand zu Hand und verursachte etwas Unruhe. Sokdae, der einen Moment draußen gewesen war, sah es, sobald er zurückkam. Er kam näher, streckte seine Hand aus und sagte:

"Zeig mal her!"

Die Schüler, die bis dahin lachend ihre Bewunderung gezeigt hatten, verstummten, und das Feuerzeug gelangte in Sokdaes Hände. Er drehte und wendete es eine Weile.

"Wem gehört es?" fragte er Byongjo ausdruckslos.

"Meinem Vater", antwortete dieser mit plötzlich erstickter Stimme.

"Hat er es dir geschenkt?"

"Nein, ich hab es nur mitgebracht."

"Wer weiß, daß du es genommen hast?"

"Nur mein Bruder."

Ein leichtes Lächeln umspielte Sokdaes Mund. Er begann, das Feuerzeug mit neuem Interesse zu untersuchen.

"Toll", sagte Sokdae schließlich, noch immer das Feuerzeug haltend, und blickte Byongjo fest an.

Ich hatte Sokdae von Anfang an beobachtet und war plötzlich gespannt. Aus meiner Erfahrung wußte ich, daß er mit seinen Worten etwas anderes meinte, als man allgemein darunter verstand.

Wenn er etwas haben wollte, das einem anderen gehörte, bedeutete sein Toll!, daß er es verlangte. Im allgemeinen reichte das aus, damit man es ihm gab, aber manchmal zögerte ein Schüler. Dann pflegte Sokdae zu sagen: "Leih es mir!" Natürlich wollte er damit sagen: "So gib schon her!" Niemand konnte sich dem widersetzen. Nie nahm er also den Jungen direkt etwas weg, es wurde ihm tatsächlich gegeben. Ich hatte damals noch keinen Begriff für indirekte Erpressung und hatte diese "Geschenke" immer in Ordnung gefunden, aber an diesem Tag erkannte ich, daß nicht einmal mehr ein Minimum an Schein gewahrt wurde.“

 

 

 

Yi-Munyol
Yi Mun-yol (Yongyang, 18 mei 1948)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver François Nourissier werd geboren op 18 mei 1927 in Parijs. Zie ook mijn blog van 18 mei 2008.

 

Uit: Prince des berlingots

 

„Confronté à la maladie de Parkinson, j'ai donc choisi de l'attaquer à bras-le corps. Avec, toutefois, une limite exaspérante : mon intention, mon rêve, étaient de mener l'investigation et la description de la maladie jusqu'à son terme. Or c'est impossible, personne ne peut mener une telle entreprise jusqu'au bout - et c'est bien dommage. Donc je me suis mis à écrire sur "miss P.", cette compagne de chaque instant de ma vie. Elle apparaît déjà dans les précédents livres, où elle n'occupe encore que certaines zones de mon territoire. Entre-temps, elle a gagné du terrain. Et le livre que je publie maintenant décrit notamment sa progression au cours des deux ou trois dernières années.“

 

 

 

 

Nourissier
François Nourissier (Parijs, 18 mei 1927)

 

 

 

De IJslandse dichter en schrijver Gunnar Gunnarsson werd geboren op 18 mei 1889 in  Fljótsdalur. Hij groeide op op een boerderij. In 1897 stierf zijn moeder. Hij bezocht twee jaar lang de Volkshogeschool in Jutland, waar hij ook zijn latere vrouw leerde kennen. In 1912 verscheen het eerste deel van zijn roman De mensen op Borg die hem beroemd zou maken. Gunarsson schreef in het Deens. In 1926 ging hij terug naar IJsland. In 1948 trok hij naar Reykjavik waar hij zijn werk in het Ijslands begon te vertalen.

 

Uit: FORTUNE AT MR. SNÓKSDAL'S DOOR (Vertaald door Cris Norlund)

 

„Perhaps Mr.Snóksdal thought that the beautiful girl in the shop did not serve him with enough respect; perhaps it was the two above-mentioned names which decided the matter—at any rate, the devil took possession of him:with careless dignity lie leaned against the wall and, in elegant flourishes, added his name, "J. J. Snóksdal," to the list. After which he nonchalantly paid with two ten-kroner notes and, without check-ing the kroner and 90 ore he receivedin change, left the shop. Out in the street he couldn't help feeling a little dizzy. The light from the setting sun shone so strangely, so vaguely. The houses stood out. one byone, as clearly as if he were seeing them for the first time. The people he met appeared far away and alien, and yet so near and familiar. Everything seemed as if it had been lifted up into a higher sphere. He felt like a man who all of a sudden has got a long-needed new suit of clothes and in overweening lordliness has thrown the old one out of the window. In other words, he tasted a bit of the joy of sinning. But simultaneously he had a very unpleasant feeling of not standing quite firmly on his legs. Well, it was done and could not be altered. For a moment, however, the thought ran through his mind that he ought to go back to the shop and explain his action as a misunderstanding. But that would be much too humiliating. There is a limit to the moral courage of even an honest man. So Mr. Snóksdal went on. As he was walking like this, a sensible thought suddenly emerged out of the chaos in his brain: What was he to wear for the dinner tomorrow night! He felt he had to go in dinner clothes; but he had none—and where could he borrow some? His mind ran over onewell-dressed friend after another—that one and that one had dinner clothes, he knew. But—could J. J. Snóksdal borrow a dinner suit? Instinctively he answered his question with an emphatic no! Ought he to go there in borrowed feathors? No, absolutely not He had, then, to buy a dinner suit. He could, he imagined, get one cheap from the tailor who usually made! his annual suit at the price of 60 kroner. Mr. Snóksdaï distractedly turned down the street where the tailor lived. But then it occurred to him that he would be late for supper, so that he took the road to the eating place which, by some miracle, was able to supply him with breakfast, lunch, and supper for 30 kroner a month.“

 

 

 

 

Gunnar_Gunnarsson
Gunnar Gunnarsson (18 mei 1889 – 21 november 1975)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ernst Wiechert werd geboren op 18 mei 1887 in Kleinort bij Sensburg in Oostpruisen.(Tegenwoordig Polen). Zie ook mijn blog van 18 mei 2007 en ook mijn blog van 18 mei 2008.

 

Uit: Die blauen Schwingen

 

“Sie traten auf die Schonungen. Der Hochwald blieb zurück, ein Heer von glatten Schäften mit abendlichem Glanz. Einsam hob der Weg sich zur Höhe. Dort reckte aus Busch und Gesträuch eine Schirmkiefer ihren geraden, gewaltigen Stamm in den Himmel hinauf, einen zerrissenen Wipfel wie Fahnentuch um den Schaft und darüber einen grauen, trockenen Ast wie eine harte Eisenspitze, die nach dem Leib der Wolken drohte. Da stand sie gleich der letzten Lanze über nieder gebrochenem Heer, und in ihrer Krone hing der Abendwind mit auf- und nieder gleitenden Tönen.

"Hier ist es, Harro."

Sie blickten über den Wald. Kein Laut zerriß mit lohendem Glanz das breite Bild. Nur Schonungen, grau und grün und blau bis an das ferne Ufer, wo des Hochwalds Masten im gelben Abendlicht die schweren Segel trugen. Kein Sturm ging über das Meer, kein Leuchten brach aus Wolkentoren, nur ein leises Weben war auf allen Seiten, in großem Rhythmus, wie schwankender Orgel-Ton unter verdämmernden Bogen: "Ich bin ... der Wald ... der Wald... der weite... weite... Wald..." Kein Vogel rief, kein Wild trat heimlich aus unbewegtem Gebüsch. Schwere Wolken zogen, seltsam groß und klar, über das schweigende Rund und versanken wie sich bäumende Schiffe hinter dem Wald.Da klang von ferne ein klagender Schrei, sechsmal, siebenmal sich hebend im Schlag der Flügel, und hingezogen ersterbend.

"Simplizius!" Er griff nach seinem Arm.

"Rühre dich nicht!"

Noch einmal schrie es über den Wäldern, näher rufend. Dann kam ein jagender, klingender Flügelschlag, und auf der Spitze der Kiefer schwang sich der Wanderfalke ein und wandte seinen kühnen Kopf über das Meer zu seinen Füßen. Hoch im leeren Grau saß er einsam, und seine Augen blickten königlich über die Wälder. Und noch einmal kam der klagende Schrei, der zwischen Wolken und Wald schmerzlich und jäh den Abend zerriß.“

 

 

 

 

ernst_wiechert
Ernst Wiechert (18 mei 1887 – 24 augustus 1950)

 

Geschreven door Romenu om 20:17 Reageer op dit bericht

Omar Khayyam, Franziska zu Reventlow, Bertrand Russell, John Wilson, David Troch

De Perzische dichter Omar Khayyám, of zoals zijn arabische naam luidt, al-Imâm Abu Hafs 'Omar ebn Ebrâhim al-Khayyâmi, werd geboren op 18 mei 1048 te Nishapur.Zie ook mijn blog van 18 mei 2008. en ook mijn blog van 18 mei 2007 en ook mijn blog van 18 mei 2006.

 

Uit de Rubáiyát

 

 

XII

 

Geen, die op om te keeren zich bezon,
sints hij verdween achter den horizon;
verzuim, vergeet niets in dit doorgangshuis,
voort gaat de tocht, als eens de reis begon.

 

 

 

XIV

 

Het laatste der begravenen verging

tot stof en asch en door den wereldkring

drijven in ijle zwerving hun atomen

als wolken ver in een luchtspiegeling.

 

 

 

XV

 

Daarom, laat af van hoop en wanhoop, kom

waar vrouwen lachen en waar om en om

de wijnkan rondgaat, drink voordat uw stof

wordt omgearbeid tot een andre kom.

 

 

 

 

Vertaald door J.H. Leopold

 

 

 

 

Khayyam
Omar Khayyam (18 mei 1048 - 4 december 1131)

Standbeeld in Nishapur, Iran

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Franziska (gravin) zu Reventlow werd geboren op 18 mei 1871 in Husum. Zie ook mijn blog van 18 mei 2007

 

Uit: Ein Brief

 

“Lübeck, 2.5.91

 

Liebster E.

ich bin seit Dienstag jeden Tag zur Post gestürzt, aber noch immer nichts von Dir, so gebe ich denn heute die Hoffnung auf, will Dir aber doch nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.

Ich habe gestern einen furchtbaren Reinfall zustande gebracht und sitze nun morgens um halb sieben hier bei schönstem Frühlingswetter mit dumpfem Jammer, um Dir zu beichten.

Also, wie Du wohl von Catty gehört hast, war gestern Mienes Jubiläum. Sie hatten sich ca. 10 Leute eingeladen, einer eine Harmonika mitgebracht, und tanzten nach dem Fraß. Ich hatte bis halb elf gearbeitet, war dann unten, wo auch Pastor Bernhardt war, sagte gute Nacht und verschwand, ging aber nicht zu Bett, sondern in die Küche, und tanzte mit Juchhe mit. Es war eigentlich brillant, in unserer ziemlich engen Küche mit lauter schlichten Handwerkern und deren Gattinnen. Alles sang und johlte beim Tanzen, es wurde mächtig Punsch getrunken, Hochs ausgebracht etc. Als das Tanzen zu Ende war, wollte ich ab, aber sie baten mich, dazubleiben. Nun wurde noch gesungen, unsere deklamierte, Mine dito. Du glaubst gar nicht, wie famos die ganze Orgie war. Da auf einmal erscheint Papa in der Küche - dies war nebenan - und ruft Fanny. Weiß Gott, wie er es gemerkt hat, ich kriege einen elementaren Schrecken, krieche unter den Tisch, muß aber heraus und mit ab. Stell Dir vor, es war einfach erschütternd; er fragte mich ca. fünf mal, ob ich verrückt sei, worauf ich laut und kräftig Nein sagte; ob ich betrunken sei, Nein ! Was ich mir gedacht hätte ? Ich wußte es wirklich nicht, ich hatte nur eine Heidenangst gehabt. Es war halb eins, alles zu Bett, folgte eine halbstündige gräßliche Unterredung mit Papa.”

 

 

 

 

Reventlow1
Franziska zu Reventlow (18 mei 1871 – 25 juli 1918)

 

 

 

 

 

De Britse filosoof, logicus, wiskundige en politiek activist Bertrand Arthur William Russell werd geboren in Trellech (Monmouthshire), Wales, op 18 mei 1872. Zie ook mijn blog van 18 mei 2007

 

Uit: In Praise of Idleness

 

„Like most of my generation, I was brought up on the saying: 'Satan finds some mischief for idle hands to do.' Being a highly virtuous child, I believed all that I was told, and acquired a conscience which has kept me working hard down to the present moment. But although my conscience has controlled my actions, my opinions have undergone a revolution. I think that there is far too much work done in the world, that immense harm is caused by the belief that work is virtuous, and that what needs to be preached in modern industrial countries is quite different from what always has been preached. Everyone knows the story of the traveller in Naples who saw twelve beggars lying in the sun (it was before the days of Mussolini), and offered a lira to the laziest of them. Eleven of them jumped up to claim it, so he gave it to the twelfth. this traveller was on the right lines. But in countries which do not enjoy Mediterranean sunshine idleness is more difficult, and a great public propaganda will be required to inaugurate it. I hope that, after reading the following pages, the leaders of the YMCA will start a campaign to induce good young men to do nothing. If so, I shall not have lived in vain.“

 

 

 

 

Russell
Bertrand Russell (18 mei 1872 – 2 februari 1970)

 

 

 

 

De Schotse schrijver John Wilson werd geboren in Paisley op 18 mei 1785. Zie ook mijn blog van 18 mei 2007

 

Uit: City of the Plague

 

„A great square in the city.--A multitude of miserable men and women crowding round a person of a wild and savage appearance, dressed in a fantastical garb, with an hour-glass in his hand.

Astrologer. The sun is going down, and when he sets,

You know my accursed gift of prophecy
Departeth from me, and I then become
Blind as my wretched brethren. Then the Plague
Riots in darkness 'mid his unknown victims,
Nor can I read the names within his roll
Now register'd in characters of blood.
Come to me all ye wearied who would rest,
Who would exchange the fever's burning pillow
For the refreshing coolness of the grave!
Come hither all ye orphans of a day,
And I will tell you when your heads shall rest
Upon your parents' bosoms. Yearn ye not
To clasp their shroudless bodies, and to lie
In the dark pit by love made beautiful!
Where are ye veiled widows? in the tomb
The marriage-lamp doth burn unquenchably.
Dry up your tears, fair virgins! to the grave
Betrothed in your pure simplicity!
Still is one countenance beautiful in death,
And it will lean to-night upon a breast
White with the snows of perfect innocence.
--I Call upon the wicked! let him shew
His face among the crowd, and I will tell him
His dreams of horror and his works of sin. „

 

 

 

 

John_Wilson_by_Sir_John_Watson-Gordon
John Wilson (18 mei 1785 - 3 april 1854)

Portret door Sir John Watson-Gordon

 

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

 

De Vlaamse dichter, schrijver en regisseur David Troch werd geboren in Bonheiden in 1977. Troch publiceerde in tijdschriften als De Brakke Hond, Deus ex Machina, Poëziekrant en Gierik & Nieuw Vlaams Tijdschrift. Hij bracht in 2002 bij de toenmalige uitgeverij Zuid & Noord de verhalenbundel 'tot de sterren gericht' uit. Een jaar later volgde bij dezelfde uitgever het poëziedebuut 'liefde is een stinkdier maar de geur went wel'. Eind 2006 kwam bij de éénmansuitgeverij Het Zinkend Schip het bundeltje 'ontkroond' uit.  Troch is redactielid van het literaire e-zine Meander en van Gierik en Nieuw Vlaams Tijdschrift. Hij won diverse literaire prijzen in Vlaanderen en Nederland zoals de Jules Van Campenhoutprijs voor Poëzie in 2008. Verder nam hij deel aan diverse poetry slams en haalde hij in 2006 de finale van het Nederlanse Kampioenschap poetry slam.

 

 

luisterrijk

 

deze kamer is gemaakt voor kousenvoeten,
voor het horen vallen van een naald. blind
herkennen we elk geluid, het schuifelen en

 

het stilstaan, het wegschuiven van het laken
en het voorzichtig neervlijen naast het naakte
lichaam dat het onze is. we protesteren eerst

 

half binnensmonds, maar stemmen al snel
het ademen tot één ritme af, tot er geen naald
meer tussen past. zo wordt alles, alles zacht.

 

 

 

 

aanloop

 

het begon met letters voor je naam

toen vis en pijp en rookte grootva

zich dood. het was fris bij zijn

 

begrafenis. oude mensen bewogen

in schokjes het hoofd, oma kneedde

haar neus in iets rood. hier leg ik mijn

 

 

 

 

 

David_Troch
David Troch (Bonheiden, 1977)

 

Geschreven door Romenu om 20:15 Reageer op dit bericht

In Memoriam Mario Benedetti

In Memoriam Mario Benedetti

 

 

De Uruguayaanse schrijver Mario Benedetti is gisteren op 88-jarige leeftijd overleden. Benedetti schreef in de zestig jaar waarin hij als schrijver actief was, meer dan tachtig dichtbundels, romans, essays en andere werken. Een van zijn bekendste boeken is La Tregua, dat in het Nederlands is vertaald onder de titel Het Uitstel. Benedetti werd geboren op 14 september 1920 in Paso de los Toros in het department Tacuarembó.Tijdens de militaire dictatuur in Uruguay (1973-1985) woonde Benedetti in het buitenland, aanvankelijk Cuba - hij was een aanhanger van het beleid van de communistische leider Fidel Castro - en daarna jaren in Madrid. Zie ook mijn blog van 14 september 2008.

 

 

 

The South Also Exists

 

With its ritual of steel

its great chimneys

its secret scholars

its siren song

its neon skies

its Christmas sales

its cult of God the Father

and of epaulets

      with its keys

      to the kingdom

      the North is the one

      who orders

 

but down here, down

hunger at hand

resorts to the bitter fruit

of what others decide

while time passes

and pass the parades

and other things

that the North doesn't forbid.

      With its hard hope

      the South also exists.

 

With its preachers

its poison gases

its Chicago school

its owners of the Earth

with its luxurious costume

and its meager frame

its spent defenses

its expenses of defense

      with its epic of invasion

      the North is the one

      who orders.

 

But down here, down

each in their hideaway

are men and women

who know what to grasp

making the most of the sun

and eclipses

putting useless things aside

and using what is useful.

      With its veteran faith

      the South also exists.

 

With its French horn

and its Swedish academy

its American sauce

and its English wrenches

with all its missiles

and its encyclopedias

its war of galaxies

and its rich cruelty

      with all its laurels

      the North is the one

      who orders.

 

But down here, down

near the roots

is where memory

omits no memory

and there are those

who defy death for

and die for

and thus together achieve

what was impossible

      that the whole world

      would know

      that the South,

      that the South also exists

 

 

 

 

 

Vertaald door Yoshie Furuhashi

 

 

 

 

 

benedetti
Mario Benedetti (14 september 1920 - 17 mei 2009)

 

Geschreven door Romenu om 17:48 Reageer op dit bericht

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