Peter Hacks, Youssef Rzouga, Günter Vallaster, Siegfried Kapper

De Duitse schrijver en dichter Peter Hacks werd geboren op 21 maart 1928 in Breslau. Zie ook mijn blog van 21 maart 2007 en ook mijn blog van 21 maart 2008.
Der Herbst steht auf der Leiter
Der Herbst steht auf der Leiter
Und malt die Blätter an,
Ein lustiger Waldarbeiter,
Ein froher Malersmann.
Er kleckst und pinselt fleißig
Auf jedes Blattgewächs,
Und kommt ein frecher Zeisig,
Schwupp, kriegt der auch ´nen Klecks.
Die Tanne spricht zum Herbste:
Das ist ja fürchterlich,
die anderen Bäume färbste,
Was färbste nicht mal mich?
Die Blätter flattern munter
Und finden sich so schön.
Sie werden immer bunter.
Am Ende falln sie runter.
Was träumt der Teufel
Was träumt der Teufel, wenn die Schatten nahn?
Was rührt den Braven, der in Chaos‘ Nacht
Die Öfen fährt und seine Arbeit macht,
Was, wenn gelehnet er an einen Zahn
Des Höllenmauls nach fünfe, pechumschäumt,
Ins Feuer starrt, wo sich die Sünder drängeln,
Ich wüsste Namen. Doch zurück: was träumt
Des Abgrunds Werkmeister? Er träumt von Engeln.
Höchst unvermittelt in der maledeiten
Stirn blüht ein Bild von jener Wesen Reizen
Und schönen Unzurechnungsfähigkeiten,
Die noch so frei nicht sind, gleich ihm zu heizen.
Auch ich an Halbheit krank. Wie der Geschwänzte
Träum ich dem Engel nach, der mich ergänzte.

De Tunesische dichter Youssef Rzouga werd geboren op 21 maart 1957 in Mahdia. Zie ook mijn blog van 21 maart 2007 en ook mijn blog van 21 maart 2008.
Rêve
Mon défi multiple d’enfant
Est le suivant :
Parvenir un jour à concentrer
Le chant du cygne
Au fond de ma paume
Ou à contourner l’atome
Et agir contre le corbeau.
Mon défi multiple d’enfant
Est le suivant :
Parvenir un jour à tout faire /
A tout dire :
Le secret,l’âpre goût bizarre
D’un bombardement fortuit et massif.
Mon défi multiple d’enfant
Est le suivant :
Parvenir un jour à gommer l’or
Et l’orgueil.
Mon défi multiple d’enfant
Est le suivant :
Parvenir un jour à gagner mon petit village
Où je pourrai danser librement
« with my poem ».
Point d’attouchement
Deux mains se lovent
A un petit point ové d’attouchement
L’oersted, déluge de l’œuf magique,
Ejecte l’incendie de deux mains chaudes, chaudes..
Et rive l’âme à l’âme..
Deux mains s’enchevêtrent farouchement
A un petit point ové d’attouchement
Après le feu,
Le déluge.

De Oostenrijkse dichter en schrijver Günter Vallaster werd geboren op 21 maart 1968 in Schruns (Vorarlberg). Zie ook mijn blog van 21 maart 2007 en ook mijn blog van 21 maart 2008.
Uit: Hinter dem Buchstabenzaun
kissen ein
ist kopf der
vor ecken
den zu mich fühle
über leintuch das mir
ich streife mühe mit
decken den von oder
sind matratze
der von kratzen
mir in die federn die ob
unklar
gestell ein bett
samt zu gesteigert
anker der röhre durch
gekappt knoten für knoten
nur verloren nicht
faden den hinterlassen
schiffchen vom film
wohlig allzu wohlig
gewebe ein teppich

De Tsjechische schrijver en vertaler Siegfried Kapper werd op 21 maart 1820 geboren in Smichov. Zie ook mijn blog van 21 maart 2007
Uit: Christen und Türken
„Es ist ein herrlicher Maitag, so blau und warm, so sonnig und frisch, wie er nur unter diesem Himmelsstriche, der die Nähe italienischer Zonen bereits lebhaft ahnen läßt, zu Hause zu sein anfängt. Die Straße haben wir abseits gelassen, und als ging es über Federn hin rollt unser Karren — denn so müssen wir das Fahrzeug, in welchem wir auf einer bequemen Strohunterlage sitzen, nennen, wenn wir den Leser nicht verleiten sollen, sich von dem Luxus eines Grenzoffiziers irrigen Vorstellungen hinzugeben, lautlos über Hutweiden und Brachgrund dahin, um den Stabsort, nach welchem unser Weg uns zunächst führt, zu erreichen.
Die Pferde, zwei dürre, braune Wesen von wenig ansehnlichem Wuchse und langen wirren Mähnen, deren Schirrzeug in höchst einfacher Weise zum Theil aus alten Lederstücken, zum Theil aus zusammengeknüpften Stricken besteht, trotten so unverdrossen darauf los, als hätten sie — woran wir jedoch sehr zweifeln — Hafer im Leibe, und der Kutscher, auf einem Bund Heu vor uns thronend, hält mit ihnen, ohne auch nur einen Augenblick auszusetzen, seine bald schmeichelnden, bald drohenden, bald auch fluchenden Zwiegespräche.
Ein sonderbarer Kauz, dieser Rosselenker! Blind auf einem Auge, zernarbt im Gesichte von den Blattern, daß es den Anschein hat, als würde seine zerrissene Physiognomie lediglich durch Kleister zusammengehalten und könne jeden Augenblick
wieder auseinandergehen; trotz der brennenden Hitze des Mittags fest in einen zottigen Schafpelz gehüllt, wie er da hockt und mit der knotigen Peitsche bald durch die Lüfte spielt, bald die beiden Gäule an ihren Flanken kitzelt, scheint er für nichts Anderes auf Erden, als für diese letztern, irgend einen Sinn zu haben. Die plötzliche Umwandlung, die mit dem Herrn, den er fährt, vorgegangen, hat ihn nur im Augenblicke des Einsteigens einen Moment stutzen gemacht.”

Lithografie van Eduard Kaiser, 1848






