Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
seniorennet.beseniorennet.be

Berichten van 11 oktober 2013

Conrad Ferdinand Meyer, Han Resink, Gertrud von Le Fort, François Mauriac

De Zwitserse dichter en schrijver Conrad Ferdinand Meyer werd geboren in Zürich op 11 oktober 1825. Zie ook mijn blog van 11 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Conrad Ferdinand Meyer op dit blog.

 

 

Das Heiligtum

 

Waldnacht. Urmächtge Eichen, unter die

Des Blitzes greller Strahl geleuchtet nie!

Dämmernde Wölbung, Ast in Ast verwebt

Von keines Vogels Lustgeschrei belebt!

Ein brütend Schweigen, nie vom Sturm gestört,

Ein heilig Dunkel, das dem Gott gehört

Darin, umblinkt von Schädel und Gebein

Sich ungewiss erhebt ein Opferstein ...

Es rauscht. Es raschelt. Schritte durch den Wald!

Das kurze römische Kommando schallt.

Geleucht von Helmen! Eine Kriegerschar!

Vorauf ein Gallier und ein Legionar:

"Die Stämme können dienen. Beil in Schwung!

Cäsar braucht Widder zur Belagerung!"

Erbleichend spricht der Gallier ein Gebet

Den Römer selbst ergreift die Majestät

Des Orts, doch hebt gehorchend er die Axt -

Der Gallier flüstert: "Weisst du, was du wagst?

Die Stämme - diese Riesen - sind gefeit,

Hier wohnt ein mächtger Gott seit alter Zeit

In dessen Nähe nur der Priester tritt,

Ein totenblasses Opfer schleppt er mit.

Versehrtest nur ein Blatt du freventlich

Stracks kehrte sich die Waffe wider dich!" ...

Die heilgen Eichen drohen Baum an Baum

Die Römer lauschen bang und atmen kaum,

Schwer, schwerer wird der Hand des Beiles Wucht

Und ihr entsinkts. Sie stürzen auf die Flucht.

"Steht!" und sie stehn. Denn es ist Cäsars Ruf

Der ihre Seelen sich zu Willen schuf!

Er ist bei seiner Schar. Er deutet hin

Auf eine Eiche. Sie umschlingen ihn,

Sie decken ihn wie im Gedräng der Schlacht,

Sie flehn. Er ringt. Er hat sich losgemacht,

Er schreitet vor. Sie folgen. Er ergreift

Ein Beil, hebts, führt den Schlag, der saust und pfeift ...

Sank er verwundet von dem frevlen Beil? Er

lächelt: "Schauet Kinder, ich bin heil.

Erstaunen! Jubel! Hohngelächter! Spott!

Soldatenwitz: "Verendet hat der Gott!"

Die Rinde fliegt! Des Stammes Stärke kracht!

Vom Laub zu dunklerm Laube flieht die Nacht.

Die Beile tun ihr Werk. Die Wölbung bricht,

Und Riesentrümmer überströmt das Licht.

 

 

 

Die Felswand

 

Feindselig, wildzerrissen steigt die Felswand.

Das Auge schrickt zurück. Dann irrt es unstät

Daran herum. Bang sucht es, wo es hafte.

Dort! über einem Abgrund schwebt ein Brücklein

Wie Spinnweb. Höher um die scharfe Kante

Sind Stapfen eingehaun, ein Wegesbruchstück!

Fast oben ragt ein Tor mit blauer Füllung:

Dort klimmt ein Wanderer zu Licht und Höhe!

Das Aug verbindet Stiege, Stapfen, Stufen.

Es sucht. Es hat den ganzen Pfad gefunden,

Und gastlich, siehe, wird die steile Felswand.

 

 

 1474691-88b92d0fa54459105fcc9147798ab5c4.jpg

Conrad Ferdinand Meyer (11 oktober 1825 - 28 november 1898)
Het Conrad Ferdinand Meyer huis in Kilchberg




 

De Nederlands / Indonesisch dichter, essayist en geleerde.Gertrudes Johannes (Han) Resink werd geboren in Jogjakarta op 11 oktober 1911. Zie ook alle tags voor Han Resink op dit blog en ook mijn blog van 11 oktober 2010.

 

 

Sonnet van de halve

 

Levend aan de tropenkant der keerkringen

behoor ik tot het evenaarsgeslacht,

dat uit gematigder zones gedacht,

steeds twee halfronden kent: twee vereringen

 

voor vrouw en man; de dubbelbezweringen

van beest en geest, jeugdeeuw en oudedag;

en al de wisselende bekeringen

tot west of oost, God of Walpurgisnacht.

 

Onder het hart des hemels dierenriem

en diep verliefd op wat de aarde geeft,

leerde ik al vroeg de halfheid te beërven

tussen solair heelal en donkere kiem

om het bestaan te leiden naar een sterven

met de dood, waarmee ik slecht samenleef.

 

 

 

Djangir

 

Zij dansen. Duizend dromen in één nacht.

De dromen van een licht bewogen leven:

hoe men lief kan hebben; hoe men best zacht

mag zijn, maar niet half-zacht; hoe men zich geven

 

moet, maar nooit helemaal; hoe men wel beven

kan van ontroering, doch, op vorm bedacht,

de hartstocht door een gouden huid moet zeven

tot zweetglans, oogopslag en pradadracht.

 

Nu zullen dit voor mij wel dromen blijven.

Maar hier neemt één idee in vele lijven

gestalten aan en winnen alle zinnen

het van de zuiverste gedachtengangen:

hier laat, in duizend dansposen gevangen,

de schoonheid zich bloot lijfelijk beminnen.

 

 

 

 1474691-7655a3ea2b41e6a2dea21aa33c94e3a0.jpg

Han Resink (11 oktober 1911 – 4 september 1997)

 

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gertrud von Le Fort werd geboren in Minden op 11 oktober 1876. Zie ook mijn blog van 11 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Gertrud von Le Fort op dit blog.

 

 

Gnade des Dichters

 

Stumm aber wird der Dichter geboren
sprachlos steht er im Kreise der flinken Sprecher
überwältigt von Staunen und immer wie heimlich trunken
vom Glanz und vom Schmerz dieser Erde -
Nur eine, die himmlische Muse entzündet sein Schweigen,
sie, die den heiligen Schlaf der Lieder behütete
und ihr Erwachen erküsst,
es sei zur Rosenblüte des Morgens oder im Nachtversinken,
wie es ihr eben gefällt - sie ist die Mächtige
und ist wie alle Gnade von oben ohne Gesetze.
Denn dies ist des Singenden heimlicher Glanz und Ruhm:
Nicht anbefehlbar ist seine Stimme, nicht untertänig
der Weisung der Welt, der kleinen des Tages,
auch nicht der hohen der Liebe,
auch nicht den sehnenden des eignen Verlangens:
In unzerbrechlichen Ketten harrt er der klingenden Stunde,
die da mit Flügeln bricht aus dem Unbekannten,
mit Flügeln fällt sie ihn an, mit Flügeln hebt sie ihn auf, mit Flügeln lässt sie ihn fallen
zurück ins Gefängnis der Ohnmacht.
Doch tausendstündiges Schweigen gilt nichts gegen einen Gesang
und herrlich ist auch Verstummen, wenn es die Muse gebietet -
ja herrlich ist's abzuhängen von einer himmlischen Stimme.

 

 


 1474691-cb00319b2d3a9c789c265e8fc4bc48dc.jpg

Gertrud von Le Fort (11 oktober 1876 - 1 november 1971)

Borstbeeld door Walter Kalot, 1976

 

 

 

 

De Franse schrijver François Mauriac werd op 11 oktober 1885 geboren in Bordeaux. Zie ook mijn blog van 11 oktober 2010. en eveneens alle tags voor François Mauriac op dit blog.

 

Uit : Thérèse Desqueyrou

 

“__ << La déposition de M. Desqueyroux était excellente, oui. Mais il y avait cette ordonnance : en somme, il s'agissait d'un faux... Et c'était le docteur Pédemay qui avait porté plainte...
__ Il a retiré sa plainte...
__ Tout de même, l'explication qu'elle a donnée... cet inconnu qui lui remet une ordonnance... >>
Thérèse, moins par lassitude que pour échapper à ces paroles dont on l'étourdissait depuis des semaines, ralentit en vain sa marche ; impossible de ne pas entendre le fausset de son père :
__ << Je le lui ai assez dit : "Mais, malheureuse, trouve autre chose... trouve autre chose..." >>
Il le lui avait assez dit, en effet, et pouvait se rendre justice. Pourquoi s'agite-t-il encore ? Ce qu'il appelle l'honneur du nom est saut ; d'ici les élections sénatoriales, nul ne se souviendra plus de cette histoire. Ainsi songe Thérèse qui voudrait bien ne pas rejoindre les deux hommes ; mais dans le feu de la discussion, ils s'arrêtent au milieu de la route et gesticulent.
__ << Croyez-moi, Larroque, faites front ; prenez l'offensive dans Le Semeur de dimanche ; préférez-vous que je m'en charge ? Il faudrait un titre comme La rumeur infâme...
__ Non, mon vieux ; non, non : que répondre, d'ailleurs ? C'est trop évident que l'instruction a été bâclée ; on n'a pas même eu recours aux experts en écriture ; le silence, l'étouffement, je ne connais que ça. J'agirai, j'y mettrai le prix ; mais, pour la famille, il faut recouvrir tout ça... il faut recouvrir... >>
Thérèse n'entendit pas la réponse de Duros, car ils avaient allongé le pas. Elle aspira de nouveau la nuit pluvieuse, comme un être menacé d'étouffement ; et soudain s'éveilla en elle le visage inconnu de Julie Bellade, sa grand-mère maternelle inconnu : on eût cherché vainement chez les Larroque ou chez les Desqueyroux un portrait, un daguerréotype, une photographie de cette femme dont nul ne savait rien, sinon qu'elle était partie un jour. Thérèse imagine qu'elle aurait pu être ainsi effacée, anéantie, et que plus tard il n'eût pas même été permis à sa fille, à sa petite Marie, de retrouver dans un album la figure de celle qui l'a mise au monde.”

 

 

 1474691-c0e0dc7362a951c9106390d8f5224984.jpg

François Mauriac (11 oktober 1885 - 1 september 1970)

 

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 11e oktober ook mijn blog van 11 oktober 2011.

Geschreven door Romenu om 19:16 Reageer op dit bericht

Nobelprijs voor literatuur voor Alice Munro


Nobelprijs voor literatuur voor Alice Munro

 

 

De Canadese schrijfster Alice Munro krijgt dit jaar de Nobelprijs voor literatuur. Alice Munro werd geboren op 10 juli 1931 in Wingham, Ontario. Zie ook alle tags voor Alice Munro op dit blog.

 

Uit: Differently

 

“It was true. Maya had a lot of servants, for a modern woman, though they came at different times and did separate things and were nothing like an old-fashioned household staff. Even the food at her dinner parties, which seemed to show her own indifferent touch, had been prepared by someone else.
Usually, Maya was busy in the evenings. Georgia was just as glad, because she didn’t really want Maya coming into the store, asking for crazy titles that she had made up, making Georgia’s employment there a kind of joke. Georgia took the store seriously. She had a serious, secret liking for it that she could not explain. It was a long, narrow store with an old-fashioned funnelled entryway between two angled display windows. From her stool behind the desk Georgia was able to see the reflections in one window reflected in the other. This street was not one of those decked out to receive tourists. It was a wide east-west street filled in the early evening with a faintly yellow light, a light reflected off pale stucco buildings that were not very high, plain storefronts, nearly empty sidewalks. Georgia found this plainness liberating after the winding shady streets, the flowery yards and vine-framed windows of Oak Bay. Here the books could come into their own, as they never could in a more artful and enticing suburban bookshop. Straight long rows of paperbacks. (Most of the Penguins then still had their orange-and-white or blue-and-white covers, with no designs or pictures, just the unadorned, unexplained titles.) The store was a straight avenue of bounty, of plausible promises. Certain books that Georgia had never read, and probably never would read, were important to her, because of the stateliness or mystery of their titles.
In Praise of Folly. The Roots of Coincidence. The Flowering of New England. Ideas and Integrities.

Sometimes she got up and put the books in stricter order. The fiction was shelved alphabetically, by author, which was sensible but not very interesting. The history books, however, and the philosophy and psychology and other science books were arranged according to certain intricate and delightful rules — having to do with chronology and content — that Georgia grasped immediately and even elaborated on. She did not need to read much of a book to know about it. She got a sense of it easily, almost at once, as if by smell.”

 

 

1474373-d18df39a8a91c0594765afcf9f60da6b.jpg 

Alice Munro (Wingham, 10 juli 1931)

Geschreven door Romenu om 08:49 Reageer op dit bericht

Daniel Falb

De Duitse dichter en schrijver Daniel Falb werd geboren op 11 oktober 1977 in Kassel. Falb deed in 1977 eindeamen gymnasium in Kassel en studeerde daarna in Berlijn onder meer filosofie, politieke wetenschappen en natuurkunde. Vervolgens deed hij vervangende dienstplicht aan het universitaire ziekenhuis in Marburg / Lahn (Psychiatrie). In 1998 werd hij voor het eerst actief in de literatuur en hij nam langdurig deel aan het schrijversforum "lauter niemand", hield lezingen in en buiten Berlijn en publiceerde in tijdschriften en bloemlezingen. Daarnaast werkte met daklozen, als portier en als een telefonist. In 2003 debuteerde hij met “die räumung dieser parks”, gevolgd door BANCOR in 2009.

 

bei sonnenaufgang

fühlte ich mich schon wie ein wirt
                      und war vom paketdienst. auf dem weg zum empfänger
kein laufband auslassen, keine spuren, nur infekte, nur verschleiß.
                  mein tourette-syndrom hatte immer für mich kommuniziert,
 aber jetzt hielten die zeremonien.
                             der witz mit der bananenschale wurde substanziell,
 und um die form zu wahren, wiederholte ich ihn noch mal.
        ich fand den briefkasten nicht, oder vielmehr nur den briefkasten.
 diese büros waren leer, aber verwanzt, das waren stallungen,
                      die viren meiner nutztiere wie erspartes noch in der luft.

 

 

die messbare tiefe der organisation

die messbare tiefe der organisation, die uns animierte. den urmeter
prüfen. die häuser bestehen aus kuchen.

montagne sainte-victoire´s twenty four expiring versions per time
unit. beachte das frischedatum der umgebenden dinge.

die natur produziert fertiggerichte. durch öffentliche ämter mithin
geht das geerntete, geht das körpergewicht bekleidet hindurch.

wir lagen übereinander, in der generationszeit. auf mir befand sich
ein präsident und die endlose reihe seiner lebendigsten darsteller. 

sagt eine erbse zur andren. die nachschublinien sind über und über
mit wohngebieten bedeckt. rasen von bürgerbüros.

wenn strukturen auf die straße gehen, was ist dann die straße. und
das obst, am strauch sekundenlang optimal konserviert.

ich zahlte in der lebensmittelabteilung und bekam das geld am automaten zurück, das an den bäumen wächst. 

 

 

 1594485-d5ff843914e043f2fcff1a507911cdef.jpg
Daniel Falb (Kassel, 11 oktober 1977)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten