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Berichten van 7 juli 2011

Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Kuno Bärenbold, János Székely

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Die Geschwister Oppermann

 

“Plötzlich wurde die Tür aufgerissen. Stürmisch, in breiter Front, brach Donnerwölkchen in den Raum ein. Gewaltig kam sie auf den schmalen François zu, umbauscht von ihrem Schlafrock. So erfüllt war sie von dem, was sie zu sagen hatte, daß es ihr die Sprache verschlug. Wortlos knallte sie ein großes, entfaltetes Zeitungsblatt auf den Schreibtisch, so daß es das Manuskript, die Bände der alten Klassiker, den Klopstock fast völlig überdeckte.

Es war die heutige Ausgabe des Berliner Organs der Völkischen. „Da“, brachte Frau Emilie François heraus, nichts weiter, uind stand da, dasleibgewordene Verhängnis. François las. Es war ein Artikel über die Zustände am Königin-Luise-Gmnasium. Diese Schule, längst eine Züchtungsanstalt von Landesverrätern, hieß es, sei jetzt vollends verrottet. Ein jüdischer Schüler, ein hoffnungsvoller Sproß der Familie Oppermann, habe in einem Schulvortrag vor versammelter Klasse Hermann den Befreier aufs wüstete geschmäht, ohne daß es bis jetzt seinem nationalen Klassenlehrer geglückt wäre, das Früchtchen zur Rechenschaft zu ziehen. Beschützt von dem verwelschten Vorstand der Anstalt, einem typischen Vertreter des Systems, spreitzte sich noch immer der freche Judenjunge in der

Glorie des Landesverrats. Wann endlich werde die nationale Regierung diesen unerhörten

Zuständen ein Ende bereiten?

François nahm die Brille ab, blinzelte. Er fühlte sich sehr elend. „Nun?“ fragte drohend Donnerwölkchen.

François wußte nicht, was antworten. „Was für ein entsetzliches Deutsch“, sagte er

nach einer Weile.

Er hätte es besser nicht gesagt. denn diese Äußerung endlich entfesselte Donnerwölkchen. Was? Der Mann hat sich und seine Familie durch seine ewige, phlegmatische Unentschlossenheit ruiniert, und jetzt hat er gegen den Angreifer nichts vorzubringen, als daß sie schlechtes Deutsch sprachen? War er wahnsinnig?

Die Portiersfrau hat ihr den Artikel gebracht, morgen werden ihr zehn Freundinnen den Artikel bringen. Sieht er denn nicht, daß es aus ist? Mit Schmach und Schande wird man ihn aus dem Amt jagen.

Fraglich, ob man ihm Pension zuerkennt. Was dann? Zwölftausendsiebenhundert Mark haben sie auf der Bank. Die Papiere stehen nicht mehr ihre vollen Hundert. Wovon soll man leben? Er, sie und die Kinder? „Von dem da?“ fragte sie und schlug mit der Hand auf sein Manuskript; sie erreichte aber nur das Zeitungsblatt.“

 

 

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Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

Hier met de schrijver Bertolt Brecht (links) 

 

 

 

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Georgië geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2010 en eveneens alle tags voor Vladimir Majakovski op dit blog.

 

Ich

 

3. Einige Worte über meine Mama

Ich habe eine Mama auf Kornblumentapeten.
Doch ich spaziere inmitten bunter Pfaue
und quäle, abgemessnen Schritts, die haarigen Kamillen.
Der Abend spielt auf rostigen Oboen,
ich gehe zum Fenster
im Glauben,
dass ich sie wiedersehe:
die aufs Haus
gestreute
Wolke.
Doch bei der kranken Mama
läuft das Rascheln vorbei des Volkes
vom Bett bis hin zur leeren Ecke.
Mama weiß –
dies sind die Gedanken des wahnsinnigen Haufens,
der unter dem Dach der Weinhandlung Schustow hervorkriecht.
Und während meine Stirn, die vom Filzhut gekrönte,
den verlöschenden Rahmen blutig bespritzt,
sage ich,
mit dem Brummbass das Heulen des Windes eröffnend:
“Mama.
Wenn ich die Vase eures Martyriums,
die tanzende Wolken mit Stöcken zerschlugen,
zu bedauern anfinge, –
wer soll dann die goldenen Hände liebkosen,
die ans Blechschild geschlagen wurden bei Avanzos Vitrinen? … „

 

 

 

Und könntet ihr?

 

Die Farbe direkt aus dem Becher verspritzend
hab ich die Karte des Alltags bestrichen;
aus einer Schüssel Sülze gezogen,
zeig ich des Meeres Wangenbogen.
Von Blechfischschuppen las ich viele
Rufe neuer Lippen vor.
Und ihr?
Könnt ihr Nocturne spielen
auf einer
Flöte aus Wasserrohren?

 

 

 

Vertaald door Eric Boerner

 

 

 

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Vladimir Majakovski (7 juli 1893 - 14 april 1930)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Scott VanderMeer werd geboren op 7 juli 1968 in Belfont, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007  en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: City of Saints and Madme

 

„The question that most intrigued Dradin, that guided his thoughts and bedeviled his nights, was this: Would Cadimon Signal take pity on a former student and find a job for him? He hoped, of course, for a missionary position, but failing that a position which would not break his back or tie him in knots of bureaucratic red tape. Dad was an unlikely ally in this, for Dad had recommended Dradin to Cadimon and also recommended Cadimon to Dradin.

Before the fuzzy beginnings of Dradin's memory, Dad had, when still young and thin and mischievous, invited Cadimon over for tea and conversation, surrounded in Dad's study by books, books, and more books. Books on culture and civilization, religion and philosophy. They would, or so Dad told Dradin later, debate every topic imaginable, and some that were unimaginable, distasteful, or all too real until the hours struck mid night, one o'clock, two o'clock, and the lanterns dimmed to an ironic light, brackish and ill-suited to discussion. Surely this bond would be enough? Surely Cadimon would look at him and see the father in the son?

After breakfast, necklace and map in hand, Dradin wandered into the religious quarter, known by the common moniker of Pejora's Folly after Midan Pejora, the principal early architect, to whose credit or discredit could be placed the slanted walls, the jumble of Occidental and accidental, northern and southern, baroque and pure jungle, styles. Buildings battled for breath and space like centuries-slow soldiers in brick-to-brick combat.“

 

 

 

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Jeff VanderMeer (Belfont, 7 juli 1968)

 

 

 

 

De Duitse schrijver, essayist en literatuurcriticus Reinhard Baumgart werd geboren op 7 juli 1929 in Breslau. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Damals, ein Leben in Deutschland

 

„Gemischte Herkunft also: ein Kleinbürgersohn aus dem schlesischen Osten hatte die höhere Tochter, Kind eines Gutsherrn aus alter Braunschweiger Familie, zur Ehe gewonnen. Die Spur der Vaterfamilie verliert sich rasch im Dunkel. Schon von seinem Großvater wußte er selbst nicht viel mehr, als daß der Streckenarbeiter bei der Reichsbahn gewesen war. Um so weiter ließen sich die Vorfahren meiner Mutter verfolgen, in direkter Linie über die beiden Maler Lucas Cranach bis ins 15. Jahrhundert, auf einer Nebenlinie sogar ins Fürstenhaus der Askanier und also, weil diese Hochfeudalen im Mittelalter sich alle miteinander vermischten, weiter bis auf Karl den Großen.
Das alles lernte ich, beklommen und stolz, wenn ich bei meiner Großtante Stapelfeld bäuchlings auf dem düsteren Perser lag und ihre Ahnentafeln studierte. Diese Tante Helene, jung verwitwet, inzwischen schlohweiß und etwas versponnen, hatte viel Zeit für Familiengeschichte und für mich, schwärmte für den Führer und die große deutsche Vergangenheit und tauschte sich über unsere Ahnen mit einem eifrig und pedantisch forschenden Vetter aus. Da sie für mich außer den Stammbäumen auch alle von ihr abonnierten Illustrierten bereithielt, radelte ich oft und gern zu ihr hinüber ins Reihenhaus nach Stabelwitz. Obwohl sie seltsam war, ein bißchen unheimlich. Nicht nur, weil die alte Dame sich so herzlich begeisterte für die neue, junge braune Zeit und ihre Führer, sondern weil sie immer, wenn ein Gewitter anrückte, verlegen kichernd in ihren Kleiderschrank stieg, aus Angst vor Donner und Blitzen: Mach du nur weiter!“

 

 

 

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Reinhard Baumgart (7 juli 1929 – 2 juli 2003)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Kuno Bärenbold werd geboren op 7 juli 1946 in Pfullendorf. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Kältegrade

 

“Die Plastiktüte stellte ich vor mir auf den Boden. Ab und zu tat ich so, als würde ich einen kräftigen Zug aus der Rotweinflasche nehmen. Über eine Stunde war ich neugierigen Blicken und verächtlichem Grinsen ausgeliefert. Einige Leute machten einen weiten Bogen um mich und tuschelten. Zeigten mit dem Finger auf mich. Andere blieben kurz stehen. Sie wollten wissen, was auf dem Pappschild stand:

Ex-Gefangener bittet um keine Spende, sondern um weniger Vorurteile gegenüber Inhaftierten. Bitte nehmen Sie ein Gedichtblatt.

Arbeitskollegen und Bekannte beachteten mich so wenig wie der Oberlehrer des Knastes, der mit finsterer Miene in einem Steh-Café verschwand.

"Wollen Sie ein Gedichtblatt haben?"

"Ist das von Ihnen?"

"Ja."

"Hier, nehmen Sie das."

"Nein, ich nehme kein Geld."

"Aber einen Flachmann."

"Auch nicht."

"Wovon leben Sie denn?"

"Ach, ich komm schon über die Runden."

"Na, dann geht's Ihnen ja prächtig."

Um mich warm zu halten, wechselte ich den Standort. Der Hut verursachte Schmerzen. Als Nicht-Brillenträger wurde es mir schwindlig. Vermummte Gestalten huschten vorüber. Ich konnte nur noch erahnen, was um mich herum geschah. Wurde angerempelt und gestoßen. Ich setzte mich auf eine Bank und wartete, bis es mir wieder besser ging.”

 

 

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Kuno Bärenbold (7 juli 1946 – 6 mei 2008)

 

 

 

 

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Der arme Swoboda (Vertaald door Leon Scholsky)

 

„Zugegeben, er war auch ein seltenes Exemplar: ein Hüne, an die zwei Meter groß, muskulös und massig wie ein Ochse, mit baby blauen Kinderaugen, die treuherzig aus den tiefen Augenhöhlen guckten wie ein fröhliches Sperlingspärchen, das sein Nest hoch oben in eine gefährliche Klippe gebaut hat. Die stark hervorstehenden Wangenknochen fi elen im rechten Winkel steil bis zum klobigen Kinn ab; darüber wucherte ein dichter, zausiger, brandroter Haarschopf. Swoboda hätte seine verfi lzten Locken niemals einem Haarschneider anvertraut. Er stutzte sie selbst alle drei Monate mit der großen Schere des Bahnhofsvorstehers.

Eigentlich hieß er gar nicht Swoboda. Man hatte ihn mal zum Spaß so genannt, als vor vielen Jahren

in der Gegend ein Mörder namens Swoboda gesucht wurde. Der Name war an ihm haften geblieben, was als zusätzlicher Beweis seiner Beschränktheit gedeutet wurde.

Er war in der tiefsten Slowakei geboren worden, wo sich die Bauern jahraus, jahrein von Kartoffeln

ernähren und Tuberkulose und Kropf üppig gedeihen wie winterharte Pfl anzen in fetter Ackerkrume.

Er war in einem Runkelfeld gezeugt worden und hatte seinen Vater nie gesehen, auch wenn seine

Mutter immer beteuerte, er würde sie bestimmt eines Tages besuchen kommen. Er war kein schlechter Mann, seufzte sie dann, aber er war Flußschiffer, und die Strömung hatte seine Zille weit-weit in die Ferne getrieben. Swoboda liebte seine Mutter über alles – »meine Mamiiinka«, wie er sie in seiner breiten Mundart nannte. Er redete ständig von »Mamiiinka« – und hatte ein ganzes Repertoire von wirren Geschichten über sie auf Lager. Zwar wurde niemand klug daraus, aber sie waren bestimmt herzergreifend, die Geschichten, denn er fügte jeweils schniefend hinzu: »Arme Mamiiinka, ohne die Zugluft tät sie heut noch leben.«

Seine Angst vor Zugluft machte ihn zur Zielscheibe ständigen Spotts. Wenn der Bahnhofsvorsteher

nicht da war, ließen die trödelnden Angestellten Türen und Fenster sperrangelweit offenstehen und

riefen nach Swoboda, nur um ihn Hals über Kopf davonrennen zu sehen.“

 

 


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János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958)

Boedapest



Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juli ook
mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 19:49 Reageer op dit bericht

Miroslav Krleza, Clemens Haipl, Ludwig Ganghofer, Joseph Winckler, Hasan Abidi

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: The Banquet in Blitva (Vertaald door Edward Dennis Goy and Jasna Levinger)

 

„But who are we who live while our Blitva has not perished? I, Nielsen, and that Blitvinian they've arrested and whom they're leading in chains across the empty square, under the monument of the Blitvinian genius. In a rubber raincoat that poor bugger passed by, pale and upright, defiant, surrounded by a patrol of cuirassiers, and from under his left shoulder blade, as though drawn in bright red lipstick (almost cadmium), over the muddy and drenched rubber flowed perpendicularly an intensely red stream of fresh human blood. It was morning. A gray, dark, guttering, slimy, antipathetic, muddy Blitvinian morning, and in the distance, from around the corner, where stood the frowning scaffolding of a new five-story building, from the new Blitvinian corso came the sound of "Tango-Milango" from the Hotel Blitvania. That the Hotel Blitvania, as Barutanski's headquarters, had served as a central torture chamber during the years '17, '18, and '19 and that in the cellars of that accursed hotel several hundred people had been slaughtered was known to all in the city and over the whole of Blitva, and for years people made a detour around it in silence and with bowed heads, but today, on that very same place of execution, they were dancing the Tango-Milango.

In the newspapers of that mythical period, when Barutanski ruled from that accursed hotel as the first Protector, one might read in some texts consisting of cleverly infiltrated lines, between two or three words, timidly and cautiously, hints that once again someone had been massacred in the Hotel Blitvania, that someone had given evidence in court from a stretcher, that someone had been blinded, that someone had had needles stuck under his nails, and another with broken joints, but today it was all forgotten, today the Hotel Blitvania had been renovated as a first-class hotel. Today the Hotel Blitvania was a center for tourist traffic. Today rich foreigners and foreign diplomats of high rank stayed there. Today, for whole nights, they danced the Tango-Milango. And in general, in all Europe there wasn't a square centimeter on which somebody had not been blinded or had his joints broken or been beaten to death like a dog.“



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Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)

Buste in Pecs

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver, cabaretier, tekenaar en muziekproducent Clemens Haipl werd geboren op 7 juli 1969 in Wenen. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Sind wir bald da?

 

“Nach der Lesung war ich noch ein wenig unterwegs. Ein Freund von mir ist ein, ich möchte fast sagen: international lässiger DJ und hat in Wien aufgelegt. Er hat mich auf die Gästeliste des Clubs geschrieben, was mich natürlich extrem stolz gemacht hat. Ich als aufstrebender Literat auf der Gästeliste des etablierten DJs und Musikproduzenten. Ich bin dabei, ich bin hip. Besonders gefreut hat mich das mit der Gästeliste, weil an dem Abend überhaupt kein Eintritt verlangt wurde. Es gab keinen Türsteher, niemanden, den ich mit einem beiläufig hingeworfenen »Ich bin auf der Liste« beeindrucken hätte können.

Ich habe kurz überlegt, ob ich jemand Wildfremdem erklären soll, dass ich auf der »Liste« bin. Möglicherweise hätte er oder sie mich dann aber für sehr blöd, eventuell sogar für gefährlich gehalten. Und das will ich ja wirklich nicht. Genauso gut könnte man jemanden ansprechen und ihm wissend »Ich habe mir gerade ein Bier gekauft« ins Ohr raunen oder »Ich habe mir heute die Schuhe selbst gebunden, ich, ich selbst!« Man sollte nicht allzu überrascht tun, wenn man dann von anderen für seltsam gehalten wird. Mein Gott, ist halt so.

Wie auch immer: Ich war also in diesem Club und habe ansatzweise verstanden, warum im Zusammenhang mit Pop immer wieder von »Jugendkultur« die Rede ist und nicht von »Lebenssituationen- jeglichen-Alters-Kultur«. Kurz, ich bin mir sehr alt vorgekommen. Ich glaube schon, dass ich mich mit all den zwanzigjährigen Damen wunderbar unterhalten könnte, geistreiche

Gespräche führen, lachen, philosophieren usw., das Übliche halt.”

 

 

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Clemens Haipl (Wenen, 7 juli 1969)

 

 

 


De Duitse schrijver
Ludwig Albert Ganghofer werd op 7 juli 1855 geboren in Kaufbeuren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009
en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Der Ochsenkrieg

 

„In den großen Zelten, die auf der Wiesenhöhe der Nürnberger Straße für das Königspaar und sein Gefolge errichtet standen, hatten Herr Sigismund und Frau Barbara die verstaubten Reisekleider abgelegt und für den Einzug in Regensburg sich angetan mit dem Schmuck der Herrscherwürde.

Während die Königin, die immer geraumer Zeit bedurfte, um sich schön zu machen, noch vor dem silbernen Reisespiegel saß, hatte der König schon das Zelt verlassen und stand in der milden Sonne. Noch trug er die Krone nicht. Doch seine hohe Gestalt, in der sich Majestät und Anmut paarten, war schon umflossen von den starren Falten des schwer mit Gold bestickten und mit Hermelin verbrämten Purpurmantels. Darunter schimmerte der lange, bis zum Gürtel geschlitzte Reitrock von mattgrüner, mit Perlenblumen benähter Seide. An den Füßen glitzerten die goldgespornten Schnabelschuhe; und die großen, bunten Emailglieder des Gürtels trugen das breite Schwert, an dessen Knauf ein grüner Smaragd von der Größe einer Welschnuß funkelte – ein Stück geschliffenen Glases – den echten kostbaren Schwertstein hatte Herr Sigismund zu Nürnberg verpfänden müssen, um Geld für die Regensburger Reise zu beschaffen. Dieses Geld war auch schon wieder ausgegeben, war auf der langen Reisestrecke in die flehenden Hände des verarmten Volkes geflossen, das überall in hoffendem Glauben die Straße des schönen, hilfreichen Königs belagert hatte. Er kam zu seiner treuen Reichsstadt Regensburg mit einer Tasche, die so leer war wie ein junges Grab, aus dem der Schaufelmann soeben herausgestiegen.

Von den widerlichen Sorgen, die seine häusliche Wirtschaft bedrückten, war in seinen hellen, heiteren Augen kein Schatten zu gewahren. Er schwatzte munter und stand unter dem reinen Himmel wie ein menschgewordener Sonnenstrahl.“

 

 

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Ludwig Ganghofer (7 juli 1855 – 24 juli 1920)

Standbeeld in Rottach-Egern

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Alfred Josef Werner Winckler werd op 7 juli 1881 in Bentlage bij Rheine geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Eiserne Sonette

 

Es summt der Dynamo, an Uhr und Skalen

Gehn geisterleis die Zeiger, rasend drehn

Die Räder; allgewaltig, zauberschön

Des Stahlkolosses Kolben schwirrn und mahlen.

Selbsttätig wacht es, nährt sich, rechnet Zahlen,

Kühlt die Gelenke, bleibt wie denkend stehn

Und rast aufs neu; lautlos die Meister gehen

Und sehn nur nach den Zeichen und Signalen.

Maschinen, summende Arbeitsbienen,

Ihr Wunderwesen, ihr Gnome und Hünen,

Formen heißt Fronen;

Weltgebundene, weltumgestaltende,

Geisterfundene, geisterhaft schaltende,

Murmelnde Mütter neuer Äonen.

 

*

 

Ich fron wie ihr täglich um Lohn und Brot
Und steh nicht abseits in der Weltbetrachtung

Wie Lenau in hochmütiger Verachtung;

Ich tu mein Teil, denn Pflicht tut jedem not.

Und blühn mir Kränze, sät' ich selbst sie ein;

Ich wusch mich hart und blank in Zorn und Zähren,

Aus heißer Notdurft lernt ich euch verklären –

Des Werktags Stirn geb ich den Heiligenschein.

Dies schenkt kein Weib – sei Mann! Nach

Männern schreit

Die Zeit; Tod aller Weichlichkeit!

Und lockten uns mit Pfaun und Papageien

Granatbäume auf goldsmaragdner Wiese,

Wir könnten uns der Muße nicht mehr freuen,

Wir bauten einen Schacht im Paradiese.

 

 

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Josef Winckler (7 juli 1881 – 29 januari 1966)

 

 


De Pakistaanse dichter, schrijver en journalist Hasan Abidi werd geboren op 7 juli 1929 in Jaunpur in Uttar Pradesh. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009
en ook mijn blog van 7 juli 2010.

Uit: Life spent in madness was not in vain / though many a pain the heart endured. (Bespreking van zijn biografie door Murtaza Razvi)

 

„Born into a waning feudal setup in a small town of Zafarabad in district Jaunpur, UP, India, Hasan Abidi learnt at a very early age to live without the care and warmth of parents: his mother passed away while he was only a child, the father remarried, and it was up to his grandfather and uncles and aunts who took turns to raise him. Schooling and then life at college followed; it was during the latter period that he got enamoured by literature, rubbed shoulders with learned professors, writers and critics, completed his degree and was almost inadvertently told by his elders to go try his luck in the new state of Pakistan.
That journey proved to be a one-way fare. Abidi sahib spent the early years of his professional life in the Lahore of the 50’s, a time when a whole conglomerate of writers, poets and political activists graced the city with their presence. The word from those who knew Abidi sahib in those years was that he was known to carry messages to and from Syed Sajjad Zaheer, wearing a burqa to avoid suspicion by the authorities that had dubbed the communist leader as a threat to Pakistan.
A considerable portion of a chapter in the book is devoted to the Sajjad Zaheer episode, but there is no mention of a burqa in it — a detail that Abidi sahib probably thought was frivolous and not worthy of recording. Then came the confinement, first in the infamous Lahore Fort’s dungeon and then in prison, where Abidi sahib was kept in the cell that had also served as a death cell for freedom-fighter Sardar Bhagat Singh. Here the famous couplet summed up the poet’s feelings:

“Ik ajab bu-i-nafas aati hai deevaron se / Haai zindaan mein bhi kya loag the ham se pehle”.

(The walls breathe out a unique fragrance / What people were in prison before us.)“

 

 

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Hasan Abidi (7 juli 1929 – 6 september 2005)

Geschreven door Romenu om 19:40 Reageer op dit bericht

Ivo Victoria

De Vlaamse schrijver Ivo Victoria (pseudoniem van Hans van Rompaey) werd op 7 juli 1971 geboren in Edegem (Antwerpen) Hij studeerde communicatiewetenschappen aan de Katholieke Universiteit Leuven. Als zanger van de inmiddels ter ziele gegane popband Kamino bracht hij diverse albums uit en toerde hij door de Benelux. Hij werkte bij verschillende Belgische platenmaatschappijen en was betrokken bij de organisatie van het Lowlands-festival. Tegenwoordig werkt hij als freelanceprojectmanager om meer tijd te kunnen maken voor zijn ware passie: schrijven.

 

Uit: Gelukkig zijn we machteloos

 

`Billie was door het dolle heen. Regenwater en modder spatten op haar broek en shirt iedere keer wanneer haar voeten in het gras landden. Ze kronkelde als een bergrivier, haar handen gleden als vissen langs haar gezicht over haar kleine boezem en haar gladde buik, over haar buik naar haar voeten tot ze opgekruld als een egel dicht tegen de grond zat en dan sprong ze weer op en spreidde haar armen en benen, strekte haar lichaam zo ver ze kon en het leek alsof ze minutenlang in de lucht bleef hangen, gedragen door de wind en de regen - en ze zong.`

(...)

 

De waarheid is een schuinsmarcheerder. Een hypocriet. Zo eentje die lacht en beweert dat hij het alleen maar zegt in mijn eigen belang. De waarheid heeft geen belang. Ze bestaat niet eens echt, ze sluipt door ons leven als een dief, een stille zucht- niemand heeft haar ooit gezien. We kennen haar van horen zeggen: dat is de basis van elk geloof.


 

 

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Ivo Victoria (Edegem, 7 juli 1971)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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