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Berichten van 10 november 2007

Friedrich Schiller, Jan van Nijlen, Jacob Cats, AKO literatuurprijs

Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)






De Duitse dichter en schrijver  Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759

in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2006.

 

Der Jüngling am Bache.

An der Quelle saß der Knabe,
    Blumen wand er sich zum Kranz,
Und er sah sie fortgerissen,
    Treiben in der Wellen Tanz.
Und so fliehen meine Tage,
    Wie die Quelle, rastlos hin!
Und so bleichet meine Jugend,
    Wie die Kränze schnell verblühn!

Fraget nicht, warum ich traure
    In des Lebens Blüthezeit!
Alles freuet sich und hoffet,
    Wenn der Frühling sich erneut.
Aber diese tausend Stimmen
    Der erwachenden Natur
Wecken in dem tiefen Busen
    Mir den schweren Kummer nur.

Was soll mir die Freude frommen,
    Die der schöne Lenz mir beut?
Eine nur ist's, die ich suche,
    Sie ist nah' und ewig weit.
Sehnend breit' ich meine Arme
    Nach dem theuren Schattenbild,
Ach, ich kann es nicht erreichen,
    Und das Herz bleibt ungestillt.

Komm herab, du schöne Holde,
    Und verlaß dein stolzes Schloß!
Blumen, die der Lenz geboren,
    Streu' ich dir in deinen Schooß.
Horch, der Hain erschallt von Liedern,
    Und die Quelle rieselt klar!
Raum ist in der kleinsten Hütte
    Für ein glücklich liebend Paar.

 

Nänie

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es dem stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er am skäischen Tor fallend sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich;
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.

 

Die Teilung der Erde

»Nehmt hin die Welt!« rief Zeus von seinen Höhen
Den Menschen zu. »Nehmt, sie soll euer sein!
Euch schenk ich sie zum Erb und ewgen Lehen –
Doch teilt euch brüderlich darein!«

Da eilt', was Hände hat, sich einzurichten,
Es regte sich geschäftig jung und alt.
Der Ackermann griff nach des Feldes Früchten,
Der Junker birschte durch den Wald.

Der Kaufmann nimmt, was seine Speicher fassen,
Der Abt wählt sich den edeln Firnewein,
Der König sperrt die Brücken und die Straßen
Und sprach: »Der Zehente ist mein.«

Ganz spät, nachdem die Teilung längst geschehen,
Naht der Poet, er kam aus weiter Fern –
Ach! da war überall nichts mehr zu sehen,
Und alles hatte seinen Herrn!

»Weh mir! So soll denn ich allein von allen
Vergessen sein, ich, dein getreuster Sohn?«
So ließ er laut der Klage Ruf erschallen
Und warf sich hin vor Jovis Thron.

»Wenn du im Land der Träume dich verweilet«,
Versetzt der Gott, »so hadre nicht mit mir.
Wo warst du denn, als man die Welt geteilet?«
»Ich war«, sprach der Poet, »bei dir.«

Mein Auge hing an deinem Angesichte,
An deines Himmels Harmonie mein Ohr –
Verzeih dem Geiste, der, von deinem Lichte
Berauscht, das Irdische verlor!«

»Was tun?« spricht Zeus, »die Welt ist weggegeben,
Der Herbst, die Jagd, der Markt ist nicht mehr mein.
Willst du in meinem Himmel mit mir leben –
So oft du kommst, er soll dir offen sein.«

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 10 november 2006.

De Vlaamse dichter en schrijver
Jan van Nijlen werd geboren op 10 november 1884 in Antwerpen.


 De Nederlandse dichter en schrijver Jacob Cats werd geboren op 10 november 1577 in Brouwershaven.


(Nagekomen bericht)

 

In een rechtstreekse uitzending van het televisieprogramma Pauw & Witteman heeft Gerlach Cerfontaine, voorzitter van de jury van de AKO Literatuurprijs 2007, tijdens een feestelijke bijeenkomst op Paleis Het Loo deze week bekendgemaakt dat de jury het boek Het schervengericht van A.F.Th. (van der Heijden) heeft bekroond met de  AKO Literatuurprijs 2007. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2006 en mijn blog van 15 oktober 2007.

 

Uit: Het Schervengericht

 

‘Hoe heet jij?’
‘Ik blijf me niet voorstellen.’
‘Je naam.’
‘Scott Maddox.’
‘Hoe heet je echt?’
‘Maddox, Scott. Vraag het Carhartt. Vraag het
De Griek.’
‘Die weten niet beter.’
‘Als jij het beter weet, zeg het dan.’
‘Scott, wie ben jij?’
‘Een heel andere vraag.’
‘Zeg me wie je bent. Ik heb er recht op.’
‘Wil je me leren kennen?’ schreeuwde hij opeens.
Hij begon aan de kram te rukken waarmee het uiteinde van het verband in zijn nek vastzat. Doordat hij van zijn ingezwachtelde handen alleen de ontvelde vingertoppen
kon gebruiken, kwam het stukje metaal met z’n weerhaakjes steeds dieper in het gaas vast te zitten.
‘Doe geen moeite,’ zei Remo. ‘Ik weet wie je bent.’
‘Ik weet wie jij bent. Daarom doe ik die moeite juist.’
‘Jij was het.’
‘Ik was wat?’
‘Jij hebt het gedaan.’
‘Wat?’
‘Mijn vrouw.’
‘Die is in het kraambed gestorven.’
‘Nog voor de kleine er was, ja.’
‘Ik heb niets gedaan. Ik ben geen verloskundige.’
‘Je personeel.’
‘Ik zie het nu,’ zei Maddox.
‘De regisseur.’
‘De regisseur, Scott, dat ben jij.’
‘Twee regisseurs, voor anker aan hun dekzwabber.’
‘Ze hebben allebei hun dromen geregisseerd.’
‘Bij jou was het kunstlicht en namaakbloed. Ik ben je de baas.’
Remo liet de steel van zijn trekker los, en klauwde met tien vingers tegelijk in de verbandkluwen rond Maddox’ hoofd. ‘Jij bent...’ Met zulke hevig trillende handen was het niet gemakkelijk een begin te maken met het afwikkelen van de windsels. En dan waren er
nog de krammen, waarvan er een op het achterhoofd zat. Remo haakte twee vingers achter een strook verband, en trok. Maddox steunde van de pijn, en duwde zijn omzwachtelde handen tegen Remo’s borst, maar zonder veel kracht.

 

Geschreven door Romenu om 20:42 Reageer op dit bericht

In memoriam Norman Mailer

Norman Mailer (31 januari 1923 – 10 november 2007)







Hedenmorgen is de Amerikaanse schrijver
Norman Mailer op 84-jarige leeftijd overleden. Zie ook mijn blog van 31 januari 2007.

 

 

Uit: The Castle in the Forest

 

“The room that Himmler used when speaking to our elite group was a small lecture hall with dark walnut paneling and was limited to twenty seats raked upward in four rows of five. My emphasis will not be, however, on such descriptions. I prefer to concern myself with Himmler’s unorthodox concepts. They may even have stimulated me to begin a memoir that is bound to prove unsettling. I know that I will sail into a sea of turbulence, for I must uproot many a conventional belief. A cacophony erupts in my spirit at the thought. As Intelligence officers, we often seek to warp our findings. Mendacity, after all, possesses its own art, but this is a venture that will ask me to forsake such skills.

Enough! Let me present Heinrich Himmler. You, the reader, must be prepared for no easy occasion. This man, whose nickname, behind his back, was Heini, had become by 1938 one of the four truly important leaders in Germany. Yet his most cherished and secret intellectual pursuit was the study of incest. It dominated our highest-level research, and our findings were kept to closed conferences. Incest, Heini would propose, had always been rife among the poor of all lands. Even our German peasantry had been much afflicted, yes, even as late as the nineteenth century. “Normally, no one in learned circles cares to speak of the matter,” he would remark. “After all, there is nothing to be done. Who would bother to call some poor wretch a certified offspring of incest? No, every establishment of every civilized nation looks to sweep such stuff under the rug.”

That is, all ranking government officials in the world except for our Heinrich Himmler. He did have the most extraordinary ideas fermenting behind his unhappy spectacles. I must repeat that for a man with a bland and chinless mug, he certainly exhibited a frustrating mixture of brilliance and stupidity. For example, he declared himself to be a pagan. He predicted that there would be a healthy future for humankind once paganism took over the world. Everyone’s soul would then be enriched with hitherto unacceptable pleasures. None of us could conceive, however, of an orgy where carnality would rise to such a pitch that you might find a woman ready to throw herself into a flesh-melting roll with Heinrich Himmler. No, not even in the most innovative spirit! For you could always see his face as it must once have been at a school dance, that bespectacled disapproving stare of the wallflower, tall, thin, a youth full of physical ineptitude. Already he had a small potbelly. There he was, ready to wait by the wall while the dance went on.”

 

Geschreven door Romenu om 16:51 Reageer op dit bericht

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