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Berichten van 21 december 2013

Heinrich Böll, Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Ivan Blatný, Garmt Stuiveling

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook alle tags voor Heinrich Böll op dit blog.

Uit: Ansichten eines Clowns

„Es ist mir unverständlich, warum jedermann, der für intelligent gehalten werden möchte, sich bemüht, diesen Pflichthaß auf Bonn auszudrücken. Bonn hat immer gewisse Reize gehabt, schläfrige Reize, so wie es Frauen gibt, von denen ich mir hier vorstellen kann, daß ihre Schläfrigkeit Reize hat. Bonn verträgt natürlich keine Übertreibung, und man hat diese Stadt übertrieben. Eine Stadt, die keine Übertreibung verträgt, kann man nicht darstellen: immerhin eine seltene Eigenschaft. Es weiß ja auch jedes Kind, daß das Bonner Klima ein Rentnerklima ist, es bestehen da Beziehungen zwischen Luft- und Blutdruck. Was Bonn überhaupt nicht steht, ist diese defensive Gereiztheit: ich hatte zu Hause reichlich Gelegenheit, mit Ministerialbeamten, Abgeordneten, Generalen zu sprechen – meine Mutter ist eine Partytante -, und sie alle befinden sich im Zustand gereizter, manchmal fast weinerlicher Verteidigung. Sie lächeln alle so verquält ironisch über Bonn. Ich verstehe dieses Getue nicht. Wenn eine Frau, deren Reiz ihre Schläfrigkeit ist, anfinge, plötzlich wie eine Wilde Can-Can zu tanzen, so könnte man nur annehmen, daß sie gedopt wäre – aber eine ganze Stadt zu dopen, das gelingt ihnen nicht. Eine gute alte Tante kann einem beibringen, wie man Pullover strickt, Deckchen häkelt und Sherry serviert – ich würde doch nicht von ihr erwarten, daß sie mir einen zweistündigen geistreichen und verständnisvollen Vortrag über Homosexualität hält oder plötzlich in den Nutten-Jargon verfällt, den alle in Bonn so schmerzlich vermissen. Falsche Erwartungen, falsche Scham, falsche Spekulationen auf Widernatürliches. Es würde mich nicht wundern, wenn sogar die Vertreter des Heiligen Stuhls anfingen, sich über Nuttenmangel zu beklagen. Ich lernte bei einer Party zu Hause einmal einen Parteimenschen kennen, der in einem Ausschuß zur Bekämpfung der Prostitution saß und sich bei mir flüsternd über den Nuttenmangel in Bonn beklagte. Bonn war vorher wirklich nicht so übel mit seinen vielen engen Gassen, Buchhandlungen, Burschenschaften, kleinen Bäckereien mit einem Hinterzimmer, wo man Kaffee trinken konnte.“

 

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Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook alle tags voor Ted van Lieshout op dit blog.

 

Papa's huis

Lege kamers geven onze namen terug
en kaatsen ook de woorden van de wand.
Maar in het behang staan littekens
van voltooid verleden, waarin een vader was.
Zijn letters worden bewaard; ik schroef ze
later op mijn eigen deur. Mam gaat voortaan
wonen achter haar eigen naam. Morgen
slaan wij nieuwe wonden in een ander huis
en roepen dapper verse muren vol.

 

 

Lieverd

Lieverd moet naar zijn kamer gaan.
Moeder wil even ernstig praten
met het bezoek, met de deuren dicht,

met lieverd uit de weg. Lieverd
klompt de trap voor de helft op
en dan af, sluipt naar het sleutelgat -

ik mag alles weten van mezelf, maar
wat is ongeoorloofd schoolverzuim?
Wat zijn concentratiestoornissen? -

Op tenen sluipt lieverd naar boven
Lieverd zoekt in mams slaapkamer wel
naar een geheim dat hij begrijpt.

 

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Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook alle tags voor Rolf Lappert op dit blog.

Uit: Nach Hause schwimmen

„Die Frau hatte ihr einziges Kind von diesem Schritt abzuhalten versucht, und als es ihr nicht gelang, verschenkte sie aus Schmerz und Wut alles, was an ihn erinnerte. Fünf Figuren waren es, zwei davon saßen auf Pferden, einem schwarzen und einem weißen. Ihr Stamm bewohnte Häuser aus angemalter Pappe, hielt auf mit buntem Papier beklebten Türmen Ausschau nach Riesenbären in Strickjacken und teilte sein Land mit Zebras, Giraffen und Elefanten.
Eines der kleinen farbigen Holztiere gab es bei jedem Einkauf in McSweeney's Gemischtwarenladen in Letterkenny, wohin Orla den Jungen zweimal im Monat mitnahm. Dort war es auch, wo Orla den Entschluss fasste, ein Auto zu kaufen. Der Zettel hing am schwarzen Brett beim Ausgang und fiel zwischen den achtlos hingekritzelten Inseraten auf, weil der Text fehlerfrei und in akkurater Handschrift verfasst war. »Günstig zu verkaufen, Nissan Sunny, 1979, himmelblau, tadelloser Zustand.« Die Worte Sunny und himmelblau genügten, um Orla davon zu überzeugen, dass es Zeit war, einen lange gehegten Traum zu verwirklichen.
Zwei Wochen später war Orla die neue Besitzerin des Autos, dessen Schlüssel ein pensionierter Lehrer ihr unter Tränen überreicht hatte. Weitere siebzehn Wochen danach hatte Orla den Führerschein in der Tasche. Die ersten Fahrten unternahm sie alleine, bis sie sich hinter dem Steuer sicher genug fühlte, um ihren Enkel mitzunehmen. Der beim Anblick des Wagens noch skeptische Wilbur saß bei seiner Jungfernfahrt angegurtet auf dem Beifahrersitz und staunte schon nach wenigen Metern über die neuen Landschaften, die ihm geboten wurden. Den Weg mit dem Bus nach Letterkenny kannte er, aber jetzt fuhren sie nach Osten und Südwesten, wie es ihnen gerade gefiel. Sogar ein eingebautes Radio gab es, und bald redeten die Leute in der Gegend von dem himmelblauen Gefährt, aus dem so laut Radiomusik und die Stimme der Lenkerin dröhnten, dass die Kühe auf den Weiden verschreckt die Köpfe hoben. Obwohl Wilbur die Musik nie laut genug sein konnte, brachte Orla ihn nicht dazu, mitzusingen. Wilbur wippte wild mit den Füßen und stieß ab und zu ein kurzes Johlen aus, aber in den Gesang einstimmen wollte er nicht.“ 
 

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Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)

 

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook alle tags voor Thomas Hürlimann op dit blog.

Uit: Dämmerschoppen 

„Er war aus dem Innern herangestelzt, nun stellte er die Flasche auf den Beitisch zurück, räusperte sich in einen weißen Handschuh hinein und er wartete wohl, daß ihn der Gastin eine Unterhaltung zöge. Keller hütete sich. Das war ein Hiesiger, ein Innerschweizer. Ihm, dem Stadtzür-cher, waren Leute dieses Schlages fremd. Vor Zeiten hatten sie ihr Land den Vögten abgenommen, sie waren ihre eigene Herrschaft geworden, und heute? – heute krochen sie hinter Komtessen her, hinter Bank- und Schlotbaronen, immer darauf bedacht, ein Trinkgeld zu kassieren. Die einstmächtigen Bauern hatten sich zu Knechten deformiert, zu Kellnern und Caddies. Unterderzarten, letzten Himmelshelle schien das Land weit und groß und grau zu werden. Von den tiefergelegenen Alpen tönte das Läuten der Herden herauf, und ein Senn mit kräftiger Stimme, die ein Holztrichter noch verstärkte, leierte seinen Betruf in den Abend hinaus. Der befrackte Ober stand jetzt an der Terrassenbrüstung; er schien dem Dampfer zuzusehen, der tief unter ihm den See durchfuhr. Ich bin, sagte sich Keller, ein Greis. Er saß in einem Korbstuhl, die kurzen Beine von einem Plaid verdeckt, und trank, trank hastig, er trank, um froh zu bleiben, heiter. Es war kühl geworden, es wurde dunkel. Nur der See, als vermöchte er aus eigener Kraft zu leuchten, lag wie ein Spiegel aus Silber in der Tiefe einer gründunklen Schattenlandschaft. Keller lächelte. Er war alt, doch nicht verbittert. Er war allein, doch nicht einsam. Der Vogel, wagte er zu denken, hatte ihn zwar gestreift, doch nicht gepackt. Heute, am Vorabend seines Geburtstages, ließ ihn die Schwermut in Ruhe. Der Herr Ober steifte den Rücken, drehte sich um und sah herüber. Erschien etwas sagen zu wollen. Keller duckte sich. Aus dem Himmel schwand das letzte Licht. Kein Stern, kein Mond. Irgendwo wurde ein Fenster geschlossen, ein Vorhang gezogen, und das Bimmeln der Herden tönte dumpf und fern. Da, plötzlich, geschiehts – Das nachtdunkle Land erwacht, die Seedörfer und Seitentäler beginnen zu läuten, nahe in Knistern, ein Geprassel, ein Feuer lodert auf, ein Höhenfeuer, und schon stehen alle Flanken, alle Gipfel in Flammen – das große Naturtheater der Innerschweiz hat sich mit einem Schlag illuminiert. Sofort war es mit Kellers Frohlaune vorbei.”

 

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Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)

 

 

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook alle tags voor Ivan Blatnýop dit blog. Zie ook alle tags voor Ivan Blatný op dit blog.

 

Message

Lanskroun is now an entirely Czech town
Lands Kron
the crown of St. Wenceslas without its one hundred and twenty oxen
will turn to beef

Beef in tomato sauce with dumplings
the scraps of dumpling this evening will be reheated

For a mite of silver alas for the Germans
alas for the Germanised territory
alas for bilingual towns
A python can have even three tongues

The frontier guards are without work
national associations dissolve

 

Vertaald door Martin Tharp

 

 

Always Optimistic

Some say that the police-tower is only
a facade of a troubled world
of the city of death
I don't believe it
I had for house-maid Milena
I had for house-maid princesse Anne
we often went for a hen-party

.

 

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Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)

 

 

De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook alle tags voor Garmt Stuiveling op dit blog.

 

Wending

Daar is geen einde
Daar is geen begin
Het enig zijnde
Is wisseling

Het enig blijvende
Is het steeds drijvende
Stuwende ritme, dat alles wendt

Dat bloei en verderven gaan
Leven en sterven gaan
Enkel als beelden kent
Als spiegelbeelden in ruimte en tijd
Van zijn bewegende eeuwigheid

Daar is geen einde
En geen begin
Het enig zijnde
Is wisseling

 

 

Uit: Eeuwig gaat voor ogenblik

Nu de grote dingen verdwijnen
worden de kleine groot:
wat zonlicht op de gordijnen
een appel, een snee vers brood.
Met hoeveel overbodigs
maken we ons leven stuk:
er is zo weinig nodig
voor wat eenvoudig geluk.
Zó zou ik oud willen wezen,
klein bij de grote dood:
Homerus om in te lezen,
een appel, een snee vers brood.

 

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Garmt Stuiveling (21 december 1907 - 11 mei 1985)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 14:40 Reageer op dit bericht

Uwe Dick, Ivan Blatný, Rebecca West, Maurice Chappaz, Oda Schaefer, Isolde Kurz

De Duitse schrijver Uwe Dick werd geboren op 21 december 1942 in Schongau. Zie ook alle tags voor Uwe Dick op dit blog.

Uit: Sauwaldprosa

„Wortlos breche ich zwei zum Gebet gekreuzte Arme auseinander, das goldgelbe Mittelstück einer Brezel, indes mein Gegenüber vom Stamme der »Solcherne-wia-mia-de-gibts-gar-nimmer!« den daumendicken Außenbogen des Backwerks in die Joppentasche steckt, dankt und erklärt: I muaß heit no auf Schärding obe. In Allerheilign werd eikehrt und a Bier trunka.
Für da bhalt i ma den Soizriassl. Am Jüngstn Tag mach i dir an Advokatn, fallsd oan brauchst – is eh kloa! A guade Roas dawei! – Lüpft den Hut und geht.
Namen saan Schicksal ... hallt es mir in den Ohren, während ich meinen Rucksack packe, ihn nach beendeter Brotzeit aufs Rad zu heben. Der Mann, der für 1500 Gulden das Versteck des
Andreas Hofer preisgab, hieß Raffl. Der »Herr Lehrer Gerts« war es, der mir unter falschem Lächeln Tatzen über die Finger brannte, mit einer Gerte, daß es nur so pfiff. Und der Name des
Verwaltungsfachmannes, der mit technokratischer Sicherheit eine noch vor Jahren erkennbare Innstadt (nachts rücken die Baumfäller-Kommandos aus: so meistert er die Bürger, die protestieren könnten!) fast in eine Steinwüste verwandelte, der Name dieses Kahlstadtoberhauptes beginnt, nomen est manchmal wirklich omen, mit Stein. Wüßte ich nicht, daß er, dessen Tot-Schlagworte, dessen Hauptarguzement die »wirtschaftliche Seite« ist, hätte ich nicht zur Kenntnis genommen, daß er und seine viel zu vielen Mitmacher anstelle des lebendigen Blickes Münzen in den Augen haben, ich führte ihn hier her, dicht unter den Sauwald, nach Schärding.“

 

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Uwe Dick (Schongau, 21 december 1942)
Cover

 

 

De Britse schrijfster Rebecca West werd geboren op 21 december 1892 in Londen als Cicily Isabel Fairfield. Zie ook alle tags voor Ribecca West op dit blog. Zie ook alle tags voor Rebecca West op dit blog.

Uit: The Return of the Soldier

„That day its beauty was an affront to me, because, like most Englishwomen of my time, I was wishing for the return of a soldier. Disregarding the national interest and everything else except the keen prehensile gesture of our hearts toward him, I wanted to snatch my Cousin Christopher from the wars and seal him in this green pleasantness his wife and I now looked upon. Of late I had had bad dreams about him. By nights I saw Chris running across the brown rottenness of No-Man's-Land, starting back here because he trod upon a hand, not even looking there because of the awfulness of an unburied head, and not till my dream was packed full of horror did I see him pitch forward on his knees as he reached safety, if it was that. For on the war-films I have seen men slip down as softly from the trench-parapet, and none but the grimmer philosophers could say that they had reached safety by their fall. And when I escaped into wakefulness it was only to lie stiff and think of stories I had heard in the boyish voice of the modern subaltern, which rings indomitable, yet has most of its gay notes flattened: "We were all of us in a barn one night, and a shell came along. My pal sang out, 'Help me, old man; I've got no legs!' and I had to answer, 'I can't, old man; I've got no hands!' " Well, such are the dreams of Englishwomen to-day. I could not complain, but I wished for the return of our soldier. So I said:
"I wish we could hear from Chris. It is a fortnight since he wrote."
And then it was that Kitty wailed, "Ah, don't begin to fuss!" and bent over her image in a hand-mirror as one might bend for refreshment over scented flowers.“

 

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Rebecca West (21 december 1892 - 15 maart 1983)

 

 

De Zwitserse Franstalig dichter, vertaler en schrijver Maurice Chappaz werd geboren in Lausanne op 21 december 1916. Zie ook alle tags voor Maurice Chappaz op dit blog.

 

Alléluia

Sortez de vos demeures,
sortez de vos œuvres !
La mort est comme de la fraîche rosée.
C'est l'Eternel qui respire
si vous vous confiez en
Lui.
La mort monte dans mon cœur
comme une alouette.
La mort est comme l'haleine d'un enfant
en hiver.
Je lui dis :
Tu me donnes de la joie.

 

 

Kyrie

La quête de l'Eternel commence
par des aboiements, des vomissements, des larmes.
Trois fois : ayez pitié !

Seigneur,
Christ,
Seigneur.

La bête et l'âme : un seul psalmiste.
Les cierges bleuissent,
les abeilles perdent leur aiguillon,
les paroles quittent le mort.
J'ai un mot pour pourrir :
Eternel, tes lèvres m'emporteront la bouche.

 

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Maurice Chappaz (21 december 1916 – 15 januari 2009)

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Oda Schaefer (eig. Oda Lang) werd geboren op 21 december 1900 in Berlijn-Wilmersdorf. Zie ook alle tags voor Oda Schaefer op dit blog.

Gedenke des Todes

O denk daran! Der Tod ist wie ein Kern
In dir und deinem Tagewerk verborgen,
Wie Haselnuß und heller Apfelstern,
Wie Pflaumensamt ihn einhüllt bis zum Morgen,
O denk daran, es nützt dir keine Flucht,
Er lebt in dir wie in der süßen Frucht.

Im vollen Fleische mästet er und nährt
Sich heimlich von den klaren, zarten Säften
Der Jugend erst, bis langsam aufgezehrt
Du nichts als Schale bist den matten Kräften,
Bis du den Herbst erwartest, der dich fegt,
Mit Sturm zum Haufen gelben Laubes trägt.

Er ist Vollendung auch. Dem braunen Rot
Der Hagebutte gleicht er nach der Rose.
Wie voller Mond so rund erscheint der Tod,
Wenn er begriffen wird im späten Lose
Als Inneres, gefältet tiefer Sinn
Der Knospe nur, die ich im Anfang bin.

Vergiß es nicht! Der Tod ist wie ein Kind
In deinem Leib, du speisest mit dem Schlage
Des Bluts ihm die Geburt, doch maulwurfsblind
Durchwühlst du noch die Erde deiner Tage.
Vergiß es nicht, er löst dir dein Gesicht,
Es dunkelt schon, du aber stehst im Licht.

 

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Oda Schaefer (21 december 1900 - 4 september 1988)

 

 

De Duitse dichteres, schrijfster en vertaalster Isolde Kurz werd geboren op 21 december 1853 in Stuttgart. Zie ook alle tags voor Isolde Kurz op dit blog.

 

Abschied von Tübingen

O Heimat, Heimat viel gescholten,
Doch viel geliebt und viel beweint,
Seit heut die letzte Sonne golden
Für mich auf deine Hügel scheint!
Nie wollt ich scheidend dich betrauern
So hatt ich trotzdem oft geprahlt:
Wie nun der Schmerz die düstern Mauern
Schon mit der Sehnsucht Farben malt!

Der Abschied löst den Bann vom Munde.
Drum eh ich fern ans Ufer stieg,
Laß jetzt in dieser Trennungsstunde
Dir sagen was ich lang verschwieg:
Du hast vom Baume meines Lebens
Die schönsten Blüten früh geknickt,
Der Jugend Lust, die Kraft des Strebens
In meiner jungen Brust erstickt!

Wie kommts nun daß ich um dich weine,
Die, statt des Lebens frischem Brot
Mir nur der Vorzeit graue Steine
Und hundertjähr'gen Moder bot?
Ich liebe dich, und dir zum Pfande
Bleibt Alles, was mein Loos mir gab,
Das Vaterhaus, des Herzens Bande,
Der Traum der Jugend und ein Grab.

So laß uns denn im Frieden scheiden,
Von Groll bewahr ich keine Spur,
Dein Bild soll ewig mich begleiten
Und wecken theure Schatten nur.
Und kehr ich einst mit müden Flügeln,
Wenn meine Bahn ein Ende hat,
Dann gönne bei des Vaters Hügel
Der Tochter eine Ruhestatt!

 

 

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Isolde Kurz (21 december 1853 - 6 april 1944)
Cover

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn vorige blog van vandaag.



Geschreven door Romenu om 14:30 Reageer op dit bericht

Ludwig Hölty, Gustave Kahn, Thomas Bracken, Philipp Galen, Mathurin Régnier, Benjamin Disraeli

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook alle tags voor Ludwig Hölty op dit blog.

 

Blumenlied

Es ist ein halbes Himmelreich,
Wenn, Paradiesesblumen gleich,
Aus Klee die Blumen dringen;
Und wenn die Vögel silberhell
Im Garten hier, und dort am Quell,
Auf Blütenbäumen singen.

Doch holder blüht ein edles Weib,
Von Seele gut und schön von Leib,
In frischer Jugendblüte.
Wir lassen alle Blumen stehn,
Das liebe Weibchen anzusehn
Und freun uns ihrer Güte.

 

 

Winterlied

Keine Blumen blühn,
Nur das Wintergrün
Blickt durch Silberhüllen,
Nur das Fenster füllen
Blümchen, roth und weiß,
Aufgeblüht aus Eis.

Ach, kein Vögelsang
Tönet süßen Klang,
Als die Winterweise
Mancher kleinen Meise,
Die am Fenster schwirrt,
Und ihr Liedchen girrt.

Minne flieht den Hain,
Wo die Vögellein,
Finken, Nachtigallen
Ihr so wohl gefallen,
Minne flieht den Hain,
Kehrt ins Zimmer ein.

Alles Kummers bar,
Werden wir fürwahr,
Unter Minnespielen,
Deinen Frost nicht fühlen,
Kalter Januar;
Walte immerdar.

 

 

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Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)
Mariensee, Klooster

 

 

De Franse dichter en schrijver Gustave Kahn werd geboren in Metz op 21 december 1859. Zie ook alle tags voor Gustave Kahn op dit blog.

Uit: Domaine de fée

V

Je suis celui de ta beauté et rien d’autre,
le reste des débris du monde n’étant rien
que nomenclature et que mappemonde,
je suis celui de ta beauté et rien d’autre.

Ta beauté c’est du doux soleil vers midi,
non très loin d’un mur blanc, de nattes, de chansons,
ta beauté c’est des yeux vivant des vies de colibris
et puis mon âme toute et toute ma vie.

Ta beauté s’éjouit dans un cœur tout à toi,
ta beauté parfois frissonne
en pensant que mon cœur sonne
comme d’un éternel émoi.
Mais tu sais si bien que personne
ne se mirera dans ce miroir à toi.
Ta beauté réjouit tout ce cœur tout à toi.

 

XI

Mon cœur est bizarre, il est bête mon cœur.
Auprès d’un trône que je bâtis
près des sandales qu’ai ravies,
un pauvre fou tremble et pâlit.
Mon cœur est bizarre, il est fou mon cœur

Toastons ! celle que j’aime est d’ambre, elle est de jais,
elle est aussi d’ivoire et belle comme le lait du Léthé,
elle a chassé mes mauvais songes.
Je ronge patient le joug qu’elle m’a forgé.

Elle est divine, parce que mienne, elle est beauté,
ô sourires des temps, terrasse de Betbsabée.
Tu as lui et mon âme flambe de clartés.

 

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Gustave Kahn (21 december 1859 - 5 september 1936)
Portret door Georges d’Espagnat, ca. 1920

 

 

De Australische dichter en schrijver Thomas Bracken werd geboren op 21 december 1843 in Clones, County Monaghan, Ierland. Zie ook alle tags voor Thomas Bracken op dit blog.

 

God Defend New Zealand

God Defend New Zealand
God of Nations at Thy feet,
In the bonds of love we meet,
Hear our voices, we entreat,
God defend our free land.
Guard Pacific’s triple star
From the shafts of strife and war,
Make her praises heard afar,

God defend New Zealand.
Men of every creed and race,
Gather here before Thy face,
Asking Thee to bless this place,
God defend our free land.
From dissension, envy, hate,
And corruption guard our state,
Make our country good and great,

God defend New Zealand.
Peace, not war, shall be our boast,
But, should foes assail our coast,
Make us then a mighty host,
God defend our free land.
Lord of battles in Thy might,
Put our enemies to flight,
Let our cause be just and right,

God defend New Zealand.
Let our love for Thee increase,
May Thy blessings never cease,
Give us plenty, give us peace,
God defend our free land.
From dishonour and from shame,
Guard our country’s spotless name,
Crown her with immortal fame,

God defend New Zealand.
May our mountains ever be
Freedom’s ramparts on the sea,
Make us faithful unto Thee,
God defend our free land.
Guide her in the nations’ van,
Preaching love and truth to man,
Working out Thy glorious plan,
God defend New Zealand.

 

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Thomas Bracken (21 december 1843 – 16 februari 1898)

 

 

De Duitse schrijver Philipp Galen (eig. Ernst Philipp Karl Lange) werd geboren op 21 december 1813 in Potsdam. Zie ook alle tags voor Philipp Galen op dit blog.

Uit: Der Strandvogt von Jasmund

„In alter Zeit gehörte Pulitz dem Berger Kloster, ward aber später landesherrliche Domaine und 1623 vom Herzog Philipp Julius an die Wittwe des Herrn von Norrmann auf Jarnitz verpfändet. Durch verschiedene Hände gehend, bald verkauft, bald verpfändet, ward es endlich wieder Domaine und als solche von Napoleon an einen seiner Officiere verschenkt, ein Schicksal, welches die beträchtlichsten Domainen der Insel mit ihm theilten.
Der jetzige Pächter, den wir sogleich näher kennen lernen werden, wohnte schon seit mehr als zwanzig Jahren darauf, und führte ein vollkommen patriarchalisches Leben. Abgesondert von der ganzen übrigen Welt, sich weder um Krieg noch Frieden kümmernd, seinem Herrn und König mit voller Seele ergeben, trieb er allein Landwirthschaft und hatte seine Freude an dem Wachsthum der Früchte und dem Gedeihen der köstlichen Wälder, denen er die größte Sorgfalt zuwendete. Er hieß Adam Sturleson – wenigstens wollen wir ihn so nennen – stammte aus Schweden und war in früheren Zeiten Soldat gewesen, ohne sich aber jemals in die unglückseligen Parteikämpfe seines Vaterlandes eingelassen zu haben, da ihm dergleichen Gezänk ein Greuel war. Da er schon so lange auf Pulitz wohnte und sich durch vortreffliche Eigenschaften des Charakters und Herzens auszeichnete, so war er fast auf ganz Rügen bekannt, überall geliebt und wurde von groß und klein der alte Schwede genannt, eine Bezeichnung, die in der That nach jeder Richtung hin der Wahrheit entsprach. Einen vollkommeneren Biedermann gab es in der ganzen Runde nicht, und wer einmal Gelegenheit gehabt, mit Adam Sturleson zu verkehren, der mußte bekennen, daß er niemals von einem Menschen seines Standes in höherem Grade befriedigt worden sei.“

 

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Philipp Galen (21 december 1813 – 18 februari 1899)

 

 

De Franse dichter en satricus Mathurin Régnier werd geboren op 21 december 1573 in Chartres. Zie ook alle tags voor Mathurin Régnier op dit blog.

 

Satire II (Fragment)

Puis, sans qu'on les convie, ainsi que vénérables,
S'assient en prélats les premiers à vos tables,
Où le caquet leur manque, et des dents discourant,
Semblent avoir des yeux regret au demeurant.

Or la table levée, ils curent la mâchoire ;
Après grâces Dieu bu ils demandent à boire,
Vous font un sot discours, puis au partir de là,
Vous disent : " Mais, Monsieur, me donnez-vous cela " ?
C'est toujours le refrain qu'ils font à leur ballade.
Pour moi, je n'en vois point que je n'en sois malade ;
J'en perds le sentiment, du corps tout mutilé,
Et durant quelques jours j'en demeure opilé.

Un autre, renfrogné, rêveur, mélancolique,
Grimaçant son discours, semble avoir la colique,
Suant, crachant, toussant, pensant venir au point,
Parle si finement que l'on ne l'entend point.

Un autre, ambitieux, pour les vers qu'il compose,
Quelque bon bénéfice en l'esprit se propose,
Et dessus un cheval comme un singe attaché,
Méditant un sonnet, médite un évêché.

 

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Mathurin Régnier (21 decmber 1573 – 22 oktober 1613)
19e eeuwse gravure

 

 

De Britse schrijver en politicus Benjamin Disraeli werd geboren op 21 december 1804 in Londen. Zie ook alle tags voor Benjamin Disraeli op dit blog.

Uit: Sybil or the Two Nations

"I'll take the odds against Caravan."
"In poneys?"
"Done."
And Lord Milford, a young noble, entered in his book the bet which he had just made with Mr Latour, a grey headed member of the Jockey Club.
It was the eve of the Derby of 1837. In a vast and golden saloon, that in its decorations would have become, and in its splendour would not have disgraced, Versailles in the days of the grand monarch, were assembled many whose hearts beat at the thought of the morrow, and whose brains still laboured to control its fortunes to their advantage.
"They say that Caravan looks puffy," lisped in a low voice a young man, lounging on the edge of a buhl table that had once belonged to a Mortemart, and dangling a rich cane with affected indifference in order to conceal his anxiety from all, except the person whom he addressed.
"They are taking seven to two against him freely over the way," was the reply. "I believe it's all right."
"Do you know I dreamed last night something about Mango," continued the gentleman with the cane, and with a look of uneasy superstition.
His companion shook his head.
"Well," continued the gentleman with the cane, "I have no opinion of him. I gave Charles Egremont the odds against Mango this morning; he goes with us, you know. By the bye, who is our fourth?"
"I thought of Milford," was the reply in an under tone. "What say you?"
"Milford is going with St James and Punch Hughes."

 

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Benjamin Disraeli (21 december 1804 – 19 april 1889)
Bronzen beeld door Lord Ronald Gower, 1878

Geschreven door Romenu om 14:18 Reageer op dit bericht

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