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Berichten van 1 februari 2011

Hugo von Hofmannsthal, Günter Eich, Dieter Kühn, F. B. Hotz, Muriel Spark

De Oostenrijkse dichter en schrijver Hugo von Hofmannsthal werd geboren op 1 februari 1874 in Wenen. Zie ook mijn blog van 1 februari 2007 en ook mijn blog van 1 februari 2008 en ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

 

»Zukunftsmusik«

 

Heiligen Mitleids rauschende Wellen,

Klingend an jegliches Herze sie schlagen;

Worte sind Formeln, die könnens nicht sagen,

Können nicht fassen die Geister, die hellen.

 

Frei sind die Seelen, zu jubeln, zu klagen,

Ahnungen dämmern und Kräfte erschwellen:

Töne den Tönen sich zaubrisch gesellen:

Gilt es dem Heute, den kommenden Tagen?

 

Wer will es deuten, – ein gärendes Wühlen,

Regellos göttlich, – wer will erlauschen

Heldenhaft höchstes und heißestes Fühlen,

 

Feuerlodern und Stromesrauschen ...?

Doch es beherrscht das Titanengetriebe

Bebende Ahnung erlösender Liebe.

 

 

 

Erfahrung

 

Ich kann so gut verstehen die ungetreuen Frauen,

So gut, mir ist, als könnt ich in ihre Seelen schauen.

Ich seh um ihre Stirnen die stumme Klage schweben,

Die Qual am langen, leeren, am lebenleeren Leben;

 

Ich seh in ihren Augen die Lust, sich aufzugeben,

Im Unergründlichen, Verbotenen zu beben,

Die Lust am Spiel, die Lust, das Letzte einzusetzen,

Die Lust am Sieg und Rausch, am Trügen und Verletzen.

 

Ich seh ihr Lächeln und die heimlichen, die Tränen,

Das rätselhafte Suchen, das ruhelose Sehnen.

Ich fühle, wie sies drängt zu törichten Entschlüssen,

 

Wie sie die Augen schließen, und wie sie quälen müssen;

Wie sie für jedes Morgen ein jedes Heut begraben,

Und wie sie nicht verstehen, wenn sie getötet haben.

 

 

 

Mein Garten

 

Schön ist mein Garten mit den goldnen Bäumen,

Den Blättern, die mit Silbersäuseln zittern,

Dem Diamantentau, den Wappengittern,

Dem Klang des Gong, bei dem die Löwen träumen,

Die ehernen, und den Topasmäandern

Und der Volière, wo die Reiher blinken,

Die niemals aus dem Silberbrunnen trinken ...

So schön, ich sehn mich kaum nach jenem andern,

Dem andern Garten, wo ich früher war.

Ich weiß nicht wo ... Ich rieche nur den Tau,

Den Tau, der früh an meinen Haaren hing,

Den Duft der Erde weiß ich, feucht und lau,

Wenn ich die weichen Beeren suchen ging ...

In jenem Garten, wo ich früher war ...

 

 

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Hugo von Hofmannsthal (1 februari 1874 – 15 juli 1929)

Hier met componist Richard Strauss (r)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Günter Eich werd geboren op 1 februari 1907 in Lebus an der Oder. Zie ook mijn blog van 1 februari 2007 en ook mijn blog van 1 februari 2008 en ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

 

Zu spät für Bescheidenheit

Wir hatten das Haus bestellt
Und die Fenster verhängt,
Hatten Vorräte genug in den Kellern,
Kohlen und Öl,
Und zwischen Hautfalten
Den Tod in Ampullen verborgen.

Durch den Türspalt sehn wir die Welt:
Einen geköpften Hahn ,
Der über den Hof rennt.

Er hat unsere Hoffnungen zertreten.
Wir hängen die Bettücher
Auf die Balkone
Und ergeben uns.

 

 

 

 

Fußnote zu Rom

Ich werfe keine Münzen in den Brunnen,
ich will nicht wiederkommen.

Zuviel Abendland,
verdächtig.

Zuviel Welt ausgespart.
Keine Möglichkeit
für Steingärten.

 

 

 

 

Die Straße lauf ich auf und ab

 

Die Straße lauf ich auf und ab,
gar emsig ist mein Fuß.
Die Nase setzt mich so in Trab,
sie wittert Pflaumenmus.

Von einem Haus zum andern hin,
da brodelts allerwärts,
nach solchen Kesseln steht mein Sinn,
nach solchem Brei mein Herz.

In Steingut freundlich aufbewahrt,
mit Pergament bespannt, -
mach Leckermaul taucht schleunigst ein
den Finger und die Hand.

Und täte es das ganze Jahr
so duften durch das ganze Haus,
dann ginge ich, - ich schwör es euch, -
kein Schrittchen mehr hinaus.

 

 

 

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Günter Eich (1 februari 1907 - 20 december 1972)

Hier met dochter Mirjam

 

 

 

 

De Duitse schrijver Dieter Kühn werd geboren op 1 februari 1935 in Keulen. Zie ook mijn blog van 1 februari 2008 en ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

Uit: Tristan und Isolde des Gottfried von Straßburg

 

„Gedächte man im Guten nicht des Mannes, der das Gute tut,
so wäre alles wie ein Nichts, was man der Welt an Gutem tut.
Der noble Mann, was er der Welt in guter Absicht Gutes tut -
wer hier nicht etwas andres als das Gute sieht, der handelt schlecht.
Ich hör, daß oft verrissen wird, was man doch gern begrüßen will:
an Schwachem gibt es allzu viel - man will oft, was man gar nicht will.
Es sollte so sein: daß man preist, was man sich gern zu eigen macht;
man nehm mit Wohlgefallen an, was einem weiterhin gefällt.
Teuer, lieb ist mir der Mann, der unterscheidet: gut und schlecht,
der mich und jeden andren Mann beurteilt nach dem wahren Wert.
Es fördern Gunst und Lob die Kunst, sofern die Kunst das Lob verdient;
wo sie den Flor des Lobs erhält, floriert die Kunst in jedem Zweig.
Runter geht's mit einem Werk, das man nicht lobt und honoriert;
im Ansehn steigt jedoch ein Werk, das Gunst und Lob zu Recht erwirbt.
Ist es nicht bei vielen Brauch, daß Gutes sie als schlecht bezeichnen,
das Schlechte wiederum als gut? Die fördern nicht, die widerfördern!
Coulantes Urteil, wahre Kunst - gemeinsam hellen sie sich auf;
doch nistet sich die Mißgunst ein, verdämmern Kunst und Urteilskraft.
Ha, Vollendung: schmal die Stege zu dir hin, die Wege schwer!
Doch wer zu dir die Stege, Wege erwegt, erstegt, der sei gesegnet!“

 

 

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Dieter Kühn (Keulen,1 februari 1935)

 

 



De Nederlandse schrijver
Frits Bernard Hotz werd geboren op 1 februari 1922 in Leiden. Zie ook mijn blog van 1 februari 2007 en ook mijn blog van 1 februari 2008 en ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

Uit: Die Chaussee (Vertaald door Sibylle Mulot)

 

„Als Vater abends häufiger spät nach Hause kam und seine stumme schlechte Laune schlimmer wurde, kaufte Mutter eines Tages ein Stehaufmännchen. Es war ein Zelluloidpüppchen ohne Beine, ein sahnerosa Bübchen, dessen Pumphosen so Furcht erregend gerundet waren, dass ich an einen Hermaphroditen denken musste: ein Kindergartenkind mit Frauenpopo. Diese runde, mit einem Stückchen Blei beschwerte untere Hälfte sorgte dafür, dass sich das Püppchen aus jeder Lage von selbst wieder aufrichtete, in die man es niederdrückte oder niederschlug. Mutter führte es vor. >Das bin ich<, sagte sie mit einer tiefen Stimme, >ihr könnt mich prügeln (bitteres Lächeln), aber ich stehe immer wieder auf.< Wir waren eher irritiert als beeindruckt. Und als Vater unerwartet doch noch zum Essen kam und das kleine rosa Ungeheuer auf dem Tischtuch vor sich hinnicken sah, brachen wir mit ihm gemeinsam in respektloses Gelächter aus.“

 

 

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F. B. Hotz
(1 februari 1922 –  5 december  2000)

 

 

 

 

De Schotse schrijfster Muriel Spark werd op 1 februari 1918 geboren als Muriel Sarah Camberg in Edinburgh. Zie ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

Uit: A Far Cry from Kensington

 

„The Cypriot husband and his English wife in the house next door to Milly's were having a row. It was two in the morning. They had started the rumpus in the garden but had gone indoors to continue it.

Now the first half-flight of Milly's stairs led to a small landing with a window from which you could see straight through the opposite window into the next-door house, three feet away; if you sat on the second half-flight of Milly's stairs you could see the exact equivalent of landing and half-flight next door.

I had been to bed but the fearfulness of the noise on this occasion had brought me down to Milly who was already up in her dressing-gown. The wife next door was screaming. Should we do something? Should we ring the police? We sat on the stairs and watched through the landing windows. Our stair-light was out but theirs was on. Apart from the empty piece of staircase we could see nothing as yet. The rest of our house was quiet, everybody asleep or simply ignoring the noise.

There had been a christening party that afternoon in the house next door. The row concerned the true paternity of the baby boy, some friend of the husband having raised the subject to him, in an aside, at the christening party. I do not think there was any real doubt in the husband's mind that he was the father; only, it gave rationality to the couple's mutual need to dispute, which had spilt rowdily over into the garden; the guests had all gone home.“

 

 

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Muriel Spark (1 februari 1918 – 13 april 2006)



Zie voor nog meer schrijvers van de 1e februari ook
mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 18:55 Reageer op dit bericht

Langston Hughes, Jevgeni Zamjatin, Georg Rendl, Abraham E. Fröhlich, Michel Zevaco

De Amerikaanse schrijver Langston Hughes werd geboren op 1 februari  1902 in Joplin, Missouri. Zie ook mijn blog van 1 februari 2007 en ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

 

April Rain Song 

 

Let the rain kiss you

Let the rain beat upon your head with silver liquid drops

Let the rain sing you a lullaby

The rain makes still pools on the sidewalk

The rain makes running pools in the gutter

The rain plays a little sleep song on our roof at night

And I love the rain.

 

 

 

Democracy 

 

Democracy will not come

Today, this year

Nor ever

Through compromise and fear.

 

I have as much right

As the other fellow has

To stand

On my two feet

And own the land.

 

I tire so of hearing people say,

Let things take their course.

Tomorrow is another day.

I do not need my freedom when I'm dead.

I cannot live on tomorrow's bread.

 

Freedom

Is a strong seed

Planted

In a great need.

 

I live here, too.

I want freedom

Just as you.

 

 

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Langston Hughes (1 februari 1902 – 22 mei 1967)

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Georg Rendl werd geboren op 1 februari 1903 in Zell am See. Zie ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

 

Das sind die Gedichte

 

Wisset: Das sind die Gedichte,
so wie ich sie dichten wollte
seit je. Ungereimt,
nicht im Zuchthaus
des Klingens geschrieben,
in Freiheit gedichtet, dicht gemacht,
hörbar, kaum lesbar die Zeilen,
frei und gebändigt.
Anders kann eine Hand,
anders kann ein Herz,
anders kann ein Hirn,
anders kann ein Mensch,
tagsüber das Notwendige tuend,
nicht dichten.
Specht und Fasan
kommen als Gäste
zu mir.
Nicht scheut mich die Dohle.
Die Krähe, mißtrauisch sonst,
weiß, daß ich Freund bin.
Franziskus hat mich gelehrt.
So sind die Gedichte,
wie ich sie dichtetn wollte
seit je.
Anders dürft ihrs begehren nicht von mir.
Ich werde weggehen
eher vielleicht als der Mohn vergilbt
oder dem Fasan die Kücken,
drei Schritte neben mir ausgebrütet,
sterben,
aber diese Gedichte
wird einer finden,
diese Gedichte für euch,
absteits meines Kadavers.

 

 

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Georg Rendl (1 februari 1903 – 10 januari 1972)

Zelfportret met rechter hand, 1968

 

 

 

 

De Zwitserse dichter en schrijver Abraham Emanuel Fröhlich werd geboren op 1 februari 1796 in Brugg. Zie ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

 

Volksvertreter

 

Anerkennung eigner Rechte

gaben einst die Wohlgebornen

auch den Schafen, den geschornen.

Und es wählten die Erhörten,

daß er kräftig sie verfechte,

einen von den Hochgeöhrten.

 

Dieser, an den Hof gekommen,

wurde freundlich aufgenommen,

und die Hunde, die Minister,

haben höflich ihn berochen,

selbst der Leu hat mit Geflister

Etwas zu dem Mann gesprochen.

 

Und er fand ein herrlich Leben,

denn es ward ihm Korn gegeben.

Drum er denn auch "ïa" sagte

zu dem Allem, was man tagte.

 

 

 

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Abraham E. Fröhlich (1 februari 1796 – 1 december 1865)

 

 

 

 

De Franse schrijver, journalist en anarchistisch activist Michel Zevaco werd geboren op 1 februari 1860 in Ajaccio. Zie ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

Uit: Les Pardaillan

 

„La maison était basse, toute en rez-de-chaussée, avec un humble visage.

Près d'une fenêtre ouverte, dans un fauteuil armorié, un homme, un grand vieillard à tête blanche; une de ces rudes physionomies comme en portaient les capitaines qui avaient survécu aux épopées guerrières du temps du roi François I.

Il fixait un morne regard sur la masse grise du manoir féodal des Montmorency, qui dressait au loin dans l'azur l'orgueil de ses tours menaçantes.

Puis ses yeux se détournèrent. Un soupir terrible comme une silencieuse imprécation gonfla sa poitrine; il demanda:

--Ma fille?... Où est ma fille?...

Une servante, qui rangeait la salle, répondit:

--Mademoiselle a été au bois cueillir du muguet.

--Oui, c'est vrai, c'est le printemps. Les haies embaument. Chaque arbre est un bouquet. Tout rit, tout chante, des fleurs partout. Mais la fleur la plus belle, ma Jeanne, ma noble et chaste enfant, c'est toi...

Son regard, alors, se reporta sur la formidable silhouette du manoir accroupi sur la colline.

--Tout ce que je hais est là! gronda-t-il. Là est la puissance qui m'a brisé, anéanti! Oui, moi, seigneur de Piennes, autrefois maître de toute une contrée, j'en suis réduit à vivre presque misérable, dans cet humble coin de terre que m'a laissé la rapacité du Connétable!... Que dis-je, insensé! Mais ne cherche-t-il pas, en ce moment même, à me chasser de ce dernier refuge!...“

 

 

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Michel Zevaco (1 februari 1860 – 8 augustus 1918)

Boekomslag

 

 

 

 

De Russische revolutionair en schrijver Jevgeni Zamjatin werd geboren op 1 februari 1884 in Lebedjan. Zie ook mijn blog van 1 februari 2007 en ook mijn blog van 1 februari 2009 en ook mijn blog van 1 februari 2010.

 

Uit: We (Vertaald door Mirra Ginsburg)

 

„And then I thought to myself: why? Is this beautiful? Why is this dance beautiful? The answer: because it is non-free movement, because the whole profound point of this dance lies precisely in its absolute, aesthetic subordination, its perfect non-freedom. If indeed our ancestors were prone to dancing at the most inspired moments of their lives (religious mysteries, military parades), then all this can only mean one thing: the instinct for non-freedom, from the earliest of times, is inherently characteristic of humankind, and we, in our very contemporary life, are simply more conscious . . .
To be continued: the intercom is clicking. I lift my eyes: it reads “O-90,” of course. And, in half a minute, she herself will be here to collect me: we are scheduled for a walk.
Sweet O! It has always seemed to me that she looks like her name: she is about ten centimeters below the Maternal Norm, which makes her lines all rounded, and a pink O—her mouth—is open to receive my every word. Also: there are round, chubby creases around her wrists—such as you see on the wrists of children.
When she entered, I was still buzzing inside out with the fly-wheel of logic and, through inertia, I started to utter some words about this formula I had only just resolved (which justified all of us, the machines and the dance): “Stunning, isn’t it?” I asked.
“Yes, the spring, it is stunning . . .” O-90 smiled pinkly.
Wouldn’t you know it: spring . . . I say “stunning” and she thinks of spring. Women . . . I fell silent.“

 

 

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Jevgeni Zamjatin (1 februari 1884 – 10 maart 1937)

Geschreven door Romenu om 18:49 Reageer op dit bericht

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