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Berichten van 21 januari 2018

Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige (Annette von Droste-Hülshoff)

 

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Christus geneest een melaatse door Jean-Marie Melchior Doze, 1864

 

 

Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige
Ev.: Vom Aussätzigen und Hauptmann.

»Geh hin und dir gescheh' wie du geglaubt!«
Ja, wer da glaubt, dem wird sein Heil geschehen;
Was aber ihm, dem in verborgnen Wehen
Das Leben hat sein Heiliges geraubt?

Herr, sprich ein Wort, so wird dein Knecht gesund!
Herr, sprich das Wort, ich kann ja nichts als wollen;
Die Liebe kann das Herz dir freudig zollen,
Der Glaube wird ja nur als Gnade kund!

Wie kömmt es, da ich dich am Abend rief,
Da ich am Morgen ausging dich zu finden,
Daß du in Lauheit und des Zweifels Sünden
Mich sinken ließest, tiefer stets und rief.

Ist nicht mein Ruf in meiner höchsten Not
Zu dir empor geschollen aus der Tiefe?
Und war es nicht, als ob ich Felsen riefe,
Indes mein Auge stets von Tränen rot?

Verzeih, o Herr, was die Bedrängnis spricht,
Ich habe dich doch oft und süß empfunden,
Ich war ja eins mit dir zu ganzen Stunden,
Und in der Not gedacht' ich dessen nicht!

Und ist mir nun, als sei ich ganz allein
Von deinem weiten Gnadenmahl verloren,
Der ausgesperrte Bettler vor den Toren:
O Gott! die Schuld ist doch gewißlich mein!

Fühlt' ich in Demut, wie ich nimmer wert,
Daß ich dein Wort in meinem Geist empfangen,
Daß meine Seufzer an dein Ohr gelangen,
Daß meine Seele dich erkennt und ehrt?

Mein Herr, gedenke meiner Sünden nicht,
Wie oft hab' ich auf selbstgewähltem Pfade
Geschrien im Dunkel, Gott, um deine Gnade,
Wie um ein Recht, und wie um eine Pflicht!

O hätt' ich ihre Gaben nicht versäumt!
Hätt' ich sie nicht zertreten, und verachtet!
Ich stände nicht so grauenvoll umnachtet,
Daß das entflohne Licht mir wie geträumt!

Wie oft ist nicht, noch eh die Tat geschah,
Die als Gedanke lüstern mich umflogen,
In milder Warnung still vorbeigezogen
Dein Name mir, dein Bild auf Golgatha!

Und wenn ich nun mich frevelnd abgewandt,
Die Sünde die ich klar erkannt begangen,
Wie hast du dann in reuigem Verlangen
Nicht oft in meiner Seele nachgebrannt!

Ach, viel und schwere Sünden übt' ich schon,
Noch mehr der Fehle, klein in ihren Namen,
Doch groß in der Verderbnis tiefstem Samen,
Taub für des jammernden Gewissens Ton.

Nun ist mir endlich alles Licht dahin!
Und öfters deine Stimme ganz verschollen,
Doch wirf mich, o du siehst ich kann noch wollen,
Nicht zu den Toten weil ich lebend bin!

Mein Jesu, sieh, ich bin zu Tode wund,
Und kann in der Zerrüttung nicht gesunden,
Mein Jesu, denk an deine bittern Wunden,
Und sprich ein Wort, so wird dein Knecht gesund!

 

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Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
De kapel van Burg Hülshoff, de geboorteplaats van Annette von Droste-Hülshoff

 

 

Zie voor de schrijvers van de 21e januari ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 10:50 Reageer op dit bericht

Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Joseph Méry, Roderich Benedix

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: What It Is Like to Like. Art and taste in the age of the Internet

“The subject of Tom Vanderbilt’s “You May Also Like” (Knopf) is taste, the term he uses for whatever it is that guides our preference for chocolate over vanilla, taupe over beige, “The Bourne Supremacy ” over “The Bourne Ultimatum,” and Artur Schnabel and Joseph Szigeti’s recording of Beethoven’s tenth violin sonata over Vladimir Ashkenazy and Itzhak Perlman’s rendering of the same work. Vanderbilt’s widely admired previous book, “Traffic,” examined a dangerous and complex activity that people pay about as much attention to while they’re doing it as they do to washing the dishes: driving a car. Making sense of driving was tough. Not nearly as tough, however, as taste.
Vanderbilt’s premise is: “We are strangers to our tastes.” He doesn’t mean that we don’t really like what we say we like. He means that we don’t know why. Our intuition that tastes are intuitive, that they are just “our tastes,” and spring from our own personal genome, has been disproved repeatedly by psychologists and market researchers. But where tastes do come from is extremely difficult to pin down. Taste is not congenital: we don’t inherit it. And it’s not consistent. We come to like things we thought we hated (or actually did hate), and we are very poor predictors of what we are likely to like in the future.
We have trouble articulating the reasons that we prefer the Schnabel to the Ashkenazy, or decide on the locally foraged fresh spring porcini mushrooms with roasted Sebastopol peaches, almonds, and crispy tempura—no, wait!, I’ll have the gâteau of Hudson Valley Moulard duck foie gras with roasted Chioggia beets, Brooks cherries, and Sicilian pistachios served with toasted brioche (thirty-dollar supplement). Just don’t ask me why.
Maybe “toasted” trumped “foraged.” Likes and dislikes can be triggered by random associations and can form in a split second. We make choices before we’ve had time to weigh the options. Vanderbilt tells us that the median amount of time spent looking at a work of art at the Met is seventeen seconds. Shopping for clothes, we say, “Oh, I love that!” before we have the first coherent idea about what it is that makes us love it.”

 

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Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)
Bij de uitreiking van de National Humanities Medal door president Obama in 2015

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit: Peter Schlemihl

Trauervoller Rückblick und fröhlicher Anfang

Ihr Freunde traut und wohlgeneigt,
Ich bin schon wieder angezeigt.
Der Schreiber oder Sekretär
Nimmt einen neuen Bogen her.
Der Staatsanwalt spannt schon den Hahn
Und legt die Flinte auf mich an,
Der Richter rollt sein Augenpaar,
Es sträubt sich sein Juristenhaar;
Sie haben all auf mich gebirscht;
Die Tinte spritzt, die Feder knirscht.
Der Polizeihund fletscht den Zahn
Und knurrt mich ganz abscheulich an.
Ihr Freunde, trauert nicht so fast!
Ich sitze fröhlich auf dem Ast
Und pfeife, wie der Vogel pfeift,
Ob auch Justiz den Säbel schleift.

 

 

Deutschland und Frankreich

Hebt hoch das Glas! Wir wollen sagen:
So lieben wir dich, deutsches Land,
Wie Mutterschoß, der uns getragen;
Und Ehrfurcht heiligt unser Band.
Doch wer dich hegt in treuem Herzen,
Der will für dich kein Heldentum,
Erkauft um bitt're Mutterschmerzen,
Der wünscht dir keinen eiteln Ruhm

Nicht, was an dir die Fürsten preisen
Und Pfaffen segnen, gilt uns wert.
Sei du als Heimat uns der Weisen,
Als Land der Arbeit sei geehrt.

Es sollen dir die besten Siege
Für Freiheit noch beschieden sein,
Und reich die Hand in diesem Kriege
Der edlen Schwester überm Rhein!

 

 

Delcassé

Wir wollen Frieden. All die tausend Hände,
Die Tag für Tag in Ehren Arbeit schaffen,
Sie schleudern nicht in Hütten Feuerbrände,
Und keine greift begierig an die Waffen.
Wenn sie nicht wollen, wer kann alle zwingen,
Daß sie gleich wilden Tieren sich zerfleischen?
Wer kann sie sehend ins Verderben bringen?
Wer darf Gehorsam zu Verbrechen heischen?

In all den Tausenden lebt nur ein Wille,
Und so genügt es, ernsthaft ihn zu zeigen?
Ich frag' euch alle. Warum seid ihr stille?
Vernunft, gib Antwort! Nein! Vernunft muß schweigen.

Ein Narr darf mit dem Glück von allen spielen,
Und will's die Eitelkeit des kranken Laffen,
Die vielen Tausend mit den harten Schwielen,
Sie greifen stumpf und willig zu den Waffen.

 

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Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Borstbeeld bij het Ludwig Thoma gymnasium in Prien am Chiemsee

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

Meine Geburt

Die Mutter ist vor Weinen umgekommen,
Ein Wechselbalg warf ihr der Storch herein.
Sie hat mich niemals auf den Arm genommen
Und ließ im Kämmerchen mich müde schrei’n.

Das hab’ ich von der Muhme oft vernommen!
Sie lügt gewiss. — Mir zittert das Gebein.

Wenn schon zu Anfang so viel Tränen kommen,
Wie kann ein Leben da noch fröhlich sein...

 

 

Warnung

Trieb dein Sehnen stundenlang
Nie in leergeblieb’nen Weiten?
Steuerst du nie mit blasser Wang’,
Um dann auf und ab zu schreiten?

Hob dein widerstrebend Kinn
Keine Männerhand im Siege?
Schlichst du nie mit reinem Sinn
Einmal vor des Liebsten Stiege?

Willst du nicht wie jene sein,
Die in Schmerzen sich erlösten, —
Tröstung ist’s der Seele dein,
Doch ein bitterliches Trösten!

 

 

Auf meinem Schreibtisch

Auf meinem Schreibtisch steht ein Bild,
Vor dem mein Auge überquillt;
Zehn Jahre schaut es auf mich her
Und macht mein Leben leer und schwer,
Weil sie mein Herze nie vergisst,
Wie schweigsam auch ihr Hügel ist.

Zehn Jahre sind eine lange Zeit
Für Jugend und Beständigkeit.
Ein Frauenherz ist leicht entflammt,
Ob unter Schürze, unter Samt;
Und schlug ein Herzlein froh an meins,
Stellt’ ich ihr Bildnis neben deins.

O weh! Zehn Jahr’ sind lange Zeit
Für Falsch und Unbeständigkeit.
Heut’ steht dein Bildnis ganz allein,
So soll’s für tausend Jahre sein.
Dein Bild hat Ruh’, mein Herz hat Ruh’
Dein Hügel deckt mein Sehnen zu.

 

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Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)
Strzelno op een oude ansichtkaart

 

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook alle tags voor Kristín Marja Baldursdóttir op dit blog.

Uit: Die Eismalerin (Vertaald door Coletta Bürling)

„Aber die Magd wollte nicht mit nach Akureyri. »Ich rühr mich nicht vom Fleck, ich bin in den Westfjorden geboren, und da will ich auch sterben. Ich verlasse meine Bucht nicht, solange meine Kinder in diesem grünen Tal unter der Erde liegen und auf ihre Mutter warten.« Immer wieder kam sie darauf, was für ein verrückter Einfall es sei, mit sechs Kindern übers Hochgebirge zu ziehen. In den letzten Wintermonaten wurde deshalb im Tal kaum über etwas anderes geredet als über diesen unseligen Entschluss der Witwe, mit sechs Kindern ins Ungewisse zu ziehen. Schon bei dem Gedanken daran durchfuhr die Menschen ein Schauder. Als die Leute dann noch erfuhren, dass die gesamte Kinderschar die Schulbank drücken würde, schüttelten sie ausgiebig den Kopf und fragten sich ernsthaft, wer hier eigentlich verrückt war, die arme Magd oder Steinunn Ólafsdóttir. Und die Magd, die zuvor niemand gewollt hatte, wurde jetzt von der ganzen Gegend bemitleidet, und auf drei Höfen im Tal war man bereit, sie aufzunehmen. Der Fischer, der die Söhne der Witwe zum Fang mitgenommen hatte, war der Einzige, der sich traute zu fragen, wie sie sich als mittellose Witwe einbilden könne, sechs Kinder in der Stadt durchzubringen. »Wahrscheinlich setze ich mich einfach an meine Strickmaschine«, entgegnete sie gelassen.
Ólafur und Páll freuten sich darauf, in Akureyri auf die Schule zu gehen, und sie begannen sogleich, ihren weltlichen Besitz wie Taschenmesser und Wetzsteine zu Geld zu machen. Die Schwestern hingegen reagierten völlig anders. Karitas war wie eine Schäre bei Ebbe und Flut, entweder munter und ausgelassen wie ein Fels in der Brandung oder in tiefe Tagträume versunken.“

 

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Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)
Cover IJslandse uitgave 

 

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Egon Friedell op dit blog.

Uit: Die Reise mit der Zeitmaschine

“Mr. Anthony Transic, London
Wien, am 19. Februar 1908
Sehr geehrter Herr!
Die beiliegenden beiden Kopien informieren Sie über meinen Briefwechsel mit Mr. Wells. Dieser Korrespondenz verdanke ich auch Ihren Namen, der in dem Roman oder vielmehr dem Protokoll über die Zeitmaschine (ob absichtlich oder aus Versehen, kann ich nicht beurteilen) nicht erwähnt wird. Daß mein Brief Sie, obgleich er einer genaueren Adressenangabe entbehrt, ohne erhebliche Verzögerung erreichen wird, steht für mich außer Zweifel, denn die Londoner Post ist so findig, daß sie sogar eine Depesche ohne Namensnennung, nämlich an den Zeitreisenden, bestellte; man kann aber auch sagen: nicht bestellte. Nämlich so: sogleich nach Empfang des Briefes der Miss Hamilton schickte ich ein Telegramm an Time Traveller London und bekam es prompt zurück mit dem Vermerk »gone on a journey«. Das ist ja bei einem ›Reisenden‹ nicht weiter verwunderlich, daß er sich auf einer Reise befindet; nur was das für eine Reise sei, hätte ich gar zu gern gewußt. Ist er noch immer auf der Zeitreise? Oder schon wieder? Oder nur auf einer ganz gewöhnlichen, wie auch andere Sterbliche sie unternehmen? Aber auf solche Detailfragen pflegt die Post leider keine Auskunft zu erteilen. Immerhin ist damit nunmehr unwiderleglich bewiesen, daß der Zeitreisende existiert. Ich will damit nicht sagen, daß ich in die Angaben, die Mr. Wells mir machen ließ, irgendeinen Zweifel gesetzt hätte. Ich habe Mr. Wells immer für einen besonders honorigen Charakter gehalten und tue es jetzt erst recht. Über sein Talent denke ich allerdings seit den Enthüllungen seiner Sekretärin weniger anerkennend. Wenn er nur ein Protokoll geliefert hat, so bleibt an schriftstellerischer Leistung nichts zurück als die von ihr selbst zugegebene Farblosigkeit und Formlosigkeit. Der menschliche Gesichtskreis wird durch seinen Bericht allerdings erweitert, aber das ist nicht sein Verdienst, sondern das des Zeitreisenden. Er hat gar keinen Anlaß, Bernard Shaw so von oben herab abzutun. Denn selbst zugegeben, daß dieser Ideologie eingeschmuggelt hat, so bliebe ihm immer noch der Ruhm der Emballage. Auch ein gänzlich wertloses Medikament, das in einem delikaten Schokoladenüberzug steckt, oder ein exquisit ausgestattetes Knallbonbon, in dem sich nichts als Luft befindet, hätte noch immer einen gewissen Reiz: nennen Sie das immerhin Luxus. Nun enthält aber das, was Mr. Wells Shaws Ideologie nennt, ebenfalls einen Schatz von Wahrheiten; nur sind es keine physikalischen, sondern moralische.”

 

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Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)
Als luisterboek te zien en te horen op YouTube

 

 

De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Zie ook alle tags voor Joseph Méry op dit blog.

 

Marseille (Fragment)

ET rêveur, j’écoutais la guerrière harmonie,
Sous la tour ronde où meurt la vague d’Ionie ;
Là riaient nos soldats venus de Navarin :
Et je plongeais mes yeux vers la ville étagée,
Sur la rive du port par les mâts ombragée,
Sur notre beau ciel si serein.
 
ALORS, doublant ce fort qui s’asseoit sur une île,
Se glissa vers le môle une corvette agile ;
Sur sa poupe, en traits d’or, étincelait son nom ;
D’un funèbre secret messagère fidèle,
Elle entrait, saluant la haute citadelle
Avec la voix de son canon.

PAR la flottante échelle aux rampes goudronnées,

Je montai sur le pont : et mes mains étonnées
Touchaient de vieux débris gisans au pied des mâts.
O navire ! ai-je dit, quelle terre féconde
A vu ton vol ? Madras, Pondichéry, Golconde ?
Je veux visiter ces climats !
 
DE ton beau pèlerinage,
Que j’aime à m’entretenir ;
Sur ta carte de voyage
Tout point est un souvenir.
Corvette, ton ancre est rousse,
Ton bassin manque d’eau douce,
Ta quille est verte de mousse ;
De bien loin tu dois venir !

 

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Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)
Standbeeld op het graf van Joseph Méry op de begraafplaats van Montmartre

 

 

De Duitse toneelschrijver, acteur en theaterdirecteur Julius Roderich Benedix werd geboren op 21 januari 1811 in Leipzig. Zie ook alle tags voor Roderich Benedix op dit blog.

Uit:Die Lügnerin

“LANGENBERG. Und Sie beharren auf Ihrem Nein?
CONSTANZE. Ich beharre darauf.
LANGENBERG. Was aber können Sie allen meinen vernünftigen Gründen entgegensetzen?
CONSTANZE. Einen einzigen, der sie alle zu Boden schlägt: ich liebe Sie nicht.
LANGENBERG empfindlich. Sie lieben mich nicht? Wo durch bin ich Ihnen denn so unangenehm geworden, womit habe ich Ihren Haß verdient?
CONSTANZE. Wie Sie übertreiben! Wer spricht denn von Haß? Sie sind mein Vormund, haben treulich mein Vermögen verwaltet, haben mich geleitet und geschützt – für alles das bin ich Ihnen sehr dankbar, ich schätze und ehre Sie. Allein diese Dankbarkeit ist noch keine Liebe – wenigstens nicht die Liebe, die mich wünschen ließe Ihre Gattin zu werden.
LANGENBERG gereizt. Sie sprechen so klug von Liebe, kennen Sie denn die Liebe schon?
CONSTANZE wendet sich ab
LANGENBERG. Sie leben eingezogen, kommen meines Wissens mit jungen Männern nicht zusammen, kennen Sie denn die Liebe schon? Antworten Sie mir.
CONSTANZE schelmisch. Herr Vormund, Sie sind nicht alt genug um diese Frage an mich stellen zu können. Wenn Sie einmal weißes Haar haben, mögen Sie darauf Anspruch machen Herzensgeständnisse eines jungen Mädchens zu erhalten.
LANGENBERG. Sie sind meine Mündel.
CONSTANZE lachend. Allein mein Herz steht nicht unter Ihrer Vormundschaft.“

 

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Roderich Benedix (21 januari 1811 – 26 september 1873)
Cover

 

Zie voor bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2008 en eveneens mijn blog van 21 januari 2009.

Geschreven door Romenu om 10:30 Reageer op dit bericht

Katharine Tynan

De Ierse dichteres en schrijfster Katharine Tynan Hinkson werd geboren op 21 januari 1861 in Clondalkin, County Dublin. Katharine Tynan, een van de twaalf kinderen van een melkveehouder, bezocht tussen 1869 en 1875 het Dominicaanse klooster van St. Catharina van Siena in Drogheda en beoogde vervolgens aan het noviciaat te beginnen. Na een oogkwaal in haar jeugd leed ze aan bijziendheid. Haar eerste gedicht werd gepubliceerd in 1878 in de krant The Graphic en publiceerde daarna regelmatig gedichten in kranten als Irish Monthly en de Dublin University Review. Daarnaast werkte ze ook als journaliste voor literaire tijdschriften. In juni 1885 ontmoette zij William Butler Yeats. Deze ontmoeting werd gevolgd door een levenslange correspondentie met Yeats, die haar beschreef als "zeer eenvoudig". In de vroege correspondentie adviseerde Yeats haar om iets bijzonders te maken van haar Ierse katholicisme. Haar eerste bundel, “Louise de la Valliere and Other Poems” (1885), werd sterk beïnvloed door de Britse dichteres Christina Rossetti, en was volgens Yeats “too full of English influence to be quite Irish”. Naast Yeats en Christina Rossetti was Tynan ook bevriend met Charles Stewart Parnell, Alice en Wilfrid Meynell en en Christina Rossetti’s broers, Dante Gabriel Rossetti en William Michael Rossetti. Haar tweede bundel “Shamrock's” (1887), bevatte uitsluitend Ierse thema's. Tynan woonde tot haar huwelijk met Henry Albert Hinkson in 1893in Ierland. Hinkson was advocaat en auteur van romans. Na de bruiloft verhuisde het echtpaar naar Ealing en Notting Hill voordat beiden in 1914 terugkeerden naar Ierland, waar Henry Albert Hinkson rechter werd in County Mayo en in 1919 stierf. Katherine Tynan, die door John Butler Yeats in 1887 werd geportretteerd, schreef naast dichtbundels 100 romans, twaalf verhalenbundels, drie toneelstukken en talrijke artikelen over sociale kwesties zoals kinderarmoede en werkomstandigheden van vrouwen. Ze kreeg brede publiciteit met “The Wind, Shakes the Barley”, een bekende song met een tekst van haar. Haar eerste grote romans omvatten “Oh! What a Plague is Love” (1896) en “She Walks in Beauty” (1899)
In 1913 verscheen haar autobiografische literaire retrospectief, “Twenty-Five Years”, met enkele tientallen vroege brieven van Yeats, herdrukt zonder zijn toestemming. In 1924 werd “Memories” gepubliceerd. In 1930 verschenen haar verzamelde lyrische werken onder de titel “Collected Poems”.

 

Quiet Eyes

The boys come home, come home from war,
With quiet eyes for quiet things --
A child, a lamb, a flower, a star,
A bird that softly sings.

Young faces war-worn and deep-lined,
The satin smoothness past recall;
Yet out of sight is out of mind
For the worst wrong of all.

As nightmare dreams that pass with sleep,
The horror and grief intolerable.
The unremembering young eyes keep
Their innocence. All is well!

The worldling's eyes are dusty dim,
The eyes of sin are weary and cold,
The fighting boy brings home with him
The unsullied eyes of old.

The war has furrowed the young face.
Oh, there's no all-heal, no wound-wort!
The soul looks from its hidden place
Unharmed, unflawed, unhurt.

 

The Wind That Shakes The Barley

There's music in my heart all day,
I hear it late and early,
It comes from fields are far away,
The wind that shakes the barley.

Above the uplands drenched with dew
The sky hangs soft and pearly,
An emerald world is listening to
The wind that shakes the barley.

Above the bluest mountain crest
The lark is singing rarely,
It rocks the singer into rest,
The wind that shakes the barley.

Oh, still through summers and through springs
It calls me late and early.
Come home, come home, come home, it sings,
The wind that shakes the barley.

 

Mater Dei

She looked to east, she looked to west,
Her eyes, unfathomable, mild,
That saw both worlds, came home to rest,­
Home to her own sweet child.
God's golden head was at her breast.

What need to look o'er land and sea?
What could the winged ships bring to her?
What gold or gems of price might be,
Ivory or miniver,
Since God Himself lay on her knee?

What could th' intense blue heaven keep
To draw her eyes and thoughts so high?
All heaven was where her Boy did leap,
Where her foot quietly
Went rocking the dear God asleep.

The angel folk fared up and down
A Jacob's Ladder hung between
Her quiet chamber and God's Town.
She saw unawed, serene;
Since God Himself played by her gown.

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Katharine Tynan (21 januari 1861 - 2 april 1931)
Portret door John Butler Yeats, 1887

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Rudy Dek

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse schrijver, journalist en taaltrainer Rudy Dek werd geboren in Rotterdam in 1956. Zijn eerste roman “Het duizendste front” verscheen in 1993. Hoofdthema's van het boek zijn collaboratie en verzet tijdens WO II. De in Veenendaal woonachtige Dek werd vooral bekend vanwege zijn thrillers die zich in Nijmegen afspelen tijdens de jaarlijkse Vierdaagse. De eerste hiervan, getiteld “De dood of de gladiolen”, verscheen in 2008. In 2009 verscheen een tweede zogenaamde 4-daagse thriller, getiteld “Vrijdagmoorden”. In dit boek worden zakkenrollers, een verdwenen G4S- geldtransport, moorden op mensen uit de Quote 500 en de mishandeling van een buschauffeur behandeld tegen de achtergrond van de Nijmeegse Vierdaagse. De derde 4-daagse thriller, “Het verdriet van de Vierdaagse” geheten, verscheen in 2010 en de vierde “Dood van een marsleider in 2011. In 2012 volgde "De goudenkruisdragers". In 2016 zijn er twee boeken verschenen. “Oorlogspad" is het nieuwste en het 9e deel uit de serie 4-daagse thrillers. Ter gelegenheid van de 100e Nijmeegse Vierdaagse werd het eerste exemplaar uitgereikt aan marsleider Johan Willemstein.

Uit: De Goudenkruisdragers

“Vlak bij de grens met Duitsland, een stukje buiten Millingen, daar waar de lucht, het water en de grond nog een geheel vormen, had professor Bernard Werner drie jaar geleden op een solitaire wandeling een verlaten molen aangetroffen. Het bouwwerk rees uit boven zijn omgeving, wat Werner deed denken aan zichzelf. Maar ook de machinerie, dat eeuwenoude karakter, dat ben ik. Er was wel wat werk aan de molen, vertelde de eigenaar, een man die sinds de dood van zijn vrouw niet langer eenzaam wilde wonen en daarom voor een rijtjeshuis in het dorp had gekozen. Al dat werk stond de koop niet in de weg. Dat kon Werner zelf wel oplossen. Nou ja zelf, sinds de overdracht deden vrienden en kennissen het werk, waarbij Werner uit de losse pols wat aanwijzingen gaf en ervoor zorgde dat er in een manshoge koelkast voldoende eten en drinken klaarstond. Maar goed, los van nog een aantal ongemakken was de molen sinds een maand of twee min of meer bewoonbaar en daarom, toen Werners boek gereed was, wist hij dat daar de presentatie ervan zou plaatsvinden.
Hij nodigde niet alleen zijn vrienden en kennissen uit, niet alleen de jongens die zo hard hadden gezaagd en getimmerd. En ook niet alleen zijn goede vrienden van de Vierdaagse. De voorname collega’s van de universiteit, de leden van de raad van bestuur, de nieuwe Nijmeegse burgemeester en zijn wethouders, die moesten om hem heen staan. Met hen zou hij doen alsof ze elkaar dagelijks zagen. Voor het volume was nog een aantal studenten gevraagd. En tot slot, niet te vergeten,
moest er pers zijn. Volop pers. De tv, de radio, de krant, allemaal mochten ze komen, want deze Bernard Werner, deze wetenschapper pur sang, deze arme man, had een verhaal te vertellen.
Vorig jaar was hij het slachtoffer geweest van een vreselijke ontvoering. Zestien nachten was hij door een onbekende in een koude, donkere kelder vastgehouden en pas weer vrijgelaten nadat een pak losgeld was betaald. Een dader was nooit gevonden, zelfs de kelder bleek onvindbaar, wat de mensen deed zeggen dat de ontvoering door professionals moest zijn uitgevoerd. Die zouden nooit voor de rechter komen. In het interview met de Gelderlander had Werner het woord professional overgenomen en vertaald in beroepsontvoerder. Uit het interview, waarin hij ter wille van het boek niet op alles kon ingaan, kwam evenwel naar voren dat hij dankzij zo’n beroepsontvoerder door een hel was gegaan. Een hel. Hij gebruikte het woord graag.”

 

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Rudy Dek (Rotterdam, 1956)

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Anna Basener

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Duitse schrijfster Anna Basener werd in 1983 in Essen geboren. Basener studeerde cultuurwetenschappen en esthetiek aan de Universiteit van Hildesheim. Het collegegeld verdiende zij met het schrijven van stuiverromans voor de Bastei Verlag. In 2010 verscheen met haar “Heftromane schreiben und veröffentlichen” het eerste boek over het schrijven van stuiverromans. Zij publiceerde zelf onder verschillende pseudoniemen, maar vooral omdat Catharina Chrysander verschillende stuiverromans in het genre adel en “Heimat”, en romantasy en sexwesterns. Tegenwoordig schrijft ze erotische e-books, thrillers en historische romans onder pseudoniem en in toenemende mate publiceert zij onder haar eigen naam. Haar e-book “Fürstenschund” bereikte plaats 1 op de Kindle bestseller lijst. Naast essays voor vice.de en het tijdschrift Business Punk schrijft ze ook een column over de zoektocht naar de perfecte werkplek. Haar korte verhaal “Herz aus Milch” was een van de beste van de MDR literatuur wedstrijd in 2015 en is verschenen in de bloemlezing “Schnee im August. In 2017 verscheen haar debuutroman “Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“, waarvan al voor verschijnen de filmrechten verkocht waren.

Uit:Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

“Putzen. Nicht gerade Ommas Berufung. Nur weil sie gut darin ist, heißt das nicht, dass jedes feuchte Durchwischen von Herzen kommt. Sie will es halt sauber haben, hat ei-nen gewissen Anspruch und eine unerschöpfliche Menge an Reinigungsbenzin. »So ein Hotel muss schließlich was hermachen«, hat die Omma oft gesagt, den Staubwedel untern Arm geklemmt und noch einen Samtkragen gekippt. So war das an Karneval. Und an Ostern. Und selbstverständlich am Ersten Mai, und das ging dann immer so weiter durch das ganze Jahr, das kann man sich ja vorstellen. Genau genommen war das damals natürlich gar kein Hotel, sondern ein Puff. Aber das machte die Arbeit nur anspruchsvoller. »Eine einzige Komplexät mit die Damen und die Her-ren und das Geld.« Die Omma hatte so manche Weisheit parat. Sie war stolz auf dreckfreie Flächen und hatte für jeden Kleckser ein bis drei Lösungen. Aber ihr ging es immer um mehr, aufs Putzen ließ sich die Omma nie reduzieren. Immerhin war sie ja vor allem Wirtschafterin - und zwar eine flotte. Sie hatte zum Beispiel recht schnell ne Dauerwelle, noch vor den Damen im d'Amour. Natürlich war sie auch eine der Letzten, die noch Dauerwelle hatte, als die Welle längst vorüber war, aber so ist das mit der Omma nun mal. Bei der Arbeit gab's den Kittel über ihre Versandhaus-Shirts und die langen Ladyzigaretten im Mundwinkel. Sie raucht Eve, damals wie heute. Die haben so eine Blumen-borte am Ende des Filters, und die Plastikfingernägel von der Omma sind selbstverständlich immer in einer der vier Farben lackiert, die in der Blumenborte vorkommen. Rauchen kann tödlich sein - und wenn schon. Das Leben kann tödlich sein, und davon kann die Omma aber mal ein Liedchen singen. Sie hat eine tiefe Stimme, und wenn sie besoffen ist, dann stiert sie mit Schlafzimmerblick auf die Tischplatte, stemmt ihren Ellbogen auf und singt Dolly-Parton-Songs, während Eve in ihren Fingern zu Asche wird. Aber zurück zum Hotel, zurück zum Anfang. Die Omina war natürlich ein heißer junger Feger mit bunten Plastiknägeln, und sie hatte die Damen im Griff. Schon vor 1960, als alles anfing, hatte die alles im Griff. Wenn der Herbert nicht weiterwusste, dann hat er die Omma gefragt. Gut, er hat sie angebrüllt, und sie hat ihn ignoriert, aber das hat am Ende meistens geholfen. Wenn die Damen nicht weiterwussten, haben sie die Omma gefragt. Denn dem Herbert ist manchmal die Hand ausgerutscht, und da brauchte es einfach jemanden, der zurückschlägt. Da flogen dann die Ohrfeigen hin und her, dank der Omma war das keine Einbahnstraße. Wenn sie selbst nicht weiter-wusste, dann ... Nein, eigentlich wusste sie immer weiter.“

 

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Anna Basener (Essen, 1983)

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