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Berichten van 29 oktober 2017

Am zweiundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten (Annette von Droste-Hülshoff)

 

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Christus en de hoveling uit Kaferneüm door Bartholomeus Breenbergh, circa 1630 (detail)

 

 

Am zweiundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten
Evang.: Vom kranken Sohn des Königleins

Der Sonnenstrahl, ein goldner Spieß,
Prallt von des Sees kristallnen Flächen
Und schwirrend um den Marmorflies
Palastes Mauern will durchstechen.
Auf seidnen Polstern windet sich,
Die magern Ärmchen ringt das Kind,
Und eine Träne bitterlich
Noch möchte aus dem Auge lind,
Dem halberstarrten, brechen.

Schon hat der Tod die Hand gelegt
Auf seine Beute ohn' Erbarmen;
Doch ob er Eis zum Herzen trägt,
Noch schmilzt im Blutstrom es, dem warmen.
O Jugend, Jugend, wie so fest
Hast du verstrickt das Leben dir,
Wie sich das Schlinggewächse preßt
Mit Wurzeln dort und Fasern hier
Als mit Polypenarmen!

O Anblick, stärker als ein Weib,
Das Wachen, Angst und Kummer nagen!
Betäubt und schwer, gleich totem Leib,
Hat man die Fürstin fortgetragen.
Noch weilt der Vater; wenn ein Sklav'
Des Bornes frische Labung reicht,
Mit zitternd kalter Hand den Schlaf
Des Kindes netzt er sacht gebeugt
Und flüstert leise Fragen.

Wer regt sich an des Fürsten Ohr?
Menipp, der Jüngling aus Euböa.
"Herr", keucht er, "hebt den Blick empor!
Herr, der Prophete aus Judäa,
Von dem das ganze Land erfüllt,
Er kömmt, er naht Capharnaum,
Und wie aus hundert Adern quillt
Entgegen ihm und nach und um
Ein Glutstrom Galiläa."

"Sind denn die alten Götter tot,
So müssen wir die neuen wahren.
Es sei, es sei, und meine Not
Mag sich dem Volke offenbaren!"
Die Rosse stampfen. Einmal schaut
Der Vater auf sein sterbend Kind,
Und nun voran! - "Was rauscht so laut?
Was streicht am Berge wie ein Wind?"
"Herr, des Propheten Scharen!"

O, wie die Angst den Stolz zerbricht!
Demütig, zitternd, als zur Frohne,
Er weiß es nicht, zu wem er spricht,
Doch wie der Sklave vor dem Throne,
Gebrochen steht der reiche Mann.
Die bleiche Lippe zuckt vor Schmerz,
Und heißer, als das Wort es kann,
Viel heißer fleht das bange Herz:
"Hilf, Rabbi, meinem Sohne!"

Ein Murmeln durch die Masse geht,
Erwartend sich die Wangen färben.
"Wenn ihr nicht Wunderzeichen seht,
Dann muß der Zweifel euch verderben!"
So spricht der Heiland abgewandt.
Unwillig rauscht es in dem Kreis;
Doch angstvoll hebt sich eine Hand,
Und wie ein Seufzer quillt es leis:
"Rabbi, mein Sohn will sterben!"

Du hast geglaubt, und wärst du arm
Wie Irus, was dich immer quäle,
Du wahrhaft Reicher, liebewarm
Hast einen Schatz, den Keiner zähle!
O der in dir, als Alles brach,
Es machen konnte froh und still,
Hat er gehört mich, als ich sprach:
Herr, meine Seele sterben will;
O Herr, hilf meiner Seele!

 

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Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Het graf van de dichteres met ernaast een klein borstbeeld in Meersburg

 

 

Zie voor de schrijvers van de 29e oktober ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 10:49 Reageer op dit bericht

Matthias Zschokke, Andrea Voigt, Harald Hartung, Mohsen Emadi, Lee Child, Dominick Dunne, Claire Goll

De Zwitserse dichter, schrijver en filmmaker Matthias Zschokke werd geboren op 29 oktober 1954 in Bern. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Matthias Zschokke op dit blog.

Uit: Ein Sommer mit Proust.

„Die Suche nach der verlorenen Zeit ist nicht gerade für den Plot berühmt. Niemand greift zu Proust, wenn er wissen will, ob Comte Rodolphe die Marquise de la Motte kriegt oder nicht. Es ist nicht die Neugier danach, wie es weitergeht, die einen durch die Seiten zieht. Man will bei Proust erfahren, wie der Comte duftet und welche eingebildete körpereigene Ausdünstung er mit seinem Vetiver-Parfum zu überdecken sucht, man will erfahren, wie die Marquise ihm ihre rechte Hand hinzuhalten pflegt und warum sie parallel dazu mit ihrem linken Daumen und Zeigefinger am eigenen Ohrläppchen zupft. Man will spüren, wie zart ihre Haut ist. Man will das alles Satz für Satz, Wort für Wort schmecken, riechen, empfinden. Die Sprache ist der Inhalt. Wenn da steht Stuhl, dann will der Leser sich auf ihn setzen können. Es geht um jedes noch so kleine Detail, um jeden Augenaufschlag, alles mikroskopisch genau.
Ich stelle mir das Original sinnlich betörend, fast hypnotisch vor, von laborhafter Präzision, die keinen noch so kleinen Flüchtigkeitsfehler duldet. Durch solche uns/und-Verwechslungen beginne ich jedoch im Unterbewusstsein an der Sauberkeit des ganzen Experiments zu zweifeln. Ich frage mich, ob die Übersetzung, die ich lese (Eva Rechel-Mertens), vielleicht nicht allzu sorgfältig gemacht wurde? Ich frage mich beispielsweise, ob sie vielleicht eine Spur zu akademisch ist, da ich von ihr vor allem zerebral gefordert und nicht unbedingt sinnlich entführt werde. Ein Beispiel:
»... in der alten Herberge zum >Oiseau Flesche<, aus dessen Kellerfenstern ein Küchengeruch aufsteigt, der noch manchmal genauso intermittierend und warm in meiner Erinnerung wiederkehrt ...«
Erstens wusste ich nicht, was intermittierend heißt. Musste nachschlagen. Nun kann man sagen, Proust habe eben nicht für Dummerchen, sondern für gebildete Leute geschrieben. Das akzeptiere ich. Doch vermute ich, dass er eher von so etwas wie beispielsweise »warmen Schwaden« geschrieben hat, die »aus der Erinnerung heranwehen.".

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Matthias Zschokke (Bern, 29 oktober 1954)

 

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Andrea Voigt werd geboren in Rotterdam op 29 oktober 1968. Zie ook alle tags voor Andrea Voigt op dit blog.

 

Man

Het is een gentleman in Rome op een scooter
die een badhuis gaat bezoeken
om de mooie mozaïeken

het is de lucht van dode vis, slierten zeewier
na de regen, de baai met een terras
en een standbeeld dat ik altijd in gedachten had

het is een man die groot is en zijn haar losmaakt
die alles zuiver ritme geeft
die een vrouw streelt met zijn handen en zijn ogen

het is een aapje op een grijsgroen schilderij
dat brutaal de lijst uit kijkt
een hand legt op haar witte borst

het zijn de sporen in de modder die je 's nachts ziet in het gras
of een zwijgende man met donkere lijnen
die vreemde talen spreekt

het is de man die onverborgen is, mijn onderjurken wast
en wringt, de man die beren temt en geen bezwaren ziet
en die afwezig in mijn haren ruikt

 

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Andrea Voigt (Rotterdam, 29 oktober 1968)

 

 

De Duitse schrijver, dichter en literatuurwetenschapper Harald Hartung werd geboren op 29 oktober 1932 in Heme. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Harald Hartung op dit blog.

 

Snapshots

Ein paar einprägsame Fotos werden
immer geschossen aus solchem Anlaß
etwa an einer Straße wo dann zwei
Männer liegen wovon der eine noch
lebt während das Foto geschossen wird.

 

 

Ende der Partie

Wir legen die Schmerzen ab (den Schmerz)
die Bitterkeiten (die Bitterkeit)
die Träume (den Traum)
und die Worte (das Wort)
jene Karte die endlich
zeitlupenhaft den ganzen Stapel
ins Rutschen bringt

 

 

Hitlerjunge, Frühjahr '45

Am Wenzelsplatz im Kino-Uterus
(das .Braunhemd unterm Lodenmantel gut
verborgen) nährt er sich vom Überfluß
der Bilder wie von einem süßen Blut

So russengelb wälzt sich die Moldau, föhnig
erglänzt der Himmel wie von Wunderwaffen
Hilfts Heilig Vaterland / Der Preußenkönig
zu singen wenn sie an den Straßen gaffen?

Es gibt schon welche die vor einem spucken
und Mutter muß das Führerbild verstecken
Beim Boxen hin ich wieder der Verlierer

Doch nach dem Dienst seh ich die Fähnleinführer
in Hauseingängen oder dunklen Ecken
Hey-ba-ba-reeba! konvulsivisch zucken

 

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Harald Hartung (Herne, 29 oktober 1932)

 

 

De Iraanse dichter en vertaler Mohsen Emadi werd geboren op 29 oktober 1976 in Sari. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Mohsen Emadi op dit blog.

 

Laws of gravity

II
a street where no dog barks
is a dead street
the dogs with lolling tongues
pant
and grab the pants of a passing poet
the poet takes off his pants
and his shirt
and naked as the day he was born
escapes into the world
the dogs bark
and run from one street to another
a poet who forgets all his words doesn't have any weight
he turns into a straw in the wind.
The wind howls in the howling of the wolves
The wolves escape in the snow
which is burying the streets.

 

Vertaald door Lyn Coffin

 

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Mohsen Emadi (Sari, 29 oktober 1976)

 

 

De Engelse schrijver Lee Child (pseudoniem van Jim Grant) werd geboren op 29 oktober 1954 in Coventry. Zie ook alle tags voor Lee Child op dit blog.

Uit: Make Me

“Only one thing went wrong, and it happened right then. The evening train came through five hours late. The next morning they heard on the AM station that a broken locomotive had caused a jam a hundred miles south. But they didn't know that at the time. All they heard was the mournful whistle at the distant crossing, and then all they could do was turn and stare, at the long lit cars rumbling past in the middle distance, one after the other, like a vision in a dream, seemingly forever. But eventually the train was gone, and the rails sang for a minute more, and then the tail light was swallowed by the midnight darkness, and they turned back to their task. Twenty miles north the train slowed, and slowed, and then eased to a hissing stop, and the doors sucked open, and Jack Reacher stepped down to a concrete ramp in front of a grain elevator as big as an apartment house. To his left were four more elevators, all of them bigger than the first, and to his right was an enormous metal shed the size of an airplane hangar. There were vapor lights on poles, set at regular intervals, and they cut cones of yellow in the darkness. There was mist in the nighttime air, like a note on a calendar. The end of summer was coming. Fall was on its way. Reacher stood still and behind him the train moved away without him, straining, grinding, settling to a slow rat-­a-­tat rhythm, and then accelerating, its building slipstream pulling at his clothes. He was the only passenger who had gotten out. Which was not surprising. The place was no kind of a commuter hub. It was all agricultural. What token passenger facilities it had were wedged between the last elevator and the huge shed, and were limited to a compact building, which seemed to have both a ticket window and benches for waiting. It was built in a traditional railroad style, and it looked like a child's toy, temporarily set down between two shiny oil drums.But on a sign board running its whole length was written the reason Reacher was there: Mother's Rest. Which he had seen on a map, and which he thought was a great name for a railroad stop. He figured the line must cross an ancient wagon train trail, right there, where something had happened long ago. Maybe a young pregnant woman went into labor. The jostling could not have helped. Maybe the wagon train stopped for a couple of weeks. Or a month.”

 

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Lee Child (Coventry, 29 oktober 1954)

 

 

De Amerikaanse schrijver, journalist en filmproducent Dominick Dunne werd geboren 29 oktober 1925 in Hartford, Connecticut. Zie ook alle tags voor Dominick Dunne op dit blog.

Uit: Too Much Money

“I tried to distract myself from my troubles by focusing on party planning. When my birthday party guest list grew to over three hundred, and I was only at the P's, I realized I would have to rethink things. I know entirely too many people. Although I have several very serious enemies in important positions, I hope not to appear immodest when I say that I am a popular fellow, who gets asked to the best parties in New York, Los Angeles, London, and Paris, and goes to most of them.
I decided to limit my party to eighty-five people, which is the age that I will soon be. It was so difficult to hone my friends to eighty-five. It doesn't even scratch the surface. Eighty-five, in fact, really means forty-something, with wives, husbands, lovers, and partners making up the other forty or so. There would be hurt feelings, to be sure. That's why I don't like to give parties. I go about a great deal in social life, but I never reciprocate. The spacious terrace of my penthouse in the Turtle Bay section of New York City, where I have lived for twenty-five years, has a view of the East River, and could easily hold a hundred people or more without much of a squeeze, but I have never once entertained there.
I felt, however, as if I deserved a party. But it was not to be, as you will find. Things happen. Everything changes.
I've noticed that concurrent with the growth of my public popularity, there is a small but powerful group of people who are beginning, or have already begun, to despise me. Elias Renthal, still in federal prison in Las Vegas as this story begins, is one of my despisers. Countess Stamirsky, Zita Stamirsky to her very few friends, is another who despises me after I refused to not write about her son's suicide from a heroin overdose while he was wearing women's clothes at the family castle in Antwerp.
And, of course, there is Perla Zacharias, allegedly the third richest woman in the world, who had me followed by investigators trained by the Mossad in Israel who collected information that she later threatened to use against me. That's the kind of person Perla Zacharias is.
I have written about all these powerful people in Park Avenue, or in a novel, and earned their eternal enmity. Their time would come, I always thought. Elias Renthal knew what he was screaming about when he said, "They're going to get you," his face all red and ugly, as he pointed his finger in my face, only moments before he collapsed on the floor of the men's room of the Butterfield Club.“

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Dominick Dunne (29 oktober 1925 - 26 augustus 2009)

 

 

De Duits – Franse schrijfster Claire Goll werd geboren op 29 oktober 1890 in Nürnberg. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Claire Goll op dit blog.

Uit: Alles is ijdelheid (Vertaald door Frans de Haan en Marianne Kaas)

“1 november 1919,
'Over drie weken heb je Picasso leren kennen,’ zei Yvan tegen me toen we op de ochtend van de eerste november 1919 in Parijs aankwamen.
Korte tijd later ontmoette ik Picasso inderdaad bij de kunsthandelaar Henry Kahnweüer.
Is dat nu Picasso?' vroeg ik.
Veel indruk maakte hij niet op me. Ik had gedacht een reus te zien, maar ik kwam tegenover een kleine, zwijgzame man, gekleed in een verschoten gabardine te staan. Alleen aan de magnetische blik in zijn ogen kon je zien dat je met een genie te doen had.
Mijn eerste dag in Parijs gaf me in kort bestek een totaalbeeld van het bestaan. Ik zag eerst in de tuin van het Luxembourg een voedster een kind de borst geven, toen een bruiloftsstoet die het stadhuis uitkwam, daarna een dronkemansruzie en ten slotte een kist op een lijkwagen die getrokken werd door vier paarden opgetuigd met dekens met zilveren sterren erop.
Tot aan het vallen van de nacht liepen we rond op zoek naar een goedkoop hotel. Ten slotte kwamen we terecht in een gribus in de rue Pigalle, wat je noemt een hol van snollen en souteneurs. De eerste nacht al werden we ruw uit onze slaap gewekt door een afschuwelijk gekrijs.
'Help! Help! Ze vermoorden me!'
Gewapend met een stoel rende Yvan de gang op. Hij hoefde zijn heldhaftigheid niet te bewijzen: een pooier gaf een tippelaarster een aframmeling, dat was alles...”

 

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Claire Goll (29 oktober 1890 – 30 mei 1977)
Cover

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 29e oktober ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 10:43 Reageer op dit bericht

Zbigniew Herbert, Aleksandr Zinovjev, Dora Read Goodale, Georg Engel, Jean Giraudoux, André Chénier, Lodewijk van Oord

De Poolse dichter, schrijver en essayist Zbigniew Herbert werd geboren op 29 oktober 1924 in Lemberg. Zie ook alle tags voor Zbigniew Herbert op ditblog en ook mijn blog van 29 oktober 2009 en ook mijn blog van 29 oktober 2010

 

Huizen in de buitenwijk

Op najaarsdagen zonder zon mag
meneer Cogito graag de vuile buitenwijken
bezoeken. Een zuiverder bron van
melancholie - zegt hij - bestaat er niet.

Huizen in de buitenwijk met kringen onder de ramen
huizen die zacht hoesten
huiveringen van pleisterwerk
huizen met dun haar
een zieke huid

alleen de schoorstenen dromen
hun schrale klacht
bereikt de zoom van het bos
de oever van een groot water

ik zou namen voor jullie willen verzinnen
jullie vullen met de geur van Indië
het vuur van de Bosporus
het rumoer van watervallen

huizen in de buitenwijk met ingevallen slapen
huizen kauwend op een korstje brood
koud als de droom van een verlamde
met trappen die een palm van stof zijn
huizen voortdurend te koop
herbergen van ongeluk
huizen die nooit in het theater waren

ratten van de huizen van de buitenwijk
breng ze naar de kust van de oceaan
laat ze plaats nemen in het hete zand
laat ze de tropennacht bekijken
laat een golf ze met een stormachtig applaus belonen
zoals alleen verspilde levens toekomt

 

Vertaald door Gerard Rasch

 

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Zbigniew Herbert (29 oktober 1924 – 28 juli 1998)
In 1955

 

 

De Russische schrijver en wetenschapsfilosoof Aleksandr Aleksandrovitsj Zinovjev werd geboren in Pachtino op 29 oktober 1922. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Aleksandr Zinovjev op dit blog.

Uit: Global Suprasociety and Russia (Vertaald door Helen Shelestiuk) 

“The word 'tragedy' itself is polysemantic, its meaning is rather fuzzy for a scientific concept. But this holds true for most other terms of sciences, studying social objects. So I think its use is quite  justifiable. If we wish to understand the essence of what happened to Russia and the Russian  people at the end of the 20th century and what we can expect to come in the 21st century, we should study this concept carefully. In everyday speech we commonly use the word 'tragedy' to denote events, which cause loss of lives of individuals or death of groups of people. Not every death may be called 'tragedy'. For example, this word will be used inaccurately to denote death of soldiers in a war. To call death a tragedy, one has to refer to his/ her own or other people's experience of this death as a tragedy. And this experience has to be so strong, that all other experiences fade in its face. In antiquity the meaning of tragedy had a narrower meaning - it included the semantics of  predetermined death of certain people. Their death was predetermined by some supreme powers - gods or Fate. Gods victimized an individual, motivating it by a certain 'guilt' of the selected victim and sentencing him or her to death. The tragedy in this sense was predictable - it was  predicted by oracles, prophets and gods. Sometimes victims themselves were conscious of their fate and acted as doomed to death. I will use the word 'tragedy' as a sociological concept, which is closer in its meaning to the antique understanding, rather than to its intuitive everyday usage.
Tragedy in the sociological sense, or social tragedy, includes the following main components: 1) a Victimized, 2) a Judge, 3) an Executioner. All these components are people as social creatures or unities of people viewed as a whole: they are social subjects. Two of these components (or even all the three of them) may coincide in one subject - the Victimized may convict and even punish himself. Two or even three roles may be performed by the same subject, though, of course, these are logically singular cases.”

 

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Aleksandr Zinovjev (29 oktober 1922 - 10 mei 2006)
Als student in 1945

 

 

De Amerikaanse dichteres Dora Read Goodale werd geboren op 29 oktober 1866 in Mount Washington, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Dora Read Goodale op dit blog.

 

Confession

Believe me, dear, unyielding though I be,
Ambitions flourish only in the sun--
In noisy daylight every race is run,
With lusty pride for all the world to see.

When darkness sinks the earth in mystery,
When eye or ear or sight or sound is none,
But death, a tide that waits to bear us on,
And life, a loosening anchor in the sea,

When time and space are huge about the soul,
And ties of custom lost beyond recall,
And courage as a garment in the flame,

Then all my spirit breaks without control,
Then the heart opens then the hot tears fall
To prove me wholly woman that I am.

 

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Dora Read Goodale (29 oktober 1866 – 12 december 1953)

 

 

De Duitse schrijver Georg Julius Leopold Engel werd geboren op 29 oktober 1866 in Greifswald. Zie ook mijn blog van 29 oktober 2008 en ook mijn blog van 29 oktober 2010.

Uit:Claus Störtebecker

“Sommerabend. – über die Buchenwipfel droben auf den Dünenhöhen fährt ein Rauschen. In langer Kette wälzt sich das bewegliche Gold der Sonne durch die aufgescheuchten Zweige. Und zwischen den grauen Stämmen steht blaß und aufrecht das Schweigen und starrt mit seinen unbeweglichen Zügen auf die tanzende See.
Das Meer aber spricht. Seine Augen sind bald tiefblau, bald purpurn, und wild blitzen sie, wenn das Element herüberruft zu den Kreidefelsen, die sich dicht unter die Wälder schmiegen wie ein weißes Knie unter ein grünes Gewand.
Was das Meer ruft, das versteht niemand. Denn nur selten horcht ein menschliches Ohr in den Wind, obwohl es manchmal von dort klingt, als donnere von draußen eine Forderung herüber oder ein vergessener Schrei aus fernen Zeiten. Doch zu deuten vermag man die Sprache des Wassers nicht. Und dann liegt der ungeheure Spiegel wieder still. Das Abbild des einzelnen strahlt er niemals wider, so tief man sich auch beugt, aber die Bewegungen des Himmels malt er ab, der goldne und der silberne Wagen rollen über seine Scheibe, die Zeiten huschen über ihn hinweg, und ein Kranz von Völkern faßt ihn ein.
Und in der Rüste des Tages, gerade als der purpurne Ball sich im Wasser kühlt, da steigt eine andächtige Stunde herauf. Da stockt der Tanz der Zeiten über dem Meer, der Zug der Völker wallt deutlicher, und die Vergangenheit schickt vom Rande des Horizontes ihr Schattenschiff an die Gestade der Lebendigen.
Ich stehe am Ufer und sehe die Scharen aus dem Fahrzeug an mir vorüberquillen. Sie tragen meine Züge, sie reden meine Sprache, es sind Menschen, die nicht tot sind, denn der Mensch stirbt nicht auf Erden, weil sein Geschick dauert. Unvermutet bin ich selbst in den Segler der Schatten gestiegen, und ich fühle, wie ich zurückgleite in den Nebel der Jahrhunderte. Oder vorwärts?“

 

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Georg Engel (29 oktober 1866 – 19 oktober 1931)
Cover

 

 

De Franse schrijver, toneelauteur en beroepsdiplomaat Jean Giraudoux werd geboren op 29 oktober 1882 in Bellac/Haute-Vienne. Zie ook alle tags voor Jean Giraudoux op dit blog en ook mijn blog van 29 oktober 2010

Uit: La guerre de Troie n'aura pas lieu

"CASSANDRE. – Je pense qu’elle se met un peu de rouge.
La paix reparaît, outrageusement fardée.
LA PAIX. – Et comme cela?
HÉLÈNE. – Je la vois de moins en moins.
LA PAIX. – Et comme cela?
CASSANDRE. – Hélène ne te voit pas davantage.
LA PAIX. – Tu me vois, toi, puisque tu me parles!
CASSANDRE. – C’est ma spécialité de parler à l’invisible.
LA PAIX. – Que se passe-t-il donc? pourquoi les hommes dans la ville et sur la plage poussent-ils ces cris?
CASSANDRE. – Il paraît que leurs dieux entrent dans le jeu et aussi leur honneur.
LA PAIX. – Leurs dieux! Leur honneur!
CASSANDRE. – Oui… Tu es malade!
Le rideau tombe.
ACTE DEUXIÈME
Square clos de palais. À chaque angle, échappée sur la mer. Au centre un monument, les portes de la guerre. Elles sont grandes ouvertes.
SCÈNE PREMIÈRE
HÉLÈNE, LE JEUNE TROÏLUS
HÉLÈNE. – Hé, là-bas! Oui, c’est toi que j’appelle!… Approche!
TROÏLUS. – Non.
HÉLÈNE. – Comment t’appelles-tu?
TROÏLUS. – Troïlus.
HÉLÈNE. – Viens ici!
TROÏLUS. – Non.
HÉLÈNE. – Viens ici, Troïlus!… (Troïlus approche.) Ah! te voilà! Tu obéis quand on t’appelle par ton nom: tu es encore très lévrier. C’est d’ailleurs gentil. Tu sais que tu m’obliges pour la première fois à crier, en parlant à un homme? Ils sont toujours tellement collés à moi que je n’ai qu’à bouger les lèvres. J’ai crié à des mouettes, à des biches, à l’écho, jamais à un homme. Tu me paieras cela… Qu’as-tu? Tu trembles?"

 

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Jean Giraudoux (29 oktober 1882 - 31 januari 1944)
The Reconciliation of Helen and Paris after his Defeat by Menelaus door Richard Westall, ca.1805

 

 

De Franse dichter André Chénier (eigentlich André Marie Chénier ofde Chénier) werd geboren op 29 oktober 1762 in Galata bij Constantinopel. Zie ook alle tags voor André Chénier op dit blog en ook mijn blog van 29 oktober 2010

 

L'amour laboureur

Nouveau cultivateur, armé d'un aiguillon,
L'Amour guide le soc et trace le sillon ;
Il presse sous le joug les taureaux qu'il enchaîne.
Son bras porte le grain qu'il sème dans la plaine.
Levant le front, il crie au monarque des dieux :
" Toi, mûris mes moissons, de peur que loin des cieux
Au joug d'Europe encor ma vengeance puissante
Ne te fasse courber ta tête mugissante.

 

 

J'étais un faible enfant qu'elle était grande et belle

J'étais un faible enfant qu'elle était grande et belle ;
Elle me souriait et m'appelait près d'elle.
Debout sur ses genoux, mon innocente main
Parcourait ses cheveux, son visage, son sein,
Et sa main quelquefois, aimable et caressante,
Feignait de châtier mon enfance imprudente.
C'est devant ses amants, auprès d'elle confus,
Que la fière beauté me caressait le plus.
Que de fois (mais, hélas ! que sent-on à cet âge ?)
Les baisers de sa bouche ont pressé mon visage !
Et les bergers disaient, me voyant triomphant :
" Ô que de biens perdus ! ô trop heureux enfant ! "

 

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André Chénier (29 oktober 1762 – 25 juli 1794)
Portret door Louis Léopold Boilly, 1790

 

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse schrijver Lodewijk van Oord werd geboren in Madrid in 1977. Zie ook alle tags voor Lodewijk van Oord op dit blog.

Uit: Alles van waarde

`1978, 79, 8o,' mompelde hij, '81, 82,, 84.' Hij zette een stap terug en keek naar de metershoge wand, systematisch samengepakte kennis in vuistdikke groene, rode en blauwe banden. Vreemd, dacht hij, en hij legde een vinger op zijn kin. De jaargang 1983 was verdwenen zonder dat de band een gat op de plank had achtergelaten, als een tevreden echtpaar schurkten de banden 1982, en 1984 tegen elkaar aan. Ook elders zag hij de ontbrekende jaargang niet. Hij ging naar de uitgiftebalie, waar het meisje in alle rust wat tabak in een vloeitje rolde. Enigszins ineengebogen bleef hij voor haar staan en bekeek haar handen. Hij rook de tabak, een geur die hij onaangenaam vond.
`Wat is er?' vroeg ze. 'Heb je nog nooit iemand een sjekkie zien draaien?' De leeszaal aan de Papengracht, keurig verscholen achter het statige Museum van Oudheden, was op het tweetal na verlaten. De meeste lampen waren al uitgedaan, de lamellen dichtgedraaid. `Zou u mij misschien even kunnen assisteren? Het gaat om de journal of Etruscan Studies. Ik kan volume 37 uit 1983 nergens vinden.' `Zeg maar jij. Ik ben gewoon een student met een baantje.' Ze stopte haar vloei en tabak terug in het pakje en liep met hem mee. Tousvoyeren is een mooie academische traditie. Het is niet aan mij daarvan af te wijken. Kijk, hier zou het moeten staan, tussen de volumes 36 en 38.' Hij wees naar een plank op ooghoogte. `Misschien heeft iemand het geleend. Dat kan ik wel even opzoeken.' `Geleend? Tijdschriften worden nooit uitgeleend.' `Tja.' Met twee handen voelde ze aan haar paarse hoofddoek en verstelde deze aan de achterkant. 'Mevrouw Devilee gedoogt weleens wat. Een enkele hoogleraar mag soms iets meenemen. Jagtman doet het regelmatig, en ook Singaar van Archeologie. Er is verder toch geen hond die deze tijdschriften leest, zeker die oude jaargangen niet. In mijn taakomschrijving staat dat ik eens in de paar weken een rondje langs de diverse vakgroepen moet lopen om alle meegenomen werken weer op te halen.' `Als Jagtman het heeft meegenomen had ik dat zeker geweten, zijn werkkamer is naast de mijne.'

 

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Lodewijk van Oord (Madrid, 1977)

Geschreven door Romenu om 10:41 Reageer op dit bericht

Michel van Stratum

De Nederlandse dichter en schilder Michel van Stratum werd geboren in Goirle op 29 oktober 1970. Van Stratum studeerde enkele jaren culturele antropologie aan de Universiteit van Nijmegen. Hij begon al op jonge leeftijd met het schrijven van gedichten. Daarnaast schildert en tekent hij. Hij debuteerde in 2005 met de bundel “De viering van de tovenaar”. In 2014 verscheen de bundel “Glimwormen”.

 

De wandeling

Gisteren liep ik de hele tijd
Enkel wat te struinen
Over de paden der vergankelijkheid
Ik zou me weerloos hebben verstapt
Als ik de drassige plaveisels

Niet grondig aan mijn laars had gelapt...

 

 

Eenvoud in duizendvoud

Ik maak een vreugdedans
Om een wilde steen
En raak in trance
Van graspollen en van geen

Het zijn de eenvoudigste rituelen
Die ik uitbundig bezing
Stoeptegels grijze en gele
Die ik moeiteloos beding

Ik huiver van een woord
Hoor geluiden nog nooit gehoord
Kies muziek zonder stem-rem
Ontdoe het bestaan van een klem

De dorst van mijnhoofd
Gelegen op een kussen
Wordt niet gelest

’t Is mooi, ’t is puur,
’t Is ik en de rest

Met niets daartussen....

 

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Michel van Stratum (Goirle, 29 oktober 1970)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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