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Berichten van 5 mei 2013

Frans Pointl, Petra Else Jekel, Miklós Radnóti, Morton Rhue, Christopher Morley, George Albert Aurier


Bij 5 mei

 

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Nationaal Canadees Bevrijdingsmonument door Henk Visch bij Paleis Het Loo




Moeder

 

hoe de doden in haar woelden
’s nachts ijlde ze hun namen af
henriëtte, fanny, vader, mams,
serah, simon, martha, sem!
ik amper dertien beluisterde
angstig ademloos die dodendraf
in haar ontmenselijkte stem
dan stond ze op
lopend dromend
trok de koffer van onder het bed
verwilderd krijsend:razzia, razzia!
dan hield ik haar staande
roepend het is 1946 1946
en voorbij voorbij
in haar bleef het klagend gaande
zoals zij gaande en klagend
blijft in mij

 

 

 

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Frans Pointl (Amsterdam, 1 augustus 1933)

 

 

 

 


De Nederlandse dichteres
Petra Else Jekel werd in Arnhem geboren op 5 mei 1980. Zie ook alle tags voor Petra Else Jekel op dit blog.

 

Uit: Oer-gedichten

 

 

ik heb mijn wapen al gekozen en splijt
het water ermee in drank en gif en drink
van beide evenveel. de mix werkt slechts
als appetizer. ik tel het geld vast dat ik nog

zal krijgen en droom dat het genoeg is om
terug over te varen. met een borst koop ik
de veerman om. de melkzee wacht op ons,
valt droog als we eenmaal buitengaats zijn.

 

 

oer land

 

waar is het bos in het oosten

in het westen waar is de stad

en ik ben altijd middenin

waar zijn mijn ouders

waar is mijn kind

wie is mijn schepper

waarom

ben ik de enige

die ik vind

dit is het landschap dat ik ben

dit geef ik mee aan de wind

het is haar stem

die zo mijn oor vindt

 

 

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Petra Else Jekel (Arnhem, 5 mei 1980)

 

 

 

 


De Hongaarse dichter en schrijver Miklós Radnóti werd geboren op 5 mei 1909 in Boedapest. Zie ook alle tags voor Miklós Radnóti op dit blog.

 

 

Kein Blick zurück, kein Zauber

Wie in des Apfels Kernhaus der braune Kern, so schwoll
bis jetzt in meinem Herzen all der geheime Groll,
ich wußte, ein Schwert-Engel geht mit in meinem Rücken,
paßt auf und schützt mich notfalls vor Widrigkeit und Tücken.
Wer eines wilden Morgens jedoch erwacht darüber,
daß alles eingestürzt ist, sich aufmacht wie ein trüber
Spuk, weg von seinem Krimskram, und ist mehr nackt als nicht,
in dessen schönem Herzen mit leichten Sohlen bricht
nachdenklich, reif und wortkarg die Demut auf, geläutert,
empört er sich und meutert, dann nicht mehr seinetwegen,
dem Fernglanz freier Zukunft eilt er nun schon entgegen.

Ich hatte nichts, und nichts mehr wird mir gehören, kein
Besitz, im reichen Leben ein Weilchen Träumer sein
genüge, hier, nicht Zorn mehr, nicht Rache fällt mir ein,
wird mein Gedicht verboten, - doch wird aus neuem Stein
die neue Welt, ihr klingt dann im Fundament mein Wort,
was hinter mir liegt, lebe ich schon inwendig fort,
ich schaue nicht mehr rückwärts, wohl wissend, mich behütet
kein Blick zurück, kein Zauber, - ein Unheilsmittel brütet
ob mir, winkt ab, Freund, kehr mir den Rücken, sieh nicht her.
Jetzt ist, wo einst Engel mit dem Schwert stand,
vielleicht gar niemand mehr.

 

 

 

Vertaald door Markus Bieler

 

 

 

For A Copy Of Steep Road

 

I'm a poet and nobody needs me,
not even if I mutter wordlessly:
u-u-u- no matter, for instead of me,
prying devils will sing relentlessly.

And believe me, believe you me,
the cautious suspicion is justified.
I'm a poet who's fit for the stake's fire
because to the truth he's testified.

One, who knows that the snow is white,
the blood is red, as is the poppy,
and the poppy's furry stalk is green.

One, whom they will kill in the end,
because he himself has never killed.

 

 

 

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Miklós Radnóti (5 mei 1909 – 9 november 1944

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Morton Rhue (pseudoniem van Todd Strasser) werd geboren op 5 mei 1950 in New York. Zie ook alle tags voor Morton Rhue op dit blog.

 

Uit: Asphalt Tribe

 

“I sipped cold coffee from a paper cup. At night we drank coffee to stay awake. It was safer to sleep during the day.

A man and a woman came around the corner wearing raincoats and sharing a red umbrella. They slowed down when they saw us. The woman slid her arm through the man's and said something in his ear. Probably wanted him to turn around and go another way. But the man shook his head. Taking stiff strides, they walked toward us.

When they got near, the woman wrinkled her nose like something smelled bad.

"Have fun tonight?" Maggot asked, kind of menacing.

The couple broke stride. "Yes, we did," the man answered.

"No work tomorrow, huh?" Maggot said. "Get to sleep in."

"That's right."

"Day after that it's back to the old nine-to-five grind," Maggot said.

"You could say that," answered the man.

"Happy New Year," said 2Moro, not in a friendly way.

"Same to you," said the man. He and the woman hurried past. She kept glancing over her shoulder at us until they reached the next corner.

"Robots," Maggot said. "Just following the rules. Work till they die. Then new robots replace them."

"Check this." 2Moro tilted her head down the sidewalk. A man came toward us, unsteady, dragging the toes of his shoes. The shoulders of his suit were dark with water and his white shirt collar was open, a blue-and-red tie hanging like an upside down noose. His face was clean-shaven, and even though his wet hair fell flat on his forehead, you could see that it had been recently trimmed.”

 

 

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Morton Rhue / Todd Strasser (New York, 5 mei 1950)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter, schrijver en journalist Christopher Morley werd geboren op 5 mei1890 in Haverford, Pennsylvania. Zie ook alle tags voor Christopher Morley op dit blog.

 

The Church of Unbent Knees

 

AS I went by the church to-day
I heard the organ cry;
And goodly folk were on their knees,
But I went striding by.

My minister hath a roof more vast:
My aisles are oak-trees high;
My altar-cloth is on the hills,
My organ is the sky.

I see my rood upon the clouds,
The winds, my chanted choir;
My crystal windows, heaven-glazed,
Are stained with sunset fire.

The stars, the thunder, and the rain,
White sands and purple seas-
These are His pulpit and His pew,
My God of Unbent Knees!

 

 

 

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Christopher Morley (5 mei 1890 – 28 maart 1957)

 

 

 

 

 

De Franse dichter, schilder en criticus George Albert Aurier werd geboren op 5 mei 1865 in Châteauroux (Indre Zie ook alle tags voor George Albert Aurier op dit blog.

 

 

Madrigal

Ton sang n’a point fondu la neige de ces toiles!…
Sous ton sein dur, hélas, aucune aile ne bouge…
Me laisseras-tu danc voler seul ai ciel rouge
Dont nos baisers seraient les mutines étoiles?…
 
Ton ventre est l’autel d’or
du temple d’Aphrodite!…
Je sui le rêtre impur qui n’offre point de cierges
Et qui veux, sur l’autel desservi par les vierges,
Chanter le rituel de la messe maudite…
 
Je suis le mage expert en l’art du Trismégiste!…
Pourquoi me repousser de ton rire morose?…
Concède que, devant le Tabernacle-Rose,
S’&genouille mes voeux de malin théurgiste,
 
Que ma langue de miel chante la cantilène
Et les hymnes brûlants pleins de rimes choisies
Que Sappho récitait, à lèvres d’ambroisies,
Aux Nymphes fleurissant les prés de Mitylène!…
 
Oh! rhythmer l’oraison de la messe maudite
Après la bouche en fleurs des hiérodules vierges,
Prètre blasphémateur qui n’offre point de cierges,
Sur ton ventre, autel d’or du temple d’Aphrodite!…

 

 

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George Albert Aurier (5 mei 1865 – 5 oktober 1892)


 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 5e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 14:28 Reageer op dit bericht

Henryk Sienkiewicz, Richard Watson Dixon, Hans Werner Kolben, Christian Friedrich Scherenberg, Wouter Steyaert, Catullus

De Poolse schrijver en journalist Henryk Sienkiewicz werd geboren in Wola Okrzejska op 5 mei 1846. Zie ook alle tags voor Henryk Sienkiewicz op dit blog.

 

Uit: Quo Vadis? (Vertaald door Paul Seliger)

 

»Corbulo! Beim Bakchos, er ist der wahre Kriegsgott, der leibhaftige Mars, ein großer Feldherr und dabei aufbrausend, ehrlich und töricht. Ich liebe ihn, wenn auch nur deshalb, weil Nero ihn fürchtet.«

»Corbulo ist durchaus nicht töricht.«

»Vielleicht hast du recht; aber es ist alles eins. Die Torheit ist, wie Pyrrhon sagt, um nichts schlechter als die Weisheit und unterscheidet sich in nichts von ihr.«

Vinicius begann nun vom Kriege zu erzählen; als aber Petronius die Lider von neuem schloß, änderte der Jüngling, der seine müden und etwas eingefallenen Züge bemerkte, den Gegenstand der Unterhaltung und begann ihn mit einiger Besorgnis nach seiner Gesundheit zu fragen.

Petronius schlug wieder die Augen auf.

Gesund! ... Nein, er fühle sich nicht wohl. Soweit sei es allerdings noch nicht mit ihm gekommen wie mit dem jungen Sissena, der so stumpfsinnig geworden sei, daß er, wenn man ihn früh ins Bad bringe, frage: »Sitze ich schon?« Aber er sei nicht gesund. Vinicius habe ihn ja dem Schutze des Asklepios und der Kypris empfohlen. Man wisse aber nicht einmal, wessen Sohn dieser Asklepios sei, ob der Arsinoe oder der Koronis, und wenn die Mutter zweifelhaft sei, was solle man dann erst vom Vater sprechen! Wer könne heutzutage überhaupt dafür bürgen, daß er der Sohn seines Vaters sei!

Hier begann Petronius zu lachen und fuhr dann fort: »Ich schickte wirklich vor zwei Jahren drei Dutzend lebende Hähne und einen goldenen Becher nach Epidauros, aber weißt du auch, warum? Ich sagte mir nämlich: mag es helfen oder nicht, auf keinen Fall schadet es mir. Obgleich die Menschen auf der Erde den Göttern noch immer Opfer darbringen, so glaube ich doch, daß sie alle derselben Meinung sind wie ich. Alle! mit Ausnahme vielleicht der Eseltreiber, die sich den Reisenden an der Porta Capena vermieten. Außer bei Asklepios hatte ich ganz dieselbe Erfahrung bei den Söhnen des Asklepios zu machen, als ich voriges Jahr etwas an der Blase litt. Sie wachten eine Nacht im Tempel für mich. Ich sah, daß es Betrüger waren, aber gleichmütig sagte ich mir: was schadet dies mir? Die Welt will betrogen werden, und das Leben selbst ist eine Täuschung.“

 

 

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Henryk Sienkiewicz (5 mei 1846 - 15 november 1916)

 

 

 

 

De Engelse dichter Richard Watson Dixon werd geboren in Islington op 5 mei 1833. Zie ook alle tags voor Richard Watson Dixon op dit blog.

 

 

Dream

I

With camel's hair I    clothed my skin,
I fed my mouth with honey wild ;

And set me scarlet wool to spin,

And all my breast with hyssop filled ;

Upon my brow and cheeks and chin
A bird's blood spilled.

I took a broken reed to hold,
I took a sponge of gall to press ;

I took weak water-weeds to fold
About my sacrificial dress,

I took the grasses of the field,
The flax was boiled upon my crine ;

And ivy thorn and wild grapes healed
To make good wine.

 

 

 

If thou wast still, O stream

 

fF thou wast still, O stream,      

  Thou would’st be frozen now:  

And ’neath an icy shield

  Thy current warm would flow.  

 

But wild thou art and rough;              

  And so the bitter breeze,         

That chafes thy shuddering waves,       

  May never bid thee freeze.

 

 

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Richard Watson Dixon (5 mei 1833 - 23 januari 1900)

Upper Street, Islington, 1811 

 

 

 

 

De Tsjechische (Duitstalige) dichter en schrijver Hans Werner Kolben werd geboren op 5 Mei 1922 in Aussig an der Elbe. Zie ook alle tags voor Hans Werner Kolben  op dit blog.


Uit:
Böhmen böhmisch (Door Peter Demetz)

 

„Ein anderes Gedicht aus seinen Papieren, "In das Schmelzen einer Abendstunde", löst alle Bürden in einer schwebenden Gewißheit auf, und nur die letzte Strophe verrät, aus welcher Unzeit das Gedicht stammt -

Dann wissen wir: das Schwere wird verschwinden,
Einst singen alle Geigen in dem Saal,
Die sich an diesem hohen Klang entzünden
Und tausend helle Bogenstriche münden
Zu einem großen jubelnden Choral.

Als ich seine [Kolbens] Gedichte in meine Sammlung tippte, war er längst dem Tode nahe, denn ein eifriger Mitschüler aus dem Gymnasium Stefansgasse erkannte ihn in einer Straßenbahn als Juden ohne Stern und denunzierte ihn der Gestapo, die ihn nach Mauthausen transportierte (gestorben im Außenlager Kauffering, 1944). Einige seiner Gedichte erschienen später mit meiner Einleitung im Wiener Plan (wo Otto Basil auch die ersten deutschen Poesien Paul Celans publizierte), und ich wünschte mir, daß ein letzter Wunsch des Schreibenden nicht ganz unerfüllt bliebe -

Und jetzt: - zu andern kommen, dann und wann,
Da tritt mit mir Verstummen in den Raum,
Bemüht euch nicht, was hilft der dünne Flaum,
Den eine Phrase drüber flechten kann. –

 

Doch wenn ich einst mit Menschen klingen werde,
Das sei wie Tanz aus alten Gartenschenken
Und Sommerfernen, bebendes Verschränken,
Gedämpftes Lied aus Bergen, Meer und Erde.“

 

 

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Hans Werner Kolben (5 mei 1922 – 23 maart 1945)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter Christian Friedrich Scherenberg werd geboren op 5 mei 1798 in Stettin. Zie ook alle tags voor Christian Friedrich Scherenberg op dit blog.

 

 

Eulenspiegels Auferstehung

 

Begraben lag ich, Jeder hat's erfahren,

Zu Mollen seit fünfhundert Jahren;

Auf einmal fiel ich aus der Grabesruh

Und fiel gleich grade auf ein Wirthshaus zu;

Stand auf und las: "Hier schenkt man Bier und Wein."

Schenkt? Ei, da muß ich schon im Himmel sein!

Voll Andacht kehrt' ich bei dem Wirthe ein.

""Gott segne Eure Hand!" sprach ich voll Freude,

Und: "Amen!" er, hielt auf die Hände beide.

Wir standen wie zwei müß'ge Windmühlflügel,

Ich sprach von „Schenken" — er von "Eulenspiegel."

Der kennt mich noch! Sie haben hier mein Grab —

Kein Segen wo ich noch Bekenntschaft hab'! —

 

 

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Christian Friedrich Scherenberg (5 mei 1798 – 9 september 1881)

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

 

 

De Vlaamse dichter Wouter Steyaert werd geboren in Gent in het jaar 1982. Zie ook alle tags voor Wouter Steyaert op dit blog.

 

 

Bij de dood

 

Laat mij maar liggen bovengronds
afgescheiden van lof en ironie
geweerd van de speen
waarover we het laken heen en weer trokken.

 

Ik stel het wel in mijn houten huis
zo ver en even dicht bij u. 

 

Laat mij maar liggen bovengronds
wachtend op een licht, een toehappend inzicht
laat mij de rug keren van al wie heeft getracht.

 

 Ik heb u goed begrepen
en werd al zoveel bemind.

 

 

 

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Wouter Steyaert (Gent, 1982)

Gent 

 

 

 

 

De Romeinse dichter Gaius Valerius Catullus werd geboren in 87 v. Chr, in Sirmione bij Verona Zie ook alle tags voor Catullus op dit blog.

 

 

Carmen VIII

 

Arme Catullus, word toch eindlijk wijs!
Wat eens verloren ging, komt nooit weerom.

 

Eens was het louter lentezonneschijn,
toen jij haar willig volgde, waar zij riep,
bemind, zooals geen tweede wordt bemind.
Dan was het dartelheid en minnespel.
Al wat je wou, zij liet je graag begaan.

 

Toen was het louter lentezonneschijn.

 

Zij wil niet meer. Wil niet, wat toch niet kan!
Loop haar niet langer na, betreur haar niet
maar wees verstandig en verman dit hart!

 

Vaarwel, Catullus heeft zijn hart vermand.
Hij vraagt je bijzijn, vraagt je gunst niet meer.

 

En jij ..., het zal je rouwen, maar te laat.
Rampzalige, wat zal je leven zijn?
Wie mag je naderen, je schoonheid zien?
Wie zal je liefde hebben, wie je lijf?
Wien bijt je kus, je kus, de lippen wond?

 

Zwijg stil, Catullus, en verman dit hart!

 

 

 

Carmen LXXII

 

Eens was het, Lesbia, zoo, dat je niets van een ander wou weten,
zelfs niet van Jupiter zelf, als naar je liefde hij dong.
Toen heb ik van je gehouden, niet zoo als Jan Rap van zijn meisje,
neen, maar zooals van hun zoons ouders, de hoop van hun huis.
Nu ben ik niet meer verblind, en al laait nu mijn hartstocht nog feller,
achting gevoel ik niet meer, eerbied verdween uit mijn hart.
Vraag je nog, hoe dat kan zijn? Zulk een krenking verandert de liefde:
zinnenlust steigert omhoog, teederheid schrompelt ineen.

 

 

 

Vertaald door A. Rutgers van der Loeff

 

 


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Catullus (87 v. Chr – 54 v. Chr.)

Catullus Reading His Poems door Sir Laurence Alma Tadema, 1870

Geschreven door Romenu om 14:14 Reageer op dit bericht

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