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Berichten van 31 december 2007

Sylvesterabend (Annette von Droste-Hülshoff )















Fresco, 1246, in de aan de H. Silvester gewijde kapel van de kerk Quattro Coronati in Rome. Te zien is paus Silvester die door Constantijn de Grote in 314 in Rome wordt verwelkomd.

 

 

Alle bezoekers en mede-bloggers een aangename jaarwisseling en een gelukkig Nieuwjaar!

 

 

Sylvesterabend

 

Am letzten Tage des Jahres
Da dacht' ich wie Mancher todt,
Den ich bey seinem Beginne
Noch lustig gesehn und roth,
Wie Mancher am Sargesbaume
Gelacht unterm laubigen Zelt,
Und wie vielleicht auch der meine
Zur Stunde schon sey gefällt.

Wer wird dann meiner gedenken
Wenn ich nun gestorben bin?
Wohl wird man Thränen mir weihen,
Doch diese sind bald dahin!
Wohl wird man Lieder mir singen,
Doch diese verweht die Zeit!
Vielleicht einen Stein mir setzen,
Den bald der Winter verschneit!

Und wenn die Flocke zerronnen
Und kehrt der Nachtigall Schlag,
Dann blieb nur die heilige Messe
An meinem Gedächtnißtag,
Nur auf zerrissenem Blatte
Ein Lied von flüchtigem Stift,
Und mir zu Häupten die Decke
Mit mooszerfressener Schrift.

Wohl hab' ich viele Bekannte
Die gern mir öffnen ihr Haus,
Doch wenn die Thüre geschlossen,
Dann schaut man nimmer hinaus,
Dann haben sie einen Andern
An meiner Stelle erwählt,
Der ihnen singt meine Lieder
Und meine Geschichten erzählt.

Wohl hab' ich ehrliche Freunde,
Die geht es härter schon an;
Doch wenn die Kette zerrissen,
Man flickt sie so gut man kann;
Zwey Tage blieben sie düster,
- Sie meinten es ernst und treu -
Und giengen dann in die Oper
Am dritten Tage auf's neu.

Ich habe liebe Verwandte,
Die trugen im Herzen das Leid,
Allein wie dürfte verkümmern
Ein Leben, so Vielen geweiht?
Sie haben sich eben bezwungen,
Für andre Pflichten geschont,
Nur schweben wohl meine Züge
Zuweilen noch über den Mond.

Ich habe Brüder und Schwestern,
Da gieng in's Leben der Stich,
Da sind viel Thränen geflossen
Und viele Seufzer um mich;
O, hätten sie einsam gestanden,
Ich lebte im ewigen Licht!
Nun haben sie meines vergessen
Um ihres Kindes Gesicht.

Ich hab', ich hab' eine Mutter,
Der kehr' ich im Traum bey Nacht,
Die kann das Auge nicht schließen,
Bis mein sie betend gedacht;
Die sieht mich in jedem Grabe,
Die hört mich im Rauschen des Hains -
O, vergessen kann eine Mutter
Von zwanzig Kindern nicht eins!

 

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff

 

 

 

 

Zie voor de schrijvers van 31 december mijn andere blog van vandaag.

 

Geschreven door Romenu om 13:46 Reageer op dit bericht

Bastian Böttcher, Gottfried August Bürger, Irina Korschunow, Giovanni Pascoli

Bastian Böttcher (Bremen, 31 december 1974)







De Duitse dichter schrijver Bastian Böttcher werd op 31 december 1974 in Bremen geboren. Zie ook mijn blog van 31 december 2006.

 

 

Coolawinta

 

das war´n cooler wintertag!

Wir sind verreist in die vereiste weite

In verschneite entlegene gegenden

Durch die wir mit moonboots, skischuhen und schneestiefeln im

Tiefschnee stiefelten

Du schnieftest und schliefst dann mit pullmoll oder paroli

Im molligen wollpulli am bollerofen

Ich lag daneben mit rolli

Und frau hooles dicke schneedaunendecke

Hing über die hüttendecke

Wie´ ne Lawine kurz vorm absturz

Die rückkehr scheiterte. Wir schienen eingeschneit

Allein zu zweit weit und breit nur dunkelheit

Und im schneekleid funkelte unbewohnt der mond

Wenn´ s auf den klee schneit, glitzern alle eiskristalle ganz ungewohnt

Vom ofenfeuer blieb nur glut. Ich schob scheite nach

Funken flogen aus den lodernden flammen, fackeln flackerten

Schatten wackelten in den wellen deiner wolldecke

Der wasserkessel tütete. Ich schüttete´ ne tüte tee rein

Reichte dir ein´ becher. Und die hütte taute auf

Du schautest zu mir rauf ohne worte, wie die mit der yes torte

Vertrautest drauf, dass der schneesturm bald abflaute

Und das eis draußen abtaut

Während der winterwind die weißen wolken

Weich gegen die wand hauchte, graut draußen der tag

Und im bläulichen morgendlichen licht glich die gleiche gegend nun

Einem glitschigen rutschigen gletscher- fertig zur abfahrt!

Wir starteten die schlitterpartie, zersplitterten die eiszapfen

Und schnitten mit den schlittenkurven furchen in den schnee

Der bob schleuderte beim slalom aus den geschlängelten bahnen

Und überschlug sich im flug zum loop

Ich fing an zu zweifeln

Das war nicht wahr!

Wir war´ n wahnsinnig nah am nirvanar

Und schwebten schwerelos mit schwung in windgeschwindigkeit weiter

Huckel und hügel- die katapultierten unsere raumgleiter

Ins weltall und ins walhall überall war´ n wir traumreiter

Im durchgeklnallten überschall

Prallte ich mit geballter power gegen die schallmauer

Die welt wurde wieder grauer

Ich fiel im freien fall aus allen wolken in die daunen- und sprungfedern

In den´ ich auf dem rücken lag

Das war´ n cooler wintertag!

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Gottfried August Bürger werd geboren op 31`december 1747 in Molmerswende. Zie ook mijn blog van 31 december 2006.

 

 

Winterlied

 

Der Winter hat mit kalter Hand
Die Pappel abgelaubt,
Und hat das grüne Maigewand
Der armen Flur geraubt;
Hat Blümchen, blau und rot und weiß,
Begraben unter Schnee und Eis.

 

Doch, liebe Blümchen, hoffet nicht
Von mir ein Sterbelied.
Ich weiß ein holdes Angesicht,
Worauf ihr alle blüht.
Blau ist des Augensternes Rund,
Die Stirne weiß, und rot der Mund.

 

Was kümmert mich die Nachtigall,
Im aufgeblühten Hain?
Mein Liebchen trillert hundertmal
So süß und silberrein;
Ihr Atem ist, wie Frühlingsluft,
Erfüllt mit Hyazinthenduft.

 

Voll für den Mund, und würzereich,
Und allerfrischend ist,
Der purpurroten Erdbeer gleich,
Der Kuß, den sie mir küßt.
O Mai, was frag ich viel nach dir?
Der Frühling lebt und webt in ihr.

 

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Irina Korschunow werd geboren op 31 december 1925 in Stendal in Sachsen-Anhalt. Haar moeder was Duits, haar vader Russisch. Door de afkomst van haar vader raaktse zij tijdens het nationaalsocialisme in een outsider positie. Na WO II studeerde zij germanistiek, Engels en sosiologie in Göttingen en München. Korschunow schreef talrijke romans en draaiboeken, en werd ook bekend als jeugdboekenschrijfster. Zij ontving diverse prijzen en woont tegenwoordig in München.

 

Uit: Das Luftkind

 

“Freda, die eigentlich Friederike hieß, Friederike von Rützow, war siebzehn, als sie in den Roggen geriet. Eine Katastrophe nannte es ihr Vater, doch des einen Eule ist des anderen Nachtigall, und Harro Hochberg, der damals noch mit seinen Rasseln und Klötzchen spielte, wird ihrem Fehltritt eines Tages seine Rettung verdanken. Zwei Geschichten, die eine hier, die andere dort, viel Zeit noch, bis beide sich mischen. Aber sie gehen aufeinander zu.

Es begann im Juli 1923, kurz vor der Ernte, der Roggen stand hoch. Gelber Roggen, wohin man sah, Klatschmohn und Kornblumen dazwischen, die Sommerfarben der Mark, und dass so etwas hier und in seiner Familie passieren könne, erklärte Herr von Rützow, liege an der Unordnung, die um sich greife nach dem verlorenen Krieg. Der Kaiser im Exil, das Reich zur Republik verludert, und nun dies.

»Und nun dies«, schrie er in seinem Zorn, der schnell hochschoss und wieder zusammenfiel, mankannte es und nahm es hin. Er war der Herr in Großmöllingen, alles seins, die Felder und Koppeln, die Scheunen und Remisen, das Schloss im Park, die niedrigen Katen an der Dorfstraße, eigentlich auch die Leute darin, obwohl jeder gehen konnte, falls es ihn juckte, nach Berlin oder Amerika. Die meisten jedoch blieben, wie ihre Väter und Großväter, weiterhin unter den Dächern des Herrn Baron, ein guter Herr im Allgemeinen, aufbrausend, aber gerecht und zugänglich für Sorgen und Nöte, wenn sie ihre Arbeit taten und den roten Agitatoren keine Chance gaben, die gewohnte Ordnung in Großmöllingendurcheinander zu bringen. Denn nur die Ordnung, so sein Credo, halte die Welt zusammen, im Großenwie im Kleinen. Und nun seine Tochter und dies. Gewalt, stammelte Freda und erzählte etwas von einem fremden Streuner, der sie in den Roggen gezerrt habe, lauter Lügen, Friedrich von Rützow glaubte kein einziges Wort. Doch weil der entschwundene Kindsvater als Ehemann ohnehin jenseitsjeder Debatte stand, sparte er sich die Mühe, hinter ihm her zu forschen, sondern tat das in solchen Fällen Übliche. Schweren Herzens, er liebte diese Tochter, wenn auch auf seine Weise, preußisch, doches gab nur den einen Weg, um das Schlimmste abzuwenden, und Freda fügte sich. Das Schlimmste, wird sie ihm irgendwann sagen, habe ihr seine Ordnung angetan. Aber noch senkte sie den Kopf und schwieg, was sonst auch nach den Jahren unter seiner Alleinherrschaft,immer nur du sollst, nie ich will.

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 31 december 2006.

 

De Italiaanse dichter Giovanni Pascoli werd geboren op 31 december 1855 in San Mauro di Romagna.

 

Geschreven door Romenu om 12:08 Reageer op dit bericht

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