Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
seniorennet.beseniorennet.be

Berichten van 21 november 2011

Isaac Bashevis Singer, Marilyn French, Margriet de Moor, Kerstin Preiwuß, Veza Canetti, Freya North

De Amerikaans-Poolse schrijver Isaac Bashevis Singer werd geboren op 21 november 1904 als Isaac Hertz Singer in Radzymin, Polen. Zie ook alle tags voor Isaac Bashevis Singer op dit blog.

 

Uit: Der Büßer (Vertaald door Gertrud Baruch)

 

„Im Jahre 1969 hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, die Klagemauer zu sehen, über die ich schon so viel gehört hatte. Sie sah etwas anders aus als die auf den Holzdeckel meines Gebetbuches geschnitzte Klagemauer. Da waren Zypressen zu sehen, hier jedoch konnte ich keinen einzi­gen Baum entdecken. Jüdische Soldaten bewachten den Zugang. Es war hellichter Tag, und zahlreiche Juden ver­schiedenster Art hatten sich hier eingefunden. Aschkena­sim und Sefardim waren da. Jugendliche mit schulterlan­gen Schläfenlocken, bekleidet mit Kniehosen, rabbini­schen Hüten und flachen Schuhen, unterhielten sich in ungarisch gefärbtem Jiddisch miteinander. Umringt von Neugierigen, hielt ein weiß gekleideter sefardischer Rabbi­ner in hebräischer Sprache eine Predigt über den Messias. Manche Besucher sagten das Totengebet auf, manche psalmodierten das Achtzehngebet. Einige schlangen sich Gebetsriemen um den Arm, andere wiegten den Ober­körper, während sie Psalmen rezitierten. Bettler baten mit ausgestreckter Hand um Almosen, manche feilschten sogar mit ihren Wohltätern. Vierundzwanzig Stunden am Tag betrieb hier der Allmächtige sein Geschäft.
Ich stand da und betrachtete die Mauer und die benach­barten, von Arabern bewohnten Straßen. Die Häuser, so schien es mir, hielten sich wie durch ein Wunder aufrecht, eins überragte das andere, und alle reckten sich und drän­gelten, um eine bessere Aussicht auf die Steinmauer zu haben, die als Erinnerung an den heiligen Tempel stehen­geblieben ist. Die Sonne brannte, er herrschte eine trockene Hitze, und überall roch es nach Wüste, uralter Zerstörung und jüdischer Ewigkeit.

Plötzlich kam ein schmächtiger Mann, der einen Kaftan und einen Samthut trug, auf mich zu. Dort, wo sein Man­tel auseinanderklaffte, war ein breiter Gebetsschal zu se­hen, dessen Fransen ihm fast bis zu den Knien reichten. Er hatte einen weißlichen Bart, aber ein jugendliches Ge­sicht. Seine Augen, so dunkel wie schwarze Kirschen, bezeugten, daß er ein junger, früh ergrauter Mann war.“

 

 

 1036617-f36dbf04f10e1ce554c64e16a45a85af.jpg

Isaac Bashevis Singer (21 november 1904 – 24 juli 1991)

Portret door Sylvia Ary, 1935

 

 


De Amerikaanse schrijfster en literatuurwetenschapster
Marilyn French werd geboren op 21 november 1929 in New York. Zie ook mijn blog van 21 november 2007  en ook mijn blog van 21 november 2008
en ook mijn blog van 21 november 2009 en ook mijn blog van 21 november 2010.

Uit: Tochter ihrer Mutter  (Vertaald door Cornelia Holfelder)

 

„MEINE MUTTER IST alt geworden, obwohl sie immer behauptet hat, sie werde jung sterben. Während meiner ganzen Kindheit erklärte sie mir immer wieder warnend - drohend? -, daß sie wegen ihres schwachen Herzens dieses Jammertal frühzeitig verlassen werde; mein robuster, bäurischer Vater hingegen werde ewig leben, die Erinnerung an die von ihr mit soviel Mühe zubereiteten Mahlzeiten in Schweinefleisch und Bohnen aus der Dose ertränken und es sich dabei nicht minder schmecken lassen. Als ich mit fünfzehn eines Nachmittags heimlich in den Schubladen ihrer Kommode stöberte - wohl in der Hoffnung, irgendeinen Hinweis darauf zu finden, was ich ihr bedeutete -, stieß ich auf einen versiegelten Umschlag mit der Aufschrift "nach meinem Tode zu öffnen". Ich riß ihn zornig auf, förderte ein Blatt Schreibpapier daraus zutage und erfuhr, daß ihr Limoges-Service für acht Personen (das nicht mehr ganz vollständig war), ihre fünf kristallenen Wassergläser (eines war kaputtgegangen) sowie ihr Tafelsilber, ebenfalls für acht Personen, zu gleichen Teilen an meine Schwester und mich übergehen sollten. Noch immer wütend, zündete ich das Blatt an, und als es in Flammen aufging, warf ich es in meiner Panik ins Klo. Weil das Papier weiterbrannte, warf ich hastig den Klodeckel zu, ohne zu bedenken, daß er aus Plastik und folglich leicht entflammbar war. Als die Klobrille zu brennen anfing, rief ich die Feuerwehr.“

 

 

 1036617-419601e8f8c5c11ae924a176dca36733.jpg

Marilyn French (New York, 21 november 1929 – 2 mei 2009)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster Margriet de Moor werd als Margaretha Maria Antonetta Neefjes op 21 november 1941 in Noordwijk geboren. Zie ook mijn blog van 21 november 2008 en ook mijn blog van 21 november 2009 en ook mijn blog van 21 november 2010.

 

Uit: De virtuoos

 

‘De a,’ – hij gaat tot handelen over – ‘is open en rond van vorm.’

Deze kus is een overmeestering. Mijn stomme gelukskreet (ah!) bestaat ook uit verbazing. Deze beslistheid? Deze mannelijkheid? Zelfs niet op het moment, een uur geleden, of twee uur, wie let er nou op de tijd, toen ik zijn verlangen dan toch domweg begon te zien…

Hij fluistert boven mijn lippen: ‘Je moet niet alleen je mond wijd opendoen, maar ook, en vooral, je keel. Wil je deze belangrijke klinker maken dan moet je, zeg ik je, je tong plat neerleggen.’

Ik gehoorzaam. Ik leer. Mijn hoofd wordt op het kussen gedrukt.

Hij dringt aan: ‘Platter, veel passiever, hoor eens, je mag op geen enkele andere sensatie uit zijn…’

Ademhaling, Stilte en verstikte keelklanken. O!

(Lippen rond, de ruimte vanbinnen intact…) Dat de geheimste hoeken van mijn mond worden doorzocht, afgetast en tot leven gebracht – punten, bogen, akkoord: deze koepel denk je je in als de koepel van een immens gewelf –, brengt mij in een sfeer van ijver en aandacht die ik tot diep in mijn binnenste voel.

Maar persoonlijk zou ik, als de les toch doorgaat, nu liever wat afdwalen.“

 

 

 1036617-d88eec209f09b5d3137a7e1b98346bd3.jpg

Margriet de Moor (Noordwijk, 21 november 1941)

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Kerstin Preiwuß werd geboren op 21 november 1980 in Lübz en groeide op in Plau am See en Rostock. Zie ook mijn blog van 21 november 2008 en ook mijn blog van 21 november 2009 en ook mijn blog van 21 november 2010
 

 

altweibertag

 

angst zeichnet die wand ab
hinter der ich sitze
draußen verfällt regen
messbares kichern der nymphen
oder der sirenen
höre ich sie weil ich innendrin selig bin?

das glaube nicht
was unentwegt klingt
sind wörter, schnell
wachsende weiden
wund von innen
nach außen gekrümmt

liegt's brustbein offen
klafter in den bäumen
borke übersprungener knochen

sieh mich an
sieh mich an bis zum grund
du kannst mich einsehen bis zum grund
bloß hab ein einsehen mit mir:
niemand, der es verdient
nicht geborgen zu sein

 

 

 

 1036617-1f7092ae0e4a16e70a480e1767b21d11.jpg

Kerstin Preiwuß (Lübz, 21 november 1980)

 

 

 


De Oostenrijkse schrijfster en vertaalster
Veza Canetti werd als Venetiana Taubner-Calderon geboren op 21 november 1897 in Wenen.
Zie ook mijn blog van 21 november 2008 en ook mijn blog van 21 november 2009 en ook mijn blog van 21 november 2010 

Uit: Briefe an Georges

 

„Und was die beiden anderen Autoren anlangt, er kennt vielleicht zehn Seiten Kafka und zwanzig Seiten Joyce, der Vortrag wird dennoch glänzend sein, was ich nur fürchte – das sind Hörer, ich fürchte die Fragen. Bei Proust kann man sie nicht beantworten, das sind keine einfachen Sätze und Andeutungen. Weisst Du was, er gab mir Proust vom zweiten Band an zu lesen, der erste fehlte, er sagte das ist ganz egal und natürlich verstand ich dieses herrliche Werk nicht. Ich schreib ihm jetzt eigens immer darüber ums ihm schmackhaft zu machen, so Szenen wie bei den Guermantes, das regt ihn auf. Bitte sei wieder lieb zu ihm und schrei nicht mit ihm, einmal bin ich Dir sogar

dankbar, denn das gibt ihm doch zu denken, und wie Du recht hast mit dem Plan! wie das richtig ist! Wie Du ihn retten könntest wenn er den Plan noch macht! Hier hab ich monatelang sekkiert, arbeit an den Vorträgen, es ist nicht die 50 Pfund es sind tausende Pfund. Er kann sie hier im Land zehn Mal wiederholen, auch im B.B.C., ich übersetze sie indessen, er kann damit im Kontinent reisen, er kann sie drucken, er kriegt hier ein Vermögen für ein Essay, nichts wird hergegeben und dann fall ich zusammen. Ich bin bestimmt ein Melancholiker der aber sehr manische Zeiten hat, wie jetzt, wo ich

hundert Dinge unternommen hab von denen etliches wieder gelingen wird, wie das mit Deutschland, das ich hinter seinem Rücken machte, der Verlag war ihm zu unbekannt! Mach ihn bekannt, schrie ich! Der bekannte Verlag Knopf hat nichts für ihn erreicht weil er es nicht nötig hatte sich einzusetzen, geht das Buch nicht gehn hundert andere. Dieser unbekannte Verlag muss sich einsetzen, denn er hat noch keine grossen Autoren. Dieser Kampf, diese Streitigkeiten, dan war er überglücklich dass die Dramen endlich in Buchform herauskommen. Dem deutschen Verleger musst ich schreiben Du hast die Lebensbeschreibung geschickt, ich konnt ihn nicht desavouieren, ich folge Dir und sandte nur die Daten.“

 

 

 1036617-23f3345a2df3022a03d6729b56fba82a.jpg

Veza Canetti (21 november 1897 – mei 1963)

 

 

 


De Britse schrijfster
Freya North werd geboren op 21 november 1967 in Londen. Zie
ook mijn blog van 21 november 2008 en ook mijn blog van 21 november 2009 en ook mijn blog van 21 november 2010.

 

Uit: Pip

 

“There’s really not that much difference between lap dancing and doing what I do,’ Pip proclaimed in a very matter-of-fact way over a robust but imaginative dinner that her uncle Django had spent the afternoon preparing in celebration of his three nieces’ weekend visit home to Derbyshire. Django spooned a large portion of something alarmingly beige on to his plate and appeared to contemplate it at length. In fact, he was considering his eldest niece’s words, wondering if he’d misheard, wondering if Pip had changed jobs; wondering, basically, what on earth he was going to do with her. Pip’s two younger sisters, Fen and Cat, sniggered into their semolina. Django had proudly called in ‘polenta’. But that was imaginative both with the truth and with the ingredients of the dish itself.
The Three sisters tactfully referred to it as ‘polenta’ because they, too, were being imaginative with the truth as well as heedful of the chef’s sensitivities. Having been brought up single-handedly by their uncle Django, the McCabe girls were well accustomed to his eccentricities and loved him all the more because of them. He devoted the same imaginative attention to idiosyncratic detail in his dress sense as to his cooking. The sisters saw nothing untoward about pea soup with tuna and stilton, or rhubarb crumble with Jelly Babies instead of rhubarb. They had never gone hungry and their taste buds had developed a commendable and valuable robustness. Nor did they think it odd that a man in his late sixties should dress in the souvenirs of his colourful past. Today, as Django dollaped polenta on to his plate and enlivened it with a hearty slosh of Henderson’s Relish, he tucked his paisley cravat (he’d partied with the Kinks in the 1960′s) into his cambric shirt, and loosened the enormous buckled belt he’d acquired at some free festival or other, currently holding a pair of jeans Clint Eastwood would have coveted for a Spaghetti Western.”

 

 

 1036617-5b4de2ae1a769bfc74b38b3b8b44a842.jpg

Freya North (Londen, 21 november 1967)



Zie voor nog meer schrijvers van de 21e november ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 19:20 Reageer op dit bericht

Heinrich von Kleist, Arthur Quiller-Couch, Wilhelm Waiblinger, Voltaire, Franz Hessel

Vandaag precies 200 jaar geleden stierf de Duitse dichter en schrijver Heinrich von Kleist. Kleist schoot op die dag bij de Kleine Wannsee in het zuidwesten van Berlijn eerst zijn vriendin Henriette Vogel en daarna zichzelf dood. Zie ook alle tags voor Heinrich von Kleist op dit blog

 

 

Das letzte Wort an Ulrike

 

An Ulrike von Kleist, 21. November 1811.

 

An Fräulein Ulrike von Kleist Hochwohlgeb. zu Frankfurt a. Oder.

 

Ich kann nicht sterben, ohne mich, zufrieden und heiter, wie ich bin, mit der ganzen Welt, und somit auch, vor allen Anderen, meine theuerste Ulrike, mit Dir versöhnt zu haben. Laß sie mich, die strenge Äußerung, die in dem Briefe an die Kleisten enthalten ist laß sie mich zurücknehmen; wirklich, Du hast an mir gethan, ich sage nicht, was in Kräften einer Schwester, sondern in Kräften eines Menschen stand, um mich zu retten: die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war. Und nun lebe wohl; möge Dir der Himmel einen Tod schenken, nur halb an Freude und unaussprechlicher Heiterkeit dem meinigen gleich: das ist der herzlichste und innigste Wunsch, den ich für Dich aufzubringen weiß.

 

Stimmings bei Potsdam.

    d. – am Morgen meines Todes.  Dein Heinrich.

 

 

 

 1036612-d05a9d5d046f79a09d6f1d06881d20c5.jpg

Heinrich von Kleist (18 oktober 1777 - 21 november 1811)

Alexander Beyer (Kleist) en Meret Becker (Henriette Vogel) in de tv-film Die Akte Kleist

 

 

 


De Engelse schrijver en crticus
Sir Arthur Thomas Quiller-Couch werd geboren op 21 november 1863 in Bodmin, Cornwall. Zie ook mijn blog van 21 november 2008
en ook mijn blog van 21 november 2009 en ook mijn blog van 21 november 2010.

 

Uit: On the Art of Writing

 

„LET me begin to-day, Gentlemen, with a footnote to my last lecture. It ended, as you may remember, upon an earnest appeal to you, if you would write good English, to study the Authorised Version of the Scriptures; to learn from it, moreover, how by mastering rhythm, our Prose overcame the capital difficulty of Prose and attuned itself to rival its twin instrument, Verse; compassing almost equally with Verse man’s thought however sublime, his emotion however profound.   1   Now in the course of my remarks I happened—maybe a little incautiously—to call the Authorised Version a ‘miracle’; using that word in a colloquial sense, in which no doubt you accepted it; meaning no more than that the thing passed my understanding. I have allowed that the famous forty-seven owed an immense deal to earlier translators—to the Bishops, to Tyndale, to the Wyclif Version, as themselves allowed it eagerly in their preface:—

              Truly (good Christian reader) wee never thought from the beginning that we should needs to make a new Translation, nor yet to make of a bad one a good one … but to make a good one better, or out of many good ones one principall good one, not justly to be excepted against: that hath bene our indeavour, that our marke.

   2   Nevertheless the Authorised Version astounds me, as I believe it will astound you when you compare it with earlier translations. Aristotle (it has been said) invented Chance to cover the astonishing fact that there were certain phenomena for which he found himself wholly unable to account. Just so, if one may compare very small things with very great, I spoke of the Authorised Version as a ‘miracle.’ It was, it remains, marvellous to me.   3   Should these deciduous discourses ever come to be pressed within the leaves of a book, I believe their general meaning will be as clear to readers as I hope it is to you who give me so much pleasure by pursuing them—almost (shall I say?) like Wordsworth’s Kitten with those other falling leaves:—

            That almost I could repine

            That your transports are not mine.

But meanwhile certain writers in the newspapers are assuming that by this word ‘miracle’ I meant to suggest to you a something like plenary inspiration at once supernatural and so authoritative that it were sacrilege now to alter their text by one jot or tittle.“

 

 


1036612-44ec174dcdfa986231ea8596fe892398.jpg
Arthur Quiller-Couch (21 november 1863 – 12 mei 1944)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Wilhelm Friedrich Waiblinger werd geboren op 21 november 1804 in Heilbronn. Zie ook mijn blog van 21 november 2008 en ook mijn blog van 21 november 2009 en ook mijn blog van 21 november 2010.

 

 

Boccaccio

 

Laß in den Garten mich ein, wo deine Versammlung erzählet,

Immer hab' ich ja gern lustige Schwänke gehört;

Glücklich sind die, so dir lauschen, gewiß der olympische Vater

Schämte sich nicht und mit Lust hört' ein Histörchen er an.

Glücklich sind sie. Doch über den Alpen versteht man die Späße

Nicht mehr, in Deutschland ist man allzu gebildet und fein.

Man erröthet, man spricht von Moral, und hat sie im Munde,

Aber im Herzen ist man, aber im Leben ihr Feind.

Doch so ist's immer. Man trieb in Eden Alles in Unschuld,

Und nach dem Sündenfall kam erst der Teufel in Ruf.

 

 

 

Carneval

 

Wie, du wunderst dich, Freund, wie so urplötzlich ein Volk sich

Wochenlang wie toll, närrisch und albern beträgt?

O mein Teurer, du irrest dich sehr, schilt keinen, der heut sich

Auf dem Corso herum wie ein Besessener treibt,

So erscheint mir am wahrsten der Mensch, dies Carneval steht ihm,

Aber das Schlimmere folgt, wenn er kein Mäskchen mehr hat.

 

 

 

1036612-51ef9cea965e142fad4e4a2085c13563.jpg
Wilhelm Waiblinger (21 november 1804 – 17 januari 1830)

 

 




De Franse schrijver
Voltaire, (pseudoniem van François-Marie Arouet) werd werd op 21 november 1694 geboren in Parijs. Zie ook alle tags voor Voltaire op dit blog.  

 

Uit: Candide (Vertaald door Tobias Smollett)

 

„In the country of Westphalia, in the castle of the most noble Baron of Thunder-ten-tronckh, lived a youth whom Nature had endowed with a most sweet disposition. His face was the true index of his mind. He had a solid judgment joined to the most unaffected simplicity; and hence, I presume, he had his name of Candide. The old servants of the house suspected him to have been the son of the Baron's sister, by a very good sort of a gentleman of the neighborhood, whom that young lady refused to marry, because he could produce no more than threescore and eleven quarterings in his arms; the rest of the genealogical tree belonging to the family having been lost through the injuries of time.

The Baron was one of the most powerful lords in Westphalia, for his castle had not only a gate, but even windows, and his great hall was hung with tapestry. He used to hunt with his mastiffs and spaniels instead of greyhounds; his groom served him for huntsman; and the parson of the parish officiated as his grand almoner. He was called "My Lord" by all his people, and he never told a story but everyone laughed at it.

My Lady Baroness, who weighed three hundred and fifty pounds, consequently was a person of no small consideration; and then she did the honors of the house with a dignity that commanded universal respect. Her daughter was about seventeen years of age, fresh-colored, comely, plump, and desirable. The Baron's son seemed to be a youth in every respect worthy of the father he sprung from. Pangloss, the preceptor, was the oracle of the family, and little Candide listened to his instructions with all the simplicity natural to his age and disposition.

Master Pangloss taught the metaphysico-theologo-cosmolonigology. He could prove to admiration that there is no effect without a cause; and, that in this best of all possible worlds, the Baron's castle was the most magnificent of all castles, and My Lady the best of all possible baronesses.“

 

 

 1036612-8ec29da2d2d2a0c960f4bb746dead737.jpg

Voltaire (21 november 1694 – 30 mei 1778)

Buste in het Musée d'Art et d'Histoire de Toul

 

 

 

 

De Duitse schrijver en vertaler Franz Hessel werd geboren op 21 november 1880 in Stettin. Zie ook alle tags voor Franz Hessel op dit blog.  

 

Uit: Heimliches Berlin

 

„Clemens Kestner, außerordentlicher Professor der Philologie an der Universität Berlin, kam gegen Mittag aus dem Kolleg heim. Vor dem grauen Eckhaus am Kanalufer nahe dem Lützowplatz hockte das Portiertöchterchen und zeichnete mit Kreide drei Rechtecke auf das Pflaster. Kestner blieb stehen und sah dem Kinde zu, das in das erste Feld „Himmel“, in das zweite „Hölle“ malte. Bei dem dritten zögerte es.

„Was kommt denn da hinein“, fragte Kestner,

„‚Welt‘ vielleicht?“

„Nein, ‚Tempelhof ‘ oder ‚Lichterfelde‘ –“

Über diese Antwort war der Professor so entzückt, daß er in seine Aktentasche griff und der Kleinen die Tüte Bonbons schenkte, die für sein eigenes Kind bestimmt war. Dann nahm er vor der Mutter, die aus ihrer Loge sah und deren blasses Gesicht ihm immer eine Art Ehrfurcht einflößte, seinen breitrandigen Hut ab. Dabei hoben sich einige seiner Haarsträhnen, die voll und weich, nicht eben grau, sondern eher wie erblaßt um eine beginnende Tonsur lagen.

Treppaufsteigend lachte er noch einmal über die Antwort des Kindes. Davon bekam sein sonst trotz bartloser Glätte etwas sorgenvolles Gesicht eine kindliche Verklärtheit. Als er die Wohnungstür aufgeschlossen hatte, sprang ihm der kleine Erwin entgegen, blieb aber bei des Vaters Anblick mitten im Laufen stehen.

„Ach, du bist es, Papa, ich dachte, die Mama kommt.“

Dann gab er artig die Hand.

„Ist denn die Mama nicht zu Hause?“

Oda, die Schwägerin, kam hinzu: „Sie ist heute morgen plötzlich fortgegangen, ohne mir etwas zu

sagen, und hat in ihrem Zimmer die Tücher ihres Kostüms von gestern wirr herumliegen lassen, was

sonst nicht ihre Art ist. Ich bin in Sorge um Karola. Sie hatte gestern nacht noch so lange Licht, und ich habe sie auf und ab gehen hören.“

„Sie wird zu ihrer bewunderten Margot gegangen sein; die hat heut in aller Frühe, als ich fortging, mit

ihr telephoniert. Aber du, Oda, bist blaß.“

„Ich habe mich so angestrengt. Der kleine Prinz, Mister Russells Besuch, ist plötzlich krank geworden.“

„Was fehlt ihm denn?“

 

 

 1036612-9f68f00ceb52030bbb393fe96859b19a.jpg

Franz Hessel (21 november 1880 – 6 januari 1941)

Geschreven door Romenu om 19:11 Reageer op dit bericht

Gerard Koolschijn

De Nederlandse schrijver en vertaler Gerard Koolschijn werd op 21 november 1945 in Den Haag geboren. Al in zijn vroege gymnasiumjaren begon Koolschijn met de vertaling van klassieke werken, wat in 1971 resulteerde in de publicatie van een vertaling van de Anabasis/Tocht der tienduizend van Xenophon (samen met Tjit Reinsma). Hij studeerde klassieke talen en rechten (beide aan de Rijksuniversiteit Leiden). Hij werkte van 1975 tot 1990 - met onderbreking van één jaar voor een medewerkerschap straf- en strafprocesrecht aan de RU Leiden - in het voortgezet onderwijs als leraar op verschillende Haagse scholen en als rector van het Haagse gymnasium Sorghvliet. Behalve vertalingen publiceerde hij Het democratische beest. Plato's tegenstander (1990). Ook maakte hij een toneelbewerking van Homerus' Ilias (1993). Koolschijns toneelvertalingen zijn van 1985 tot heden vele malen door de grote Nederlandse toneelgezelschappen op de planken gebracht.

 

Uit: Plato, schrijver, Teksten gekozen en vertaald door GK

 

'Nu wordt er wel eens gezegd,' zei zij, 'dat liefde het zoeken naar de eigen helft is, maar volgens mijn theorie is liefde niet gericht op een helft, en ook niet op een geheel, zolang die niet—dat moet je je goed realiseren—waardevol zijn. Want zelfs hun eigen handen en voeten zijn mensen bereid te laten afsnijden als zij het idee hebben dat iets van henzelf schadelijk is. Dat iets bij jezelf hoort is op zichzelf beslist geen reden tot tevredenheid, of het moest zijn dat je zonder meer van alle waardevolle dingen zegt dat ze bij jezelf horen en van jezelf zijn, en dat je met waardeloze dingen niets te maken hebt. Het enige wat mensen werkelijk begeren is: waardevolle dingen, dingen waar ze wat aan hebben.

[...] Kijk, Socrates, ieder mens is vruchtbaar en heeft een bepaalde potentie, zowel lichamelijk als geestelijk, en wanneer hij op een bepaalde leeftijd is gekomen verlangt onze natuur te baren en te verwekken. Het is een goddelijke gebeurtenis en in een sterfelijk wezen is dat het onsterfelijke element: zwangerschap en verwekking.“

 

  

1104087-8add942908112eb23618fa607c142d0f.jpg
Gerard Koolschijn (Den Haag, 21 november 1945)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten