Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
seniorennet.beseniorennet.be

Berichten van 28 december 2011

Liu Xiaobo, Burkhard Spinnen, Shen Congwen, Engelbert Obernosterer, Conrad Busken Huet

De Chinese dichter en mensenrechtenactivist Liu Xiaobo werd geboren in Changchun op 28 december 1955. Zie ook mijn blog van 28 december 2010.

 

Uit: Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass (Vertaald door Katrin Betz en Hans Peter Hoffmann)

 

„Leben und in Würde leben
Über die chinesische Lebenseinstellung

Unter der autokratischen Macht einer Partei dreht sich die politische Existenz und der politische Betrieb einzig und allein um die Macht, es gibt kein weiteres Motiv; die Existenz des Staates oder des Volkes ist nur ein Vorwand für die Machtausübung, es gibt keinen anderen Wert. Die Menschen unter einem autokratischen System leben einzig und allein um zu leben, es gibt keine anderen Werte, die eingefordert würden.
Wer so lebt, früher vom kommunistischen Fanatismus für dumm verkauft, heute bestochen vom Versprechen auf Wohlstand, lebt damals wie heute in einer menschlichen Wüste.
Die Chinesen als Menschen lebten damals ohne die geringste Würde, sie waren nichts als ein Werkzeug der Terrorordnung und hatten keine grundlegenden Werte mehr!
Mao Zedong hat unseren Landsleuten beigebracht: »Seid eine Schraube im revolutionären Getriebe!«
Ganz gleich, oh man sich wie in der Mao-Ära der Revolution widmete oder unter Deng Xiaoping die Revolution mied, unsere Landsleute hatten nur eine Wahl: eine Schraube zu sein in der Maschinerie der Despoten.

Wer lebte, lebte als Opportunist, hingegeben an ein Leben ohne Wahl nach der «dicken dunklen Theorie«.
Wer lebte, lebte in Heuchelei, eine zynische Strategie, versessen darauf, den Charakter zu spalten.
Wer lebte, lebte gleichgültig und abgestumpft, gewohnt an eine egoistische Zuschauerrolle.
Wer lebte, lebte auf den Knien, zufrieden mit dem Brot der Almosen.
Wer lebte, lebte leichthin und trivial; moralisches Schamgefühl und unauslöschliches Gewissen starben im Schweigen.
Wer lebte, lebte nur mit gebeugten Knien und gesenktem Kopf, eine moralische Ohnmacht, die längst nicht mehr an die Kraft des Gewissens und der Gerechtigkeit glaubte.
Wer lebte, lebte nur so, eine moralische Hilflosigkeit, in der der Opportunismus das Gewissen verschlang.
Wer lebte, lebte klug und aalglatt, verkaufte zunächst sein Gewissen, dann seine Helden, die ein Gewissen hatten, und schließlich das Schamgefühl, das für seine Sünden die Verantwortung übernimmt. Ein Mensch und ein Volk, das kein Schamgefühl hat, kann sehr glücklich leben.“

 

 

 1061941-a37a59c5150899d38cae47efdd13399b.jpg

Liu Xiaobo (Changchun, 28 december 1955)



 

 

 

De Duitse schrijver Burkhard Spinnen werd geboren op 28 december 1956 in Mönchengladbach. Zie ook alle tags voor Burkhard Spinnen op dit blog.

 

Uit: Müller hoch Drei

 

“Es war am ersten Sonntag der großen Sommerferien, sieben Tage vor meinem vierzehnten Geburtstag, da verkündeten mir meine Eltern, sie würden sich trennen. Und zwar jetzt. Auf der Stelle. Sie standen vor mir im Flur, luftig gekleidet, sie hatten sich bei den Händen gefasst wie zwei Schulkinder, und wie aus einem Munde sagten sie: »Wir trennen uns.«
Zuerst brachte ich kein Wort heraus. Ich war bloß erschüttert. Und mir stand leuchtend hell eine Zahl vor Augen: die Dreiunddreißig. Nach meiner letzten Kontrollrechnung waren nämlich genau dreiunddreißig Prozent meiner Klassenkameraden Scheidungskinder, die Sitzenbleiber und die Klassenüberspringer nicht einmal mitgerechnet. Ich hatte ziemlich viel Zeit damit verbracht, über die Scheidungen in meiner Klasse Buch zu führen und die Betroffenen eingehend zu befragen. Man muss ja schließlich wissen, was um einen herum passiert.
Doch erst jetzt ging mir auf, dass ich nie damit gerechnet hatte, es könnte mich selbst einmal erwischen. Ich kam mir vor wie ein Afrikaforscher, der Tag für Tag Giftschlangen untersucht und keine Sekunde lang fürchtet, er könnte gebissen werden. Aus Verzweiflung, mehr aber noch aus Scham über meine Naivität, wurde ich knallrot. Jedenfalls fühlte sich mein Gesicht von innen knallrot an.
Außerdem stand wohl darauf zu lesen, was ich dachte. »Es ist nicht, was du denkst!«, sagte meine Mutter rasch. »Von Scheidung kann keine Rede sein. Papa und ich verstehen uns glänzend. Wir bleiben sicher ein Leben lang zusammen.« Sie machte eine kleine Pause. Dann sagte sie: »Wir trennen uns bloß von dir.«

 

1061941-369243f32a02f8f48d89bf3623eccdf2.jpg
Burkhard Spinnen (Mönchengladbach, 28 december 1956)

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Engelbert Obernosterer werd geboren op 28 december 1936 in St. Lorenzen im Lesachtal, Kärnten. Zie ook mijn blog van 28 december 2008 en ook mijn blog van 28 december 2009 en ook mijn blog van 28 december 2010.

 

Uit: Nach Tanzenberg

 

„Ich selber habe das Gefährt bisher nur von Ferne, nämlich von den Hängen und Feldern unseres Hofes aus gesehen. Irgendwo im Steilen stehend, halte ich jedes Mal in den gleichförmigen Bewegungen inne und schaue ihm nach, wenn es tief unten, hin und wieder einen Bremsfurz ausstoßend, in den Radegundgraben eintaucht, um, nachdem es sich durch ein dichtes Waldstück aufwärts durchgekämpft hat, mit triumphalem Tatü-tata-tatü-tata sich in einer s-förmigen Schleife in die Ebene herauszuarbeiten.
Für einen Buben vom Berg ist es schwer vorstellbar, wie das Leben derer verläuft, die an heißen Sommertagen sich in die gepolsterten Sitze im schattigen Inneren eines Fahrzeugs zurücklehnen, dabei in ein saftiges Stück Obst beißen und ein paar Blicke in die der prallen Sonne ausgesetzten Hänge hinaufwerfen, wo punktklein sich die Leute vom Berg am Heu zu schaffen machen.
Jetzt aber ist es auch für mich so weit. An der Haltestelle unterhalb des Gasthof zur Post stehend, wende ich das Gesicht gegen den oberen Teil des Tales, von wo über die Dächer her bald irgendein Zeichen zu vernehmen sein müsste. Plötzlich wenden auch die Frauen ihre Köpfe in diese Richtung, denn ein fernes Dröhnen lässt die Luft über den Schindeldächern erzittern, sein Vibrieren erfasst die Dachrinnen, Fensterscheiben und alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Sich Bahn brechend stößt die blechgepanzerte Schnauze des Ungetüms hinter dem Hauseck hervor und biegt unter Glasglitzern und metallischem Gleissen herüber, direkt auf das Häufchen der Wartenden, die noch ein, zwei Schritte zurückweichen, zu.“

 

 

 1061941-b93e86100ffd610bfc3c44c6eacd3ca2.jpg

Engelbert Obernosterer (St. Lorenzen, 28 december 1936)

 

  

 


De Chinese schrijver Shen Congwen werd geboren op 28 december 1902 in Fenghuang in de provincie Hunan. Zie
ook mijn blog van 28 december 2008 en ook mijn blog van 28 december 2009 en ook mijn blog van 28 december 2010.

 

Uit: Congwen zizhuan. Autobiography of Congwen

 

„When those ignorant peasants were being beaten, I was sitting there as usual preparing court transcripts, copying down whatever confessions they muttered out under the pain of torture. And then

soldiers would swab some ink onto their palms and let them press their fingerprints in the blank space at the bottom of the transcript paper. The documents would finally be given back to me to put in

order and submit to the military judge for case filing.

(...)

 

I stayed there (Huaihua) for a year and four months, and during this time I witnessed about 700 killings. Under what circumstances people would be beaten during the prosecution, and in what kind of

state they would be beheaded, I knew thoroughly. It was hard to put into words the so-called human stupidities. This experience weighed on my mind, making me no longer able to feel the same love and hate as those in the city who read classics. There and in other places, I saw the stupid things never seen by ordinary people, heard the cries never heard by ordinary people, and smelled the odors never smelled by ordinary people. I was no longer interested in the moral ideas generated from the narrow and commonplace life of the city people. When I came to the city, I felt unlike a normal human being. I was gloomy and desolate. „

 

 

1061941-efdb25e18314197723d8772e64179cc2.jpg
Shen Congwen (28 december 1902 – 10 mei 1988)

Als adolescent 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Conrad Busken Huet werd geboren op 28 december 1826 in Den Haag, als zoon van een ambtenaar. Zie ook alle tags voor Conrad Busken Huet op dit blog.


Uit: Brieven over den Bijbel

 

„Hoofdzaak is dat Hosea te bedoelder plaatse niet alleen niet wijst op de toekomst, of op den Messias, of op diens levenslot, maar eenvoudig denkt aan de bevrijding van het joodsche volk uit de egyptische slavernij in den overouden tijd. Ziehier de woorden door den profeet aan God in den mond gelegd: ‘Als Israel een kind was, toen heb Ik hem liefgehad, en Ik heb mijnen Zoon uit Egypte geroepen.’ Dat Israel Gods kind of zoon genoemd wordt, is gewone bijbeltaal. Hier is geene voorspelling, maar eene historische opmerking in den trant als de aanhef der tien geboden: ‘Ik ben de Heer, uw God, die u uit Egypteland, uit het diensthuis, uitgeleid heb.’ - Wederom een voorbeeld uit Mattheus. Deze evangelist merkt de geboorte van Jezus uit de maagd Maria als de vervulling aan van de volgende plaats uit Jesaja: ‘Ziet, de maagd zal zwanger worden, en eenen zoon baren, en gij zult zijnen naam heeten Emmanuel.’ Gij meent dat Jesaja

derhalve heeft voorspeld dat de Zaligmaker der wereld eene maagd tot moeder hebben zou? Onjuist. Jesaja heeft alleen voorspeld dat, binnen den tijd die noodig is eer het kind eener nog ongehuwde of pasgehuwde vrouw goed van kwaad kan onderscheiden, dat wil dus zeggen binnen den tijd van twee of drie jaren, het koningrijk Juda zich volkomen hersteld zou hebben van de oorlogsrampen waardoor het destijds geteisterd werd. Tot eene gedachtenis aan dien zegen moest het knaapje dat stond geboren te worden, welk knaapje intusschen niet meer dan een kind van Jesaja's verbeelding was, den naam van Emmanuel, van God-met-ons ontvangen. Zoo werd zeker steenen gedenkteeken, in de buurt van Mizpa, in Samuels dagen ter eere eener schitterende overwinning op de Filistijnen gesticht, door hem genoemd Eben-Haezer, letterlijk: Steen-der-hulpe, en bij omschrijving: Tot hiertoe heeft ons de Heer geholpen. – „

 

 

 1061941-4f268167b7cdfcb78bc7e5559a0f5649.jpg

Conrad Busken Huet (28 december 1826 – 1 mei 1886)

Kopie door Coen van Oven naar een origineel van Jozef Israëls



Zie voor nog meer schrijvers van de 28e december ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 20:01 Reageer op dit bericht

Öyvind Fahlström, Manuel Puig, Antoine Bodar, Morris Rosenfeld, Erich Köhler, Guy Debord, Alfred Wolfenstein, Édouard d’Anglemont, Antoine Furetière

De Zweedse kunstenaar, dichter en schrijver Öyvind Axel Christian Fahlström werd geboren op 28 december 1928 in São Paulo. Zie ook mijn blog van 28 december 2010.

 

Uit: The Invisible Painting, 1960

 

„Very generally:
The future of art, if it is to have any future, must be based on a synthesis. I regard most modern art as an experimental field for separate discoveries and solutions, the unity of composition and form, color composition, illusions of time and space, poetic content, automatism and gesture, experimentation with material. A growing number of artists end up in a technical idiocy of style, cultivating a particular halfway solution.

The future: an attempt to create complete works of art. Fewer — bigger — more important — more worked through. That it's natural for an artist to make a few such works, in the same way a composer or writer does. Natural to plan and "think through" a work to a greater extent and, if possible, to use technology and science, as has been done most significantly in music. See, for example, Schöffer's cybernetic mobiles.

 

 

 1061925-9718044cd730aad7c17898bd0534b96e.jpg

Öyvind Fahlström, Column no. 2 (Picasso 90), 1973

 

Less generally:
In one particular respect I think that collaboration with technology is imminent.

Painting is lagging behind the other art forms because of its limited opportunities to reach its audience. By "reach" I mean to "own" a work of art, to possess it, to take it out when you want to, have it on display or not — like a book or a record — so that as many people as possible can experience an original, as they can with film and theater. By this I mean that the fetishism connected to handmade and signed originals would never exist; instead there would be a multitude of equally valuable copies. When art is bought today, it happens, as we know, only partly for the same reasons that books or records are purchased — and it is bought by an extremely limited group of people. Those to whom works of art mean the most have the least means to acquire them. This is an incredibly warped situation, to which many artists are oddly resigned.“

 

 

 1061925-bbbc336ad69a2124853fa6d4fffa352f.jpg

Öyvind Fahlström (28 december 1928 - 9 november 1976)

 

 

 

 

De Argentijnse schrijver Manuel Puig werd geboren op 28 december 1932 in General Villegas. Zie ook mijn blog van 28 december 2006 en ook mijn blog van 28 december 2008 en ook mijn blog van 28 december 2009 en ook mijn blog van 28 december 2010.

 

Uit: Pubis angelical (Vertaald door Albert Bensoussan)

 

“J’ai été élevée comme ça, chez nous on ne dit jamais rouge, on dit toujours grenat, et l’on dit femme au lieu d’épouse, mari au lieu d’époux. [...] Crois-tu que vous autres les Argentins méritez la réputation que vous avez de snobs ? - Bien sûr ! La classe élevée tu n’imagines pas ce que c’est, moi je les connais très bien. […] On m’a éduquée comme ça, quand j’étais petite maman me corrigeait si je disais le mot qui ne convenait pas. - Ta mère appartient à la classe élevée ? - Non, plus ou moins à l’aise, mais pas élevée. Snob je ne te dis que ça. Et j’oubliais le pire, « goûter » au lieu de « prendre le thé ». Pire encore que de dire « rouge ». - Qu’est-ce qu’on dit dans la classe élevée ? prendre le thé, je suppose. - Bien sûr, ça fait anglais. Mais c’est fantastique le pouvoir d’un mot. Si quelqu’un, une camarade de collège, m’invitait chez elle pour goûter, je n’y allais pas, j’imaginais une table sans nappe et des bols ébréchés [...]”

 

 

 

 1061925-603f65fa0627e34b828434298e0e23ae.jpg

Manuel Puig (28 december 1932 – 22 juli 1990)

 

 

 

De Nederlandse rooms-katholiek priester, kunsthistoricus, schrijver en columnist Antoine Bodar werd geboren in 's-Hertogenbosch op 28 december 1944. Zie ook mijn blog van 28 december 2008 en ook mijn blog van 28 december 2009 en ook mijn blog van 28 december 2010.

 

Uit: Tot dienen geroepen

 

“Vult God ons in of vullen wij God in. Hebben wij deel aan Hem of heeft Hij deel aan ons. Bedenkt Hij ons of bedenken wij Hem. Staat Hij in het middelpunt of staan wij in het middelpunt. Gaat het om Hem of gaat het om ons. Maakt Hij ons deelgenoot van Zijn Geest of maken wij Hem deelgenoot van onze geest.
Dit is de kwestie rond het alom en door iedereen aangewende begrip spiritualiteit: Het betekent iets (want het heeft van doen met Gods Geest) of het betekent niets (want heeft van doen metalles). Ietsisme is uitnodiging tot God te geraken. Anders reikt het tot nietsisme, voorheen bekend als nihilisme.
Maar heeft God niet te maken metalles en iedereen? Stellig. God is evenwel niet afhankelijk van ons maar wij zijn afhankelijk van Hem. De verbinding begint bij Hem en niet bij ons. In spiritualiteit vieren wij niet ons zelf maar vieren wij God in dankbaarheid om de schenking van de Heilige Geest (
Spiritus Sanctus) – spiritualiteit dus in echte betekenis – die ons niet minder afhankelijk van Hem als aanhankelijk jegens Hem doet zijn.”

 

 

 1061925-f5cb2a00145f4cb7ef80541c89067b5a.jpg

Antoine Bodar ('s-Hertogenbosch, 28 december 1944)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter Morris Rosenfeld (eig. Moshe Jacob Alter) werd geboren op 28 december 1862 in Boksze in Polen. Zie ook mijn blog van 28 december 2008 en ook mijn blog van 28 december 2009 en ook mijn blog van 28 december 2010.

 

 

Atonement Evening Prayer

 

Atonement Day--evening pray'r--sadness profound.

The soul-lights, so clear once, are dying around.

The reader is spent, and he barely can speak;

The people are faint, e'en the basso is weak.

The choristers pine for the hour of repose.

Just one--two chants more, and the pray'r book we close!

 

And now ev'ry Jew's supplication is ended,

And Nilah approaching, and twilight descended.

The blast of the New Year is blown on the horn,

All go; by the Ark I am standing forlorn,

And thinking: 'How shall it be with us anon,

When closed is the temple, and ev'ryone gone!'

 

 

 

The Feast Of Lights

 

Little candles glistening,

Telling those are listening

Legends manifold,

Many a little story,

Tales of blood and glory

Of the days of old.

 

As I watch you flicker,

As I list you bicker,

Speak the ancient dreams:

--You have battled, Jew, one time,

You have conquer'd too, one time.

(God, how strange it seems!)

 

In your midst was order once,

And within your border once

Strangers took no part.

Jew, you had a land one time,

And an armed hand, one time.

(How it moves the heart!)

 

Glisten, candles, glisten!

As I stand and listen

All the grief in me,

All the woe is stirred again,

And the question heard again:

What the end shall be?

 

 

 

 1061925-40711ef4f9a0b5e07e009b337cced569.jpg

Morris Rosenfeld (28 december 1862 – 22 juni 1923)

 

 

 

 

De (Oost)-Duitse schrijver Erich Köhler werd geboren op 28 december 1928 in Taschwitz nabij Karlsbad. Zie ook mijn blog van 28 december 2009 en ook mijn blog van 28 december 2010.

 

Uit: Radauer oder Aufstieg und Fall von Politanien

 

“Wie bitte, fragt das Kind, aber sein Stimmchen macht kein Echo
Was hier los ist, wollen wir wissen
Was soll hier schon los sein
Hier soll einer, allzu frühe von uns gegangen, paar alte Geschichten
Hier gibt es keine alten Geschichten, nur mich
Und was tust du hier, wenn man mal fragen darf
Ach, immer dasselbe
Nämlich
Ich baue die Stadt Troja auf, hier im Sandkasten. Jemand zertrampelt sie und ich, ich baue sie immer wieder auf
Moment mal, sage ich, die Decke war dicht. Uraltes Moos zwischen den Platten. Garantiert unbewegte Lage, seit die Gruft geschlossen wurde. Und du kommst uns mit dem großen Un­bekannten. Entweder, du willst uns, oder du bist selber...

Das Kind: Getrampelt wird aber. Hier war die große Ring­mauer, hier die Unterburg, da die Oberburg, dort das Skäische Tor, dazwischen Marktplatz, Wohnhäuser, Spei­cher. Alles ist hin.“

 

 

 

 1061925-dec3daeacffa69f07fddd5544b55ed55.jpg

Erich Köhler (28 december 1928 – 16 juli 2003)

 

 

 

 

 

ZIe voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 28 december 2010.

 

De Franse schrijver, filmmaker en kunstenaar Guy  Debord werd geboren op 28 december 1931 in Parijs. Zie ook mijn blog van 28 december 2009.


De Duitse dichter, toneelauteur en vertaler
Alfred Wolfenstein werd geboren op 28 december 1883 in Halle. Zie ook mijn blog van 28 december 2006 en ook mijn blog van 28 december 2008 en ook mijn blog van 28 december 2009.

 

 

De Franse dichter Édouard d’Anglemont werd geboren op 28 december 1798 in Pont-Audemer, departement Eure.

 

 

De Franse schrijver en lexicograaf Antoine Furetière werd geboren op 28 december 1619 in Parijs. Zie ook mijn blog van 28 december 2009.


Geschreven door Romenu om 19:36 Reageer op dit bericht

Hildegard Knef

De Duitse actrice, schrijfster en zangeres Hildegard Knef werd gebpren in Ulm op 28 december 1925.

Ze volgde tijdens de oorlogsjaren een opleiding aan de filmschool in Babelsberg bij Berlijn. Daar deed ze haar eerste vriend op, een chef bij het filmbedrijf, met wie ze voor de Russen uit moest vluchten. Na toch te zijn opgepakt bleek de vriend tot haar grote schrik een beschermeling van Joseph Goebbels te zijn, een nazi uit de hogere kringen derhalve. Deze ongewilde nazi-connectie heeft een glanzende carrière van Knef in de VS verhinderd, hoewel ze er met haar rol in de Broadwaymusical Silk Stockings van Cole Porter wel succes had. Knefs carrière begon in 1946 met Die Mörder sind unter uns, de eerste naoorlogse Duitse film. In 1951 veroorzaakte de voorstelling van zelfmoord en euthanasie in de film Die Sünderin een schandaal.

Een grote internationale filmcarrière was voor Hildegard Kneff, of 'Neff', zoals ze zich in de Verenigde Staten liet noemen, niet weggelegd, hoewel ze er wel veel moeite voor heeft gedaan. Ze ontpopte zich in de jaren 60 met haar zwaar doorrookte stem vooral als chanteuse; veel van haar liedteksten schreef ze zelf. Later gebruikte ze haar schrijftalent voor een tweetal boeken: het autobiografische Der geschenkte Gaul (1970), dat een veelgeprezen bestseller werd, en Das Urteil (1975). In dat laatste boek schrijft ze over kanker.

Knef heeft meer dan 20 jaar de kanker in haar eigen lichaam bestreden, werd 50 keer geopereerd, raakte verslaafd aan pijnstillende drugs en medicijnen, lag in 2001 drie weken in coma, raakte door alle behandelingen steeds vatbaarder en overleed uiteindelijk aan een longontsteking. Tussen alle behandelingen door probeerde ze haar werk voort te zetten. In 1998 nog nam ze een CD op met jazz- en rocknummers en in 1990 verscheen een CD met de titel 17 Millimeter. Hildegard Knef overleed op vrijdag 1 februari 2002 op de leeftijd van 76 jaar.

 

Uit: Der geschenkte Gaul

 

“Er hieß Hans Theodor, war groß, war wild, war rastlos, war rothaarig – durcheilte Leben, durcheilte Berufe wie Schnellzüge Stationen – gewann Wettschwimmen gegen die Rheinströmung, gewann Fußballpokale, gewann Amateurboxkämpfe.
War verzweifelt.
Ich hätte ihn gern kennen gelernt.
Mit 17 bekam er sein EK II – mit 17½ sein EK I. Er hatte sich freiwillig gemeldet, war an der Somme, war in Verdun und war einmal im Bordell. Und als der Krieg vorbei war, rissen sie ihm am Anhalter Bahnhof in Berlin die Schulterstücke runter und die Orden ab – was ihm blieb, war die Krankheit. »Geheilt«, sagte der Arzt nach einem Jahr – »ham Se noch mal Glück jehabbt.«
Er konnte sich nicht mehr zurechtfinden in dem nach Kohlrüben riechenden Deutschland. Suchte Kriege, suchte Streit – bis er seine Frieda Auguste traf. Sie heirateten. Packten ein, packten aus, zogen hin, zogen her, führten eine Umzugsehe. manchmal verdiente er, hatte Auto samt Chauffeur, verlor beides, landete in Ulm. Da kam die nächste große, einmalige, alles bisher Dagewesene in den Schatten stellende Chance: Türkei, eigene Fabrik, Unabhängigkeit. Die vermasselte ich. Mein Auftritt fand im Dezember statt. Mein Vater raste durch die Wohnung, schrie: »Ist ihr Blut in Ordnung, Doktor, ist das Blut auch in Ordnung?« Es war.
Einen Monat später fand Mutter die Spritze. Im Flur war ein Hängeboden, auf dem Hängeboden ein Karton, im Karton die Spritze. Sie fragte ihn: Was soll die Spritze?
Sie ist wiedergekommen, die Krankheit von damals. Ich bin in Behandlung, mache mir die Spritzen, sie sagen, es ginge wieder vorbei.
Es ging nicht. Er bekam Fieber, bekam Angina. Ob das eine mit dem anderen zusammenhing, wussten sie nicht, die Ärzte. Er kam ins Krankenhaus. Mutter auch. Sie hatte eine Blinddarmentzündung. Er lag im zweiten, sie im ersten Stock.”

 

 

1250417-8e00a26d774d6906281847e2df02a9ff.jpg 

Hildegard Knef (28 december 1925 - 1 februari 2002)

Cover

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten