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Berichten van 29 maart 2013

Golgatha (Christian Schubart)


Bij Goede Vrijdag       

 

 

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Die Kreuzigung Christi door Christian Wilhelm Ernst Dietrich, 1754

 

 

 

 

Golgatha

 

Seele hast du keine Flügel?

So fliege doch nach Golgatha

Wo auf einem Todeshügel

Den Sohn der Vater leiden sah.

 

Die Erde zittert,

Schaut und erschüttert

 

Den Tod, den großen Tod!

Der dem Mittler Gottes droht.

 

Geister stehen auf den Höhen,

Wie Todte bleich, wie Gräber stumm!

Und die wen’gen Edlen stehen

Ohnmächtig um den Pfahl herum;

 

Sie sehn und schauen

Den Tod voll Grauen;

 

Den Tod, den großen Tod!

Der dem besten Freunde droht.

 

Nacht und Dunkel hängt herunter,

Moria, wo ist deine Pracht?

Wo ist deines Tempels Wunder?

Deckt alles Tod und Mitternacht?

 

Die Berge zittern,

Die Felsen splittern;

 

O Tod, O großer Tod!

Der dem Sündentilger droht.

 

Aus der fürchterlichsten Wolke

Erhebt die Todesstimme sich

Vor dem zitterenden Volke:

»Mein Gott! warum verläßst du mich?«

 

Vom Höllengrimme

Zeugt diese Stimme;

 

O Tod! - o welch ein Tod!

Der dem größten Menschen droht.

 

Blutigrothe Strahlen zücken

Von eines Todesengels Schwert,

Geister hören, staunen, blicken!

Als sie das letzte Wort gehört:

 

»Nun ich empfehle

Dir meine Seele!

 

O Gott, es ist vollbracht!«

Und sein Haupt sinkt in die Nacht.

 

Tief an deinem Kreuze unten,

Gottmensch! Erlöser! lieg' ich hier.

Ich blick’ hinauf nach deinen Wunden,

Sie strömen Seligkeit auch mir.

Will Tod mich tödten,

So soll es reden

 

Dein Blut,Gottmensch, dein Blut!

Und ich trotze seiner Wuth.

 

O wie freudig kann ich sterben!

Ich fürchte nicht der Hölle Gluth;

Meine Kleider will ich färben

In des erwürgten Lammes Blut.

 

Auch ich empfehle

Dir meine Seele,

 

O Gott! wenn einst der Tod

Mir, wie meinem Mittler droht.

 

 

 

 

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Christian Schubart (24 maart 1839 – 10 oktober 1791)

Obersontheim, geboorteplaats van Schubart, raadhuis

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 29e maart ook mijn vorige blog van vandaag.


Geschreven door Romenu om 13:51 Reageer op dit bericht

Geert van Istendael, Wim Brands, Eric Walz, Georg Klein, Ernst Jünger, Yvan Goll

De Vlaamse prozaschrijver, dichter en essayist Geert van Istendael werd geboren in Ukkel op 29 maart 1947. Zie ook alle tags voor Geert van Istendael op dit blog.

 

 

Mijn volkslied voor Nederland

 

Land van kroket en kaas
van bistroos, boerenkool
en sjuu met ossenhaas,
waar muren eten geven,
waar pils zo flets en klein is,
waar gastronomen sneven,
en Trijntje aan de wijn is.

O Vaderland!
O Nederland!
O nee, nee, nee, nee,
Nederland!
Nee.

Land waar het hele volk
de taal van Sjeekspier blaat,
thuis, in de trem, op straat:
Guts, man, with what for idea
come you now up the proppy,
We are so by the tide, niet,
kwestie van coppy coppy.

Refrein

Land van de massamens
die elke zomer vlucht
in blanke kèrrevèns
naar Franse autowegen,
de polder ver ontstegen.
Wie weet wat hem benarde?
Is Holland niet te harden?

Refrein

Auw land van klaain en chrauwt,
fan leife en fan dauwd,
fan sjpetter en fan sjtauwt.
Land waar een vis een fisj isj
(dus min of meer een fiets is)
Wat hep hun te furtelle?
Ik sjech: maaint joer auwn bisnisj.

Refrein

Land dat geen Alpen heeft
maar zuilen meer dan Rome,
niets kan je overkomen.
Jij land van zwarte kousen
en zestien miljoen pausen,
o welvaartsstaat van koeien
van dijken en van doeieie.

O Vaderland!
O Nederland!
O nee, nee, nee, nee,
Nederland!
Tja.

 

 

 

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Geert van Istendael (Ukkel, 29 maart 1947)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter, journalist en presentator Wim Brands werd geboren in Brummen op 29 maart 1959. Zie ook alle tags voor Wim Brands op dit blog.

 

 

 

Op straat, op een transformatorhuisje

 

Op straat, op een transformatorhuisje:
ik zoek zieke, dode vogels,
dank u wel
ik woon in de Knollendamstraat.

In de krant: als een zebra gaat liggen
sterft hij

In bed, ik zie weer mijn grootvader
vlak voor hij sterft. Het was
in het voorjaar, de paarden

gingen van stal en hij leunde
tegen het hek. Ik hoorde hem:
geef me mijn bril, het worden stippen.

 

 

 

 

Zo herinner ik me

 

Zo herinner ik me de voddenkoopman
van de overkant. Ik was in deze ontvolkte
buurt zijn laatste klant.

Zittend aan het raam zie ik nog zijn volle kar staan.
Midden op de weg. Hoor zijn roep. Wat vrolijk
en somber stemt, want

als ik er niet meer ben, wie herinnert zich
dan zijn stem?

 

 

 

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Wim Brands (Brummen, 29 maart 1959)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Eric Walz werd geboren op 29 maart 1966 in Königstein im Taunus. Zie ook alle tags voor Eric Walz op dit blog.

 

Uit:Die Herrin der Päpste

 

»Es ist auch schon siebenundsechzig Jahre her«, erklärte Suidger. »Weder Ihr, Exzellenz, noch ich waren damals schon geboren. Sie aber war zarte sechs Jahre alt und …«
Liudprand wandte sich um. »Das genügt«, rief er. »Der Vorfall ist von keinerlei Bedeutung für meine Untersuchung. Sie wird morgen vor Gericht gestellt, und dabei bleibt es.«
»Aber Exzellenz«, empörte Suidger sich. »Der Vorfall erklärt anschaulich, dass Marocia entgegen Eurer Annahme bereits von frühester Kindheit an auf unserer Seite …«
Das Stampfen von Liudprands Stock hallte von den Wänden wider. »Genug, habe ich gesagt. Ich will nichts mehr davon hören.« Liudprand wandte sich wieder dem Feuer zu, doch als er ihm seine Hände entgegenstreckte, zitterten sie. Wie zum Schutz umfassten seine Finger erneut den Stock. »Die Kindheit dieser… Person mag Euch einen Bericht wert sein, denn Ihr seid ihr Verteidiger …«
»Verhandlungsführer«, berichtigte Suidger.
Liudprand murrte in sich hinein. »Meine Untersuchung jedoch befasst sich nicht mit Dingen, die vor fast zwei Menschenaltern vorgefallen sind, sondern« – er fuchtelte mit dem Stock in Richtung des geschlossenen Fensters – »mit dem, was da draußen geschehen ist – mit Verrat.«
»Damit hat sie nichts zu tun. Sie hat lediglich versucht …«
»Schweigt«, befahl Liudprand mit einer Kraft, die man seiner dürren Kehle kaum zugetraut hätte.
Suidger war zu klug, um sich mit dem Gesandten jetzt ein Wortgefecht zu liefern. Er rieb sich seinen vollen braunen Bart, der sein halbes Gesicht bedeckte, und ging stumm zu einem der Fenster. Ein knapper Stoß seiner kräftigen Rechten genügte, um den Laden aufzuklappen. Sofort wehte Suidgers Ordensgewand im eisigen Abendwind und schmiegte sich eng um seinen rundlichen Bauch.”

 

 

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Eric Walz (Königstein im Taunus, 29 maart 1966)

Cover 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Georg Klein werd geboren op 29 maart 1953 in Augsburg. Zie ook alle tags voor Georg Klein op dit blog.

 

Uit: Roman unserer Kindheit

 

“Dazu kommt noch der eine superschwere schwarze Gummiball. Er ist schon alt und weit gereist. Frau Böhm, die Mutter der Schicken Sybille, vermochte ihn als halbwüchsiges Mädchen in ihrer durch den Krieg unendlich fern gerückten Heimat bei einer besonderen Tanzgymnastik senkrecht so himmelhoch zu werfen, dass sie unter dem Steigen, Im-Totpunkt- Stehen und Stürzen drei Pirouetten drehen konnte, bevor er mit einem gehorsam, aber zugleich missgünstig dumpfen Schmatzen wieder in ihre Ellenbogenbeugen plumpste. Bis heute und auch in Zukunft ist die schwarze Kugel mit Vorsicht zu genießen. Beim Abwerfball schießen nicht nur den Mädchen die Tränen in die Augen, wenn sie den Böhm?schen Gummiball an den Kopf bekommen haben. Einem der Zwillinge wurde nach einem Wurf von Wolfskopf einmal derart gründlich finster vor Augen, dass seiner Erinnerung bereits das Niedersinken auf den Rasen fehlt. Deshalb lässt er sich ab und zu, am liebsten vom Älteren Bruder, schildern, wie es für die anderen aussieht, wenn man wie umgekegelt daliegt, mit zitternden Lidern, mit hellem Blut in einem Nasenloch und schaumiger Spucke auf den schlaffen Lippen.”

 

 

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Georg Klein (Augsburg, 29 maart 1953)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Ernst Jünger werd geboren in Heidelberg op 29 maart 1895. Zie ook alle tags voor Ernst Jünger op dit blog.

 

Uit: Kriegstagebuch 1914-1918

 

“3.I.15.

Am Morgen holte ich Kaffee von der Feldküche, die an die Fasa-nerie gefahren war. Dann schliefen wir in der Hauptstellung, ei-nem Schützengraben, der hinter der Linie liegt. Der Graben, der vor uns lag wurde stark beschossen, die Granaten platzten 50 -100 mvor unsrer Stellung, ich ließ mich im Schlafe nicht stören. Am Abend bezogen wir wieder unsre Feuerstellung. Das Granaten-hölzchen hinter uns erhielt einige Treff er der Fortgeschütze, wir sahen die Funken aus dem Zünder sprühen. Ein Offizierstellvertreter, ein Unteroffizier und ein Gefreiter gingen mit Gewehrgranaten vor, als sie die erste abschossen, explodierte sie vor der Mündung und verwundete alle 3, den Unteroffizier sehr schwer.”

 

 

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Ernst Jünger (29 maart 1895 - 17 februari 1998)

In 1916

 

 

 

 

De Duits-Franse dichter en schrijver Yvan Goll (eig. Isaac Lang) werd geboren in Saint-Dié-des-Vosges op 29 maart 1891. Zie ook alle tags voor Yvan Goll op dit blog.

 

 

Mond

 

III

Wie sollten wir dich anders denn verstehn,
o roter Mund, der sündig sich verzerrte;
wir Schmachtenden, auf stummer Erde hockend!

 

Kalt in Mansarden warfst du dein Gemecker,
und über die verstummten Krankensäle
ließest du goldne Lerchen zwitschern.

 

Wir alle standen an die Welt gekreuzigt
und mußten dich mit unsern Augen schaun,
und mußten an den Schmerz und an das Sterben glauben
und mußten doch noch immer weiter hoffen!

 

 

IV

Und eines Nachts troff Blut auf unser Antlitz:
Dein Blut, zu unsres Krieges Blut gemischt,
rann um die Erde wie ein runder Ring.

 

Verwundete, tiefkniend bei Kartätschen,
aufschäumten ihre Lippen von dem Roten,
und Sterbende ersoffen an dem Trank.

 

Es war kein Heil im Himmel noch auf Erden:
Wir mußten unsre Häupter tief vergraben,
wir mußten unsre Lieben tief verschütten,
und klagten, daß wir eher nicht gestorben.

 

 

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Yvan Goll (29 maart 1891 – 27 februari 1950)

 

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 29e maart ook mijn blog van 29 maart 2012 deel 1 en ook deel 2.

Geschreven door Romenu om 13:46 Reageer op dit bericht

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