Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
seniorennet.beseniorennet.be

Berichten van 4 december 2011

Rainer Maria Rilke, Geert Mak, Annette von Droste-Hülshoff

De Duitse dichter Rainer Maria Rilke werd als René Karel Wilhelm Johann Josef Maria Rilke op 4 december 1875 in Praag geboren. Zie ook alle tags voor Rainer Maria Rilke op dit blog.  

 

Uit: Advent

 

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin - bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

 

 

 

Ein Prophet


Ausgedehnt von riesigen Gesichten,
hell vom Feuerschein aus dem Verlauf
der Gerichte, die ihn nie vernichten, -
sind die Augen, schauend unter dichten
Brauen. Und in seinem Innern richten
sich schon wieder Worte auf,

nicht die seinen (denn was wären seine
und wie schonend waren sie vertan)
andre, harte: Eisenstücke, Steine,
die er schmelzen muß wie ein Vulkan,

um sie in dem Ausbruch seines Mundes
auszuwerfen, welcher flucht und flucht;
während seine Stirne, wie des Hundes
Stirne, das zu tragen sucht,

was der Herr von seiner Stirne nimmt:
Dieser, Dieser, den sie alle fänden,
folgten sie den großen Zeigehänden,
die Ihn weisen wie Er ist: ergrimmt.

Einmal war ich weich wie früher Weizen,
doch, du Rasender, du hast vermocht,
mir das hingehaltne Herz zu reizen,
daß es jetzt wie eines Löwen kocht.

Welchen Mund hast du mir zugemutet,
damals, da ich fast ein Knabe war:
eine Wunde wurde er: nun blutet
aus ihm Unglücksjahr um Unglücksjahr.

Täglich tönte ich von neuen Nöten,
die du, Unersättlicher, ersannst,
und sie konnten mir den Mund nicht töten;
sieh du zu, wie du ihn stillen kannst,

wenn, die wir zerstoßen und zerstören,
erst verloren sind und fernverlaufen
und vergangen sind in der Gefahr:
denn dann will ich in den Trümmerhaufen
endlich meine Stimme wiederhören,
die von Anfang an ein Heulen war.

 

 

 

 

Spätherbst in Venedig


Nun treibt die Stadt schon nicht mehr wie ein Köder,
der alle aufgetauchten Tage fängt.
Die gläsernen Paläste klingen spröder
an deinen Blick. Und aus den Gärten hängt

der Sommer wie ein Haufen Marionetten
kopfüber, müde, umgebracht.
Aber vom Grund aus alten Waldskeletten
steigt Willen auf: als sollte über Nacht

der General des Meeres die Galeeren
verdoppeln in dem wachen Arsenal,
um schon die nächste Morgenluft zu teeren

mit einer Flotte, welche ruderschlagend
sich drängt und jäh, mit allen Flaggen tagend,
den großen Wind hat, strahlend und fatal.

 

 

 

 1045375-162a6f89a8c49db50ca8ac604013c129.jpg

Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)

Portret door Helmut Westhoff

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Geert Mak werd geboren op 4 december 1946 in Vlaardingen. Zie ook mijn blog van 4 december 2008 en ook mijn blog van 4 december 2009 en ook mijn blog van 4 december 2010. Geert Mak viert vandaag zijn 65e verjaardag.

 

Uit: In Europa

 

„Ik logeerde bij een paar vrienden. Ze hadden, na diens dood, het huis van de oude Jószef Puszka betrokken, de voormalige dorpskapper. Op de zolder hadden ze een minuscuul notitieboekje gevonden, vol potloodkrabbels uit het voorjaar van 1945 en plaatsnamen als Aalborg, Lübeck, Stuttgart en Berlijn. Iemand ontcijferde een paar regels:

In het krijgsgevangenkamp Hagenau. O, mijn God, ik heb niemand op deze wereld. Misschien is er, als ik terugkom, zelfs geen meisje meer voor me in het dorp. Ik ben als een kleine vogel die in de verte roept. Niemand kijkt naar de lieve moeder en dat kleine vogeltje. O, mijn God, help me alsjeblieft naar huis, naar mijn vader en mijn moeder. Zo ver van mijn land, zo ver lopen van iedere weg.

Halverwege het dorp stuitte ik, naast een modderpad, op een verweerd betonnen blok, een goedkoop ding met bovenaan een soort ridderfiguur en twee jaartallen, 1914 en 1918. Daaronder zesendertig namen, zesendertig jongens, het hele café vol.

1999 Was het jaar geweest van de euro, van de algemene uitzaaiing van de mobiele telefoon, van het internet voor Jan en alleman, van de gebombardeerde bruggen van Novi Sad, van de feestende effectenbeurzen in Amsterdam en Londen, van de warmste september sinds mensenheugenis, van de angst voor de millenium-bug die alle computers op 31 december gek zou maken.

In Vásárosbéc was 1999 het jaar geweest dat de vuilnisman voor het laatst zijn ronde deed met paard en wagen. Ik maakte toevallig de historische dag mee: hij had een vrachtwagen gekocht. In datzelfde najaar waren vier werkloze zigeuners begonnen met het verharden van weer een stukje zandweg, er kwam misschien wel asfalt. En de klokkenluider werd ontslagen: hij had de uitkering van de moeder van de burgemeester achterovergedrukt. Dat was ook in 1999.

In het café kwam ik ze allemaal tegen: de burgemeester, wilde Maria, de tandeloze (ook wel aangeduid als 'de spion'), het dronken lor, de zigeuners, de vrouw van de postbode die bij haar koe woonde. Ik moest kennismaken met de veteraan, een grote, vriendelijke man in een camouflagepak die zijn nachtmerries verdreef met drank en foute paddestoelen. Hij sprak Frans, dat beweerde iedereen, maar het enige woord dat ik hem hoorde zeggen, was 'Marseille'.

 

 

1045375-0d8295a96706e123adfe9a0bea38e6e1.jpg 

Geert Mak (Vlaardingen, 4 december 1946)

 

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata (Bij de tweede zondag van de Advent):

 

De Duitse dichteres en schrijfster Annette von Droste-Hülshoff werd op 10 januari 1797 op het slot Hülshoff in Westfalen geboren. Zie ook alle tags voor Annette von Droste-Hülshoff op dit blog.

 

 

Am zweiten Sonntage im Advent

Evang.: Von Zeichen an der Sonne

 

 

Wo bleibst du, Wolke, die den Menschensohn

Soll tragen?

Seh' ich das Morgenrot im Osten schon

Nicht leise ragen?

Die Dunkel steigen, Zeit rollt matt und gleich;

Ich seh' es flimmern, aber bleich, ach, bleich!

 

Mein eignes Sinnen ist es, was da quillt

Entzündet,

Wie aus dem Teiche grün und schlammerfüllt

Sich wohl entbindet

Ein Flämmchen und von Schilfgestöhn umwankt

Unsicher in dem grauen Dunste schwankt.

 

So muß die allerkühnste Phantasie

Ermatten;

So in der Mondesscheibe sah ich nie

Des Berges Schatten,

Gewiß, ob ein Koloß die Formen zog,

Ob eine Träne mich im Auge trog.

 

So ragt und wälzt sich in der Zukunft Reich –

Ein Schemen!

Mein Sinnen sonder Kraft! – Gedanke bleich.

Wer will mir nehmen

Das Hoffen, was ich in des Herzens Schrein

Gehegt als meiner Armut Edelstein?

 

Gib dich gefangen, törichter Verstand!

Steig nieder

Und zünde an des Glaubens reinem Brand

Dein Döchtlein wieder,

Die arme Lampe, deren matter Hauch

Verdumpft, erstickt in eignen Qualmes Rauch.

 

Du seltsam rätselhaft Geschöpf aus Ton,

Mit Kräften,

Die leben, wühlen, zischen wie zum Hohn

In allen Säften,

O bade deinen wüsten Fiebertraum

Im einz'gen Quell, der ohne Schlamm und Schaum!

 

Wehr ab, stoß fort, was gleich dem frechen Feind

Dir sendet

Die Macht, so wetterleuchtet und verneint,

Und starr gewendet

Wie zum Polarstern halt das Eine fest,

Sein Wort, sein heilig Wort, und – Schach dem Rest!

 

Dann wirst du auf der Wolke deinen Herrn

Erkennen,

Dann sind Jahrtausende nicht kalt und fern,

Und zitternd nennen

Darfst du der Worte Wort, des Lebens Mark,

Wenn dem Geheimnis deine Seele stark.

 

Und heute schon, es steht in Gottes Hand,

Erschauen

Magst du den Heiland und der Seele Brand

Gleich dem Vertrauen.

Zerfallen mögen Erd' und Himmelshöhn,

Doch seine Worte werden nicht vergehn.

 

 

 

1045375-ddb628439ea30c32bd0355baa76ab7ae.jpg
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Burg Hülshoff bij Münster, haar geboortehuis.

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 08:35 Reageer op dit bericht

Nikoloz Baratashvili, Emil Aarestrup, Nikolay Nekrasov, Trudi Guda, Samuel Butler, René Fallet, Thomas Carlyle

De Georgische schrijver en dichter Nikoloz Baratashvili werd geboren op 4 december 1817 in Tbilisi. Zie ook alle tags voor Nikoloz Baratashvili op dit blog.

 

Merani

 

It runs; it flies; it bears me on; it heeds no trail nor spoor;
A raven black behind me croaks with ominous eyes of doom;
Speed thee on and onward fly with a gallop that knoweth no bound,
Fling to the winds my stormy thoughts in raging darkness found.

Go onward! onward! cleaving through roaring wind and rain
Over many a mount and many a plain, short'ning my days of pain;
Seek not shelter, my flying steed, from scorching skies or storm;
Pity not thy rider sad, by self-immolation worn.

I bid farewell to parents, kin, to friends and sweetheart dear
Whose gentle voice did soothe my hopes to a hot and bitter tear.
Where the night falls, there let it dawn, there let my country be;
Only the heavenly stars above my open heart will see.

The sighs that burn, that rend the heart to stormy waves I hurl;
To thy inspired, wild maddened flight, love's waning passions whirl.
Speed thee on, and onward fly, with a gallop that knoweth no bound,
Fling to the winds my stormy thoughts, in raging darkness found.

In foreign lands thou lay me low, not where my fathers sleep;
Nor shed thou tears nor grieve, my love, nor over my body weep;
Ravens grim will dig my grave and whirlwinds wind a shroud
There, on desert plains where winds will howl in wailings loud.

No lover's tears but dew divine will moist my bed of gloom;
No dirge but vultures' shrieks will sound above my lowly tomb;
Bear me far beyond the bounds of fate, my Merani,
Fate whose slave I never was, and henceforth - never shall be!

By fate repulsed, oh bury me in a dark and lonely grave:
My bloody foe, I fear thee not - thy flashing sword I brave.
Speed thee on and onward fly with a gallop that knoweth no bound,
Fling to the winds my stormy thoughts in raging darkness found.

The yearnings of my restless soul will no in vain have glowed,
For, dashing on, my steel has paved a new untrodden road.
He who follows in our wake, a smoother path will find;
Daring all, his fateful steed shall leave dark fate behind

It runs; it flies; it bears me on; it heeds no trail nor spoor;
A raven black behind me croaks with ominous eyes of doom;
Speed thee on, and onward fly, with a gallop that knoweth no bound,
Fling to the winds my stormy thoughts, in raging darkness found.

 

 

 

Vertaald door Venera Urushadze

 

 

 

1045372-3f9d262d80e236708384dc4e2bef1c4b.jpg
Nikoloz Baratashvili (4 december 1817 – 21 oktober 1844)

Portret door Lado Gudiashvili

 

 

 

 

De Deense dichter Emil Aarestrup werd geboren op 4 december 1800 in Kopenhagen. Zie ook mijn blog van 4 december 2008 en ook mijn blog van 4 december 2009 en ook mijn blog van 4 december 2010

 

 

Admonition

 

This blue that is called azure-blue,

This scoop of water, clump of earth,

This foolish nonsense of no worth,

Called good and evil by some pedants too –

 

Oh, this diversion full of vain pretence!

This you can gape at? By and by

Will you take in a dream so wry

To call it life must mean you lack all sense?

 

Oh, surely there is more to life than this!

By human thought I could not make a hole

In this great veil, or fire in this black coal –

For thought itself is play that goes amiss –

 

Oh, if that Alexander were here now,

He’d proffer me his sword – and I – But see:

There with his scythe strides death ahead of me

To slice the knot he only needs one blow! –

 

 

 

1045372-06f2eb17d21a5206f0db4a228785dfbe.jpg
Emil Aarestrup (4 december 1800 – 21 juli 1856)

Het “Aarestruphus“ in Nysted

 

 

 

De Russische dichter Nikolay Nekrasov werd geboren op 4 december 1821 in Nemirovo. Zie ook mijn blog van 4 december 2008 en ook mijn blog van 4 december 2009 en ook mijn blog van 4 december 2010
 

 

In War

 

Hearing the terrors of the war, sore troubled,

By each new victim of the combat torn--

Nor friend, nor wife I give my utmost pity,

Nor do I for the fallen hero mourn.

Alas! the wife will find a consolation.

The friend by friend is soon forgot in turn.

 

But somewhere is the one soul that remembers--

That will remember unto death's dark shore,

Nor can the tears of a heart-stricken mother

Forget the sons gone down on fields of gore.

One soul there is that like the weeping willow

Can never raise its drooping branches more.



 

 

 1045372-f66d90a746a6eae2175d774579fc295b.jpg

Nikolay Nekrasov (4 december 1821 – 8 januari 1878) 

Portret door Konstantin Makovsky, 1856

 

 

 

 

De Surinaamse dichteres en cultureel antropologe Gertrude (Trudi) Marie Guda werd geboren in Paramaribo op 4 december 1940. Zie ook mijn blog van 4 december 2008 en ook mijn blog van 4 december 2009 en ook mijn blog van 4 december 2010
 

 

Vandaag

 

is poëzie geen vlucht

de harde tekens -

taal

houd ik gericht

naar buiten, deze kleine opening

waarin bijna onmerkbaar

liefde binnendringt.

 

 

 

Strand bij Coronie

 

Dragen vogels de wind

koelt de zee het strand

Vrijen vogels de wind

zoent de zee het zand, het zand, het zand

 

 

 

 1045372-2f8bbed3f4f0cab074bd4aeafd4de733.jpg

Trudi Guda (Paramaribo, 4 december 1940)

 

  

 

 

 

De Engelse schrijver, componist, filoloog en schilder Samuel Butler werd geboren op 4 december 1835 in Langar, Nottinghamshire. Zie ook mijn blog van 4 december 2008 en ook mijn blog van 4 december 2009 en ook mijn blog van 4 december 2010

 

Uit: Erewhon

 

„Hence their professorships of Inconsistency and Evasion, in both of which studies the youths are examined before being allowed to proceed to their degree in hypothetics. The more earnest and conscientious students attain to a proficiency in these subjects which is quite surprising; there is hardly any inconsistency so glaring but they soon learn to defend it, or injunction so clear that they cannot find some pretext for disregarding it.

Life, they urge, would be intolerable if men were to be guided in all they did by reason and reason only. Reason betrays men into the drawing of hard and fast lines, and to the defining by language -- language being like the sun, which rears and then scorches. Extremes are alone logical, but they are always absurd; the mean is illogical, but an illogical mean is better than the sheer absurdity of an extreme. There are no follies and no unreasonablenesses so great as those which can apparently be irrefragably defended by reason itself, and there is hardly an error into which men may not easily be led if they base their conduct upon reason only.

Reason might very possibly abolish the double currency; it might even attack the personality of Hope and Justice. Besides, people have such a strong natural bias towards it that they will seek it for themselves and act upon it quite as much as or more than is good for them: there is no need of encouraging reason. With unreason the case is different. She is the natural complement of reason, without whose existence reason itself were non- existent.“

 

 

 1045372-55376a821e4098e426d57d04ab322a65.jpg

Samuel Butler (4 december 1835 – 18 juni 1902)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 4 december 2010.

 

De Franse schrijver René Fallet werd geboren op 4 december 1927 in Villeneuve-Saint-Georges. Zie ook mijn blog van 4 december 2008 en ook mijn blog van 4 december 2009


De Schotse schrijver Thomas Carlyle werd geboren in Ecclefechan, gelegen in de regio Dumfries and Galloway in Schotland op 4 december 1795. Zie ook mijn blog van 4 december 2008
en ook mijn blog van 4 december 2009.  

Geschreven door Romenu om 08:35 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten