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Berichten van 10 september 2017

Edmund de Waal, Andreï Makine, Franz Werfel, Paweł Huelle, Mary Oliver

De Britse schrijver, keramist en hoogleraar Edmund Arthur Lowndes de Waal werd geboren op 10 september 1964 in Nottingham. Zie ook alle tags voor Edmund de Waal op dit blog.

Uit: The Hare With Amber Eyes: A Hidden Inheritance

`I look up at the second-floor windows where Charles had his suite of rooms, some of which looked across the street to the more robustly classical house opposite, some across the courtyard into a busy roofscape of urns and gables and chimneypots. He had an antechamber, two salons --- one of which he turned into his study – a dining-room, two bedrooms and a ‘petite’. I try to work it out; he and his older brother Ignace must have had neighbouring apartments on this floor, their elder brother Jules and their widowed mother Mina below, with the higher ceilings and grander windows and the balconies on which, on this April morning, there are now some rather leggy red geraniums in plastic pots. The courtyard of the house was glazed, according to the city records, though all that glass is long gone. And there were five horses and three carriages in these stables which are now a perfect bijou house. I wonder if that number of horses was appropriate for a large and social family wanting to make the right kind of impression.
It is a huge house, but the three brothers must have met every day on those black-and-gold winding stairs, or heard each other as the noise of the carriage being readied in the courtyard echoed from the glazed canopy. Or encountered friends going past their door on the way up to an apartment above. They must have developed a way of not seeing each other, and not hearing each other, too: to live so close to your family takes some doing, I think, reflecting on my own brothers. They must have got on well. Perhaps they had no choice in the matter. Paris was work, after all.
The Hôtel Ephrussi was a family house, but it was also the Parisian headquarters of a family in its ascendancy. It had its counterpart in Vienna, the vast Palais Ephrussi on the Ringstrasse. Both the Parisian and Viennese buildings share a sense of drama, of a public face to the world. They were both built in 1871 in new and fashionable areas: the rue de Monceau and the Ringstrasse were so of-the-minute that they were unfinished, untidy, loud and dusty building sites. They were still spaces that were inventing themselves, competitive with the older parts of town with their narrower streets, and spikily arriviste.
If this particular house in this particular streetscape seems a little stagey, it is because it is a staging of intent. These houses in Paris and Vienna were part of a family plan: the Ephrussi family was ‘doing a Rothschild’. Just as the Rothschilds had sent their sons and daughters out from Frankfurt at the start of the nineteenth century to colonise European capital cities, so the Abraham of my family, Charles Joachim Ephrussi, had masterminded this expansion from Odessa in the 1850s. A true patriarch, he had two sons from his first marriage, Ignace and Léon. And then when he remarried at fifty he had continued producing children: two more sons, Michel and Maurice, and two daughters, Thérèse and Marie. All of these six children were to be deployed as financiers or married into suitable Jewish dynasties."

 

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Edmund de Waal (Nottingham, 10 september 1964)

 

 

De Franse schrijver van Russische afkomst Andreï Makine werd geboren in Krasnojarsk op 10 september 1957. Zie ook mijn blog van 10 september 2010. en eveneens alle tags voor Andreï Makine op dit blog.

Uit: Das französische Testament (Vertaald door Holger Fock en Sabine Müller)

`Und plötzlich dieses Foto!
Ich erblickte es, als ich aus reiner Neugier einen großen Umschlag öffnete, der zwischen der letzten Seite und dem Einband herausgerutscht war. Es handelte sich um einen der unvermeidlichen Stapel von Abzügen, die man nicht für wert erachtet, auf den spröden Karton der Albumblätter geklebt zu werden: Landschaften, deren Herkunft man nicht mehr kennt, Gesichter, an denen niemand hängt oder an die sich keiner erinnert. Ein Stapel, den man endlich einmal sichten müsste, um über den Verbleib all dieser armen Seelen zu entscheiden ...
Zwischen diesen Unbekannten und den längst in Vergessenheit geratenen Landschaften sah ich sie. Eine junge Frau, deren Kleidung sich auf eigenartige Weise von der Eleganz der Leute unterschied, die auf den anderen Fotos zu sehen waren. Sie trug eine weite, wattierte Jacke in schmutzigem Grau und eine Tschapka mit heruntergeklappten Ohrenschützern. Sie hatte sich mit einem Baby ablichten lassen, das sie, eingemummt in eine Wolldecke, an die Brust drückte.
»Wie hat sie es nur geschafft«, fragte ich mich, »sich bei diesen Männern und Frauen in Frack und Abendrobe einzuschleichen?« Was hatte sie zwischen all diesen Aufnahmen von Prachtstraßen, diesen Wandelhallen, diesen südländischen Ausblicken zu suchen? Sie schien aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Welt, unerklärlich. In ihrer Aufmachung, die heutzutage nur noch Frauen tragen, die im Winter auf den Straßen den Schnee schippen, schien sie ein Eindringling in unserer Ahnengeschichte zu sein ...
Ich hatte meine Großmutter nicht hereinkommen hören.
Sie legte ihre Hand auf meine Schulter. Ich schreckte auf, dann zeigte ich ihr das Foto und fragte: »Wer ist diese Frau?«
Für einen Augenblick blitzte in dem sonst unerschütterlich ruhigen Blick meiner Großmutter Bestürzung auf. Aber fast unbekümmert fragte sie zurück: »Welche Frau?«
Wir hielten beide inne und spitzten die Ohren. Ein eigenartiges Knistern lag im Raum. Meine Großmutter wandte sich um und rief plötzlich und, wie mir schien, voller Freude:
»Ein Totenkopf! Sieh mal, ein Totenkopf!"

 

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Andreï Makine (Krasnojarsk, 10 september 1957)

 

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Franz Werfel werd op 10 september 1890 in Praag geboren. Zie ook mijn blog van 10 september 2010 en eveneens alle tags voor Franz Werfel op dit blog.

Uit: Lied der Bernadette

`Am dritten Abend seines stummen Krieges mit dem Weibe gibt der Mann sich geschlagen. Es handelt sich nur mehr um die Form, welche er seiner Kapitulation zu verleihen gedenkt. Nach langem Hin und Wider entschließt sich der Kaiser zu einem sehr ungewöhnlichen Schritt. Er vermeidet den bürokratischen Geschäftsgang. Da er sich vor seinen Ministern schämt, umgeht er dieselben. Weder Fould noch Roulland oder Delangle werden verständigt. Der Kaiser wirft eine Depesche an den Präfekten von Tarbes aufs Papier:
»Sie haben den Zugang der Grotte westlich von Lourdes unverzüglich dem Publikum zu öffnen. Napoleon.«
Das ist alles. Die Depesche wandert aufs Telegraphenamt. Mit einer Abschrift wandert der Kaiser zur Kaiserin. Eugénie errötet tief:
»Ich wußte immer, Louis«, sagt sie, »daß du ein großes Herz besitzest, das sich selbst zu überwinden vermag ...«
»Tatsache ist, Madame«, erwidert er auf diese Deklamation äußerst förmlich, »daß die Dame von Lourdes in Ihnen eine vortreffliche Verbündete gefunden hat ...«
Baron Massy hält die Depesche des Kaisers in der Hand. In den ersten Minuten der Bestürztheit, nach einer raschen Anwandlung des Stolzes, unverzüglich seine Demission einzureichen, gewinnt er schnell seine kalte Fassung wieder und beginnt mit gewohntem Scharfsinn die Lage zu analysieren:
Zuvörderst das Telegramm selbst. Der Text ist knapp und trocken wie ein militärischer Befehl. Er widerspricht der Art Louis Napoleons, der seine Weisungen an die zivilen Behörden sonst in Höflichkeit zu kleiden und oft auch zu begründen pflegt. Die Wortkargheit des Textes verrät Unbehagen. Sollte das Telegramm echt sein, so ist es dem Kaiser zweifellos abgerungen worden. Eine Verschwörung Eugénies, der bigotten Hofdamen und etwelcher Soutanen vermutlich, die von Tag zu Tag mehr den propagandistischen Wert der »Apparitionen von Lourdes« zu erkennen scheinen. Einzig der zuständige Bischof bleibt starr nach wie vor. Der übrige Klerus ist seit einiger Zeit in Bewegung geraten wie Flußeis bei Tauwetter. Ein durch erwiesene, aber unerklärbare Heilungen dokumentiertes Wunder bedeutet einen so gewaltigen Einbruch in den offiziellen Deismus und inoffiziellen Nihilismus des Zeitalters, daß sowohl die Sicherheit des Unglaubens als auch die Unsicherheit des Glaubens ins Wanken gerät. Davon ist die Depesche des Kaisers der lebendige Beweis."

 

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Franz Werfel (10 september 1890 – 26 augustus 1945)
Scene uit de Amerikaanse film “The Song of Bernadette” uit 1943 

 

 

De Poolse schrijver Paweł Huelle werd geboren op 10 september 1957 in Gdańsk. Zie ook mijn blog van 10 september 2010 en eveneens alle tags voor Pawel Huelle op dit blog.

Uit: The Last Supper (Vertaald door Antonia Lloyd-Jones)

"Citizen," began the sergeant, "what's going on in here? Making noise again?" As quietly as could be, Mateusz handed them his identity card, then lit his pipe and sat in an armchair, as if Mr and Mrs Zielenko and their entire backstage crew, including the Civic Militia, the Volunteer Reserve, the district Party committee, the allotment owners' club, the village homeowners' circle, the residential committee, the house committee, the Front for National Unity and the parish committee were of no concern to him at all. "Bit of a tussle, was there?" said the sergeant, holding the identity card in two fingers and waving it above the defendant's head. "Should we withhold this document and summons you?" Mateusz did not even deign to make eye contact with the policeman. "Windows flying out, are they?" "Citizen Sergeant," said one of the constables, who while examining the paintings leaning against the wall had come across a picture of a woman's head with a woolly forest of spirally intertwining penises growing out of it, "perverts like this should be sent straight to the camps. Why the bloody hell were they closed down?" "Shut your gob, Rydomski!" said the sergeant, rashly revealing the flatfoot's name to us. "You'd best keep your nose out of politics because you're a bit short on brains. And as for you, gentlemen," he turned to us, "we've had complaints about you singing songs!" "We were singing the Internationale, as usual," I said without hesitating, "and please make a note of it in your report." "Quite so," said Mateusz, breaking his silence from behind clouds of pipe smoke. "The Internationale, in the report, without question!" Just then we heard the mighty thud of the Engineer's footsteps on the stairs. In his own way he proved a genius: to fall onto the lawn and then get up as if nothing had happened, brush down his clothes and make his way to the nearest bar, quickly down a couple of vodkas there and return in even better condition than before to the site of his missionary activities he must have had an undeniably potent categorical imperative driving him. "Fucking hell, man," he said, throwing himself into the sergeant's arms and covering him in soggy kisses. "The avant garde and the police, that's the best coalition!" As if he had a talent for that sort of clowning and some well practised tricks, quick as a flash the same bear hug was performed — actually without any protest — on the other two policemen. Then the Engineer stood in the middle of the studio, spread his arms as if about to fly and declared: "It was me, fuck it, thwough that window! The one and only me! That's what you call an expewiment! Hey, arseholes, don't you get it? Don't like that sort of art, do you? But it's the future! Not that." He nodded towards the partly painted canvases leaning against the wall. "Not that." And he blew his nose in their direction, which was clearly a hit with the policemen.`

 

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Paweł Huelle (Gdańsk, 10 september 1957)

 

 

De Amerikaanse dichteres Mary Oliver werd geboren op 10 september 1936 in Maple Heights, Ohio. Zie ook mijn blog van 10 september 2010 en eveneens alle tags voor Mary Oliver op dit blog.

 

Mushrooms

Rain, and then
the cool pursed
lips of the wind
draw them
out of the ground -
red and yellow skulls
pummeling upward
through leaves,
through grasses,
through sand; astonishing
in their suddenness,
their quietude,
their wetness, they appear
on fall mornings, some
balancing in the earth
on one hoof
packed with poison,
others billowing
chunkily, and delicious -
those who know
walk out to gather, choosing
the benign from flocks
of glitterers, sorcerers,
russulas,
panther caps,
shark-white death angels
in their town veils
looking innocent as sugar
but full of paralysis:
to eat
is to stagger down
fast as mushrooms themselves
when they are done being perfect
and overnight
slide back under the shining
fields of rain.

 

 

The Summer Day

Who made the world?
Who made the swan, and the black bear?
Who made the grasshopper?
This grasshopper, I mean--
the one who has flung herself out of the grass,
the one who is eating sugar out of my hand,
who is moving her jaws back and forth instead of up and down--
who is gazing around with her enormous and complicated eyes.
Now she lifts her pale forearms and thoroughly washes her face.
Now she snaps her wings open, and floats away.
I don't know exactly what a prayer is.
I do know how to pay attention, how to fall down
into the grass, how to kneel in the grass,
how to be idle and blessed, how to stroll through the fields,
which is what I have been doing all day.
Tell me, what else should I have done?
Doesn't everything die at last, and too soon?
Tell me, what is it you plan to do
With your one wild and precious life?

 

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Mary Oliver (Maple Heights, 10 september 1935)
In 1964

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e september mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 10:39 Reageer op dit bericht

Eddy Pinas, Jeppe Aakjær, Viktor Paskov, Hilda Doolittle, Reinhard Lettau, George Bataille

De Surinaamse dichter en schrijver Eddy Louis Pinas werd geboren in Paramaribo op 10 september 1939. Zie ook alle tags voor Eddy Pinas op dit blog.

 

de rivier zal 't weten

de rivier zal 't weten
vanaf de bergen
tot daar waar het
in in-
nig
samenzijn knuffelt met
dorstig zeewater

het brullend
bruizend wezen op
de rug van de
granolosoela
draagt in iedere molecule
de tedere kiem
van wording

ook de zee zal 't weten
en de boodschap
beuken tegen ijzeren rompen
op iedere strand
zal het te lezen zijn

door de branding
zal het geëtst worden
op de klippen
de zon zal het
met bladders neerschrijven
op de gevels
Suriname wordt vrij
maar...

heb ik mijn vaccinatiebewijs
niet vergeten?

 

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Eddy Pinas (Paramaribo, 10 september 1939)

 

 

De Deense dichter en schrijver Jeppe Aakjær werd geboren in Aakjær bij Skive op 10 september 1866. Zie ook alle tags voor Jeppe Aakjaer op dit blog en ook mijn blog van 10 september 2010

Uit: Die Kinder des Zorns (Vertaald door Erich Holm)

„Die beiden Neuangekommenen hatten scheinbar keine Eile. Mit großer Umständlichkeit holte der Armenvorsteher sein Pfeifengeschirr hervor und breitete es auf dem Tische aus. Als er mit dem Stopfen fertig war, warf er die Frage an den Schuhmacher hin: »Hast vielleicht ein Schwefelholz bei dir?«
»Jesus ja!« sagte der Schuhmacher und fuhr mit großer Eilfertigkeit in die Hosentasche.
Der Vorsteher wartete mit der Pfeife in der Hand, indes die Lippen erwartungsvoll eine Saugstellung einnahmen. Der Schuhmacher fingerte an seiner ganzen Person auf der Suche nach einem Zündholz herum. Erst holte er einen schlottrigen Lederbeutel hervor und legte ihn vor sich auf den Tisch, dann zog er aus der Hosentiefe ein altes Schnappmesser, schließlich erwischte er das Ende eines Schusterpechdrahtes, der sich immer weiter und weiter aufwickelte.
»Na, was wird’s damit?« sagte der Vorsteher und sah ihn spöttisch an.
Im selben Augenblick flog das Branntweinglas auf den Steinboden und zerschmetterte in tausend Stücke.
»Na, bist schon so weit gekommen, daß du’s Branntweinglas bei dir im Sack trägst?« höhnte Hans Nielsen. »Da hast du’s wenigstens gleich zur Hand.«
»Aber, Herr Jeses,« keifte die allzeit zankbereite Ann-Marie Kjærsgaard, »jetzt schlägt er das einzige Glas entzwei, das noch im Haus war, der Schußbartel, der. Hättst mich nicht können die Schwefelhölzer suchen lassen?« Mit diesen Worten schleuderte Ann-Marie eine Schachtel dicht an der Nase des Schuhmachers vorbei dem Gemeindevorsteher hin.
»Au, au!« schrie der Schuhmacher und bog den Kopf jäh zurück, um dem Projektil zu entgehen.
Die drei andern lächelten sich hämisch zu.
»Der gehört wohl auch zum Geschäft?« bemerkte nun der Nørhofer, einen Pfropfen in die Höhe haltend, auf den er sich in der Bankecke gesetzt hatte.
»Ach, da ist er ja! Nur her damit, sonst könnt es schief gehen!« rief Kræn Lybsker, in die innere Rocktasche guckend.
»Schau, daß du dem grünen Vogel da den Schnabel stopfst,« lachte Bertel, »sonst fängt er noch zu krähen an."

 

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Jeppe Aakjær (10 september 1866 - 22 april 1930)
Standbeeld op het schiereiland Salling in de Limfjord, Denemarken

 

 

De Bulgaarse schrijver en musicus Viktor Markos Paskov werd geboren in Sofia op 10 september 1949. Zie ook alle tags voor Viktor Paskov op dit blog en ook mijn blog van 10 september 2010

Uit: Autopsie (Vertaald door Alexander Sitzmann)

„So ... jetzt ist es gut ... Jetzt ist alles in Ordnung.
Ich habe den Fusel von letztem Jahr ausgetrunken, den man mir in Sozopol geschenkt hatte. Eine Widerwärtigkeit mit Feigengeschmack.
Nimm den Rasierer und schau dich nicht an!
Rasier dich vorsichtig, stütz die rechte Hand mit der linken ab, damit du dich nicht abschlachtest!
Dieses Gesicht ist nicht meines. Es ist ausgetauscht worden. Höchstwahrscheinlich hat man es in einem dieser geheimnisvoll anmutenden Antiquitätenläden ausgegraben, im Halbdunkel, unter dem schweren Geruch von verrottendem Papier und bedeutungslosen Gegenständen. Meine Mutter würde dieses Gesicht nicht wiedererkennen. Ebenso wenig mein
Vater. Aber sie sind nicht mehr am Leben, und es gibt keinen Grund, warum sie mich wiedererkennen
sollten.
Ich steige in die Wanne: Strafduschen. Heiß-kalt, kalt-heiß. Heiß, bis man schier wahnsinnig wird.
Kalt, bis man schreit. Ich bringe das Bad mit Reinigungsmitteln auf Hochglanz und ordne Rasierzeug,
Cremes, Eau de Cologne und Zahnbürsten unter dem Spiegel an.
Ich habe keine Zigaretten. Ich habe schon wieder keine Zigaretten! Zum wievielten Male wohl habe ich
morgens keine Zigaretten?
Ich gehe in die Unterführung der U-Bahn, kaufe zwei Schachteln Marlboro, es ist ungefähr acht Uhr
Morgens“.

 

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Viktor Paskov (10 september 1949 - 16 april 2009)

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Hilda Doolittle werd geboren in Bethlehem, Pennsylvania, op 10 september 10 1886. Zie ook mijn blog van 10 september 2010 en eveneens alle tags voor Hilda Doolittle op dit blog.

 

Garden

I
You are clear
O rose, cut in rock,
hard as the descent of hail.

I could scrape the colour
from the petals
like spilt dye from a rock.

If I could break you
I could break a tree.

If I could stir
I could break a tree—
I could break you.


II
O wind, rend open the heat,
cut apart the heat,
rend it to tatters.

Fruit cannot drop
through this thick air—
fruit cannot fall into heat
that presses up and blunts
the points of pears
and rounds the grapes.

Cut the heat—
plough through it,
turning it on either side
of your path.

 

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Hilda Doolittle (10 september 1886 – 21 september 1961)

 

 

De Duits-Amerikaanse schrijver Reinhard Lettau werd geboren op 10 september 1929 in Erfurt. Zie ook alle tags voor Reinhard Lettau op dit blog en ook mijn blog van 10 september 2010

Uit: Auftritt Manigs

„Nur daß diese mögliche Erklärung der Ironie der Texte anheimfiele. So könnte der eben zitierte gut und gerne "Die Mitläufer" heißen. Er zeigt den Tanz einer Masse und obendrein den Anführer selbst als Mitläufer. Manig aber läuft jeder Auslegung mühelos davon. Das macht: Er ist figürlich und abstrakt zugleich. Philosophie in diesen Geschichten wird Graphik, aber auch Graphik Philosophie. Wem Identität und Dialektik Fremdwörter bleiben, wer nicht wahrhaben will, daß da vor seinen Augen eins ins andere sich verwandelt und diese oder jene Handlung in ihr Gegenteil umschlägt, kurz, wer seinen Augen nicht traut, an dem sind Lettaus Erfindungen verloren, und verloren ist die verlorene Komik, die statt eines Schattens jeden Schritt Manigs begleitet.
Diese Prosa ist voll trockenster Poesie, und sie ist gearbeitet wie ein Gedicht. Ihre Leichtigkeit trügt, ihre Abläufe sind silbengenau gesetzt. Manig tritt auf dem Hochseil der Sprache auf. Diese Gangart erlaubt keinen Gag und keine Pointe. Hier rächt sich jeder Schritt daneben. Reste surrealistischer Beliebigkeit, wie in den Stücken "Ankunft" und "Manig setzt sich", geben Proben dafür ab. Überhaupt erweist sich die Gefährlichkeit dieser Prosa an ihren Schlüssen. Wie soll Manig, der den Akrobaten in seiner Brust selten verleugnet, von seinem Seil herunterkommen? Seine besten Nummern fallen nicht ab, verlangen weder Verbeugung noch Beifall: Sie enden schwebend.“

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Reinhard Lettau (10 september 1929 - 17 juni 1996)
In 1991

 

 

De Franse dichter, schrijver en filosoof George Bataille werd op 10 september 1897geboren in Billom (Auvergne). Zie ook alle tags voor George Bataille op dit blog en ook mijn blog van 10 september 2010

 

Je rêvais de toucher

Je rêvais de toucher la tristesse du monde
au bord désenchanté d’un étrange marais
je rêvais d’une eau lourde où je retrouverais
les chemins égarés de ta bouche profonde

j’ai senti dans mes mains un animal immonde
échappé à la nuit d’une affreuse forêt
et je vis que c’était le mal dont tu mourais
que j’appelle en riant la tristesse du monde

une lumière folle un éclat de tonnerre
un rire libérant ta longue nudité
une immense splendeur enfin m’illuminèrent

et je vis ta douleur comme une charité
rayonnant dans la nuit la longue forme claire
et le cri de tombeau de ton infinité.”

 

 

Je mets mon vit contre ta joue

Je mets mon vit contre ta joue
le bout frôle ton oreille
lèche mes bourses lentement
ta langue est douce comme l’eau

ta langue est crue comme une bouchère
elle est rouge comme un gigot
sa pointe est un coucou criant,
mon vit sanglote de salive

ton derrière est ma déesse
il s’ouvre comme ta bouche
je l’adore comme le ciel
je le vénère comme un feu

je bois dans ta déchirure
j’étale tes jambes nues
je les ouvre comme un livre
où je lis ce qui me tue.

 

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George Bataille (10 september 1897 – 9 juli 1962)
Cover

Geschreven door Romenu om 10:28 Reageer op dit bericht

Theo Olthuis

De Nederlandse dichter en schrijver Theo Olthuis werd geboren in Amsterdam op 10 september 1941. Hij groeide op en woonde in Amsterdam tot in 1998. Toen verhuisde hij naar Bergen. Olthuis is onderwijzer geweest en thans dramadocent. Vanaf 1978 schrijft hij teksten – zowel voor kinderen als volwassen – voor theater en televisie. Daarnaast schrijft hij liedjes en gedichten. In 1980 debuteerde hij als dichter met de bundel “De jongste dag”. In 1984 verscheen zijn eerste bundel kindergedichten “Een hele grote badkuip vol”. Sindsdien verschenen vele bundels met kindergedichten. In 2007 stelde hij een bloemlezing samen uit al de eerder verschenen kindergedichten getiteld “In je hoofd kun je alles”. Theaterteksten schreef hij onder andere voor Theater Splinter, Theater Spoenk, Platform Gelderland en Theater Gnaffel. Vanaf 1981 schrijft hij (lied)teksten voor kinderen, onder andere voor Sesamstraat, Koekeloere, Het Klokhuis en Samba Salad. Daarnaast schreef hij ook liedteksten voor volwassenen; onder andere voor Herman van Veen, Lori Spee, Willem Nijholt, Eddy Christiani, Robert Paul en Philippe Elan. In 2010 won Olthuis de Rabobank Cultuurprijs

 

Kerkje in Groet

Als ik nou God was
en zag voor het eerst
het witte kerkje in Groet
en hoorde die verfijnde stilte,
soms nog beklemtoond door
een voetstap of een vogel,

één vingerknip
of knipoog
en het was al
tot in eeuwigheid
mijn buitenhuisje.

 

 

Prooi

Zoals een roofdier
hongerig
tegen de wind in
zijn prooi besluipt
en dan
gespannen wacht,
doodstil –

zo nader
de projectontwikkelaar
met dat verschil
dat de maag gevuld
en zijn geduld oneindig.

 

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Theo Olthuis (Amsterdam, 10 september 1941)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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