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Berichten van 25 juli 2015

Dolce far niente, F. Starik, Lieke Marsman, Max Dauthendey, Jovica Tasevski – Eternijan, Annette Pehnt

 

Dolce far niente

 

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Open Raam, Collioure door Henri Matisse, 1905 

 

 

Museum

Alles komt goed. Tijd gaat voorbij met een vloek
en een zucht. Wat nieuw is zal oud zijn. Waar je
naar zocht raakt toch zoek. Wat dicht leek kan open.
Donker bleek licht. Blijf hopen. Alles komt terug.
Wat hier achter zit. Verborgen. Onder dit doek.
Een gereinigde gevel. Lege zalen vol bouwstof.
Een man die met zijn vinger de tijd wegpoetst.
Aanwezig. Afwezig. Alsof. Zucht en vervloek.
Wat we bewaren bestond al. Alleen jouw ogen
nog niet. Gesloten. Laten we doen alsof je wat ziet.
Leef in vertrouwen. Wat oud was zal nieuw zijn.
Blijf bouwen. Alles wat zoek lijkt komt terug. Straks
valt het doek. Echt. Tijd gaat zo vlug. Alles komt goed.
Alles komt terug. Alleen jij niet. Kijk dus. Ga open.

 

 

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F. Starik (Apeldoorn, 1 juli 1958)
Stedelijk Museum Amsterdam, waar nu een Matisse tentoonstelling te zien is.

 

 

De Nederlandse dichteres Lieke Marsman is op 25 juli 1990 geboren te Den Bosch. Zie ook alle tags voor Lieke Marsman op dit blog.

 

Vasthoudendheid

Er bestaan vele redenen waardoor je niet stil
kunt blijven liggen, 's nachts. Als je steeds
moet hoesten, bijvoorbeeld, zal je lichaam
op en neer schokken alsof je op een rijkoets ligt en
als je erg ziek bent, een lijkwagen. Of het is zo
dat je niet weet waar je moet kijken, omdat alles
voor je ogen rood is. Je ogen zijn zo rood, omdat
iemand heeft gezegd dat je ogen zo blauw zijn en
dat heeft je geraakt. Het fijne aan geraakt worden
is dat het niet lang hoeft te duren om lang
te blijven duren en het vreemde aan geraakt zijn
is dat het nagalmt en nastampt en toch ben je
er stil van. Het mooie aan het woord stil is dat het
iets zegt over geluid en beweging en het bijzondere
aan geluid is dat het bestaat uit beweging. Het fijne
aan beweging is dat het zo ingetogen is, je kunt
heel zacht je huid laten voelen dat iemand anders
je huid voelt. Tegelijkertijd is het fijne aan beweging
juist dat het uitbundig is, je kunt heel hardnekkig
een dansend monster in je voeten hebben zitten, dat
je hakken de hele avond de grond in wil stampen.
Maar het vreemde aan een hele avond is dat je soms
niet weet welke vorm van beweging je het liefst
lang laat duren. Gelukkig is het goede aan iets lang
laten duren dat alles op den duur weer terug stil valt.
En wat ik het allermooiste aan het woord stil vind,
is dat je er in het Engels een l aan kunt plakken,
waardoor we elkaar kunnen vragen, waarom we
nog steeds niet gaan slapen.

 

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Lieke Marsman (Den Bosch, 25 juli 1990)

 

 

De Duitse dichter en schilder Max Dauthendey werd geboren op 25 juli 1867 in Würzburg. Zie ook alle tags voor Max Dathendey op dit blog.

 

Die Stunde stirbt wie in dem Wind die Frucht

Es rollen die Äpfel Dir vor die Füße am Weg,
Augustwind bläst mit vollen, warmen Backen,
Die Ähren stehen struppig, gelb und träg,
Und Wolken wandern, wie Berge mit gläsernen Zacken.
Mein Haus liegt dort unter den gläsernen Bergen
Und atmet Menschen ein und atmet Menschen aus.
Tage wie Riesen, Tage gleich den Zwergen
Trafen sich oft um Mitternacht am Haus.
Des Windes Fahne rauscht am Dach vorüber,
Die Sommerstund enteilt auf blauem Kahne,
Die Gläserberge werden matt und trüber,
Und keine Stunde, ob ich sie auch mahne,
Stillt ganz der Sehnsucht ewige Lebenswunde.
Die Stunde stirbt, wie in dem Wind die Frucht,
Und wenn nicht Liebe sie vertraut umwirbt,
Die Stunde, wie der Apfel an dem Weg, verdirbt.

 

 

Die gelb und roten Dahlien spiegeln sich

Die gelb' und roten Dahlien spiegeln sich
Im flachen Wasser, das im Parkgrün glänzt;
Die Luft ist wie das Wasser unbewegt.

Die Seele allen Bäumen längst entwich,
Sie stehen nur noch unbewußt bekränzt;
Das Uferbild sich matt zum Spiegel legt.

Schwertlilienkraut fiel um, sein Grün verblich;
Und von metallnen Wolken eng begrenzt
Ein Stückchen Blau sich wie ein Auge regt,

Ein blauer Blick, der sich zum Wasser schlich.
Manch' Wolke, wie ein Drache wild beschwänzt,
Mit grauem Leib den blauen Fleck durchfegt.

Und unter Wolken treffen Menschen Dich
Denen die Lieb' den Sommer neu ergänzt,
Daß ihn kein Herbst aus ihrem Auge schlägt,
Denen das Leben dann wie nur ein Tag verstrich.

 

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Max Dauthendey (25 juli 1867 – 29 augustus 1918)

 

 

 

De Macedonische dichter Jovica Tasevski – Eternijan werd geboren op 25 juli 1976 in Skopje. Zie ook alle tags voor Jovica Tasevski – Eternijan op dit blog en ook mijn blog van 25 juli 2010

 

Momentum: The Border

The footsteps lying weary
at the treacherous threshold,
they hesitate:
shall they choose death as their darling –
or the raging storm?

O,
slaughterers,
scars,
river beds!

A sting loves the milky soul:
a gentle hand
twists a silver dagger,
like a medal for earthly rituals
at the red spring

Let a dark shriek rise
always


Vertaald door Zoran Ančevski

 

 

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Jovica Tasevski – Eternijan (Skopje, 25 juli 1976)

 

 

 

De Duitse schrijfster Annette Pehnt werd geboren op 25 juli 1967 in Keulen. Zie ook alle tags voor Annette Pehnt op dit blog en ook mijn blog van 25 juli 2010

Uit: Chronik der Nähe

„Das Schreiben versagt sich mir. Daher Plan der selbstbiographischen Untersuchungen. Nicht Biographie, sondern Untersuchung und Auffindung möglichst kleiner Bestandteile. Daraus will ich mich dann aufbauen, so wie einer, dessen Haus unsicher ist, daneben ein sicheres aufbauen, womöglich aus dem Material des alten. Schlimm ist es allerdings, wenn mitten im Bau seine Kraft aufhört und er jetzt statt eines zwar unsichern aber doch vollständigen Hauses, ein halbzerstörtes und ein halbfertiges hat, also nichts.
Franz Kafka
My maxim would be for God’s sake write about what you don’t know! For how else will you bring your imagination into play? How else will you discover or explore anything?
Graham Swift
Dienstag
Ein Tag ohne Sprechen gilt nicht. Heute Morgen warst du wie zugenäht, nichts gesagt, aber auch gar nichts, so etwas von nichts. Ich wollte deine Lippen auseinanderzerren und die Augenlider hochstemmen, einfach nichts zu sagen, das geht in unserer Familie nicht, vieles geht, aber nicht sprechen: nicht. Großmutter Mutter Kind: wortgewaltig, Lästermäuler, nicht auf den Mund gefallen, Quasselstrippen, Plaudertaschen, Zwitschermaschinen, redselig. Plötzlich schweigen gilt nicht. Wenn du nichts sagst, mache ich es für dich.
Mutter bedroht Annie mit dem Tod, das kann sie gut.
Ich sterbe, sagt sie zunächst leise, aber es genügt, um den Herzschlag des Kindes zu beschleunigen, um Annie an Mutters Seite zu holen, sie nimmt Mutters Hand und presst sich an ihre Schulter.“

 

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Annette Pehnt (Keulen, 25 juli 1967)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 25e juli ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 20:28 Reageer op dit bericht

Elias Canetti, Ottokar Kernstock, Sytze van der Zee, Albert Knapp, Louise Boege

De Duitstalige schrijver Elias Canetti werd geboren op 25 juli 1905 in Russe in Bulgarije. Zie ook mijn blog van 25 juli 2010 en eveneens alle tags voor Elias Canetti op dit blog.

Uit: Masse und Macht

„Befehl ist Befehl“: der Charakter des Endgültigen und Indiskutablen, der dem Befehl anhaftet,mag auch bewirkt haben, daß man über ihn so wenig nachgedacht hat. Man nimmt ihn hin als etwas, das immer so da war, er erscheint so natürlich wie unentbehrlich. Von klein auf ist man an Befehle gewöhnt, aus ihnen besteht zum guten Teil, was man Erziehung nennt; auch das ganze erwachsene Leben ist von ihnen durchsetzt, ob es nun um die Sphären der Arbeit, des Kampfes oder des Glaubens geht. Man hat sich kaum gefragt, was denn ein Befehl eigentlich ist; ob er wirklich so einfach ist, wie er erscheint; ob er der Raschheit und Glätte zum Trotz, mit der er das Erwartete bewirkt, nicht andere, tiefere, vielleicht sogar feindliche Spuren im Menschen zurückläßt, der ihm gehorcht. Der Befehl ist älter als die Sprache, sonst könnten ihn Hunde nicht verstehen. Das Dressieren von Tieren beruht eben darauf, daß sie, ohne eine Sprache zu kennen, begreifen lernen, was man von ihnen will. In kurzen, sehr deutlichen Befehlen, die sich prinzipiell in nichts von denen an Menschen unterscheiden, wir ihnen der Wille des Dompteurs kundgegeben. Sie befolgen ihn, wie sie sich auch an Verbote halten. Man hat also alles Recht, nach sehr alten Wurzeln für den Befehl zu suchen; zumindest ist es klar, daß es ihn in irgendwelcher Form auch außerhalb der menschlichen Gesellschaft gibt. Die älteste Wirkungsform des Befehls ist die Flucht. Sie wird dem Tier von einem Stärkeren, einem Geschöpf außer ihm, diktiert. Die Flucht ist nur scheinbar spontan; immer hat die Gefahr eine Gestalt; und ohne diese zu vermuten, wird kein Tier fliehen. Der Befehl zur Flucht ist so stark und direkt wie der Blick.“

 

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Elias Canetti (25 juli 1905 - 14 augustus 1994)

 

 

De Oostenrijkse dichter, priester en Augustijner Koorheer Ottokar Kernstock werd geboren op 25 juli 1848 in Marburg an der Drau. Zie ook alle tags voor Ottckar Kernstock op dit blog en ook mijn blog van 25 juli 2010

 

Ein Backfisch

Merk’s, junges Blut! Der reinste Ton am Psalter
Des Lebens klingt, wenn eine sechzehn zählt.
Es bleibt das vielgeschmähte Backfischalter
Das schönste Alter doch der Frauenwelt.

Noch ungeknickt sind der Begeist’rung Flügel,
Die zu den Sternen sich zu schwingen heischt.
Das Herz ist noch der Unschuld klarster Spiegel,
Es täuschte nicht und ward noch nicht getäuscht.

Du schwärmst für Dichter und der Gardetruppe
Blitzblanke Leutnants. Wenn’s Mama auch härmt,
Was tut’s? Du bist ja keine Modepuppe,
Du bist ein Falter - und der Falter schwärmt.

O shocking! zetern prüde Gouvernanten,
Wenn du ein Rad schlägst, dich am Barren reckst
Und hinterm Rücken nörgelnder Pedanten
Dein Zünglein aus dem Rosenmäulchen streckst.

Wohl blickst du dann erglüht zu mir herüber,
Als frügst du zagend : Schämst auch du dichmein?
Wär’ ich auch dir als Musterdämchen lieber,
Im schnöden Humpelrock? Nein, Mädel - nein!

Im kurzen Röckchen, mit gelösten Haaren,
So lieb’ ich dich, wenn du auch Tollstes treibst,
Und wünsche, daß du noch mit sechzig Jahren
Im Grund der Seele sechzehnjährig bleibst.

 

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Ottokar Kernstock (25 juli 1848 – 5 november 1928)
Borstbeeld in Wenigzell

 

 

De Nederlandse journalist en schrijver Sytze van der Zee werd geboren op 25 juli 1939 in Hilversum. Zie ook alle tags voor Sytze van der Zee op dit blog en ook mijn blog van 25 juli 2010

Uit: Vogelvrij

‘Wat zijn dat, Stimmungsberichten?’ vraagt zijn dochter. ‘Dat is een verslag met de reacties van de bevolking op de Duitse maatregelen,’ zegt hij. U hebt toen ook de eed van trouw afgelegd.‘Een eed?’ Dat staat in uw dossier. U hebt dat na de oorlog zelf verklaard.‘Dat klopt niet.’ Tot 1942 hebt u inderdaad Stimmungsberichten geschreven, maar toen de deportaties begonnen, hebt u ook Joden verraden.‘Ik heb daar niet aan meegedaan.’ Er is toch niet voor niets de doodstraf tegen u geëist? Dat was vanwege verraad.‘Dat hebben ze me ten laste gelegd.’ Nadat u in eerste instantie alles had ontkend, hebt u later een reeks van dingen toegegeven. Klopt dat dan niet? Beseft u wel dat ze u alleen vanwege uw jeugdige leeftijd niet de doodstraf hebben gegeven? ‘Ja, dat weet ik.’ U kwam twee, drie keer per week bij de SD op de Euterpestraat. ‘Was dat niet in de buurt van de Händelstraat?’En als u er binnenstapte, groette u met Heil Hitler.‘Ik? Nee nooit.’ Na de oorlog zei u dat u in de Duitse geest was opgevoed. Uw vader was piloot bij de marine geweest en ook u wilde zich voor het Duitse Rijk inzetten...‘En voor mijn familie.’ Wat verdiende u als Beobachter met het schrijven van de Stimmungsberichten?‘Geen pfennig.’ Maar u moest toch leven? ‘Ik leefde op de zak van mijn ouders.’En toen u als V-man voor de Gestapo ging werken?‘Ik heb nooit geld gekregen.’ Maar die PRA-rechercheurs verzonnen dat toch niet allemaal? Dat u minstens 57 mensen heeft verraden. ‘Dat weet ik niet.’

 

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Sytze van der Zee (Hilversum, 25 juli 1939)

 

 

De Duitse dominee en dichter Albert Knapp werd geboren op 25 juli 1798 in Tübingen. Zie ook alle tags voor Albert Knapp op dit blog en ook mijn blog van 25 juli 2010

 

 

Abend ist es! Herr, die Stunde ...
Kindergebetelied, Melodie: Freu dich sehr, o meine Seele

Abend ist es! Herr, die Stunde
ist noch wie in Emmaus,
dass aus Deiner Jünger Munde
jene Bitte fließen muss:
Bleib bei uns im Erdental!
Halt in uns Dein Abendmahl,
und Dein Friedensgruß erfülle
Herz um Herz mit heil'ger Stille.

Hingesunken ist die Sonne –
Deine Leuchte sinket nicht!
Herrlichkeit und ew'ge Wonne
sind vor Deinem Angesicht;
Weithin schimmert Stern an Stern;
aber Du, o Glanz des Herrn,
überstrahlest alle Sterne
in der weiten Himmelsferne.

Selig, wem Du aufgegangen,
wem Du in der armen Welt,
wo nur eitle Lichter prangen,
friedlich seinen Geist erhellt!
Wenn die Tage nun entfloh'n,
blickt er auf zu Deinem Thron,
und auch auf den dunkeln Wegen
strahlt ihm Gottes Heil entgegen.

Um das Höchste will ich beten:
Jesus, gib mir Deinen Geist!
Ach, was hab' ich mehr vonnöten
als dass Du mein Leben seist?
Ja, dann wird es lieblich sein,
wachend, schlafend bin ich Dein.
Also mit der Schar der Frommen
lass auch mich zur Ruhe kommen!

 

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Albert Knapp (25 juli 1798 – 18 juni 1864)

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

 

De Duitse dichteres Louise Boege werd geboren in 1985 in Würzburg. Zie ook alle tags voor Louise Boege op dit blog en ook mijn blog van 25 juli 2010

 

bericht vom tag

ich hab für 6 euro die stunde die demokratie
verteidigt die worte dazu holte ich aus
der kindheit zudem waren die vorgaben klar

den wolf sah ich bei der erholung nachmittags im zoo
zwischen gebüsch lodern und bleistiftdick sann ich artig
seien dort die federspuren gewisser vogelsorten

später verdichtete ich meinen bericht
so dass am ende buchstabenreste verloren am zaun standen
und aufmerksamkeit auf sich zogen

gänzlich in kleinen lettern riet mein therapeut mir
die durchgekommenen geister zu versenken
zu schweigen ja gerade wenn

es um demokratie ginge die reihen zusammenzuhalten
und was den wolf beträfe der könne mir ja nichts
aus dem zoo heraus wie soll er das denn machen

 

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Louise Boege (Würzburg, 1985)

Geschreven door Romenu om 20:26 Reageer op dit bericht

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