Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
seniorennet.beseniorennet.be

Berichten van 21 december 2014

Avent (Scott Cairns)

 

Bij de vierde zondag van de Advent

 

 1697337-6966fc366b484e65d4413fc6a13dd392.jpg
Weihnachtsmarkt Am Hof in Wien door Emil Barbarini, z.j.

 

 

Advent

Well, it was beginning to look a lot like Christmas -- everywhere, children eyeing the bright lights and colorful goods, traffic a good deal worse than usual, and most adults in view looking a little puzzled, blinking their eyes against the assault of stammering bulbs and public displays of goodwill. We were all embarrassed, frankly, the haves and the have-nots -- all of us aware something had gone far wrong with an entire season, something had eluded us. And, well, it was strenuous, trying to recall what it was that had charmed us so, back when we were much smaller and more oblivious than not concerning the weather, mass marketing, the insufficiently hidden faces behind those white beards and other jolly gear. And there was something else: a general diminishment whose symptoms included the Xs in Xmas, shortened tempers, and the aggressive abandon with which most celebrants seemed to push their shiny cars about. All of this seemed to accumulate like wet snow, or like the fog with which our habitual inversion tried to choke us, or to blank us out altogether, so that, of a given night, all that appeared over the mess we had made of the season was what might be described as a nearly obscured radiance, just visible through the gauze, either the moon disguised by a winter veil, or some lost star -- isolated, distant, sadly dismissing of us, and of all our expertly managed scene.

 

 1697337-d66ddc0f2bacab60a683cac68d6d0f8f.jpg
Scott Cairns (Tacoma, 19 november 1954)
Tacoma

 

Zie voor de schrijvers van de 21e december ook mijn drie vorige blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 16:05 Reageer op dit bericht

Heinrich Böll, Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Ivan Blatný, Garmt Stuiveling

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook alle tags voor Heinrich Böll op dit blog.

Uit: Irisches Tagebuch

„Eine Tasse Tee so um Mitternacht, wenn man fröstelnd im Westwind steht, während der Dampfer sich langsam in die offene See schiebt – dann einen Whisky oben in der Bar, wo das kehlige Keltisch immer noch, aber nur aus einer einzigen irischen Kehle klang; Nonnen duckten sich im Vorraum der Bar wie großes Geflügel für die Nacht zurecht, warm unter ihren Hauben, ihren langen Habits, zogen ihre langen Rosenkränze ein, wie Taue eingezogen werden, wenn ein Boot abfährt; einem jungen Mann, der mit einem Säugling auf dem Arm an der Bartheke stand, wurde eben das fünfte Glas Bier verweigert, auch seiner Frau, die mit einem zweijährigen Mädchen neben ihm stand, nahm der Kellner das Glas ab, ohne es neu zu füllen; langsam leerte sich die Bar, schon war das kehlige Keltisch verstummt, die Köpfe der Nonnen nickten leise im Schlaf; eine hatte vergessen, ihren Rosenkranz einzuziehen, die dicken Perlen rollten mit der Bewegung des Schiffes hin und her; die beiden mit ihren Kindern auf dem Arm, denen der Trunk verweigert worden war, wankten vor mir, steuerten auf eine Ecke zu, wo sie aus Koffern und Kartons sich eine kleine Burg erbaut hatten: dort schliefen zwei weitere Kinder, zu beiden Seiten an die Großmutter gelehnt, deren schwarzes Umhängetuch Wärme für drei zu bieten schien; der Säugling und das zweijährige Schwesterchen wurden in einem Waschkorb verstaut, zugedeckt, die Eltern verkrochen sich stumm zwischen zwei Koffern, eng aneinandergeschmiegt, und die weiße schmale Hand des Mannes zog einen Regenmantel wie ein Zeltdach über dem Paar zurecht. Stille, nur die Kofferschlösser klirrten leise im Rhythmus des fahrenden Schiffes.
Ich hatte vergessen, mir einen Platz für die Nacht zu sichern, stieg über Beine, Kisten, Koffer; Zigaretten glühten im Dunkeln, ich schnappte aus geflüsterten Gesprächen Brocken auf: »Connemara... keine Chance... Kellnerin in London.« Ich duckte mich zwischen Rettungsboote und Schwimmgürtel, aber der Westwind war scharf und feucht, ich stand auf, wanderte über das Schiff, das mehr einem Auswandererschiff als einem Heimkehrerschiff glich; Beine, glühende Zigaretten, Brocken aus geflüsterten Gesprächen – bis ein Priester mich am Mantelsaum festhielt und lächelnd einlud, mich neben ihn zu setzen; ich lehnte mich zurück, um zu schlafen, aber rechts von dem Priester, unter einer grün-grau gestreiften Reisedecke hervor, sprach eine zarte klare Stimme: »Nein, Father, nein, nein ... es ist zu bitter, an Irland zu denken. Einmal im Jahr muß ich ja hinfahren, um meine Eltern zu besuchen, und meine Großmutter lebt auch noch. Kennen Sie die Grafschaft Galway?«
»Nein«, sagte der Priester leise.“

 
 1697333-db7ba0d37da8114991ac66e7abef2fb9.jpg
Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)
Beeld bij de Heinrich Böll bibliotheek in Berlijn

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook alle tags voor Ted van Lieshout op dit blog.

 

Appelscha

Hoe moet zoiets, van hem houden?
Zijn vader zegt dat het niet mag vanwege
het geloof. Want tussen God en Allah

is de liefde vreemd. Dat is nu eenmaal zo.
Hij wil zijn pa niet grieven. Alle wegen
leiden immers terug naar Ankara.

Ik weet alvast: ik blijf alleen.
Als Fatima in Appelscha.

 

 

Brief aan de brug

Graag sta ik op de brug en staar
naar het water dat onder mij door
stroomt. Stuur ik een boodschap,

hol ik naar de andere kant de post
tegemoet, hang over de leuning
en zie mijn woorden voort drijven,

weg, op reis: brief aan de volgende
brug. Maar soms komt aan de overkant
geen teken meer. Heeft het water

mijn bericht verdronken? Woont er
iemand onder de brug in het geheim die
eenzaam is en verlangt zoals ook ik?

 

 1697333-ee94c37a6ac2f7f801cde203ee3e170c.jpg
Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook alle tags voor Rolf Lappert op dit blog.

Uit: Auf den Inseln des letzten Lichts

„Tobey. Krachmacher und Vielfraß, wenn er nicht gerade schlief. Toto. Kleiner Bruder, sagte Mommy immer, wenn Megan ihn ansah und sich wünschte, er würde in den Müll gestopft, zusammen mit der stinkenden Windel und der Rassel, die ihr gehörte, und dem rosafarbenen Tuch, auf dem sie geschlafen hatte, bis er auftauchte.
Megan stellte die Nuckelflasche hin, drehte sich zur Seite, legte ihre Händchen auf die Holzplanken und stemmte sich hoch. Sie wartete, bis sie nicht mehr schwankte, dann bewegte sie sich in Richtung Vordertür, die offen stand wie alle übrigen Türen und Fenster des Hauses. Sie hörte das Jammern des Wesens, das nichts selber tun konnte, außer diese Töne von sich zu geben, das nicht gehen, keine Flasche und keinen Löffel halten und nicht einmal in die Hände klatschen konnte und mit dem Mommy dennoch viel mehr Zeit verbrachte als mit ihr, Megan, Meggie, Sweetie, die nicht mehr ständig herumgetragen und gefüttert werden musste, die sich die Hände waschen konnte und in den Topf machte, wenn man sie daraufsetzte.
Als sie an der Tür war, wurde Megan zurückgehalten. Sie drehte sich um, doch da war niemand. Dann, beim Versuch, die Schwelle zu übertreten, spürte sie den leichten Druck der Riemen an ihrem Oberkörper, den ein dünnes Leibchen bedeckte. Sie machte einen Schritt nach hinten und sah das Seil, das von der Mitte ihres Rückens hing, in einer gekrümmten
Linie über die Bodenbretter verlief und an einem der Geländerpfosten endete.
Megan betrachtete die Knoten im Seil, tastete mit den Fingern über die Riemen und setzte sich schließlich hin. In ihrem kleinen, warmen Kopf kreisten die Gedanken, kurze, simple Fragen, wie sie in dem Buch gestellt wurden, aus dem ihr die Mutter vor dem Einschlafen manchmal vorlas.
Wo schläft der Fisch, wenn er müde ist? Was macht die Sonne nachts? Sie zog an der Leine. Kann aus einem Mädchen ein Hund werden wie aus einem Prinz ein Frosch? An ihrer Hand waren alle Finger. Auch ihre Füße hatten sich nicht in Pfoten verwandelt.“

 

 1697333-0cde46202b635f8e3bdcfae1520ac951.jpg
Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)

 

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook alle tags voor Thomas Hürlimann op dit blog.

Uit: Fräulein Stark

„Da jeder Verein, wie mir inzwischen aufgefallen war, eine ähnliche Figur an seine Spitze setzt, nämlich eine Resolute mit hochtoupiertem Haar, kam es mir vor, als würde dieselbe Person immer wieder gegen mich und mein Pantoffellager anrennen. Natürlich war es nicht dieselbe, sondern mit jeder Gruppe eine andere, da aber jede dieser Resoluten in der gleichen Funktion, in der gleichen Haltung, mit den gleichen Gesten und Schritten und Gummischuhen durch den langen Flur dahergeknirscht kam, streng der Blick, steif der Rücken, die Frisur ein Turm, die Bluse weiß, Krausen an den Ärmeln, Krausen am Hals, Krausen am Busen, glockig und grün der Faltenrock, die Waden kräftig, die Nylons dunkelbraun, war ich überzeugt, mehrmals am Tag ein- und dieselbe Gruppenführerin mit einen Paar Schutzpantoffeln ausrüsten zu müssen. Die nächste bitte!
(…)

Wieder dieselbe? Nein, nicht ganz. Heute rochen sie [...] Die vielfältige Person, die in allen Varianten stets die gleichen Gummischuhe und die gleichen braunen Nylons trug, brachte an diesem schwüldumpfen Morgen verschiedene Gerüche mit. Die Hochtoupierte aus Passau ließ mich merken, dass sie die Nacht im Plastiksessel eines Busses verbracht hatte, und die aus Kellmünz an der Iller, dass sie sich soeben mit Eau de Cologne überschüttet haben musste. Die winterlich vermummten Nonnen aus St. Maria am Berg zogen in einer milchdampfigen Wolke daher, und die Gebetsführerin Frau Dr. Hilbig schien sich auf der Herfahrt in einen säuerlich riechenden Schweiß gebetet zu haben. Unter den Achseln hatte sie graunasse Flecken, groß wie Elefantenohren.“

 

 1697333-510d1fd9ca338a0c443fc712ceec4c2b.jpg
Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)
Zug

 

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook alle tags voor Ivan Blatnýop dit blog. Zie ook alle tags voor Ivan Blatný op dit blog.

 

Thirst

No mice no flies no goblins
perfect life

It may be already quarter to two
David Westbrook appeared

Friends and muchachas
take me to a distant tanking station

 

 

Happinesse

Pursuit of happines
that's one of the rights of american citizens
granted by the constitution of 1832
What does it mean
it meansto marry and have children
or not tohave children and have the woman
the woman only
If you haven't got a woman have a dog.

 

 1697333-711564d6bf70d19ce7a53d8f8439ef98.jpg
Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)

 

 

De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook alle tags voor Garmt Stuiveling op dit blog.

Uit: Wat is romantiek?

“Men vergeet eenvoudig, dat aan de oorsprong van álle waarachtige poëzie een uit de diepten van het menselijk onderbewustzijn oprijzende inspiratie te vinden is, en dat de dichter, bewust, niets anders kan doen dan de omstandigheden waaronder deze ‘stemmen’ zich laten horen, zo gunstig mogelijk te maken: door stilte, door concentratie, door zelfkritiek. Indien er in dit opzicht toch enig onderscheid mocht zijn tussen klassieke en romantische dichters, en ik acht dit inderdaad waarschijnlijk, dan blijft het ten uiterste een gradueel verschil, onbruikbaar als kenmerk.
En even onbruikbaar is het criterium dat men meent te vinden in ‘gevoel en verbeelding’. Zeker: als algemeen West-Europese levenssfeer is de Romantiek een gevoelsreactie tegen het Rationalisme geweest. In het laatst van de achttiende eeuw nemen sentiment en fantasie in alle menselijke verhoudingen hand over hand toe. Maar dit betekent allerminst, dat tijdens het Rationalisme de poëzic het zónder gevoel en zónder verbeelding heeft kunnen stellen! Voorzover er in die tijden van Redelijkheid en Verlichting nog verzen van enige betekenis geschreven zijn - en ze bestaan wel, al zijn ze uiteraard niet talrijk - is dat te danken aan de niet-te-onderdrukken irrationele krachten in de mens, die in strijd met de heersende opvattingen zich onbedwingbaar hebben móeten uiten. Poëzie zonder gevoel-enverbeelding is onbestaanbaar; en sprekende over de poëzie vóor en uit de Romantiek, kan men dus hoogstens concluderen tot een meer-of-minder. Doch daarmee is ook deze trek voor een exacte bepaling ongeschikt geworden.
Is dan de volkspoëzie typisch voor de Romantiek, en ligt in het aesthetisch overtreffen dáarvan derhalve een kenmerk van niet-romantische aard? Al evenmin: de leuze l'art pour l'art en de individualistische lyriek kunnen met hetzelfde recht of onrecht tot de Romantiek worden gerekend als het volkslied.”

 

 1697333-834548b2a839ce4f559bacf009ca1731.jpg
Garmt Stuiveling (21 december 1907 - 11 mei 1985)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 15:49 Reageer op dit bericht

Rebecca West, Uwe Dick, Maurice Chappaz, Oda Schaefer, Isolde Kurz

De Britse schrijfster Rebecca West werd geboren op 21 december 1892 in Londen als Cicily Isabel Fairfield. Zie ook alle tags voor Ribecca West op dit blog. Zie ook alle tags voor Rebecca West op dit blog.

Uit: The Fountain Overflows

“When Papa and Mamma had had their presents we had ours. They were lovely. I really cannot think, looking back over a lifetime in which I have known many quite opulent Christmases, that any children have ever had much lovelier Christmas presents. We had known that Papa was making us new furniture and inhabitants for our dolls’ houses, but he had done better than that. He had given Cordelia’s Tudor palace a maze and a sunken garden and a pleached walk, like the one in Much Ado About Nothing; he had given Mary’s Queen Anne mansion a walled garden with espaliered trees all around it and a vinery outside built against the south wall; and he had given my Victorian Gothic abbey a small park with a looking-glass lake with a rocky island in it surmounted by a mock hermitage. Out of her old dresses Mother had made a pale green Mary Queen of Scots dress for Cordelia, an eighteenth-century white dress for Mary, a rose-coloured crinoline dress for me, and a Three Musketeers uniform with a cardboard sword for Richard Quin. Like everything else that Mamma did each was unique, we had never seen anything like them before, any one of them was something only she would have imagined. So enchanted were we with these big presents that we had hardly time to look at the presents Constance had sent us before we had to dress for church, except to see that for us girls she had pretty little pinafores, each with a hair-ribbon to match, and for Richard Quin a little shirt. There was an air of cool composure about the needlework which made these garments as distinctive as my mother’s wilder work.”

 

 1697328-b0033a60cf599318a3617bf40ff0eaa6.jpg
Rebecca West (21 december 1892 - 15 maart 1983)

 

 

 

De Duitse schrijver Uwe Dick werd geboren op 21 december 1942 in Schongau. Zie ook alle tags voor Uwe Dick op dit blog.

Uit: Sauwaldprosa

„Wer nämlich wissen, körperlich erfahren möchte, was Urbanität ist und wie man eine gewachsene Ortschaft vor Bankhauseinbrüchen und monströsen Kaufkuben bewahrt, ohne als subventioniertes Traumstadttheater ums »liebe Geld« bangen zu müssen, der wandle die Schärdinger Silberzeile hinab! Jeder weitere Kommentar erübrigt sich, oder, um mit den Worten des Mannes aus Eisenbirn zu sprechen: Beweise brauchts da nimmer!
Längst ist er die Fahrleise hinuntergewandert, dem Hahnensalut, dem Eivogelgedack und dem Wuff eines Hofhunds nun näher als ich. Mir aber – die Wohnung aller Rätsel ist wohl doch der Kopf?! – will dieses »Namen-saan-Schicksal« nicht mehr aus dem Sinn. Wie eine banale oder das Fragment einer edlen Melodie sich zuweilen aufspielt, manchmal geradezu emporschwingt zum Dirigenten eines ganzen Tages – ich erinnere mich in diesem Zusammenhang des verdutzten Gesichts einer Schönen, der ich, inmitten paradiesischer Umarmungen, das Trompetensolo aus Schostakowitschs erstem Klavierkonzert ins Ohr pfiff: was mir den Vorwurf eintrug, ich sei doch wohl nicht ganz bei der Sache, worauf ich mich vergeblich bemühte, den Laut gewordenen Ohrenwurm als ein gewissermaßen klassisches Signal innerer Gelöstheit und Harmonie zu interpretieren – kurz, gleich einem angepflockten Pegasus kreist mein Sinnieren um dieses – allmählich lästig werdende »Namen-saan-Sch ...«.

 

 1697328-96590ed367a1c6b3a77cb9b39f8c0719.jpg
Uwe Dick (Schongau, 21 december 1942)

 

 

 

De Zwitserse Franstalig dichter, vertaler en schrijver Maurice Chappaz werd geboren in Lausanne op 21 december 1916. Zie ook alle tags voor Maurice Chappaz op dit blog.

 

Vers le Paradis

Les sources la nuit : les unes roucoulent, les autres pépient, d'autres frémissent seulement.
Elles chantent selon l'auge, ou la pierre, la mousse, le débit.
De la montagne de l'alléluia elles venaient.
Eparses dans le monde, intérieures à toi-même.
Avec tes pieds d'animal, ta tête d'ange, tu courais.
Tu essayais de fermer les yeux le jour, mais tu n'entendais rien.
Tu as compris la raison de la nuit ?
Une fourmi noire sur une pierre noire dans la nuit noire : la foi.
Mais la joie de la prière !
Elle est charnelle, elle est chaste, elle traverse et nourrit tous les êtres.
La mort, ça sera l'amour réalisé.
Crois-moi, ici-bas rien n'est meilleur que cette grâce de ne pas comprendre. Lorsque vous entrez dans le royaume de l'esprit, vous faites un pas qui est nulle part, dit le maître.

 

 1697328-a45833a739fd7745875bcf5e359c4212.jpg
Maurice Chappaz (21 december 1916 – 15 januari 2009)

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Oda Schaefer (eig. Oda Lang) werd geboren op 21 december 1900 in Berlijn-Wilmersdorf. Zie ook alle tags voor Oda Schaefer op dit blog.

 

Eine Muschel im Sand...

Kehr in dich selber zurück
Still die dämmernden Schluchten,
Nichts ist zu sehn als ein Stück
Von Küsten, von Meeresbuchten,
Gräser und Treibholz und Stein,
Strandgut anderer Zeiten –
Wieder aus Irrsal ein Sein

In diesen Vergangenheiten,
Gehst du den düsteren Gang,
Ist’s, als wenn man dich riefe,
Nachtwandelnd streifst du entlang
Den Felsen am Weg zur Tiefe,
Und es erscheint dir zuletzt,
Während Träume dich tragen,

Schimmernd das tödliche Jetzt
In lange begrabnen Tagen,
Wie eine Muschel im Sand
Bei den alten Minuten
Liegt es verwandelt am Strand –
Bewahre es vor den Fluren.

 

 

 1697328-cfa34d565dd15edb50fcbbca36806c99.jpg
Oda Schaefer (21 december 1900 - 4 september 1988)

 

 

 

De Duitse dichteres, schrijfster en vertaalster Isolde Kurz werd geboren op 21 december 1853 in Stuttgart. Zie ook alle tags voor Isolde Kurz op dit blog.

 

Die Ernte der Engel

Ein Beet ist meiner Liebsten Mund,
Ein Beet wildwuchernder Rosen.
Wir pflücken und pflücken zu jeder Stund’,
Doch im Nu zerflattern die losen.

Glaub’ nicht, dass ihr leichtes Gewimmel in Luft
Wie die irdischen Schwestern zerstiebe.
Sie wallen empor als Opferduft
Zum Thron der urewigen Liebe.

Dort blühen sie auf zu der Engelein Lust,
Eine reife, duftende Ernte;
Nicht schöner glänzt an des Cherubs Brust
Sein Ordensband, das besternte.

Denn es sprach zu den Kleinsten des Vaters Huld:
Die süßeste Spende sei euer!
Und williger zahle sich keine Schuld
Als im Lenze die Rosensteuer.

 

 1697328-040c61829d43ecf38cae4ccee58e398e.jpg
Isolde Kurz (21 december 1853 - 6 april 1944)

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 15:46 Reageer op dit bericht

Ludwig Hölty, Gustave Kahn, Thomas Bracken, Philipp Galen, Mathurin Régnier, Benjamin Disraeli2

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook alle tags voor Ludwig Hölty op dit blog.

 

An einen Knaben

Wohl dir, dem noch der bleiche Mund
Der Amme Lieder singt,
Den noch der kleine Schlummergott
In Schwanenarme schlingt.

Wohl dir, dein kleiner Busen kennt
Den Flitterprunk der Welt,
Und Amorn nicht, den losen Gott,
Der schlaue Netze stellt.

Doch bald entfliegt, mit Adlerflug,
Die süße, goldne Zeit,
Die Tag und Nacht der sanfte Schlaf
Mit Mohnlaub überstreut.

Dann plagt ein mürrischer Pedant
Dein Köpfchen mit Latein,
So sehr Mamachen auf ihn schmählt,
Bis in die Nacht hinein.

Du fluchst dem ehrlichen Terenz
Noch oft in seiner Gruft,
Wenn er von deinem Steckenpferd
Dich in die Schule ruft.

Du wünschest oft, wenn Cicero
Dein süßes Spiel verrückt,
O hätt er doch, der böse Mann,
Das Tagslicht nie erblickt.

Ruh sanft, so lange dir das Lied
Der Amme noch erschallt,
Die süße Morgendämmerung
Der Kindheit fliehet bald.

 

 1697305-f025ecabf0d4c40f49acfd25e62ffcd1.jpg
Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)

 

 

De Franse dichter en schrijver Gustave Kahn werd geboren in Metz op 21 december 1859. Zie ook alle tags voor Gustave Kahn op dit blog.

 

You Masks of the Masquerade

You Masks of the Masquerade,
pass, you are not she,
for whom my being staggers drunkenly,
pass without me your parade.
You barques to Ophir or to Thule tossing,
pass, you do not carry in your keels
her to whose lips my heart its being seals,
pass without me your crossing.
You songs of festivals from belfries timing
tarry, if the one sung in your chiming
is she who shall be ever loved of me
and cradle me my Destiny.

 

 

Homage

Thy arms with bracelets I will deck,
and with a string of pearls thy neck,
and with my lips thy lips.
My fever-floods shall bear thy passion-ships,
and I will bid thy courage flare,
with all my soul in flame,
and I will crown thy hair
with acclamations I will tear
from poets put to shame.
And then thy pardon I will ask
for having done so ill my task
of singing thy perfumèd grace,
and queenly beauty of thy face.

 

Vertaald door Jethro Bithell

 

 1697305-641754b93154628d7468ad26638b2f18.jpg
Gustave Kahn (21 december 1859 - 5 september 1936)
 

 

 

De Australische dichter en schrijver Thomas Bracken werd geboren op 21 december 1843 in Clones, County Monaghan, Ierland. Zie ook alle tags voor Thomas Bracken op dit blog.

 

M'Gillviray's Dream (Fragment)

I cared not for danger, and fighting was pleasure,
The life of a Ranger was one of romance —
A dare-devil fool ever ready to measure
A savage's length with my rifle. 'Twas chance
That sent me among them; I lived but for glory;
My comrades were all of good mettle and true,
And one was a hero; I'll tell you his story —
God rest poor M'Gillviray — brave-hearted Hugh!
I knew him for years, Jack, and shoulder to shoulder
He stood by me often when swift leaden hail
Whizzed close to our ears. Ah! old man, I was bolder
In those valiant days than I'm now. To my tale: —

The morning was gloomy, and Hugh sat beside me;
We'd chumm'd in together for two years or more;
I found him a brick, and he said when he tried me
In front of the foe, “Dick, you're true to the core!”
Enough — we were friends, and in trouble or danger
We stuck by each other in camp and in fray.

How often we find in the breast of a stranger
The heart of a kind brother throbbing alway
With warmest affection, responsive and tender —
Hugh's breast had a tenant like this, and I knew
In him I'd a brother, a friend, a defender,
Prepared for whatever a brave man might do.

 

 1697309-a376971920999a25de653ffbfe2b2f0c.jpg
Thomas Bracken (21 december 1843 – 16 februari 1898)

 

 

De Duitse schrijver Philipp Galen (eig. Ernst Philipp Karl Lange) werd geboren op 21 december 1813 in Potsdam. Zie ook alle tags voor Philipp Galen op dit blog.

Uit: Der Irre von St. James

„Es war in den ersten Tagen des Juni im Jahre 1843, als ich, von einer Reise nach Schottland zurückkehrend, denjenigen Teil Englands betrat, in welchem das steilere Gebirge allmählich in die wellenförmigen grünen Hügel übergeht, die, je mehr man sich dem Süden zuwendet, nach und nach sich in das flache Land verlieren.
Es war ein sehr warmer Tag gewesen, und ich hatte, nach meiner Gewohnheit zu Fuß reisend, viel von der Hitze gelitten, so daß ich mit Sehnsucht den kühleren Abendstunden entgegensah, die für den Reisenden so erquickend sind.
Mein Herz, noch erfüllt von den Wundern des Hochlandes, wurde getragen von den schönen Naturszenen, die mich umgaben.
Ich hatte viele fremde und entlegene Länder besucht, nicht nur, um sagen zu können, ich sei dagewesen, sondern ich fühlte mich als Arzt berufen, den Menschen in seinem freuden- und leidenvollen Treiben zu studieren, und ich hatte es mir diesmal zur besonderen Aufgabe gemacht, alle Krankenhäuser von Ruf, vorzüglich aber die Irrenanstalten, zu besuchen, die in England so musterhaft ausgestattet sind, daß sie sogar eine europäische Berühmtheit erlangt haben.
So wollte ich denn eine der namhaftesten dieser Heilstätten aufsuchen, die auf meinem heutigen Wege lag, und längere Zeit darin verweilen – ich meine die Irrenanstalt zu St. James. Mit mancherlei Empfehlungen von London aus versehen und schon daselbst angemeldet, hatte ich von meinem letzten Nachtlager aus mein ganzes Gepäck dahin vorausgesandt und hoffte nun, das alte St. James gegen Abend dieses Tages wohlbehalten zu erreichen.
Gerade nicht sehr ermüdet, denn ich hatte nur eine kleine Tagereise gemacht, sehnte ich mich doch, als der Abend näher und näher kam, nach einem Ruheorte.
Ich war von der gewöhnlichen breiten Landstraße abgewichen, denn ich liebte es, auf einem schmalen Fußwege zu wandern, der mich bald durch Wald und Feld, bald über Wiesen und Moore lockte; noch war ich in den Jahren jener jugendlichen Lebendigkeit und Willkür, der es ein größeres Vergnügen gewährt, bisweilen auf ein kleines abenteuerliches Hindernis zu stoßen, als die breite Fahrstraße entlang zu gehen, die nichts als das unveränderliche Einerlei darbietet.“

 

 1697314-d82a8b468266b3e0eff6628edb620129.jpg
Philipp Galen (21 december 1813 – 18 februari 1899)

 

 

De Franse dichter en satricus Mathurin Régnier werd geboren op 21 december 1573 in Chartres. Zie ook alle tags voor Mathurin Régnier op dit blog.

 

Satire II (Fragment)

Puis, sans qu'on les convie, ainsi que vénérables,
S'assient en prélats les premiers à vos tables,
Où le caquet leur manque, et des dents discourant,
Semblent avoir des yeux regret au demeurant.

Or la table levée, ils curent la mâchoire ;
Après grâces Dieu bu ils demandent à boire,
Vous font un sot discours, puis au partir de là,
Vous disent : " Mais, Monsieur, me donnez-vous cela " ?
C'est toujours le refrain qu'ils font à leur ballade.
Pour moi, je n'en vois point que je n'en sois malade ;
J'en perds le sentiment, du corps tout mutilé,
Et durant quelques jours j'en demeure opilé.

Un autre, renfrogné, rêveur, mélancolique,
Grimaçant son discours, semble avoir la colique,
Suant, crachant, toussant, pensant venir au point,
Parle si finement que l'on ne l'entend point.

Un autre, ambitieux, pour les vers qu'il compose,
Quelque bon bénéfice en l'esprit se propose,
Et dessus un cheval comme un singe attaché,
Méditant un sonnet, médite un évêché.

 

 1697305-0b46be0db7302486480f786fc493ca9b.jpg
Mathurin Régnier (21 decmber 1573 – 22 oktober 1613)
De kathedraal van Chartres

 

 

De Britse schrijver en politicus Benjamin Disraeli werd geboren op 21 december 1804 in Londen. Zie ook alle tags voor Benjamin Disraeli op dit blog.

Uit: Tancred

“The duke was leaning back in his chair, which it seemed, from his air and position, he had pushed back somewhat suddenly from his writing table, and an expression of painful surprise, it cannot be denied, dwelt on his countenance.  Lord Montacute was on his legs, leaning with his left arm on the chimney-piece, very serious, and, if possible, paler than usual.
‘You take me quite by surprise,’ said the duke; ’I thought it was an arrangement that would have deeply gratified you.’
Lord Montacute slightly bowed his head, but said nothing.  His father continued.
’Not wish to enter Parliament at present!  Why, that is all very well, and if, as was once the case, we could enter Parliament when we liked, and how we liked, the wish might be very reasonable.  If I could ring my bell, and return you member for Montacute with as much ease as I could send over to Bellamont to engage a special train to take us to town, you might be justified in indulging a fancy.  But how and when, I should like to know, are you to enter Parliament now?  This Parliament will last:  it will go on to the lees.  Lord Eskdale told me so not a week ago.  Well then, at any rate, you lose three years:  for three years you are an idler.  I never thought that was your character.  I have always had an impression you would turn your mind to public business, that the county might look up to you.  If you have what are called higher views, you should not forget there is a great opening now in public life, which may not offer again.  The Duke is resolved to give the preference, in carrying on the business of the country, to the aristocracy.  He believes this is our only means of preservation.  He told me so himself.  If it be so, I fear we are doomed.  I hope we may be of some use to our country without being ministers of state.”

 

 1697307-69f7e1379391def45620055c9e32a26a.jpg
Benjamin Disraeli (21 december 1804 – 19 april 1889)
Portret naar Francis Grant, 1852

Geschreven door Romenu om 15:43 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten