Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
seniorennet.beseniorennet.be

International Booker Prize voor Jenny Erpenbeck

International Booker Prize voor Jenny Erpenbeck

De Duitse schrijfster en filmregisseur Jenny Erpenbeck heeft gisteren de International Booker Prize gekregen voor haar roman “Kairos”. De roman vertelt een destructief liefdesverhaal in de laatste dagen van de DDR. Ook haar vertaler Michael Hofmann ontving de onderscheiding.  Erpenbeck is de eerste Duitse vrouw die de prijs wint en Hofmann is de eerste mannelijke vertaler die de prijs ontvangt. Het prijzengeld van 50.000 pond (zo’n 58.000 euro) wordt gelijkelijk verdeeld tussen Erpenbeck en Hofmann. Zie ook alle tags voor Jenny Erpenbeck op dit blog.

Uit: Kairos

„Kairos, der Gott des glücklichen Augenblicks, habe, so heißt es, vorn über der Stirn eine Locke, einzig an der kann man ihn halten. Ist aber der Gott erst einmal auf seinen gefl ügelten Füßen
vorübergeglitten, präsentiert er einem die kahle Hinterseite des Schädels, blank ist die und nichts daran ist mit Händen zu greifen.
War der Augenblick ein glücklicher, in dem sie damals, als neunzehnjähriges Mädchen, Hans traf? An einem Tag Anfang November setzt sie sich auf den Fußboden und beginnt, Blatt für Blatt, Mappe für Mappe, den Inhalt des ersten, dann des zweiten Kartons durchzusehen. Im Grunde genommen ist es ein Trümmerfeld. Die ältesten Aufzeichnungen sind aus dem Jahr 86, die jüngsten von 92. Briefe findet sie und Durchschläge von Briefen, Notizen, Einkaufszettel, Jahreskalender, Fotos und Negative von Fotos, Postkarten, Collagen, hier und da einen Zeitungsartikel.
Ein Stück Zucker aus dem Café Kranzler zerbröselt ihr in den Händen. Gepresste Blätter fallen zwischen Seiten heraus, Passfotos sind mit Büroklammern an Seiten geheftet, in einer Streichholzschachtel steckt ein Büschel Haare.
Auch sie hat einen Koffer mit Briefen, Durchschlägen von Briefen und Erinnerungsstücken, Flachware das meiste davon, wie das in der Sprache der Archive heißt. Hat ihre Tagebücher und Kalender. Am nächsten Tag steigt sie auf die Bücherleiter und holt den Koffer aus dem obersten Fach, staubig ist der, außen und innen. Vor langer Zeit haben die Papiere, die aus seinen Kartons
und die aus ihrem Koffer, einen Dialog miteinander geführt. Jetzt führen sie einen Dialog mit der Zeit. In so einem Koffer, in so einem Karton, liegen Ende, Anfang und Mitte gleichgültig miteinander im Staub der Jahrzehnte, liegt das, was zum Täuschen geschrieben wurde, und das, was als Wahrheit gedacht war, das Verschwiegene und das Beschriebene, liegt all das, ob es will oder nicht, eng ineinander gefaltet, liegt das sich Widersprechende, liegen der stummgewordene Zorn ebenso wie die stummgewordene Liebe miteinander in einem Umschlag, in ein und derselben Mappe, ist Vergessenes genauso vergilbt und zerknickt wie das, woran man sich noch, dunkel oder auch hell, erinnert. Katharina ¬muss, während ihre Hände beim Durchsehen der alten Mappen auch staubig werden, daran denken, wie ihr Vater bei ihren Kindergeburtstagen immer als Zauberer auftrat. Einen ganzen Stoß Spielkarten hatte er in die Luft geworfen und dann aus den herumfliegenden Karten doch die eine herausgezogen, die sie oder eines der anderen Kinder sich vorher gemerkt hatte.“

 

 

Jenny Erpenbeck (Berlijn, 12 maart 1967)

Geschreven door Romenu om 12:00 Reageer op dit bericht
Reageer op dit bericht

Reageer op dit bericht

Een titel of je eigen website toevoegen

De blogger leest alles eerst na: je tekst verschijnt zodra die goedgekeurd is.

Amy Waldman, Robert Creeley

De Amerikaanse schrijfster en journaliste Amy Waldman werd geboren op 21 mei 1969 in Los Angeles. Zie ook alle tags voor Amy Waldman op dit blog.

Uit: A Door in the Earth

“They left the foothills behind. Taking hairpin turns, they wound along a canyon lined with towering cliffs of schist, and amidst the powerful  sensation of  being constricted by these mountains, Parveen briefly  forgot  her physical torments But then she noticed that the so-called road had dwindled to nothing more than a one-car-wide dirt  lane hewn from the rock face. When she dared to look out the left window, she saw nothing; it was  as if they were aloft. In fact, they were inching above  a crag that fell steeply to a river below. She gripped the armrest, envisioning the car plummeting off the edge and tumbling down to the water. It was a sullen green, the canyon in gloom even though the day was sunny. Only over the opposite cliff face was there a startling strip of blue sky. She was chilled, hungry, and stiff. Knots ridged her back. As the road twisted, she scanned for signs of the village, but the only evidence of habitation she saw was, high on a pinnacle  of rock, a nest.
“How much longer?” she shouted to the driver, Issa.
He didn’t respond, nor, by now, did she expect him to. From the time he’d collected her in Kabul, he’d kept music blaring— mostly Bollywood soundtracks to which he sang along in a surprisingly pleasing falsetto—which made him deaf to Parveen’s queries. His  conversation was saved  for  her cousin Fawad, a college student who was acting as her chaperone and to whom Issa had offered the front seat. Parveen he treated as a package he was tasked to deliver.
He wasn’t what she had expected. Issa was Crane’s right hand in Afghanistan. The memoir described him as  an impish do- gooder who’d abandoned  a career as an antiquities smuggler to help save Afghan mothers. When Crane had sought to build a clinic in the village to which Parveen was now headed, Issa was relentless in his efforts to help, dogged in his negotiations with bureaucrats, bandits, and the Taliban, saying and doing what- ever it took to save more women’s lives, in part because his own mother had died giving birth to him. As a boy, Crane wrote, Issa had slept with her shawl;  as a man,  he still dreamed of her touch. Long before Parveen met him, she’d pitied the motherless boy within,  though this was too personal a topic to broach. It was odd to know more about someone from a book than from what he chose to share, which was almost nothing.
Instead of puckishness, Issa had inert eyes and a dour mouth; his fertile  mustache, black and thick,  was by far the liveliest thing on his face. When they met, he’d grunted a greeting, then scanned her clothing—a red tunic as long and loose  as a dress, a pair of jeans, and a navy-blue head scarf—as if it were a puzzle he couldn’t solve.”

 

Amy Waldman (Los Angeles, 21 mei 1969)

 

 

De Amerikaanse dichter Robert Creeley werd geboren op 21 mei 1926 in Arlington, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Robert Creeley op dit blog.

 

Ik ken een man

Zeg ik tegen mn
maat, want ik
klets altijd, – John, zeg

ik, da’s niet zn
naam, het is donker
om ons, wat

kunnen we er aan
doen, of anders, kopen we &
waarom niet, een verdomd grote slee,

rij, zegt ie, in
jezusnaam, kijk
uit wat je doet.

 

Vertaald door Arie Altena

 

Robert Creeley (21 mei 1926 – 30 maart 2005)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e mei ook mijn blog van 21 mei 2021 en ook mijn blog van 21 mei 2020 en eveneens mijn blog van 21 mei 2019 en ook mijn blog van 21 mei 2018.

Geschreven door Romenu om 16:31 Reageer op dit bericht

Pfingsten (Gustav Falke), Robert Creeley

 

 

Cheese Rolling on Cooper’s Hill, Gloucestershire door Charles March Gere, 1948. Kaasrollen is een traditioneel onderdeel van de vieringen met Pinksteren in Gloucestershire .

 

 

Pfingsten

Pfingsten, das heißt: das Neuste vom Schneider,
Helle Hosen und weiße Kleider,
Neue Sonnenschirme und neue Hüte
Mit Bändern und Blumen, jeder Güte.

Pfingsten, das heißt: sich drängen und stoßen,
Und quetschen und schieben, die Kleinen und Großen,
Besetzte Bahnen, Tramways und Breaks,
Heißt: Schinken und Spargel und Rührei und Steaks,
Maibowle, Bier, frohe Gesichter
Und ab und zu ein lyrischer Dichter.

Pfingsten heißt auch: Fiedel und Flöte,
Ein Zitat aus Reineke Fuchs von Goethe,
Heißt Tanz und Predigt, heißt Kirche und Schenke.
Was heißt Pfingsten nicht alles, wenn ichs bedenke.

Eins noch vor allem, vom ganzen Feste
Ist das das Schönste, ist das Beste:
Das junge lachende Maienlaub,
Hell wimpelnd über Lärm und Staub,
Des Lebens grüne Standarte. Hurra!
Freue dich, Mensch! Pfingsten ist da!

 

 

Gustav Falke (11 januari 1853 – 8 februari 1916)
De Dom van Lübeck, de geboorteplaats van  Gustav Falke

 

 

De Amerikaanse dichter Robert Creeley werd geboren op 21 mei 1926 in Arlington, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Robert Creeley op dit blog.

 

 

Gewoon vrienden

Uit de eindeloos deinende tafel,
zeeschelpen, en stevig,
zag ik een gezicht verschijnen
dat me lieverd noemde.

Bemind te zijn is de halve winst,
dacht ik.
Te zijn
moet beter zijn dan niet.

Maar wat zeg je als je oud bent?
Zeg maar niks,
zei ze.
Dat was donderdag.

Vrijdagavond ging ik weg
en ben niet meer terug geweest.
Alles is water
als je lang genoeg kijkt.

 

 

Vertaald door Peter Nijmeijer

 

 

Robert Creeley (21 mei 1926 – 30 maart 2005)
In 196

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 20e mei ook mijn blog van 20 mei 2023 en ook mijn blog van 20 mei 2020 en eveneens mijn blog van 20 mei 2019.

Geschreven door Romenu om 11:36 Reageer op dit bericht

Pfingsten (Hermann Lingg), Robert Creeley

 

Pinksteren door Anthony van Dyck, 1618

 

 

Pfingsten

Schöne Zeit von Himmelfahrt
Bis zum nahen Pfingsten,
Wo der Geist sich offenbart
Groß auch im Geringsten.

Glockenklang erschallt vom Dom,
Und zur Lust des Maien
Wallt hinaus der Menschenstrom,
Alles will sich freuen!

Freue sich, wer Gutes tat,
Wer dafür gestritten,
Wer gestreut der Zukunft Saat,
Und auch wer gelitten!

Ja, ich weiß, es wird geschehn,
Was wir jetzt noch hoffen,
Daß zum Glück die Tore stehn
Allen einst noch offen.

Daß man nicht mehr sieht verirrt
Scharen Lebensmüder;
Keine Herde und kein Hirt,
Freie nur, nur Brüder!

Wenn kein Druck den Geist mehr dämpft,
Wenn ein zweites Eden,
Aber schöner, weil erkämpft,
Folgt auf unsre Fehden.

Eines Himmels Erdenfahrt
Und ein andres Pfingsten,
Wo der Geist sich offenbart,
Groß auch im Geringsten.

 

 

Hermann Lingg ( 22 januari 1820 – 18 juni 1905)
Het Münster Onze-Lieve-Vrouw, de katholieke parochiekerk van Lindau aan het Bodenmeer, de geboorteplaats van Hermann Lingg.

 

 

De Amerikaanse dichter Robert Creeley werd geboren op 21 mei 1926 in Arlington, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Robert Creeley op dit blog.

 

 

De redding

De man zit in een tijdloosheid
met het paard op tijd onder hem
bewegend op de maat van poten
en hoeven over een tijdloos zand.

De verte komt op uit de voorgrond
in de film aanwezig als tijd
die hij van buiten in zich opneemt
en komt voort uit dat begin.

Een wind waait erin
en eruit en om de man heen
terwijl het paard rende
en rent om op tijd te komen.

Een huis staat in brand in het zand.
Een man en een paard branden.
De wind brandt.
Ze rennen om aan te komen.

 

 

Vertaald door Peter Nijmeijer

 

Robert Creeley (21 mei 1926 – 30 maart 2005)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 19e mei ook mijn blog van 19 mei 2023 en ook mijn blog van 19 mei 2022 en ook mijn blog van 19 mei 2020 en eveneens mijn blog van 19 mei 2019 en ook mijn blog van 19 mei 2018 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 10:36 Reageer op dit bericht

W.G. Sebald, Markus Breidenich

De Duitse schrijver W.G. Sebald werd geboren in Wertach (Allgäu) op 18 mei 1944. Zie ook alle tags voor W. G. Sebald op dit blog.

Uit: Nach der Natur. Ein Elementargedicht

Ihm, seinem erwählten Protektor,
der inmitten des Lebens seinen Tod
mit sich führt, gibt Grünewald das Ansehen
Riemenschneiders, dem der Würzburger Bischof
zwanzig Jahre darauf auf der Folter
die Hände zerbrechen ließ. Lang vor der Zeit
geht der Schmerz bereits ein in die Bilder.
Das ist die Vorschrift, weiß der Maler,
der sich einreiht auf dem Altar
in die viel zu geringe Genossenschaft
der vierzehn Nothelfer. Sie alle, die heiligen
Blasius, Achaz und Eustach; Pantaleon,
Aegidius, Cyriax, Christophorus und
Erasmus und der wirklich wunder-
schöne heilige Veit mit dem Hahn,
schauen ein jeder in eine andere
Richtung, ohne daß wir verstünden,
warum. Die drei Nothelferinnen
Barbara, Katharina und Margarethe hingegen
stecken am Rand der linken Tafel
hinter dem Rücken des Georg ihre
gleichförmigen orientalischen Köpfe
zu einer Verschwörung gegen die Männer
zusammen. Auch das Unglück der Heiligen
ist ihr Geschlecht, ist die furchtbare
Separation der Geschlechter, die Grünewald
am eigenen Leib erfuhr. Der ausgetriebene
Teufel, den Cyriax, nicht bloß aufgrund
der Enge des Raumes, sondern
wie ein Emblem hoch in die Luft
erhoben hält, ist ein weibliches
Wesen und stammt, wie eine Grisaille
Grünewalds im Frankfurter Städel aufs drastischste
vorführt, aus der epileptischen Tochter
Diokletians, der verzwängten Prinzessin
Artemia, die Cyriax, neben dem sie kniet
an der Erde, mit dem Manipel seines Ornats
wie einen Hund kurz gebunden hält.

 

 

W.G. Sebald (18 mei 1944 – 14 december 2001)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Markus Breidenich werd geboren in Düren op 18 mei 1972. Zie ook alle tags voor Markus Breidenich op dit blog.

 

 

Het lezen van de brieven

Ik zelf hou rekeningen in mijn handen
(wat ik heb uitgegeven, dat heb ik
uitgegeven). Mijn witte duiven
stop ik geld in de snavel en
vraag hen om te blijven zwijgen
over mij. Tijdens de vlucht
zet ik mijn mobieltje uit en beweeg me
nauwelijks. De dieren landen laat
in de middag als de zon achter
de bomen verdwijnt. De meesten
leggen het geld onder de deurmat van de
toegangsdeur en zijn ’s avonds terug.
Sommigen van hen dragen takken in hun
snavels. De tekenen wijzen op land.

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 

Markus Breidenich (Düren, 18 mei 1972)
In 2011

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 18e mei ook mijn blog van 18 mei 2022 en ook mijn blog van 18 mei 2020 en eveneens mijn blog van 18 mei 2019 en ook mijn blog van 18 mei 2018 en eveneens mijn blog van 18 mei 2014 deel 2.

Geschreven door Romenu om 10:44 Reageer op dit bericht

Lars Gustafsson, Markus Breidenich

De Zweedse dichter en schrijver Lars Gustafsson werd geboren in Västeras, op 17 mei 1936. Zie ook alle tags voor Lars Gustafsson op dit blog.

 

De bruggen in Königsberg

In de stad Königsberg in Pruisen
ligt een eiland dat Kneiphof heet,
omgeven door twee armen van de Pregel.
Zeven bruggen voeren over die twee armen.

Zeven bruggen. En ieder slechts één keer.
Het water is nu bijna overal te horen.
Het is blind water, zwart water,
nachtelijk water. Drie soorten water.

Kerken en torens en schuine groene daken.
Hier is een trap. Hier is een huis.
Hier is de hond die blaft op het erf.
Hij is zwart, pikzwart. Hij blaft.

Jaren. Jaren en dagen. Zo gelijk aan elkaar als…
Horen jullie mij? Ik zit opgesloten.
En men hoort het niet. Als Maagdeburger halve bollen.
Zo verschillend van elkaar als: Appels.

Vanuit een frisse oktobermaand; hondegeblaf
stemmen en maar één brug tegelijk,
nooit twee keer over dezelfde brug.
Sommige kinderen stappen altijd op iedere derde steen,

alleen op de derde. De afgrond lokt.
De derde deur die altijd piept.
Jaren. Jaren en dagen. Horen jullie mij? Oktober,
en nog steeds geen vorst in de lucht.

Om achtereenvolgens over zeven bruggen te lopen
en over iedere brug slechts één keer,
is, zo zegt de mathematicus Euler,
in feite een achtste brug nodig. Die is er niet.
Dat verdomde ijs, dat maar niet wil bevriezen!

 

Over alles wat nog zweeft

Mijn graf valt nog nergens te bekennen.
En dus zweef ook ik:
rust ook ik, onwetend van mijzelf,
in een luchtzee.
Zwevend met de zwevenden,
levend met de levenden,
rustend met de rustenden,
en, wellicht ook, zonder het te weten,
dood met de doden.
Hiervoor bestaat geen woord:
het is een manier van zweven.
“In de luchtzee”zoals ballonvaarders van weleer,
en die luchtzee ben je zelf.

Een keer, in Texas, zes uur ’s morgens,
zwemmend in het kristalheldere water
van een heel diep zwembad
eigenlijk bestemd voor duikers,
werd het zwemmen voor mij plotseling zweven.
Door de venstertjes van mijn duikbril neerkijkend
op de zwarte en witte tegels van de schone bodem,
vanuit precies zo’n hoogte die men in een vrije val
niet overleeft, kon ik een ogenblik bevroeden:
steeds verder te vallen, al vallend
toch te zweven, door iets onzichtbaars gedragen.
Glimlachend doorzien wij de klassieke schilders
en hun kinderlijke toverkunst
om een paar vogels veraf in het beeld te plaatsen,
heel klein, zwevend als bewusteloze tekens
tussen aarde en lucht, tussen licht en donker,
tussen water en land, kortweg:
iets dat zich tussen de verschillen bevindt,
schemerachtige dingen, die de diepte verschaffen
die het centrale perspectief alleen ons niet biedt.
Zo zweeft al wat dodelijk is in het binnenste
van zijn eigen beeld, ergens in de schemering,
en voor dit zweven bestaat geen naam

Zo zweven ook tekens boven witte vellen papier,
de sleuven boven de sneeuw, het goede boven de slechte tijd.
Zo zweeft alles. Het staat, zoals de engelen staan,
in ongekende beweging.
En voor de gang van de wereld bestaat geen naam.

 

Vertaald door J. Bernlef

 

Lars Gustafsson (17 mei 1936 – 3 april 2016)

 

De Duitse dichter en schrijver Markus Breidenich werd geboren in Düren op 18 mei 1972. Zie ook alle tags voor Markus Breidenich op dit blog.

 

Second Life

Hier waren de sproeten op
je gezicht slechts online pixels.

De handen een zee van
duizend kruisende lijnen.

Toekomst was een muisklik en één
van vele glazen bollen.

Griekse schoonheidsprofielen.
Je schreef dat je in die wereld

één kat en meerdere levens had. Een
zou alleen mij toebehoren. En jij zei

dat dit een spel met alles is. Een
meermaals geback-upt geluk opgeslagen

te zijn. Alleen soms spring je
uit alle wolken naar Off. Eenmaal

was het als delen van mij
in een lucht met hoge resolutie. Ik viel op

glazen hooi. Simuleerde de pijn
van de naalden in mijn hersenen. Dan

weer ving ik je op en las
in de ogen van knipperende cursors: L0ve.

De laatste keer sprong je alleen. Je

had het scherm van het lichaam gescheiden.
Het regende draden uit de lucht. In

real time. Op mijn scherm. Laatste
tekenen van jou. Op het scherm geschreven:

En blijf jij mijn kunsthart? Mijn
bedrieglijk echte omarming. Een vredig

berekende mond. Thuis in de kamer.
Blijf jij mijn aan? Mijn uit. Op de

terugweg van de computer naar bed
draadloos verbonden?

 

Vertaald door Frans Roumen

 

Markus Breidenich (Düren, 18 mei 1972)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 17e mei ook mijn blog van 17 mei 2021 en eveneens mijn blog van 17 mei 2018 en ook mijn blog van 17 mei 2015 deel 2.

Geschreven door Romenu om 14:40 Reageer op dit bericht

Paul Gellings, Adrienne Rich

De Nederlandse dichter en vertaler Paul Johann Gellings werd geboren in Amsterdam op 16 mei 1953. Zie ook alle tags voor Paul Gellings op dit blog.

 

Betovering

Er zit een zwarte kat voor het raam
en kijkt in mijn huis.
’s Nachts schrik ik wakker
van de roep in mijn droom.

Ze kijkt me strak aan. Mijn vingers
betasten het glas. Als ze kon lachen
lachte ze vertederd om mijn hulpeloosheid,
nu knikt ze en sluit bedachtzaam haar ogen.

Zal ik naar buiten gaan om haar
voorzichtig te strelen? Of blijf ik binnen
met vragen gemener dan nagels? Ik val
weer in slaap: zwart wordt châtain

en onder mijn kus verschijnt aarzelend
een glimlach, verandert zij
in een vrouw.

 

 

Narcissen

Deze bloemen heb ik lief, want ze zijn
te vroeg geboren, wiegen sierlijk,
en glinsterend in storm en regen

zoekt elk voor zich het grasveld af wanneer
ik uit de ramen kijk. Ik zie ze onder
grijze luchten – dichte toekomst met

varkenshaar dik opgebracht, ziekte woedt en
hagel slaat, het wordt avond, nacht, maar zij
zijn sterker, sterven in hun eigen tijd.

Zelfs in sneeuw zichzelf trouw, witte kelken,
harten geel – evenbeeld van zon die ze

nu toelacht, zich dan afwendt,
afwezig of vol trots. Ik hoef niet meer
naar buiten om te zien: voor altijd staan
ze in de spiegel van dit vensterglas.

 

De bomen in het Luxembourg

De bomen in het Luxembourg waren antiek,
groene, roestbruine luchters. De zon die
van dof goud was scheen op de gevels, golfde
in de ruiten aan de overkant, nam vorstelijke
vormen aan in de diplomatenwijk:
balustrades, torens – allemaal oude zon.
Ook de tinteling die deed denken aan
een verre lente was verjaard.
De hemel helder met de drukte van de avond,
ook nog volle maan. Het Luxembourg rook
naar vanille, en het werd ’s nachts weer
koud, maar met iets van oude warmte.
Een vertrouwde zomer was in iedere droom.

In de morgen geur van vruchten. De bus
reed mij langs de gevels, vele eeuwen
gingen dagelijks voorbij, voor wie wilde
lagen de bladeren als schilfers
van een zieke huid over een terras.
Zo was ik, ik wilde wel, maar de zon
staat stil bij het beschrijven
van een ansichtkaart.

 

Paul Gellings (Amsterdam, 16 mei 1953)

 

 

De Amerikaanse dichteres Adrienne Rich werd 16 mei 1929 geboren te Baltimore. Zie ook alle tags voor Adrienne Rich op dit blog.

 

 

Eénentwintig liefdesgedichten

IX

Je zwijgen vandaag is een vijver waar verdronken dingen leven
die ik druipend naar het licht gebracht wil zien.
Niet mijn gezicht zie ik daar, maar andere gezichten,
ja, jouw gezicht, maar uit een andere tijd.
Wat daar ook verloren is gegaan: we hebben het allebei nodig-
een horloge van oud goud, een half uitgewiste koortsgrafiek
een sleutel…Zelfs het slib en de kiezels van de bodem
verdienen hun glimp van herkenning. Ik ben bang voor dit zwijgen,
dit sprakeloze leven. Ik wacht
op wind die dit strakgespannen water behoedzaam
even opwaait, en mij laat zien
wat ik voor jou kan doen, jij die het onzegbare
zo vaak voor anderen uitspreekbaar hebt gemaakt, en zelfs voor mij.

 

Vertaald door Maaike Meijer

 

Adrienne Rich (16 mei 1929 – 27 maart 2012)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 16e mei ook mijn blog van 16 mei 2019 en ook mijn blog van 16 mei 2018.

Geschreven door Romenu om 17:08 Reageer op dit bericht

Judith Hermann, Michael Lentz

De Duitse schrijfster Judith Hermann werd geboren op 15 mei 1970 in Berlijn-Tempelhof. Zie ook alle tags voor Judith Hermann op dit blog.

Uit: Wir hätten uns alles gesagt

“Am Stundenende der Ablauf rückwärts – ich war aufgestanden, hatte meine Jacke wieder angezogen, dabei verlegen aus dem Fenster gesehen, er war vor mir her durch den Flur gegangen, hatte mir die Tür aufgemacht, wir hatten uns die Hand gegeben, er hatte die Tür hinter mir geschlossen; es war ein Wunder, dass ich mir sein Gesicht, seine Gestalt und Erscheinung überhaupt halbwegs eingeprägt hatte. Im Spätkauf war ich schneller als er – ich erkannte ihn zuerst, oder: Ich begriff zuerst, und ich war wach genug, um die Situation bemerkenswert zu finden und nicht zu erkennen zu geben, dass ich sie bemerkenswert fand. Ich begrüßte Dr. Dreehüs höflich und überrascht und stellte ihn und G. einander vor, was amüsant war, weil beide voneinander wussten; G. war in den Erzählungen der Analysestunden aufgetaucht und hatte sich seinerseits einiges über die Analysestunden anhören müssen. Das ist G. Das ist also G. G., das ist nun kurz vor Feierabend und zu guter Letzt tatsächlich Dr. Dreehüs, mein Analytiker.
Mein alter Analytiker. Wir verbeugten uns alle drei ansatzweise voreinander, ich habe in meiner Erinnerung an diesen Moment bedauerlicherweise den arabischen Besitzer aus den Augen verloren, seinen Blick auf uns, auf Dr. Dreehüs, der ein Stammkunde zu sein schien und sich bisher vielleicht nicht als Analytiker zu erkennen gegeben hatte, und wie auch immer: Ich nutzte die eigenartige Gelegenheit und bat Dr. Dreehüs um zwei Zigaretten. Wir traten vor den Späti. Wechselten ein paar Sätze, wie geht’s, gut, danke, und wie geht es Ihnen, während er elegant die Zigaretten aus dem Softpack klopfte, sie uns anbot und freundlicherweise kein Wort darüber verlor, dass ich mir das Rauchen in den Analysejahren doch eigentlich abgewöhnt hatte. Er gab sich überhaupt ungezwungen, wohingegen ich nun doch Mühe hatte, eine Fassung zu wahren. Ich wollte mir alles auf einmal einprägen, Gesten und Ausdruck, seinen etwas extravaganten Anzug, die Art, uns Feuer zu geben, zu lächeln und lässig auf Abstand zu bleiben; ich hatte angenommen, Dr. Dreehüs gäbe es nicht. Er sei eine Art spezieller Motte, die sich für die Weile einer Analysestunde zu einer Person materialisieren und nach dem Ende der Stunde zu Staub zerfallen würde, um sich zwei Tage später wieder zu erneuern. Ich hatte mir über das Leben von Dr. Dreehüs außerhalb seiner Praxis selbstverständlich schwer den Kopf zerbrochen und war zu dem Schluss gekommen, er habe keines, was unter anderem damit zu tun hatte, dass er mir als astreiner Analytiker außer seiner Anwesenheit, seinen etwas geckenhaften Hemden, gebügelten Hosen, der Inneneinrichtung seines Praxiszimmers und ab und an einem wie zufällig auf dem Tisch liegenden Buches niemals auch nur das kleinste Detail aus seinem Dasein verraten hatte.”

 

Judith Hermann (Berlijn-Tempelhof, 15 mei 1970)

 

 

De Duitse dichter, schrijver, literatuurwetenschapper en musicus Michael Lentz werd geboren in Düren op 15 mei 1964. Zie ook alle tags voor Michael Lentz op dit blog.

 

ik tril en merk
ik ben verliefd
dat gaat voorbij als honger
die niet gestild wordt
die men overslaat op weg naar het heilig voedsel
een schreeuwende boom in het zomermoede veld
bladerloos zonder grondcontact
en toch zo ontzettend mooi
de verheven kroon leidt af van
wat werkelijk is
op het gras sloeg de bliksem in
de stam staat gespleten
nu weet ik niet waar naartoe

 

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 

Michael Lentz (Düren, 15 mei 1964)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 15e mei ook  mijn blog van 15 mei 2022 en ook mijn blog van 15 mei 2021 en eveneens  mijn blog van 15 mei 2019 en ook mijn blog van 15 mei 2018 en ook mijn blog van 15 mei 2017 en ook mijn blog van 15 mei 2016 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 15:33 Reageer op dit bericht

Libris Literatuur Prijs 2024 voor Rob van Essen

Libris Literatuur Prijs 2024 voor Rob van Essen

De Nederlandse schrijver Rob van Essen heeft maandag de Libris Literatuur Prijs gekregen voor zijn roman “Ik kom hier nog op terug”. Vijf jaar geleden won hij ook al. Bijna nooit wint een schrijver de prestigieuze prijs twee keer. Rob van Essen werd op 25 juni 1963 geboren in Amstelveen. Zie ook alle tags voor Rob van Essen op dit blog.

Uit: Ik kom hier nog op terug

“En we beginnen hier: Rijssen in de jaren zeventig, een zondagmiddag. Zondagmiddagen in Rijssen in de jaren zeventig, in een gelovig gezin, mijn god. Eindeloos, die middagen. Terwijl ze toch langzaam op gang kwamen. ’s Ochtends eerst de kerkdienst, dan koffie, daarna de warme maaltijd – tegen de tijd dat alles weer was opgeruimd, afgewassen en weggezet was het vaak al drie uur. Maar toch, eindeloos. Ga je niets zeggen over mr. G.B.j. Hiltermann die elke zondagmiddag om één uur op de radio de toestand in de wereld besprak, met die merkwaardige stem die je altijd aan gekookte aardappels met jus deed denken? En dat jullie, je moeder en jij, dan stil moesten zijn omdat je vader wilde luisteren? Nee, fuck mr. G.B.J. Hiltermann. Dit is niet zo’n soort verhaal, met ironische nostalgie en zo. Weet je, toen ik het ouderlijk huis eenmaal had verlaten en in Amsterdam woonde, kwam ik op de Prinsengracht altijd langs Hiltermanns huis als ik naar de hoofdvestiging van de Openbare Bibliotheek ging. In de vroege jaren tachtig was dat, hoe oud was ik, negentien, twintig. Hiltermann bewoonde in die tijd een statig grachtenpand dat in een rijtje van vrijwel identieke statige grachtenpanden stond. Een stenen trapje, de naam stond in sierlijke witte krulletters op de donkergroene deur,  grachtengroen heet die kleur heb ik later geleerd. Hiltermann. Zonder voorletters, zonder titel. Vanaf de straat kon je achter het raam van de beletage nog net de rand van een imposant bureau zien. Hij zat er nooit achter. Tenminste niet als ik langsliep. 0, ik liep daar vaak, ik had weinig anders te doen in die tijd, de bibliotheek was een haven, een toevlucht, waar ik nooit vond wat ik nodig had. Toch moest het ergens op een plank staan, het boek dat al die tijd op mij had gewacht. Ik wist nog niet dat het hele gebouw die toevlucht was, dat het daarom ging, dat ik het al had gevonden zodra ik de bibliotheek binnenkwam en naar het trappenhuis liep, langs de Huisjes en het toiletblok waar altijd de geur van poep en schoonmaakmiddel hing – nooit kon de ene geur de andere uitwissen, alsof ze samen uit een spuitbus kwamen. Naast het trappenhuis was de ingang van de leeszaal, waar je toen nog mocht roken en waar ik de opinieweekbladen las; als ik iets tegenkwam dat me trof noteerde ik het in een aantekenboekje. Het gebouw dateerde uit de jaren zeventig, met veel kaal beton en tapijttegels op de vloer. Toen vond ik het saai maar achteraf vind ik het mooi. Tegenwoordig is er een duur hotel gevestigd en vanbinnen zal niets meer hetzelfde zijn, laat staan dat je er nog mag roken. Wanneer ik van de bibliotheek naar huis liep moet ik ook altijd langs G.B.J. Hiltermann gekomen zijn, maar daar herinner ik me niets van, alsof dat grachtenpand alleen maar op de heenweg bestond, alsof ik nooit ben teruggegaan en me nog steeds in de bibliotheek bevind, alsof – en nu stokt me de adem, want ik kan me helemaal geen wandeling naar huis herinneren, geen enkele -, alsof ik daar altijd ben gebleven, al die keren dat ik daarnaartoe liep, en ik die hele bibliotheek vul, ook nu nog, nu het een hotel is.”

 

 

Rob van Essen (Amstelveen, 25 juni 1963)
Geschreven door Romenu om 11:29 Reageer op dit bericht

Jo Gisekin, Kathleen Jamie

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

 

Droom

Ik droomde
dat ik de tel kwijt was
struikelde over
zonderlinge naaktheid
over het vel van de steen
waarop ik het hoofd
moest leggen

het hield niet op
met grasmusgroen te schieten
tussen rose tegels
handen deinden uit
in zomerlange dagen
mijn dagelijks gezicht
lag vastgespijkerd
op een winderige zon

ik droomde
dat om middernacht mijn lichaam
leeggezogen werd
gewetenloos verkaveld tot perceeltjes
van kleine duimpjes groot

mijn hart bleef steken
in de droom

het duurde lichtjaren ver
vooraleer zijn breekbare inhoud
over de paarse boomgaard
werd uitgestrooid

 

 

Mijn zomers…

Mijn zomers zijn nog lang
niet uitgedoofd
hoe herfstig ook de lijsterbes
de asters en het vlammensnoer
van dahlia’s

de bramen zijn doorregend
en proeven paars
als drukinkt op papier

de wind cadanst
en breekt de spiegels
in de plassen
ben ik met duisternis omhangen?

September brandt zijn laatste
resten op als minnaars die
mekaar meedogenloos verteren

en toch
de winter zal de nieuwe verzen
schrijven met letters uit mijn
leven en hangen aan de roeste
takken van een
feestelijke boom

de najaarssappen opgevangen
in bronzen roemers
zij klinken op dit leven:

de horizon klaart op.

 

 

Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)

 

 

De Schotse dichteres Kathleen Jamie werd geboren op 13 mei 1962 in Currie, Edinburgh. Zie ook alle tags voor Kathleen Jamie op dit blog.

 

 

Bloesem

Er is dit leven en geen hiernamaals –
daar ben ik zeker van
maar ik aarzel nog steeds en wacht
tot mijn talmende ziel
bij de aanraking van de wereld opspringt.

Door hoeveel mei schemeringen
heb ik heengeslapen,
de bomen dapper vol bloesem?
Laat me ze nummeren. . .

Ik zal op de weegschaal gelegd
en te licht bevonden worden.
Ik reken op minder
dan een appelpit.

 

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 

Kathleen Jamie (Currie, 13 mei 1962)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e mei ook mijn blog van 14 mei 2019 en ook mijn blog van 14 mei 2018 en eveneens mijn blog van 14 mei 2017 deel 2.

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Sander Kollaard, Kathleen Jamie

De Nederlandse schrijver Sander Kollaard werd geboren op 13 mei 1961 in Amstelveen. Zie ook alle tags voor Sander Kollaard op dit blog.

Uit: Stadium IV

“Op weg naar eiland vloog Nils Holgersson in de nek van Maarten de gans achter Akka aan over een zee als een spiegel zo glad. Het bracht hem in de war. Hemel en aarde vervloeiden. Hij wist niet meer wat boven en onder was en dacht dat ze de hemel in vlogen. De buiken die hij onder zich zag, herkende hij niet als de weerspiegeling van de vogellijven in het blauwe water van de Oostzee: hij dacht dat de vogels op hun rug vlogen. En toen ze ()land naderden en in de mist verdwenen die van het eiland opsteeg, witte wandwolken, raakten ook de ganzen de kluts kwijt, totdat Akka het doffe geluid opving van het mistkanon dat op de zuidelijke punt van het eiland werd afgeschoten, en weer precies wist waar ze waren. Toen Sarie in de koudste weken van de winter van 1968 de kaart van eiland openvouwde, zag ze een langgerekte scherf, afgebroken van de Zweedse oostkust. Ze vermoedde een geschiedenis van schollentektoniek, een verhaal over de plooien en rimpels die de trekkende ingewanden van de planeet in haar huid achterlaat, maar herinnerde zich ook hoe Selma La-gerijd& een oude herder liet vertellen dat eiland is ontstaan uit het vergane lijf van een reusachtige vlinder. Turend naar de kaart zag ze inderdaad dat vlinderlijf, rank en elegant, maar ook machteloos en verminkt zonder de vleugels. Ze vond het een aantrekkelijk beeld omdat het herinnerde aan die wondermooie metamorfosen, het eitje, dc rups, de pop, en dan de vlinder — het leven op zijn allerlichtst de onwaarschijnlijke kleuren en patronen, dat aandoenlijke gedwarrel, de levensduur van maar enkele dagen of weken. (Mand: een in zee ver- zonken, door afzetting van kalk gemummificeerd vlinderlijf, dat van lieverlee begroeid raakte, bevolkt, bebouwd.
Nils en de ganzen kwamen terecht op de zuidelijke punt van het eiland, Seidra Udde, de plek waar het mistkanon werd afgeschoten. Na een paar dagen vervolgden ze hun reis, gevoed en uitgerust, naar het noorden, over de lengte van het eiland. Sarie volgde de reis van de vogels met haar vinger op de kaart. Zo’n beetje op een derde van het eiland zag ze aan de oostkust het haventje van Bliisinge liggen. Selma Lagerkif schrijft er niets over maar Saries vinger bleef er dralen omdat het haventje de komende zomer haar bestemming was. Ze haalde de kaart naar zich toe en keek goed. De plattegrond van het haventje deed haar denken aan een merkwaardige, hoekige hap uit de kust. Het leek een eenzame plek, ongemakkelijk op de grens van een oud cultuurlandschap en een nog veel oudere zee, wringend met beide. Het schermde zich van de zee af met een naïef dammetje, min of meer dwars op de dubbele havenmond. Het landschap — velden, akkers, een paar stroken bos — keerde het met volmaakte onverschilligheid de rug toe. Zo lag het daar in een vreemd isolement, een geografisch fremdkörper alsof een kwaadaardige vis een beet uit het vlinderlijf had genomen — een beet die vervolgens was volgestroomd met water zodat een dubbele inham was ontstaan, in het gareel gebracht met kades, de kades bebouwd met schuurtjes en loodsen en rekken waar de vissers hun netten ophingen.”

 

 

Sander Kollaard (Amstelveen, 13 mei 1961)

 

 

De Schotse dichteres Kathleen Jamie werd geboren op 13 mei 1962 in Currie, Edinburgh. Zie ook alle tags voor Kathleen Jamie op dit blog.

 

 

Moerasspirea

Dus begroeven ze haar en keerden terug naar huis,
een saaie psalm
om hen heen hangend als zeemist,

niet wetend dat de vloeistof
die van haar lippen druppelde
zijn weg naar beneden zou zoeken,

en dat wat plakte in haar langzaam
uiteenvallende vlecht van grijs haar
zomerzaadjes waren:

moerasspirea, bijenblad,
tekenen van eerlijkheid, die al
begonnen naar het licht

te kruipen , en haar zo toonden,
toen de tijd daar was,
hoe ze zichzelf kon uitgraven –

naar boven komen en hen begroeten,
de mond jong en weer vol
van vuil, spuug en poëzie.

 

Vertaald door Frans Roumen

 

Kathleen Jamie (Currie, 13 mei 1962)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 13 mei ook mijn blog van 13 mei 2023 en ook mijn blog van 13 mei 2022 en ook mijn blog van 13 mei 2020 en eveneens mijn blog van 13 mei 2019 en ook mijn blog van 13 mei 2018 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:58 Reageer op dit bericht

Moeder (Martinus Nijhoff), Hagar Peeters, Cecilia Quílez

 

 

Mijn moeder door Helene Schjerfbeck, 1909

 

Moeder

We liepen samen dikwijls langs de stranden
Als ’t avond werd. Dan zong ze naast de zee –
Ik, kleine jongen, die haar stem zoo kende,
Ik hield haar hand en zong de liedjes mee.

Een klein wit vrouwtje, met nerveuse handen
En steeds bewegend, steeds bewegend hart –
Wij wisten dat in haar geleden werd,
Dat zij het leven kende, en ’t voelde branden.

Ze ligt in ’t graf met het gelaat naar boven.
Donkere moeder, wieg haar lichaam warm,
Zie, als een kind ligt zij naakt in uw schoot –

Zachter dan ’t leven zij haar de eeuw’ge dood,
Die menschen eenzaam maakt en stil en arm –
Maar die het witte zonlicht niet kan dooven.

 

Martinus Nijhoff (20 april 1894 – 26 januari 1953)
De Grote of Sint-Jacobskerk in Den Haag, de geboorteplaats van Martinus Nijhoff

 

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Hagar Peeters werd geboren in Amsterdam op 12 mei 1972. Zie ook alle tags voor Hagar Peeters op dit blog.

 

Je bewoont al jaren

Je bewoont al jaren
alle kamers in mijn hoofd.
Het lukt maar niet
je te verdrijven.

Ik heb er andere namen
in gestopt, maar geen
wil zo beklijven
als die van jou.

Ik vind hem terug in het
merk kleren dat ik koop,
je speelt mee in alle
films die ik zie

en zo vaak roept iemand je
op straat dat ik
me afvraag hoe het kan
dat je uniek bent
en toch zo gangbaar.

Je speelt denk ik niet
in films, en mijn hoofd
bewonen doe je zeker niet.
Was het maar waar. Je woont

ergens in een huisje aan zee
en tuurt daar uit het raam.
Je wacht. Op mij. Maar
je vergat mijn naam.

 

 

Verklaring

Het is hier buitenwereld wit.
Zo licht en ondoordringbaar niks is dit,
als dichte mist.
Als wat ik dagelijks begaan moet
aan dichte onbegaanbaarheid.
Het is mijn ingedikte ik.
Het is de wereld die ik openrijt met woorden.
Ziet u hoe het zwart sneeuwt voor uw ogen,
hoe ik verbeten letters zet.
Ik doe op het papier
wat ik vergeefs steeds in het echte leven deed;
het witte lichte niks verstoren.
Ik schrijf mijn geboortekreet.

 

 

Zelfportret aan tafel

In de rook van je sigaret kringelen alle gestalten
die je niet geworden bent maar wel bent
naar het plafond en op muren
werpen zij schaduwen, multipel,
de talenten waarmee
je nooit naar buiten trad.

Die sluier van rook, dat is ook
de aaneenschakeling van schouders
van alle voorouders die zichzelf
aan je doorgaven. Je ging gebukt onder hun donatie.

Wij brengen een toast uit aan tafel
op alles dat ons ontglipt. Rook omsluit ons
volledig. Nu is de wereld verstikt.

De rook, dat zijn de handen
die je naar hoogten dragen vanwaar
bijna alles verdraaglijk is.
Kijk maar naar me:
er zijn vele schakeringen Hagar.

 

Hagar Peeters (Amsterdam, 12 mei 1972)

 

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Spaanse dichteres Cecilia Quílez Lucas werd geboren in Algeciras in 1965. Zie ook alle tags voor Cecilia Quílez op dit blog.

 

HET WONDER VAN DE VISSEN

Je komt in de slaapkamer binnen, niet in de schaduw.
De schaduw ben jij.
Ik projecteer je in mijn vlees zoals toen,
in die schelp die een andere omhelzing leek.
Je naderde mij met op je tong een testament
en een harpoen in je borst.

Onder de opgebrande kaarsen hebben we gebeden
bij de ochtendklaarte waar je de wonderen waarneemt
en alles uit de som van het niets ontstaat.
Wij waren, jij en ik, delirium van de onbetwistbare dagdroom
in een andere wereld met twee woeste meren
en twee vissen klaar om elkaar te vernietigen.

Ik denk nu aan die nachten
waarin de uilen op de vensterbank
van deze schaduwen in zwijm vallen.
Schreeuw en herhaal voor mij gelijk een litanie
dat je je dit alles naar waarheid
herinnert.

 

Vertaald door Fa Claes

 

Cecilia Quílez (Algeciras, 1965)

 

Zie ook alle tags voor Moederdag op dit blog.

Zie voor nog meer schrijvers van de 12e mei ook mijn blog van 12 mei 2020 en eveneens mijn blog van 12 mei 2019.

Geschreven door Romenu om 08:34 Reageer op dit bericht

Ida Gerhardt, Cecilia Quílez

De Nederlandse dichteres Ida Gerhardt werd geboren in Gorinchem op 11 mei 1905. Zie ook alle tags voor Ida Gerhardt op dit blog.

 

Voor dag en dauw

In memoriam M. Nijhoff

Wel elke ochtend ligt de dauw
over uw verzen, als dien dag
dat morgenlijk uw hand hen schiep.
De donkere wereld merkt het nauw,
maar wie niet tot de morgen sliep
leest tussen maan en dageraad
de bladzij die hij eenmaal zag
en sedert leest met de ogen dicht.

‘Er staat geschreven wat er staat’.

En wat uw hand heeft aangeraakt,
thans is het aan uzelf verricht:
de dag, die uit de nacht ontwaakt,
de dauw, het ongerepte licht.

 

 

Stem van de Herfstregen

Wees niet bevreesd wanneer de vlagen gaan
rondom uw huis-het is uw aards verblijf.
Wees niet bevreesd als ziekte u komt slaan-
uw lichaam was altijd een aards verblijf.
Zonder bekommernis laat u ontgaan
roem, eer en staat; zij zijn een aards bedrijf.
Maar wees bevreesd wanneer de tranen gaan,
de bevende, om wat is aangedaan
door u.
De liefde is uw eeuwige verblijf.

 

 

Het vers dat in het zonlicht kan bestaan

Het vers van Gorter heeft de geur van graan
dat bloeit en stuift: die reuk van hemels zoet
met erdoorheen het aardse evengoed:
dat zegt de tarwe en het brood al aan.

En koren geurt weer uit het brood vandaan.
Hij schreef vanuit die kringloop overvloed
– het waait ons uit de woorden tegemoet –
het vers dat in het zonlicht kan bestaan,

de volle dag trotseert. Het voedt als brood
en bloeit als koren, stuifmeelovertrild.
Het vers van Gorter: franke gulheid noodt

dat wie hier nadert toch de honger stilt
die hij verborg of nimmer uit kon spreken.
Brood met de geur van graan. Gij moogt het breken.

 

 

Ida Gerhardt (11 mei 1905 – 15 augustus 1997)

 

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Spaanse dichteres Cecilia Quílez Lucas werd geboren in Algeciras in 1965. Zie ook alle tags voor Cecilia Quílez op dit blog.

 

 

DIT ZURE KWAAD

Nachten zijn dagen en nachten
zonder ophouden, zonder uitstel.
Ik ben een volstrekt kwaad,
een onderaardse gang in mijn gefnuikte gaven,
een bittere kramp van opdrachten
die mijn buik kwetst van binnenuit.

Ik leg mijn ingewanden op mijn schrijftafel
en bekijk ze zonder achting.
En ik wacht.
Ik wacht om te zien of iemand langskomt
die ze zeeft zoals de linzen
die op het marmer alle hoop opgeven.

Met een beetje geluk
wordt
het overige een waar festijn.

 

 

Vertaald door Fa Claes

 

 

Cecilia Quílez (Algeciras, 1965)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 11e mei ook mijn blog van 11 mei 2023  en ook mijn blog van 11 mei 2020 en eveneens mijn blog van 11 mei 2019 en ook mijn blog van 11 mei 2018.

Geschreven door Romenu om 17:08 Reageer op dit bericht

J. C. Bloem, Jayne Cortez

De Nederlandse dichter J. C. Bloem werd geboren op 10 mei 1887 in Oudshoorn. Zie ook alle tags voor J. C. Bloem op dit blog.

 

Hart en wereld

De nieuwe huizen aan de nieuwe straten,
Beprezen door de dwaze of veile schaar –
De drom der immer naamloozer gelaten,
Wars evenzeer van vreugde als van gevaar –

Vanzelve wendt het hart, vol troostloos weten,
Zich van een leven af, dat bidt noch vloekt,
Als ’t met de onfeilbare aandrift der magneten
De streek van zijn verteederingen zoekt.

Het werd niet ouder, het is trouw gebleven
Aan alles waar zijn jeugd zich in verzweeg:
Een stadsplantsoen, waar hart en schaduw beven,
Het nauwe duister van een lauwe steeg.

Nochtans weet het: ook dit is ouder worden:
’t Leven te schouwen met ontgoocheld oog,
Vermoeid, omdat veel herfsten al verdorden,
Maar dat geen dood in schijn van bloei bedroog.

 

 

De Stem der Steden

Wanneer de late herfststorm in de steden
Zijn donkere verschrikkingen begint,
En de arme menschen sidderen beneden
De teistrende aanvlucht van den barren wind;

Dan is ’t één krampen van geschonden leven,
Dat strijdt, wanhopig, en toch ondergaat,
Terwijl de menschen loopen als gedreven
Door de geboden van een wilden haat.

Hij jaagt hen uit, de storm, waar ’t licht der straten
Nog killer is dan zijn ontboeid geweld.
Hij boet zijn lust aan allen die, verlaten
Van vreugde, dwalen moede en onverzeld.

Soms striemt zijn geesel wel twee hopeloozen
Te zamen, waar een schaduw veilig schijnt
Voor hen, die boven ’t ijdel woelen kozen
De teederheid, die week maakt en verreint.

Doch ook dit laat hen ledig en zij scheiden.
In droefheid eindigt wat in hoop begon,
En voor zich uit zien zij het lange lijden,
De dorre dagen en de nieuwe zon.

Zij sleepen moeizaam door de zware nachten
Al wat hun hart verbeidt, hun droom belijdt –
Zij, de berooiden, die in ’t donker wachten
Op ’t flitsen der beloofde zaligheid.

Zij gaan: ontelbre huiverende stoeten,
Door de onafwendbaarheid des doods gemaand,
Wier luide woorden en gelach begroeten
’t Geluk, het heil dat elk bij de’ ander waant.

Maar diep in ’t hart heeft ieder meegedragen
Den weerklank van een hemelwijd accoord,
Dat meeruischt met de langgerekte vlagen;
Een stem begon, zwol aan en is verhoord:

De groote stem der luidbevolkte steden,
Die spreekt van meer dan vreugde en meer dan leed
Tot hem, in wien zich ’t leven gaat verbreeden,
En die om grooter droom zichzelf vergeet.

En ik beken mij een van deze menschen,
Van dit geslacht, dat doolt en lacht en lijdt,
Geknot, vernederd in zijn liefste wenschen,
En toch zoo brandende van zaligheid.

 

J. C. Bloem (10 mei 1887 – 10 augustus 1966)

 

 

De Amerikaanse dichteres en performster Jayne Cortez werd geboren op 10 mei 1936 in Fort Huachuca, Arizona. Zie ook alle tags voor Jayne Cortez op dit blog.

 

 

De onderdrukkers

Kunst
wat geven de kunst
onderdrukkers
om kunst
ze springen op de kar
wentelen zich in persclips
en laten de planeet stinken
met hun
pornografische onderdrukking

Kunst
wat geven zij om kunst
zij vormen zich om van
hedendaagse babykussers
tot corrupte politici van vroeger
tot zelfbenoemde censuurgriffiers
die kunst niet zullen steunen
maar oorlog zullen steunen
armoede
longkanker
racisme
kolonialisme
en giftig slib
dat is hun moraal
dat is hun religieuze overtuiging
dat is hun bescherming van het publiek
& bijdrage aan familie-entertainment
wat geven zij om kunst

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 

Jayne Cortez (10 mei 1936 – 28 december 2012)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e mei ook mijn blog van 10 mei 2020 en eveneens mijn blog van 10 mei 2019 en ook mijn blog van 10 mei 2018 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 14:54 Reageer op dit bericht

Himmelfahrt (Ludwig Bechstein), Paul Lynch, Charles Simic

 

De Hemelvaart van Christus door Giacomo Cavedone, 1640

 

 

Himmelfahrt

Kein schön’res Fest auf Erden,
Kein schön’res im Himmel ist,
Als da zum Gott geworden
Der Heiland Jesus Christ.

Jede Klage soll verstummen,
Soll schweigen jedes Leid;
Aus den Herzen soll ertönen
Ein Lied der ewigen Freud!

O Himmelfahrt, wie ziehst du
Die Seelen himmelwärts,
O Himmelfahrt, wie senkst du
Uns Frieden in das Herz!

O Himmelfahrt, ich senke
Mich in Erinnerung,
Und meine Jünglingsträume
Sie werden noch einmal jung.

Sie waren göttlichen Ursprungs,
So blühend, rein und hell,
Sie sind zurückgeflossen
In ihren ewigen Quell.

Gen Himmel sind sie gefahren,
Gen Himmel mit meinem Glück,
Und ließen, die Gottverklärten,
Ihren weinenden Jünger zurück.

 

Ludwig Bechstein (24 november 1801 – 14 mei 1860)
De katholieke Herz-Jesu-Kirche in Weimar, de geboorteplaats van Ludwig Bechstein

 

 

De Ierse schrijver die Paul Lynch werd geboren op 9 mei 1977 in Limerick in het zuidwesten van Ierland. Zie ook alle tags voor Paul Lynch op dit blog.

Uit: Prophet Song

“Prophet SongThe night has come and she has not heard the knocking, standing at the window looking out onto the garden. How the dark gathers without sound the cherry trees. It gathers the last of the leaves and the leaves do not resist the dark but accept the dark in whisper. Tired now, the day almost behind her, all that still has to be done before bed and the children settled in the living room, this feeling of rest for a moment by the glass. Watching the darkening garden and the wish to be at one with this darkness, to step outside and lie down with it, to lie with the fallen leaves and let the night pass over, to wake then with the dawn and rise renewed with the morning come. But the knocking. She hears it pass into thought, the sharp, insistent rapping, each knock possessed so fully of the knocker she begins to frown. Then Bailey too is knocking on the glass door to the kitchen, he calls out to her, Mam, pointing to the hallway without lifting his eyes from the screen. Eilish finds her body moving towards the hall with the baby in her arms, she opens the front door and two men are standing before the porch glass almost faceless in the dark. She turns on the porch light and the men are known in an instant from how they are stood, the night-cold air suspiring it seems as she slides open the patio door, the suburban quiet, the rain falling almost unspoken onto St Laurence Street, upon the black car parked in front of the house. How the men seem to carry the feeling of the night. She watches them from within her own protective feeling, the young man on the left is asking if her husband is home and there is something in the way he looks at her, the remote yet scrutinising eyes that make it seem as though he is trying to seize hold of something within her. In a blink she has sought up and down the street, seeing a lone walker with a dog under an umbrella, the willows nodding to the rain, the strobings of a large TV screen in the Zajacs’ house across the street. She checks herself then, almost laughing, this universal reflex of guilt when the police call to your door. Ben begins to squirm in her arms and the older plainclothesman to her right is watching the child, his face seems to soften and so she addresses herself to him. She knows he too is a father, such things are always known, that other fellow is much too young, too neat and hard-boned, she begins to speak aware of a sudden falter in her voice. He will be home soon, in an hour or so, would you like me to give him a ring? No, that will not be necessary, Mrs Stack, when he comes home could you tell him to call us at his earliest convenience, this is my card. Please call me Eilish, is it something I can help you with? No, I’m afraid not, Mrs Stack, this is a matter for your husband.”

 

 

Paul Lynch (Limerick, 9 mei 1977)

 

 

De Amerikaanse dichter Charles Simic werd geboren in Belgrado op 9 mei 1938. Zie ook alle tags voor Charles Simic op dit blog.

 

Aan die ene daarboven

Baas der bazen van het universum.
Meneer weetal, ritselaar, touwtrekker,
En waar je ook maar goed in bent.
Vooruit, schud je nullen vannacht.
Doop de komeetstaarten in inkt.
Niet het sterlicht vast aan de nacht.

Je zou beter koffiedrab kunnen lezen,
Bladzijden van de Boerenalmanak omslaan.
Maar nee! Je stelt je liever aan
En cultiveert je beroemde sereniteit,
Zit achter je grote bureau
Met noppes in je bakje met inkomend, noppes
In je bakje met uitgaand,
En de hele eeuwigheid voor je uitgespreid.

Vind je het niet griezelig
Ze op hun knieën te horen smeken,
Aandoenlijk te sputteren,
Alsof je een levensgrote opblaaspop bent?
Vertel ze hun kop te houden en naar bed te gaan.
Doe niet net alsof je te druk bent om het te merken.

Je handen zijn leeg, evenals je ogen.
Je hoeft nergens je handtekening onder te zetten,
Zelfs al zou je je eigen naam kennen
Of geloven in die ik steeds voor je bedenk,
Terwijl ik je in het donker dit kattenbelletje schrijf.

 

 

Vertaald door Wiljan van den Akker

 

Charles Simic (Belgrado, 9 mei 1938)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 9e mei ook mijn blog van 9 mei 2022 en ook mijn blog van 9 mei 2020 en eveneens mijn blog van 9 mei 2019 en ook mijn blog van 9 mei 2018 en ook mijn blog van 9 mei 2015 deel 2.

Geschreven door Romenu om 10:36 Reageer op dit bericht

Mirthe van Doornik, Gary Snyder, Kevin van Vliet

De Nederlandse schrijver en documentairemaker Mirthe van Doornik werd geboren in Rotterdam op 8 mei 1982. Zie ook alle tags voor Mirthe van Doornik op dit blog.

Uit: Een Tafel bij het raam

“Koken bestaat voor het grootste gedeelte uit afwassen, dat realiseert niemand zich. Tv-koks laten nooit de troep zien die achterblijft. Je ziet ze proeven, schelden, experimenteren; je ziet ze nooit alles weer schoonmaken. Ik stond af te wassen toen Slootjes het restaurant binnenliep. Ik draaide geen ingewikkelde parfait in elkaar, reed niet op een scootertje naar de markt, poetste geen lokale groenten op; ik waste af en droogde het bestek met een pluisvrije doek. Het was de heetste middag van het jaar, iedereen bewoog zich in slow motion, waardoor de uren zich eindeloos oprekten om zich pas op het laatste moment in de dag te knopen. Buiten stoven vliegende mieren als dikke spetters door de lucht. Hennie, mijn vader, zou zeggen dat dit iets betekende, die hitte, die extreme
weersomstandigheden. Als amateurmeteoroloog koppelt hij weersomstandigheden aan gebeurtenissen uit de geschiedenis. Hij kan beweren dat de Spanjaarden de Slag bij Nieuwpoort hebben verloren omdat ze tegen de zon in keken, of dat Keulen werd platgebombardeerd omdat het boven Hamburg onweerde. Hennie is erg goed in het negeren van complexe factoren.
Slootjes liet zich niet tegenhouden door de weersomstandigheden. Hij had het pad gevolgd dat als een slordige lasso om de heuvel lag en zijn auto naast de heg geparkeerd. De bult, zeggen ze in de stad. Door het keukenraam, van achter de grill, kon ik gasten en wandelaars de vlakke top zien bereiken, maar Slootjes merkte ik pas op toen hij midden in de zaak een beetje om zich heen stond te roepen. Er zat geen deur in de keuken. Vanuit de keuken, aan de koude kant, kon je het restaurant in kijken. Je kon de gasten zien binnenkomen, je kon ze zien eten, maar als je ze echt wilde verstaan moest je naar de bar lopen. Het was een goed systeem. Ik wilde niemand verstaan. Ik kon het net opbrengen om kort te zwaaien wanneer gasten hun jas weer aantrokken. Het lucht me altijd op wanneer mensen weggaan of een gesprek beëindigen.
“Daar ben je”, riep Slootjes toen ik de keuken uit liep. Hij droeg laarzen waar zijn benen belachelijk iel in afstaken en hield een plastic tas omhoog. “In één keer uit de lucht en daarna voor de zekerheid nog even gedraaid”.
Zonder aankondiging liep hij langs mij de keuken in, waar hij een eend uit de zak haalde en op mijn werkbank legde. Hij nam de eendenkop, die over de rand van de werkbank bungelde, tussen duim en wijsvinger en rolde ermee heen en weer. “Iedereen denkt dat je het lichaam beetpakt en de kop draait. Maar het is andersom: je draait het lijf. Draaien, knak. Pijnloze techniek.”

 

 

Mirthe van Doornik (Rotterdam, 8 mei 1982)

 

 

De Amerikaanse dichter Gary Snyder werd geboren op 8 mei 1930 in San Francisco. Zie ook alle tags voor Gary Snyder op dit blog.

 

 

Oesters

Een reusachtig maal op wit
houten platplankige Staatspark-bank
en tafel
aan de Berkenbaai
waar we stenen raapten
om cadeau te doen.

En aten oesters, gebakken – rauw – gekookt in melk
gerold in kruimels –
zoveel als we wilden

Eerst de Samish-baai
dan op oesterjacht, de hele ochtend

zoveel als we wilden

& stapten weer in onze wagen,
reden weg.

 

 

Vertaald door H. C. ten Berge

 

 

Gary Snyder (San Francisco, 8 mei 1930)

 

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse schrijver Kevin van Vliet werd in 1993 geboren in Harderwijk. Zie ook alle tags voor Kevin van Vliet op dit blog.

Uit: Wolfsjong

“Mijn vader ging zoals hij geleefd had: eenzaam en in stilte, toen de nachtzuster wegkeek. Ik sliep die nacht thuis. Tijdens de uitvaart regende het. Iedereen droeg zwart, niemand huilde en de dominee las een loodzwaar Bijbelvers over zonde voor.
De dagen na vaders dood hadden zijn neven en nichten op zolder een veldbed uitgeklapt en beurtelings bezet, in de overtuiging verkerende dat ik troost ontleende aan hun gezelschap en bemoeienissen met de kist-, bloem- en muziekkeuze. Toen vader eenmaal in de grond lag maakten ze rechtsomkeert naar een ver thuis. Ik hoopte ze nooit meer te zien.
De dagen na de uitvaart wilde ik niemand zien of spreken. De gordijnen gingen dicht, ik deed voor niemand de deur open en de stekker van het telefoontoestel rukte ik uit de muur. Toen mijn vader nog leefde, belde er zelden iemand. Verkopers kwamen in die tijd nog aan de deur en vrienden had mijn vader niet. Na zijn dood hing plots het halve dorp aan de lijn. Ze vonden het zo erg dat ik nu geen vader meer had, maar ze wisten zeker dat hij in de hemel was en ik mocht altijd aankloppen voor hulp. Een leugen, natuurlijk. Er zijn nu eenmaal tijdstippen waarop je bij niemand kan aankloppen, zelfs niet bij je naasten. Doordeweeks tussen drie en vier uur ’s nachts bijvoorbeeld.
Troost zocht ik in verbeelding, een heel goede afleiding van wat dan ook. Bij de bieb haalde ik de ochtend na de uitvaart een stapel boeken. Welke precies, dat weet ik niet meer.
In mijn tienerjaren las ik het liefst over antieke beschavingen: gepoederde douairières, huisknechten in livrei, familiefortuinen; Britse aristocraten met staande boorden, de puntjes gevouwen, in een landschapstuin; handelsreizigers in hagelwit linnen, flanerend tussen de tamme olifanten in Brits-Indië. Verhalen die ik niet las om intrige, drama of plot, maar om de vormen, de tafelmanieren, de stoffen, de bloemen, het servies, de krantenkoppen, de verdampte tijdsgeur.”

 

Kevin van Vliet (Harderwijk, 1993)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 8e mei ook mijn blog van 8 mei 2020 en eveneens mijn blog van 8 mei 2019 en ook mijn blog van 8 mei 2018 en ook mijn blog van 8 mei 2016 deel 3.

Geschreven door Romenu om 14:28 Reageer op dit bericht

Almudena Grandes, Volker Braun, Laura Accerboni

De Spaanse schrijfster Almudena Grandes Hernández werd geboren op 7 mei 1960 in Madrid. Zie ook alle tags voor Almudena Grandes op dit blog.

Uit: Inés en de vreugde (Vertaald door Mia Buursma en Rikkie Degenaar)

“Toulouse, een dag in augustus, misschien nog juli, of mogelijk begin september 1939. Er loopt een vrouw door de straat met de op elkaar geklemde lippen en de jachtige, maar tegelijk afwezige houding van iemand die in moeilijkheden verkeert of een lange lijst bezigheden moet afwerken. Ze heet Carmen en ze is heel jong. Zeer waarschijnlijk is ze die dag, waarvan de precieze datum niet bekend is, nog geen drieëntwintig. Toch heeft ze veel meegemaakt. Bonjour, monsieur.'Bonjour, madame!’ De bakker, mogelijk de slager of de fruitverkoper, leunend tegen de deurpost waar Carmen net is langsgekomen, groet op tevreden toon een klant die hij een tijdje niet heeft gezien, misschien omdat ze op zomervakantie was. In 1939 hadden de Fransen nog zomervakantie, leefden ze nog in een wereld waarin banen, vakanties, stranden met badhokjes en in het zand gestoken parasols, kalme golven van de Middellandse Zee en majestueuze getijden van de Atlantische Oceaan nog bestonden. Daaraan zou Carmen denken en, misschien, aan een
archipel van dakterrassen waar lakens hangen, of aan wijnstokken, kromgetrokken door het gewicht van de groene trossen, aan de zon die weerkaatst tegen de witgekalkte muren tijdens de lome stilte van de siësta, aan een vlieg, duizelig van het urenlang vliegen boven het ronde mysterie van een en dezelfde aarden kruik, en aan halfnaakte kinderen met lachende monden vol vijg of watermeloen, het suikerzoete fruitsap dat op hun kin vrolijke, gelukzalige riviertjes tekent. Dat was in een andere tijd, in zomers, niet zo lang geleden, die haar nu eindeloos ver weg lijken, een land dat bestaat en toch ook niet bestaat, dat is verdwenen maar waar de ramen nog altijd gesloten zullen zijn, de rolluiken neergelaten als schild tegen de warmte en in de steden terrassen bomvol zingende en dronken nachtbrakers, gelukkig dat ze het midden op straat opnieuw dag zien worden. Aan de kust zullen ook nog altijd dorpen bestaan met duizelingwekkend steile straatjes, als glijbanen van stoffige gelige aarde en zonder stoepen, met in de verte stukjes van een eigen zee, zo schoon, zo mooi, zo blauw als een vreemde zee nooit zal kunnen zijn. Het is beter niet te weten, er niet aan te denken. Terwijl Carmen in de verte de stem hoort van een onbekende klant die de winkelier vraagt wat dit of dat kost, denkt ze aan Spanje, versnelt haar pas en klemt haar lippen op elkaar, die getergde variant van vastberadenheid, het enige wat wanhopige mensen nog rest. Ecoute, Marcel! Ou vas-tu tellement…?’ In de herrie van het getrap op de pedalen, van de ketting die piepend en knarsend razendsnel beweegt, gaat de rest van de vraag verloren. Maar ze hoort wel het antwoord, salut!, een neutrale uitdrukking die door de ondeugende, plagerige toon van de fietser is veranderd in een code die zij niet kan ontcijferen.”

 

 

Almudena Grandes ( 7 mei 1960 – 27 november 2021)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Volker Braun werd geboren op 7 mei 1939 in Dresden. Zie ook alle tags voor Volker Braun op dit blog.

 

De consolidering

Bovenaan de ladder, juichen verplicht
Met starre glimlach, persklaar
Boordevol verworvenheden met uitgevallen haren
Schrijdt zij, onophoudelijk aan zichzelf sabbelend
Op deze tekortgekomen morgen
Die tussen 9 en 10 bureaucratisch vastloopt
Schrijdt zij, met de status quo in haar vaandel
Flikflooiend, tandenknarsend, woest
De hoerenmadam van de macht, om jou niet bekommerd
Schrijdt ze wondermooi onverwijld voort
Haar dode kindje verborgen in haar fladderende schoot.

 

 

Vertaald door Ab Bertholet

 

 

Volker Braun (Dresden, 7 mei 1939)

 

 

De Italiaanse dichteres Laura Accerboni werd op 7 mei 1985 geboren in Genua. Zie ook alle tags voor Laura Accerboni op dit blog.

 

Ik zou een everzwijn kunnen zijn

Ik zou een everzwijn kunnen zijn
als ik dat wilde
en mezelf tussen de ogen schieten
als ik dat wilde
En niemand
die daar iets van zou vinden.
Iemand
zou de moeite nemen
het lood uit het lichaam
te halen.
Zodat het niet terechtkomt
tussen de tanden,
zodat het de wangen
niet verwondt
rond het middaguur.

 

Alles aan jou

Alles aan jou
is vriendelijk en volmaakt.
Als ik iemand was
zou ik je ogen
kopen,
als ik een huis had
zou ik je als antenne gebruiken
om de buren te stalken.
Ik zou respectabel
en fatsoenlijk worden
als ik maar jouw rug had,
recht als een man
die nieuwe kleren koopt
altijd in de spotlights
zichtbaar opgemaakt.

 

Vertaald door Frans Denissen en Hilda Schraa

 

Laura Accerboni (Genua, 7 mei 1985)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e mei ook mijn blog van 7 mei 2020 en eveneens mijn blog van 7 mei 2019 en ook mijn blog van 7 mei 2018 en ook mijn blog van 7 mei 2017 deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:32 Reageer op dit bericht

Hélène Gelèns, Erich Fried

De Nederlandse dichteres Hélène Gelèns werd geboren in Bergschenhoek op 6 mei 1967. Zie ook alle tags voor Hélène Gelèns op dit blog.

 

opstartmodes

gisteren zouden we bloot zijn en beginnen
truien jurkjes t-shirts vlogen door de lucht
sommigen vingen zoveel mogelijk slipjes
een enkeling gaf zich werkelijk bloot
de meesten keken op sokken toe hoe
een van ons zelfs haar oude huid afstootte
tot het doorschijnend en half in vorm
oprimpelde er zachtglanzend rozerood vel
tevoorschijn kwam en iedereen wegkeek
zullen we haar vandaag nog terugzien?
zal iemand haar nog herkennen?
vandaag spelen we de eeuwige beginner

 

 

hoe los blad

vandaag hier en daar een windvlaag die wild wordt
van losvast blad, het is een windvlaag die alles losmaakt
en weer loslaat, behalve haar woesjwaai met blaadjes

morgen kans op een windvlaag met vlinders in de buik
ze fladderen rond blaadjes die hun boom loslieten
wees alert: de blaadjes springen op vlinderen mee

hang ik een zwerfblad terug aan een tak?
waai het mijn wargeestige hand uit!

zing ik een zwerfblad terug de boom in?
waai mijn woordenpraal dood op mijn tong!

ja! daar springt mijn hand op, vlindert mijn tong

 

 

knielen in de klei, 1932

knielen brengt je op ooghoogte met een hond
tegenover een mens ben je niet langer gelijk
misschien kan het je niks schelen, je knielt niet alleen
en met de ogen gesloten
              kijk je naar niemand op
je raakt bevrijd van akker laagland moerasland
richt je tot de hemel de sterren het al
de wereld verdwijnt:
                onrecht beklijft niet, onrust dooft uit
er komt een tijd die niet van afwezigheid wil weten
ieder mens is aansprakelijk onpartijdigheid is schijn
een hond wacht af met de staart tussen de poten

 

 

Hélène Gelèns (Bergschenhoek, 6 mei 1967)

 

 

De Oostenrijkse dichter, schrijver, essayist en vertaler Erich Fried werd geboren op 6 mei 1921 in Wenen. Zie ook alle tags voor Erich Fried op dit blog.

 

 

Inscriptie

Zeg me
waarin
graveer ik
je naam?
In de hemel?

Die is te hoog
in de wolken?
Die zijn te vluchtig
In de boom
die geveld en verbrand wordt?

In het water
dat alles wegspoelt?
In de aarde
die men vertrapt
en waarin alleen
de doden liggen?

Zeg me
waarin
graveer ik
je naam?

In mij
en in mij
en steeds dieper
in mij.

 

 

Vertaald door Germain Droogenbroodt

 

 

Erich Fried (6 mei 1921 – 22 november 1988)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 6e mei ook mijn blog van 6 mei 2020 en eveneens mijn blog van 6 mei 2019 en ook mijn blog van 6 mei 2018 deel 3 en eveneens deel 4.

Geschreven door Romenu om 14:46 Reageer op dit bericht

Vrijheid (Remco Ekkers), Roni Margulies

 

 

Bevrijdingsmonument in Leiden, gemaakt door Pieter Starreveld, 1957

 

 

Vrijheid

Je kunt je haar wel voorstellen
bij gebrek aan werkelijkheid
hoe mooi de rivier wegstroomt
weg, weg, van de oude stad.

Of hoe het licht in de winter
hangt tussen bomen in de hof
waar stenen schijnen te groeien
in zwellende, brekende grond.

Maakt het iets uit of je haar ziet
of niet, de rivier stil staat
as opstijgt, als jij
je bewust bent van licht?

 

 

Remco Ekkers (Bergen, 1 juli 1941)
Verzetsmonument in Bergen

 

 

De Turkse schrijver, dichter, vertaler en journalist Roni Margulies werd geboren op 5 mei 1955 in Istanbul. Zie ook alle tags voor Roni Margulies op dit blog.

 

ERFENIS

De lans die voor de grote tent in de grond stak
kondigde de ernstige ziekte van de Khan aan.
In de allereerste plaats deelde hij zijn
onmetelijke rijk tussen zijn vier zonen.
In vieren verdeelde hij de vrucht van twintig jaar verovering.

Toen riep hij zijn zonen bij zijn ziekbed.
Aan elk van hen gaf hij één pijl. Breek hem! sprak hij.
Ze deden het met gemak. Toen gaf hij hun er ieder vijf.
Breek ze! sprak hij. Het lukte hen niet.
Blijft samen! sprak hij. Wie alleen staat, wordt gebroken.

Hij liet zijn zonen gaan; zijn laatste werk was verricht.
Moeizaam draaide de grote Khan zich om in zijn bed,
en haalde zich de wereld voor ogen die hij had geschapen.
Aan één kant de Kaspische zee aan de andere de Chinese muur.
Ik kan rustig sterven, dacht hij, de voorvaderen verwachten mij.

En mijn kleinzoons zullen gewaden van gouddraad dragen
en paarden bestijgen, sneller dan de wind,
ze zullen de mooiste vrouwen omarmen.

En aan wie zij dat alles te danken hebben,
helaas, ik weet het zeker,
dat zullen ze vergeten.

 

 

Vertaald door Erik-Jan Zürcher

 

Roni Margulies (Istanbul, 5 mei 1955)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 5e mei ook mijn blog van 5 mei 2020 en eveneens mijn blog van 5 mei 2019.

Geschreven door Romenu om 09:26 Reageer op dit bericht

Geoorloofd (Ted van Lieshout), Roni Margulies

 

Bij 4 mei

 

Oorlogsmonument in Oss

 

Geoorloofd

Alles aan oorlog is fout.
Zelfs de vervoeging
van het woord houdt
zich niet aan de regels
van sterk en zwak:
de verleden tijd
van oorlog is vrede.
Maar de verleden tijd
van vrede is oorlog.
Is het daarom dat er steeds
weer oorlog is en steeds
weer vrede? Omdat tijd
wel voorbij kan gaan
maar nooit is voltooid?

 

Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)
Oorlogs- en bevrijdingsmonument in Eindhoven

 

 

De Turkse schrijver, dichter, vertaler en journalist Roni Margulies werd geboren op 5 mei 1955 in Istanbul. Zie ook alle tags voor Roni Margulies op dit blog.

 

DE CANBERRA

Onlangs is de Canberra uit de vaart genomen.
Ze wordt gesloopt en in stukken verkocht.
Een krantenbericht van een paar regels
viel me plotseling op, in het holst van de morgen.

Ze was een schip met ervaring, de Canberra,
vijfendertig jaar geleden, op haar allereerste reis
bracht ze Engelse emigranten naar Australië,
die van een nieuw leven droomden, in een nieuw land.

Jaren later vervoerde ze soldaten naar de Falklandoorlog,
raakte gewond en was bijna in de golven verzonken.
Tussendoor maakte ze lang vakantiereizen in de Middellandse Zee,
dat moet wel de makkelijkste tijd in haar leven zijn geweest.

Ze heeft nooit gemerkt dat ze mijn leven binnenkwam.

Toen ze scholieren vervoerde op hun zomervakantie
en ze midden jaren zestig ook Istanbul aandeden,
kregen de kinderen kregen een rondleiding door onze school.

Ik weet nu niet meer precies waarom maar
vanaf die dag droomde ik van Engeland. Maandenlang
kon ik dat reuzenschip niet van mij afzetten.

Zouden de mensen die zij naar Australië bracht
nu de Canberra ergens achteraf ligt te roesten,
ook af en toe ook – net als ik – denken:
“Was alles nou echt zoveel beter, ver weg?”

 

Vertaald door Erik-Jan Zürcher

 

Roni Margulies (Istanbul, 5 mei 1955)

 

Zie voor de schrijvers van de 4e mei ook mijn blog van 4 mei  mijn blog van 4 mei 2019 deel 2.

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten