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In Memoriam Edmund White

In Memoriam Edmund White

 

De Amerikaanse schrijver en essayist Edmund White is afgelopen dinsdag, 3 juni, op 85-jarige leeftijd gestorven. Edmund White werd geboren op 13 januari 1940 in Cincinnati. Zie ook alle tags voor Edmund White op dit blog.

Uit: Jack Holmes and His Friend

“Jack had feared that his father would oppose his studying Chinese art history but no, he thought that China was the future and Jack was smart to be out ahead. What Jack didn’t bother to tell his father was that he was studying mid-Ching painting and classical Chinese and that he had no interest in mastering contemporary conversational Mandarin. Nor did he much want to visit China; the land of his dreams lay entirely in the past. He took a few conversation classes to throw his father off his scent, but he was too embarrassed by the strange tonal sounds to be able to speak the language out loud. He did help one of his teachers translate a history of Buddhist art written in classical Chinese.
Jack was a tall, rangy guy with stomach muscles as hard as a turtle’s shell. His straight hair was called dirty-blond, but in fact he kept it squeaky-clean with Breck shampoo, though he knew that product was for women. Girls who liked him said he had a “boy-next-door look,” but if they really liked him, they said they could imagine him as the pitcher on a baseball team. Any hint of praise or interest in him made him perk up foolishly (which he instantly regretted). He wondered if he’d been undernoticed by his strange parents.
In boarding school, the boys had watched movies on Saturday evenings with girls from their sister school. The boys, especially the boarders, were as awkward as monks around women, and it was hard to convince them to talk to their guests during the cookie-and-cider reception after the projection. The day boys, who usually weren’t around on weekends, were a lot more relaxed when they happened to attend. They treated women as if they were members of the same species at least, whereas the boarders gulped and turned funny colors and jabbed each other in the ribs, almost as if a girl were something like a newly purchased thoroughbred horse, valuable but hard to ride.
Jack got along with girls and boys because he was a classic “good guy.” He had a way of addressing a total stranger with a highly specific, off beat question. Standing in front of a student photo exhibit, he might say to a stranger, without any introduction, “You can tell all these pictures were taken by the same person, can’t you? They all look like people in the 1930s.” Odd as the approach might be, it required nothing from his interlocutor but an opinion. It suggested they’d known each other forever.”

 

 


Edmund White (13 januari 1940 – 3 juni 2025)

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Ralf Thenior, Daniela Dröscher

De Duitse dichter en schrijver Ralf Thenior werd geboren op 4 juni 1945 in Bad Kudowa. Zie ook alle tags voor Ralf Thenior op dit blog.

 

Ostfriesland Dreamin’

Ein Wochenende im Best Western Hotel
in Leer / Ostfriesland ein echter Verholer

Hallo! Das Best Western in Leer / Ostfriesland
Ein Doppel und ein Einzel Fenster zum Bahnsteig

wenig Zugverkehr und jeder ankommende Zug
ein Ereignis so viele Leben die durcheinander wuseln

als Gestalten auf dem Perron stehen erst drei dann sieben
dann vierzehn eine Menge die im Zug verschwindet

der Bahnsteig leer Wir kommen gegen zwanzig Uhr
Bitte stellen Sie eine Flasche Sekt im Doppelzimmer kalt

zwei Gläser Obst Bionade und Strohhalme für das Kind
Das erste Ziel der Zuflussort die Leda mündet in die Ems

kleinster großer Fluss Deutschlands strömt in den Dollart
durchfließt ihn mündet in die Nordsee mit Strömungskraft

die tief bis vor die Küste reicht da hinten wo es dunkel wird
verliert sich süßes Flusswasser mischt sich mit Seesalz

zurück auf Holzstegen das schlafende Kind
du und ich und die Elektrizität deiner Nackenhärchen

ein Wochenende im Best Western Hotel
in Leer / Ostfriesland wär ne Wucht

 

 

Nachtregen

Der Nachtregen auf den Kastanienblüten,
der Geldumlauf im Blut, die Straßenlaterne,
langsam kommen sie zur Ruhe.
Der Tag sammelt stumme Erinnerung.

 

 

Ostende, unruhige Stunde

Die winzigen Spinnen, die am Erkerfenster
vorbei flogen an durchsichtigen Fäden —
ich erwartete dich voller Sehnsucht.

Hatte nur das Einbettzimmer, Klo im Flur,
doch wenn du kamst, zogen wir in unsere
Nummer 12, schoben den Tisch ans Fenster

und gossen Whisky in unseren Whisky.
Duschten in einer futuristischen Nasszelle,
bekamen Milchkaffee und Croissants ans Bett.

Und immer, ob wir uns liebten, Kaffee tranken
oder Whisky, ein Blick aus dem Fenster:
Wir sahen ein Haus, das abgerissen wurde.

Es verschwand an diesem Wochenende,
an dem wir uns liebten, tranken und redeten,
bis wir Hunger bekamen und Frietjes essen gingen.

Und nun, fünfundzwanzig Jahre später,
ist Ostende eine futuristische Nasszelle
und der Parkplatz kostet eine Übernachtung.

Und der Groentemarkt, Liebste, der Groentemarkt,
wie wir ihn liebten, den gibt es nicht mehr.

 

 

Pastorale

's Avonds, bijna donker,
de merel zingt in de achtertuin,
de enige vogelstem
op dit tijdstip van de nacht, beste herbergvader,
de vogelklok klopt ook niet meer,
althans sinds de merels
de Star Trek-titelmelodie
vanuit het struikgewas tjilpen – het
is bijna nacht, tweeëntwintig uur,
eind mei in West-Duitsland,
mijn kat staat op het kattenmeubel
en leunt tegen de bloempot op het balkon,
felgekleurde bloemen in de schemering,
ik heb net Alice Munro gelezen
en zie onze komende vijftien jaar
voor me afspinnen, zonder
fouten, we zijn dol op de merel.

 

Vertaald door Frans Roumen

 


Ralf Thenior (Bad Kudowa, 4 juni 1945)

 

 

De Duitse schrijfster Daniela Dröscher werd geboren op 4 juni 1977 in München. Zie ook alle tags voor Daniela Dröscher op dit blog.

Uit: Zeige deine Klasse: Die Geschichte meiner sozialen Herkunft

„Während die Großeltern väterlicherseits bei ihren Vornamen genannt wurden – »Berta Oma« und »Willy Opa« – hießen die mütterlicherseits nach ihrem Nachnamen: »Biela Oma« und »Biela Opa«.” Mit »Biela Oma« ging ich Pilze sammeln und puzzelte viele Nachmittage lang, mit »Berta Oma« bepflanzte und bewässerte ich den Gemüsegarten, der in einer Reihe mit anderen Kleingärten lag, erntete Beeren, Kartoffeln und Bohnen und pulte dann später, im Hof sitzend, säckeweise Erbsen. Mit »Willy Opa« ging ich spazieren, er sang »Dschingderassabumm«, las Geschichten vor und brachte mir die Namen aller Bäume und Wiesenblumen bei. Mit der spiegelblanken Glatze meines »Biela Opas« ist das Wort »unter ‘Page« verknüpft. Er hat sein halbes Leben im Erdinneren, ohne Tageslicht, verbracht.” Der unausgesprochene Konflikt zwischen den beiden Parteien war natürlich der Krieg. Mein Opa Alois war in russischer Gefangenschaft gewesen und zeit seines Lebens ein erklärter Gegner Hitlers, mein Opa Willy war als unüberzeugtes, aber passives Parteimitglied und Versorger von der deutschen Armee nicht eingezogen worden. Der eine hatte gehungert und gelitten im Namen des Deutschen Volkes, das ihn nun aber im Alltag nicht als Deutschen anerkannte. Der andere hatte zu essen gehabt sowie dazu noch einen französischen Kriegsgefangenen: «Paul aus Paris, Für meine deutsche Oma Berta waren die Eltern meiner Mutter VON DRÜBEN. Sie warf sie in einen Topf mit den Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten – Schlesien, Vorpommern, Ostpreußen -, denen die Einheimischen im Dorf nach dem Krieg buchstäblich im eigenen Haus hatten Platz machen müssen. Alois und Berta aber waren erst 1958 nach Deutschland gekommen, als Aussiedler, nicht als Vertriebene? Mein Großvater legte viel Wert darauf, dass dieses »A« sogar in seinem deutschen Pass vermerkt war. Er hatte sich die Ausreise teuer erkauft, indem er über Jahre hinweg geduldig korrupte polnische Beamten bestochen hatte. Zum anderen war das, was zwischen ihnen stand, schlicht Neid.

 


Daniela Dröscher (München, 4 juni 1977)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 4e juni ook mijn blog van 4 juni 2020 en eveneens mijn blog van 4 juni 2019 en ook mijn blog van 4 juni 2018 en ook mijn blog van 4 juni 2017 deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:55 Reageer op dit bericht

Monika Maron, Ralf Thenior

De Duitse schrijfster Monika Maron werd geboren op 3 juni 1941 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Monika Maron op dit blog.

Uit: Krähengekrächz

„Es ist schon länger her, dass ich in der Zeitung gelesen habe, Krähen könnten menschliche Gesichter erkennen. Später las ich, dass sie sich selbst im Spiegel erkennen und einen roten Fleck, den man ihnen aufs Gefieder geklebt hatte, als Fremdkörper identifizieren können und obendrein entfernen, und zwar an sich selbst, ohne auch nur den irrigen Versuch zu unternehmen, das Spiegelbild zu säubern.
Noch später las ich, dass sie Nüsse auf die Fahrbahn legen, um sie von Autos knacken zu lassen. Außerdem habe ich selbst beobachtet, wie mein Hund nach einigen Versuchen, die Krähen, von denen es in unseren Straßen unzählige gibt, aufzuscheuchen, als wären sie schreckhafte Spatzenschwärme, von ihnen so demütigend gefoppt wurde, dass er seitdem ihre Nähe respektvoll ignoriert, auch wenn eine von ihnen dicht vor ihm herumhüpft. Er weiß, dass sie, würde er losspringen, auf den kleinen Zaun vom Spielplatz fliegen würde und von da, versuchte er, ihr zu folgen, auf den unteren Ast der Kastanie und ihm dann, während er, um wenigstens einen kleinen Sieg zu erringen, den Stamm der Kastanie anpinkelt, mit höhnischem Krächzen scharf über den Kopf fliegen würde.
Aber erst als ich las, dass die Krähen den Menschen seit Anbeginn begleiten, dass sie seine ersten Schritte im aufrechten Gang gesehen, seine ersten artikulierten Laute gehört haben, alle seine Kriege erlebt und von seinen Leichenfeldern gelebt haben,
dass sie Toten- und Galgenvögel genannt wurden, weil sie überall auftauchten, wo die Menschen ihre Opfer hinterlassen hatten, erst als ich mir das vorstellte, begannen sich die Krähen aus meiner Straße in mein nächstes Buch zu drängen.
Natürlich hätte ich mich auch für die Krähen interessieren können, ohne gleich ihren literarischen Nutzen zu bedenken. Aber aus Gründen, die genau zu benennen mir fast unmöglich ist, komme ich beim Nachdenken über die Menschen ohne die Tiere nicht mehr aus. Vielleicht liegt es am Alter, am allmählichen Verfall und dem nahenden Sterben, das mich das Tier im Menschen so deutlich erkennen lässt. Mein kindlicher Blick hat die Tiere vermenschlicht, unser Hund war mein Bruder, mein Freund. Dass auch ich ein Tier bin, kam mir damals nicht in den Sinn, aber vielleicht habe ich es ja empfunden. Inzwischen sehe ich den Menschen als Sonderfall der großen Tierfamilie und kann mich nicht einmal entscheiden, ob die menschliche Besonderheit eher ein Glück oder ein Unglück ist.“

 

 


Monika Maron (Berlijn, 3 juni 1941)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ralf Thenior werd geboren op 4 juni 1945 in Bad Kudowa. Zie ook alle tags voor Ralf Thenior op dit blog.

 

 

Alma

Een sneeuwwitte hond
als een sneeuwvlok waait hij
over het stoppelveld hupt
als een vlinder door de lucht
rent als een circuspaard
doet alsof hij remt
en springt met een hinde-achtige sprong
jubelend (zo lijkt het) over de strostapels
nog één en nog één
vol elegantie en levenslust
Morgen zullen ze het stro
tot balen persen overmorgen
glinsteren zwarte kluiten
in het zonlicht

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 


Ralf Thenior (Bad Kudowa, 4 juni 1945)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e juni ook mijn blog van 3 juni 2021 en ook mijn blog van 3 juni 2019 en eveneens mijn blog van 3 juni 2018 deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:33 1 reactie Reageer op dit bericht

Eckhart Nickel, Ralf Thenior

De Duitse schrijver en journalist Eckhart Nickel werd geboren op 2 juni 1966 in Frankfurt am Main. Zie ook alle tags voor Eckhart Nickel op dit blog.

Uit: Punk

„Gespenstische Stille erfüllte den Saal, niemand traute sich, auch nur einen Finger zu rühren. Irgendwann aber begann wie bei einem dieser modernen Stücke, wenn das Publikum sich nicht ganz sicher ist, ob der letzte gewaltige Ton auch wirklich den Schluss der Partitur bedeutet, jemand weit hinten zaghaft zu klatschen. Der Applaus entwickelte sich erst zögerlich, wuchs aber bald zu einem immer stärker anschwellenden Tosen, das, wie ich eingetrübt durch meine Tränen sehen konnte, selbst unsere Klavierlehrerin nicht unbewegt zu lassen schien. Obwohl ihre Lider immer noch ruhten, begann sie langsam und beständig zu nicken. Wahrscheinlich aus Angst davor, was nach dem Klatschen kommen würde, hörte das Publikum lange nicht auf. Keiner wollte der Letzte sein, und so ging es immer wieder
von vorne los, nur in ständig schwächer werdenden Wellen, bis es wirklich vorbei war. Madame Frambois6e erhob sich und ging getragenen Schrittes zum Pult mit Mikrofon, das auf ihrer Seite der Bühne stand. Sie richtete den Blick nach oben über die Menge hinweg, als könnten in einer derartig kompromittierenden Situation nur noch die Götter selbst als adäquate Ansprechpartner dienen. Ihre Stimme zitterte, der französisch eingefärbte Tonfall, der sonst eher streng klang wie die französisch eingefärbte Tonfall, der sonst eher streng klang wie die Betonung eines höfischen Rituals, wirkte nun trotz des sarkastischen Tons fast schon zerbrechlich: »Wir bleiben mit unserem nächsten Kandidaten nach Mozart, von dem man, wie sie ja sehen und hören durften, nie genug bekommen kann, direkt beim Thema: Erik ist nicht nur der Vorname des Schülers, nein, auch des Komponisten, den er uns vorstellt mit seinen Vexations, zu Deutsch in etwa Quälereien, ein Werk, dessen Motiv der endlosen Wiederholung und Variation schönste Erinnerungen an meine eigenen Klavierstunden weckt und als absolutes Meisterwerk, ja als Vorreiter der seriellen Musik gilt. Viel Vergnügen mit Satie!« Sie schaute fahrig in die Menge, als ob sie Ihren Schüler mitten im grellen Gegenlicht entdecken könnte. Ich fragte mich, ob sie schon vor dem Konzert zu trinken angefangen hatte.
Nach jeder Stunde geriet ich mit Kirsten tierisch aneinander, weil wir uns nie einig werden konnten, was sich hinter dem speziellen Odeur von Madame Framboisee verbarg. War es ein exklusives Eau de Parfum aus Paris, das sich einfach nur sehr unglücklich mischte mit ihrem Make-up, dessen Puder nach Moschus und Vanille duftete, dem kokoslastigen Haaröl ihrer Dauerwellen-Mähne und der Schweißbildung unter den Kunstfaser-Ärmeln ihrer schreibunten Blumenblusen, mit denen sie ihre Leibesfülle so elegant kaschierte?“

 

 


Eckhart Nickel (Frankfurt am Main, 2 juni 1966)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ralf Thenior werd geboren op 4 juni 1945 in Bad Kudowa. Zie ook alle tags voor Ralf Thenior op dit blog.

 

 

Oude man in het winterpark

Onder zijn muts de hemel,
in zijn milt een vlucht meeuwen,
dun ijs in zijn broekzakken.
en schimmel in zijn rechterschoen,

Een winterig licht in zijn kniegewricht,
Dat luchtig de leegte draagt,
Hij staat daar recht als een pijnboom,
spoedig tot planken verzaagd.

 

Vertaald door Tsead Bruinja

 

 


Ralf Thenior (Bad Kudowa, 4 juni 1945)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 2e juni ook mijn blog van 2 juni 2021 en ook mijn blog van 2 juni 2019 en ook mijn blog van 2 juni 2018 deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:47 Reageer op dit bericht

Wiel Kusters, Connie Wanek, Ralf Thenior

De Nederlandse dichter, schrijver en letterkundige Wiel Kusters werd geboren in Spekholzerheide op 1 juni 1947. Zie ook alle tags voor Wiel Kusters op dit blog.

 

 

Hohner

In een la van de keukenkast
lagen de sigaretten van mijn vader
een boekje over eerste hulp bij ongelukken
(een man is uit voorzorg op een plank gaan staan
en trekt met een wandelstok
de elektrische draad
van het lichaam van de geëlektrocuteerde ander)
een alarmpistool –
veel dat mij is ontschoten
en een mondharmonica van het merk
Hohner – The Echo Harp.

Op het doosje een berglandschap
een houten huis
rook uit de schoorsteen
en op de voorgrond een man
die een pad bewandelt
naar ons toe.

Mijn broer bespeelde The Echo Harp
La Paloma
of schoot met het pistool
wanneer hij niet tekende, schaakte, las
of al het andere waar hij
goed in was.

Nooit kwam ik tot muziek
op zijn Hohner
nooit tot iets anders dan een sireneachtig
in en uit van adem

wel proef ik het hout
ruik daarvan de wat zoete geur
wanneer het vochtig wordt
van mijn speeksel
voel hoe mijn mond
dorstig wordt en droog.

Het is geen muziek
waarmee mijn broer nu
uit het gebergte van zijn dood
nader treedt

het is een ademen
een ademen alleen
in in in

en een janken
zoals vroeger nooit
door hem
geuit.

 

Broer

Zolang je Kaspar Hauser was
bleef je ongeboren
en wat ik later van je las
lag als adem op mijn ruit
bevroren.

Ik wist niet hoe jij jezelf verstond.
Ik adem op jouw woord
en zie hoe dit zich smelten laat
maar ook hoe je ontdooiend spreken
jou verstoort.

 

 

Vis een visser, met vis in zijn schuit

Ik zwem door mazen, maar er is geen net,
kan alle kanten op, ook achteruit.
Mijn soort is in dit water uitgezet,
maar vissers hebben het voor ons verbruid
door niet te talen naar de oude wet
dat zelfs het water zijn beperking kent
voor wie er uit de maalstroom wordt gered
omdat hij snel voorbij zijn kieuwen zwemt.

Ik ben een vis, ik ben een hele school
tot in mijn graten toe, die niemand eet.
Vermenigvuldigd door die ene angst:
dat ik ontkomen zal bij elke vangst,
dat ik de enige ben die men vergeet,
die als ondood door zijn woorden doolt.

 

 


Wiel Kusters (Spekholzerheide, 1 juni 1947)

 

 

De Amerikaanse dichteres Connie Wanek werd geboren op 1 juni 1952 in Madison, Wisconsin. Zie ook alle tags voor Connie Wanek op dit blog.

 

The Coin Behind Your

Before you knew you owned it
it was gone, stolen, and you were a fool.
How you never felt it is the wonder,
heavy and thick,
lodged deep in your hair like a burr.
You still see the smile of the magician
as he turned the coin in his long fingers,
which had so disturbed your ear
with their caress. You watched him
lift it into the light, bright as frost,
and slip it into his maze of pockets.
You felt vainly behind your ear
but there was no second coin,
nothing to tempt him back.
No one cared to know why he did it,
only how.

 

BROOM

A blossom on its long stem
the broom is a hag of a tulip.
It is a woman who tics back
her hair with wire,
who wears burlap,
who eats clay.

For its fidelity
the broom has been granted
the ability to carry the witch
to the clouds. Who was the first
to slip it between her legs
and vanish?

 


Connie Wanek (Madison, 1 juni 1952)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ralf Thenior werd geboren op 4 juni 1945 in Bad Kudowa. Zie ook alle tags voor Ralf Thenior op dit blog.

 

 

Oud worden met Penelope Cruz

Kijk niet naar de huid
dat is bijzaak
kijk naar de hersens
als je kunt
natuurlijk wil je
stokoud worden ouwe bok
met het oog op die zeventienjarige
meisjes maar dat vriend
is belachelijk kijk nou eens
naar Penelope haar rimpels
verdiepen haar lachje
weven het doek

 

 

Vertaald door Tsead Bruinja

 


Ralf Thenior (Bad Kudowa, 4 juni 1945)

 

 

Zie voor de schrijvers van de 1e juni ook mijn blog van 1 juni 2020 en eveneens mijn blog van 1 juni 2019 en ook mijn blog van 1 juni 2018.

Geschreven door Romenu om 09:40 Reageer op dit bericht

The Visitation (Elizabeth Jennings), Walt Whitman

Bij Maria Visitatie

 

 


De Visitatie door Juan Bautista Maíno, 1636

 

 

The Visitation

She had not held her secret long enough
To covet it but wished it shared as though
Telling would tame the terrifying moment
When she, most calm in her own afternoon,
Felt the intrepid angel, heard
His beating wings, his voice across her prayer.

This was the thing she needed to impart,
The uncalm moment, the strange interruption,
The angel bringing pain disguised as joy,
But mixed with this was something she could share
And not abandon, simply how
A child sprang in her like the first of seeds.

And in the stillness of that other day
The afternoon exposed its emptiness
Shadows drift from light, the long road turning
In a dry sequence of the sun. And she
No apprehensive figure seemed,
Only a moving silence though the land.

And all her journeying was a caressing
Within her mind of secrets to be spoken.
The simple fact of birth soon overshadowed
The shadow of the angel. When she came
Close to her cousin’s house she kept
Only the message of her happiness.

And those two women in their quick embrace
Gazed at each other with looks undisturbed
By men or miracles. It was the child
who laid his shadow on their afternoon
By stirring suddenly, by bringing
Back the broad echoes of those beating wings.

 

 


Elizabeth Jennings (18 juli 1926 – 26 oktober 2001)
De St Botolph’s kerk in Boston, Lincolnshire, de geboorteplaats van Elizabeth Jennings

 

 

De Amerikaanse dichter Walt Whitman werd geboren op 31 mei 1819 in Westhills, Long Island, New York. Zie ook alle tags voor Whalt Whitman op dit blog.

 

 

HET LIED VAN MIJN EIGEN IK

3.

Heeft iemand ooit gemeend, dat het gelukkig was geboren
te zijn?
Ik haast mij hem of haar te zeggen, dat ’t even gelukkig is te
sterven, en ik weet dat.

Ik ga den dood door met den stervende en het leven door
met het zoo-even ontbonden kind, en wat gij daar van mij
ziet tusschen laarzen en hoed is niet mijn geheele Ikheid.
Mijn leven is het leven der menigvuldigheid en in die menigvuldigheid
zijn daar niet twee eveneens en allen zijn goed,
De aarde goed, de sterren goed en alles wat daarop of omheen
leeft goed.

Ik ben geen aarde, ook geen satelliet van een aarde,
Ik ben de maat en gezel van menschen die allen even onsterflijk
en vademloos zijn als ik-zelf ben,
(Zij weten niet hoe onsterflijk, maar ik weet ’t).

Iedere mensch leeft voor zichzelf en voor wat zijn leven is,
ik leef voor mij en weet wat mijn is, mannelijk en
vrouwelijk,
Zij zijn mijn die knapen geweest zijn en vrouwen begeeren,
Hij is mijn de man, de fiere, die het steken voelt der
geringschatting,
Zij is mijn de verloofde, en de oude maagd is mijn, zij zijn
mijn de moeders en de moeders van moeders,
Mijn zijn de lippen die glimlachen en de oogen die tranen
storten,
Mijn zijn de kinderen en die kinderen gewinnen.

Naakt! Voor mij hebt gij geen schuld, door mij wondt gij niet
uitgeworpen, door mij niet geminacht,
Ik zie U door kleed en hemd in de ziel,
Ik omgeef U, ik laat niet af voor ik U gewonnen heb, ik ben
onvermoeid, gij kunt mij niet afschudden.

 

 

Vertaald door Maurits Wagenvoort

 

 


Walt Whitman (31 mei 1819 – 26 maart 1893)
Portret door Herbert Gilchrist, 1887

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 31e mei ook mijn blog van 31 mei 2020 en eveneens mijn blog van 31 mei 2019 en ook mijn blog van 31 mei 2017 en ook mijn blog van 31 mei 2015 deel 2.

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

In Memoriam Ngũgĩ wa Thiong’o

 

In Memoriam Ngũgĩ wa Thiong’o

 

De Keniase schrijver Ngũgĩ wa Thiong’o is afgelopen woensdag op 87-jarige leeftijd overleden. Ngũgĩ wa Thiong’o werd geboren op 5 januari 1938 in Kamiriithu, Limuru, Kenia. Zie ook alle tags voor Ngũgĩ wa Thiong’o op dit blog.

Uit: In the House of the Interprete

“I’m so engrossed in these thoughts that I forget to take note of the landscape around me. But instinct suddenly tells me that I have gotten home . . . or where home should be. I stop, put down the box, and look around me. The hedge of ashy leaves that we planted looks the same, but beyond it our homestead is a rubble of burnt dry mud, splinters of wood, and grass. My mother’s hut and my brother’s house on stilts have been razed to the ground. My home, from where I set out for Alliance only three months ago, is no more. Our pear tree is still standing, but like the ashy hedge, it’s a silent witness. Casting my eyes beyond, I suddenly realize the whole village of homesteads has disappeared. The paths that had crisscrossed the landscape, linking the scattered dwellings into a community, now lead from one mound of rubble to another, tombs of what has been. There is not a soul in sight. Even the birds flying above or chirping in the hedges emphasize the emptiness. Bewildered, I sit on my box under the pear tree, as if hoping it will share with me what it knows. The tree, at least, has defied the desolation, and I pick a few ripe pears to eat in baffled silence. How could a whole village, its people, history, everything, vanish, just like that?
The sight of two rats chasing each other amid the rubble shakes me out of my reverie. I think of going toward the only houses still standing, the Kahahus’, despite their ghostly aura, for an answer. Once again I stagger along with the box. At the hedge, I see a man and recognize Mwangi, part of a group of workers who have always rendered loyal services to the Kahahu family. As children, we called him Mwangi wa Kahahu, although he was not blood related. He always had gossip about the goings-on in the big house on the hill. Now he and I are the only humans in a desolate landscape.

You mean you don’t know that all the people have been moved to near the home guard post? Oh, but of course you have come home on school break. Go up, and you will see for yourself, he says, gesturing vaguely in the direction of the ridge.
His delivery is matter-of-fact. I stare at him, waiting for more, but he walks away. Normally he would have taken the time to tell tales of the Kahahu family, his favorite subject, but today he does not have the words. Slowly I work my way up the ridge, past more piles of rubble, charred funeral pyres of a rural community. From the top of the ridge, now bereft of all memories, I put the box down and look at the valley below. A completely new vista of grass-thatched roofs lies before me.”

 

 

 Thiongo
Ngũgĩ wa Thiong’o (5 januari 1938 – 28 mei 2025)

Geschreven door Romenu om 17:38 Reageer op dit bericht

Oscar van den Boogaard, Elizabeth Alexander

De Nederlandse schrijver Oscar van den Boogaard werd geboren in Harderwijk op 30 mei 1964. Zie ook alle tags voor Oscar van den Boogaard op dit blog.

Uit: In de naam van de zoon

“Beter dan op het scherm te kijken, laat ik me gidsen door de Fransman op mijn boordcomputer die zo opgewekt klinkt dat een hellevaart een zegetocht lijkt.
Via slingerende wegen over beboste heuvels, door wijngaarden en dorpen met vakwerkhuizen waarvan ik de namen ken van de drijvende etiketten in mijn moeders ondergelopen wijnkelder, is hij het die me door de Elzas richting Zwitserland leidt.
Een enorme omweg, maar toch laaf ik me aan iedere bocht die ik neem, het is als diep ademhalen. Voor het eerst ben ik alleen op weg naar de plek waarvan ik nog steeds niet kan geloven dat die werkelijk bestaat. Terwijl de zon ondergaat, veranderen de heuvels en bomen en huizen in schaduwbeelden. Ik zie de koffiekan, de theepot, de suikerpot in zwart basalt, met op de deksels de weeping widows. Het Wedgwood-rouwservies, alle familiepijn zat erin.
Als kind verstopte ik het als we op vakantie gingen. Het idee dat het gestolen zou worden vond ik onverdraaglijk. Voorzichtig wikkelde ik het in krantenpapier en zette het in een doos op de kruipzolder.
‘De kans dat je het breekt is groter dan dat iemand het pikt,’ zei mijn moeder laconiek.
Haar kon het niet schelen, zij was nergens aan gehecht, zelfs niet aan het leven.
Toen ik in de jaren negentig in Brussel woonde, bewaarde ik het servies in een doos in de kelder onder mijn kunstgalerie. Een van de werkmannen moet het hebben meegenomen. En ook de doos met de Märklin-trein, de locomotief, de wagonnetjes.
Mijn aantekeningen, drie dozen vol waarin ook de envelop met foto’s en brieven van Bernhard, zijn in de loop der jaren in die vochtige kelder vermolmd, toen ik verhuisde heb ik het als compost op een kruiwagen geschept. Vruchtbaar was het.
Het navigatiescherm schakelt over op de donkere nachtstand. Er valt geen stad, geen rivier, geen berg op te herkennen. Een militair zou ermee verdwalen, maar voor mij is het een perfect instrument. Ik laveer tussen zwart en wit, binnen en buiten, alles en niets.
De eerste nacht logeer ik in het oude familiehotel aan het Meer van Zug waar ik als kind met mijn moeder ben geweest. Het restaurant is al dicht en vanaf mijn balkon zie ik alleen de nacht met hier en daar een lichtje. Mijn druiven en noten zijn op, ik kan van de honger niet slapen.
Ik zie mijn moeder weer staan bij het raam, ze tilt de vitrage opzij en kijkt naar het terras beneden. Bernhard kan ieder moment daar zijn. Ze bestelt iets te drinken, het is haar zoveelste glas. Ze vertelt dat de hoge berg in de verte naar Pilatus is vernoemd.”

 

 vandenboogaard
Oscar van den Boogaard (Harderwijk, 30 mei 1964)

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Elizabeth Alexander werd geboren op 30 mei 1962 in New York. Zie ook alle tags voor Elizabeth Alexander op dit blog.

 

Negentien

Die zomer in Culpepper was er alleen maar wit te eten:
bloemkool, bot, witte saus, wit ijs.
Ik sloop rond met een oudere man die me niet vertelde
dat hij getrouwd was. Ik was de baby, dronk rum-cola
terwijl de mannen wiet rookten die ze van de campers hadden gestolen.
Ik sloop met mijn geliefde naar met gif begroeide velden en kampeerbusjes.
Ik sliep nooit. Om de twee weken keerde ik terug naar de stad,
zwart en stoffig, met een vuilniszak vol vuile kleren.

Op mijn negentiende was het mijn eerste zomer weg van huis.
Zijn baard rook muf. Zijn ogen waren zwart. “De dames zijn dol op mijn haar,”
zei hij, en ik glimlachte als een dwaas. Hij wist alles
over marihuana, hoe droog het moest zijn om te branden,
hoe je het moest pletten, eraan moest ruiken, de zaadjes eruit moest halen. Hij zei
dat hij dat allemaal in Vietnam had geleerd. Hij bracht zijn zoon mee op bezoek
na een van zijn vrije dagen. Ik had me nooit een moeder voorgesteld.
“Mag ik een kus stelen?” zei hij, de eerste innige nacht in het veld.

Ik vroeg en vroeg naar Vietnam, hoe elk litteken aanvoelde,
hoe de strijd was, hoe de jungle rook. Hij luisterde
veel naar Marvin Gaye, was alles wat hij zei, en greep
tussen mijn benen. Ik zou voor de ochtend naar mijn bedje kruipen.
Ik zou dat witte eten eten. Dit was voordat ik begreep
dat niets in één klap kapot kon gaan. Een plotselinge
harde storm stak die nacht op; hij schoot de bus in.
“De regen klonk precies zo,” zei hij, “daar op de daken.”

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 

alexander3005
Elizabeth Alexander (New York, 30 mei 1962)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 30e mei ook mijn blog van 30 mei 2020 en eveneens mijn blog van 30 mei 2019 en ook mijn blog van 30 mei 2017 en ook mijn blog van 30 mei 2015 deel 2.

Geschreven door Romenu om 17:07 Reageer op dit bericht

Hemelvaart (Anton Ent), Elizabeth Alexander

 

Bij Hemelvaartsdag

 

 

 


De Hemelvaart van de Heer door Francisco Bayeu, 1769

 

 

 

Hemelvaart

Glorieuze napijn van Gods wet
de horizon wordt overeind gezet

Die vernederd werd tot dode man
neemt de treden van het licht
opgetogen naar Gods aangezicht
waaronder men weer spelen kan

De vaart die mens en God verbindt
geeft mij de rust van ’t spelende kind
dat hoogst verbaasd hand aan de mond
zichtbaar voet krijgt aan de grond

Glorieuze voorpost van het bericht
dat de horizon weer open ligt

 

 


Anton Ent (Rotterdam, 20 januari 1939)
De. HH. Laurentius & Elisabeth Kathedraal in Rotterdam

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Elizabeth Alexander werd geboren op 30 mei 1962 in New York. Zie ook alle tags voor Elizabeth Alexander op dit blog.

 

Apollo

We stoppen
bij een kraampje
in Massachusetts
om mannen

op de maan te zien lopen. We deden
hetzelfde
bij drie, twee, één, lancering, en nu

zien we dezelfde mannen
in en uit
kraters stuiteren. Ik wil
een cola en een hamburger.

Omdat de mannen
op de maan lopen,
die nu ontegenzeggelijk
niet groen is, geen kaas,

geen glimmend dubbeltje dat zweeft
in een koud blauw,
zoals ik had gedacht,
merken de mensen bij het kraampje

niet dat we een zwarte
familie zijn, niet van daar,
zoals het meestal gaat.
Dit gepraat door

ruis, stuiteren in ruimtelaarzen,
vastgebonden aan snoeren is veel
vreemder, vreemder

nog dan wij zijn.

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 


Elizabeth Alexander (New York, 30 mei 1962)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 29e mei ook mijn blog van 29 mei 2022 en ook mijn blog van 29 mei 2021 en ook mijn blog van 29 mei 2019 en ook mijn blog van 29 mei 2018 en eveneens mijn blog van 29 mei 2016 deel 2.

Geschreven door Romenu om 17:39 1 reactie Reageer op dit bericht

Ad Zuiderent, Vladislav Chodasevitsj

De Nederlandse dichter en criticus Ad Zuiderent werd geboren in ’s-Gravendeel op 28 mei 1944. Zie ook alle tags voor Ad Zuiderent op dit blog.

 

 

Gedroomd wielrijden

Met begeleiding Kathleen Ferrier gehoord:
in de afgebroken volkstuinhuisjes zong zij
van dood en opstanding. Rijp lag op het gras
naast de Kruislaan en bij de proefboerderij
klonk het orkest met Mahler. Licht rillend
richtten wij het stuur naar het kanaal,
waar uitspanningen gesloten waren,
schepen op het droge, de weg doodliep
op de spoorlijn, alle ellende
van een winterzondag op de fiets. Goddank
bleef de begeleiding een vertrouwde dissonant,
waren de opritten naar de dijk te steil
en reden wij gedrieën en luisterden.
Er was geen mens. Het was geen weer
om op te staan, laat staan om te gaan liggen.

 

 

Tocht langs de rivier

Wij fietsten langs de Amstel naar het zuiden.
Niet lang geleden had ik hier geluk.
Wat moest ik doen als ik het weer had? Terugdenken?

Maar er was geen muziek, die de herinneringen ordent;
dit zuiden was niet warm; geen zware transportfiets meer,
‘De Poëtische Vervoering’ geheten, en ik rechtop daarop de wereld overziend.

Gelukkig dacht ik nu, krom boven mijn tien versnellingen,
aan mijn gezondheid, aan mijn jongensdroom van een zittend bestaan
en alles bezweren, de dikke kerk van Nes, geëmailleerde reclameborden.

De banden gleden stil over de weg. Onder de dampen van Uithoorn wist ik dat dit
mijn toekomst was, een training voor een langer leven vol geheugen,
geen inspiratie meer tot meer.

 

 

Onder vrienden

Gepraat aan tafel over hoe je je gedraagt
als je bedreigd wordt. Je cursus leidde
tot dit onderwerp; wij knikten,
want onder vrienden komt ieder woord terecht.

Met mes en vork bevrijdden wij de sfeer
van amicaliteit. Zo scherpten wij aan
saus en kruiden het eigen vlees.
Het woord was op, gebaren bleven over,
en sentiment kwam dreigend boven tafel.

 


Ad Zuiderent (’s-Gravendeel, 28 mei 1944)
Portret door Frans van Steenhoven, 1984

 

 

De Russische schrijver en dichter Vladislav Felitsianovitsj Chodasevitsj werd geboren in Moskou op 28 mei 1885. Zie ook alle tags voor Vladislav Chodasevitsj op dit blog.

 

 

Variatie

Om deze schouders, deze handen
te warmen op ’t balkon gegaan
zit ik, – maar alle aardse klanken
komen als uit een droom vandaan.

En plots ben ‘k van versmachting vol
en zwem: zelf weet ik niet waarheen;
maar mijn heelal dijt uit in golven
die ijlen kringsgewijs uiteen.

Bestendig u, liefkozend wonder!
Een andere kring kom ik nu in
en ‘k hoor mijn schommelstoel wel bonken
in vaste maat, maar al van ginds.

 

Vertaald door Marko Fondse

 

 


Vladislav Chodasevitsj (28 mei 1885 – 14 juni 1939)
Portret door Valentina Mikhailovna, 1915

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 28e mei ook mijn blog van 28 mei 2023 en ook mijn blog van 28 mei 2019 en ook mijn blog van 28 mei 2017 deel 2 en ook mijn blog van 28 mei 2016.

Geschreven door Romenu om 16:27 Reageer op dit bericht

Linda Pastan

De Amerikaanse dichteres Linda Pastan werd geboren op 27 mei 1932 in New York. Zie ook alle tags voor Linda Pastan op dit blog.

 

 

The Safecracker

On nights when the moon seems impenetrable—
a locked porthole to space;
when the householder bars his windows
and doors, and his dog lies until dawn,
one jeweled eye open; when the maiden sleeps
with her rosy knees sealed tightly together,
on such nights the safecracker sets to work.
Axe . . . Chisel . . . Nitroglycerin . . .
Within the vault lie forty thousand
tons of gold; the heaped up spoils
of Ali Baba’s cave; the secrets of the molecule.
He sands his fingertips
to feel the subtle vibrations
of wheel lining up, just so, with wheel.
His toolmarks are his fingerprints.
And now a crack appears on the side
of the egg, a single fault line,
and within: the golden yolk just waiting.
A kind of wind . . . a door flies open . . . a glitter
of forsythia forced out of the branch.
With smoothest fingertips you touch
the locked cage of my ribs . . . just so.
My knees fall open. And Cleopatra smiles,
whose own Egyptians first invented the lock.

 

 

The Quarrel

If there were a monument
to silence, it would not be
the tree whose leaves
murmur continuously
among themselves;

nor would it be the pond
whose seeming stillness
is shattered
by the quicksilver
surfacing of fish.

If there were a monument
to silence, it would be you
standing so upright, so unforgiving,
your mute back deflecting
every word I say.

 

 

A RAINY COUNTRY

Je suis comme le roi d’un pays pluvieux Baudelaire

The headlines and feature stories alike
leak blood all over the breakfast table,
the wounding of the world mingling
with smells of bacon and bread.

Small pains are merely anterooms for larger,
and every shadow has a brother, just waiting.
Even grace is sullied by ancient angers.
I must remember it has always been like this:

those Trojan women, learning their fates;
the simple sharpness of the guillotine.
A filigree of cruelty adorns every culture.
I’ve thumbed through the pages of my life,

longing for childhood whose failures
were merely personal, for all
the stations of love I passed through.
Shadows and the shadow of shadows.

I am like the queen of a rainy country,
powerless and grown old. Another morning
with its quaint obligations: newspaper,
bacon grease, rattle of dishes and bones.

 

 

Insomnia

Ik herinner me nog dat mijn lichaam
een vriend was,

toen de slaap als een brave hond
kwam wanneer ik die riep.

De deur naar de toekomst
stond nog niet op het punt dicht te gaan,

en op mijn rug liggen
tussen koude lakens

voelde niet
als een repetitie.

Nu duikt het licht dat er nog is
op – een vlek in het oosten,

en de slaap, geeft me
als een drukke dokter,

met tegenzin, een beetje
van zijn tijd.

 

Vertaald door Frans Roumen

 


Linda Pastan (27 mei 1932 – 30 januari 2023)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 27e mei ook mijn blog van 27 mei 2023 en ook mijn blog van 27 mei 2020 en eveneens mijn blog van 27 mei 2019 en ook mijn blog van 27 mei 2018 deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:26 1 reactie Reageer op dit bericht

Alan Hollinghurst, Maxwell Bodenheim

De Britse dichter en schrijver Alan Hollinghurst werd geboren op 26 mei 1954 in Stoud, Gloucestershire. Zie ook alle tags voor Alan Hollinghurst op dit blog.

 

 

Confidential Chats with Boys

1.

There are things in trousers called men,
almost too well-mannered, passing
as gentlemen – human skunks
hatched from rattlesnakes’ eggs.

You meet them in fashionable hotels
where families stay, playing croquet
and the gallant, sought after for charades;
their impersonations are famous.

Avoid these men who avoid
real men and manly sports,
who prefer to go bathing with boys
and plan a pretty five-mile walk.

Their germs are everywhere, in schools,
on hotel towels and drinking cups,
left on linen and the tasting-spoon;
their breath is the fog of blindness.

Keep your eye on that jug,
that candlestick, and when he moves,
hit him to leave him scarred:
scar the skunk and coward for life.

 

5.

With mother ill at Christmas
there was no Swiss crib
or consolation for her
withdrawn presence.

Not to make a noise
I lay in state on the floor,
a black speaker at each ear,
to hear my Russian music:

with lilies on the suicide’s grave,
with Lorelei and the cold river,
with the girl’s toy drum burying
her soldier, brother, lover,

each day I reduced
the box of liqueur chocolates,
crushing the little barrels
between my molars, coughing

and warming at the stuff on my tongue:
sweet, unpleasant, but addictive,
an overdrawn bachelor’s gift
not likely to be missed.

 

Mud

November was always mud.
Crossing a ploughed field
our feet grew footballs of clay;
matted with leaves its crust
dropped on bootroom floors.
Its odour was sharp and cold
as a rocket’s nitre, cold as
gardeners’ hands daubing the hot tap.

Grandfather’s eastward view
was mud, deepening and retentive.
His fingers were never free of it,
holding letters broken at their creases
with folding, pressing into a shelled church
for shelter, opening smoke-darkened wings
of a Flemish triptych.

At Cairo it flooded the lift
and he ordered duckboards
to be laid across the Mess,
and left at dusk to walk
barefoot on the red carpets of a mosque.

In peacetime at his dig
the sprigged Orpheus and running hare
shone dully for one day
before the villa’s hidden spring
sapped the bank of earth
and closed their eyes with mud.

Mud is piled on the tarpaulin
at the grave’s edge, curls up
round our polished black welts,
and sends its chill rising
through the soles of the feet like worms.

 

 


Alan Hollinghurst (Stoud, 26 mei 1954)

 

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Maxwell Bodenheim werd geboren op 26 mei 1892 in Hermanville, Mississippi. Zie ook alle tags voor Maxwell Bodenheim op dit blog.

 

 

Fabrieksmeisje

Waarom zijn je ogen als droge bruine bloempeulen,
Nog steeds, gegrepen door de herinnering aan verloren bloemblaadjes?
Ik voel dat ze, als ik ze aanraak,
Zouden verbrokkelen tot vallend bruin stof,
En jij zou daar staan met een zichtbare blindheid.
Toch zou je niet terugdeinzen, want je leven
Is al lang geleden uit je hoofd geleerd,
En ogen zouden alleen maar wegsmelten tegen de hoge wanden.
Bovendien, bij het maken van dozen,
Bestrooid met ruwe vergeet-mij-nietjes,
Ben je merkwaardig gezegend als je ogen dood zijn.

 

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 


Maxwell Bodenheim (26 mei 1892 – 6 februari 1954)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 26e mei ook mijn blog van 26 mei 2020 en eveneens mijn blog van 26 mei 2019 en ook  mijn blog van 26 mei 2018.

Geschreven door Romenu om 17:08 Reageer op dit bericht

Egyd Gstättner, Theodore Roethke

De Oostenrijkse schrijver en essayist Egyd Gstättner werd geboren op 25 mei 1962 in Klagenfurt. Zie ook alle tags voor Egyd Gstättner op dit blog.

Uit: Leopold der Letzte

„Gestern stand in der Zeitung, dass ich gestorben war. Marion zeigte mir den Artikel mit der Todesnachricht beim Frühstück, als ich mich gerade daran machen wollte, mit einem präzisen Querschnitt ihr weiches Ei zu guillotinieren, wie ich es immer getan hatte: zuerst ihres, dann meines. Sie kochte die Eier. Ich köpfte sie. Das war unser Ritual. Eierköpfen erfüllte mich immer mit großer Lust. Jetzt schaute ich groß. Im ersten Augenblick war ich ein wenig erstaunt, denn ich hatte mir mein Leben lang vorgestellt, in der Abenddämmerung eines späten Dezembertags zu sterben, während es draußen in dichten Flocken schneit; ohne Kampf, ohne Schmerzen außer einem bisschen Abschiedsschmerz vielleicht, aber durch gepflegten Weltekel gelindert. Ich mochte zugeschneit werden. Meine Seele mochte zugeschneit werden. Meine Seele wollte sterben, indem sie eingeschneit würde mit warmen, warmen Flocken. Zwischen friedlichen Weihnachten und friedlichem Neujahr hatte ich friedlich sterben wollen, wie etliche Figuren in meinen Büchern gestorben waren – um das Wort Helden zu vermeiden: Was war schon ein Held! Marion und Ira würden bei mir sein, hatte ich mir vorgestellt, sie würden an meiner Bettkante hocken und mit feuchten Augen abwechselnd meine Hand halten. Schließlich würde ich den eingeschläferten Körper ablegen und meine Seele aus allen Gliedern zusammenfließen lassen, in den Augen lagern und zu einem funkelnden Diamanten gepresst auf dem Sofa hinterlassen. Erlöst. Vom Menschsein erlöst. Beethovens vierte Symphonie, Adagio – Allegro vivace, leise. Mein Engel Marion und ich hatten zeit unseres Zusammenlebens davon geträumt, gemeinsam zu sterben. Das war kokett, das wäre nur im Fall eines Unfalls, einer Katastrophe oder eines Doppelselbstmords möglich gewesen. Jetzt ging ich ihr voraus. Jetzt ließ ich sie allein, wenn auch mit allen meinen Geschichten auf der Welt zurück. Ihr blieb das Sichten und das Ordnen. Ich konnte Marions Gedanken lesen, wie Marion meine Gedanken lesen konnte, auch jetzt noch natürlich, wir verstanden uns blind, gewissermaßen tot, zwischen uns waren nicht mehr viele Worte nötig.“

 


Egyd Gstättner (Klagenfurt, 25 mei 1962)

 

 

De Amerikaanse dichter Theodore Huebner Roethke werd geboren in Saginaw, Michigan op 25 mei 1908. Zie ook alle tags voor Theodore Roethke op dit blog.

 

Zijn bange vermoeden

I
Vissen deinen mee met de zee.
Ik, levend, bied nog het hoofd
Aan de ongegronde vrees
Ver, ver vandaan te zijn
Van een lieflijke persoon.

II
Gedachte na gedachte kan
Een last zijn voor de ziel.
Wie kent van alles het eind?
Als ik stilsta, praat met een steen,
Komt de dauw dichterbij.

III
Ik overzing de wind
En hoor mezelf, ik keer
Terug tot het niets, alleen.
Het eenzaamste dat ik ken
Is mijn eigen geest die speelt.

IV
Is zij bezit van het licht?
Ik snuif de duisterende lucht
En luister naar mijn eigen voeten.
Een storm wakkert aan waar
Wind en water elkaar ontmoeten.

 

Vertaald door Ria Loohuizen

 


Theodore Roethke (25 mei 1908 – 1 augustus 1963)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 25e mei ook mijn blog van 25 mei 2020 en eveneens mijn blog van 25 mei 2019 en ook mijn blog van 25 mei 2017 en ook mijn blog van 25 mei 2015 deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:42 1 reactie Reageer op dit bericht

Michael Chabon, Joseph Brodsky

De Amerikaanse schrijver Michael Chabon werd geboren op 24 mei 1963 in Washington. Zie ook alle tags voor Michael Chabon op dit blog.

Uit: De Jiddische politiebond (Vertaald door Christien Jonkheer en Gerda Baardman)

“Al negen maanden bivakkeert Landsman in hotel Zamenhof zonder dat een van zijn medegasten vermoord is. En nu heeft iemand de bewoner van kamer 208, een jehoede die zich Emanuel Lasker noemde, een kogel door het hoofd gejaagd.
‘Hij nam de telefoon niet meer op, deed de deur niet meer open,’ zegt Tenenboim de nachtportier als hij Landsman uit bed komt halen. Landsman woont op 505, met uitzicht op het neonbord van het hotel aan de overkant van Max Nordau Street. Dat is hotel Blackpool, een woord dat door Landsmens nachtmerries spookt ‘Ik heb mezelf toegang moeten verschaffen.’
De nachtportier is een voormalige Amerikaanse marinier die zijn eigen heroïneverslaving de baas is geworden in de jaren zestig, toen hij terugkwam van de puinhopen van de Cubaanse oorlog. Hij treedt de verslaafde bewoners van het Zamenhof met moederlijke zorg tegemoet. Hij leent ze geld en zorgt ervoor dat ze mm mrt gelaten worden als ze dat nodig hebben.
‘Heb je in de kamer ergens aan gezeten?’ vraagt Landsman.
‘Alleen aan het geld en de juwelen,’ zegt Tenenboim.
Landsman trekt zijn broek en schoenen aan en hijst zijn bretels op. Daarna draaien hij en Tenenboim zich om naar de deurknik, waar een stropdas aan hangt, rood met grote bruine strepen, voorgestrikt om tijd te besparen. Landsman heeft nog acht uur voordat hij w aan de bak moet. Acht rattenuren, lurkend aan de fles, in zijn glazeneer kooi tussen de houtwol. Landsman zucht en pakt zijn das. Hij laat hem over zijn hoofd glijden en schuift de strop omhoog tegen zijn boord. Hij trekt zijn jasje aan, voelt of zijn portefeuille en politiepenning in zijn borstzak zitten, en geeft een klopje op de sjolem die hij in een holster onder zijn oksel draagt, een korte Smith & Wesson Model 39.
‘Ik maak je niet graag wakker, inspecteur,’ zegt Tenenboim. ‘Maar ik heb gemerkt dat je niet echt slaapt.’
‘Ik slaap wel, hoor,’ zegt Landsman. Hij pakt het borrelglas waar hij op het ogenblik een relatie mee heeft, een souvenir van de Wereldtentoonstelling van 1977. ‘Ik doe het alleen in mijn ondergoed.’ Hij heft het glas en brengt een toast uit op de dertig jaar die er sinds de Wereldtentoonstelling in Sitka verstreken zijn. Een hoogtepunt van de Joodse beschaving in het noorden, zeggen ze, en wie is hij om dat te betwisten? Veertien was Meyer Landsman die zomer, en hij ontdekte net de verrukkingen van Joodse vrouwen, die in 1977 ook op hun hoogtepunt geweest moeten zijn. ‘Rechtop in een stoel.’ Hij drinkt het glas leeg. ‘Met een sjolem om’.

 


Michael Chabon (Washington, 24 mei 1963)

 

 

De Russisch-Amerikaanse dichter en schrijver Joseph Brodsky werd op 24 mei 1940 in Leningrad (het huidige St.Petersburg) geboren als Iosif Brodski. Zie ook alle tags voor Joseph Brodsky op dit blog.

 

 

Rotterdams dagboek

I
De regen klettert. Woensdag. Schemering.
‘k Zie paraplu’s en opgezette kragen.
Ze bombardeerden Rotterdam vier dagen,
en toen was deze stad herinnering.
Niet mensen, steden schuilen als het regent
in een portiek. En in een bui beland
bewaren straten, huizen hun verstand
en roepen niet om zoete wraak, neerzijgend.

II
Een hete julidag. Er lekt een wafel
ijs op een buik. Een kinderstemmenkoor.
Moderne flats, kantoor omarmt kantoor.
Le Corbussier deelt dìt met de Luftwaffe,
dat beide fanatiek hebben getracht
het aanzien te veranderen van Europa.
Wat rest na ’t razend spel van de cyclopen
wordt op een tekentafel koel volbracht.

III
De tijd heelt, maar hoe heilzaam ook die kracht,
een beenstomp kan van middel doel niet scheiden,
heeft van een panacee nog meer te lijden,
en jeukt. Een jaar of dertig later. Nacht.

We drinken wijn en voeren dialogen
in een gebouw dat naar de sterren reikt –
op een niveau dat eerder werd bereikt
door hen die hier destijds de lucht in vlogen.

 

Vertaald door Peter Zeeman

 


Joseph Brodsky (24 mei 1940 – 28 januari 1996)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 24e mei ook mijn blog van 24 mei 2020 en eveneens mijn blog van 24 mei 2018 en ook mijn blog van 24 mei 2015 deel 2.

Geschreven door Romenu om 15:36 Reageer op dit bericht

Jan Baeke, Jane Kenyon

De Nederlands dichter Jan Baeke werd geboren in Roosendaal op 23 mei 1956. Zie ook alle tags voor Jan Baeke op dit blog.

 

 

Vragen met honden

Is het ook een hond
die zoveel op ons lijkt
en op de bank in slaap gesukkeld is?

Er staat in de voorschriften
hoe wij moeten liggen en slapen
hoe we een feestmaal moeten bereiden
en een huis schoonmaken
en ook staat er hoe we met honden
moeten doen en zij met ons.

Dat om ons heen anderen
het meubilair nog voor zonsopgang reinigen
met water en zeep de nacht verdrijven
zich voor ons opstellen en vragen
staan wij stil, zijn dit onze handen
hoe houden wij de honden
op afstand?

Wij snellen naar de boeken
om de juiste pagina’s te vinden
De zon komt blaffend op.

 

 

Betrekkelijk

Hier, achter de muur en
verderop in het park, legt het licht
een zachte arm van god
op de naar elkaar gebogen schouders.
Weerschijn
die niets loslaat
van de betrekkingen, waarin deze mannen
verzameld zijn.

Het gesprek, half afgewend
onder de bladeren.

In beide stemmen
geruis
dat de gebeurtenis vertraagt.

Een zin die even luistert
naar de ritselende overwegingen.

Hun driftige gebaren maken duidelijk
hoe ernstig zij het leven nemen.

Hun verwoede pogingen
het moment te verlengen

of is het dit bedrieglijke licht?

 

 

Logos

Een man bedenkt Venetië en wetten
vol met fouten (poëzie dus).
Een man die desgevraagd beweren zal:

Een woord komt altijd op gedachten.
Het gaat er om dat het er is
waarmee men rekening kan houden.

Venetië? Mooi woord! Nietwaar?

Zo moet het zijn. Een woord
dat de bedoeling is
en aan een ander woord doet denken.
Een stad in haar idee bestorven

een innemende gedachte
Venetiaans, poëtisch, mogelijk.

Mooi ook zijn de vele vertellingen
die hij nimmer zal bedenken.

 


Jan Baeke (Roosendaal, 23 mei 1956)

 

 

De Amerikaanse dichteres en vertaalster Jane Kenyon werd geboren op 23 mei 1947 in Ann Arbor, Michigan. Zie ook alle tags voor Jane Kenyon op dit blog.

 

 

Het shirt

Het shirt raakt zijn nek
en vlijt zich tegen zijn rug.
Het glijdt langs de zijkanten naar beneden.
Het gaat zelfs tot onder zijn riem –
tot in zijn broek.
Gelukkig shirt.

 

Vertaald door Frans Roumen

 

 


Jane Kenyon (23 mei 1947 – 22 april 1995)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 23e mei ook mijn blog van 23 mei 2020 en eveneens mijn blog van 23 mei 2019.

Geschreven door Romenu om 17:15 Reageer op dit bericht

Erik Spinoy, Jane Kenyon

De Vlaamse dichter en schrijver Erik Spinoy werd geboren op 22 mei 1960 in Sint-Niklaas. Zie ook alle tags voor Erik Spinoy op dit blog.

 

 

Beslissend moment in het leven van een mens

Zwaar slaapt de tong,
een wezen leegt zich
in het oud geworden bed.
Stof kust de ruit en ligt
op steen en tegelvloer.

Wie leent de radiostem
een rozig, bloeiend oor?
Wie neemt de hoorn?

De avond slinkt en slinkt.
Grijs klimt de eenzaamheid
en in de mond groeit hard
een eeuwig groene plant.

Soms hoort men nog zijn echo gaan.
Een bal die, half onzichtbaar, naar
zijn einde rolt.

 

 

Schloss Schönbrunn

VI. Amor dei intellectualis

De kruinen van de bomen

Bijgeknipt tot regelmaat. Een ruïne die geen
Ruïne was maar opzet. En wat een labyrint
Kon lijken, ontpopte zich als geometrisch spel
Met de alleeën. Hierdoor liet het zich begrijpen

Als een werkzaamheid – een visie die
Zich tot geen standpunt te beperken heeft,
Een bundel alomvattende bevelen. Want wat
Nog vreemd was, moest zich in vertrouwde vormen

Kleden. En wat gebouwd werd, moest bij voorbaat
Aan het vreemde overgeven. Zo is het overal aanwezig
In het samenspel. Nooit legt het zich in één
Verschijning vast. Ten hoogste soms waait naar

Je toe wat haast een geur is. Je meent in
Zand een spoor te zien, en te herkennen.

 

 

VII. De moraal

Als de beweging van een degen

Besteeg de weg de helling. Dat je
De klim begon was navoltrekken en
Beseffen wat de opdracht is, de
Plicht waar men zich niet kan

Aan onttrekken: dat wat men ziet,
Zijn eisen stelt. Je was niet langer
Om jezelf bezorgd, en klom zoals
Klimop op luwe muren klimt:

Met grootste vanzelfsprekendheid.
Wat je wou bereiken en wat daarna
Komen zou, zijn vragen met een
Antwoord als een laatste wens. Je krijgt

Waarom je vroeg – maar daarna is de
Tijd van krijgen onherroepelijk voorbij.

 


Erik Spinoy (Sint-Niklaas, 22 mei 1960)

 

 

De Amerikaanse dichteres en vertaalster Jane Kenyon werd geboren op 23 mei 1947 in Ann Arbor, Michigan. Zie ook alle tags voor Jane Kenyon op dit blog.

 

 

Nederlandse Interieurs

Christus is duizendmaal ter dood gebracht
in de koude streken van Noord-Europa.
Plotseling verschijnen er brood
en kaas op een bord,
naast een glimmende tinnen beker bier.

Zeg me nu dat de Heilige Geest niet
zetelt in het lichtspel
op het bestek!

Een vrouw maakt kant,
met een spaniël met vochtige ogen liggend
aan haar kleine welgevormde voeten.
Zelfs het dienstmeisje met de po is er;
het ondeugende meisje met de rode wangen…

En de koopmansvrouw, nog steeds
in haar gele kamerjas
op het middaguur, doopt haar pen in Oost-Indische inkt
met een air van behoedzaam genoegen.

 

Vertaald door Frans Roumen

 


Jane Kenyon (23 mei 1947 – 22 april 1995)

 

 

Zie voor meer schrijvers van de 22e mei ook mijn blog van 22 mei 2020 en eveneens mijn blog van 22 mei 2018.

Geschreven door Romenu om 17:00 Reageer op dit bericht

Libris Literatuur Prijs 2025 voor Safae el Khannoussi

Libris Literatuur Prijs 2025 voor Safae el Khannoussi

De Nederlandse schrijfster Safae el Khannoussi heeft maandag de Libris Literatuur Prijs gekregen voor haar roman “Oroppa”. Safae el Khannoussi werd geboren in Tanger, Marokko, in 1994. “Oroppa” stond in 2024  op elk eindejaarslijstje van zo’n beetje elk medium. De Volkskrant benoemde “Oroppa” zelfs tot hét boek van het jaar, en riep El Khannoussi uit tot talent van 2024. Zie ook alle tags voor Safae el Khannoussi op dit blog.

Uit: Oroppa

“Maar daarvoor was dokter Mehdi niet geroepen. Dat gehoest, zo hevig dat je je afvroeg hoe het kon dat het resterende longetje niet al lang was geknapt, dat begrepen ze wel, maar waarom toch al dat gegil, dokter. Hierop merkte dokter Mehdi droogjes op dat hij geen psychotherapeut was. Maar kon hij dan geen enkele verklaring bedenken? Hierop had de dokter een onbehouwen grap gemaakt. Hij zei: ‘Zoals een ezel balkt als-ie de duivel langs ziet lopen, zo schreeuwt mevrouw wanneer de dood zich over haar buigt.’
Het kind had met stomheid geslagen naar dokter Mehdi geluisterd.
Sindsdien zat de dood met gekruiste benen op de stoel naast het ziekbed, kamde hij de haren uit het hoofd van de zieke, schuurde nog wat kleur uit haar gezicht, en fluisterde haar met zijn trieste doodsgrijns angstaanjagende nachtmerries in het oor.
Dokter Mehdi had ook nog gezegd dat mevrouw rust moest hebben, zodat ze vredig heen kon gaan. Maar Meryem, die de opdracht had gekregen de zieke te verzorgen, bleef het een goed idee vinden om haar uit bed te tillen en in bad te stoppen, en ’s ochtends, na het ontbijt, zette ze de vrouw op een stoel op het balkon, ging naast haar zitten roken en ze durfde te zweren dat bij het opsteken van de sigaret de oogleden van de vrouw trilden en haar mond een klein beetje openging.
Voorzichtig liep het kind naar het bed. De ogen van de vrouw, kalm en glinsterend, zochten het plafond af, zweefden naar de balkondeuren, en terug naar het plafond, bleven op de deuropening rusten, keerden terug, en streken, tussen een paar moeizame ademhalingen door, neer op de kruin van het meisje, kropen over haar gezicht en bleven ter hoogte van haar borstkas hangen.
‘Godverdomme,’ zei de vrouw.
Het klonk alsof je een nest jonge kraaien in een versnipperaar gooide.
Salomé Abergel was zonder enig bezwaar zo de dood ingegleden, als de dood haar, na eerst weifelend op haar te hebben gekauwd, niet weer terug had gespuugd – dat wil zeggen, terug het leven in. Vreemde manier om wakker te worden, dacht Salomé, al waren er gekkere manieren, zoals laatst, toen ze in de felle zon op het balkon ontwaakte naast een vrouw die met gesloten ogen zat te roken. Ze had toen geveinsd te slapen, maar ze was de hele tijd wakker, totdat ze weer in bed was gelegd en afgleed naar troebele wateren.”

 


Safae el Khannoussi (Tanger, 1994)

Geschreven door Romenu om 17:45 Reageer op dit bericht

Amy Waldman, Robert Creeley

De Amerikaanse schrijfster en journaliste Amy Waldman werd geboren op 21 mei 1969 in Los Angeles. Zie ook alle tags voor Amy Waldman op dit blog.

Uit: De inzending (Vertaald door Thera Idema)

“De namen,’ zei Claire. Vat doen we nou met de namen?’ `Die zijn bedoeld als aandenken, niet als gebaar,’ zei de beeldhouwster. Bij Ariana’s woorden knikten de andere kunstenaars, de criticus en de twee openbare kunstsponsors die aan de eettafel zaten, allemaal onder haar betovering. Ze was de beroemdste van de juryleden, de dominerende figuur, Claires grootste probleem. Ariana had aan het hoofd van de tafel plaatsgenomen, alsof ze de vergadering voorzat. Vier maanden lang hadden ze hun beraadslagingen gevoerd aan een ronde tafel, waardoor ze allemaal gelijk waren. Die tafel stond in een kantoorruimte in het centrum, hoog boven de krater in de aarde, en daar hadden de andere juryleden steeds toegegeven aan de behoefte van de weduwe om met haar rug naar het raam te zitten, zodat de doodse grond beneden slechts een grijze vlek was als Claire naar haar stoel liep. Maar vanavond zat de jury aan de lange tafel in Gracie Mansion, de ambtswoning van de burgemeester van New York, om de laatste beraadslagingen te voeren. Ariana had zonder het te vragen en blijkbaar zonder scrupules de belangrijkste plaats ingenomen, waarmee ze aangaf dat ze van plan was zich te laten gelden. `Men verwacht de namen van de doden; dat is zelfs een eis die in het reglement is opgenomen,’ vervolgde ze. Voor zo’n heerszuchtige vrouw had ze een honingzoete stem. ‘Bij het juiste monument zijn het niet de namen die emoties opwekken.’
`Maar voor mij doen ze dat wel,’ zei Claire met strakke mond, terwijl ze enig behagen schepte in de neergeslagen ogen en schuldige blikken aan de tafel. Ze hadden natuurlijk allemaal iets verloren – het gevoel dat hun natie onkwetsbaar was, de meest herkenbare iconen van hun stad; misschien waren ze vrienden of bekenden kwijtgeraakt. Maar alleen zij had haar man verloren. Ze had er geen moeite mee om hen hier vanavond nog eens aan te herinneren, nu ze op het punt stonden hun keuze voor het monument te maken. ze hadden vijfduizend anonieme inzendingen weten terug te brengen tot twee. Dat laatste snoeiwerk had eenvoudig moeten zijn. Maar na drie uur delibereren, twee stemrondes en te veel glazen wijn uit de privévoorraad van de burgemeester was de conversatie rauw en kortaf geworden en vervielen ze in herhalingen.”


 


Amy Waldman (Los Angeles, 21 mei 1969)

 

 

De Amerikaanse dichter Robert Creeley werd geboren op 21 mei 1926 in Arlington, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Robert Creeley op dit blog.

 

 

Niet nog eens

Soms maakt het mij verlegen,
de terugkeer van dat voornaamwoord
dat in twijfel trekt, of liever op
de voorgrond plaatst: mijn eigen gezicht.

Natuurlijk voel ik me
verlegen, wat anders?
Zoals bij de kelner met het blad waarop
(alleen) zijn eigen handen rusten.

Altijd –
zondagmaandagdinsdagwoensdagdonderdagvrijdag
zaterdag –
waar ik ook kijk,
ik ben er.

Het waren een bries en een schelp
die Venus brachten –
maar ik kan hier zijn
zonder ergens heen te gaan.

Dus tot ziens,
tot we elkaar weer treffen,
en als je komt, loop maar binnen.
Ik ben het.

 

 

Vertaald door Peter Nijmeijer

 


Robert Creeley (21 mei 1926 – 30 maart 2005)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e mei ook mijn blog van 21 mei 2021 en ook mijn blog van 21 mei 2020 en eveneens mijn blog van 21 mei 2019 en ook mijn blog van 21 mei 2018.

Geschreven door Romenu om 16:53 1 reactie Reageer op dit bericht

Tommy Wieringa, Robert Creeley

De Nederlandse schrijver Tommy Wieringa werd geboren in Goor op 20 mei 1967. Zie ook alle tags voor Tommy Wieringa op dit blog.

Uit: Nirwana

“Na jaren van onbruik wordt er in de zomer van 1990 bijna elke dag gezwommen in het zwembad tussen de villa en de bosrand. De hittegolf die eind juli begon en tien dagen duurde is voorbij; het is nog altijd erg warm. Op de bodem van het bad scherpt een jongen opnieuw zijn onderwaterrecord aan. In juni is hij veertien geworden. Het wrede seizoen. Wanneer hij zich buiten adem op de tegelvloer afzet en naar de oppervlakte schiet, is het alsof hij zal sterven, maar dat is pas over achtenvijftig jaar, op ditzelfde landgoed, in een ander jaargetijde en onder omstandigheden die het best paradoxaal genoemd kunnen worden. Nu leeft hij, de jongen Hugo Adema, en hoe: happend naar lucht breekt hij door de waterspiegel. Hij zwemt naar de rand en hijst zich erop. Zijn hart dreunt, zijn schouderbladen steken scherp uit wanneer hij bij de badhokken een handdoek rond zijn middel slaat. Hij is mager en zo bruin als een eekhoorn, een en al knoken en huid. Sinds kort kruipt er een potloodstreepje haar vanuit zijn zwembroek naar zijn navel. Het spoor van zijn natte voetstappen vervliegt vlug op de warme stenen. De gedachten van de jongen zijn bij zijn nieuwe record van één minuut achtentwintig, maar voor het overige overal en nergens. In De Telegraaf van zijn grootvader leest hij over de val van de Muur, de aanstaande hereniging van de beide Duitslanden en de Golfoorlog die eerder die maand is uitgebroken, maar zijn eigen beslommeringen schijnen onvergelijkelijk veel groter. De toekomst is een duisternis, sinds hij bij zijn grootouders is ondergebracht. De eeuwige ruzies en vechtpartijen met zijn broer zijn zo uit de hand gelopen dat ze elke nieuwe au pak binnen de kortste keren aan de rand van een zenuwinzinking brengen. Dit, moeten zijn ouders hebben gedacht, is een eenvoudige, elegante oplossing zo: hij hier op het Wassenaarse landgoed van zijn grootouders en zijn tweelingbroer thuis aan de Groot Haesebroekseweg, hemelsbreed nog geen twee kilometer bij elkaar vandaan, maar de verwijdering is compleet. Er is geen einddatum vastgesteld, zodat zijn excommunicatie zich tot in het oneindige uitstrekt, en er is ook geen sprake van dat ze zullen ruilen op een dag, zodat hij terug naar huis kan en zijn broer hier wordt geparkeerd, waardoor hij zich daadwerkelijk verbannen voelt, de ongewenste van de twee. Hij mist de honden. Ondraaglijk traag zijn de zomerdagen met alleen twee bejaarden en een kokkin om zich heen, al past het woord ‘bejaarde’ misschien niet zo erg bij zijn opgedofte grootmoeder of de gestrengheid van zijn grootvader.”

 

 


Tommy Wieringa (Goor, 20 mei 1967)

 

 

De Amerikaanse dichter Robert Creeley werd geboren op 21 mei 1926 in Arlington, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Robert Creeley op dit blog.

 

 

Het raam

Positie is waar je
hem neerzet, waar hij
bestaat, heb je, bij voorbeeld,

die grote tank daar, die
zilveren, met de witte kerk
erlangs, zomaar

opgelicht, en met welk
doel? Hoe zwaar
is de langzame

wereld waarin
alles op z’n plaats
staat. Een man

loopt voorbij, een
auto naast hem op
het neergevallen

wegdek, een blad van
een gele kleur staat
op het punt te

vallen. Alles
valt op z’n
plaats. Mijn

gezicht voelt zwaar
van al dat kijken. Ik kan
mijn oog voelen breken.

 

 

Vertaald door Peter Nijmeijer

 


Robert Creeley (21 mei 1926 – 30 maart 2005)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 20e mei ook mijn blog van 20 mei 2023 en ook mijn blog van 20 mei 2020 en eveneens mijn blog van 20 mei 2019.

Geschreven door Romenu om 17:30 Reageer op dit bericht

Constantin Göttfert, Robert Creeley

De Oostenrijkse dichter en schrijver Constantin Göttfert werd op 19 mei 1979 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Constantin Göttfert op dit blog.

Uit: In den Wänden

„Zwei Nächte verbrachte ich bei meinem Vater. Du denkst an Berge, wenn du an Österreich denkst, du erinnerst dich an die Luft, die du auf einer deiner Reisen in die Lunge gezogen hast. Vielleicht denkst du daran, wie der Schnee unter deinen Schiern knarzt, oder an Seilbahnen, die über dicht bewaldeten Hängen schaukeln; in Wahrheit jedoch ist das, was ich meine Heimat nenne, eine flachgedrückte Ebene.
Kein Fremder ist jemals an diesem Ort dem Zug entstiegen. Du wärest der erste. Und würdest du dann an der Eingangstür meines Vaterhauses stehen und dich noch einmal zurückwenden, so ginge dein Auge über eine unendliche Fläche aus Feldern und brachliegendem Land, und nichts finge deinen Blick auf, keine Erhebung, kein Wald, nicht die Lichter einer Stadt. Nur die Felder der Sonnenblumen würdest du sehen, die bis an den Horizont reichen, deren Köpfe so schwer sind, dass sie sich kaum bewegen, wenn der Wind an ihnen reißt, und die Stimmen der Kinder hören, die aus der Schule am Ende der Straße kommen; immer noch laufen sie durch dieselben Tore, durch die auch ich gelaufen bin, immer noch lachen sie, stellen sich ein Bein, stecken sich Sonnenblumenkerne zwischen die Zähne und treten sich mit den Spitzen ihrer Schuhe gegen die Schienbeine.
Eben dort, am Rande der Sonnenblumenfelder, stand ich und wartete, bis die Stimmen verstummt waren. In der plötzlichen Stille hörte ich, wie eine leere Medikamentendose über die ­Gitterstäbe eines Kanaldeckels rollte. Der Wind musste sie aus dem Mülleimer vor der Haustür gerissen haben. Sie hatte sich zwischen den Gitterstäben verfangen, schaukelte dort hin und her, bis sie plötzlich frei kam und vom Wind an der Gehsteigkante hinabgetrieben wurde. Es dauerte viel zu lange, bis ich den richtigen Schlüssel fand, und als ich das Haus meines Vaters betrat, war meine Hand, die den Koffer vom Bahnhof bis hierher getragen hatte, unendlich müde geworden.
Mein Vater ist krank, weißt du, aber nicht das ist es, was mich wach hält. Es sind seine Schritte. Sie wecken mich, wenn er nachts im Haus umherirrt, wenn er schlaflos die Treppen neben meinem Zimmer auf- und absteigt. Mit seinen schweren Füßen nimmt er mir den Schlaf. Ich höre, wie er stehen bleibt, wie er atmet. An der obersten Treppenstufe steht er dann, und das Pfeifen seiner Lunge erscheint mir plötzlich so nahe, als wäre nicht er, sondern ich selbst der Keuchende. Im dunklen Zimmer starre ich auf die geschlossene Tür und höre die Schritte. Er geht ins Wohnzimmer.“

 


Constantin Göttfert (Wenen, 19 mei 1979)

 

 

De Amerikaanse dichter Robert Creeley werd geboren op 21 mei 1926 in Arlington, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Robert Creeley op dit blog.

 

Stoute jongen

Als hij thuiskomt met een walvis
lacht ze en zegt, dat bestaat niet.

En als hij de honderdduizend heeft gewonnen
zal ze zeggen, waar was je vannacht?

Waar ben je nu, trouwens? Moet ik
altijd (zegt ze) naar je blijven

uitkijken? Ze zegt, als ik dacht
dat het zou helpen dan zou ik

je neerknallen, idioot
die je bent. Dan schikt ze

haar haar, en wacht
op Uncle Jims gegrilde, volvette, ongeëvenaarde

walvislapjes.

 

 

Vertaald door Peter Nijmeijer

 

 


Robert Creeley (21 mei 1926 – 30 maart 2005)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 19e mei ook mijn blog van 19 mei 2023 en ook mijn blog van 19 mei 2022 en ook mijn blog van 19 mei 2020 en eveneens mijn blog van 19 mei 2019 en ook mijn blog van 19 mei 2018 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:22 1 reactie Reageer op dit bericht

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