Jean de La Fontaine, Julius Mosen, Christopher Kloeble, Martin Jankowski, Hanns Johst

De Franse dichter en schrijver Jean de La Fontaine werd op 8 juli 1621 geboren in Château-Thierry in Champagne. Zie ook mijn blog van 8 juli 2006 en ook mijn blog van 8 juli 2007 en ook mijn blog van 8 juli 2008.
De wolf en het lam
't Gebeurde eens, dat een lam in 't koele water plaschte,
Aan d'afloop van een heldre beek,
Toen hem op eens een wolf verraste,
Die, nuchter uitgevast, rondsnuffelde in de streek.
"Wat!" riep hij met vergramde kaken:
"Het water dat ik drink komt gij hier troebel maken?
Gestraft moet die vermetelheid!"
"Maar, Sire!" sprak het lam, "ik bid Uw Majesteit
Wel allerneedrigst om genade,
En smeek haar niet voorbij te zien
Dat ik nog wel een pas of tien
Van 't plekjen waar Zij staat, beneden strooms, mij baadde,
Zoodat ik 't water van Haar bron
Onmooglijk troebel maken kon."
"Dat hebt gij toch gedaan!" riep Grimbaard in zijn toren,
"Maar 'k ben door u, verleden jaar,
Bebabbeld bovendien! Of is dat ook niet waar?"
"Hoe kan dat?" zuchtte 't lam, "Ik was nog niet geboren:
Mijn moeder zoogt mij nog." - "Dan is 't uw broer geweest."
"Ik heb geen broer." - "Dan toch het een of ander beest
Van uw famielje! Ik heb steeds boosheid ondervonden
Van u, uw herders, en uw honden!
Dat eischt in 't eind een goede les."
En zonder vorm zelfs van proces
Heeft Grimbaard, één, twee, drie het arme schaap verslonden.
Helaas, zóó gaat het maar in 't ondermaansche slijk:
De sterkste heeft altijd gelijk!

Portret door Hyacinthe Rigaud
De Duitse dichter en schrijver Julius Mosen (eig. Julius Moses) werd geboren op 8 juli 1803 in Marieney in het Vogtland. Zie ook mijn blog van 8 juli 2007.
Uit: Georg Venlot
„Der Tag des blumigen Johannisfestes neigte sich dem Ende zu. Der letzte Strahl der untergehenden Sonne blitzte noch einmal über die Hügel hinüber, und schien sich nur ungern von der bräutlich geschmückten Erde zu trennen. Ueber die Thäler legte sich ein bläulicher Nebelflor, während ein linder Luftzug das blühende Getraide auf den langhingestreckten Feldflächen, und die duftenden Blumen auf den Rainen und Wiesen flüsternd bewegte. Das Geläute aus den umherliegenden Ortschaften tönte in der Luft mit dem Summen der Käfer zusammen.
An diesem Abende, der in Blumen und Blättergesäusel, mit allen seinen Blüthenwonnen und Düften zu Träumen und lieblichem Sehnen das Herz lockte, ergingen sich zwei Jungfrauen, still und freundlich, wie die sie umgebende Natur, auf einem rasigen Feldwege, welcher sich hinter dem Städtchen R....r durch die üppigste Flur hinzog. Kaum möchte ein glückliches Auge irgendwo zwei schönere Frauengestalten beisammen sehen.
Blühte auch die Eine von ihnen lieblich in frischer rosiger Gesundheit, in schöner Fülle schlanker Glieder, und hob sich auch zu unsäglicher Anmuth ihr dunkelumlocktes Haupt frei und edel im lieblichen jungfräulichen Trotze empor, so daß sich fast kaum ein höherer Liebreiz denken ließ, so möchte dennoch ihre Gefährtin neben ihr nicht mißfallen haben. – Es war eine hohe, königliche Gestalt, zart und etwas bleich ihr Antlitz, nichtsdestoweniger aber ihr Mund in heller frischer Röthe ausgewoben. In ihren klaren, blauen Augen, welche sie aus Gewohnheit fast immer niederschlug, schien ein geheimes, wonniges Träumen zu schweben. So leicht hinwandelnd im bläulichen Gewande, schien sie wie eine Feenerscheinung in der Luft zerfließen zu wollen.“

Standbeeld in Marieney
Onafhankelijk van geboortedata:
De Duitse schrijver Christopher Kloeble werd in 1982 geboren in München. Hij groeide op in Königsdorf / Oberbayern. Hij kreeg een zangopleiding bij het Tölzer Knabenchor. Hij studeerde in München (o.a. creatief schrijven), Dublin en aan het Deutsche Literaturinstitut in Leipzig, Hij werkte o.a. voor de Süddeutsche Zeitung. In 2008 verscheen zijn romandebuut Unter Einzelgängern. Dit jaar verscheen zijn verhalenbundel Wenn es klopft.
Uit: Unter Einzelgängern
„Eben wollte sie den Schlüssel abziehen, als es an der Tür läutete. Das konnten unmöglich schon Simon und Katrin sein; ein Blick auf die Wanduhr neben dem Sekretär verriet ihr, dass es erst elf Uhr war. Während sie den Einkaufskorb auf einem Bein balancierte, versuchte sie, den Hörer der Sprechanlage abzunehmen. Gerade als sie ihn zwischen Schulter und Kopf geklemmt hatte, rutschte der Fußabtreter unter ihrem Standbein weg, sie verlor das Gleichgewicht, die Einkäufe verteilten sich auf dem Parkett und zwei Tomatendosen rollten klackernd über die Treppenstufe, die vom Eingangsflur ins Wohnzimmer führte. Im letzten Moment bekam sie den Hörer zu fassen, das Kabel spannte sich, knackste dort, wo es in der Sprechanlage verschwand, und dehnte sich noch etwas mehr. Sie griff mit der zweiten Hand zu und zog, um ihr Gleichgewicht wiederzuerlangen; es kostete sie unnatürlich viel Kraft, als wehrte sich ihr Körper dagegen. Sie stöhnte leise und wollte mit der anderen Hand übergreifen, da riss das Kabel mit einem trockenen, flüchtigen Laut aus der Wand, sie streckte sich, verlagerte ihr Gewicht nach hinten, um dem gläsernen Abstelltisch auszuweichen, und prallte seitlich aufs Parkett.
Als sie die Augen öffnete, war es dunkler. Hatte sie geschlafen? Neben dem geöffneten Fenster, am anderen Ende des Zimmers, winkte ihr müde der Vorhang zu. Draußen hörte sie den Wind und stellte sich vor, wie er mit Blättern jonglierte und Bäume sich gegen ihn stemmten. Hitze überfiel ihr Gesicht und Kribbeln breitete sich auf ihrem Kopf aus. Es läutete ein weiteres Mal. Sie wollte einen Arm heben, um sich aufzustützen - nichts rührte sich“.

De Duitse dichter en schrijver Martin Jankowski werd in 1965 in Greifswald geboren. In de jaren tachtig hoorde hij als dichter en zanger tot de kringen van de oppositie in Leipzig. Tegenwoordig woont hij als zelfstandig schrijver in Berlijn, Van 2001 tot 2004 was hij mede-organisator van het internationale literatuurfestival in Berlijn. Behalve gedichten en liederen publiceerde hij ook toneelteksten, verhalen en essays. In 1999 verscheen zijn roman over „die Wende“, Rabet oder Das Verschwinden einer Himmelsrichtung
sängerkrieg
sklaven, lasst uns des lebens nicht fluchen (zech)
im sommer wenn die feste
steigen an den ufern der
städte kommen die sänger
und machen mich stumm
lächelnd huldigen
sie dem hornissennest
mit arabesken des geistes
im elend des steins
vor meinen fenstern hebt
der nussbaum seine siegeräste
in seinen zweigen verglüht
feierlich breit der abend
in mir ein kuckuck
den es gar nicht gibt
und die blicke der mädchen
mit den nackten händen
berühren mich
schmerzlich
wie das lachen
der andern

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 8 juli 2007.
De Duitse schrijver en nationaalsocialist Hanns Johst werd geboren op 8 juli 1890 in Seerhausen.

































































































