Jakub Deml

Jakub Deml (20 augustus 1878 – 10 februari 1961)De Tsjechische dichter en schrijver Jakub Deml werd geboren op 20 augustus 1878 in Tassau. Zijn zijn priesterwijding in 1902 werkte hij in het kerkelijke bestuur. Hij verspreidde zijn eigen opvattingen van de Christelijke leer en werd in 1909, na diverse overplaatsingen naar kleine gemeenten, op nonactief gezet. In 1912 kwam het tot nog meer conflicten met de leiding en werd hij met pensioen gestuurd. Hij vertrok naar Praag waar hij de schrijver en literatuurwetenschapper František Xaver Šalda leerde kennen. Tijdens WO II was het hem verboden te schrijven. Na de oorlog kwam het tot processen wegens antisemitisme en aanvallen op president Edvard Beneš, maar hij werd vrij gesproken. Toch kon zijn werk tot 1960 niet meer gepubliceerd worden.
Uit: Pilger des Tages und der Nacht (Vertaald door Christa Rothmeier)
“O Großvater, warum muß man sterben!
Als Großvater starb, hatten wir schon das Gebet hinter uns, es war frühmorgens, wir saßen alle um den Tisch, aßen Erdäpfel mit Schale und löffelten Sauersuppe dazu. Großvaters Bett stand direkt neben dem Tisch, und als ich sah, wie Großvater den Mund bewegte und wie bleich er war, die Augen geschlossen hatte und nicht sprach, erschrak ich, so hatte ich ihn noch nie gesehen, noch niemanden hatte ich so gesehen – es ist ganz wie etwas Mechanisches, man weiß nichts davon, und es ist arg anzuschauen, so als würde man einem großen Fisch mit einem Hammer auf den Kopf schlagen und dann ein Messer in ihn stoßen, seine Augen sind trüb und reglos, der ganze Körper ist reglos, schwer, bedauernswert – nur der bleiche Mund öffnet sich noch, schließt sich nicht, und es ist, als würde man von einem unabsehbaren Grund Wasser schöpfen und könnte nicht mehr und käme nicht mehr herauf!
O Großvater, woher sind wir gekommen, und wohin kehren wir zurück! Und wenn ich schon nichts mehr tun kann, da Ihr nicht einmal mehr hier seid, nehme ich Euch wahr und kann Euch höchstens mit einem Gebet und mit der Liebe zu allen Menschen und Tieren und Bäumen und Blumen und zum Himmel dafür danken, daß Ihr mich behütet, gelehrt und in die Träume eingelullt habt."




















