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Berichten van 2 juni 2009 tot 3 juni 2009

Allen Ginsberg, Norbert Gstrein, Philippe Djian, Monika Maron, Larry McMurtry,

De Amerikaanse dichter Irwin Allen Ginsberg werd geboren in Newark, New Jersey, op 3 juni 1926. Zie ook mijn blog van 3 juni 2006 en ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008.

 

 

Cosmopolitan Greetings

  

Stand up against governments, against God.

Stay irresponsible.

Say only what we know & imagine.

Absolutes are Coercion.

Change is absolute.

Ordinary mind includes eternal perceptions.

Observe what’s vivid.

Notice what you notice.

Catch yourself thinking.

Vividness is self-selecting.

If we don’t show anyone, we’re free to write anything.

Remember the future.

Freedom costs little in the U.S.

Asvise only myself.

Don’t drink yourself to death.

Two molecules clanking us against each other require an observer to become

scientific data.

The measuring instrument determines the appearance of the phenomenal

world (after Einstein).

The universe is subjective..

Walt Whitman celebrated Person.

We are observer, measuring instrument, eye, subject, Person.

Universe is Person.

Inside skull is vast as outside skull.

What’s in between thoughts?

Mind is outer space.

What do we say to ourselves in bed at night, making no sound?

“First thought, best thought.”

Mind is shapely, Art is shapely.

Maximum information, minimum number of syllables.

Syntax condensed, sound is solid.

Intense fragments of spoken idiom, best.

Move with rhythm, roll with vowels.

Consonants around vowels make sense.

Savour vowels, appreciate consonants.

Subject is known by what she sees.

Others can measure their vision by what we see.

Candour ends paranoia. 

 

 

 

 

 

Gisberg
Allen Ginsberg (3 juni 1926 - 6 april 1997)

Gefotografeerd door William S. Burroughs, 1953

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Norbert Gstrein werd geboren op 3 juni 1961 in Mils bei Imst, Tirol. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008.

 

Uit: Die Winter im Süden

 

„Es war in ihrem zweiten Monat in Zagreb, im Herbst, in dem der Krieg begonnen hatte, als Marija die Nachricht erreichte, die ihr das eigene Leben für immer fremd machte. Sie hatte ihren Vater seit mehr als fünfundvierzig Jahren nicht mehr gesehen und ihn fast genauso lange für tot gehalten und reagierte zuerst gar nicht auf die Anzeige, die ihr die Nachbarn vor die Tür gelegt hatten und die unmöglich von ihm sein konnte. Es mußte sich um ein Mißverständnis handeln, und doch, als sich das ein paar Tage später wiederholte, eilte sie hinunter auf die Straße, kaufte sich an einem Kiosk die Zeitung, die sie trotz des Windes sofort auseinanderfaltete, und starrte mit dem Gefühl, die Dinge um

sie würden ihre Umrisse verlieren und konturlos ineinander verschwimmen, auf das nicht besonders große Kästchen mitten in den »Vermischten Nachrichten«. Dann verging eine Woche, in der sie nichts tat, aber voller Unruhe war, und als sie schließlich auf eine weitere Annonce stieß, saß sie in einem Café, und sie hatte augenblicklich Tränen in den Augen und sah sich um, ob die Leute an den anderen Tischen sie beobachteten und merkten, was mit ihr da geschah.

Im Dezember davor war sie fünfzig geworden, ihr Mann hatte mit ihr eine Woche auf Elba verbracht, und die Unbeholfenheit, mit der er sich dort um sie kümmerte, weckte in ihr den Verdacht, daß er wieder einmal eine Geliebte hatte. Über Mittag saß sie mit ihm, in eine Decke gehüllt, in der Sonne, schaute hinaus auf das Meer und wußte nicht, ob sie es riechen konnte, in der feuchten Luft, oder sehen, draußen an der Horizontlinie, oder ob es ihr Gehör war, das sie alarmierte, aber sosehr sie sich dagegen wehrte, der Rechnerei um ihren Geburtstag nachzugeben, gerade im Stillstand merkte sie, wie die Zeit verflog.“

 

 

 

 

Gstrein-Norbert
Norbert Gstrein (Mils bei Imst, 3 juni 1961)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Philippe Djian werd geboren in Parijs op 3 juni 1949. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008.

 

Uit: Sainte Bob

 

“Plus une décision est stupide, plus elle est facile à prendre. Et ensuite, une fois qu'on l'a prise, on a au moins la satisfaction de voir ce que l'on est.

Mais voyez-vous, nous avons l'esprit tellement tordu, nos motivations profondes sont si complexes, si accablantes, que l'on préfère s'en tenir à la bêtise pure et simple plutôt que d'aller chercher plus loin.

Je venais de prendre conscience qu'il était encore temps de tout arrêter. Je sentais que quelque chose en moi chancelait, mais je ne savais pas si c'était par peur des dégâts que nous pourrions causer autour de nous ou de ceux que nous nous infligerions à nous-mêmes.

Moi, Luc Paradis, j'étais en train d'assembler une machine infernale. Et plus effrayant, plus turpide, plus lâche encore que cet engin, il y avait moi, Luc Vincent Paradis, obsessionnel notoire, moins connu pour mes talents d'artificier que pour ceux qui consistaient à conserver l'amour d'une femme.

En me dirigeant vers sa chambre, j'ai de nouveau pensé qu'il était souvent difficile de savoir dans quelle mesure on agissait avec intelligence, et même s'il y avait toujours un bon et un mauvais choix.

Je crois que tu as pour habitude de te laisser couler très vite, comme une pierre, sans jamais atteindre le fond. Personnellement, j'estime qu'il s'agit là d'une vraie force et que tu as appris à t'en servir. Nous savons toi et moi que certaines blessures sont spectaculaires mais qu'elles ne mettent pas la vie en danger. »

 

 

 

djian
Philippe Djian (Parijs, 3 juni 1949)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Monika Maron werd geboren op 3 juni 1941 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008.

 

Uit: Ach Glück

 

»Fassen Sie sich ein Herz«, hatte Natalia geschrieben, »fassen Sie sich ein Herz, meine Liebe, und kommen Sie her.«
Wenn das so einfach ginge, dachte Johanna, sich ein Herz fassen; irgendein kräftiges, abenteuerlustiges Herz, das einem Vorübergehenden in der Brust schlug, fassen und für sich selbst weiterschlagen lassen.
Wessen Herz soll ich mir fassen? schrieb Johanna zurück.
Und Natalia Timofejewna: Haben Sie denn kein eigenes?
Sie war fast neunzig und spindeldürr, saß in einem Internet-Café in Mexico City und fragte Johanna, ob sie kein Herz hätte. Am Tag darauf schrieb sie ihr: Ich komme in zwei Wochen.
Und jetzt saß sie zusammen mit dreihundert anderen Leuten in diesem monströsen Blechbehälter zehn Kilometer über der Erde, trank Cola und kaute Erdnüsse, während sie die Flugnachrichten auf einem der Monitore verfolgte, als hielte sie es tatsächlich f
ür normal, sich in einem fliegenden Kino fortzubewegen. Ihre Hände waren kalt, die Finger ineinander verschränkt wie zum Gebet. Immer, wenn das Flugzeug startete, suchten ihre Finger einander, anfangs unbewusst, und nachdem sie bemerkt hatte, dass ihre Hände sich jedes Mal, wenn das Flugzeug in steiler Schräglage in den Himmel stieß, auf diese aus ihrer Kindheit stammende Demutsgeste besannen, hielt sie es für leichtsinnig, sie daran zu hindern. Wenn sie es unbedingt wollten, auch ohne ihr Zutun, half es ja
vielleicht. Die Möglichkeit abzustürzen, nur weil sie ihren Händen verbot, ihrem Urbedürfnis zu folgen
und sich ineinander zu verschlingen, ließ sie vor dem Experiment zurückscheuen, auch wenn sie das Ganze eigentlich für Unfug hielt. Sie war eine ungeübte Alleinreisende."

 

 

 

 

Maron
Monika Maron (Berlijn, 3 juni 1941)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Larry Jeff McMurtry werd geboren op 3 juni 1936 in Wichita Falls, Texas. Hij studeerde aan het North Texas State College, Rice University en Stanford University. Later werkte hij als docent aan diverse universiteiten. Zijn eerste roman Horseman pass by verscheen in 1961. Voor Lonesome dove ontving hij in 1986 de Pulitzer prijs. Verschillende van zijn boeken werden verfilmd. Voor het draaiboek van Brokeback Mountain kreeg hij in 2006 een Oscar.

 

Uit: Anything for Billy

 

The first time I saw Billy he came walking out of a cloud. He had a pistol in each hand and a scared look on his rough young face. The cloud drifted in from the plains earlier in the morning and stopped over the Hidden Mountains, in the country of the Messy Apaches -- that was what buffalo hunters called the Mescalero.

It was a thick cloud, which made downhill travel a little chancy. I had found myself a seat on a rock and was waiting for the cloud to go somewhere else. Probably I looked as scared to Billy as he looked to me -- my mule was winded, my gun was empty, my ears were popping, and I was nervous about the prospect of running into some Messy Apaches. One minute I wanted the cloud to leave; the next minute I was glad it was there.

Billy looked relieved when he saw me. I think his first notion was to steal my mule -- it would only have been common sense.

"This mule won't make it far," I informed him, hoping to scotch that notion -- though if he had pointed one of the pistols at me I would have handed him the reins on the spot.

Billy gave me a chip-toothed grin. I would have guessed him to be no more than seventeen at the time, and short for his age at that. In fact, he was almost a runt, and ugly as Sunday. His dirty black coat was about three sizes too big for him.

He glanced at Rosy, the mule. She didn't like heights, or clouds either, and was in a foul mood.

"An Apache could take that mule and ride her fifty miles," he pointed out. "It's lucky for you I'm not an Apache."

"If you were I'd offer you the mule and hope for the best," I said.”

 

 

 

 

 

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Larry Jeff McMurtry (Wichita Falls, 3 juni 1936)

 

Geschreven door Romenu om 20:19 Reageer op dit bericht

Kathleen E. Woodiwiss, Gerhard Zwerenz, Pedro Mir, Detlev von Liliencron, Friederike Brun

De Amerikaanse schrijfster Kathleen E. Woodiwiss werd geboren op 3 juni 1939 in Alexandria, Louisiana. In 1972 verscheen haar historische liefdesroman The Flame and the Flower, waarvan meteen meer dan 2.3 miljoen exemplaren werden verkocht. Er volgden nog 12 bestsellers met een oplage van boven de 36 miljoen.

 

Uit: The Flame and the Flower

 

“As they entered the captain' s cabin, a man rose from the desk where he had been sitting and, had it not been for her bruised state of mind, Heather would have noticed his tall, muscular build and piercing green eyes. Fawn-colored breeches were fitted snug about his narrow hips and a white ruffled shirt, opened to the waist, revealed a chest wide and firmly muscled beneath a mat of crisp black hair. He had the look of a pirate about him, or even Satan himself, with his dark, curly hair and long sideburns that accentuated the lean, handsome features of his face. His nose was thin and straight except for a slight hook in its profile just below the bridge. His hair was raven black and his skin darkly tanned. White teeth flashed in contrast as he smiled and came forward, sweeping her with a bold gaze from top to toe.
"Aye, you've done a handsome night's work with this one, George. You must have searched hard and wide for her."
"Nay, cap'n," the old man returned. "We found her walking the streets of the waterfront. She came most willingly, cap'n."

 

 

 

 

woodiwiss
Kathleen E. Woodiwiss (3 juni 1939 – 6 juli 2007)

 

 

 

 

De Duitse schrijver en essayist Gerhard Zwerenz werd geboren op 3 juni 1925 in Crimmitschau in Saksen. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008.

 

Uit: Denkfabrik am Pleißenstrand

 

“Ernst Bloch fühlte sich in Leipzig dem Dänen besonders verbunden in Vitalität, widerspenstigem Elan und den Reflexionen über Erotik, bei der es Bloch allerdings, anders als Kierkegaard, nicht an Praxis mangelte. Ich nahm mir damals vor, das Karl-May-Land Sachsen Richtung Ernst-Bloch-Land voran­zutreiben. Bloch mochte May. Ich mochte May und Bloch. Also galt es, die individuelle Revolte zur humoristischen Revolution an beiden Ufern der Pleiße reifen zu lassen. Zu fragen ist, wie Bloch als gleichsam wiedergeborener Existentialist Kierkegaard in der pseudomarxistischen DDR-Diktatur des Proletariats, alias Politbüro, sich zwölf Jahre lang halten konnte. Ich selbst als verkappter Trotzkist unter Hitler, Stalin, Ulbricht, später Adenauer und anschließenden Obrigkeiten schaffte das mit Hilfe meiner realen wie taktischen Harmlosigkeit als Humorist unter Assistenz von Gert Gablenz sowie weiteren Pseudonymen, die zu enthüllen ich mich hütete. Sein outing muss jeder selbst betreiben, das ist wie bei den Schwulen, nur riskanter. Jedes Pseudonym besitzt ein Menschenrecht auf Anonymität. Was aber ist mit Blochs Verhältnis zu Kierkegaard? Im Werk ist einige Male von ihm die Rede, ohne jene Bedenken aus dem Jahr 1954, die er offenbar schon 1956 wegließ, wie Ingrids Nachschrift nahelegt. Nun spielte der dänische Denker bei den Linksintellektuellen in Weimarer Zeiten eine bedeutende Rolle. Durfte er in Leipzig zumindest in Andeutungen den dekadenten Provokateur spielen? Bloch schien das anzunehmen, erhielt jedoch 1957 die Quittung für derlei gewagte Experimente: Von der Universität verwiesen.”

 

 

 

 

zwerenz
Gerhard Zwerenz (Crimmitschau, 3 juni 1925)

 

 

 

 

 

De Domicaanse dichter en schrijver Pedro Mir werd geboren op 3 juni 1913. Zijn vader was naar de Dominicaanse Republiek gekomen om voor de Cristóbal Colón Sugar Refinery te werken. In de vroege jaren dertig begon Mir te schrijven en te publiceren in kranten en tijdschriften. Hij behaalde ook zijn doctorstitel in de rechten aan de Santo Domingo State University in 1941. Door zijn sociale engagement kwam hij in moeilijkheden met het regime van dictator Trujillo en in 1947 vluchtte hij naar Cuba. Zijn ballingschap zou duren tot 1961. Op Cuba schreef hij zijn beroemde gedicht “Hay un país en el mundo” (There is a country in the world). In 1952, publiceerde Mir in Guatemala zijn Contracanto a Walt Whitman (canto a nosotros mismos) (Countersong to Walt Whitman (Song of Ourselves)), dat in talrijke talen werd vertaald.

 

 

Uit: Countersong to Walt Whitman (Vertaald door Jonathan Cohen)

 

 

1

 

There once was a virgin wilderness.

Trees and land without deeds or fences.

There once was a perfect wilderness.

Many years ago. Long before the ancestors of our ancestors.

The plains would play with galloping buffalo.

The endless coastlines would play with pearls.

The rocks let loose diamonds from their wombs.

And the hills played with goats and gazelles . . .

 

The breeze would swirl through clearings in the woods

heavy with the bold play of deer and birch trees

filling the pores of evening with seed.

And it was a virgin land filled with surprises.

Wherever a clod of earth touched a seed

all of a sudden there grew a sweet-smelling forest.

At times it was assaulted by a frenzy of pollen

squeezing out the poplars, the pines, the fir trees,

and pouring out the night and landscapes in clusters.

And there were caverns and woods and prairies

teeming with brooks and clouds and animals.

 

 

 

 

6

 

O Walt Whitman, your sensitive beard

was a net in the wind!

It throbbed and filled with ardent figures

of sweethearts and youths, of brave souls and farmers,

of country boys walking to creeks,

of rowdies wearing spurs and maidens wearing smiles,

of the hurried marches of numberless beings,

of tresses or hats . . .

And you went on listening

road after road,

striking their heartstrings

word after word.

O Walt Whitman of guileless beard,

I have come through the years to your red blaze of fire!

 

 

 

 

Mir
Pedro Mir (3 juni 1913 – 11 juli 2000)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter Detlev von Liliencron werd op 3 juni 1875 in Kiel geboren. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2008.

 

 

Heimgang in der Frühe

 

In der Dämmerung,

Um Glock zwei, Glock dreie,

Trat ich aus der Tür

In die Morgenweihe.

Klanglos liegt der Weg,

Und die Bäume schweigen,

Und das Vogellied

Schläft noch in den Zweigen.

 

Hör ich hinter mir

Sacht ein Fenster schließen.

Will mein strömend Herz

Übers Ufer fließen?

 

Sicht mein Sehnen nur

Blond und blaue Farben?

Himmelsrot und Grün

Samt den andern starben.

 

Ihrer Augen Blau

Küßt die Wölkchenherde,

Und ihr blondes Haar

Deckt die ganze Erde.

 

Was die Nacht mir gab,

Wird mich lang durchbeben,

Meine Arme weit

Fangen Lust und Leben.

 

Eine Drossel weckt

Plötzlich aus den Bäumen,

Und der Tag erwacht

Still aus Liebesträumen.

 

 

 

 

 

D_v_Lilienkron_1905
Detlev von Liliencron (3 juni 1875 – 22 juli 1909)

 

 

 

 

 

De Deense dichteres Friederike Brun werd geboren op 3 juni 1765 in Gräfentonna, Thüringen. Zie ook mijn blog van 3 juni 2007

 

 

Abendphantasie

 

Süßes Bild,

Schwebst mir vor mit leisem Sehnen!

Klagst mit wehmuthsvollen Thränen,

Tief in Trauerflor verhüllt.

 

Wonnezeit!

Ach! Umstrahlt von Frühlingsmilde,

Froh in Tempe's Lichtgefilde,

Lebt' ich dir, o Zärtlichkeit.

 

Thränen fließt!

Thauend, wie die kleine Quelle

Rieselnd, perlend, Well' an Welle

Über Blumen sich ergießt.

 

Alles schweigt!

Kaum, daß in des Westes Flüstern,

Unterm Schattendach des düstern

Tannenhains, der Halm sich beugt.

 

Holder Traum!

Fliehe nicht auf Rosenflügeln;

Weile an des Baches Spiegeln,

Suche nicht des Aethers Raum.

 

Es entschwand! ...

So entfloh vor Psyche's Kusse

Amor, da mit holdem Gruße

Sie: Geliebter ihn genannt.

 

 

 

 

 

Frederikke_Brun_1818
Friederike Brun (3 juni 1765 – 25 maart 1835)

 

Geschreven door Romenu om 20:12 Reageer op dit bericht

Eugène Van Oye, Carlo Michelstaedter, Otto Erich Hartleben, Philippe Quinault

De Vlaamse arts, dichter en toneelschrijver Eugène Van Oye werd geboren in Torhout op 3 juni 1840. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007 en ook mijn blog van 3 juni 2007

 

 

 

Op het strand

 

Gij giet in hert en ziel, o zee,

         met eeuwig smeekend smachten,

een zee mij van gevoelens en

         een wereld van gedachten.

 

Wat is 't toch wat me droomen doet

         vol weemoed en verlangen,

wanneer 'k in uw getoover lig

         gebonden en gevangen?

 

Is 't de eeuwigheid? Is 't de eeuwigheid?

         Het eindelooze leven?

Ik voele ze in mijn hert en ziel

         en heel mijn wezen beven -

 

En dichtte ik duizend jaren nog,

         't en waar' niet uitgezongen

hetgene me uit uw golven, zee,

         is in de ziel gedrongen...

 

 

 

 

VanOye
Eugène Van Oye (3 juni 1840 - 4 juni 1926)

 

 

 

 

 

De dichter, filosoof en schilder Carlo Michelstaedter werd geboren op 3 juni 1887 in Gorizia. Hij groeide op in een geletterde joodse familie in een klein dorp vlakbij Triëst, in die tijd deel van het Oostenrijks-Hongaarse keizerrijk. Zijn overgrootvader van moeders kant was de eminente rabbi en geleerde Isacco Samuele Reggio. De moeder van Carlo Michelstaedter en zijn zusje Elda werden in de Tweede Wereldoorlog naar Auschwitz gedeporteerd en overleden aldaar. Na het gymnasium studeerde hij korte tijd aan de universiteit van Wenen (wiskunde en natuurwetenschap) maar niet veel later ging hij naar Florence om er kunstgeschiedenis te studeren. Na zijn overlijden werden zijn gedichten, brieven, filosofische werken en tekeningen gepubliceerd (Poesie, Il dialogo della salute e altri dialoghi, Opera grafica e pittorica, Epistolario en La persuasione e la rettorica). De novelle Un altro mare (Nederlandse vertaling Een andere zee) van de Italiaanse schrijver Claudio Magris is gebaseerd op het leven van Carlo Michelstaedter.

 

Uit: Persuasion and Rhetoric (Vertaald dsoor Russell Scott Valentino)

 

„I know I want and do not have what I want. A weight hangs suspended from a hook; being suspended, it suffers because it cannot fall: it cannot get off the hook, for insofar as it is weight it suspends, and as long as it suspends it depends.

We want to satisfy it: we free it from its dependence, letting it go so that it might satisfy its hunger for what lies below, and it falls independently for as long as it is content to fall. But at none of the points attained is it content to stop; it still wants to fall, for the next point below continually overtakes in lowness that which the weight has just attained. Nor will any future point

be such as to render it content, being necessary to the weight’s life insofar, όφρα μένη αυτόν, as it awaits below; but every time a point is made present, it will be emptied of all attraction, no longer being below; thus does it want at every point the points below it, and those attract it more and more. It is always drawn by an equal hunger for what is lower, and the will to fall remains infinite with it always.

If at some point its will were finished and it could possess in one point the infinite

descent of the infinite future, at that point it would no longer be what it is – a weight.

Its life is this want of life. If it no longer wanted but were finished, perfect, if it possessed its own self, it would have ended its existence. At that point, as its own impediment to possessing life, the weight would not depend on what is external as much as on its own self, in that it is not given the means to be satisfied. The weight can never be persuaded.“

 

 

 

 

michelstaedter
Carlo Michelstaedter (3 juni 1887  - 17 oktober 1910)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Otto Erich Hartleben werd geboren op 3 juni 1864 in Clausthal. Vanaf 1886 studeerde hij in Berlijn en Leipzig rechten. Lang oefende hij zijn beroep als jurist niet uit. Vanaf 1890 leefde hij als zelfstandig schrijver, eerst in Berlijn, vanaf 1903 in Salò aan het Gardameer. Een doorslaand succes was in 1900 zijn officiersdrama Rosenmontag. Van de opbrengsten kocht hij de Villa Halkyone. Daar stichtte hij de Halkyonische Akademie „voor niettoepaste wetenschappen“, waar o.a. Peter Behrens, Otto Julius Bierbaum, Franz Blei, Gerhart Hauptmann, Alfred Kubin en Emil Orlik lid van waren.

 

Uit: Die Serényi

 

„1. August 1886.

Warum fange ich erst jetzt an, ein Tagebuch zu schreiben?

Ich habe so viel erlebt: so viel Trauriges, so viel Buntes, und nie hatte ich das Bedürfnis, es für mich niederzuschreiben.

Erst heute!

Heute ist mein fünfundzwanzigster Geburtstag. Aber das ist es nicht. Diese runde Summe von einem Vierteljahrhundert – sie imponiert mir gar nicht. Nein, es ist etwas anderes.

Mein Gatte – o Gott! – mein Gatte soll diese Blätter einst lesen.

Ich habe mich heute verlobt – verlobt –

Mein Herz ist voller und reicher denn je. Mit der Mutter hab ich bis jetzt geplaudert: wir haben uns geküßt und immer wieder geküßt. So froh sind wir selbst damals nicht gewesen, als ich meine ersten Triumphe feierte, meine ersten Kränze aufnahm ...

Aber nun bin ich allein. Und mein Herz ist noch immer nicht still: es muß noch immer jubeln und von seinem Glücke reden. –

O meine liebe, gute Mutter! Was bist du mir gewesen, wie hast du mich geschirmt, wie hast du mich geliebt ...

– Schlafe, mein Kind! Wache nicht mehr in deinem Zimmer: Dein Glück gehört dir auch noch morgen, so sagtest du zuletzt.

Ja, Mutter, ich will dir folgen. Ich lege mich nieder – mein Glück gehört mir auch noch morgen!”

 

 

 

 

hartleben
Otto Erich Hartleben (3 juni 1864 – 11 februari 1905)

 

 

 

 

 

De Franse dichter, schrijver en librettist Philippe Quinault werd geboren in Parijs op 3 juni 1635. Quinault schreef een groot aantal toneelwerken en vanaf 1670 opera-libretto's voor Lully, met wie hij nauw samenwerkte. Quinault's opera-libretto's voor Lully werden het model voor de Franse tragédie lyrique. Quinauilt schreef o.a. libretto's naar teksten uit Ovidius' Metamorphoses, Euripides, Torquato Tasso's Gerusalemme liberata en Ludovico Ariosto's Orlando furioso.  Zijn werk werd behalve door Lully o.a. op muziek gezet door Tommaso Traetta, Christoph Willibald Gluck, François Joseph Gossec, Niccolo Piccinni en Giovanni Paisiello.

 

 

Uit: Proserpine

 

La Paix

Héros, dont la valeur étonne l'univers,

Ah ! Quand briserez-vous nos fers ?

La discorde nous tient ici sous sa puissance ;

La barbare se plaît à voir couler nos pleurs ;

Soyez touché de nos malheurs,

Vous êtes dans nos maux notre unique espérance ;

Héros, dont la valeur étonne l'univers,

Ah quand briserez-vous nos fers !

 

La suite de la Paix repète ces deux derniers vers. La haine, la Rage, les Chagrins, la Jalousie, le Dépit, le Désespoir, et toute la suite de la Discorde, témoignent les douceurs qu'ils trouvent dans l'esclavage où ils ont reduit la Paix.

 

La Discorde

Soupirez, triste paix, malheureuse captive,

Gémissez, et n'espérez-pas

Qu'un héros que j'engage en de nouveaux combats

Écoute votre voix plaintive.

Plus il moissonne de lauriers,

Plus j'offre de matière à ses travaux guerriers.

J'anime les vaincus d'une nouvelle audace ;

J'oppose à la vive chaleur

De son indomptable valeur

Mille fleuves profonds, cent montagnes de glace.

La victoire empressée à conduire ses pas

Se prépare à voler aux plus lointains climats ;

Plus il la suit, plus il la trouve belle ;

Il oublie aisément pour elle

La paix et ses plus doux appas.

 

 

 

 

quinault
Philippe Quinault (3 juni 1635 - 26 november 1688)

 

Geschreven door Romenu om 20:09 Reageer op dit bericht

Jim Knipfel, Sibylle Berg, Carol Shields, Marcel Reich-Ranicki, Max Aub

De Amerikaanse schrijver Jim Knipfel werd geboren op 2 juni 1965 in Green Bay, Wisconsin. Zie ook mijn blog van 2 juni 2007 en ook mijn blog van 2 juni 2008.

 

Uit: Unplugging Philco

 

„There was a helidrone thumping in wide, slow circles high overhead. Apart from that, the neighborhood was silent.

Wally Philco pulled the front door closed behind him with a scrape and heavy click. It sounded final in the still morning air. From the top of the brownstone stoop he surveyed the sidewalk below. He knew he should've done this before stepping outside, but it was too late now. He was exposed. His eyes scanned the empty concrete to his right, then his left. It seemed clear.

As he slowly began to descend the steps he saw them a full block away, silhouettes in the dim grainy light. Three of them were gathered at the corner, talking among themselves in voices far too low to hear at this distance. They were spread out across the sidewalk, making any easy passage difficult, if not impossible. Of course, trying to walk around or between them wasn't even an issue.

Wally dropped into a crouch, knees be damned, trying to hide behind the skeletal iron banister. It was useless. Hardly any cover at all. If they saw him he was doomed. His only hope was that they were too preoccupied to notice.

The trick, he' d learned through painful experience, was to get across the street before they caught a whiff of him. If he could just get across the street things should be okay.

Still crouching, briefcase in hand, he checked the road. There were no cars approaching from either direction. That was both a blessing and a curse. It meant he wouldn't have to do any risky dodging through hostile traffic (at a mildly battered and soft forty-three, he no longer dodged the way he used to), but it also meant he wouldn't be able to use the noise and moving cars for cover.“

 

 

 

 

Knipfel
Jim Knipfel (Green Bay, 2 juni 1965)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Sibylle Berg werd geboren in Weimar op 2 juni 1962. Zie ook mijn blog van 2 juni 2007 en ook mijn blog van 2 juni 2008.

 

Uit: Und ich dachte, es sei Liebe

 

„Die Einsamkeit beginnt, wo wir anfangen und nicht mehr ein Teil unserer Mutter sind. Kindheit heißt die Zeit, da Hirn und Gefühl sich nicht recht verständigen. Die finden vielleicht in der Pubertät wieder zusammen. In der Zeit, in der die meisten die erste Liebe erleben. Die die romantischste in unserem Leben ist, weil sie nur aus Illusionen besteht. Die nichts will außer Auflösung. Ein Mädchen, ein Junge, egal, und wir wollten ihn/sie und wussten gar nicht, was wir mit ihm/ihr wollten außer: nie mehr alleine sein. Standen an offenen Fenstern, draußen Frühling und an den Wänden Pferdeposter, und was wir über Liebe wussten, das ging so: mit ihm auf einer Insel sein und ansehen, Tag und Nacht, und die kleinen Härchen am Arm berühren. Tag und Nacht. So ein Traum wie damals, als wir noch nicht wussten, was Liebe ist, wird Liebe nie mehr. Nie mehr werden wir so unendlich sein. Die erste Liebe zerbricht, und der erste Liebeskummer kommt. Ach, wären wir doch gestorben, damals. Wir hätten uns die Wiederholungen erspart.

Wir haben unsere Unschuld verloren und statt ihrer Ideen entwickelt, wie Liebe sein müsste, die richtige Liebe. Denken wir, es muss sein wie fliegen und sich die Sachen vom Leib reißen und sich nie mehr trennen und nicht mehr essen und nicht mehr schlafen und nachts tanzen im Regen und tausend Kilometer fahren nur für einen Kuss, der nie endet. Das ist die Idee, und sie

meint: Eigentlich wollen wir zurück zu der Zeit, als wir eins mit der Mutter waren. Bedingungslosigkeit wollen wir, danach suchen wir und werden immer enttäuscht werden.

 

 

 

 

sibilleberg
Sibylle Berg (Weimar, 2 juni 1962)

 

 

 

 

 

De Canadese schrijfster Carol Shields werd op 2 juni 1935 in Oak Park, Chicago, geboren als Carol Warner. Zij groeide ook op in Oak Park, een van de oude buitenwijken van Chicago. Haar moeder woonde er in haar jonge jaren op kamers bij de ouders van Ernest Hemingway. Shields moeder, van origine een Zweedse, was lerares en haar vader snoepjesfabrikant.  Carol Shields trouwde toen ze 22 was met Donald Hugh Shields en emigreerde in 1957 naar Canada.  Haar eerste roman, Small Ceremonies, verscheen in het midden van de jaren zeventig. Tegen het einde van de jaren tachtig breekt Shields in Engeland en de Verenigde Staten door. Met De republiek der Liefde kreeg ze internationale bekendheid en voor De stenen dagboeken ontving ze diverse literaire prijzen, waaronder de Pullitzer Prize. Diverse romans van Shields zijn of worden verfilmd.

 

Uit: The Stone Diaries

 

My mother's name was Mercy Stone Goodwill. She was only thirty years old when she took sick, a boiling hot day, standing there in her back kitchen, making a Malvern pudding for her husband's supper. A cookery book lay open on the table: "Take some slices of stale bread," the recipe said, "and one pint of currants; half a pint of raspberries; four ounces of sugar; some sweet cream if available." Of course she's divided the recipe in half, there being just the two of them, and what with the scarcity of currants, and Cuyler (my father) being a dainty eater. A pick-and-nibble fellow, she calls him, able to take his food or leave it.

It shames her how little the man eats, diddling his spoon around in his dish, perhaps raising his eyes once or twice to send her one of his shy, appreciative glances across the table, but never taking a second helping, just leaving it all for her to finish up -- pulling his hand through the air with that dreamy gesture of his that urges her on. And smiling all the while, his daft tender-faced look. What did food mean to a working man like himself? A bother, a distraction, perhaps even a kind of price that had to be paid in order to remain upright and breathing.

Well, it was a different story for her, for my mother. Eating was as close to heaven as my mother ever came. (In our day we have a name for a passion as disordered as hers.)

And almost as heavenly as eating was the making -- how she gloried in it! Every last body on this earth has a particular notion of paradise, and this was hers, standing in the murderously hot back kitchen of her own house, concocting and contriving, leaning forward and squinting at the fine print of the cookery book, a clean wooden spoon in hand.”

 

 

 

 

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Carol Shields (Chicago, 2 juni 1935)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver en liteatuurcriticus Marcel Reich-Ranicki werd geboren op 2 juni 1920 in Włocławek, Polen, en emigreerde in 1958 naar West-Duitsland. Hij was aanvankelijk werkzaam als literatuurcriticus voor de Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt en Die Zeit. In 1987 initieerde hij het beroemde ‘Literarisches Quartett’. Door dit televisieprogramma maakten miljoenen kijkers kennis met eigentijdse literatuur. Verder stond Reich-Ranicki bekend om zijn zeer levendige en vruchtbare polemiserende kritiek.

 

Uit: Mein Leben

 

Es ist der 12. März 1999, Tosias Geburtstag, der Tag, an dem ihr achtzigstes Lebensjahr beginnt. Wir sind allein, es ist sehr still, ein später Nachmittag. Sie sitzt, wie immer, auf dem schwarzen Sofa vor einer unserer Bilderwände, hinter ihr die Porträts von Goethe, Kleist, Heine und Fontane, von Thomas Mann, Kafka und Brecht. Auf dem Schränkchen neben dem Sofa stehen einige Fotos: Andrew, mein Sohn, jetzt fünfzig Jahre alt, nach wie vor Professor der Mathematik an der Universität von Edinburgh, und Carla, seine Tochter, bald zwanzig Jahre alt, Studentin der Anglistik an der Universität von London.
Ich sitze Tosia gegenüber und tue nichts anderes als das, womit ich einen beträchtlichen Teil meines Lebens verbracht habe: Ich lese einen deutschen Roman. Aber ich kann mich nicht recht konzentrieren und lege das Buch auf den niedrigen Tisch. Für einen Augenblick trete ich auf unseren großen, viel zu selten benutzten Balkon. Das Wetter ist freundlich und angenehm, die Sonne geht unter, es ist ein schönes, vielleicht, wie üblich, ein etwas zu schönes, ein gar zu feierliches Schauspiel. Ich kann mich nicht erinnern, von diesem Balkon aus, obwohl wir hier schon über 24 Jahre wohnen, einen Sonnenuntergang gesehen zu haben. Ist mir Natur etwa gleichgültig? Nein, gewiß nicht. Aber mir ergeht es wie manch einem deutschen Schriftsteller - sie langweilt mich rasch. Auch jetzt werde ich etwas unruhig und kehre unschlüssig ins Wohnzimmer zurück.
Tosia liest ein polnisches Buch, es sind Gedichte von Julian Tuwim. Ganz leise setze ich mich hin, ich will sie nicht stören. Sucht sie in der Lyrik ihre, unsere Jugend? Bald werden es sechzig Jahre sein, daß wir zusammen sind.““

 

 

 

 

Reich-Ranicki
Marcel Reich-Ranicki (Włocławek, 2 juni 1920)

 

 

 

 

 

De Spaanse schrijver Max Aub werd geboren op 2 juni 1903 in Parijs. Zie ook mijn blog van 2 juni 2007 en ook mijn blog van 2 juni 2008.

 

Uit: Nichts geht mehr (Viver de las Aguas, vertaald door Albrecht Buschmann en Stefanie Gerhold)

 

„Fünf nach zehn: Ein Raunen geht durch die Menge, die Mutigen recken die Köpfe aus den Öffnungen der Palisadenwand. Vor den benachbarten Häusern des Notars und des Arztes flanieren und promenieren die beifallheischenden Gecken und schielen nach den Töchtern im heiratsfähigen Alter, die auf den Balkonen der Honoratioren beisammenstehen, vor sich ihre Mitgift und hinter sich den Künftigen, die Lanze gereckt, unsichtbare Hände frönen den Freuden der Nacht. Vor den Wänden die Schatten der sonnengegerbten Alten in ihren schwarzen Bauernhemden, die sich trotz ihrer Jahre noch immer nicht geschlagen geben wollen. Plötzlich erstirbt der lärmende Trubel, ein Murmeln hat ihn erstickt.

So weit Rafael López Serrador auch zurückdenkt, in seiner Erinnerung findet er kein älteres Bild. Aus seiner Kindheit ist dies der ursprünglichste Eindruck: Dieser Augenblick, bevor bei der September-Fiesta der Feuerstier losgelassen wird. Dies und das Plätschern des fließenden Wassers über die Erde: Brunnen, Quellen, Bewässerungsgräben.

Der Feuerstier hat noch jedesmal fünf oder sechs Männer getötet; ein wildes und gewaltiges Tier, mit noch mächtigeren Hörnern als ’Favila’, der '89 in Rubielos de Mora acht Mann tötete. Sein Besitzer, in den Augen der Kinder ein reicher und geheimnisumwitterter Mann, führt den Basilisken von Fiesta zu Fiesta. Irgendwann, wenn es vom Pech fast erblindet ist, setzen sie das Ungetüm einigen jungen Toreros vor, damit sie ihm den Garaus machen. Selbst das schaffen sie nur mit Mühe und Not, seine Hörner sind höllisch gefährlich, denn das Vieh hat es faustdick hinter den Ohren. Der Züchter trinkt seinen Kaffee im Kreis der Mauristen. In sicherer Entfernung sind die Buben immer um ihn herum: »Das ist er, das ist er.«

Die Jungstiere rennen durch die Straßen, angetrieben und aufgestachelt von den Burschen. Die Leute, Männer und Frauen, kommen heraus und gehen ihnen auf der Landstraße entgegen, sie suchen den Schrecken (oh wie schrecklich! ) und die Furcht (oh wie fürchterlich! ), wollen vor den Hieben der Hörner herlaufen und an Fenstergittern hochklettern, möglichst an einem vorab und mit Bedacht ausgesuchten Haus von Freunden, oder sich hinter Einfriedungen, auf Wällen und Steinmauern am Wegesrand in Sicherheit bringen. Die Männer haben Stöcke dabei und tragen ihre schwarze Tracht, die Sommerfrischler Hemden mit kurzen Ärmeln.“

 

 

 

 

 

Aub
Max Aub (2 juni 1903 – 22 juli 1972)

 

Geschreven door Romenu om 20:17 Reageer op dit bericht

Thomas Hardy, Markies De Sade, Karl Gjellerup, Barbara Pym, Dorothy West

De Engels romanschrijver en dichter Thomas Hardy werd op 2 juni 1840 geboren in Higher Bockhampton, bij Dorchester. Zie ook mijn blog van 2 juni 2008 en ook mijn blog van 2 juni 2006 en ook mijn blog van 2 juni 2007.

 

Uit: Tess of the d'Urbervilles

 

„The parson rode a step or two nearer.

'It was only my whim,' he said; and, after a moment's hesitation: 'It was on account of a discovery I made some little time ago, whilst I was hunting up pedigrees for the new county history. I am Parson Tringham, the antiquary, of Stagfoot Lane. Don't you really know, Durbeyfield, that you are the lineal representative of the ancient and knightly family of the d'Urbervilles, who derive their descent from Sir Pagan d'Urberville, that renowned knight who came from Normandy with William the Conqueror, as appears by Battle Abbey Roll?'

'Never heard it before, sir?'

'Well it's true. Throw up your chin a moment, so that I may catch the profile of your face better. Yes, that's the d'Urberville nose and chin—a little debased. Your ancestor was one of the twelve knights who assisted the Lord of Estremavilla in Normandy in his conquest of Glamorganshire. Branches of your family held manors over all this part of England; their names appear in the Pipe Rolls in the time of King Stephen. In the reign of King John one of them was rich enough to give a manor to the Knights Hospitallers; and in Edward the Second's time your forefather Brian was summoned to Westminster to attend the great Council there. You declined a little in Oliver Cromwell's time, but to no serious extent, and in Charles the Second's reign you were made Knights of the Royal Oak for your loyalty. Aye, there have been generations of Sir Johns among you, and if knighthood were hereditary, like a baronetcy, as it practically was in old times, when men were knighted from father to son, you would be Sir John now.'

'Ye don't say so!'

'In short,' concluded the parson, decisively smacking his leg with his switch, 'there's hardly such another family in England.'

 

 

 

 

Thomas_Hardy-Dorchester
Thomas Hardy (2 juni 1840 – 11 januari 1928)

Standbeeld in Dorchester

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Donatien Alphonse François, Markies de Sade,  werd geboren op 2 juni 1740 in Parijs. Zie ook mijn blog van 2 juni 2008. en ook mijn blog van 2 juni 2007 en ook mijn blog van 2 juni 2006.

 

Uit: Dialogue entre un prêtre et un moribond

 

„Le prêtre - Où vous entraînent vos erreurs, où vous conduisent vos sophismes! Vous prêtez à la chose créée toute la puissance du créateur, et ces malheureux penchants vous ont égaré - vous ne voyez pas qu'ils ne sont que des effets de cette nature corrompue, à laquelle vous attribuez la toute-puissance.

Le moribond - Ami - il me paraît que ta dialectique est aussi fausse que ton esprit. Je voudrais que tu raisonnasses plus juste, ou que tu ne me laissasses mourir en paix. Qu'entends-tu par créateur, et qu'entends-tu par nature corrompue?

Le prêtre - Le créateur est le maître de l'univers, c'est lui qui a tout fait, tout créé, et qui conserve tout par un simple effet de sa toute-puissance.

Le moribond - Voilà un grand homme assurément. Eh bien, dis-moi pourquoi cet homme-là qui est si puissant a pourtant fait selon toi une nature si corrompue.

Le prêtre - Quel mérite eussent eu les hommes, si Dieu ne leur eût pas laissé leur libre arbitre, et quel mérite eussent-ils à en jouir s'il n'y eût sur la terre la possibilité de faire le bien et celle d'éviter le mal?

Le moribond - Ainsi ton dieu a voulu faire tout de travers pour tenter, ou pour éprouver sa créature; il ne la connaissait donc pas, il ne se doutait donc pas du résultat?

Le prêtre - Il la connaissait sans doute, mais encore un coup il voulait lui laisser le mérite du choix.

Le moribond - A quoi bon, dès qu'il savait le parti qu'elle prendrait et qu'il ne tenait qu'à lui, puisque tu le dis tout-puissant, qu'il ne tenait qu'à lui, dis-je, de lui faire prendre le bon.

Le prêtre - Qui peut comprendre les vues immenses et infinies de Dieu sur l'homme et qui peut comprendre tout ce que nous voyons?“

 

 

 

 

 

DeSade
Markies De Sade (2 juni 1740  –  2 december 1814)

De Sade in de gevangenis, 18e eeuwse gravure

 

 

 

 

 

De Deense schrijver Karl Adolph Gjellerup werd geboren op 2 juni 1857 in Roholte. Zie ook mijn blog van 2 juni 2007.

 

Uit: The Pilgrim Kamanita (Vertaald door John E. Logie)

 

„Such was the state of affairs in my home when, one morning, I sat in a large room which lay on the shady side of the house and which was set apart for the transaction of all business matters. For that reason it overlooked the courtyard, an arrangement which enabled me to keep under my own eye everything relating to the administration of my affairs.

Before me stood a trusted servant, who had for a number of years accompanied me on all my journeys and to whom I was giving exact instructions with regard to the taking of a caravan to a somewhat distant spot. Along with these directions I was, of course, describing to him the best mode of disposing of his wares when he got there, the produce he had to bring back with him, the business connections he was to form and other similar matters, for it was my intention to give him full charge of the expedition.

To be sure, my house was less home-like than ever, and one might suppose that I myself would have been glad to embrace every opportunity of roaming about in distant lands. But I was beginning to be somewhat self-indulgent and dainty, and I shunned very distant journeys-not only because of the fatigues to be faced on the way but, above all, on account of the sparing diet to be put up with when actually on the road. Yet even supposing the journey's end reached, with the possibility of making up for lost time and of having the best of everything, there were numerous disappointments to be reckoned with and I, at least, was never able to dine abroad as well as I did at home. As a result, I had begun to send out my caravans under trusty leaders while I remained behind in Ujjeni.“

 

 

 

 

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Karl Gjellerup (2 juni 1857 – 11 oktober 1919)

 

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Barbara Pym werd geboren op 2 juni 1913 in Oswestry, Shropshire. Zie ook mijn blog van 2 juni 2007.

 

Uit: Jane and Prudence

 

„Jane moved quietly about the church, reading inscriptions on wall and floor, noticing, without realising its significance, the well-cleaned brass. She was just standing in front of the lectern, almost dazzled by the fine brilliance of the bird’s head, when she heard footsteps behind her and the sound of women’s voices, talking in rather low, reverent tones, but nonetheless with the authority of those who have the right to talk in church. One voice seemed louder than the other – indeed, when she had listened for a minute or two, Jane decided that the owner of the louder voice was somehow in a superior position to that of the softer one.

‘Harvest Thanksgiving, we call it,’ said the louder voice.

‘Harvest Festival has a rather different connotation, I feel.

There is almost a pagan sound about it.’

‘Oh, yes.’ The softer voice sounded very demure. ‘Festival is altogether more pagan – I could almost see Mr Mortlake in a leopard skin with vine leaves in his hair.’

‘Hush, Jessie,’ said the louder voice on a reproving note. ‘We must not forget that we are in church. Ah, here are Mrs Crampton and Mrs Mayhew. Perhaps we had better start.’

The speakers had now come into view and Jane saw a large woman who gave the impression of being dressed in purple hung about with gold chains, and a smaller younger one in brown with a vase of dead flowers in her hands.

They were greeting two middle-aged ladies in tweed suits carrying bunches of dahlias.

An English scene, thought Jane, and a precious thing.

 

 

 

 

Pym_at_typewriter
Barbara Pym (2 juni 1913 – 11 januari 1980)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Dorothy West werd geboren op 2 juni 1907 in Boston. Zie ook mijn blog van 2 juni 2007.

 

Uit: The Living Is Easy

 

“When Cleo was twenty, their sex battle began. It was not a savage fight. She did not struggle against his superior strength. She found a weapon that would cut him down quickly and cleanly. She was ice. Neither her mouth nor her body moved to meet his. The open eyes were wide with mocking at the busyness below. There was no moment when everything in her was wrenched and she was one with the man who could submerge her in himself.

(...)

Here in the market was all the maleness of men. This was their world in which they moved without the command of women....Cleo...was jealous of all the free-striding life around her. She had nothing with which to match it but her wits. Her despotic nature found Mr. Judson a rival. He ruled a store and all the people in it. Her sphere was one troublesome child, who gave insufficient scope for her tremendous vitality.

 

 

 

 

West
Dorothy West (2 juni 1907 – 16 augustus 1998)

 

Geschreven door Romenu om 20:14 Reageer op dit bericht

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