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Berichten van 15 oktober 2009 tot 16 oktober 2009

Günter Grass, Oscar Wilde, Guðbergur Bergsson, Dino Buzzati, Albrecht von Haller, Gottfried Kölwel, Gerold Späth

De Duitse dichter en schrijver Günter Grass werd geboren in Danzig (tegenwoordig Gdansk, Polen) op 16 oktober 1927. Zie ook mijn blog van 16 oktober 2006 en ook mijn blog van 16 oktober 2007 en ook mijn blog van 16 oktober 2008.

 

 

Die Vorzüge der Windhühner

 

Weil sie kaum Platz einnehmen

auf ihrer Stange aus Zugluft

und nicht nach meinen zahmen Stühlen picken.

Weil sie die harten Traumrinden nicht verschmähen,

nicht den Buchstaben nachlaufen,

die der Briefträger jeden Morgen vor meiner Tür verliert.

Weil sie stehenbleiben,

von der Brust bis zur Fahne

eine duldsame Fläche, ganz klein beschrieben,

keine Feder vergessen, kein Apostroph . . .

Weil sie die Tür offenlassen,

der Schlüssel die Allegorie bleibt,

die dann und wann kräht.

Weil ihre Eier so leicht sind

und bekömmlich, durchsichtig.

Wer sah diesen Augenblick schon,

da das Gelb genug hat, die Ohren anlegt und verstummt.

Weil diese Stille so weich ist,

das Fleisch am Kinn einer Venus,

nähre ich sie. —

Oft bei Ostwind,

wenn die Zwischenwände umblättern,

ein neues Kapitel sich auftut,

lehne ich glücklich am Zaun,

ohne die Hühner zählen zu müssen —

weil sie zahllos sind und sich ständig vermehren.

 

 

 

 

Bohnen und Birnen

 

Bevor die grünen Dotter welken —

die Hennen brüten einen frühen Herbst —,

jetzt gleich, bevor die Scherenschleifer

den Mond mit hartem Daumen prüfen,

der Sommer hängt noch an drei Fäden,

den Frost verschließt ein Medaillon,

noch eh der Schmuck, verwandt dem Regen, wandert,

noch eh die Hälse nackt, vom Nebel halb begriffen,

bevor die Feuerwehr die Astern löscht

und Spinnen in die Gläser fallen,

um so der Zugluft zu entgehen,

vorher, bevor wir uns verkleiden,

in ärmliche Romane wickeln,

laßt uns noch grüne Bohnen brechen.

Mit gelben Birnen, einer Nelke,

mit Hammelfleisch laßt uns die grünen Bohnen,

mit schwarzer Nelke und mit gelben Birnen,

so wollen wir die grünen Bohnen essen,

mit Hammelfleisch, mit Nelke und mit Birnen.

 

 

 

Musik im Freien

 

Als die Pause überwunden schien,

kam Aurèle mit dem Knochen.

Seht meine Flöte und mein weißes Hemd,

seht die Giraffe, die über den Zaun späht,

das ist mein Blut, welches zuhört.

Nun will ich alle Drosseln besiegen.

Als der gelbe Hund über die Wiese lief,

verendete das Konzert.

Später fand man den Knochen nicht mehr.

Die Noten lagen unter den Stühlen,

der Kapellmeister nahm sein Luftgewehr

und erschoß alle Amseln.

 

 

 

 

Grass

Günter Grass (Danzig, 16 oktober 1927)

 

 

 

 

De Iers-Engelse schrijver Oscar Wilde werd geboren op 16 oktober 1854 in Dublin. Zie ook mijn blog van 16 oktober 2006  en ook mijn blog van 16 oktober 2007 en ook mijn blog van 16 oktober 2008.

 

Uit: Tischgespräche (Vertaald door Maria Mill)

 

„Sich Wilde in Gesellschaft vorzustellen, fällt nicht schwer: Heiter und sphinxhaft, einen gekrümmten Zeigefinger über dem Mund, wenn er zuhört, voller Lebhaftigkeit und dennoch bedächtig, wenn er seine Geschichten in Szene setzt. Zu diesen Vorstellungen gehörte stets auch eine Prise Mimikry. Durch geringfügige Veränderungen des Tonfalls oder kaum merkliche Augenbewegungen konnte Wilde eine ganze Figur evozieren. Als er die folgende Geschichte von "seiner" Tante Jane erzählte, schlüpfte er völlig überzeugend in die Rolle des zärtlichen Neffen. "Tante Jane, Tante Jane", begann er gemach, als wolle er sich Zeit lassen, sich das jüngste Produkt seiner Imagination zu vergegenwärtigen. "Sie war eine sehr alte Dame", fuhr er fort, "ich kann mich selbst kaum an sie erinnern..."
*
Sehr alt und sehr stolz war die arme Tante Jane, und mutterseelenallein lebte sie auf einem herrlichen, heruntergekommenen Herrensitz in der Grafschaft Tipperary. Keiner der Nachbarn besuchte sie, und hätte es einer getan, es hätte sie nicht erfreut. Denn niemand sollte die von Unkraut überwucherten Auffahrten des Guts oder das Haus mit seinen verblichenen Chintzgardinen und verdunkelten Zimmerfluchten zu Gesicht bekommen. Allein der Gedanke, jemand könne feststellen, dass sie nicht mehr die gefeierte Schönheit von einst und auch auf dem Lande keine Autorität mehr war, schien ihr unerträglich.
So saß sie jahraus jahrein allein im Halbdunkel und hatte keine Ahnung, was in der Welt draußen vor sich ging. Eines Winters jedoch spürte sogar Tante Jane ein leises Säuseln in der Luft, eine Welle der Erregung, die sich über die Nachbarschaft ausbreitete. Neue Leute zogen in das neue Haus auf dem Hügel ein, und sie wollten einen großen Ball geben... einen Ball, wie man noch keinen erlebt hatte. Denn die Ryans waren ungemein vermögend und - "Die Ryans?", fragte Tante Jane. "Ryans kenne ich keine. Woher kommen sie denn?" Und dann kam der furchtbare Schock: Die Ryans kamen eigentlich "nirgendwo" her, und waren, wie verlässliche Quellen verbürgten, "Geschäftsleute".
"Was bilden sich die Ärmsten bloß ein?", sagte Tante Jane. "Wer soll denn auf ihren Ball gehen?" "Alle", versicherte man ihr. "Alle haben die Einladung angenommen. Es wird sicher ganz wunderbar."
Als Tante Jane das hörte, wurde sie von einer entsetzlichen Wut gepackt. So weit also war es bei ihnen gekommen! Und selbstverständlich war alles ihre Schuld. An ihr hätte es schließlich gelegen,
mit gutem Beispiel voranzugehen; doch anstatt an vorderster Front zu kämpfen, hatte sie grübelnd im Zelt gesessen.

 

 

 

 

wilde-statue

Oscar Wilde (16 oktober 1854 – 30 november 1900)

Standbeeld in Archbishop Ryan Park, Dublin

 

 

 

 

De IJslandse schrijver Guðbergur Bergsson werd geboren op 16 oktober 1932 in Grindavik. Zie ook mijn blog van 16 oktober 2008.

 

Uit: Blue Eyes in a Pool of Sharks

 

“I listened to speeches of proud authorities and common people too. The population is obedient and as usual follow the words of mighty rulers. But at the end they become victims when it will be too late to resolve anything. Nations do not eye destruction until benefit brought to them is harm. Then women cry as daughters of Jerusalem but nothing can be repaired and no universal saviour.
I have seen Egyptian monuments destroyed at the Aswan dam and heard voices of pride but the poverty of neighbour people seemed to be as it always had been. In Spain during Francos time villages were wiped out to build dams in name of economical progress. The inhabitants protested, they climbed up to the rooftops to defend their homes and farmers were seen beating police with stick. But they lost. And now, years later, they still cry over the waterpower station producing electricity for heavy industry.
The destruction of nature is old in history, not exclusively done by contemporary capitalist. It was done by the now disappeared communist. That heroic act, creating a new world, maid by the soviet-man was highly priced by writers like Maxim Gorky and Paustovsky and a lot of western intellectuals followed as well. The soviet system wanted to do big things in days of glory. The leaders wanted, among other things, to change the climate of the whole world building for the benefits of their nation, and the humanity, thousand canals and dams for hydraulic stations. But finally they only destroyed the nature and culture of many lands in Middle Asia. Also they wanted to create miracle of science in Kara Bogaz, but the chemical wonder partly destroyed the Caspian Sea.
Most likely grandparents of some here present admired that paranoid project looking and reading enthusiastically the magazine Soviet Union at the end of Second World War."

 

 

 

 

Bergsson
Guðbergur Bergsson (Grindavik, 16 oktober 1932)

 

 

 

De Italiaanse schrijver Dino Buzzati werd geboren op 16 oktober 1906 in San Pellegrino. Zie ook mijn blog van 16 oktober 2008.

 

Uit: Wie die Bären Sizilien eroberten (Vertaald door Heide Ringe)

 

“Also gut. Vor vielen Jahren ging Leonzio, der König der Bären, mit seinem Söhnchen Tonio in den Bergen Pilze suchen. Da raubten ihm zwei Jäger das Kind. Der Vater hatte sich für einen Augenblick hinter eine Felswand entfernt, als sie den kleinen Bären allein und schutzlos überraschten. Sie schnürten ihn wie ein Paket zusammen und brachten ihn über die Abgründe tief hinunter ins Tal.

»Tonio! Tonio!«, schreit er ganz bang,
die Stunden dauern ewig lang
und nur das Echo streift herum,
sonst ringsum Totenstille, alles stumm.
Wo ist er?, fragt sich der König verwirrt:
Haben die ihn in die Stadt entführt?

Endlich kehrte der König zu seiner Behausung zurück und erzählte, sein Sohn sei von einem Felsen gestürzt. Er sei tot. Er hatte nicht den Mut, die Wahrheit zu sagen. Die Geschichte wäre für jeden Bären eine Schmach gewesen, erst recht für den König. Schließlich hatte er den Raub nicht verhindert.
Seit jenem Tage fand er keinen Frieden mehr. Und wie oft überlegte er sich, zu den Menschen hinunterzusteigen, um seinen kleinen Sohn zu suchen. Aber wie sollte er es alleine schaffen? Ein Bär inmitten der Menschen? Sie hätten ihn niedergemacht und in Ketten gelegt und dann addio! So vergingen die Jahre.
Und dann brach ein Winter herein, ein Winter, schrecklicher als alle früheren. Es wurde so kalt, dass selbst den Bären mit ihrem dichten Fell die Zähne klapperten. Der Schnee deckte alle Pflanzen zu und es gab nichts mehr zu essen. Der Hunger wurde so schlimm, dass die Bärenkinder nächtelang jammerten und ebenso die Bärenmütter, die am Ende ihrer Kräfte waren. So konnte es nicht weitergehen. Bis endlich einer sagte: »Und warum steigen wir nicht in die Ebene hinab?« An klaren Tagen konnte man hinunter ins Tal blicken, in dem man keinen Schnee sah, aber die Häuser der Menschen und den Rauch, der aus den Kaminen stieg, ein Zeichen dafür, dass sie etwas zu essen kochten. Dort unten schien das Paradies zu sein. Die Bären standen stundenlang an den Felshängen, schauten hinunter und stießen lange Seufzer aus.
»Lasst uns ins Tal absteigen. Es ist immer noch besser, mit den Menschen zu kämpfen, als hier oben vor Hunger zu sterben«, sagten die Beherzteren. Und ihrem König Leonzio, man muss es sagen, gefiel dieser Gedanke gar nicht so schlecht: Für ihn wäre es eine gute Gelegenheit, seinen kleinen Sohn zu suchen. Wenn sein ganzes Volk auf einmal hinabstiege, dann wäre das Suchen viel weniger gefährlich. Die Menschen würden es sich wohl zweimal überlegen, ehe sie sich einem solchen Heer entgegenstellten.“

 

 

 

 

DinoBuzzati
Dino Buzzati (16 oktober 1906 – 28 januari 1972)

 

 

 

 

 

De Zwitserse dichter, arts, en natuurwetenschapper Albrecht von Haller werd geboren in Bern op 16 oktober 1708. Zie ook mijn blog van 16 oktober 2008.

 

Uit: Alfred  König der Angel-Sachsen

 

„Der mächtige Egbert herrschte nicht mehr. Edelwolf sein Sohn erbte sein Reich, aber nicht seinen Geist, noch seinen Muht. Edelwald der Sohn Edelwolfs drung ihm die Hälfte des Reiches ab, und besaß eine kurze Zeit den verledigten Thron. Unter ihm fiengen Engellands Unglüke an.

Seine Einwohner waren nicht mehr die alten kriegerischen Sachsen, unter einem mildern Himmel hatten ihre Sitten sich erweicht. Die Verachtung des Todes, und der Durst nach Siegen und Eroberungen war durch die Obermacht der Priester verdrungen worden: Man sah die Könige die Altäre der verherrlichten Mönche flehend besuchen. Sie erbaten von einem Priester einen Sieg, den ihre Ahnen von ihrem Schwerdte hofften: schon besuchten sie Rom, als die Quelle des Heiles, schon unterwarfen sie ihre Reiche einer Steuer, für welche sie den Schuz des algemeinen Bischofs erkauften. Friedlich wünschten sie die Früchte eines Landes zu geniessen, das ihre Vorfahren durch ihr Blut für sie erworben hatten, und die Kriege waren bey den Angelsachsen eine Pflicht, die die Nothwendigkeit erzwang, und nicht mehr das beliebte Geschäft des Muhtes.

Weiter nach Norden, im harten Scandinavien, hatte sich die alte Rauhigkeit der Sitten erhalten. Ein Volk, das ohne Wunden zu sterben sich fürchtete, das in der Ewigkeit selber die Belohnung seines Muhtes erwartete, und des Odin's Gunst bloß mit seinem vergossenen Blute zu erkauffen hoffete, bewohnte damahls diese entfernten Gegenden, wohin die Römer niemahls ihre Künste, noch ihre erweichenden Sitten hingebracht hatten. Diese Völker sahen die friedlichen Einwohner des Südlichen Europa als eine Beute an, die von der Natur für sie geschaffen wäre, wie für den Sperber die Taube geschaffen sey. Die Normänner, so hieß man weiter nach Süden die Bewohner der Seeküsten des weiten Scandinaviens, durchstreifften auf leichten Schiffen alle Seen, sie stiegen in den Flüssen ans Land, überfielen die wehrlosen Dörfer, und die unbefestigten Städte, raubten die Reichthümer der Einwohner, und fanden ein wildes Vergnügen am Zerstören, und an der Ermordung der Ueberwundenen. Sie kannten neben der Tapferkeit keine andere Tugend.“

 

 

 

VonHaller

Albrecht von Haller (16 oktober 1708 – 12 december 1777)

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Gottfried Kölwel werd geboren op 16 oktober 1889 in Beratzhausen. Hij studeerde in Amberg en München. In 1914 verscheen, aangemoedigd door Martin Bubder,  zijn eerste dichtbundel »Gesänge gegen den Tod«. Kölwel stond in contact met schrijvers als Hermann Hesse en Franz Kafka. Zijn werk behoort tot het late expressionisme.

 

 

Kindheit

 

Vaterhaus aus dicken Mauern,

deren Grund sich tief verlor,

alt verankert in der Erde,

immer offen stand dein Tor.

 

Durch die Fenster, her vom Garten,

trug der Wind den Sommerhauch,

gern sah ich den Birnbaum atmen

und den dicken Bohnenstrauch

 

Schmetterlinge, Himmelsspiele,

taumelten durch goldnes Land,

ihre zarten Wege fühlte

ich oft nach mit meiner Hand.

 

Alte Heilige auf den Brücken

neigten stumm das fromme Ohr,

wenn die Grillen, hundertfältig,

jubelten im Wiesenchor.

 

Lerchen, nicht an Lust zu messen,

grenzenlos im Silberflug,

sah ich, und ich sah, wie jede

Klang und Glanz zum Himmel trug.

 

Doch wo plötzlich tiefe Tümpel

öffneten den schwarzen Mund,

schrieben scheue Fische heimlich

dunkle Zeichen auf den Grund.

 

Volk von Riesen und von Zwergen,

grau verhüllt im alten Stein,

sahen von den goldnen Bergen

mir ins Kinderherz hinein.

 

Hexennächte, Fledermäuse,

Schatten, huschend durch den Raum,

weckten nach den blauen Tagen

manchen schweren, dunklen Traum.

 

Früh schon sah ich so den Spiegel,

doppelseitig aufgestellt,

was mich freute, was mich schmerzte,

wurde mir zum Tor der Welt.

 

 

 

 

Koelwel

Gottfried Kölwel (16 oktober 1889 – 21 maart 1958)

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 16 oktober 2008. 
De Zwitserse schrijver Gerold Späth werd geboren op 16 oktob

Geschreven door Romenu om 23:06 Reageer op dit bericht

A. F.Th. van der Heijden, Friedrich Nietzsche, Michail Lermontov, P.G. Wodehouse

De Nederlandse schrijver A. F. Th. van der Heijden werd geboren in Geldrop op 15 oktober 1951. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2006 en ook mijn blog van 15 oktober 2007 en ook mijn blog van 15 oktober 2008.

 

Uit: The Movo Tapes

 

„Now that all parties directly involved are dead (only Movo’s daughter Jolente is still alive), I can finally unfold the story in its entirety. For my own entertainment and that of my fellows, all of whom still possess their own name.
Movo died six months ago, just before his fiftieth birthday. Since then, Jolente has been working with two employees of the Constantijn Huygens Institute on a compilation of excerpts from her father’s impossible magnum opus
God’s Poems. The book has been announced for next autumn and will be published by De Spiegel, an imprint of the Hoek Keizersgracht-Spiegelstraat publishing company. It’s been in the papers and even made the TV news. I was moved to see that Hoek had survived all the mergers and reorganisations, as well as rising illiteracy, despite years of having to cope without the free advice of Movo’s grandfather, Olle Tornij. Their offices hadn’t even moved, they were still in the old building on the corner of Keizersgracht and Spiegelstraat. It seemed that they now came under the umbrella of an even larger group: Uitgeverijen Nederland & Vlaanderen BV, soon to be subsumed within European Publishers Ltd. The “highly distinctive character? of De Spiegel’s list would not be compromised, I read. Excellent, that means that Movo’s God’s Poems will reach the public, who for the first time will be able to read a book that cannot humanly be written, it testifies to that and bears the traces of that impossibility. Wonders will never cease.“

 

 

 

Uit: Der Anwalt der Hähne Vertaald door Helga van Beuningen)

 

„Montag, 29. April 1985

Er hätte besser daran getan, allein seinem Geruchs- und seinem Geschmackssinn zu trauen, und auch nur so weit, wie sie ihn seine eigene Verrottung riechen und schmecken ließen: Was sein Ohr auffing, war durch Angst bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, unter seiner Berührung erhielten die Dinge auf der Stelle eine andere Haut, während seine Augen, sogar weit geöffnet, kaum mehr etwas anderes sahen als das Schauspiel, das sein vergiftetes Hirn für sich selbst inszenierte.

»Weg da. Weg, sag ich.«

Der erste verschaffte sich Zugang durch das Souterrainfenster, der zweite, indem er die Eingangstür mit einer Brechstange aufstemmte, woraufhin ein Dritter und ein Vierter sich an einem Seil im Lichthof herunterließen, an dem die Schlafzimmerfenster lagen. »Ksstt ... haut ab! Laßt mich in Frieden.«

Nein, es war kein Traum. Er träumte nicht. Er schlief nicht. Er war schmerzhaft wach. Er hörte sie ins Haus eindringen einen nach dem anderen, zum Teil auch zu mehreren zugleich, konnte ihnen aber mit dem Gehör schon bald nicht mehr folgen. Immer wieder verlor er die Spur der Geräusche, und dann war es wieder still - bis erneut irgendwo ein Fenster aufgehebelt wurde. »He, ihr da. Macht, daß ihr wegkommt! «

 

 

 

 

afth
A. F.Th. van der Heijden (Geldrop, 15 oktober 1951)

 

 

 

 

De Duitse dichter, filosoof, filoloog en schrijver Friedrich Nietzsche werd geboren op 15 oktober 1844 in Röcken ten zuidwesten van Leipzig. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2008.

 

 

Diesen ungewissen Seelen

 

Diesen ungewissen Seelen

Bin ich grimmig gram.

All ihr Ehren ist ein Quälen,

All ihr Lob ist Selbstverdruß und Scham.

 

Daß ich nicht an ihrem Stricke

Ziehe durch die Zeit,

Dafür grüßt mich ihrer Blicke

Giftig - süßer hoffnungsloser Neid.

 

Möchten sie mir herzhaft fluchen

Und die Nase drehn!

Dieser Augen hilflos Suchen

Soll bei mir auf ewig irregehn.

 

 

 

 

Nach neuen Meeren

 

Dorthin - will ich; und ich traue

Mir fortan und meinem Griff.

Offen liegt das Meer; ins Blaue

Treibt mein Genueser Schiff.

 

Alles glänzt neu und neuer,

Mittag schläft auf Raum und Zeit -

Nur dein Auge - ungeheuer

Blickt mich's an, Unendlichkeit!

 

 

 

 

Das trunkene Lied    

 

    O Mensch! Gib acht!

Was spricht die tiefe Mitternacht?

    "Ich schlief, ich schlief -,

aus tiefem Traum bin ich erwacht: -

    Die Welt ist tief,

und tiefer als der Tag gedacht.

    Tief ist ihr Weh -,

Lust - tiefer noch als Herzeleid:

    Weh spricht: Vergeh!

doch alle Lust will Ewigkeit -,

    - will tiefe, tiefe Ewigkeit!"

 

 

 

 

 

friedrich_nietzsche
Friedrich Nietzsche (15 oktober 1844 – 25 augustus 1900)

Portret door Edvard Munch

 

 

 

 

De Russische dichter en schrijver Michail Joerjevitsj Lermontov werd geboren op 15 oktober 1814 in Moskou. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2006. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2008.

 

 

Der Engel

 

Den Mitternachtshimmel ein Engel durchzog,
Sang leise ein Lied, als er flog,
Der Mond und die Sterne, die Wolken gesamt,
Sie lauschten dem heiligen Liede gebannt.

Er sang von der Seligkeit sündloser Seelen
In den Gebüschen der Gärten von Eden,
Er sang von der göttlichen Größe, sein Lob
Keinesfalls trog.

Er trug eine Seele, die jung war, im Arm
In eine Welt voller Tränen und Harm;
Der Ton seines Lieds in der Seele noch lang
Lebendig auch ganz ohne Worte erklang.

Sie quälte im Weltlauf noch lange sich still
Von herrlicher Sehnsucht erfüllt,
Nie konnte verdrängen den himmlischen Klang
Der irdische, öde Gesang.

 

 

 

 

 

Schwarze Augen

 

Sommernacht hat viele Sterne;
Warum du nur ihrer zwei?
Südens Augen! Tiefe Schwärze!
Trafen uns zur schlechten Zeit.

Wer auch fragt, die Sternennächte
Sprechen nur vom Himmelsglück;
Schwarze Augen, eure Sterne
Sind mein höllisches Entzücken.

Südens Augen, schwarze Augen,
Las der Liebe Urteil hier,
Tages- und auch Nachtgestirne
Seid ihr seit dem Zeitpunkt mir! –

 

 

 

 

Herbst

 

Laub im Feld hat angefangen
Gelber kreisend zu entfliehn;
Nur im Nadelwald die Tannen
Hängen voller finstrem Grün.
Unter Felsens Überhange
Liebt's der Schnitter schon nicht mehr,
Zwischen Blumen auszuspannen
Mittags von der Arbeit schwer.
Instinktiv fliehn wilde Tiere
Irgendwo in ihr Versteck.
Blasser Mondschein: nur noch silbern
Glänzt im Nebel schwach das Feld.

 

 

 

 

Lermontov
Michail Lermontov (15 oktober 1814 -  27 juli 1841)

Portret door A. Chelyshev

 

 

 

 

 

De Brits-Amerikaanse schrijver Grenville Wodehouse werd geboren op 15 oktober 1881 in Guildford. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2006 en ook mijn blog van 15 oktober 2008.

 

Uit: Uncle Fred in the Springtime

 

“That pig is too fat.”

“Too fat?”

“Much too fat. Look at her. Bulging.”

“But my dear Alaric, she is supposed to be fat.”

“Not as fat as that.”

“Yes, I assure you. She has already been given two medals for being fat.”

“Don’t be silly, Clarence. What would a pig do with medals? It’s no good trying to shirk the issue. There is only one word for that pig—gross. She reminds me of my aunt Horatia, who died of apoplexy during Christmas dinner. Keeled over halfway through her second helping of plum pudding and never spoke again. This animal might be her double. And what do you expect? You stuff her and stuff her and stuff her, and I don’t supposed she gets a lick of exercise from one week’s end to another. What she wants is a cracking good gallop every morning and no starchy foods. That would get her into shape.”

Lord Emsworth has recovered the pince-nez which emotion had caused, as it always did, to leap from his nose. He replaced them insecurely.

“Are you under the impression,” he said, for when deeply moved he could be terribly sarcastic, “that I want to enter my pig for the Derby?”

The duke has been musing. He had not liked that nonsense about pigs being given medals and he was thinking how sad all this was for poor Connie. But at these words, he looked up sharply. An involuntary shudder shook him and his manner took on a sort of bedside tenderness.

“I wouldn’t, Clarence.”

“Wouldn’t what?”

“Enter this pig for the Derby. She might not win, and then you would have had all your trouble for nothing.”

We jump forward about 70 pages. Here the Duke is now discussing Lord Emsworth and his pig with Lord Ickenham. The Duke again begins the exchange.

“Here are the facts. He’s got a pig, and he’s crazy about it.”

“The good man loves his pig.”

“Yes, but he doesn’t want to run it in the Derby.”

“Does Emsworth?”

“Told me so himself”

Lord Ickenham looked dubious.

“I doubt the stewards would accept a pig. You might starch its ears and enter it as a greyhound for the Waterloo Cup, but not the Derby.”

“Exactly. Well, that shows you.”

“It does, indeed.”

 

 

 

 

 

wodehouse
P.G. Wodehouse (15 oktober 1881 – 14 februari 1975)



 

Geschreven door Romenu om 20:39 Reageer op dit bericht

Italo Calvino, Tessa de Loo, Mario Puzo, Vergilius

De Italiaanse schrijver Italo Calvino werd geboren in Santiago de las Vegas op Cuba op 15 oktober 1923. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2008.

 

Uit: The Adventure of a Poet (Vertaald door Tim Parks)

 

“THE LITTLE island had a high, rocky shoreline. On it grew the thick, low scrub, the vegetation that survives by the sea. Gulls flew in the sky. It was a small island near the coast, deserted, uncultivated: in half an hour you could circle it in a rowboat, or in a rubber dinghy like the one the approaching couple had, the man calmly paddling, the woman stretched out, taking the sun. As they came nearer, the man listened intently.
    "What do you hear?" she asked.
    "Silence," he said. "Islands have a silence you can hear."
    In fact, every silence consists of the network of minuscule sounds that enfolds it: the silence of the island was distinct from that of the calm sea surrounding it because it was pervaded by a vegetable rustling, the calls of birds, or a sudden whirr of wings.
    Down below the rock, the water, without a ripple these days, was a sharp, limpid blue, penetrated to its depths by the sun's rays. In the cliff faces the mouths of grottoes opened, and the couple in the rubber boat were going lazily to explore them.
    It was a coast in the South, still hardly affected by tourism, and these two were bathers who came from elsewhere. He was one Usnelli, a fairly well known poet; she, Delia H., a very beautiful woman.
    Delia was an admirer of the South, passionate, even fanatical, and, lying in the boat, she talked with constant ecstasy about everything she was seeing, and perhaps also with a hint of hostility toward Usnelli, who was new to those places and, it seemed to her, did not share her enthusiasm as much as he should have.
    "Wait," Usnelli said, "wait."
    "Wait for what?" she said. "What could be more beautiful than this?"
    He, distrustful (by nature and through his literary education) of emotions and words already the property of others, accustomed more to discovering hidden and spurious beauties than those that were evident and indisputable, was still nervous and tense. Happiness, for Usnelli, was a suspended condition, to be lived holding your breath. Ever since he began loving Delia, he had seen his cautious, sparing relationship with the world endangered; but he wished to renounce nothing, either of himself or of the happiness that opened before him. Now he was on guard, as if every degree of perfection that nature achieved around him a decanting of the blue of the water, a languishing of the coast's green into gray, the glint of a fish's fin at the very spot where the sea's expanse was smoothest were only heralding another, higher, degree, and so on to the point where the invisible line of the horizon would part like an oyster revealing all of a sudden a different planet or a new word.
    They entered a grotto. It began spaciously, like an interior lake of pale green, under a broad vault of rock. Farther on, it narrowed to a dark passage. The man with the paddle fumed the dinghy around to enjoy the various effects of the light. The light from outside, through the jagged aperture, dazzled with colors made more vivid by the contrast. The water there sparkled, and the shafts of light ricocheted upward, in conflict with the soft shadows that spread from the rear. Reflections and flashes communicated to the rock walls and the vault the instability of the water.
    "Here you understand the gods," the woman said.”

 

 

 

 

calvino
Italo Calvino (15 oktober 1923 - 19 november 1985)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster Tessa de Loo (pseudoniem van Tineke Duyvené de Wit) werd op 15 oktober 1946 in Bussum geboren. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2008.

 

Uit: De zoon uit Spanje

 

“De wijkverpleegster werd afgebeld, de kinderen wilden geen vreemden over de vloer op mijn verjaardag. Het gevolg hiervan was dat ik duizend doden stierf terwijl ik boven de po-stoel hing, aan een belachelijk onesthetisch apparaat dat tillift heet. Als een autowrak aan een hijskraan hing ik daar voor de ogen van mijn eigen dochter. Dit is het einde, zei ik tegen mezelf, ik ben er niet meer bij om dit mee te maken. Ik val niet meer samen met mijn lichaam, dat eropuit is me ook nog van mijn waardigheid te beroven. Hierbij verklaar ik mijn lichaam de oorlog, we kunnen onmogelijk langer bevriend blijven.
Zo begon die gedenkwaardige dag Ida, die nog heel wat verrassingen voor mij in petto had. Je denkt: ik ben oud en ziek, ik heb mijn plichten vervuld, nu komt de beloning. Vergeet het maar Ida, niet in dit leven.
Ik zou mijn gedachten wel eens even uit willen zetten. Innerlijke rust en stilte, dat is waar ik behoefte aan heb. In plaats daarvan hoor ik binnen in mijn hoofd mijn eigen stembuigingen, mijn eigen dictie en intonatie, steeds dezelfde zender met steeds hetzelfde programma. Het is onmogelijk op bestelling aangename, milde gedachten te krijgen waarop je prettig kunt wegzeilen.
Je denkt toch niet dat ik medelijden heb met mezelf? En wat dan nog? Als niemand anders het heeft? Ik zou je laten lachen, zeg je, goed dan.
Ze hadden de kamer versierd en overal stonden vazen met bloemen. Mijn rolstoel werd naar het raam gereden, zodat ik naar buiten kon kijken. En daar zag ik op die druilerige dag in mei, terwijl de takken van de struiken bogen onder het gewicht van regendruppels, mijzelf als jonge man, blakend van gezondheid, druk aan het spitten in de tuin. Af en toe komt hij overeind om met zijn zakdoek het zweet van zijn voorhoofd te vegen, vergenoegd om zich heen kijkend. Hou maar op, roep ik hem toe, hou op met dat idiote gespit en wees zuinig op je spieren! Zet je schop in de schuur en laat de natuur haar gang gaan. Ze doet sowieso wat ze wil vroeg of laat, de natuur.
‘Ik heb zin in een borrel,’ zeg ik.
‘U weet best dat u geen sterke drank mag.’ Hilde is compromisloos op dit punt.
‘Zelfs ter dood veroordeelden krijgen een galgenmaal,’ protesteer ik, ‘gun een man die stervende is toch zijn opkikkertje.”

 

 

 

DeLoo
Tessa de Loo (Bussum, 15 oktober 1946)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Mario Puzo werd geboren in New York op 15 oktober 1920. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2008.

 

Uit: The Godfather

 

“Amerigo Bonasera sat in New York Criminal Court Number 3 and waited for justice; vengeance on the men who had so cruelly hurt his daughter, who had tried to dishonor her.

The judge, a formidably heavy-featured man, rolled up the sleeves of his black robe as if to physically chastise the two young men standing before the bench. His face was cold with majestic contempt. But there was something false in all this that Amerigo Bonasera sensed but did not yet understand.

"You acted like the worst kind of degenerates," the judge said harshly. Yes, yes, thought Amerigo Bonasera. Animals. Animals. The two young men, glossy hair crew cut, scrubbed clean-cut faces composed into humble contrition, bowed their heads in submission.

The judge went on. "You acted like wild beasts in a jungle and you are fortunate you did not sexually molest that poor girl or I’d put you behind bars for twenty years." The judge paused, his eyes beneath impressively thick brows flickered slyly toward the sallow-faced Amerigo Bonasera, then lowered to a stack of probation reports before him. He frowned and shrugged as if convinced against his own natural desire. He spoke again.

"But because of your youth, your clean records, because of your fine families, and because the law in its majesty does not seek vengeance, I hereby sentence you to three years’ confinement to the penitentiary. Sentence to be suspended."

Only forty years of professional mourning kept the overwhelming frustration and hatred from showing on Amerigo Bonasera’s face. His beautiful young daughter was still in the hospital with her broken jaw wired together; and now these two animales went free? It had all been a farce. He watched the happy parents cluster around their darling sons. Oh, they were all happy now, they were smiling now.”

 

 

 

Mario_Puzo

Mario Puzo (15 oktober 1920 – 2 juli 1999)

 

 

 

 

De biografische data zijn onzeker en berusten op verhalen en legenden, maar de internationale internet encyclopedie Wikipedia geeft 15 oktober 70 v. Chr. als geboortedatum van Publius Vergilius Maro. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2006 en ook mijn blog van 15 oktober 2008.

 

Uit: Aeneis II Vertaald door P. W. de Koning)

 

“Allen zwegen daarop en richtten den blik op Aeneas,
Stil van aandacht, en deze begon van den statigen rustbank:
"O koningin, 't is een vreeselijk leed dat gij vraagt te hernieuwen,
Hoe de Danaërs de macht en 't beklagelijk rijk der Trojanen
Uiterlijk delgden van de aard: wat ik zelf in zijn jamren aanschouwde,
Waar ik wel mijn rol heb gespeeld. Wie hield, bij 't verhalen,
Myrmidoon of Doloop of soldaat van den harden Ulysses,
Dan nog zijn tranen terug. En zie, aan den vochtigen hemel
Daalt reeds de nacht en 't verglijdend gestarnte vermaant ons tot sluimer.
Maar, is uw liefde zóó groot, het verhaal onzer rampen te kennen,

En in 't kort den uiteindlijken strijd van Troje te hooren,
Dan, schoon mijn ziel die herinnering gruwt en nog immer terugschrok -
Dan maak ik aanvang. Door d'oorlog verzwakt en door 't noodlot weerhouden,
Waar zoo jaar op jaar al vergleed, vervaardigden toen de
Vorsten der Grieken een paard, (naar de kunst van de hemelsche Pallas),
Groot als een berg, en bekleedden zijn ribben met planken van dennen,
Liegende dat het een wijgeschenk was, voor een veilige thuiskeer.
Zóó het gerucht. Toen lootten ze en sloten den kern van hun leger
In zijn duisteren flank en vulden, ter sluiks, het geheele
Ruim van dat ontzaglijke lijf met gewapende benden.

Nog in 't gezicht van den wal ligt Tenedos, eens zoo roemruchtig,
Eens welvarend en rijk, toen Priamus' koningschap duurde,
Thans een kwalijk betrouwbare ree en een baai voor de schepen.

 

 

 

 

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Vergilius (15 oktober 70 v. Chr. - 21 september 19 voor Chr.)
Buste bij de ingang van zijn graf in Napels


Geschreven door Romenu om 20:36 Reageer op dit bericht

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