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Berichten van 20 december 2009 tot 21 december 2009

Heinrich Böll, Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Rebecca West

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook mijn blog van 21 december 2006 en ook mijn blog van 21 december 2007 en ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Irisches Tagebuch

 

„Als ich an Bord des Dampfers ging, sah ich, hörte und roch ich, daß ich eine Grenze überschritten hatte; eine von Englands lieblichen Seiten hatte ich gesehen: Kent, fast bukolisch — das topographische Wunder London nur gestreift — dann eine von Englands düsteren Seiten gesehen: Liverpool — aber hier auf dem Dampfer war England zu Ende: hier roch es schon nach Torf, klang

kehliges Keltisch aus Zwischendeck und Bar, hier schon nahm Europas soziale Ordnung andere Formen an: Armut war nicht nur »keine Schande« mehr, sondern weder Ehre noch Schande: sie war — als Moment gesellschaftlichen Selbstbewußtseins — so belanglos wie Reichtum; die Bügelfalten hatten ihre schneidende Schärfe verloren, und die Sicherheitsnadel, die alte keltisch- germanische Fibel, trat wieder in ihr Recht; wo der Knopf wie ein Punkt gewirkt hatte, den der Schneider gesetzt hatte, war sie wie ein Komma eingehängt worden; als Zeichen der Improvisation förderte sie den

Faltenwurf, wo der Knopf diesen verhindert hatte.

Auch als Aufhänger für Preisschildchen, als Hosenträgerverlängerung, als Manschettenknopf-Ersatz sah ich sie, schließlich als Waffe, mit der ein kleiner Junge durch den Hosenboden eines Mannes stach: erstaunt war der Junge, erschrocken dann, weil der Mann keinerlei Reaktion zeigte; dann klopfte der Junge vorsichtig mit dem Zeigefinger den Mann ab, um festzustellen, ob er noch lebte: er lebte noch, schlug dem Jungen lachend auf die Schulter.

Immer länger wurde die Schlange vor dem Schalter, wo es den Nektar Westeuropas in großzügigen Portionen um billiges Geld gab: Tee; als wären die Iren bemüht, unbedingt auch diesen Weltrekord, den sie knapp vor England halten, nicht preiszugeben: fast zehn Pfund Tee werden jährlich pro Kopf in Irland verbraucht: ein kleines Schwimmbassin voll Tee also muß in jedem Jahr durch jede irische Kehle laufen.

Während ich langsam in der Schlange vorrückte, blieb Zeit genug, mir die anderen irischen Weltrekorde ins Gedächtnis zu rufen: nicht nur den im Teetrinken hält dieses kleine Land: als zweiten den im Priesternachwuchs (die Erzdiözese Köln etwa müßte fast tausend Neupriester jährlich weihen, um mit einer kleinen Erzdiözese in Irland konkurrieren zu können); als dritten Weltrekord hält Irland den im Kinobesuch (wiederum — wieviel Gemeinsamkeit bei allen Gegensätzen! — knapp vor England), als vierten schließlich einen bedeutsamen, von dem ich nicht zu sagen wage, daß er mit den ersten dreien in ursächlichem Zusammenhang stehe: In Irland gibt es die wenigsten Selbstmörder auf dieser Erde. Noch sind die Rekorde im Whiskeytrinken und im Zigarettenrauchen nicht ermittelt, doch auch in diesen Disziplinen liegt Irland weit vorne, dieses kleine Land, das soviel Bodenfläche wie Bayern, aber weniger Einwohner hat, als zwischen Essen und Dortmund wohnen.“

 

 

 

 

heinrich_boell
Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)

Beeld door Wieland Förster in Berlijn

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

 

Engel

 

Als ik naar mijn schouderbladen

grijp, voel ik vleugelstompjes.

Ik wist wel dat ik eigenlijk

een engel ben. Daarom en dus

kan ik ook waarzeggen; ik heb

 

altijd minstens voor de helft gelijk.

Maar mijn moeder gelooft niet in mij.

Ze zegt: Houd op met dat gezeik.

 

Dat had ze beter niet kunnen zeggen!

Ik zal voorspellen dat ze doodgaat

met veel pijn, voor straf. Ik wacht

alleen nog even tot ik zelf weet

hoe macaroni met ham en kaas moet.

 

 

 

Aan tafel

 

Mam geeft mij een mep omdat mijn
kleine broertje te ver weg zit.
Hij kwam weer te laat voor het eten,
maar bracht wel zelfgeplukt onkruid
mee voor in een vaas. Zo'n joch

van zes, dat al precies weet hoe
een moeder moet. Hij, het mooiste
zoontje, zit tegenover haar; ze wil
hem in haar ogen - de lelijke zoon
moet in de buurt van haar handen.

Mijn zusje heeft daarvan geen last.
Zij pikt een worteltje alvast.

 

 

 

 

 

ted_van_lieshout
Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Die Gesänge der Verlierer

 

“Als die Wand neben seinem linken Ohr endlich einstürzte, öffnete Nicholas Tyler die Augen. Seit dem frühen Nachmittag hatten die Bauarbeiter im Nebengebäude gewütet, jetzt setzten die Dieselmotoren der Maschinen mit hustenden, schleifenden Geräuschen aus. Tyler blieb liegen, sah zum Fenster und überlegte, wie spät es sein mochte. Im Haus nebenan, das der neue Besitzer vollständig aushöhlen ließ, kehrte fast so etwas wie Ruhe ein. Gelegentliches Scharren war zu hören, fernes Rumpeln, was Tyler nach dem Lärm als Stille empfand.

Dumpf dröhnte ein Lastwagen im Hinterhof, karrte eine weitere Fuhre Bauschutt irgendwohin, Backsteine, zersplitterte Bodenbretter, Leitungsrohre, die gewunden und verkalkt waren wie die Arterien von etwas Krankem.

Die Uhr zeigte halb drei, nicht vier, wie Tyler geschätzt hatte. ImWinter blieb das Licht oft über Stunden hinweg beinahe unverändert, keine Sonne bot einen Anhaltspunkt, und die Helligkeit nahm so langsam ab, dass man es als Ereignis kaum wahrzunehmen vermochte. Jetzt wurde nebenan Eisen auf Eisen geschlagen, vermutlich mussten mit Hammer und Meißel letzte Mauerbrocken entfernt oderWasserleitungen in Stücke zerlegt werden. Ein disharmonischer, sich überschneidender

Takt entstand, und als hätte er den Einsatz abgewartet, drehte Wilkins im oberen Stockwerk dieMusik auf.

Tyler rollte sich an den Rand des Bettes, tastete mit den Füßen nach den Gummischlappen und erhob sich. In der Küche tönte Wilkins’ Radio stärker durch die Decke, und Tyler drückte die Play-Taste des Rekorders, bevor erWasser für Kaffee aufsetzte. Bestimmt zum hundertsten Mal hörte er das

Gitarren-Intro, aus dem ein bodenlos dumpfer Basslauf und eine rasselnde Snare-Drum auftauchten. Tyler ging ins Bad, wo er sich vor den Spiegel stellte und eingehend sein Gesicht betrachtete. Der grobe Stoff der Tagesdecke hatte feine Striemen in seine Wangen gedrückt, die Haut wirkte fahl, die

Lippen waren blutleer und rissig. Er lehnte sich nahe ans Glas, blinzelte und suchte nach einem möglichst abstoßenden Vergleich für den Anblick, den seine halb geöffneten, geröteten Augen boten. Verdorbene Muscheln, Wel ihm unerfreulich schnell ein. Er stöhnte und wusch sich mit eisigem Wasser, bis seine Finger vor Kälte schmerzten.”

 

 

 

 

Lappert
Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Die Tessinerin

 

„Um zehn Uhr abends bat sie ihn, er möge in der Stube auf dem Kanapee schlafen. Sie könne das Jammern und Stöhnen nicht mehr verbeißen, und sie wisse doch, wie nötig der Lehrer den Schlaf habe. Der Lehrer nahm seine Decke; wortlos ging er hinaus. In der Nacht hatte sie Träume, sie schwitzte, aber der Schmerz war erträglicher als in den Nächten zuvor. Morgens um sechs hörte sie in der Stube den Wecker schellen. Jetzt müsse man, dachte sie, dem Lehrer den Milchkaffee machen. Sie hatte sich aufgesetzt, es fror sie, der Körper schlotterte. Sie lüpfte mit beiden Händen erst das eine Bein, dann das andere Bein über den Bettrand. Vornübergebeugt blieb sie sitzen. Jetzt, sie wußte es, würde der Schmerz wieder kommen, und wie. Am Brustkasten waren die Rippen sichtbar geworden, ihre Hüftknochen stachen hervor, und ihre Brüste, die einmal schön gewesen waren, hingen als verschrumpelte Fladen ins nasse Hemd.

Sie war, wie man hier oben sagt, vom Fleisch gefallen. Man hatte im Dorf darüber geredet, man wußte Bescheid. Im November hatte sie ein paar Tage im Bezirksspital in Einsiedeln gelegen. Man hatte sie untersucht. Eine Operation, hatte man gesagt, käme nicht mehr in Frage. Man gab ihr Tropfen gegen die Schmerzen - dreimal täglich sollte ein fingerhutkleiner Plastikbecher bis zu einem eingeritzten Zeichen gefüllt werden. Mitte Dezember nahm sie die Tropfen öfter als erlaubt, auf das Zeichen gab sie nicht mehr acht. Als ihr der Lehrer am Neujahrsmorgen ein glückhaftes Neues entbot, sagte sie, sie sei ziemlich müde und sie habe die Bitte, daß man ihr sofort - aber sofort! schrie sie, ein neues Fläschchen hole. Fortan fuhr der Lehrer einmal in der Woche mit der Post nach Einsiedeln, um in der Engel-Apotheke die Tropfen zu besorgen.

Das Rezept hatte der 'Türk' ausgestellt, ein Doktor Mehmet Asan, der im nahen Willerzell eine Praxis betrieb. Hie und da, ohne daß der Lehrer darum ersucht hatte, kam der Türk ins Lehrerhaus. Die Frau lag jetzt meistens im Bett, nur noch selten ging sie an zwei Krücken in die Küche. Die Krücken hatte sie bei der ehemaligen Hebamme des Dorfes, der alten Friedel, geliehen. Im Dorf war die Frau des Lehrers - man nannte sie die 'Tessinerin' - schon lang nicht mehr gesehen worden. An einem Samstagnachmittag hatte sie, früher als sonst, das Schulhaus verlassen - mit der einen Hand schleppte sie den Putzkübel, und mit der andern stützte sie den Körper auf der Krücke ab und schleppte sich selbst. Seit diesem Samstag blieb die Schulstube ungeputzt, und eine Zeitlang hieß es, die Tessinerin kehre wieder einmal die Bessere heraus.“

 

 

 

 

ThomasHürlimann
Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)

 

 

 

De Britse schrijfster Rebecca West werd geboren op 21 december 1892 in Londen als Cicily Isabel Fairfield. Zie ook mijn blog van 21 december 2006 en ook mijn blog van 21 december 2007 en ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Survivors in Mexico

 

„Thirty years ago, in the Macedonian province of Yugoslavia, I knew one of the last pashas who were stranded there after the Turkish Empire had been driven out of the Balkans. Such Turks were in sad straits. Five hundred years before, their ancestors had been settled there by the sultans to colonise the territories their armies had conquered, and now the Christians had turned on them, and they were amazed, as exploiters always are when the exploited turn and bite the hand which has not fed them. There was nowhere for these obsolete pro-consuls to retreat from this revenge, for they were strict Moslems, the women wore the veil and the men the fez, and they knew that if they went back to Turkey they would find that by order of the Atatürk the Turkish females' faces were naked and Turkish males had adopted infidel bowlers.

Therefore the old pasha, like several of his kind, lingered on in Macedonia, living in the crumbling villa-palace of his ancestors, with only the few acres round it that he had been allowed to keep when the rest was cut up into peasant holdings under the land reforms of King Alexander. The one place in his home where his poverty did not show, where there were no cracked tiles on the floor and no plaster dust fallen from the wedding-cake vaults above, was a second-storey balcony, which the old lilac trees in the garden had long overtopped. Sitting there, one could stretch out an arm into the branches and stir up the purple flowers and set the scent rising in clouds. There we used to pass the summer evenings, up among the lilacs, drinking a mixture of coffee and chocolate, not thick Turkish coffee, but the thin Western brew, laced with sweet chocolate beaten to a foam. "This," the pasha told me every time we drank it, "is how they serve coffee in Mexico." That was the only thing about Mexico I was sure I knew when I went there.

It is in line with life as I know it that when I got to Mexico nobody had ever heard of mixing coffee and chocolate. But my misapprehension worked out well, for Mexican waiters always took an interest in my husband and myself after we had ordered this bizarre beverage, saying, "Chk, chk, do they drink that in England?" and when we said, to save ourselves trouble, "Yes, all the time, all the time," they nodded tolerantly, feeling that as foreigners we had to be wrong about something, and this was error in an innocent field. So they bore with us every afternoon, round about six, when we went up to the bar on the top floor, though that was the hour they liked to doze; and while they stretched themselves on the plush benches round the walls, we sat undisturbed by the huge west window and watched the sunset make a cavalry charge on the sky and beat the daylights out of it and then itself get beaten by the night.“

 

 

 

Rebecca_West
Rebecca West (21 december 1892 - 15 maart 1983)



Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook
mijn vorige twee blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 20:23 Reageer op dit bericht

Ivan Blatný, Garmt Stuiveling, Philipp Galen, Ludwig Hölty,

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook mijn blog van 21 december 2006 en ook mijn blog van 21 december 2008.

 

 

 

Small Variation

Thursday 8 pm. On the table:
Matches, cigarettes, tobacco, knife, and lamp.
My tools.
You already know my music from five or six things,
You already know my music from five or six things,
My little song.
As it sizzles on the stove, as it bubbles in quietude
The song of the interlude,
Which happens only once in history.
Matches, cigarettes, tobacco, knife, and lamp.
And dust on all of them.
The inaudible galloping horse carries it on its hoof.
In the deathified flat, dust up to the roof.
In the deathified flat, dust up to the roof.
For the last time the unsettled loses itself in history.
Thursday 8 pm. On the table:
Newspapers, cigarettes, tobacco, knife, and lamp.
Newspapers: Papandreu, Pierlot.
Furniture: Divan, ornamented credenza.
My little song.
Big drops hit the poorly boarded-up window with a splat.
We'll get wet inside the flat!
We'll get wet inside the flat!
And even worse boards
Will be left for the coffin.

 

 

 

 

Vertaald door Matthew Sweney

 

 

 

 

Nachtstück

 

Wenn im Silo des Mondscheins.

nachts das Getreide glimmt,.

strahlt jedes Korn auf seine Weise..

Dort! eine Hexe, die den Besen nimmt..

 

Der Dorfnarr, der noch immer.

meint, er werde niemals sterben,.

macht sich auf nach Morton-Marell..

Ich gehe mit, begleite ihn ein Stück..

Wir treffen unterwegs zwei Sommergäste..

 

 

 

Vertaald door Felix Philip Ingold

 

 

 

Blatny
Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)



De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit:  De Nederlandse Literatuurgeschiedenis: stand en misstand

 

„Wanneer ik nog een uur van uw tijd zou mogen vragen om u de tragedie van het Multatuli-Museum uiteen te zetten, dan zou u weten hoe zeer zowel bij de leidende politici als bij de geestelijke elite van ons volk het gevoel voor normen in de literatuur, voor continuïteit van de literaire traditie, ontbreekt. Wanneer wij ergens de eerbied voor het verleden zouden moeten in acht nemen, dan zou dat zijn ten opzichte van een aantal literaire voormannen uit het verleden. Maar er is geen traditie in dat opzicht. Het graf van Bredero is in het begin van onze eeuw geruimd; het graf van Camphuysen in Dokkum, het graf van Poot in Delft, wie kent ze, door wie worden ze ooit met eerbied bezocht? Wij zouden de moed moeten hebben om te erkennen, dat wij geen levende cultuur zijn als we ons verleden op deze wijze verwaarlozen. En daarmee kom ik tot het laatste punt. Hoe is de presentatie en hoe is het prestige van onze literatuur in het buitenland? Iedereen kent in het buitenland Rembrandt en Vincent van Gogh, iedereen die enigszins aan cultuur heeft gedaan. Niemand kent Hooft en Vondel, Gezelle, Multatuli en Gorter. Multatuli, dank zij de Max Havelaar nog het beste. Maar iedereen kent Erasmus, iedereen kent Spinoza, iedereen kent Thomas a Kempis. Dat wil dus zeggen dat de Nederlandse geest in het Latijn drie maal in drie eeuwen wereldliteratuur heeft voortgebracht: Thomas a Kempis, Erasmus, Spinoza. Maar het wil niet zeggen dat Willem die de Reinaert maecte en de anonieme auteur van de Beatrijs en Vondels Lucifer en Multatuli's Max Havelaar en Gorters Mei van een minder niveau zouden zijn dan de Lof der Zotheid of de Ethica of De Navolging van Christus. Bepaald niet. Wie in staat is, hetzij uit belangstelling, hetzij door studie, deze dingen te vergelijken, weet dat de voorbije toegankelijkheid van het Latijn als internationale taal soms heeft gemaakt dat teksten gemeengoed zijn geworden van de wereld, terwijl andere teksten door hun ontoegankelijkheid afgesneden zijn van iedere internationale erkenning. Wie de Reinaert kent zoals u die kent, zoals ik die ken, weet dat dat geen geringer werk is dan de topstukken van onze laatmiddeleeuwse schilderkunst. En van de Beatrijs geldt hetzelfde. En wie de Barok in Europa wil kénnen, behoort inderdaad de Lucifer gelezen te hebben. Wie een werkelijk groot sociaal werk zoekt uit de 19de eeuw, kan een heleboel overslaan uit de hele Westeuropese literatuur, mits de Max Havelaar niet. Zo weten wij ook dat de late sensitieve of als u wilt nog impressionistische poëzie bij Gorter een internationaal hoogtepunt heeft bereikt. Wij hebben de wereld wel iets te bieden.“

 

 

 

 

garmtstuiveling
Garmt Stuiveling (21 december 1907 - 11 mei 1985)

 

 

 

 

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

 

Frühlingslied

 

Die Luft ist blau, das Tal ist grün,
die kleinen Maienglocken blühn
und Schlüsselblumen drunter;
der Wiesengrund ist schon so bunt
und malt sich täglich bunter.

 

Drum komme, wem der Mai gefällt,
und freue sich der schönen Welt
und Gottes Vatergüte,
die diese Pracht hervorgebracht,
den Baum und seine Blüte.

 

 

 

 

Ein goldner Stern hing über euren Wiegen

 

Ein goldner Stern hing über euren Wiegen,
Wenn Gott ein liebend Herz euch gab;
Und geudete Vergnügen auf Vergnügen,
Aus voller Urn‘, auf euch herab!

Ein goldner Stern, wenn ihr das Mädchen findet,
Das euch im Jugendtraum begrüßt;
Wenn Arm um Arm, und Geist um Geist sich windet,
Und taumelnd Seel' in Seele fließt.

Die Liebe streut den May auf Winterfluren,
Streut auf die Wildniß Tanz und Spiel;
Enthüllet uns der Gottheit lichte Spuren,
Giebt uns des Himmels Vorgefühl.

 

 

 

 

 

Hoelty
Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)

Beeld in het Hölty-Gymnasium in Celle

 

 

 

 

De Duitse schrijver Philipp Galen (eig. Ernst Philipp Karl Lange) werd geboren op 21 december 1813 in Potsdam. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Der Irre von St. James

 

„Nun kam auch Bob auf seinem Ponywallach herangaloppiert und begrüßte uns herzlichst. Er und sein Vater, die sich viel zu erzählen hatten, nahmen die Pferde, und ich ging neben Edward den Hügel hinab.

Das große Gittertor stand offen. Wir schritten hindurch und gelangten an die Haustür, vor der die großen Pappeln standen – ich machte sie leise auf.

»Ach«, flüsterte er, »Ruhe, Fassung! Meine Brust will zerspringen – wenn sie nur da ist – lasst einen Augenblick noch mich erholen.«

Wir blieben stehen, er lehnte sich an den Türpfosten, – ich glaubte, sein Herz klopfen zu hören.

»Wie Gott will!«, sagte er plötzlich und richtete sich hoch auf, »ich habe mich wieder, kommen Sie!«

»Nein!«, erwiderte ich, indem ich meine Hand von der seinigen, mit der er mich gefasst hatte, löste, »gehen Sie allein – ich kann mir das alles denken.«

Wir traten in das Vorzimmer – ich machte die zweite Tür auf – ein helles Licht leuchtete uns aus dem Nebenzimmer entgegen. »Guten Abend, Graham!«, rief ich hinein – schob dann Edward vor und schloss gleich hinter ihm wieder die Tür. Dann lehnte ich mein Ohr daran und horchte.

Alles war still – ich lauschte, – da mit einem Male hörte ich einen Schrei: »Edward!« und dann: »Evelyn, Evelyn!« Und dann war wieder alles still.

Wie lange ich in dieser Stellung verblieb, und was mir während dieser Zeit durch Kopf und Herz ging, ich weiß es nicht mehr.

Endlich wurde die Tür aufgemacht und vor mir stand, eine brennende Kerze in der Hand haltend, die ehrwürdige Gestalt Sir Robert Grahams, das Gesicht mit Tränen übergossen, die Lippen bebend, aber einen strahlenden Glanz in den feuchten Augen, wie ihn das Licht der Kerze, und wären ihrer tausend angezündet, nicht zu geben vermocht hätte. »Kommen Sie!«, sprach er milde, als er mich sah, »kommen Sie, er sagte uns, Sie seien hier!«

Mechanisch folgte ich ihm in Evelyns Zimmer – und hier erblickte ich ein Schauspiel, das mir immer unvergessen bleiben wird.

Auf einem Sessel ohne Lehne saß die nach vorne gebeugte Gestalt Evelyns; zu ihren Füßen, den Kopf auf ihren Schoß gedrückt, lag Edward, gewandet in einen blauen Umhang. Ihre Hände hielten seinen Kopf umschlossen und ihre Lippen waren in seinen braunen Locken verborgen. Daneben aber saß hoch aufgerichtet der riesige Hund, den klugen Kopf halb zur Seite gewandt, und blickte, von Zeit zu Zeit ungeduldig knurrend und mit dem zottigen Schweife den Boden peitschend, mit seinen großen Augen bald Edward, bald Evelyn fragend an.“

 

 

 

 

Philipp_Galen_jung
Philipp Galen (21 december 1813 – 18 februari 1899)

 

Geschreven door Romenu om 20:19 Reageer op dit bericht

Gustave Kahn, Thomas Bracken, Mathurin Régnier, Benjamin Disraeli, Uwe Dick

De Franse dichter en schrijver Gustave Kahn werd geboren in Metz op 21 december 1859. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

 

I Dreamed of a Cruel Lad

 

I Dreamed of a Cruel Lad

torturing a little bird he had,

to feel its flanks palpitate.

 

I dreamed of a world like a mother's breast

with shades of siesta and slow wings fluttering rest,

and alleys of white dreams.

 

I dreamed as of a sister, chaste, serene,

with the only lips of sweetness that have been,

sister and wife she seems.

 

 

 

 

The Dying Lover

 

So long as the child preferred to me such and such a

player of the flute or singer to the zither,

little I cared

that she loved such and such a player of the flute or

scratcher of the zither.

 

By the cross-roads I have fallen struck, struck by the

thrust of a sword.

Whose? player of flute or scratcher of zither?

 

How long the night is to be so slow in dying.

 

 

 

Vertaald door Jethro Bithell

 

 

 

 

 

gustave_kahn
Gustave Kahn (21 december 1859 - 5 september 1936)

 

 

 

 

De Australische dichter en schrijver Thomas Bracken werd geboren op 21 december 1843 in Clones, County Monaghan, Ierland. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

 

Pax Vobiscum 

 

IN a forest, far away,

One small creeklet, day by day,

Murmurs only this sad lay:

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

One old box-tree bends his head,

One broad wattle shades her bed,

One lone magpie mourns the dead:

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

Echoes come on every breeze,

Sighing through the ancient trees,

Whisp’ring in their melodies:

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

Mellow sunbeams, morn and eve,

Quick to come and slow to leave,

Kiss the quilt where daisies weave

Rich designs o’er Lilian.

 

When the dying blossoms cling

To the skirts of parting Spring,

Wattle-boughs and branches fling

Showers of gold o’er Lilian.

 

When the Summer moon mounts high,

Queen of all the speckless sky,

Shafts of silver softly lie

O’er the grave of Lilian.

 

Mystic midnight voices melt

Through each leafy bower and belt,

Round the spot where friends have knelt—

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

Far away from town and tower,

Sleeping in a leafy bower,

Withered lies the forest flower—

‘Peace be with thee, Lilian.’

 

There, where passions ne’er intrude,

There, where Nature has imbued

With her sweets the solitude,

Rests the form of Lilian.

 

Dear old forest o’er the sea,

Home of Nature’s euphony,

Pour thy requiem psalmody

O’er the grave of Lilian.

 

Guard that daisy-quilted sod:

Thou hast there no common clod;

Keep her ashes safe; for God

Makes but few like Lilian.

 

Sceptics ask me: ‘Is that clay

In the forest far away

Part of her?’—I only say:

‘Flow’rets breathe out Lilian;

 

‘From her grave their sweets mount high—

Love and beauty never die—

Sun and stars, earth, sea and sky

All partake of Lilian.

 

 

 

 

 

Thomas_Bracken_memorial_Dunedin_Northern_Cemetery
Thomas Bracken (21 december 1843 – 16 februari 1898)

Gedenksteen voor Thomas Bracken op de Northern Cemetery in Dunedin, Nieuw Zeeland.

 

 

 

 

De Franse dichter en satricus Mathurin Régnier werd geboren op 21 december 1573 in Chartres. Zie ook mijn blog van 21 december 2008.

 

 

Satire II (Fragment)

 

...Aussi, lors que l'on voit un homme par la rue
Dont le rabat est sale et la chausse rompue,
Ses grègues aux genoux, au coude son pourpoint,
Qui soit de pauvre mine et qui soit mal en point,
Sans demander son nom on le peut reconnaître ;
Car si ce n'est un poète au moins il le veut être. [...]

Or laissant tout ceci, retourne à nos moutons,
Muse, et sans varier dis-nous quelques sornettes
De tes enfants bâtards, ces tiercelets de poètes,
Qui par les carrefours vont leurs vers grimaçant,
Qui par leurs actions font rire les passants,
Et quand la faim les poind, se prenant sur le vôtre,
Comme les étourneaux ils s'affament l'un l'autre.

Cependant sans souliers, ceinture ni cordon,
L'oeil farouche et troublé, l'esprit à l'abandon,
Vous viennent accoster comme personnes ivres,
Et disent pour bonjour : " Monsieur, je fais des livres,
On les vend au Palais, et les doctes du temps,
A les lire amusés, n'ont autre passe-temps ".
De là, sans vous laisser, importuns, ils vous suivent,
Vous alourdent de vers, d'allégresse vous privent,
Vous parlent de fortune, et qu'il faut acquérir
Du crédit, de l'honneur, avant que de mourir ;
Mais que, pour leur respect, l'ingrat siècle où nous sommes
Au prix de la vertu n'estime point les hommes ;
Que Ronsard, du Bellay, vivants ont eu du bien,
Et que c'est honte au Roy de ne leur donner rien.

 

 

 

 

regnier
Mathurin Régnier (21 decmber 1573 – 22 oktober 1613)

 

 

 

 

De Britse schrijver en politicus Benjamin Disraeli werd geboren op 21 december 1804 in Londen. Zie ook mijn blog van 21 december 2006. en ook mijn blog van 21 december 2008.

 

Uit: Tancred

 

„The week of celebration was over: some few guests remained, near relatives, and not very rich, the Montacutc Mountjoys for example. They came from a considerable distance, and the duke insisted that they should remain until the duchess went to London, an event, by the bye, which was to occur very speedily. Lady Eleanor was rather agreeable, and the duchess ;a little liked her; there were four daughters, to be sure, and not very lively, but they sang in the evening. It was a bright morning, and the duchess, with a heart prophetic of happiness, wished to disburthen it to her son; she meant to propose to him, therefore, to be her companion in her walk, and she had sent to his rooms in vain, and was inquiring after him, when she was informed that "Lord IVIontacute was with his grace." A smile of satisfaction flitted over her face, as she recalled the pleasant cause of the conference that was now taking place between the father and the son. Let us see how it advanced. The duke is in his private library, consisting chiefly of the statutes at large, Hansard, the Annual Register, Parliamentary Reports, and legal treatises on the powers and duties of justices of the peace. A portrait of his mother is oer the mantel-piece:opposite it a huge map of the county. His correspondence on public business with the secretary of state, and the various authorities of the shire, is admirably arranged. For the duke was what is called an excellent man of business, that is to say, methodical, and an adept in all the small arts of routine. These papers were deposited, after having been ticketed with a date and a summary of their contents, and tied with much tape, in a largecabinet, which occupied nearly one side of the room, and on the top of which were busts in marble...“

 

 

 

 

disraeli
Benjamin Disraeli (21 december 1804 – 19 april 1889)

 

 

 

 

Zie voor ondersdtaande schrijver ook mijn blog van 21 december 2008.

 

De Duitse schrijver Uwe Dick werd geboren op 21 december 1942 in Schongau.

Geschreven door Romenu om 20:15 Reageer op dit bericht

Friederike Mayröcker, Sky Gilbert, Hortense Calisher, Jürg Laederach, Aziz Nesin

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Friederike Mayröcker werd op 20 december 1924 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 20 december 2006  en ook mijn blog van 20 december 2007 en ook mijn blog van 20 december 2008.

 

 

was brauchst du

 

was brauchst du? einen Baum ein Haus zu
ermessen wie groß wie klein das Leben als Mensch 
wie groß wie klein wenn du aufblickst zur Krone
dich verlierst in grüner üppiger Schönheit
wie groß wie klein bedenkst du wie kurz
dein Leben vergleichst du es mit dem Leben der Bäume

du brauchst einen Baum du brauchst ein Haus
keines für dich allein nur einen Winkel ein Dach
zu sitzen zu denken zu schlafen zu träumen
zu schreiben zu schweigen zu sehen den Freund
die Gestirne das Gras die Blume den Himmel

 

 

 

 

Der Aufruf

 

Mein Leben:

ein Guckkasten mit kleinen Landschaften

gemächlichen Menschen

vorüberziehenden Tieren

wohl bekannten wiederkehrenden Szenerien

 

plötzlich aufgerufen bei meinem Namen

steh ich nicht länger im windstillen Panorama

mit den bunten schimmernden Bildern

 

sondern drehe mich wie ein schrecklich

glühendes Rad

einen steilen Abhang hinunter

aller Tabus und Träume von gestern entledigt

auf ein fremdes bewegtes Ziel gesetzt:

 

ohne Wahl

aber mit ungeduldigem Herzen

 

 

 

 

mit scardanelli

im grunde deines mundes, damals
wann weisz die schwalbe dasz es frühling
wird nachts nadelst du als regen an mein fenster ich
liege wach ich denke an die nachmittage umschlungenen
mitternächte, vor vielen jahren diese rosenkugeln die
schaafe auf der dunklen himmels weide

 

 

 

 

mayroecker
Friederike Mayröcker (Wenen, 20 december 1924)

 

 

 

 

De Canadese dichter, schrijver en acteur Sky Gilbert werd geboren op 20 december 1952 Norwich,  Connecticut. Hij studeerde theaterwetenschappen in Toronto, Ontario aan de York University en de University of Toronto. Hij werd mede-oprichter en artistiek directeur van of Buddies in Bad Times, een toneelgezelschap uit Toronto. Howel hij op de eerste plaats toneelschrijver is publiceerde hij ook romans, gedichten, columns en een autobiografie. Daarnaast doceert hij Creative Writing and Theatre Studies aan de University of Guelph.

 

 

As Sure As If

 

Longing is a kind of company
there is a generosity in it
a presence inside the ache
a gift
(standing on the subway and not thinking of you, sure, earlier there had
been something, but then: some skinny boy with fuzzy hair and a receding
hairline -- he had some girl pressed against a pole -- and suddenly it was
you, jumping up and down in my livingroom and saying "If you break my heart,
I'll break your face" and demanding we dye our hair, and it was your fierce
bravery against whatever it is that was killing you, as something so
evidently was, that I loved, very clearly "I have a lesion on my nose" you
said, I didn't bother to ask, I was afraid to ask, why you used that word,
lesion)
I have a feeling you'll turn up
But meanwhile,
there is, like a cold blast of wind in the face,
that whisper, when the cat makes a strange scurrying sound,
the certainty of my longing,
which places you here beside me
as sure as if

 

 

 

 

Sky_Gilbert
Sky Gilbert (Norwich, 20 december 1952)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Hortense Calisher werd geboren in New York op 20 december 1911. Hortense Calisher overleed op 15 januari van dit jaar op 97-jarige leeftijd. Zie ook mijn blog van 20 december 2008.

 

Uit: Sunday Jews

 

„In her mid-sixties, Zipporah Zangwill, born in Boston to longtime residents of that name, for over forty years married to Peter Duffy, who teaches philosophy in New York, and herself well-known as a "social" anthropologist, has informed her family, a large clan, that from now on she wishes to be known as Zoe-sending out cards to that effect, along with an invitation to a celebratory party.
To Peter, who has perhaps been aware of her progress toward some decision that will mortally affect their lives, if not this one, she has merely shown the cards, ordered from the same stationer who had always supplied the formal announcements the years had required: engagements and weddings of the children, anniversaries of all kinds, plus bids to those coveted "theme parties" she threw when some professional or affectionate interest erupted. And of course the two change-of-address announcements, of yore.
These newest cards, thinner than any of those and modest in size, say simply "One of our Sundays," giving the date. The time would be known by custom as afternoon, the eats to straggle along with individual noshing, and focus hard as dusk falls. A footnote, lower left, in small but legible print, says: "From now on Zipporah asks to be known as Zoe..." It's not certain whether the reason for the party is this.
Few phone to inquire. For some grateful elders in the circle, she is their only fount of surprise. The Duffy children-Gerald, Charles, Nell, Erika, and Zachary, all grown now-do mildly mention it, in no order of age status except whoever had the smarts and the sass to speak up first. They chat constantly, over a sibling network maintained either coastto coast from their homes or now and then from sites no longer as strange as those their mother had all their young lives gone to. Their feeling on her travels had long since been expressed by Mickey, a former youngest son, whose age was fixed, he having died at twelve: "She never really leaves us. And she always comes back."
The network isn't kept out of duty. All the Duffys have the kind of family feeling that filches away their attention even from those they are married to. Charles, an academic always somewhere in the middle of the country, is also their median voice. "They're so close a pair. They never skimped us. But it helped us close ranks." His puns, as a part-time lawyer as well as a physicist, make Nell sigh. "A pun should be more illegal, Chuck. But I hear you."

 

 

 

 

hortense

Hortense Calisher (20 december 1911 – 15 januari 2009)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Jürg Laederach werd geboren op 20 december 1945 in Basel. Zie ook mijn blog van 20 december 2008.

 

Uit: Depeschen nach Mailland

 

„Gesendet: Donnerstag, 28. Februar 2002 09:15

Mein Vorzugslokal, um die Ecke, betrat ich neulich frühmorgens bettverstruwwelt, bewußtlos, suchte einen Espresso. Stand also davor, hebe den Blick – und es ist komplett abgerissen, Erdgeschoß eines großen Hauses, total ausgeräumt, alle Tapeten ab, nur noch die nackte Betonkammer der Innenschachtel. Wirkte plötzlich sehr klein, genau wie im Blade-Runner-Film, Lokal anno 2567. Sarkastisch, hinten brannten noch zwei Lichter, dies waren aber über Nacht angezündete vergitterte

Baulampen, die den Abriß beleuchten sollten. Lokal, seinerzeit, von leichtgeschürzten Damen bewirtet: fraß der Bagger sie? Im spießigen Nebenlokal konnte man mir über die Zukunft keine Aussage geben, obgleich ich ihnen nach dem Espresso den Kaffeesatz hinstreckte.

 

Gesendet: Samstag, 9. März 2002 09:34

Vielen Dank, du schoßt mit dem bestenMilt Jackson, den ich je hörte, den Vogel ab, sofern Jazz ein Vogel ist. Gestern vor dem Einschlafen stöhnte ich kurz, heut früh beim Aufwachen stöhnte ich wieder, und als Bemerkung, über mehrere Stunden verteilt, war es tiefsinniger als jeder Filosof. Ich melde mich, tat dir gestern blind was auf die Post, was ich selbst leicht nach-masterte, damit man’s mit Genuß hören kann. Merz aus deinem Live-Diskurs, d. h. deiner Rede, die Unterwerfungsun Selbstabwertungs-Gesten aus, und du wirst ein nützliches Mitglied dieser nutzlosen Gesellschaft, vielleicht dereinst eine Säule, dies sagt dir deine Gouvernante.

 

Gesendet: Donnerstag, 14. März 2002 02:12

Von John Patitucci kaufte ich gerade etwas demAnschein nach Tolles, das sich als eine Countryside-Platte entpuppte, zu der der Efeu wachsen und die Pferde grasen können. Gott, wenn diese Musiker sich bloß auf ihren Beruf konzentrieren und uns nicht auch noch den Privatmann zeigen möchten, der nichts taugt. Was mich sehr interessiert ebenfalls: wo hast du beim Getz das attraktive Plastiktäschchen her? Ist das irgendwo käuflich? So was such ich schon lange, sieht hochelegant aus.

Ich bin verzögert, also bitte Geduld, kannst nicht jeden Tag von meinen Absinthen saufen.“

 

 

 

 

Juerg_Laederach2
Jürg Laederach (Basel, 20 december 1945)

 

 

 

 

De Turkse schrijver Aziz Nesin werd geboren op 20 december 1915 in Istanbul. Zie ook mijn blog van 20 december 2008.

 

Uit: Istanbul Boy (Vertaald door Joseph S. Jackson)

 

„They often ask me, "How can you write so much?"

They say that some artists have peris which blow art on their souls. When peris are mentioned, I see an airmaid--something like a mermaid, whose upper part is girl and the bottom fish--she is bird below, and above, a ravishing beauty with golden hair. This half-bird, half-girl peri whispers inspiration into the ear of the artist on whose shoulder she perches. She gives him the copy.

I have no peri, but I have inspirational demons, witches and fiends. Mine are not half-bird, half-girl; they are, at the best, one-tenth human and the balance, monster. They don't perch on my shoulder, they climb on my back; I double up under them in blood and tears, tired and exhausted. I don't have just one demon or witch, I have herds and herds. If two of them get off, three more climb on my back.

Peris are of matchless beauty; witches, demons, of matchless ugliness.

Peris caress; demons strike, pinch, bite.

The inspirational fairy breathes into the ear of the artist on whose shoulder she perches; she inspires him.

The witches, demons and monsters who are on my back, who hurl themselves on me, ceaselessly command, force, and rebuke me.

"Write! Write, you! Don't stop; write! Why do you stop? Do you have the right to sleep, you? Wake up! Don't sit down--get up, quick! You can't get sick--pssst, come on, get up--write!"

My demons, witches and monsters are the ones who demand the rent, those who ask for money, my creditors, my inexhaustible necessities.

If I didn't write, what would I do?

In all this world, there is nothing which will inspire and force an artist to work as much as holes in the soles of his shoes.

If it had been in my hands, I would have had the Universal Society for the Propagation of Human Rights add the following article:

"The right to get sick is man's most indisputable, irrefutable, natural, and social right; every human may get sick."

I have always envied the happy people who can lie down on their backs in bed when they get sick. In my life, which has extended half a century, I haven't used my right to get sick for even one small day; my inspirational witches and monsters won't leave me alone. They are in my dream at night, my daytime fancies, in my whole world.

"Write!"

I write.

"Write more."

I write more.

If I look at the emerald green meadows in the morning dew with longing in my heart, I want to stretch out at full length on the grass. If only I could stroll there in my bare feet, the fifty years of weariness would quickly flow from my feet through and under the skin of the earth.“

 

 

 

 

aziz_nesin
Aziz Nesin (20 december 1915 – 6 juli 1995)

Signerend

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 20e december ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 20:30 Reageer op dit bericht

Vaino Linna, Gernot Wolfgruber, Alain de Botton, Peter May, Sandra Cisneros

De Finse schrijver Väinö Linna werd geboren op 20 december 1920 in Urjala, bij Tampere. Zie ook mijn blog van 20 december 2006 en ook mijn blog van 20 december 2008.

 

Uit: The Unknown Soldier (Vertaald door David McDuff)

 

„The rain clouds dispersed in rags that gleamed ever lighter. As the sun shone between the rags, the grey morning began to sparkle. Wet, the forest glittered, and although the grass still soaked the legs of their trousers up to the knees, it was pleasant to walk through. The damp began to vanish from their clothes in the warmth of the sun, and this fresh and beautiful summer morning lifted from their minds the mood of gloom the rainy, oppressive night had inspired.

Sometimes a shot rang out, and there was the hum of a motor up ahead.

‘The road’s not far away, lads.’

‘Ruki vverkh, idi syuda, idi syuda!’

A man emerged from the bushes holding a white scrap of cloth. He was followed by others, a couple of dozen men in all. These prisoners belonged to the same lost and wandering detachments to which the prisoner shot by Lehto had also belonged, as well as the men Määttä had seen. Although none of them knew what the general situation was, the men realized from this surrender that something decisive had happened. The enemy was scattered, and during the night the artillery fire had changed to a direction that seemed to be far ahead of them.

Then they saw the road. Cautiously, they ventured out on it, but were soon satisfied there was no danger there. The morning sun had already dried the road’s surface, which the caterpillar tracks had torn up late in the fighting. They had scarcely got onto the road when a bicycle troop approached from the direction of the frontier.

‘What’s this bunch, then?’

‘Jaeger battalion. How far away is the neighbour?’

‘There’s a couple of dozen of him in that clump of spruces over there.’

‘Don’t try to be funny with me. Where’s your company commander?’

The helmeted Jaeger lieutenant dismounted from his bicycle. With his helmet, his rolled-up sweater sleeves and the submachine gun dangling from a cord round his neck, he had a thoroughly martial look. His men looked the same. They were clearly in a different class from the ragged infantry, and it was obvious that they also saw themselves as some kind of elite force.

Kariluoto came hurrying to the spot. He greeted the new officer enthusiastically:

‘How’s it going? What’s your objective?’

‘Äänisjärvi. Loimola’s certainly a bit closer. Are you the company commander? I was told that I’d run into troops from your regiment here and was ordered to make contact.’

 

 

 

 

Linna
Väinö Linna (20 december 1920  - 21 april 1992)

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Gernot Wolfgruber werd geboren op 20 december 1944 in Gmünd. Zie ook mijn blog van 20 december 2008.

 

Uit: Auf freiem Fuß

 

„Es war alles zu selbstverständlich. Ich bin gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass es nicht selbstverständlich sein könnte. Weil es sich von selbst verstand, brauchte ich nichts zu verstehen. Es sprach alles dafür: ich würde einen Beruf erlernen, würde Lehrling werden. Reden waren da nicht notwendig. Mein Bruder war schon Lehrling, Elektriker, im vierten Jahr. Ich würde auch einer werden. Oder Hilfsarbeiter. Aber für einen Hilfsarbeiter war ich zu gescheit. Und das ganze Gesindel waren Hilfsarbeiter. Wir waren anständige Leute. Alle Brüder meiner Mutter hatten einen Beruf erlernt. Sie lebten nicht mehr. Aber es wurde oft von ihnen gesprochen. Die Handelsschule wäre theoretisch noch eine Möglichkeit gewesen. Vielleicht wäre ich gegangen, wenn es eine im Ort gegeben hätte. Aber die nächste war dreißig Kilometer entfernt. Und meine Mutter sagte, ich weiß nicht, ob wir uns das leisten können. Ich hatte auch kein Interesse.”

 

 

 

gernot_wolfgruber

Gernot Wolfgruber (Gmünd, 20 december 1944)




De Zwitserse schrijver en filosoof
Alain de Botton werd geboren in Zürich op 20 december 1969. Zie ook mijn blog van 20 december 2006 en ook mijn blog van 20 december 2007 en ook mijn blog van 20 december 2008.

 

Uit: The Consolations of Philosophy

 

„And so he had been led to meet his end in an Athenian jail, his death marking a defining moment in the history of philosophy.

An indication of its significance may be the frequency with which it has been painted. In 1650 the French painter Charles-Alphonse Dufresnoy produced a Death of Socrates, now hanging in the Galleria Palatina in Florence (which has no cafeteria).

The eighteenth century witnessed the zenith of interest in Socrates' death, particularly after Diderot drew attention to its painterly potential in a passage in his Treatise on Dramatic Poetry.

Jacques-Louis David received his commission in the spring of 1786 from Charles-Michel Trudaine de la Sablière, a wealthy member of the Parlement and a gifted Greek scholar. The terms were generous, 6,000 livres upfront, with a further 3,000 on delivery (Louis XVI had paid only 6,000 livres for the larger Oath of the Horatii). When the picture was exhibited at the Salon of 1787, it was at once judged the finest of the Socratic ends. Sir Joshua Reynolds thought it 'the most exquisite and admirable effort of art which has appeared since the Cappella Sistina, and the Stanze of Raphael. The picture would have done honour to Athens in the age of Pericles.'

I bought five postcard Davids in the museum gift-shop and later, flying over the ice fields of Newfoundland (turned a luminous green by a full moon and a cloudless sky), examined one while picking at a pale evening meal left on the table in front of me by a stewardess during a misjudged snooze.“

 

 

 

alain-de-botton
Alain de Botton (Zürich, 20 december 1969)

 

 

 

 

De Schotse schrijver Peter May werd geboren op 20 december 1951 in Glasgow. Peter May wijdde zijn talenten vooral aan het televisiedrama. Voor de BBC creëerde hij drie belangrijke series: The Standard, Squadron en Machair. In 1978 publiceerde hij zijn eerste roman The Reporter.  Tegenwoordig combineert May zijn talent voor verhalen vertellen met gedegen research. Hij is erelid van de Chinese Crime Writers’ Association. Zijn China Thrillers worden vanwege de fascinerende karakters, ingenieuze plots, en de wetenschappelijke en medische details hooglijk geprezen. 

 

Uit: De Vuurmaker

 

„Verderop, voorbij een paar oudere appartementencomplexen die er in de verste verte niet Europees uitzagen, sloegen ze weer links af en reden ze de Dong Jiaominxianglaan in, een smallere straat waar het licht bijna totaal door overhangende bomen tegengehouden werd. Enkele fietsenmakers hadden op de stoep hun zaak opgezet en profiteerden zo optimaal van de schaduw. De straat was vol auto's en fietsen. Aan hun rechterkant was een poort, die leidde naar een enorm groot, modern wit gebouw. Dat stond boven aan een bordes dat door twee leeuwen bewaakt werd. Hoog boven de ingang hing een reusachtig roodgouden wapen.
'China Hooggerechtshof,' zei Lily, en Margaret had nauwelijks tijd om te kijken voor de auto links afsloeg en plotseling met piepende remmen stopte. Ze hoorde een bons en gekletter. Hun chauffeur gooide haar armen in de lucht, haar adem stokte vol ongeloof, en ze sprong de auto uit.
Margaret rekte zich uit om te zien wat er aan de hand was. Ze reden net onder een poort door een terrein op met verspreid staande gebouwen en waren tegen een fiets gebotst. Margaret hoorde de schelle stem van hun chauffeur die de fietser een fikse uitbrander gaf. Deze krabbelde overeind en was zo op het oog ongedeerd. Toen hij stond, zag ze dat het een politieman was van begin dertig.“

 

 

 

 

Peter_May
Peter May (Glasgow, 20 december 1951)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Sandra Cisneros werd geboren op 20 december 1954 in Chicago. Zie ook mijn blog van 20 december 2008.

 

Uit: Vintage Cisneros

 

„In English my name means hope. In Spanish it means too many letters. It means sadness, it means waiting. It is like the number nine. A muddy color. It is the Mexican records my father plays on Sunday mornings when he is shaving, songs like sobbing.
It was my great-grandmother's name and now it is mine. She was a horse woman too, born like me in the Chinese year of the horse-which is supposed to be bad luck if you're born female-but I think this is a Chinese lie because the Chinese, like the Mexicans, don't like their women strong.
My great-grandmother. I would've liked to have known her, a wild horse of a woman, so wild she wouldn't marry. Until my great-grandfather threw a sack over her head and carried her off. Just like that, as if she were a fancy chandelier. That's the way he did it.
And the story goes she never forgave him. She looked out the window her whole life, the way so many women sit their sadness on an elbow. I wonder if she made the best with what she got or was she sorry because she couldn't be all the things she wanted to be. Esperanza. I have inherited her name, but I don't want to inherit her place by the window.
At school they say my name funny as if the syllables were made out of tin and hurt the roof of your mouth. But in Spanish my name is made out of a softer something, like silver, not quite as thick as sister's name-Magdalena-which is uglier than mine. Magdalena who at least can come home and become Nenny. But I am always Esperanza.“

 

 

 

 

Cisernos
Sandra Cisneros (Chicago, 20 december 1954)
Geschreven door Romenu om 20:27 Reageer op dit bericht

Ramon Stoppelenburg, Ferdinand Avenarius, Mendele Mojcher Sforim, John Fletcher

De Nederlandse schrijver Ramon Stoppelenburg werd geboren in Leiden op 20 december 1976. Zie ook mijn blog van 20 december 2008.

 

Uit Let me stay for a day

 

„Via Inverness I traveled through the Scottish Highlands to Fort William. My host in Inverness, a Norwegian flight courier, took me halfway down along the water of Loch Ness, from where a primary school headmaster from Australia stopped along the road to give me a lift to Fort William.

It took me two days to get away from the quaint little place – Fort William is one of Scotland ’s tourist hot spots with an image as if the Dutch draftsman Anton Pieck would have painted it. A lonely ski lift on a green hill even makes it one of five places in the Scottish mountains where you can ski in winter. It had never occurred to me that people could ski in Scotland!
Scotland goes, as worldwide known, with rain, but in the Highlands this rain turns to snow in winter. The Scots even taught me a practical proverb: If you can’t see the hills, it is raining. If you can see the hills, it will rain soon.’

After one night in Fort William I tried catching a lift south. I spent more than four hours in the pouring rain and got used to the idea that no-one wanted to offer me a ride. I gave up for that day and was lucky enough to be able to spend another night with my host family in Fort William.

The following day there was hail in the early morning, pouring rain the rest of the morning and just a little bit of sunshine in the afternoon. Scotland is a funny country weather-wise.“

 

 

 

 

stoppelenburg
Ramon Stoppelenburg (Leiden, 20 december 1976)

 

 

 

 

De Duitse dichter en activist Ferdinand Avenarius werd geboren in Berlijn op 20 december 1856. Zie ook mijn blog van 20 december 2008.

 

 

Der Seelchenbaum.

 

Weit draußen, einsam im öden Raum
steht ein uralter Weidenbaum
noch aus den Heidenzeiten wohl,
verknorrt und verrunzelt, gespalten und hohl.
Keiner schneidet ihn, keiner wagt
vorüberzugehn, wenn's nicht mehr tagt,
kein Vogel singt ihm im dürren Geäst,
raschelnd nur spukt drin der Ost und West;
doch wenn am Abend die Schatten düstern,
hörst du's wie Sumsen darin und Flüstern.

 

Und nahst du der Weide um Mitternacht,
du siehst sie von grauen Kindlein bewacht:
Auf allen Ästen hocken sie dicht,
lispeln und wispeln und rühren sich nicht.
Das sind die Seelchen, die weit und breit
sterben gemußt, eh' die Tauf' sie geweiht:
Im Särglein liegt die kleine Leich',
nicht darf das Seelchen ins Himmelreich.
Und immer neue, - siehst es du? -
in leisem Fluge huschen dazu.

 

Da sitzen sie nun das ganze Jahr
wie eine verschlafene Käuzchenschar.
Doch Weihnachts, wenn der Schnee rings liegt
und über die Länder das Christkind fliegt,
dann regt sich's, pludert sich's, plaudert, lacht,
ei, sind unsre Käuzlein da aufgewacht!
Sie lugen aus, wer sieht was, wer?
Ja freilich kommt das Christkind her!
Mit seinem helllichten Himmelsschein
fliegt's mitten zwischen sie hinein:
»Ihr kleines Volk, nun bin ich da -
glaubt ihr an mich?« Sie rufen: »Ja!«
Da nickt's mit seinem lieben Gesicht
und herzt die Armen und ziert sich nicht.
Dann klatscht's in die Hände, schlingt den Arm
ums nächste - aufwärts schwirrt der Schwarm
ihm nach und hoch ob Wald und Wies'
ganz graden Weges ins Paradies.

 

 

 

 

avenarius

Ferdinand Avenarius (20 december 1856 – 22 september 1923)

Portret door Christian Hinrich

 

 

 

 

De Wit-Russische, jiddische, schrijver Mendele Mojcher Sforim werd geboren op 20 december 1835 in Kpyl bij Minsk. Na de dood van zijn vader verliet hij als 13-jarige zijn geboorteplaats om aan verschillende Talmoedscholen in Litouwen te studeren. Op zijn reizen door de Oekraïne deed hij talrijke indrukken op van het joodse leven die later in zijn werk hun literaire neerslag vonden. Van 1853 tot 1858 verbeef hij in het Poolse Kamieniec Ząbkowicki, waar hij trouwde. Door psychische problemen van zijn vrouw hield het huwelijk geen stand. Van 1858 tot 1869 woonde hij in Berdychev in de Oekraïne. Daarna leefde hij de rest van zijn leven grotendeels in Odessa. Mendeles werk beweegt zich tussen twee polen: satirische beschrijving van de ghettojoden aan de ene kant en serieus engagement voor het joodse volk aan de andere kant.

 

Uit: Fischke der Krumme

 

„Wenn die helle Sommersonne über das Land zu scheinen beginnt, wenn die Menschen sich wie neugeboren fühlen und ihre Herzen sich beim Anblick der schönen Welt Gottes freuen, dann fängt bei den Juden die eigentliche Zeit der Wehmut an, die Zeit des Weinens und Klagens. Dann beginnt das ganze Trauerregister: Fasten, Selbstkasteiung, Jammer und Klage von den Tagen der »Sfiro« an bis spät in die Jahreszeit des großen Schmutzes und der naßkalten Tage hinein. Diese Zeit ist für mich, Mendel den Buchhändler, ein dauernder Jahrmarkt: ich arbeite, fahre ständig umher und versorge die Juden in allen Städtchen mit den notwendigsten Utensilien zum Weinen: mit Kines und Sliches, Frauen-Tchines, Mane-Loschens, Scheifres und Machsejrim. Die Juden klagen und jammern den ganzen Sommer durch, und ich mache dabei mein Geschäft. Aber nicht davon will ich sprechen.

Einmal sitze ich so früh morgens am Schiweossor-be-Tammus, wie es einem richtigen Juden geziemt, mit Tales und Tfillim angetan, mit der Peitsche in der Hand auf dem Bocke meines Wägelchens. Ich halte die Augen geschlossen, um beim Beten nicht auf die leuchtende Welt zu schauen. Die Natur ist aber just wunderschön und zwingt mich wie mit einer Zauberkraft, sie anzublicken. Lange kämpfe ich mit mir selbst. Der gute Trieb sagt: »Pfui! Es ist verboten!« Der böse Trieb aber setzt mir zu: »Ist nicht so schlimm! Gönne dir nur das Vergnügen, du Närrchen!« Und er macht mir auch wirklich ein Auge auf. Wie zum Trotz leuchtet vor mir ein herrliches Panorama auf: Felder, mit weißem, blühendem Buchweizen wie mit weißem Schnee überschüttet, daneben goldgelbe, moirierte Streifen des Weizens und mattgrüne Kukuruzpflanzungen; ein schönes, grünes Tal, beiderseits von Nußwäldchen eingefaßt, unten fließt ein kristallklarer Bach, die Sonnenstrahlen baden darin und überschütten ihn mit funkelnden, goldenen Flittern. Die weidenden Kühe und Schafe sehen aus der Ferne wie dunkle, rote und bunte Punkte aus.“

 

 

 

sforim
Mendele Mojcher Sforim (20 december 1835  -  8 december 1917)

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver John Fletcher werd geboren in Rye (Sussex) en gedoopt op 20 december 1579. Over Fletchers jeugd is weinig bekend. Hij was de zoon van Richard Fletcher, bisschop van Londen en volgde een opleiding in Cambridge. Duidelijk is dat hij in 1606 in Londen verkeerde en al werkte als toneelschrijver voor de toen bestaande kindertheatergezelschappen, waaronder de Children of Paul's. Hij werkte een aantal jaren nauw samen met zijn vriend en collega Francis Beaumont. Zij woonden ook een tijdlang samen in Bankside, Southwark, een wijk die een aantal roemruchte theaters telde, tot Beaumont in 1613 in het huwelijk trad. De vrienden schreven gezamenlijk een groot aantal succesvolle stukken, later ook voor de King's Men, het gezelschap van William Shakespeare dat eerder bekend stond onder de naam Lord Chamberlain's Men en dat optrad in The Globe. John Fletcher werkte, behalve met Francis Beaumont, ook samen met een aantal andere schrijvers, zoals William Rowley, Thomas Middleton en ook in enkele gevallen met Shakespeare. The Two Noble Kinsmen, gepubliceerd in 1634, bevat aanvullingen van Shakespeare en Shakespeares Henry VIII bevat aanvullingen van Fletcher. John Fletcher overleed op 46-jarige leeftijd aan de pest tijdens een ernstige uitbraak van de ziekte in Londen in 1625.

 

 

Orpheus I Am, Come From The Deeps Below

 

Orpheus I am, come from the deeps below,

To thee, fond man, the plagues of love to show.

To the fair fields where loves eternal dwell

There's none that come, but first they pass through hell:

Hark, and beware! unless thou hast loved, ever

Beloved again, thou shalt see those joys never.

 

Hark how they groan that died despairing!

Oh, take heed, then!

Hark how they howl for over-daring!

All these were men.

 

They that be fools, and die for fame,

They lose their name;

And they that bleed,

Hark how they speed!

 

Now in cold frosts, now scorching fires

They sit, and curse their lost desires;

Nor shall these souls be free from pains and fears,

Till women waft them over in their tears.

 

 

 

 

Fletcher
John Fletcher (20 december 1579 - 29 augustus 1625)

 

Geschreven door Romenu om 20:24 Reageer op dit bericht

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