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Berichten van 5 februari 2010 tot 6 februari 2010

Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Dermot Bolger, Pramoedya Ananta Toer

De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Schutzgebiet

 

“Die Eingeborene hebt ihre Hängebrust mit der Hand an, damit das Baby auf ihrem Arm leichter daran saugen kann. Ab und zu kratzt sich die Frau. Bei jeder Bewegung klirren die Reife - aus Gold? -, die ihr wie ein Mühlsteinkragen vom Hals abstehen. Sie schaut teilnahmslos, als ob sie Henry nicht wahrnehmen würde. Auf der weißen Tafel vor dem Zaun ihres Geheges liest er: Négresse avec petit (Tola).
Auf der Wiese daneben haben sich die Schwarzen in einer Reihe vor einem Lagerfeuer aufgestellt, über dem ein Tier brät, machen zwei Schritte vor, beugen den Oberkörper, treten zurück, eine menschliche Welle, dazu singen sie etwas. Sie tragen schwere Holzschilder und Lanzen, ihre nackten Oberkörper sind vollständig tätowiert. Der Rauch des Feuers weht so dicht, dass der Eiffelturm, der die ganze Zeit über mächtig im Hintergrund in den Himmel ragte, verschwunden ist. Fast scheint es Henry in diesem Moment, als ob er sich tatsächlich im afrikanischen Busch befände.
Was die Tätowierungen wohl darstellen?, fragt Henrys Cousine, Mlle. Villiers, die ihr Taschentuch wieder vom Mund genommen hat, so dass ihre schmalen Lippen zum Vorschein kommen.
Ob er etwas erkennen könne.
Sie beugt sich über den hüfthohen Holzzaun, hält dabei ihren weißen Hut am Hinterkopf mit der einen Hand fest, in der anderen ihr zusammengebundenes Spitzensonnenschirmchen. Eine brünette Strähne hängt ihr ins Gesicht.
Henry ist unklar, ob das eine weitere Probe ist, das Stichwort für etwas, das von ihm erwartet wird. Kurzentschlossen ruft er nach dem Wärter mit dem gelben Tropenhelm. Einer der Eingeborenen im Gehege solle an den Zaun treten. Der harsche Befehlston aus seinem Mund überrascht ihn selbst - und freut ihn zugleich, weil er seine eigene Stimme sicher und, wie er meint, nahezu akzentfrei in der fremden Sprache reden hört. Als seine Cousine entrüstet sagt, sie verlasse unverzüglich das Gelände, weiß er, dass er richtig gehandelt hat. Mehrmals dreht sie sich um und zeigt ihm ihr schnell aufgespanntes Schirmchen, woraufhin er sie lächelnd bitten muss, zu bleiben. Schließlich lässt sie sich mit gespielt beleidigter Miene und erhobener Stupsnase dazu bewegen.
Wortlos, mittels eines Stocks, einer Art Zeigestab, hebt der Wärter den tätowierten Arm des schwarzen Mannes an, etwa so wie man ein Stück Fleisch in der Pfanne wendet, um zu überprüfen, ob es schon gar ist. Mlle. Villiers wirft zunächst nur einen kurzen angewiderten Blick darauf. Dann, nachdem Henry über die bunten Spiralen, Kreise und Rechtecke auf der Haut des Wilden streicht - ganz glatt ist sie, wie die eines Kindes -, berührt auch seine Cousine den Arm vorsichtig mit den Fingerkuppen.“

 

 

 

 

steinaecker
Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

 

 

 

 

De Vlaamse schrijfster Annelies Verbeke werd geboren op 6 februari 1976 in Dendermonde. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Groener Gras

 

„Op een frisse lentemiddag ontmoette ze een man bij het prikkeldraad. Hij heette Bert en was een jaar of tien ouder dan zij.
`Je lijkt nogal van koeien te houden', zei Bert.
Ze haalde haar schouders op en bleef strak voor zich uit kijken. Hij stond nogal dichtbij, vond ze. Met haar nagel verwijderde ze wat mos van een houten paaltje dat de elektrisch geladen afrastering op zijn plaats hielp te houden.
`Ken je de gebroeders Heck?' vroeg Bert.
Lola schudde haar hoofd. Ze kende niet zo veel mensen.
`Die hebben het Heckrund ontworpen. Tot op de dag van vandaag is dat de beste poging om de oeros na te maken. Die is sinds de Middeleeuwen uitgestorven.'
Hij leek indruk op haar te willen maken.“

 

 

 

 

Verbeke
Annelies Verbeke (Dendermonde, 6 februari 1976)

 

 

 

De Ierse schrijver en uitgever Dermot Bolger werd geboren op 6 februari 1959 in Dublin. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: In High Germany

 

„You are eleven now, Son. All you think of every day is football, football and more football. Upsetting the old man in the flat below us by kicking ball on the grass, in the car-park spaces. Anywhere you can find room in this apartment block.

How very un-German of you not to obey the house rule about making noise.The afternoon hours when one is not allowed to use the Hoover or play the radio too loud.Their neat German laws. It was never like that at home in Dublin, with kids shouting night and day. But Dublin will never be your home and it is no longer mine.

I am Irish in Germany.You are half- Irish in Germany and half-German in Ireland.Maybe it is even harder for you than for me, in no man’s land. Your German accent and your Irish looks. When you grow up, perhaps you will play football for some big German team. But if you ever become a star, I will make sure that the football shirt you wear will be the green one of Ireland.

That was the shirt I was wearing twelve years ago, when I first heard, in a phone call, that you were going to be born. Sometimes now you ask me about that. About the last time I saw Ireland play. Not in Dublin, but here in Germany, when I followed them around in Euro 1988. I saw them play England and Russia and Holland.

That was the last week of my youth or at least of my old life.The last time I stood among lots of Irish voices. The last day I woke without thinking of myself in a new way – as a father. Some nights still, when I am getting a train in the main station, I remember that night back in 1988. Holland had just beaten Ireland. I came back here to Hamburg without phoning your mother to tell her I was coming.”

 

 

 

Bolger
Dermot Bolger (Dublin, 6 februari 1959)

 

 

 

 

De Indonesische schrijver Pramoedya Ananta Toer werd geboren in Blora op Midden-Java op 6 februari 1925. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Footsteps

 

"Within just a few weeks something wondrous happened. All the Chinese merchants in Surabaya -- followed later by those in other towns -- refused to patronize the European merchant houses. The big European trading house where the initial incident had taken place went bankrupt. Soon afterward several others also had to close up. These bankruptcies were followed by chaos among the banks. The business world was thrown into turmoil and confusion. The impact was felt right down to the lanes and alleys of the villages.

"It's a boycott," said Frischboten. He explained the Irish actions against Captain Boycott proving that it's not just the strong who have power, but also the weak, providing they organize. "And only through organizing can the weak show their true strength. The boycott is the concrete form of the power of the weak."

His words burned through me. I was sent aflame. Everything could be won merely by organizing the weak. So simple! I could do that, I thought, tomorrow, the next day, even now."

 

 

 

 

Pramoedya_Ananta_Toer_2
Pramoedya Ananta Toer (6 februari 1925 — 30 april 2006)


Zie voor nog meer schrijvers van de 6e februari ook mijn vorige twee blogs van vandaag.
Geschreven door Romenu om 17:14 Reageer op dit bericht

Heinz Kahlau, Felix Mitterer, John Henry Mackay

De Duitse dichter en schrijver Heinz Kahlau werd op 6 februari 1931 geboren in het dorpje Drewitz. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

 

Doppelter Regenbogen

Du lenktest unsre rasende Maschine.
Plötzlich vor uns ein Regenbogen.
Ein Regenbogen, riefst du,
ein doppelter Regenbogen!
So lange habe ich schon keinen Regenbogen gesehn
und nun ein doppelter!
Ob er richtig rund ist?
Ich kann mich doch nicht umdrehn!
Ich drehte mich um und sagte:
Ich kann das andere Ende sehn,
aber dort ist er nur einfach.
Kannst du sehn,
ob er über den ganzen Himmel geht?
fragtest du aufgeregt.
Über den ganzen Himmel, richtig rund,
wäre das schön!
Nein, das kann auch ich nicht sehen,
war meine Antwort -
aber bestimmt ist er rund.
Bestimmt!
sagtest du noch
und dann nichts mehr.
Warum hielten wir nicht an?

 

 

 

 

Eine Biographie

Als er klein war, sagten ihm die Großen:
Du musst warten, wachsen und gedeihn.
Und sie haben ihn zurückgestoßen,
als er wagte, groß und kühn zu sein.

Als er jung war, sagten ihm die Alten:
Du musst älter werden und gescheiter sein.
Und sie schafften es, ihn aufzuhalten,
und sie sperrten seine Einfalt ein.

Als er groß war, war er für die Taten
schon zu alt geworden und ihm fehlte Schwung.
Und er ging, die Jungen zu verraten,
denn sie waren ihm zu kühn und viel zu jung.

 

 

 

 

Kahlau
Heinz Kahlau (Drewitz, 6 februari 1931)

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver (toneel, hoorspelen en draaiboeken) Felix Mitterer werd geboren op 6 februari 1948 in Achenkirch, Tirol. Zie ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: In der Löwengrube

 

„KIRSCH: Guat, probier ma des Stückl - furchtbar, furchtbar, sag i enk! Koaner hats derspielt, herum gruadert mit die Arm, alle wia die Holzpflöck! Jetzt, derentwegen, mit meiner Begabung, nit, bin i wia der Judas, wia der echte Judas gwesen, hun mi direkt verwandelt in den Judas! Brennrote Haar, brennroten Bart, so an Zinken im Gfrieß, bugglert, hatschert, der ewige Jud halt, nit? So, und was is gschechen? Die Leut, die Zuaschauer, ham geglabt, i bin der echte Judas und ham mi nach der ersten Vorstellung derartig, aber schun derartig verdroschen, daß i ins Spital müassen hun. Aber an Stolz hun i ghabt, des kunn i enk sagen. An sakkrischen Stolz. So, nachand sozuagen der zwoate Wendepunkt, fünf Jahr spater. Geh i unten in Oetz beim Lehrerhaus vorbei, dee alte Lehrer is grad gstorben gwesen, und was siech i da? Die Frau vom Lehrer steht vor an Haufen Büacher und will sie anzünden. I hupf glei eini übern Zaun und blas ihr des Zündhölzl aus und schmier ihr oane. Büacher tuast ma du koane anzünden, sag i, so a Frevel. I moan, daß Ös mi recht verstehts: Judenbüachel is freilich koans dabei gwesen, des hab i nachand schon gsechen, weil die Judenbüacheln, de ghörn freilich verbrennt. I kenn zwar koa Judenbüachel, aber da sollen furchtbare Sachen drinstehn, hun i in der Zeitung glesen. Was steht denn da drin in so an Judenbüachel, wißts Ös des?

STRASSKY: (grinsend) Dekadente Schweinereien, Herr Höllrigl! „

 

 

 

 

Mitterer
Felix Mitterer (Achenkirch, 6 februari 1948)

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en anarchist John Henry Mackay werd geboren in Greenock op 6 februari 1864. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

 

Heimliche Aufforderung

 

Auf, hebe die funkelnde Schale

Empor zum Mund,

Und trinke beim Freudenmahle

Dein Herz gesund!

 

Und wenn du sie hebst, so winke

Mir heimlich zu –

Dann lächle ich, und dann trinke

Ich still wie du...

 

Und still gleich mir betrachte

Um uns das Heer

Der trunkenen Schwätzer – verachte

Sie nicht zu sehr:

 

Nein, hebe die blinkende Schale,

Gefüllt mit Wein,

Und laß beim lärmenden Mahle

Sie glücklich sein.

 

– Doch hast du das Mahl genossen,

Den Durst gestillt,

Dann verlasse der lauten Genossen

Festfreudiges Bild

 

Und wandle hinaus in den Garten

Zum Rosenstrauch –

Dort will ich dich dann erwarten

Nach altem Brauch...

 

Und will an die Brust dir sinken,

Eh du’s erhoffst,

Und deine Küsse trinken,

Wie ehmals oft,

 

Und flechten in deine Haare

Der Rose Pracht –

O komme, du wunderbare,

Ersehnte Nacht!

 

 

 

 

Mackay

John Henry Mackay (6 februari 1864 - 16 mei 1933)
Mackay’s gedichten op cd

 

Geschreven door Romenu om 17:11 Reageer op dit bericht

Irmgard Keun, Ernst Wilhelm Lotz, Ugo Foscolo, Wilhelm Schmidtbonn, Alfred Mombert, Christopher Marlowe, Sergio Corazzini

De Duitse schrijfster Irmgard Keun werd geboren op 6 februari 1905 in Charlottenburg. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Das kunstseidene Mädchen

 

„„Ich bin in Berlin. Seit ein paar Tagen. Mit einer Nachtfahrt und noch neunzig Mark übrig. Damit muss ich leben, bis sich mir Geldquellen bieten. Ich habe Maßloses erlebt. Berlin senkte sich auf mich wie eine Steppdecke mit feurigen Blumen. Der Westen ist vornehm mit hochprozentigem Licht – wie fabelhafte Steine ganz teuer und mit so gestempelter Einfassung. Wir haben hier ganz übermäßige Lichtreklame. Und ich war ein Gefunkel. Und ich mit dem Feh. [Mantel aus Eichhörnchenfell] Und schicke Männer wie Mädchenhändler, ohne dass sie gerade mit Mädchen handeln, was es ja nicht mehr gibt – aber sie sehen danach aus, weil sie es tun würden, wenn was bei rauskäme. Sehr viel glänzende schwarze Haare und Nachtaugen so tief im Kopf. Aufregend. Auf dem Kurfürstendamm sind viele Frauen. Die gehen nur. Sie haben gleiche Gesichter und viel Maulwurfpelz – also nicht ganz erste Klasse- aber doch schick – so mit hochmütigen Beinen und viel Hauch um sich. Es gibt eine Untergrundbahn, die ist wie ein beleuchteter Sarg auf Schienen – unter der Erde und muffig, und man wird gequetscht. Damit fahre ich. Es ist sehr interessant und geht schnell.“

(…)

„Ich bringe ihm Berlin, das in meinem Schoß liegt. Fragt er mich: ,Liebe Volksliederstimme, wo warst du heute?´ ,Ich war – auf dem Kurfürstendamm.´ ,Was hast du gesehen?´ Und da muss ich doch viele Farben gesehen haben: ,Ich habe gesehen – Männer an Ecken, die verkaufen ein Parfüm, und keinen Mantel und kesses Gesicht und graue Mütze, - und Plakate mit nackten rosa Mädchen – keiner guckt hin – ein Lokal mit so viel Metall und wie eine Operation, da gibt es auch Austern – und berühmte Photographen mit Bildern in Kästen von enormen Leuten ohne Schönheit. Manchmal auch mit.´“

 

 

 

Keun

Irmgard Keun (6 februari 1905 – 5 mei 1982)

 

 

 

 

De Duitse dichter Ernst Wilhelm Lotz werd geboren op 6 februari 1890 in Culm. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

 

Frühlingsatem


Eine Liebesfrohheit hat meine Wangen rot gepudert.
Mein Atem mischt sich weich dem Tagwind.

Wo ich die Straßen betrete, sind sie zum Festzug bereitet,
Ein blumiges Schauvolk festschreitet und gleitet.

Menschen erwartungs=groß haben sich aufgestellt,
Aus allen Fenstern kommen Blicke zu mir sonntag=erhellt.
Mit bloßem Kopf und mit vor Jungkraft zitternden Zehen
Muß ich immer und immer wieder durch Sonnenstraßen gehen.

Ich habe ein fernblaues Mädchen am Ende der Straße erschaut,
Das liebruhelos Säulen von Sonnenstaub vor mir baut.

Und während ich gehe, geht in meiner Herzbrust jemand mit viel Und ruft: Wir werden heut küssen! (schnelleren Füßen.
Weichluft=umschlungen verzittert mein Jubelschrei hinab in die Brust.
Und mein Atem strömt ab in den Wind.
Von Dächern weht ein Gelächter.

 

 

 

 

Lotz ernst-wilhelm 1
Ernst Wilhelm Lotz (6 februari 1890 – 26 september 1914)

 

 

 

De Italiaanse schrijver en dichter Ugo Foscolo (eig. Niccolò Foscolo) werd geboren op 6 februari 1778 in Zákynthos. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

 

To The Night 

 

Maybe because you always have appeared

The image of that fatal rest to me,

O night! You come towards me so dear!

Escorted by the summer clouds with glee

And by the gentle breezes full of cheer,

 

Or from the snowy air you come sending

That long, uneasy darkness to the world,

O summoned night, upon the earth descending,

The darkest secrets of my heart you hold.

 

At sight of you my mind begins to wander

To the eternal void beyond the sky;

And all along the wretched time meanders

And with it all my worries; meanwhile I

Stand looking at your peace that calms the torment

Within my raging spirit lying dormant.

 

Vertaald door Alexander Shaumyan

 

 

 

 

Ugo_Foscolo
Ugo Foscolo (6 februari 1778 – 10 september 1827)

Portret door François-Xavier Fabre, 1813.

 

 

 

 

De Duitse schrijver Wilhelm Schmidtbonn (eig. Schmidt) werd geboren op 6 februari 1876 in Bonn. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Die Flucht zu den Hilflosen

 

„Kürzlich sah ich ein Mütterchen, das am Strick einen Hund zum Töten führte..., kein schöner Hund, ein hässlicher Hund, kein Hund für Menschen..., obwohl ich meinen Hund immer angesehen habe..., nur seine Augen hatte ich immer betrachtet..., ihre blaue Tiefe hatte den ganzen Körper mit überleuchtet..., aber auf dem Leib des Hundes kann ich meine Stirn legen..., zu jeder Stunde, mitten in der Nacht..., ich war einige Jahre weg, er wartete, seine Augen waren fasst blind, ich übte Verrat... und hatte einen anderen Hund..., kann ein Hund warten?..., ein Hundejahr zählt sieben Menschenjahre..., eben strahlte er noch und schon ist er alt..., als ich nach Hause kam rief ich seinen Namen..., er erhob sich von der Erde, horchte in irgendeiner Richtung..., da erschien ein weißer Kopf..., er konnte nicht mehr springen..., er kam nicht höher als bis an meine Knie und fiel zur Erde..., ich musste ihn wieder aufrichten..., da kam mein neuer Gefährte und beide verbissen sich..., er konnte noch schreien..., seine Stimme war eine ganz fremde geworden, klirrend, blechern... und das schüttelte mein inneres am meisten - lächerlich menschenähnlich..., ich musste nach ein paar Wochen wieder weg..., er fand die offene Schublade..., verkroch sich unterm Bett und ein stöhnen, tief aus dem Urherzen der Welt selbst kam von ihm herauf..., den Hund bei den Pfoten nahm, abschied nehmend, schlug er nicht mit dem Schweif...,

 

 

 

 

Schmidtbonn
Wilhelm Schmidtbonn (6 februari 1876 - 3 juli 1952)

Portret door Gabriele Münters

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Alfred Mombert werd geboren op 6 februari 1872 in Karlsruhe. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

 

Der Mond

 

Der Mond. Steil in der Höh.

Groß. Stumm. Weiß. Hoffnunglos weiß.

Langsam,

säuselnder Wind.

Große stille Schneeflocken

weich herab.

Kommen und Bleiben.

Ein Da-Sein.

 

 

 

 

Sleeping they bear me

 

 

 

Sleeping they bear me

Into my homeland.

From far away I come,

Hither over peaks and chasms

Over a dark ocean

Into my homeland.

 

Now that I have quelled the strongest of the giants,

Out of the darkest land

Won my way home,

Led by a white fairy hand--

 

Echo heavy the bells.

And I stagger through the streets

Sleep-bound.

 

 

 

 

Vertaald door Jethro Bithell

 

 

 

 

mombert
Alfred Mombert (6 februari 1872 – 8 april 1942)

 

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver Christopher Marlowe werd geboren op 6 februari 1564 in Canterbury. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

 

Our conquering swords

 

Our conquering swords shall marshall us the way

We use to march upon the slaughter'd foe,

Trampling their bowels with our horses' hoofs,

Brave horses bred on the white Tartarian hills.

My camp is like to Julius Caesar's host,

That never fought but had the victory;

Nor in Pharsalia was there such hot war

As these, my followers, willingly would have.

Legions of spirits, fleeting in the air,

Direct our bullets and our weapons' points,

And make your strokes to wound the senseless light;

And when she sees our bloody colours spread,

Then Victory begins to take her flight,

Resting herself upon my milk-white tent--

But come, my lords, to weapons let us fall;

The field is ours, the Turk, his wife, and all.

 

 

 

 

Marlowe
Christopher Marlowe (6 februari 1564 - 30 mei 1593)

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

De Italiaanse dichter en schrijver Sergio Corazzini werd geboren op 6 februari 1886 in Rome.

Geschreven door Romenu om 17:09 Reageer op dit bericht

William S. Burroughs, Joris-Karl Huysmans,Terézia Mora, Rudolf Lorenzen, Henriette Hardenberg, Luc Indestege

De Amerikaanse schrijver William S. Burroughs werd geboren in Saint Louis (Missouri) op 5 februari 1914. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007  en ook mijn blog van 5 februari 2008 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: The naked lunch

 

Did I ever tell you about the man who taught his ass to talk? His whole abdomen would move up and down you dig farting out the words. It was unlike anything I had ever heard.
This ass talk had sort of a gut frequency. It hit you right down there like you gotta go. You know when the old colon gives you the elbow and it feels sorta cold inside, and you know all you have to do is turn loose? Well this talking hit you right down there, a bubbly, thick stagnant sound, a sound you could smell.
This man worked for a carnival you dig, and to start with it was like a novelty ventri- liquist act. Real funny, too, at first. He had a number he called The Better Ole that was a scream, I tell you. I forget most of it but it was clever. Like, "Oh I say, are you still down there, old thing?"
"Nah I had to go relieve myself."
After a while the ass start talking on its own. He would go in without anything prepared and his ass would ad-lib and toss the gags back at him every time.
Then it developed sort of teeth-like little raspy in- curving hooks and start eating. He thought this was cute at first and built an act around it, but the asshole would eat its way through his pants and start talking on the street, shouting out it wanted equal rights. It would get drunk, too, and have crying jags nobody loved it and it wanted to be kissed same as any other mouth. Finally it talked all the time day and night, you could hear him for blocks screaming at it to shut up, and beating it with his fist, and sticking candles up it, but nothing did any good and the asshole said to him Its you who will shut up in the end. Not me. Because we dont need you around here any more. I can talk and eat AND shit.
After that he began waking up in the morning with a transparent jelly like a tadpoles tail all over his mouth. This jelly was what the scientists call un-D.T., Undifferentiated Tissue, which can grow into any kind of flesh on the human body. He would tear it off his mouth and the pieces would stick to his hands like burning gasoline jelly and grow there, grow anywhere on him a glob of it fell. So finally his mouth sealed over, and the whole head would have have amputated spontaneous- except for the EYES you dig. Thats one thing the asshole COULDNT do was see. It needed the eyes. But nerve connections were blocked and infiltrated and atrophied so the brain couldnt give orders any more. It was trapped in the skull, sealed off. For a while you could see the silent, helpless suffer- ing of the brain behind the eyes, then finally the brain must have died, because the eyes WENT OUT, and there was no more feeling in them than a crabs eyes on the end of a stalk.

 

 

 

 

burroughs
William S. Burroughs (5 februari 1914 – 2 augustus 1997)

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Charles-Marie-Georges Huysmans werd geboren op 5 februari 1848 in Parijs. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2008 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

 

Rococo japonais


Ô toi dont l’oeil est noir, les tresses noires, les chairs
blondes, écoute-moi, ô ma folâtre louve !

 

J’aime tes yeux fantasques, tes yeux qui se retroussent
sur les tempes ; j’aime ta bouche rouge comme une baie
de sorbier, tes joues rondes et jaunes ; j’aime tes pieds
tors, ta gorge roide, tes grands ongles lancéolés, brillants comme
des valves de nacre.

 

J’aime, ô mignarde louve, ton énervant nonchaloir, ton
sourire alangui, ton attitude indolente, tes gestes mièvres.

 

J’aime, ô louve câline, les miaulements de ta voix, j’aime
ses tons ululants et rauques, mais j’aime par-dessus tout,
j’aime à en mourir, ton nez, ton petit nez qui s’échappe
des vagues de ta chevelure, comme une rose jaune éclose
d’ans un feuillage noir.

 

 

 

L’extase

 

La nuit était venue, la lune émergeait de l’horizon, étalant

sur le pavé bleu du ciel sa robe couleur soufre. J’étais

assis près de ma bien-aimée, oh ! bien près ! Je serrais ses

mains, j’aspirais la tiède senteur de son cou, le souffle

enivrant de sa bouche, je me serrais contre son épaule,

j’avais envie de pleurer ; l’extase me tenait palpitant,

éperdu, mon âme volait à tire d’aile sur la mer de l’infini.

 

Tout à coup elle se leva, dégagea sa main, disparut dans la

charmoie, et j’entendis comme un crépitement de pluie dans

la feuillée.

 

Le rêve délicieux s’évanouit… ; je retombais sur la terre,

sur l’ignoble terre. O mon Dieu ! c’était donc vrai, elle,

la divine aimée, elle était, comme les autres, l’esclave de

vulgaires besoins !

 

 

 

 

JK_Huysmans
Joris-Karl Huysmans (5 februari 1848 – 12 mei 1907)

Portret door Jean-Louis Forain

 

 

 

 

De Hongaarse, Duitstalige, schrijfster en vertaalster Terézia Mora werd geboren op 5 februari 1971 in Sopron. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: Der einzige Mann auf dem Kontinent

 

„Sie beugte sich über ihn, ihre Brüste schwangen nach vorn, ein Duft stieg ihren Bauch entlang hoch, er hob den Kopf ein wenig, um ihren Nabel zu sehen: eine kleine Muschel, mit einer oberen Krempe; er freute sich über den Anblick, doch dieser war nur die erste Etappe, was ihn wirklich interessierte, war die Fortsetzung: der mit einer kleinen Stufe ansteigende Unterbauch, die schokobraunen Schamhaare und, je nach deren aktueller Dichtigkeit, eventuell sogar die Schamlippen – doch ausgerechnet hier geriet etwas durcheinander, ein Arm schob sich ins Bild, was macht sie da, streicht sie sich eine Strähne aus dem Gesicht?, unter dem Ellbogen blitzte eine Gruppe Stockrosen auf, dazwischen stach die Sonne herein – Nein!, sagte er. – Oh, sagte sie, du schläfst noch. – Ja, sagte er im Schlaf.

An einem Freitag, dem 5. September, kurz nach 8 Uhr am Morgen, erschien ein Mann, nicht groß, schlank, gebräunt, wohl gekämmt, am Etagenempfang im ersten Stock eines Bürohauses und fragte nach Darius Kopp von der Firma Fidelis. Die Dame am Empfang gab die Information, der Herr sei zu dieser frühen Stunde noch nicht im Hause. Der elegante Mann sagte, er habe es eilig. Die Empfangsdame, ihr Name ist Frau Bach, sah, dass ihm Schweiß auf der Stirn stand, ein Tropfen machte sich auf den Weg zur Schläfe, ein anderer zur Nase. Frau Bach fand den Mann, so wie er vor ihr stand, sehr attraktiv. Er fragte, ob er ein Paket dalassen könne. Frau Bach wurde vorsichtig. Sie wissen, die Zeiten sind gefährlich, keine unbeobachteten Gepäckstücke, in so einem großen Bürohaus einfach ein Paket anzunehmen – Ein Gerätekarton, Inhalt laut Aufschrift und Bild ein WaveLAN24-Access-Point, aber die Verpackung war geöffnet worden, das sah man –, dass Sie mir Ihre Visitenkarte dalassen, würde mir im Fall der Fälle nicht viel helfen.“

 

 

 

 

TereziaMora
Terézia Mora (Sopron, 5 februari 1971)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver en journalist Rudolf Lorenzen werd geboren op 5 februari 1922 in Lübeck. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: Bad Walden

 

»… alles ist ausgeschöpft – nun wuchert die Phantasie! Aber es ist keine Phantasie des Übermuts, der heiteren Schrullen, es ist die Vision der Fäulnis. Die abendländische Kunst…«

Ein Knopfdruck, der Sprecher verstummte. An seiner Stelle sang nun Barry Manilow: »I can’t smile without you!« Barry Manilow greinte es in Stereo, aus allen Ecken des Peugeot jammerte er lauthals, daß er ohne irgendwen einfach nicht lächeln könnte. Der Wagen füllte sich mit einer dumpfen Aggression. Der Mann am Steuer versuchte, sich zu wehren. »Was hast du gegen den Vortrag?« fragte er. »Er handelt vom Herbst in der abendländischen Kunst.«

»Kunst! Immer nur Kunst! Viereinhalb Wochen Kunst statt Urlaub. Und nun auch noch Herbst in der Kunst. Guck doch mal aus dem Fenster! Als wenn draußen nicht genug Herbst ist. Der September ist vorbei, morgen beginnt der Oktober, und wir waren auf der ganzen Reise kaum zweimal im Meer baden.«

Schweigen. Der Frau auf dem Beifahrersitz tat es plötzlich leid, sich so erregt zu haben. Sie drückte auf den Knopf am Radio.

»…Die Farben sterben, allen voran das Blau. Nur das Rosa hält sich noch eine Weile, bis es zu einem trüben, weißlichen Aurorarot verglimmt. Das Ornament findet seine Motive im Sumpf: Schlingpflanzen, Ranken, Flechten …«

»Nein, nein!« meinte der Mann, »Jetzt wollen wir wissen, warum dieser Sänger ohne seine Angebetete nicht lächeln kann.«

Er schaltete wieder um, noch immer flennte Barry Manilow.

»Wenn ich das schon höre: Angebetete! Kannst du nicht mal deinen Sprachschatz ein wenig verjüngen, Claus? Wir leben in den Siebzigerjahren! Wir sind nicht mehr im Mittelalter. Es muß ja nicht

gleich jeder merken, daß du in zwei Jahren fünfzig wirst.«

Der Mann schwieg. Er ärgerte sich nicht, er hatte in fünf Jahren Ehe gelernt, Anspielungen auf den Altersunterschied zu überhören. Neunzehn war Susanne, als sie heirateten. Nun war sie vierundzwanzig. Und sie tat noch immer, als wäre sie ein Fratz.

»Entschuldige«, sagte der Fratz, »ich wollte dich nicht kränken

«; und schaltete das Kulturprogramm wieder ein.“

 

 

 

 

Rudolf_Lorenzen
Rudolf Lorenzen (Lübeck,  5 februari 1922)

Foto: Alexander Janetzko

 

 

 

 

De Duitse dichteres Henriette Hardenberg werd geboren op 5 februari 1894 in Berlijn als Margarete Rosenberg. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

 

White and red

 

Clouds tumble from the skies,

Impenetrable hedges of white roses grow,

The heart, of marble, lies slain.

Snow stars float

In whitewashed time space.

 

A human being, resurrected, screams,

Blood sprays from the fountains of the heart,

Roses burn in arms,

Dusk shed by a lamp brightens the tears.

 

 

 

 

An image of fear

 

Evil pond surrounded by full lips

Angry ruby glass bursting off the bottom.

Secret tiger paths, sandy,

Drawn around golden almond flowers,

Labyrinth passages.

And hot rain pouring down

Among a spark dance of bodies.

Mangling through and through,

Sound from the top of the tower of need.

 

 

 

 

Vertaald door Johannes Beilharz

 

 

 

 

Hardenberg
Henriette Hardenberg (5 februari 1894 – 26 oktober 1993)

 

 

 

 

De Vlaamse dichter en schrijver Luc Indestege werd geboren in Zonhoven op 5 februari 1901. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

 

Sonnetten van Louise Labé

 

Het achtste sonnet

 

Ik leef, ik sterf, 'k moet branden en verdrinken

En schroeiend heet ben 'k wijl ik koude lijd:

't Leven te week mij en te hard terzelfdertijd,

Kwelling en vreugd steeds in elkaar verzinken.

 

Ik lach en ween plots en ik moet verduren

Tallooze smarten midden in 't genot,

Mijn heil vliedt en blijft eeuwig duren. God,

Hoe ik verdor en groen in eendre ure.

 

Zoo leidt me Liefde in onstandvastigheid

En denk ik soms het leed hooger gestegen,

Dan voel 'k mij wonderbaar van smart bevrijd.

 

Maar, bouw ik dan op vreugd mijn zekerheid

En zie 'k het toppunt van mijn heil verkregen,

Dan voert ze mij mijn vroeger leed weer tegen.

 

 

 

 

indestege_zonhoven
Luc Indestege (5 februari 1901 - 11 juli 1974)
Zonhoven (Geen portret beschikbaar)


Zie voor nog meer schrijvers van de 5e februari ook
mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 20:18 Reageer op dit bericht

Sandra Paretti, Albert Paris Gütersloh, Johan Ludvig Runeberg, Madame de Sévigné, Honorat de Bueil, Reto Finger

De Duitse schrijfster Sandra Paretti (eig. Irmgard Schneeberger) werd geboren op 5 februari 1935 in Regensburg. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: Rose und Schwert

 

“An der Seite des Grafen Frédéric Romme Allery betrat Caroline den Salon des Kaisers. Das leuchtendgelbe Kleid aus matter Seide zeichnete die sanften Linien ihrer Gestalt zärtlich nach. Ein perlenbesticktes Goldband legte sich um den weiten Ausschnitt, kreuzte sich vorne in der Mitte und lief unter der Brust weiter. Das Haar war, nach der Mode, im griechischen Stil aufgesteckt. Ein Perlenband schlang sich kunstvoll durch die dunklen Flechten.
Der Kaiser stand an den Kamin gelehnt. Er begrüßte den Grafen, dann wandte er sich Caroline zu. Er ergriff ihre Hand, kam ihrer Reverenz zuvor: „Bitte nicht, wenn Sie stehen, kann ich ihr Kleid besser betrachten – und ihre Augen.“

Wie unter einem geheimen Zwang wandte sie ihm ihr Gesicht zu, wartete. Er wollte etwas sagen – aber die Worte, die er so oft und so leicht benützt hatte, erschienen ihm diesem Mädchen gegenüber wie eine Beleidigung. Ein Leben lang hatte er die Worte der Liebe kalt und überlegt wie Waffen gebraucht. Jetzt, da er nach ihnen suchte, fehlten sie ihm. Er wandte sich fast abrupt ab. „Sie werden müde sein“, sagte er. „ Ich habe noch Pflichten. – Schlafen Sie gut.“

 

 

 

Paretti

Sandra Paretti (5 februari 1935 – 13 maart 1994)

Boekomslag

 

 

 

 

De Oostenrijkse schilder en schrijver Albert Paris Gütersloh (eig. Albert Conrad Kiehtreiber) werd geboren op 5 februari 1887 in Wenen. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: Heimito von Doderer / Albert Paris Gütersloh  Briefwechsel 1928 -1962

 

„15. August 28

Cagnes s/mer

Werter Freund

Ihre Absicht, über meine Arbeiten zu schreiben, gibt mir die Aussicht auf ein Buch, das ich zu lesen wünsche. Ihres Talentes und Ihrer Zukunft wegen erscheint mir bedeutungsvoll, daß Sie mit dieser Abhandlung eine – so weit dies möglich – neue Form des Biographischen finden: kurz, daß Sie sich selbst ausdrücken und den Gegenstand wie das fluidische Substrat eines Gedichtes meistern. Glauben Sie mir, daß in dem Universum der gegenseitigen Erkennung, so kurz als tief, Alles enthalten ist, auch das konkret Anekdotische. Geht der Instinkt richtig, so dient auch die Phantasie mit der richtig erfundenen Geschichte. Es wäre toll, wenn man aus dem Erlebnis des intuitiven Erschauens einer Seele nicht alle die kleinen belletristischen Zahlen errechnen könnte! Binden Sie sich nur so fest oder lose an die Rücksichten auf Verlag und Leser, als Sie ihnen fruchtbare Hemmungen sind. Und bedenken Sie immer, daß Sie mir dann die größte Freude bereiten, wenn Sie mir tun, was ich Andern tat und immer wieder tun werde: wenn Sie souverain sich selbst durch ihren Gegenstand erklären. Anders steht es mit dem rein Datenmäßigen, das ich Ihnen selbstverständlich gerne gebe, da es das Spirituelle Ihrer Schrift mit Greifbarkeiten höht. Schreiben Sie also, daß ich 87 zu Wien als Sohn einfacher, mir aber höchst bedeutender Leute, geboren worden bin. Im besten und edelsten Maaße typisch für den kleinbürgerlichen, mir so liebenswerten „Nachsommer“ Österreichs, der  ranzjosefinischen Epoche lehrten sie mich durch ihr einfaches Dasein die Fundamente und Requisiten des realistischen Romans, wie ich ihn schreiben will, kennen. Väterlicherseits aus dem Waldviertel, von der Mutter her aus dem flachen Oberösterreich stammend, einer großen Familie von Bauern, Handwerkern, Geistlichen und Offizieren zugehörend wollte ich ursprünglich meines Vaters verfehlten Beruf, den priesterlichen, erreichen, verfehlte ihn aber gleich ihm. Damit, durch die falsche Stellung zur Welt, der ich verfallen, bei durchaus sazerdotaler Verfassung aber ohne Gnade, hatte ich meine und meiner Bücher Urprobleme ein für alle Mal aufgeregt.“

 

 

 

 

Guetersloh

Albert Paris Gütersloh (5 februari 1887 – 16 mei 1973)

Zelfportret uit 1915

 

 

 

 

De Fins-Zweedse dichter en schrijver Johan Ludvig Runeberg werd geboren op 5 februari 1804 in Jakobstad. Zie ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

 

Das Grab zu Perrho (fragment)

 

Ich will dir Ihr schönes Schicksal singen,
Während auf der Heid' der Thau noch glänzet
Und des Abhang's Föhr' die Sonn' umschleiert.
Hane, Er von finnischem Stamme, lebt' schon
Siebzig Winter,anf der Väter Erbgut.
Selbst zwar alt, begast Er rüst'ge Söhne,
Drei der Zwillingspaar', das ält'ste siebzehn
Und das jüngste zählt' der Jahre fünfzehn.
Schon und rüstig waren sie zwar alle,
Gleich den Bächen, die der Regen anschwellt;
Doch, war einer schöner als die andern«
War's gewiss der junge Thomas Hane,
Er, des zweiten Paares ält'rer Zwilling.
Ging Er auch gehüllt in Lumpen, war Er
Schön, gleichwie ein Steril in Wolkenfetzeii,
Und was Er auch hätte treiben mögen,
Niemand hätte je Ihn hassen können.
Doch es schien als liasste Ihn der Vater,
Aber Ihn nicht nur,- nein auch die Brüder.
Nicht als Söhne wurden sie behandelt
Nicht als Tröster seiner alten Tage;
Nein, als Knechte, strenger noch denu Knechte,
Gleichwie Wesen ohne Seel' und Freiheit.

 

 

 

 

Vertaald door Carl Eduard Elfström

 

 

 

Johan_Ludwig_Runeberg_1837
Johan Ludvig Runeberg (5 februari 1804 – 6 mei 1877)

 

 

 

 

 

De Franse schrijfster Madame de Sévigné werd op 5 februari 1626 in Parijs geboren. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

Uit: Lettres  (de Madame de Sévigné à Coulange)

„3 février 1695

Mme de chaulnes me mande que je suis trop heureuse d'être ici avec un beau soleil; elle croit que nos jours sont cousus d'or et de soie. Hélas mon cousin, nous avons cent fois plus froid ici qu'à Paris. Nous sommes exposés à tous les vents. C'est le vent du midi, c'est la bise, c'est le diable, c'est à qui nous insultera; ils se battent entr'eux pour avoir l'honneur de nous r enfermer dans nos chambres. Toutes nos rivières sont prises, le Rhône, ce Rhône si furieux n'y résiste pas. Nos écritoires sont gelées ; nos plumes ne sont plus conduites par nos doigts, qui sont transis. Nous ne respirons que la neige; nos campagnes sont charmantes dans leur excès d'horreur. Je souhaite tous les jours un peintre pour bien représenter l'étendue de toutes ces épouvantables beautés.Contez un peu cela à notre duchesse de Chaulnes, qui nous croit dans ces prairies, avec des parasols, nous promenant à l'ombre des orangers.“

 

 

 

 

Sevigne

Madame de Sévigné (5 februari 1626 – 18 april 1696)

Anoniem portret, Musée de Versailles

 

 

 

 

De Franse dichter en toneelschrijver Honorat de Bueil, seigneur de Racan  werd geboren op kasteel La Roche-Racan op 5 februari 1589. Zie ook mijn blog van 5 februari 2007 en ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

 

Les Bergeries - Alcidor



Que cette nuit est longue et fâcheuse à passer !
Que de sortes d'ennuis me viennent traverser !
Depuis qu'un bel objet a ma raison blessée,
Incessamment je vois des yeux de ma pensée
Cet aimable soleil auteur de mon amour,
Qui fait qu'incessamment je pense qu'il soit jour,
Je saute à bas du lit, je cours à la fenêtre,
J'ouvre et hausse la vue, et ne vois rien paraître,
Que l'ombre de la nuit, dont la noire pâleur
Peint les champs et les prés d'une même couleur :
Et cette obscurité, qui tout le monde enserre,
Ouvre autant d'yeux au ciel qu'elle en ferme en la terre.
Chacun jouit en paix du bien qu'elle produit,
Les coqs ne chantent point, je n'entends aucun bruit,
Sinon quelques zéphirs, qui le long de la plaine
Vont cajolant tout bas les nymphes de la Seine.
Maint fantôme hideux, couvert de corps sans corps,
Visite en liberté la demeure des morts.
Les troupeaux, que la faim a chassés des bocages,
À pas lents et craintifs entrent dans les gagnages.
Les funestes oiseaux, qui ne vont que la nuit,
Annoncent aux mortels le malheur qui les suit.
Les flambeaux éternels, qui font le tour du monde,
Percent à longs rayons le noir cristal de l'onde,
Et sont vus au travers si luisants et si beaux
Qu'il semble que le ciel soit dans le fond des eaux.
Ô nuit ! dont la longueur semble porter envie
Au seul contentement que possède ma vie :
Retire un peu tes feux, et permets que le jour
Vienne sur l'horizon éclairer à son tour,
Afin que ces beaux yeux pour qui mon coeur soupire
Sachent avant ma mort l'excès de mon martyre.


 

 

Bueil

Honorat de Bueil (5 februari 1589 – 21 januari 1670)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook ook mijn blog van 5 februari 2009.

 

De Zwitserse schrijver Reto Finger werd geboren op 5 februari 1972 in Bern.

Geschreven door Romenu om 20:15 Reageer op dit bericht

Geert Buelens

De Vlaamse dichter, essayist, columnist Geert Buelens werd geboren in Duffel op 5 februari 1971.

Buelens debuteerde in 2002 met de bundel Het is. Dit debuut werd bekroond met de Lucy B. en C.W. Van der Hoogtprijs 2003 en werd genomineerd voor de C. Buddingh'prijs 2002. Drie jaar later verscheen de opvolger: Verzeker u. In december 2003 ontving Buelens van toenmalig Vlaams minister van cultuur Paul Van Grembergen de Vlaamse Cultuurprijs voor Essay 2000-2002 voor Van Ostaijen tot heden: zijn invloed op de Vlaamse poëzie. Met deze omvangrijke geschiedenis van de Vlaamse poëzie sleepte hij ook de Prijs van de Provincie Antwerpen voor Essay in de wacht. Voor een apart verschenen essay over dichtende politici kreeg hij de 'kleine' Jan Hanlo - essayprijs in 2003.

Buelens werkte samen met Jan Goossens en David Van Reybrouck mee aan Waar België voor staat (2007). Buelens schreef voor De Morgen en was jarenlang redacteur van het literaire tijdschrift Yang, waarin hij gedichten en essays publiceerde. Dit was ook het geval voor onder meer Bzzlletin en Het liegend konijn. Buelens was gedurende enkele jaren docent aan de Universiteit Antwerpen. In mei 2005 maakte hij een overstap naar de Universiteit van Utrecht waar hij werd aangesteld als hoogleraar Nederlandse letterkunde.

 

 

Represaille 1

 

Het is een vorm van Japan
die gevuld wil
Hij wordt eruit gezet
en vecht zich dan terug naar binnen
Hij is bijzonder kwetsbaar
vooral aan de hoeken
waar nagels zitten

Wat doet hier toch dat leger
buigzwammen?
Maken ze geen misbruik
van hun peen en van hun
slag?
O - het leeuwendeel van de overmacht
plooit zich dubbel en dan
terug

Weer komt het goed

We slapen uit tot morgenvroeg

 

 

 

 

Verwant


Jij bent de engel die neemt
die altijd opnieuw door hologige blikken staart
en het leven afroept als een vraag

Wat als we het aflopen als een berg
wat als een teken dat verwijst en dan toch
het hart doorboort

Wat als een oord dat door geen mens bezocht
verkapt een dak aanbiedt

Ik schroef het hoofd eraf en giet het leeg
genoeg gekelderd en gekraakt

Ik stel de vraag opnieuw
en verwacht niet langer wat
als dit wat als dat

De wagen rijdt voor en kan zo vertrekken
de deur staat zo open als

 

 

 

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Geert Buelens (Duffel, 5 februari 1971)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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