Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 9 december 2010 tot 10 december 2010

Emily Dickinson, Jorge Semprún, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2006 en ook mijn blog van 10 december 2007 en ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Het was haar laatste Zomer-

 

Het was haar laatste Zomer-
Wij hadden geen idee-
Het was of zachter ijver Haar
Doorstroomde, dachten Wij

Een nieuwe levenskracht
Gevormd van binnenin-
Maar Dood bracht licht in korte duur
En spoed werd helder toen-

Was elk van ons zo blind geweest
Toen er niets was te zien
Dan Haar Carrara Richtingbord-
Voor onze Botheid sein-

Toen onze Drukke Liefste dof
Doffer dan wij daar lag-
Was zij zo druk met –eindigen-
Wij –zo op ons gemak-

 

 

 

Ik zie graag Doodsnood in een blik

 

Ik zie graag Doodsnood in een blik,

Omdat ik weet – ’t is echt –

Stuiptrekken simuleer je niet,

Je speelt, geen Doodsgevecht –

 

Het oog verglaast eens – dat is Dood –

Geen die de Kralen veinst

Die alledaagse Zielenangst

Dan op het voorhoofd rijgt.

 

 

 

Vertaald door Peter Vestegen

 

 

 

Op drift

 

Op drift! Een kleine boot op drift!
En de nacht valt snel!
Loodst niemand een kleine boot
Naar de haven, veilig en wel?

Naar zeelui zegden - gisteren nog -
In de schemering bruin als grog
Kon een kleine boot niet meer mee
En zonk en zonk in zee.

Naar engelen zegden- gisteren nog -
Bij dageraad jong en rood
Een kleine boot - overspoeld bijwijlen -
Rechtte zijn mast - hees de zeilen -
En won vaart - in triomf!

 

 

Vertaald door Lepus

 

 

 

 

‘Geheimen’ is een dagelijks woord

 

‘Geheimen’ is een dagelijks woord

Toch bestaat het niet –

Gedempt – verdoezelt het vermoedens –

Gemompeld - wordt het stil –

Gekerkerd in het Menselijk Hart

Liggen onbetwist geheimen –

Maar het Rooster is te hecht –

Niets met Tong of Oor –

Vertrekt  - of kan er door –

Geheimen opgestapeld daar

Verschijnen slechts één keer – en stom –

Op hun weg naar het Graf –

 

 

 

Vertaald door Rosmarie Blaauboer

 

 

 

 804195-4ff6c0d71b44e1c8f7c59c0c7b926602.jpg

Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)

 

 

 

 

 

De Spaanse schrijver en politicus Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Unsre allezu kurzen Sommer (Vertaald door Evan Moldenhauer)

 

„Und da kam es mir so vor, als sei der im feinen hartnäckigen Frühlingsregen sich ausbreitende graue feuchte Fleck auf den angeschlagenen Zeitungsblatt eine visuelle Metapher, die auf seltsame Weise zu meinen Gefühlen paßte. Als ob das angstvolle Unbehagen, die Übelkeit, die körperliche Traurigkeit, die ich empfand, sich in den aufgelösten, aufgeweichten Fasern meines Körpers, in der trostlosen Landschaft meiner Seele ebenso ausbreiteten wie der feuchte Fleck auf jenem Zeitungsblatt.
Ich blieb im Regen stehen, sehr lange, wir mir scheint: elend.
¿No oyes caer las gotas de mi melancolía?
Ich sagte mir nicht mehr Gedichte von Baudelaire auf. Eine lange dunstige Ungewißheit von mir abschüttelnd, habe ich mich dabei ertappt, wie ich leise ein Sonett von Rubén Darío vor mich hin sagte, dessen letzter Vers so eindringlich war: "Hörst du nicht die Tropfen meiner Melancholie?"

(..)

 

„Sie sperrte Mund und Augen auf, aufrichtig bewegt. Und nicht ohne Grund. Denn das Gedicht war herrlich. Natürlich war es nicht von mir. Ich hätte ihr nur unbeholfene, noch kindliche Gedichtfetzen aufsagen können. Ich hatte mich dafür entschieden, ihr einige Verse von Rafael Alberti zu rezitieren. Zur Zeit, als er Sobre los ángeles schrieb, das Buch, aus dem das Fragment stammte, war Alberti bereits Kommunist. Nicht aber seine Poesie. Ich meine: seine Poesie stand einzig im Dienst ihrer selbst, im Dienst der Entdeckung der Schönheit, der Schönheit der Entdeckungen.“



 

 

 804195-507f6648fa99c018f97cc6f78f8373ec.jpg

Jorge Semprún (Madrid, 10 december 1923)

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006. en ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Kleiner Frieden

 

in der durchsichtigen Stunde
am Levkojengrab
im Abendrot trompetet Jenseits.

 

Gloriole des Palmenblattes
Wüstenoffenbarung der Einsamkeit.

 

Der Ahne Leben
Im leuchtenden Andachtsbuch
ruhend auf Murmelbaches Schlummerrolle
und Muschel an das Ohr gelegt
mit Spieluhrmelodie.

 

O großer Ozean im kleinen Ohr!
O Menuett der Liebe
oblatenzartes Stundenbuch

 

auch das war Leben –
der gleiche Schlaf in schwarz Magie
und Dorn der die vergessene Rose
des Blutes
in Erinnerung sticht

 

gezähnter Blitz
in des Gewitters Maskentanz
verdunkelnd
auf diese Elfenbeinküste.

 

 

 

 

Du in der Nacht

 

Du

in der Nacht

mit dem Verlernen der Welt Beschäftigte

von weit weit her

dein Finger die Eisgrotte bemalte

mit der singenden Landkarte eines verborgenen Meeres

das sammelte in der Muschel deines Ohres die Noten

Brücken-Bausteine

von Hier nach Dort

diese haargenaue Aufgabe

deren Lösung

den Sterbenden mitgegeben wird.

 

 

 

 804195-78767ef97eac4c1c58ceb69bc0d9814a.jpg

Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)

Bij de uitreiking van de Nobelprijs voor literatuur, 1966

 

 

 

 


De Duitse dichteres en schrijfster
Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Der Seegeist

 

Die Glashaut meiner Lider

Verwirft die Nacht, verwirft das Licht;

Der Möwe Sturmgefieder

Hat keine Feder, die sie bricht.

Weil ihre wölbge Schale

Nicht von des Auges Sternfrucht sprang :

Es sah den Tanz der Wale

Und fühlte niemals Salz noch Tang.

 

Dies Aug, steht ewig offen;

Ihm ist der milde Schlaf versagt.

Ein Schließen will es hoffen,

An das es nicht zu glauben wagt.

Die Zunge ward gebunden,

Und wenn ich liebend bitten mag,

Spricht nur mit heißen Munden

Zu fremdem Ohr mein Herzensschlag.

 

Ich ruf aus hellen Armen,

Die Klippenstrudel wirbelnd drehn,

Als seliges Erbarmen

Der aufgeborstnen Barke wehn,

Und trinkt der Königsknabe

In kühlster Lust dies gelbe Haar :

Mein Schoß verwuchs zur Wabe,

Die nie empfing und nie gebar.

 

Die graugeschliffne Flosse

Läßt starke Woge mir erklirrn,

Das Schrein der Albatrosse

Fliegt wie ein Band um meine Stirn;

So muß ich Tod umwerben,

Den Schaum mir bringt und Schaum vertreibt:

Nur dies darf nimmer sterben,

Was nun und ewig fruchtlos bleibt.

 

 

 

804195-633a9c6e079138c9b1a7c55ab29de944.jpg
Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)



Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 19:54 Reageer op dit bericht

Karl Heinrich Waggerl, Carolyn Kizer, Pierre Louÿs, Rumer Godden

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Die stillste Zeit im Jahr

 

„Immer am zweiten Sonntag im Advent stieg der Vater auf den Dachboden und brachte die große Schachtel mit dem Krippenzeug herunter. Ein paar Abende lang wurde dann fleißig geleimt und gemalt, etliche Schäfchen waren ja lahm geworden, und der Esel mußte einen neuen Schwanz bekommen, weil er ihn in jedem Sommer abwarf wie ein Hirsch sein Geweih. Aber endlich stand der Berg wieder wie neu auf der Fensterbank, mit glänzendem Flitter angeschneit, die mächtige Burg mit der Fahne auf den Zinnen und darunter der Stall. Das war eine recht gemütliche Behausung, eine Stube eigentlich, sogar der Herrgottswinkel fehlte nicht und ein winziges ewiges Licht unter dem Kreuz. Unsere Liebe Frau kniete im seidenen Mantel vor der Krippe, und auf der Strohschütte lag das rosige Himmelskind, leider auch nicht mehr ganz heil, seit ich versucht hatte, ihm mit der Brennschere neue Locken zu drehen. Hinten standen Ochs und Esel und bestaunten das Wunder. Der Ochs bekam sogar ein Büschel Heu ins Maul gesteckt, aber er fraß es ja nie. Und so ist es mit allen Ochsen, sie schauen nur und schauen und begreifen rein gar nichts.

Weil der Vater selber Zimmermann war, hielt er viel darauf, daß auch sein Patron, der heilige Joseph, nicht nur so herumlehnte, er dachte sich in jedem Jahr ein anderes Geschäft für ihn aus. Joseph mußte Holz hacken oder die Suppe kochen oder mit der Laterne die Hirten einweisen, die von überallher gelaufen kamen und Käse mitbrachten oder Brot oder was sonst arme Leute zu schenken haben.

Es hauste freilich ein recht ungleiches Volk in unserer Krippe, ein Jäger, der zwei Wilddiebe am Strick hinter sich herzog, aber auch etliche Zinnsoldaten und der Fürst Bismarck und überhaupt alle Bestraften aus der Spielzeugkiste.

Ganz zuletzt kam der Augenblick, auf den ich schon tagelang lauerte. Der Vater klemmte plötzlich meine Schwester zwischen die Knie, und ich durfte ihr das längste Haar aus dem Zopf ziehen, ein ganzes Büschel mitunter, damit man genügend Auswahl hatte, wenn dann ein golden gefiederter Engel darangeknüpft und über der Krippe aufgehängt wurde, damit er sich unmerklich drehte und wachsam umherblickte.“

 

 

 

 804190-b4e848cb69d954e2eff051c338ff2bba.jpg

Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse dichteres Carolyn Ashley Kizer werd geboren op 10 december 1925 in Spokane, Washington. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Reunion

 

For more than thirty years we hadn't met.
I remembered the bright query of your face,
That single-minded look,intense and stern,
Yet most important -how could I forget?-
Was what your taught me inadvertantly
(tutored by books and parents, even more
By my own awe at what was yet to learn):
The finest intellect can be a bore.

At this, perhaps our final interview,
Still luminous with your passion to instruct,
You speak to that recalcitrant pupil who
Inhaled the chalk-dust of your rhetoric.
I nod, I sip my wine, I praise your view,
Grateful, my dear, that I escaped from you.

 

 

 

 

On a Line from Valéry (The Gulf War)

 

The whole green sky is dying.The last tree flares
With a great burst of supernatural rose
Under a canopy of poisonous airs.

Could we imagine our return to prayers
To end in time before time's final throes,
The green sky dying as the last tree flares?

But we were young in judgement, old in years
Who could make peace; but it was war we chose,
To spread its canopy of poisoning airs.

Not all our children's pleas and women's fears
Could steer us from this hell.And now God knows
His whole green sky is dying as it flares.

Our crops of wheat have turned to fields of tares.
This dreadful century staggers to its close
And the sky dies for us, its poisoned heirs.

All rain was dust.Its granules were our tears.
Throats burst as universal winter rose
To kill the whole green sky, the last tree bare
Beneath its canopy of poisoned air.

 

 

 

 

 804190-bacfb066759bd96be69758229c43c3a9.jpg

Carolyn Kizer (Spokane, 10 december 1925)

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Pierre Louÿs werd geboren op 10 december 1870 in Gent. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Psyché

 

Psyché, ma soeur, écoute immobile, et frissonne...

Le bonheur vient, nous touche et nous parle à genoux

Pressons nos mains. Sois grave. Écoute encor...Personne

N'est plus heureux ce soir, n'est plus divin que nous.

 

Une immense tendresse attire à travers l'ombre

Nos yeux presque fermés. Que reste-t-il encor

Du baiser qui s'apaise et du soupir qui sombre?

La vie a retourné notre sablier d'or.

 

C'est notre heure éternelle, éternellement grande,

L'heure qui va survivre à l'éphémère amour

Comme un voile embaumé de rose et de lavande

Conserve après cent ans la jeunesse d'un jour.

 

Plus tard, ô ma beauté, quand des nuits étrangères

Auront passé sur vous qui ne m'attendrez plus,

Quand d'autres, s'il se peut, amie aux mains légères,

Jaloux de mon prénom, toucheront vos pieds nus,

 

Rappelez-vous qu'un soir nous vécûmes ensemble

L'heure unique où les dieux accordent, un instant,

À la tête qui penche,à l'épaule qui tremble,

L'esprit pur de la vie en fuite avec le temps.

 

Rappelez-vous qu'un soir, couchés sur notre couche,

En caressant nos doigts frémissants de s'unir,

Nous avons échangé de la bouche à la bouche

La perle impérissable où dort le Souvenir.

 

 

 

804190-a95fd8b25020bcb4991919c604f3630c.jpg
Pierre Louÿs (10 december 1870 – 6 juni 1925)

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Margaret Rumer Godden werd geboren op 10 december 1907 in Eastbourne, East Sussex. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: The Kitchen Madonna

 

„Mother had wept when she saw the picture – "Though I still don't know why," said Janet – but when Marta saw the good place, she stood quite still. Then slowly she lifted her hands and her whole face was transformed. "Maty Bozha!" breathed Marta, but in a very different way from the way she had said it upstairs. She took one step nearer. "Matir Bozha!" she breathed again, and then she began to speak. None of them could understand the words she said, but even Janet knew it was a prayer or a hymn of thanksgiving and praise. It was loud, ringing, so loud that Rootle got up out of his basket and came first to Marta and then to Gregory and rubbed himself against their legs, adding his purring to Marta's praise. The strange words filled the kitchen: "Maty Bozha zmylujsia nad namy . . ." and though he could not understand one of them, they seemed to go deep into Gregory, thrilling him so that he tingled. . . .

It was not until Marta was alone with the children that she lit the lamp. "My little litted lamp," said Marta, and when she did it there was an unexpected beauty, something extra, like a gift. Under the electric lights of the loft and kitchen, the picture had scintillated and shone, but in the softer glow of the lamp it changed and now Gregory saw why these pictures were made with cloth; their richness of color sprang into life, but the folds and edges were shadows, making the figures look alive. Here and there a sequin shone like a jewel, the silver sparkled softly, the crowns were rich, the whole picture was bathed in gold, and the eyes looked and looked. . .“

 

 

 804190-375e8a8f715d9de34cf7a0c30fe0f00c.jpg

Rumer Godden (10 december 1907 – 8 november 1998)

Geschreven door Romenu om 19:44 Reageer op dit bericht

Jacquelyn Mitchard, Thomas Lux, Clarice Lispector, Ara Baliozian, Christine Brückner

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Christmas, Present

 

„For weeks, he'd pestered himself over the fact that he couldn't remember whether this anniversary was the fourteenth or fifteenth. He would later regret the silliness, the mulling. He might have spent more time with the girls, taken the week off from work, made enormous resolutions and gestures of consummate intimacy. Still, even in hindsight, a fourteenth anniversary sounded routine, neither a rung on the ladder midway toward a golden sunset nor an observation blushingly fresh and new.

A fourteenth anniversary, like, perhaps, a forty-second birthday, didn't seem to demand so much commemoration.

But one more year would be a landmark! Somehow, to have survived in relative peace and periodic delight for a decade and a half -- through the arid, sandy-eyed numbness of sleep deprivation after the girls' births, the unexpected and brutal death of his mother, the long, anxious week waiting for the results of the withdrawal of a microscopic bite of tissue from Laura's breast, Annie's meningitis (ten days during which neither of them finished a single meal, together or separately) -- seemed to confer a certain status on this marriage. A marriage of substance, which few of their friends could boast. Fifteen years of marriage in full would cry out for a slam-bang celebration. A high school reunion equivalent, a renewal of vows with Laura at the Wee Kirk o' the Heather in Las Vegas, Prada boots, costing half a week's pay, or a (very brief) cruise to the West Indies.

He thought, by using a ruse, he might question his mother-in-law, Miranda, inventing some twaddle about checking Laura's sizes (men being universally forgiven, even coddled, for ignorance in such matters).“

 

 

804183-ea96d26068eecd29e158dc791202aa7a.jpg
Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter Thomas Lux werd geboren op 10 december 1946 in Northampton, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Marine Snow At Mid-Depths And Down

 

As you descend, slowly, falling faster past
you this snow,
ghostly, some flakes bio-
luminescent (you plunge,
and this lit snow doesn't land
at your feet but keeps falling below
you): single-cell-plant chains, shreds
of zooplankton's mucus food traps,
fish fecal pellets, radioactive fallouts,
sand grains, pollen....And inside
these jagged falling islands
live more microlives,
which feed creatures
on the way down
and all the way down. And you,
in your sinking isolation
booth, you go down, too,
through this food-snow, these shards,
bits of planet, its flora
and flesh, you
slip straight down, unreeled,
until the bottom's oozy silt, the sucking
baby-soft muck,
welcomes you
to the deep sea's bed,
a million anvils per square inch
pressing on your skull.
How silent here, how much life,
few places deeper on earth,
none with more width.

 

 

 

 804183-4841cea6802817b1fcdab71a7cb70a05.jpg

Thomas Lux (Northampton, 10 december 1946)

 

 

 

 

 

De Braziliaanse schrijfster Clarice Lispector werd geboren op 10 december 1925 in Podolia (Oekraïne). Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Family Ties  (Vertaald door Giovanni Pontiero)

 

„He opened his sack and peered inside. Then he put his scrawny hand inside and slowly drew out the dead dog. His whole being was concentrated on that vital hand and he kept his eyes tightly shut as he pulled. When he opened them, the air was clearer still and the happy bells rang out again, summoning the faithful to the solace of punishment.

The unknown dog lay exposed.

He now set to work methodically. He grabbed the rigid black dog and laid it on a shallow piece of ground. But, as if he had already achieved a great deal, he put on his spectacles, sat down beside the dog's carcass, and began to contemplate the landscape.

He saw quite clearly, and with a certain sense of futility, the deserted plain. But he accurately observed that when seated he could no longer see the minute city below. He sighed again. Rummaging in his sack, he drew out a spade and started thinking about the spot he would choose. Perhaps below the tree. He surprised himself, reflecting that he would bury this dog beneath the tree. But if it were the other, the real dog, he would bury it in fact where he himself would like to be buried were he dead: in the very center of the plateau, facing the sun with empty eyes. Then, since the unknown dog was, in fact, a substitute for the "other one," he decided that the former, for the greater perfection of the act, should receive exactly the same treatment as the latter would have received. There was no confusion in the man's mind. He understood himself with cold deliberation and without any loose threads.

Soon, in an excess of scruples, he was absorbed in trying to determine accurately the center of the plateau. It was not easy because the only tree rose on one side, and by accepting it as a false center, it divided the plain asymmetrically. Confronted with this difficulty, the man admitted, "It was unnecessary to bury in the center. I should also bury the other, let us say, right here, where I am standing at this very moment."

 

 

 804183-9634fddaf9eb44230b785310535b1e33.jpg

Clarice Lispector (10 december 1925 – 9 december 1977)

 

 

 

 

 

De Armeense schrijver Ara Baliozian werd geboren op 10 december 1936 in Athene. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Pages From My Diary, 1986-1995 (1988)

 

„A reader writes: "In one of your articles dealing with wealth, you speak of pirates and merchants as if these two terms were interchangeable. As a businessman myself, I resent that very much. I think you owe all businessmen an apology."
This businessman is right, trade is superior to piracy. But on this point, let me quote the words of an old wise man: "Trade is much superior to piracy. You can rob and kill a man but once, but you can cheat him again and again."

It is a mistake to think of writers as members of an exclusive club - self-centered eccentrics overly fond of abstractions that have little or no bearing on reality and our daily existence. There are no fundamental differences between writers and ordinary human beings.
The most important difference between an ordinary human being and a writer is that a writer has discovered a way or developed a skill which allows him to transfer his inner world onto a piece of paper—that's all.
To those who say: Since writers are no better than the rest of us, why should we bother with them? I say: To ignore a writer's words would be as risky as ignoring or dismissing the advice of a physician, an electrician, a plumber, or for that matter, a garbage collector.

The earthquake may have been an act of God, but we, all of us, must bear some degree of responsibility for its tragic—and tragic to the point of being genocidal—dimensions.
When I speak of catastrophes I have in mind the kind that can be prevented. Man-made catastrophes as opposed to acts of God. Catastrophes can be easily foreseen if we decide to open our eyes and choose not to take refuge in prejudice, ignorance, and apathy.
Again and again I have heard Armenians say: "God must have something against us!" or, "We are not God's Chosen People but Cursed People!" I say, we can no longer afford holding God responsible for all our misfortunes. We must learn to accept responsibility. Because earthquakes don't kill people; buildings do.“

 

 

804183-b588e90cec0922e6ef9932acc8ec22ba.jpg
Ara Baliozian (Athene, 10 december 1936)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Christine Brückner werd geboren op 10 december 1921 in Schmillinghausen bij Bad Arolsen in Hessen. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Wenn du geredet hättest, Desdemona

 

„Meine liebe Schwester und Kollegin, spielen Sie doch nicht immer mit Pedal! Eine Oktave tiefer, wenn ich bitten darf. Haben Sie das alles wirklich geglaubt? Kannten Sie keine Zweifel? Hatten Sie denn gar keinen Humor? Wo ist Ihnen das Lachen, die Selbstironie, vergangen? Bewundernd wiederholen Sie Goethes Forderung, dass der Mensch edel, hilfreich und gut sein solle. Sie bekannten sich dazu, eine Idealistin zu sein [...] Ich zweifle – das müssen Sie mir glauben! – nicht an der Wahrhaftigkeit Ihrer Ideale! Sie selbst sind Ihrem Ziel sehr nahe gekommen [...]

Würden Sie mir zustimmen, wenn ich behaupte: Nur die Ungerechtigkeit ermöglicht das Glück? Sie sind als Privilegierte geboren, Sie sind als Privilegierte gestorben. Auf Kosten anderer. Sie haben ein paar Schritte auf dem Weg der Emanzipation getan. Der Gedanke, die Frau zur völligen Freiheit der geistigen Entwicklung, zur ökonomischen Unabhängigkeit und zum Besitz aller bürgerlichen Rechte zu führen, ist weitgehend verwirklicht. Die Frau hat dasselbe Recht zur Entfaltung ihrer Möglichkeiten durch Unterricht und Studium wie der Mann, sie ist "vom Joch der Unwissenheit, des Aberglaubens, der Frivolität und der Mode" befreit. Oder doch nicht? Der Weg der Frau hat inzwischen eine andere Richtung genommen. Es geht uns heute mehr um allgemeine soziale Fragen, die Ziele sind kleiner geworden, sie gelten den Prüfungsergebnissen, der materiellen Versorgung im Alter, der Lohngleichheit, dem Schwangerschaftsabbruch. Die großen Ziele, die das eigene Ich, das Wir und die Vervollkommnung der Welt betrafen, haben wir dabei aus den Augen verloren.

Die Welt hat sich nicht in Ihrem Sinne verändert. Sie und Ihre Freunde strebten nach geistiger und seelischer Vollkommenheit. Heute strebt man nach vollkommenem Wohnkomfort, vollkommenen Kraftfahrzeugen, Badezimmern, Kinderzimmern, tadellosem Make-up. Was Sie am Ende Ihres langen Lebens befürchtet haben, ist eingetreten: Die materiellen Interessen haben die Macht über die Menschen gewonnen [...]“

 

 

 

804183-c26aada1d2ccd5e58983f3830305a92c.jpg
Christine Brückner (10 december 1921 – 21 december 1996)

Boekomslag Engelse vertaling

Geschreven door Romenu om 19:40 Reageer op dit bericht

Gioconda Belli, Michael Krüger, Wolfgang Hildesheimer, Anna Gavalda

De Nicaraguaanse schrijfster, dichteres en ex-politica Gioconda Belli werd geboren op 9 december 1948 in Managua. Zie ook mijn blog van 9 december 2006 en ook mijn blog van 9 december 2007 en ook mijn blog van 9 december 2008 en ook mijn blog van 9 december 2009.

 

 

Tempi

I
Mein Stück Süße von der Mandarinenschnitte
mein Specht gefiederte Schlange
Kolibrie, der meine Blume schnäbelt meinen Honig trinkt
meinen Zucker schlürft mir die Erde berührt
Anturio die Höhle das Haus der Abenddämmerungen
der Donner der Meere Segelschiff
Legionen von Vögeln Möwe im Tiefflug süße Mispel
Palme die meinen Beinen Strände gebiert
hoher Kokosmast, bebender Obelisk meines Untergangs
Schaum meiner Haut Regen Quelle
Kaskade in meinen Bachbett Brunst meiner Umtriebe
Licht deiner Augen Briese auf meinen Brüsten
verspielter Hirsch in meinem Wald aus Geißblatt und Moos
Wächter meines Lachens Schutz des Pochens
Kastagnette Schelle Jubel meines Rosenhimmels
aus Frauenfleisch mein Mann du einziger Talisman
Zauber meiner wüstenhaften Blätter komm noch einmal
ruf mich drück mich an deinen Hafen der heiseren Wellen
Erfüll mich mit deiner weißen Zärtlichkeit ersticke meine Schreie

Laß mich aufgelöste Frau sein

 

 

Tempi
II

Glockengeräusche Sirenengesang
los laß ich die Zügel galoppiere Gelächter
setze die Mauern aus dem Spiel
Staudämme fallen in Stücke ich springe grün
die Hoffnung blau der Himmel sonare Horizonte
die sich in Winden auftun mich hindurchzulassen:
"Gebt frei den Weg der Frau, die nicht die Strudel der
Liebe fürchtet, noch die Orkane der Verachtung"
Gesiegt hat der alte Jahrgangswein der rote der weiße
es kamen es keimten die Trauben mit ihrer weichen Haust
die Rundungen deiner Figur du regnest auf mich
wäscht ab die Trauer erbaust wieder Leuchttürme Bibliotheken
alter Bücher mit wunderschönen Bildern
gibst mir den Grinsekater zurück Alice den Hasen
den verrückten Hut Schnewittchens Zwerge
den Marsch zwischen den Fingern den Hauch der Kindheit
du bist in dem Blick am Fenster aus dem der Baum entsteht,
der Kreisel, die kleinen Tassen, ich liebe dich, berühre dich
entdecke in dir den Hengst Kater Glühwürmchen Libelle
nackter Mann durchscheinend Trommel Trompete ich mach Musik
tanze stampfe entkleide mich umhülle dich du umhüllst mich
Küsse Küsse Küsse Küsse Küsse Küsse Küsse Küsse
Schweigen Schlaf.

 

 

 

Vertaald door Anneliese Schwarzer de Ruize e.a

 

 

 

803176-90f7f98c288cc462f35539235ff5129b.jpg 

Gioconda Belli (Managua, 9 december 1948)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Michael Krüger werd geboren op 9 december 1943 in Wittgendorf. Zie ook mijn blog van 9 december 2008 en ook mijn blog van 9 december 2009.

 

 

Flohkraut

 

Manchmal denke ich an Flohkraut,

das, wenn ich mich richtig erinnere,

in meiner Jugend an Grenzsteinen wuchs,

die zu eigenen Gunsten versetzt worden waren.

 

Darauf stand Todesstrafe in manchen Fällen.

 

Flohkraut, eine nicht besonders liebliche Pflanze,

die heute kaum mehr erkannt wird.

Aber sie existiert noch! Als ich kürzlich versuchte,

mein Leben etwas zu ändern, sah ich sie blühen.

 

 

 

Sommerwende

 

Der Sommer hält eine Vorlesung

über den Tod, und alles hört zu.

Am Brunnen steht ein alter Mann

und trinkt, von der Hand in den Mund,

mit sich im Reinen. Die unerträgliche Last,

eine Sprache zu finden, die entspricht.

Ein Kind läuft vorbei, die Knie aufgeschlagen.

Es schweigt. Es will die Stille nicht stören.

 

 

 

 803176-1a253005863ed40fbf030f67fa42086a.jpg

Michael Krüger (Wittgendorf, 9 december 1943)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver en schilder Wolfgang Hildesheimer werd geboren op 9 december 1916 in Hamburg. Zie ook mijn blog van 9 december 2008 en ook mijn blog van 9 december 2009.

 

Uit: Tynset

 

„Hier liege ich in meinen Sommernächten, in diesem Bett, das sieben Schläfern Platz bot –, in dem aber schon lange, lange keine sieben Schläfer mehr gelegen haben, nicht seit jener Nacht im späten Frühling oder sagen wir im frühen Sommer des Jahres 1522, da lagen vielleicht sieben Schläfer in diesem Bett, zum letzten Mal – da kam früh abends ein Mann, vielleicht ein Mönch, schmächtig und dünn bis auf seine großen, breitgetretenen, auf entsagungsvollen Wegen erhärteten Barfüße, vor die Herberge, in der dieses Bett stand, er kam müde, er war vielleicht schon wochenlang unterwegs, kam von St. Gallen, und sein Ziel war Irland – betrat das Gasthaus, erbettelte dort einen Eintopf aus Resten, den ihm die Wirtin gern gab, da sie mit der Speisung von dieserart Gästen ihren Platz im Jenseits zu halten hoffte, der ihr aus mancherlei Gründen nicht sicher zu sein schien –, er, der Mönch, isst, verrichtet schnell sein Gebet und seine anderen kärglichen Bedürfnisse, steigt hinauf zum Schlafraum, wo dieses Bett stand, entledigt sich seines Skapuliers, des Zingulum, während sich unten vielleicht schon ein weiterer, diesmal weiblicher Wanderer der Nacht der Haustür nähert –, die Kutte behält er an, dieser Mönch, den Rosenkranz wickelt er fester um das Handgelenk, damit die Devotionalie auch in seiner schlafenden Abwesenheit für ihn bete, er geht zum Bett, schlägt den Belag zurück, um sich an den äußersten Rand zu legen, denn er will der erste sein, der aufstehe, nicht um sich Peinlichkeit zu ersparen, Peinlichkeit gab es damals noch nicht, sondern weil er einen weiten Weg vor sich hat. An Versuchungen denkt er nicht. Schien der Mond? Ja – oder sagen wir, er schien noch nicht, aber er war im Aufgehen, ein Dreiviertelmond vielleicht, er hat das Fenster noch nicht erreicht, hinter dem der Mönch liegt, dafür legt er einen langen Schatten neben den zweiten Gast, die Gästin, die, während der Mönch sich auszieht, vor der Tür steht, während der Mönch sich hinlegt, das Haus betritt und damit den Mondschatten ablegt, eine Dame, die bessere Nächte gekannt hat und schlechtere kennen zu lernen fürchtet, aber nicht mehr kennen lernen wird, eine Courtisane, nenne ich sie Anne.“

 

 

 

803176-6c554a97a020bede5c41ad6c6b97c1e6.jpg
Wolfgang Hildesheimer (9 december 1916 – 21 augustus 1991)

 

 

 

 

 

De Franse schrijfster Anna Gavalda werd geboren op 9 december 1970 in Boulogne-Billancourt. Zie ook mijn blog van 9 december 2008 en ook mijn blog van 9 december 2009.

 

Uit: Je l'aimais

 

“Larguée ... C'est merveilleux comme expression. Qui a trouvé ça ? Larguer les amarres. Détacher la bonne femme. Prendre le large, déployer ses ailes d'albatros et baiser sous d'autres latitudes.
Parce que le piège, justement, c'est de croire qu'on est amarré. On prend des décisions, des crédits, des engagements et puis quelques risques aussi. On achète des maisons, on met des bébés dans des chambres toutes roses et on dort toutes les nuits enlacés. On s'émerveille de cette ... Comment disait-on déjà ? De cette
complicité. Oui, c'était ça qu'on disait, quand on était heureux... Le piège, c'est de penser qu'on a le droit d'être heureux. Nigauds que nous sommes. Assez naïfs pour croire une seconde que nous maîtrisons le cours de nos vies. Le cours de nos vies nous échappe, mais ce n'est pas grave. L'idéal, ce serait de le savoir plus tôt. Avant de repeindre des chambres en rose ....
Ma grand mère disait souvent que c'était avec de bons petits plats qu'on retenait les gentils maris à la maison.

(...)

 

Ceux qui restent, on les plaint, on les console, mais ceux qui partent ? Le courage de ceux qui se regardent dans la glace un matin et articulent distinctement ces quelques mots pour eux seuls : "ai-je le droit à l'erreur ?" Juste ces quelques mots ... Le courage de regarder sa vie en face, de n'y voir rien d'ajusté, rien d'harmonieux. Le courage de tout casser, de tout saccager par ... égoïsme ? ... Le  courage de s'affronter. Au moins une fois dans sa vie. De s'affronter, soi-même. Soi seul. Enfin. "Le droit à l'erreur", toute petite expression, tout petit bout de phrase, mais qui te le donnera ? Qui à part toi ?". 

 

 

 

 803176-1cbf3775f8e81bf07708b6e44dd2cba4.jpg

Anna Gavalda (Boulogne-Billancourt, 9 december 1970)



Zie voor nog meer schrijvers van de 9e december ook mijn vorige blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 16:45 Reageer op dit bericht

Ödön von Horváth, John Milton, Jan Křesadlo, Maksim Bahdanovič, Dalton Trumbo

De Hongaars-Duitse schrijver Ödön von Horváth werd geboren op 9 december 1901 in Fiume. Zie ook mijn blog van 9 december 2006 en ook mijn blog van 9 december 2007  en ook mijn blog van 9 december 2008 en ook mijn blog van 9 december 2009.

 

Uit: Jugend ohne Gott

 

„25. März.

Auf meinem Tische stehen Blumen. Lieblich. Ein Geschenk meiner braven Hausfrau, denn heute ist mein Geburtstag.

Aber ich brauche den Tisch und rücke die Blumen bei- seite und auch den Brief meiner alten Eltern. Meine Mutter schrieb: »Zu Deinem vierunddreissigsten Geburtstage wünsche ich Dir, mein liebes Kind, das Allerbeste. Gott der Allmächtige gebe Dir Gesundheit, Glück und Zufriedenheit!« Und mein Vater schrieb: »Zu Deinem vierunddreissigsten Geburtstage, mein lieber Sohn, wünsche ich Dir alles Gute. Gott der Allmächtige gebe Dir Glück, Zufriedenheit und Gesundheit!«

Glück kann man immer brauchen, denke ich mir, und gesund bist Du auch, gottlob! Ich klopfe auf Holz. Aber zufrieden? Nein, zufrieden bin ich eigentlich nicht. Doch das ist ja schliesslich niemand.

Ich setze mich an den Tisch, entkorke eine rote Tinte, mach mir dabei die Finger tintig und ärgere mich darüber. Man sollt endlich mal eine Tinte erfinden, mit der man sich unmöglich tintig machen kann!

Nein, zufrieden bin ich wahrlich nicht.

Denk nicht so dumm, herrsch ich mich an. Du hast doch eine sichere Stellung mit Pensionsberechtigung und das ist in der heutigen Zeit, wo niemand weiss, ob sich morgen die Erde noch drehen wird, allerhand! Wie viele würden sich sämtliche Finger ablecken, wenn sie an deiner Stelle wären?! Wie gering ist doch der Prozentsatz der Lehramtskandidaten, die wirklich Lehrer werden können! Danke Gott, dass Du zum Lehrkörper eines Städtischen Gymnasiums gehörst und dass Du also ohne wirtschaftliche Sorgen alt und blöd werden darfst! Du kannst doch auch hundert

Jahre alt werden, vielleicht wirst Du sogar mal der älteste Einwohner des Vaterlandes! Dann kommst Du an Deinem Geburtstag in die Illustrierte und darunter wird stehen: »Er ist noch bei regem Geiste.« Und das alles mit Pension! Bedenk und versündig Dich nicht!

Ich versündige mich nicht und beginne zu arbeiten. Sechsundzwanzig blaue Hefte liegen neben mir, sechsundzwanzig Buben, so um das vierzehnte Jahr herum, hatten gestern in der Geographiestunde einen Aufsatz zu schreiben, ich unterrichte nämlich Geschichte und Geographie.“

 

 

 

803170-87c8ac5c3c811b40800e99fd81f5b717.jpg
Ödön von Horváth (9 december 1901 – 1 juni 1938)

 

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver John Milton werd geboren op 9 december 1608 in Londen. Zie ook mijn blog van 9 december 2006 en ook mijn blog van 9 december 2008 en ook mijn blog van 9 december 2009.

 

 

Uit: Paradise Lost, Book IV, [The Argument]

 

O for that warning voice, which he who saw 

The Apocalypse heard cry in Heaven aloud, 

Then when the Dragon, put to second rout, 

Came furious down to be revenged on men, 

Woe to the inhabitants on Earth! that now,          

While time was, our first parents had been warned 

The coming of their secret Foe, and scaped, 

Haply so scaped, his mortal snare! For now 

Satan, now first inflamed with rage, came down, 

The tempter, ere the accuser, of mankind,           

To wreak on innocent frail Man his loss 

Of that first battle, and his flight to Hell. 

Yet not rejoicing in his speed, though bold 

Far off and fearless, nor with cause to boast, 

Begins his dire attempt; which, nigh the birth           

Now rowling, boils in his tumultuous breast, 

And like a devilish engine back recoils 

Upon himself. Horror and doubt distract 

His troubled thoughts, and from the bottom stir 

The hell within him; for within him Hell           

He brings, and round about him, nor from Hell 

One step, no more than from Himself, can fly 

By change of place. Now conscience wakes despair 

That slumbered; wakes the bitter memory 

Of what he was, what is, and what must be           

Worse; of worse deeds worse sufferings must ensue! 

Sometimes towards Eden, which now in his view 

Lay pleasant, his grieved look he fixes sad; 

Sometimes towards Heaven and the full-blazing Sun, 

Which now sat high in his meridian tower:           

Then, much revolving, thus in sighs began:— 

 

 

 

 803170-8f70f8d2e4665bb564bdc750f08866c8.jpg

John Milton (9 december 1608 – 8 november 1674)

Anoniem portret

 

 

 

 

De Tsjechische psycholoog, schrijver en dichter Jan Křesadlo (pseudoniem van Václav Jaroslav Karel Pinkava) werd geboren op 9 december 1926 in Praag. Zie ook mijn blog van 9 december 2006 en ook mijn blog van 9 december 2008.

 

 

 

Christmas Rondel

 

That time of year, that day of days

- always returning, ever fresh,

when the dark night was split, ablaze

by God's Word made incarnate, flesh.

 

An ancient tale, each year afresh,

that God came down to share our ways,

takes form again, intoning, plays

- always returning, ever fresh.

 

»Let the news melt hate's icy gaze

scorch ill-will dark to cinders, dash

the bonds of Adam, tear this mesh,

these walls of greed, our human maze ... «

the Call perennial rends the haze

- always returning, ever fresh.

 

 

 

 

The Night Wanderer Rondel

 

He walks within night’s moulting coat,

his face is hid in darkness’ cape

drawing him down its lonely throat

yearning, see night’s burnt umber gape.

 

Bearing his obscure troubles’ shape

through breathless night, in bile he floats

making the covered chalice bloat

his face is hid in darkness’ cape.

 

Hark to the armoured couplet’s note !

The steel of darkness’ fainting scrape !

Soloist, metered verse you ape

footsteps that thud, as though they wrote

hastening to cross night’s silent moat,

his face is hid in darkness’ cape.

 

 

 

Vertaald door VZJ Pinkava

 

 

 

803170-59d55eae90c9b5bf9f5ac08ab8e0f337.jpg
Jan Křesadlo (9 december 1926 - 13 augustus 1995)

 

 

 

 

 

De Wit-Russische (Belarussische) dichter, journalist en criticus Maksim Bahdanovič werd geboren op 9 december 1891 in Minsk. Zie ook mijn blog van 9 december 2006 en ook mijn blog van 9 december 2008.

 

 

The Weaver-Women of Słucak

 

From native home, from native tillage,
To the Big House, for beauty's sake,
Luckless girls taken from their village,
Girdles of woven gold to make.
Long hours of labour they endeavour,
Forgetful of their girlish dreams,
Toiling at the broad weaving ever.
Where the Persian pattern gleams.
Outside the walls is smiling tillage,
The sky shines fair beyond the pane,
And thoughts go wandering, willy-nilly,
There where the spring's in flower again.
There by the rye, in the far distance,
The cornflowers gleam with azure still,
And waves of chilly silver glisten,
Where rivers gush between the hills;
Dark frowns the forest's jagged verdure,
And hands, forgetful at the loom,
Neglecting the designs of Persia,
Weave in the native cornflower bloom.

 

 

 

Triolet

 

Once I was gazing on the sun,
And the sun blinded all my vision.
What means the dark of night abysmal,
— Once I was gazing on the sun.
Let all men mock me in derision.
To them my answer thus shall run:
Once I was gazing on the sun,
And the sun blinded all my vision.

 

 

 

Vertaald door Vera Rich

 

 

 

 803170-679780602b8de6dbaab51539f14c922d.jpg

Maksim Bahdanovič (9 december 1891 – 25 mei 1917)

Standbeeld in Minsk

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver en sceenwriter James Dalton Trumbo werd geboren op 9 december 1905 in het plaatsje Montrose in Colorado. Zie ook mijn blog van 9 december 2008.

 

Uit: Stiltewoorden (Johnny got his gun, vertaald door Fons Oltheten)

 

„Hij schoot omhoog door het koele water en vroeg zich af of hij de oppervlakte ooit zou bereiken. Het was de grootst mogelijke lariekoek dat mensen drie keer kopje onder gaan voordat ze verdrinken. Hij was dagen weken maanden god weet hoe vaak kopje onder gegaan en weer bovengekomen. Maar hij was niet verdronken. Elke keer als hij de opper vlakte bereikte verloor hij zich in de werkelijkheid en als hij kopje onderging verloor hij zich in het niets. Het waren langdurige fauwtes waarin hij snakte naar adem en vocht voor zijn leven. Hij vocht te intens en dat wist hij. Een man kan niet altijd vechten. Als hij verdrinkt of stikt moet hij verstandig zijn en zijn krachten sparen voor het laatste de finale de doodstrijd.

Hij bleef rustig achterover liggen want hij was niet gek. Als je op je rug ligt kun je drijven. Als kind deed hij dat vaak. Hij wist hoe het moest. Dat gevecht had zijn laatste krachten gevergd terwijl hij alleen maar had moeten drijven. Wat een idioot.

Ze waren met hem bezig. Hij had dat niet meteen in de gaten omdat hij ze niet kon horen. Toen herinnerde hij zich weer dat hij doof was. Het was grappig daar te liggen met mensen in dezelfde ruimte die je aanraken je onderzoeken je verzorgen terwijl je niets hoort. Zijn hoofd zat nog onder de bandages dus hij kon ook niemand zien. Het enige wat hij wist was dat ergens in de duisternis buiten het bereik van zijn oren mensen met hem aan het werk waren en hem probeerden te helpen. Zij haalden een deel van de bandages weg. Hij voelde zijn linkerkant plotseling koel worden door het plotselinge opdrogen van zweet. Ze waren met zijn arm bezig. Hij voelde de druk van een klein scherp instrument dat keer op keer toehapte en telkens een stukje van zijn huid pikte. Hij verroerde zich niet. Hij bleef gewoon liggen omdat hij zijn krachten moest sparen. Hij probeerde uit te puzzelen waarom ze hem zo pikten. Na elke aanval voelde hij het vlees van zijn bovenarm iets trekken en dat gaf een naar heet wrijvingsgevoel. Die korte rukjes gingen maar door en zijn huid werd elke keer heet. Het deed pijn. Hij wilde dat ze ophielden. Het jeukte. Hij wilde dat ze hem krabden.“

 

 

 

803170-7e7e92765ee10b4cf6ba2842fec16ba5.jpg
Dalton Trumbo (9 december 1905 – 10 september 1976)

Geschreven door Romenu om 16:37 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten