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Berichten van 10 december 2010 tot 11 december 2010

Andrea De Carlo, Naguib Mahfouz, Ludwig Laher, Janko Ferk, Alain de Benoist

De Italiaanse schrijver.Andrea De Carlo werd geboren in Milaan op 11 december 1952. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

Uit: Wenn der Wind dreht (Vertaald door Monika Lustig)

 

„Der Wind treibt dunkle Wolken heran und fegt zwischen den Bäumen hindurch. Äste und Blätter rauschen bedrohlich in der zunehmenden Finsternis. Enrico geht ganz dicht hinter Arturo und vor den anderen, er kontrolliert von Zeit zu Zeit sein Handy, aber der Bildschirm zeigt kontinuierlich Kein Netz. Zufußgehen hat ihm noch nie behagt, seit seiner Kinderzeit nicht, als seine Eltern ihn auf stunden-

langen Wanderungen über die Bergpfade quer durch Tirol schleiften. Der Vater trug jeweils das Fernglas am Hals, und die Mutter hatte eine Feld¬asche mit kaltem, süßem Zitronentee dabei. In seinen Augen war das immer schon eine dumme und sinnlose Aktivität, der jegliche ästhetische

oder intellektuelle Aura fehlte, die die Mühe, das eigene Körpergewicht Meter um Meter voranzuschleppen, hätte kompensieren können. Und auch bei den Spaziergängen, zu denen Luisa ihn fast jedes Wochenende drängt, fühlt er sich so elend wie ein Hamster im Laufrad. Die einzige

Fortbewegung, in der er einen Sinn entdecken kann, ist in der Stadt von A nach B zu fahren oder rings um wichtige Gebäude herum, zu einem bestimmten Zweck und mit Hilfe von Transportmitteln, die einen nicht ins Schwitzen bringen.

Jedenfalls scheint auch Luisa nicht gerade begeistert, während sie hinter ihm geht. Ihre Gesichtszüge sind angespannt, und die Hände hat sie in den Manteltaschen vergraben. Margherita und Alessio bilden das Schlußlicht und sehen aus wie zwei Luxus¬üchtlinge, deren Flucht erschwert wird durch die Rädchen ihrer Koffer und das zeitweilige Überprüfen ihrer Mobiltelefone sowie die haß-

erfüllten Blicke, die sie sich hin und wieder zuwerfen.

Margherita wackelt auf ihren hochhackigen Stiefeln mit den sadistischen Schuhspitzen voran und kreischt den anderen hinterher: »Könntet ihr nicht ein menschenfreundlicheres Tempo anschlagen?«

Arturo erwidert, ohne seinen Schritt zu verlangsamen:»Wir hatten dir ja gesagt: Laß den Koffer im Wagen.«

»Hör auf mit meinem Koffer!« schreit Margherita. »Ich wollte euch nur ganz freundlich bitten, nicht so zu rennen!«

 

 

 

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Andrea De Carlo (Milaan, 11 december 1952)

 

 

 

 


De Egyptische schrijver
Naguib Mahfouz werd geboren op 11 december 1911 in Caïro. Zie ook mijn blog van 30 augustus 2006 en mijn blog van 11 december 2006 en ook mijn blog van 11 december 2007 en ook mijn blog van 11 december 2008
en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

Uit: The Thief and the Dogs  (Vertaald door Trevor Le Gassick en M. M. Badawi)

 

„Once more he breathed the air of freedom. But there was stifling dust in the air, almost unbearable heat, and no one was waiting for him; nothing but his blue suit and gym shoes.
As the prison gate and its unconfessable miseries receded, the world--streets belabored by the sun, careening cars, crowds of people moving or still--returned.
No one smiled or seemed happy. But who of these people could have suffered more than he had, with four years lost, taken from him by betrayal? And the hour was coming when he would confront them, when his rage would explode and burn, when those who had betrayed him would despair unto death, when treachery would pay for what it had done.
Nabawiyya. Ilish. Your two names merge in my mind. For years you will have been thinking about this day, never imagining, all the while, that the gates would ever actually open. You'll be watching now, but I won't fall into the trap. At the right moment, instead, I'll strike like Fate.
And Sana? What about Sana?
As the thought of her crossed his mind, the heat and the dust, the hatred and pain all disappeared, leaving only love to glow across a soul as clear as a rain-washed sky.
I wonder how much the little one even knows about her father? Nothing, I suppose. No more than this road does, these passersby or this molten air.
She had never been out of his thoughts, where bit by bit she'd taken shape, like an image in a dream, for four long years. Would luck now give him some decent place to live, where such love could be equally shared, where he could take joy in being a winner again, where what Nabawiyya Ilish had done would be no more than a memory, odious, but almost forgotten?
You must pull together all the cunning you possess, to culminate in a blow as powerful as your endurance behind prison walls. Here is a man--a man who can dive like a fish, fly like a hawk, scale walls like a rat, pierce solid doors like a bullet!“

 

 

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Naguib Mahfouz (11 december 1911 – 30 augustus 2006)

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter, schrijver en vertaler Ludwig Laher werd geboren op 11 december 1955 in Linz. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

 

alles im griff

eine überwachungskamera
für die polizeiwache
für die mahnwache
vor dem mahnmal
für die opfer
der täter
von morgen


 

meine landschaft

meine landschaft
geht durch mich:
in ihr bleibt
ein bild von mir
hängen und sie
sagt etwas aus
über mich:

meine landschaft
lebt in mir:
wir begegnen einander selten

 

 

 

 

vorspiel

in deiner kniekehle
bleibe ich stecken
wenn du dein bein
anziehst und meinen
finger fängst
der von der sohle kommt
langsam nach oben zieht

an deinem lächeln frau
bleibe ich hängen
wenn du den kopf
bewegst über die
schulter schaust
und meinen blick dir holst
still deine frage stellst

wo ich dich riechen kann
bleibe ich liegen
bis du das bein
entspannst dich auf
den rücken legst
einmal tief atem holst
und mir den weg freigibst

 

 

 

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Ludwig Laher (Linz, 11 december 1955)

 

 

 

 

 
De Oostenrijkse dichter, schrijver en rechter Janko Ferk werd geboren op 11 december 1958 in Sankt Kanzian am Klopeiner See, Kärnten. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

Uit: Die Raumforscher. Ein Überzeugungsversuch

 

„Ich bin beim Schreiben auf Zeitlosigkeit aus. Bei diesem programmatischen Gedanken verwundert mich immer nur die unwillkürliche Assoziation:  Das in meinem Kopf sich wiederholende Bild einer schlichten und ästhetischen Armbanduhr. Natürlich fiele mir dazu insbesondere ein Markenname ein. Vielleicht sagt mir die eigene, innere Instanz, daß ein solcher gleichsam klassischer Zustand nicht möglich, weil undenkbar ist.

   Zeitlosigkeit ist für mich jener Zustand, der ohne die Technik und deren Hilfsmittel auskommt. Konkret meine ich damit und zum Beispiel einen Roman, der ohne die Beschreibung und den Einsatz von Kraftfahrzeugen, Telefonen und selbstverständlich auch Uhren episch sein kann. Ich denke also an einen Roman, der vom Leben, von Ängsten, Gefühlen, Hoffnungen und vielleicht Enttäuschungen erzählt, der aber nie auf die sogenannten  modernen Errungenschaften angewiesen ist.

   Franz Kafka ist dieser Vorstellung im "Schloß" ziemlich nahe gekommen, eigentlich "märchenhaft" nahe, wenn man an seinen "tiefen Schnee", "schwächsten Lichtschein" und den "Strohsack" denkt. Leider durchschneidet selbst Kafka diesen Raum scharf mit seiner Frage: "Wie, auch ein Telefon war in diesem Dorfwirtshaus?" Als ob er genau wüßte, welchen Umstand er der Literatur zufügt, fragt er doch nicht nur rhetorisch nach diesem eigentümlichen Gegenstand und gibt uns über das Gasthaus noch ironisch bekannt: "Man war vorzüglich eingerichtet." ( Wer könnte im Angesicht dieses Einzugs der Technik in die Weltliteratur noch ernsthaft behaupten, Franz Kafka sei humorlos. Dieser Dichter hat auch an vielen anderen Stellen Technik in das Schrifttum eingebaut. Er hat ihr Platz eingeräumt. Wem fallen hier nicht die "Aeroplane in Brescia" ein und vor allem die grausame Technik aus der "Strafkolonie". Minutiös und visionär seziert ... Ja, visionär! Gesehen oder vielmehr befürchtet am Anfang des vorigen Jahrhunderts, ausgeführt zwanzig, dreißig Jahre später. )

   Franz Kafka ist der erste entscheidende Schriftsteller, der der Technik Raum gegeben hat. Und wieder könnte man auf den  Begriff kommen, der für das Zeitlose steht, die Klassik, zumal man die Technik noch genauer aufteilen könnte, in die klassische und moderne. Kafka hat - wohl bewußt - Zitate der modernen Technik eingesetzt. Die klassische Technik hat längst vor dem Meister aus Prag nach Platz gegriffen. Der erste, der über das Rad geschrieben hat, hat in die Literatur tatsächlich etwas Neues eingeführt.

Lange vor der Literatur war die Technik in der Welt. In der ursprünglichen Wortbedeutung macht sie jeden Anwender zum Künstler, zum Handwerkskünstler, der eine gewisse Summe von Regeln derart auf ein Ziel hinleitet, daß es einen Sinn ergibt und das Leben im landläufigen Sinn leichter macht.“

 

 

 

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Janko Ferk (Sankt Kanzian, 11 december 1958)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver, politiek filosoof en journalist Alain de Benoist werd geboren in Saint-Symphorien op 11 december 1943. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

Uit: Aan gene zijde van de mensenrechten (Au-delà des droits de l'Homme)

 

„Een eerste breuk komt er met het christendom. De christelijke godsdienst proclameert inderdaad de unieke waarde van elk menselijk wezen door het voor te stellen als een waarde op zich. Als bezitter van een ziel die hem rechtstreeks verbindt met God, wordt de mens drager van een absolute waarde, dat wil zeggen van een waarde die niet gebonden is aan zijn persoonlijke kwaliteiten noch aan het feit dat hij deel uitmaakt van een bepaalde collectiviteit. Gelijklopend daarmee geeft het christendom een zuiver individuele definitie van vrijheid: de vrijheid wordt het vermogen van een redelijk wezen om een keuze te maken tussen middelen die naar een doel leiden, en dit in overeenstemming met de moraal. (“Radix libertatis sicut subjectum est voluntas, sed sicut causa est ratio”, zei Thomas van Aquino). Dit beklemtonen van de vrije wil bevat impliciet de idee dat de mens zijn natuur kan overwinnen en kan kiezen alleen op basis van de rede en zo de wereld kan vormen naar zijn wil. Aanvankelijk wordt deze wil omschreven als de mogelijkheid om toe te stemmen. Het hogere leven komt uit een transformatie van de wil onder de werking van de genade.

Door deze belangrijke antropologische vernieuwingen sloeg het christendom een brede kloof tussen de oorsprong van de mens (God) en zijn eigen tijdelijk bestaan. Het onttrekt aan het relationele bestaan van het menselijk wezen zijn ontologische verankering, die voortaan uitsluitend aan de ziel voorbehouden wordt. Vanzelfsprekend blijven de betrekkingen tussen mensen belangrijk, maar ze worden secundair om de eenvoudige reden dat hun leven in gemeenschap, hun samen-zijn, niet meer samenvalt met hun diepste wezen. Het is niet ten onrechte dat Hegel, vanuit dit standpunt, de opkomst van het christendom kon doen samenvallen met het subjectivisme.“

 

 

 

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Alain de Benoist (Saint-Symphorien, 11 december 1943)



Zie voor nog meer schrijvers van de 11e december ook mijn vorige blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 19:37 Reageer op dit bericht

Aleksandr Solzjenitsyn, Ernst van Altena, Alfred de Musset, Christian Grabbe, Maximilian von Schenkendorf, Paul Kornfeld

De Russische schrijver en historicus Aleksandr Isajevitsj Solzjenitsyn werd geboren in Kislovodskb op 11 december 1918. Zie ook mijn blog van 11 december 2006  en ook mijn blog van 11 december 2007 en ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

Uit: Meine amerikanischen Jahre  (Vertaald door Andrea Wöhr en Fedor Poljakov)

 

„In Abgeschiedenheit bist glücklich du, o Dichter! Das erkannte Alexander Puschkin, als er die schöpferische Zeit, die er in der Einsamkeit verbrachte, mit der Eitelkeit der Welt verglich.
Seit meiner Kindheit hatte ich ähnliche Gefühle. Diese glückselige Einsamkeit lernte ich dann in der Verbannung in Kokterek kennen, und so beschlich mich geradezu Beklemmung, als die Welle der Rehabilitierungen losbrach und ich in deren Wirbel von dort wegfahren sollte. Im Juni 1956 verließ ich meine gesegnete Verbannung und erst zwanzig Jahre später, im Juni 1976, fast auf den Tag genau, erreichte ich den abgeschiedenen Ort, den ich mir ersehnt hatte, diesmal in Vermont. Beinahe vom ersten Tag an stürzte ich mich in meine Arbeit über die Zeit von Pjotr Stolypin, dann machte ich mich an das kaum überschaubare Material über die russische Februarrevolution von 1917. Jahrelang ließ ich mich so gut wie keinen einzigen Tag davon abbringen, höchstens mit Ausnahme der Tage meiner Harvard-Rede.
Dabei staunte ich unentwegt und hörte nicht auf, dem Herrn dafür zu danken, dass Er mich in die beste Lage gebracht hatte, von der ein Schriftsteller nur träumen kann, in die beste verglichen auch mit jenen schlimmen Situationen, die sich angesichts der Zerstörung der Entwicklungslinien in unserer Geschichte und in einem Land, das schon seit sechzig Jahren in Unterdrückung lebte, ergeben konnten.
Nun hatte ich die Freiheit erlangt, keinen einzigen Fetzen Papier verschlüsseln, verstecken, unter Freunden verteilen zu müssen, sondern konnte alles ganz offen halten, sodass meine Arbeitsmaterialien und Handschriften zusammenhängend auf großen Tischen ausgebreitet lagen.
Außerdem konnte ich jede nur erdenkliche Quelle, die ich brauchte, aus Bibliotheken bekommen. Noch davor, während meiner Tage in Zürich, hatten mir alte russische Emigranten die für meine Arbeit benötigten Bücher zugeschickt, ohne dass ich sie darum hatte bitten müssen. Einige Titel hatte ich bekommen, noch ehe ich wusste, dass ich sie brauchen würde; meine Bibliothek war praktisch schon komplett.“

 

 

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Aleksandr Solzjenitsyn (11 december 1918 – 3 augustus 2008)

 

 

 

 

 

De  Nederlandse dichter, schrijver en vertaler Ernst van Altena werd geboren in Amsterdam op 11 december 1933. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

Uit: Engagement of escapisme? (1985) (Interview met Fernand Auwera)

 

„Dat gebrek aan engagement is eveneens een gevolg van het feit dat die schrijvers er als het ware niet voor opgeleid werden. Ze zijn in welvaart opgegroeid, zonder contact met de praktijk, ze komen veelal, ik herhaal het, uit beschermde en wat wereldvreemde universitaire milieus. Ik kan momenteel voor de gemiddelde Nederlandse literatuur weinig waardering opbrengen. Een succesboek als ‘Een klucht regengulpen’ [Een vlucht regenwulpen] van Maarten 't Hart heb ik niet kunnen uitlezen, ik begrijp het succes van dergelijke boeken niet. In de poëzie heerst even grote ellende. Waar vindt men nu nog het engagement van bijvoorbeeld Lucebert, en die is ook wel een ‘woordkramer’ genoemd. Ik houd van mensen, van literatuur, van poëzie met kloten. Nu zijn er alleen nog treurige sonnettensmeden bedrijvig, à la Jan Kal, niet eens technisch vaardig gedaan, of estheten à la Gerrit Komrij, die louter aan salonwoordkramerij doet en wiens scheldproza geëngageerd klinkt, maar geëngageerd met wat? Met z'n eigen ego, denk ik. Overigens is het, vrees ik, in het buitenland, en met name in Frankrijk, het land dat ik het best ken, nauwelijks beter. Ook huilen met de pet op, hoewel ik graag een uitzondering maak voor de Franse cultuurpolitiek. De meest waardevolle dingen worden momenteel nog gepresteerd op het gebied van het essay, ik denk aan iemand als Henk Hofland, en aan de ontwikkeling van de politieke column. Op toneelgebied is de situatie niet beter. Men legt te veel het accent op onverantwoorde esthetiek. Twee ton spenderen aan een decor, Ubu spelen in een dure constructie van gelaste buizen, maar verder getuigt het toneel van een treurige mentaliteit: men heeft duidelijk onvoldoende vertrouwen in de kracht van het woord.“

 

 

 

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Ernst van Altena (11 december 1933 – 14 juni 1999)

Amsterdam

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Alfred de Musset werd geboren op 11 december 1810 in Parijs. Zie ook mijn blog van 11 december 2006 en ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

 

Sonnet au lecteur

 

Jusqu'à présent, lecteur, suivant l'antique usage,
Je te disais bonjour à la première page.
Mon livre, cette fois, se ferme moins gaiement ;
En vérité, ce siècle est un mauvais moment.

Tout s'en va, les plaisirs et les moeurs d'un autre âge,
Les rois, les dieux vaincus, le hasard triomphant,
Rosafinde et Suzon qui me trouvent trop sage,
Lamartine vieilli qui me traite en enfant.

La politique, hélas ! voilà notre misère.
Mes meilleurs ennemis me conseillent d'en faire.
Être rouge ce soir, blanc demain, ma foi, non.

Je veux, quand on m'a lu, qu'on puisse me relire.
Si deux noms, par hasard, s'embrouillent sur ma lyre,
Ce ne sera jamais que Ninette ou Ninon.

 

 

 

 

Sonnet : Se voir le plus possible...

 

Se voir le plus possible et s'aimer seulement,
Sans ruse et sans détours, sans honte ni mensonge,
Sans qu'un désir nous trompe, ou qu'un remords nous ronge,
Vivre à deux et donner son coeur à tout moment ;

Respecter sa pensée aussi loin qu'on y plonge,
Faire de son amour un jour au lieu d'un songe,
Et dans cette clarté respirer librement -
Ainsi respirait Laure et chantait son amant.

Vous dont chaque pas touche à la grâce suprême,
Cest vous, la tête en fleurs, qu'on croirait sans souci,
C'est vous qui me disiez qu'il faut aimer ainsi.

Et c'est moi, vieil enfant du doute et du blasphème,
Qui vous écoute, et pense, et vous réponds ceci :
Oui, l'on vit autrement, mais c'est ainsi qu'on aime.

 

 

 

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Alfred de Musset (11 december 1810 -  2 mei 1857)

 

 

 

 

 

De Duitse toneelschrijver Christian Dietrich Grabbe werd geboren in Detmold op 11 december 1801. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

Uit: Napoleon oder die hundert Tage

„Paris. Unter den Arkaden des Palais Royal.

Vieles Volk treibt sich durcheinander, darunter Bürger, Offiziere, Soldaten, Marktschreier, Savoyardenknaben und andere. Die sprechenden Personen halten sich im Vorgrunde auf. Vitry und Chassecoeur sind zwei abgedankte Kaisergardisten.

 

Vitry. Lustig, Chassecoeur, die Welt ist noch nicht untergegangen, - man hört sie noch - dort oben im zweiten Stock wird entsetzlich gelärmt.

Chassecoeur. So? - Ich hörte nichts - Warum lärmen sie?

Vitry. Der alte Kanonendonner steckt dir noch im Ohr. Hörst du denn nicht? - Wie rollt das Geld, wie zanken sie sich - sie spielen.

Chassecoeur. O mein Karabiner, dürft' ich mit deiner Kolbe wieder die Kisten zerschmettern wie die Gehirne!

Vitry. Ja, ja, Vater Veilchen spielte um die Welt, und wir waren seine Croupiers.

Chassecoeur. Blut und Tod! Wären wir es noch!

Vitry. Na, still, nur still - In unsrem schönen Frankreich blühn jeden Lenz das Veilchen, der Frohsinn und die Liebe wieder neu, - Veilchenvater kommt auch zurück.

Ausrufer einer Bildergalerie. Hier, meine Herren, ist zu sehen Ludwig der Achtzehnte, König von Frankreich und von Navarra, der Ersehnte.

Ausrufer einer Menagerie(dem vorigen gegenüber). Hier, meine Herren, sehen Sie einen der letzten des aussterbenden Geschlechtes der Dronten, wackeligen Ganges, mit einem Schnabel gleich zwei Löffeln, von Isle de France und Bourbon bei Madagaskar, lange von den Naturforschern ersehnt, ihn zu betrachten und zu zerlegen.

Ausrufer der Bildergalerie. Hier ist zu sehen der Monsieur, der Herzog von Angoulême, sein Sohn, die Herzogin, dessen Gemahlin, der Herzog von Berry und das ganze bourbonische Haus.

Ausrufer der Menagerie. Hier erblicken Sie den langen Orang-Outang, gezähmt und fromm, aber noch immer beißig, den Pavian, ähnlichen Naturells, die Meerkatze, etwas toller als die beiden andern, und so genannt, weil sie über die See zu uns gekommen, den gewöhnlichen Affen, nach Linnée simia silvanus, und das ganze Geschlecht der Affen, wie es nicht einmal in dem Pflanzengarten oder den Tuilerien leibt und lebt.

Ein Polizeibeamter. Mensch, du beleidigst den König und die Prinzen.“

 

 

 

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Christian Grabbe (11 december 1801 - 12 september 1836)

Beeld in Düsseldorf, Hofgarten

 

 

 

 

 

De Duitse dichter Maximilian Gottfried von Schenkendorf werd geboren op 11 december 1783 in Tilsit in Oost-Pruisen. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

 

Kinderträume

 

Der Himmel offenbart sich nur in Träumen,

So lang wir noch im Erdenthale wallen:

Entfesselt schweben wir durch Wolkenhallen

Und brechen Blüten von den Lebensbäumen.

Hörst du das Kind entzückt im Traume lallen?

Sein Geist ergeht sich in den ew'gen Räumen.

Kannst du noch thöricht zu entschlummern säumen?

Ein gleiches Loos ist auch für dich gefallen.

Nur Kindern steht das Thor des Himmels offen,

Um sie nur spielt in unbegrenztes Hoffen,

Sie fühlen nicht die schwere Erdenkette

Und brauchen keinen Heiland, der sie rette.

Geliebte, laß uns werden so wie diese –

Um Kinder blühen Unschuldsparadiese.

 

 

 

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Maximilian von Schenkendorf (11 december 1783 – 11 december 1817)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Paul Kornfeld werd geboren op 11 december 1889 in Praag. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009.

 

Uit: Blanche oder Das Atelier im Garten

 

„Sie schloß auf und öffnete die Tür vor ihm. Er kam zwar näher, dann aber lud er sie mit weitausholender, karikiert-pathetischer Bewegung ein, vor ihm einzutreten. Sie versuchte mit einer Art von Hofknicks seine Geste zu erwidern, doch ihrem schweren Körper wollte die Bewegung nicht recht gelingen. Als sie wieder stand, deutete sie nun ihrerseits mit feierlicher Gebärde nach dem Eingang hin. Er streckte, die Innenflächen der Hände ihr zugekehrt, heftig beide Arme von sich, um dieses Ansinnen energisch von sich zu weisen. Zugleich trat er einen Schritt zurück, und dabei stieß er mit dem Buckel an den Türpfosten. Sie entschloß sich, ihm seinen Willen zu lassen, und mit einem lustigen Satz über die Schwelle kam sie ins Haus, doch sie war wohl ungeschickt oder zu hoch gesprungen, denn sie schrie auf: "Au! mein Knöchel!", während er ihr mit rotem Kopf und in tänzelndem Gang folgte. Dann schloß sich von innen die Tür.
Dieses Haus, eigentlich die Miniatur von einem Haus, gehörte zu einer feierlich-pompösen Patriziervilla und durfte einmal die Gärtner- oder Kutscherwohnung gewesen sein. Der Garten, der die beiden Gebäude umfaßte, war groß und dehnte sich nach allen Seiten aus, er wurde aber nicht benutzt, fast niemals betreten und nur notdürftig gepflegt. An seiner rechten Seite war entlang des Gitters eine Reihe von Tannen gepflanzt, die, immer welkend, ohne jemals ganz zu verwelken, nur in traurigem Siechtum dahinvegetierten. Im Hintergrund stieß er an einen Park, und die Kastanien und Ulmen, diesseits und jenseits der Grenze, ließen ihre Zweige sich ineinander verflechten und bildeten in den Lüften eine Mauer. An der linken Seite lief der Garten entlang einer stillen Nebenstraße. Die zwei Häuser waren durch einen Weg verbunden, doch er war mit Laub und Zweigen bestreut, schon unregelmäßig mit Grasflecken bewachsen, und seine Ränder waren verwischt. Er wurde niemals begangen.“

 

 

 

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Paul Kornfeld (11 dezember 1889 -  † januari 1943)

Praag, kersttijd op het Kampa eiland

Geschreven door Romenu om 19:28 Reageer op dit bericht

Paul Rigolle

De Vlaanse dichter Paul Rigolle werd geboren in Roeselaere op 11 december 1953. Rigolle publiceerde in de jaren tachtig en negentig van de vorige eeuw de dichtbundels Mond-en Clownzeer, De hel van het Noorden en Overal en op alle plaatsen. Ook schreef hij in opdracht van Uitgeverij Grafikon de herinneringen op van wielrenner Claude Criquielion in Op de Helling (1990) en stelde samen met Patrick Cornillie de bloemlezing Vélo-Dromen, Hetwielrennen in de Nederlandse literatuur samen.Hij voor zijn poëzie herhaalde malen bekroond,

 

 

Zoals het licht een late foto


Zoals het licht een late foto schrijft,
zo had ik jou graag vastgelegd. Maar mijn hand
schrijft klein en foto's vertrouw ik toch al niet.
Ontbreekt steeds iets. Altijd wat dat manker loopt.
Met elke haal en klik raak ik jou toch maar mooier kwijt.

Maar pas verdwenen of reeds denk ik jou terug.
Jij... Jij bent het die de kronen spannen moet
waaronder ik zo graag zwicht. Jij alweer
die met de deuren van mijn leven slaat,
krassen op mijn diepste negatieven krast.

Waar ik eindig en waar jij daarbij begint?
Weetikveel. In de donkere kamers die ik met jou deel
ontwikkelt menig raadsel zich. Zo herinner ik mij
van het noodweer in mijn droom vaak alleen, dat mijn schip
verging, jawel met man en muis; maar ook dat jouw hand

het was die al die tijd op mijn voorhoofd lag.

 

 

 

Oktober

 

's Middags slapen de dorpen van dit land.
In oktober kom ik er graag terug.
Over fluisterasfalt en vergeten straten
doe ik mijn eerste reizen over. Kraaien
strijken in de velden neer. Boeren buigen,
zoeken naar wortels in de aarde.

 

Alsof één van hen mijn vader is, wil ik
naar hen zwaaien, maar zelf een vader,
weet ik mij vermist in de oudheidkunde
die mij hier als kind heeft opgeschreven.
Dit is het leven in oktober: Wat voor ons ligt,
wordt alsmaar kleiner. Even herfstig als

 

in het woord herfst klinken onze woorden.
Geen kind kan weten dat het hier ooit
met zoveel verlies zal leren leven.

 

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Paul Rigolle (
Roeselare, 11 december 1953)
Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Marco Kugel

De Duitse dichter Marco Kugel werd geboren op 11 december 1979 in Stuttgart. Hij studeerde Duitse literatuur, kunst- en mediawetenschappen en geschiedenis in Konstanz. Jarenlang werkte hij als regie-assistent, cameraman en camera-assistent. Sinds 2005 studeerde hij mediakunst aan de Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Hij publiceerde o.a.  in het Jahrbuch der Lyrik 2006. Zie ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 29 december 2009. 

 

 

gerade wird feuer gegeben

 

gerade wird feuer gegeben über reibung und reißenden stoß
nanoflächen umschwefelten holzes wo wird das denn hergestellt
zwischen zwei mündenden zungen im gefecht einem brechenden
knall in der luft auch weil der stoß zu laut dass wir ihn hören
rauscht auf (in) höchstem anschlag / letzt-ton turbinen umdrehungen ewig gleiches
uns blut in der muschel innen / rausch auf blut rausch auf
blut innen geräusche getrennte welten wand / ist da eine /
trennung der welten ist da was / davon da draußen los
neben unsrer uns vereinigender hitze
wir können versuchen verkohlte werkzeuge auszustrecken unsere
macht / reichweite / zu erweitern erwidern die schläge mit variablen flächen
bis sie eindringen in andere unsere zutiefst inwendig gestarteten
flugzeuggroßen wünsche rotierende sehnsucht bricht uns die luft
bricht in der luft ein schlag unsere fressen auseinander / da draußen
ab stratosphärenhöhe ist ersticken dann erloschen die luft unter unseren flügeln
bis über einer lichtung wolkenberge woraus wir herab / endlich beieinander
liegend auf morgentau unsere dampfende haut einander genug

 

 

 

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Marco Kugel (Stuttgart, 11 december 1979)
Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Emily Dickinson, Jorge Semprún, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2006 en ook mijn blog van 10 december 2007 en ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Het was haar laatste Zomer-

 

Het was haar laatste Zomer-
Wij hadden geen idee-
Het was of zachter ijver Haar
Doorstroomde, dachten Wij

Een nieuwe levenskracht
Gevormd van binnenin-
Maar Dood bracht licht in korte duur
En spoed werd helder toen-

Was elk van ons zo blind geweest
Toen er niets was te zien
Dan Haar Carrara Richtingbord-
Voor onze Botheid sein-

Toen onze Drukke Liefste dof
Doffer dan wij daar lag-
Was zij zo druk met –eindigen-
Wij –zo op ons gemak-

 

 

 

Ik zie graag Doodsnood in een blik

 

Ik zie graag Doodsnood in een blik,

Omdat ik weet – ’t is echt –

Stuiptrekken simuleer je niet,

Je speelt, geen Doodsgevecht –

 

Het oog verglaast eens – dat is Dood –

Geen die de Kralen veinst

Die alledaagse Zielenangst

Dan op het voorhoofd rijgt.

 

 

 

Vertaald door Peter Vestegen

 

 

 

Op drift

 

Op drift! Een kleine boot op drift!
En de nacht valt snel!
Loodst niemand een kleine boot
Naar de haven, veilig en wel?

Naar zeelui zegden - gisteren nog -
In de schemering bruin als grog
Kon een kleine boot niet meer mee
En zonk en zonk in zee.

Naar engelen zegden- gisteren nog -
Bij dageraad jong en rood
Een kleine boot - overspoeld bijwijlen -
Rechtte zijn mast - hees de zeilen -
En won vaart - in triomf!

 

 

Vertaald door Lepus

 

 

 

 

‘Geheimen’ is een dagelijks woord

 

‘Geheimen’ is een dagelijks woord

Toch bestaat het niet –

Gedempt – verdoezelt het vermoedens –

Gemompeld - wordt het stil –

Gekerkerd in het Menselijk Hart

Liggen onbetwist geheimen –

Maar het Rooster is te hecht –

Niets met Tong of Oor –

Vertrekt  - of kan er door –

Geheimen opgestapeld daar

Verschijnen slechts één keer – en stom –

Op hun weg naar het Graf –

 

 

 

Vertaald door Rosmarie Blaauboer

 

 

 

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Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)

 

 

 

 

 

De Spaanse schrijver en politicus Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Unsre allezu kurzen Sommer (Vertaald door Evan Moldenhauer)

 

„Und da kam es mir so vor, als sei der im feinen hartnäckigen Frühlingsregen sich ausbreitende graue feuchte Fleck auf den angeschlagenen Zeitungsblatt eine visuelle Metapher, die auf seltsame Weise zu meinen Gefühlen paßte. Als ob das angstvolle Unbehagen, die Übelkeit, die körperliche Traurigkeit, die ich empfand, sich in den aufgelösten, aufgeweichten Fasern meines Körpers, in der trostlosen Landschaft meiner Seele ebenso ausbreiteten wie der feuchte Fleck auf jenem Zeitungsblatt.
Ich blieb im Regen stehen, sehr lange, wir mir scheint: elend.
¿No oyes caer las gotas de mi melancolía?
Ich sagte mir nicht mehr Gedichte von Baudelaire auf. Eine lange dunstige Ungewißheit von mir abschüttelnd, habe ich mich dabei ertappt, wie ich leise ein Sonett von Rubén Darío vor mich hin sagte, dessen letzter Vers so eindringlich war: "Hörst du nicht die Tropfen meiner Melancholie?"

(..)

 

„Sie sperrte Mund und Augen auf, aufrichtig bewegt. Und nicht ohne Grund. Denn das Gedicht war herrlich. Natürlich war es nicht von mir. Ich hätte ihr nur unbeholfene, noch kindliche Gedichtfetzen aufsagen können. Ich hatte mich dafür entschieden, ihr einige Verse von Rafael Alberti zu rezitieren. Zur Zeit, als er Sobre los ángeles schrieb, das Buch, aus dem das Fragment stammte, war Alberti bereits Kommunist. Nicht aber seine Poesie. Ich meine: seine Poesie stand einzig im Dienst ihrer selbst, im Dienst der Entdeckung der Schönheit, der Schönheit der Entdeckungen.“



 

 

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Jorge Semprún (Madrid, 10 december 1923)

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006. en ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Kleiner Frieden

 

in der durchsichtigen Stunde
am Levkojengrab
im Abendrot trompetet Jenseits.

 

Gloriole des Palmenblattes
Wüstenoffenbarung der Einsamkeit.

 

Der Ahne Leben
Im leuchtenden Andachtsbuch
ruhend auf Murmelbaches Schlummerrolle
und Muschel an das Ohr gelegt
mit Spieluhrmelodie.

 

O großer Ozean im kleinen Ohr!
O Menuett der Liebe
oblatenzartes Stundenbuch

 

auch das war Leben –
der gleiche Schlaf in schwarz Magie
und Dorn der die vergessene Rose
des Blutes
in Erinnerung sticht

 

gezähnter Blitz
in des Gewitters Maskentanz
verdunkelnd
auf diese Elfenbeinküste.

 

 

 

 

Du in der Nacht

 

Du

in der Nacht

mit dem Verlernen der Welt Beschäftigte

von weit weit her

dein Finger die Eisgrotte bemalte

mit der singenden Landkarte eines verborgenen Meeres

das sammelte in der Muschel deines Ohres die Noten

Brücken-Bausteine

von Hier nach Dort

diese haargenaue Aufgabe

deren Lösung

den Sterbenden mitgegeben wird.

 

 

 

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Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)

Bij de uitreiking van de Nobelprijs voor literatuur, 1966

 

 

 

 


De Duitse dichteres en schrijfster
Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Der Seegeist

 

Die Glashaut meiner Lider

Verwirft die Nacht, verwirft das Licht;

Der Möwe Sturmgefieder

Hat keine Feder, die sie bricht.

Weil ihre wölbge Schale

Nicht von des Auges Sternfrucht sprang :

Es sah den Tanz der Wale

Und fühlte niemals Salz noch Tang.

 

Dies Aug, steht ewig offen;

Ihm ist der milde Schlaf versagt.

Ein Schließen will es hoffen,

An das es nicht zu glauben wagt.

Die Zunge ward gebunden,

Und wenn ich liebend bitten mag,

Spricht nur mit heißen Munden

Zu fremdem Ohr mein Herzensschlag.

 

Ich ruf aus hellen Armen,

Die Klippenstrudel wirbelnd drehn,

Als seliges Erbarmen

Der aufgeborstnen Barke wehn,

Und trinkt der Königsknabe

In kühlster Lust dies gelbe Haar :

Mein Schoß verwuchs zur Wabe,

Die nie empfing und nie gebar.

 

Die graugeschliffne Flosse

Läßt starke Woge mir erklirrn,

Das Schrein der Albatrosse

Fliegt wie ein Band um meine Stirn;

So muß ich Tod umwerben,

Den Schaum mir bringt und Schaum vertreibt:

Nur dies darf nimmer sterben,

Was nun und ewig fruchtlos bleibt.

 

 

 

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Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)



Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 19:54 Reageer op dit bericht

Karl Heinrich Waggerl, Carolyn Kizer, Pierre Louÿs, Rumer Godden

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Die stillste Zeit im Jahr

 

„Immer am zweiten Sonntag im Advent stieg der Vater auf den Dachboden und brachte die große Schachtel mit dem Krippenzeug herunter. Ein paar Abende lang wurde dann fleißig geleimt und gemalt, etliche Schäfchen waren ja lahm geworden, und der Esel mußte einen neuen Schwanz bekommen, weil er ihn in jedem Sommer abwarf wie ein Hirsch sein Geweih. Aber endlich stand der Berg wieder wie neu auf der Fensterbank, mit glänzendem Flitter angeschneit, die mächtige Burg mit der Fahne auf den Zinnen und darunter der Stall. Das war eine recht gemütliche Behausung, eine Stube eigentlich, sogar der Herrgottswinkel fehlte nicht und ein winziges ewiges Licht unter dem Kreuz. Unsere Liebe Frau kniete im seidenen Mantel vor der Krippe, und auf der Strohschütte lag das rosige Himmelskind, leider auch nicht mehr ganz heil, seit ich versucht hatte, ihm mit der Brennschere neue Locken zu drehen. Hinten standen Ochs und Esel und bestaunten das Wunder. Der Ochs bekam sogar ein Büschel Heu ins Maul gesteckt, aber er fraß es ja nie. Und so ist es mit allen Ochsen, sie schauen nur und schauen und begreifen rein gar nichts.

Weil der Vater selber Zimmermann war, hielt er viel darauf, daß auch sein Patron, der heilige Joseph, nicht nur so herumlehnte, er dachte sich in jedem Jahr ein anderes Geschäft für ihn aus. Joseph mußte Holz hacken oder die Suppe kochen oder mit der Laterne die Hirten einweisen, die von überallher gelaufen kamen und Käse mitbrachten oder Brot oder was sonst arme Leute zu schenken haben.

Es hauste freilich ein recht ungleiches Volk in unserer Krippe, ein Jäger, der zwei Wilddiebe am Strick hinter sich herzog, aber auch etliche Zinnsoldaten und der Fürst Bismarck und überhaupt alle Bestraften aus der Spielzeugkiste.

Ganz zuletzt kam der Augenblick, auf den ich schon tagelang lauerte. Der Vater klemmte plötzlich meine Schwester zwischen die Knie, und ich durfte ihr das längste Haar aus dem Zopf ziehen, ein ganzes Büschel mitunter, damit man genügend Auswahl hatte, wenn dann ein golden gefiederter Engel darangeknüpft und über der Krippe aufgehängt wurde, damit er sich unmerklich drehte und wachsam umherblickte.“

 

 

 

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Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse dichteres Carolyn Ashley Kizer werd geboren op 10 december 1925 in Spokane, Washington. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Reunion

 

For more than thirty years we hadn't met.
I remembered the bright query of your face,
That single-minded look,intense and stern,
Yet most important -how could I forget?-
Was what your taught me inadvertantly
(tutored by books and parents, even more
By my own awe at what was yet to learn):
The finest intellect can be a bore.

At this, perhaps our final interview,
Still luminous with your passion to instruct,
You speak to that recalcitrant pupil who
Inhaled the chalk-dust of your rhetoric.
I nod, I sip my wine, I praise your view,
Grateful, my dear, that I escaped from you.

 

 

 

 

On a Line from Valéry (The Gulf War)

 

The whole green sky is dying.The last tree flares
With a great burst of supernatural rose
Under a canopy of poisonous airs.

Could we imagine our return to prayers
To end in time before time's final throes,
The green sky dying as the last tree flares?

But we were young in judgement, old in years
Who could make peace; but it was war we chose,
To spread its canopy of poisoning airs.

Not all our children's pleas and women's fears
Could steer us from this hell.And now God knows
His whole green sky is dying as it flares.

Our crops of wheat have turned to fields of tares.
This dreadful century staggers to its close
And the sky dies for us, its poisoned heirs.

All rain was dust.Its granules were our tears.
Throats burst as universal winter rose
To kill the whole green sky, the last tree bare
Beneath its canopy of poisoned air.

 

 

 

 

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Carolyn Kizer (Spokane, 10 december 1925)

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Pierre Louÿs werd geboren op 10 december 1870 in Gent. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Psyché

 

Psyché, ma soeur, écoute immobile, et frissonne...

Le bonheur vient, nous touche et nous parle à genoux

Pressons nos mains. Sois grave. Écoute encor...Personne

N'est plus heureux ce soir, n'est plus divin que nous.

 

Une immense tendresse attire à travers l'ombre

Nos yeux presque fermés. Que reste-t-il encor

Du baiser qui s'apaise et du soupir qui sombre?

La vie a retourné notre sablier d'or.

 

C'est notre heure éternelle, éternellement grande,

L'heure qui va survivre à l'éphémère amour

Comme un voile embaumé de rose et de lavande

Conserve après cent ans la jeunesse d'un jour.

 

Plus tard, ô ma beauté, quand des nuits étrangères

Auront passé sur vous qui ne m'attendrez plus,

Quand d'autres, s'il se peut, amie aux mains légères,

Jaloux de mon prénom, toucheront vos pieds nus,

 

Rappelez-vous qu'un soir nous vécûmes ensemble

L'heure unique où les dieux accordent, un instant,

À la tête qui penche,à l'épaule qui tremble,

L'esprit pur de la vie en fuite avec le temps.

 

Rappelez-vous qu'un soir, couchés sur notre couche,

En caressant nos doigts frémissants de s'unir,

Nous avons échangé de la bouche à la bouche

La perle impérissable où dort le Souvenir.

 

 

 

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Pierre Louÿs (10 december 1870 – 6 juni 1925)

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Margaret Rumer Godden werd geboren op 10 december 1907 in Eastbourne, East Sussex. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: The Kitchen Madonna

 

„Mother had wept when she saw the picture – "Though I still don't know why," said Janet – but when Marta saw the good place, she stood quite still. Then slowly she lifted her hands and her whole face was transformed. "Maty Bozha!" breathed Marta, but in a very different way from the way she had said it upstairs. She took one step nearer. "Matir Bozha!" she breathed again, and then she began to speak. None of them could understand the words she said, but even Janet knew it was a prayer or a hymn of thanksgiving and praise. It was loud, ringing, so loud that Rootle got up out of his basket and came first to Marta and then to Gregory and rubbed himself against their legs, adding his purring to Marta's praise. The strange words filled the kitchen: "Maty Bozha zmylujsia nad namy . . ." and though he could not understand one of them, they seemed to go deep into Gregory, thrilling him so that he tingled. . . .

It was not until Marta was alone with the children that she lit the lamp. "My little litted lamp," said Marta, and when she did it there was an unexpected beauty, something extra, like a gift. Under the electric lights of the loft and kitchen, the picture had scintillated and shone, but in the softer glow of the lamp it changed and now Gregory saw why these pictures were made with cloth; their richness of color sprang into life, but the folds and edges were shadows, making the figures look alive. Here and there a sequin shone like a jewel, the silver sparkled softly, the crowns were rich, the whole picture was bathed in gold, and the eyes looked and looked. . .“

 

 

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Rumer Godden (10 december 1907 – 8 november 1998)

Geschreven door Romenu om 19:44 Reageer op dit bericht

Jacquelyn Mitchard, Thomas Lux, Clarice Lispector, Ara Baliozian, Christine Brückner

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Christmas, Present

 

„For weeks, he'd pestered himself over the fact that he couldn't remember whether this anniversary was the fourteenth or fifteenth. He would later regret the silliness, the mulling. He might have spent more time with the girls, taken the week off from work, made enormous resolutions and gestures of consummate intimacy. Still, even in hindsight, a fourteenth anniversary sounded routine, neither a rung on the ladder midway toward a golden sunset nor an observation blushingly fresh and new.

A fourteenth anniversary, like, perhaps, a forty-second birthday, didn't seem to demand so much commemoration.

But one more year would be a landmark! Somehow, to have survived in relative peace and periodic delight for a decade and a half -- through the arid, sandy-eyed numbness of sleep deprivation after the girls' births, the unexpected and brutal death of his mother, the long, anxious week waiting for the results of the withdrawal of a microscopic bite of tissue from Laura's breast, Annie's meningitis (ten days during which neither of them finished a single meal, together or separately) -- seemed to confer a certain status on this marriage. A marriage of substance, which few of their friends could boast. Fifteen years of marriage in full would cry out for a slam-bang celebration. A high school reunion equivalent, a renewal of vows with Laura at the Wee Kirk o' the Heather in Las Vegas, Prada boots, costing half a week's pay, or a (very brief) cruise to the West Indies.

He thought, by using a ruse, he might question his mother-in-law, Miranda, inventing some twaddle about checking Laura's sizes (men being universally forgiven, even coddled, for ignorance in such matters).“

 

 

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Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter Thomas Lux werd geboren op 10 december 1946 in Northampton, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

 

Marine Snow At Mid-Depths And Down

 

As you descend, slowly, falling faster past
you this snow,
ghostly, some flakes bio-
luminescent (you plunge,
and this lit snow doesn't land
at your feet but keeps falling below
you): single-cell-plant chains, shreds
of zooplankton's mucus food traps,
fish fecal pellets, radioactive fallouts,
sand grains, pollen....And inside
these jagged falling islands
live more microlives,
which feed creatures
on the way down
and all the way down. And you,
in your sinking isolation
booth, you go down, too,
through this food-snow, these shards,
bits of planet, its flora
and flesh, you
slip straight down, unreeled,
until the bottom's oozy silt, the sucking
baby-soft muck,
welcomes you
to the deep sea's bed,
a million anvils per square inch
pressing on your skull.
How silent here, how much life,
few places deeper on earth,
none with more width.

 

 

 

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Thomas Lux (Northampton, 10 december 1946)

 

 

 

 

 

De Braziliaanse schrijfster Clarice Lispector werd geboren op 10 december 1925 in Podolia (Oekraïne). Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Family Ties  (Vertaald door Giovanni Pontiero)

 

„He opened his sack and peered inside. Then he put his scrawny hand inside and slowly drew out the dead dog. His whole being was concentrated on that vital hand and he kept his eyes tightly shut as he pulled. When he opened them, the air was clearer still and the happy bells rang out again, summoning the faithful to the solace of punishment.

The unknown dog lay exposed.

He now set to work methodically. He grabbed the rigid black dog and laid it on a shallow piece of ground. But, as if he had already achieved a great deal, he put on his spectacles, sat down beside the dog's carcass, and began to contemplate the landscape.

He saw quite clearly, and with a certain sense of futility, the deserted plain. But he accurately observed that when seated he could no longer see the minute city below. He sighed again. Rummaging in his sack, he drew out a spade and started thinking about the spot he would choose. Perhaps below the tree. He surprised himself, reflecting that he would bury this dog beneath the tree. But if it were the other, the real dog, he would bury it in fact where he himself would like to be buried were he dead: in the very center of the plateau, facing the sun with empty eyes. Then, since the unknown dog was, in fact, a substitute for the "other one," he decided that the former, for the greater perfection of the act, should receive exactly the same treatment as the latter would have received. There was no confusion in the man's mind. He understood himself with cold deliberation and without any loose threads.

Soon, in an excess of scruples, he was absorbed in trying to determine accurately the center of the plateau. It was not easy because the only tree rose on one side, and by accepting it as a false center, it divided the plain asymmetrically. Confronted with this difficulty, the man admitted, "It was unnecessary to bury in the center. I should also bury the other, let us say, right here, where I am standing at this very moment."

 

 

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Clarice Lispector (10 december 1925 – 9 december 1977)

 

 

 

 

 

De Armeense schrijver Ara Baliozian werd geboren op 10 december 1936 in Athene. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Pages From My Diary, 1986-1995 (1988)

 

„A reader writes: "In one of your articles dealing with wealth, you speak of pirates and merchants as if these two terms were interchangeable. As a businessman myself, I resent that very much. I think you owe all businessmen an apology."
This businessman is right, trade is superior to piracy. But on this point, let me quote the words of an old wise man: "Trade is much superior to piracy. You can rob and kill a man but once, but you can cheat him again and again."

It is a mistake to think of writers as members of an exclusive club - self-centered eccentrics overly fond of abstractions that have little or no bearing on reality and our daily existence. There are no fundamental differences between writers and ordinary human beings.
The most important difference between an ordinary human being and a writer is that a writer has discovered a way or developed a skill which allows him to transfer his inner world onto a piece of paper—that's all.
To those who say: Since writers are no better than the rest of us, why should we bother with them? I say: To ignore a writer's words would be as risky as ignoring or dismissing the advice of a physician, an electrician, a plumber, or for that matter, a garbage collector.

The earthquake may have been an act of God, but we, all of us, must bear some degree of responsibility for its tragic—and tragic to the point of being genocidal—dimensions.
When I speak of catastrophes I have in mind the kind that can be prevented. Man-made catastrophes as opposed to acts of God. Catastrophes can be easily foreseen if we decide to open our eyes and choose not to take refuge in prejudice, ignorance, and apathy.
Again and again I have heard Armenians say: "God must have something against us!" or, "We are not God's Chosen People but Cursed People!" I say, we can no longer afford holding God responsible for all our misfortunes. We must learn to accept responsibility. Because earthquakes don't kill people; buildings do.“

 

 

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Ara Baliozian (Athene, 10 december 1936)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Christine Brückner werd geboren op 10 december 1921 in Schmillinghausen bij Bad Arolsen in Hessen. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009.

 

Uit: Wenn du geredet hättest, Desdemona

 

„Meine liebe Schwester und Kollegin, spielen Sie doch nicht immer mit Pedal! Eine Oktave tiefer, wenn ich bitten darf. Haben Sie das alles wirklich geglaubt? Kannten Sie keine Zweifel? Hatten Sie denn gar keinen Humor? Wo ist Ihnen das Lachen, die Selbstironie, vergangen? Bewundernd wiederholen Sie Goethes Forderung, dass der Mensch edel, hilfreich und gut sein solle. Sie bekannten sich dazu, eine Idealistin zu sein [...] Ich zweifle – das müssen Sie mir glauben! – nicht an der Wahrhaftigkeit Ihrer Ideale! Sie selbst sind Ihrem Ziel sehr nahe gekommen [...]

Würden Sie mir zustimmen, wenn ich behaupte: Nur die Ungerechtigkeit ermöglicht das Glück? Sie sind als Privilegierte geboren, Sie sind als Privilegierte gestorben. Auf Kosten anderer. Sie haben ein paar Schritte auf dem Weg der Emanzipation getan. Der Gedanke, die Frau zur völligen Freiheit der geistigen Entwicklung, zur ökonomischen Unabhängigkeit und zum Besitz aller bürgerlichen Rechte zu führen, ist weitgehend verwirklicht. Die Frau hat dasselbe Recht zur Entfaltung ihrer Möglichkeiten durch Unterricht und Studium wie der Mann, sie ist "vom Joch der Unwissenheit, des Aberglaubens, der Frivolität und der Mode" befreit. Oder doch nicht? Der Weg der Frau hat inzwischen eine andere Richtung genommen. Es geht uns heute mehr um allgemeine soziale Fragen, die Ziele sind kleiner geworden, sie gelten den Prüfungsergebnissen, der materiellen Versorgung im Alter, der Lohngleichheit, dem Schwangerschaftsabbruch. Die großen Ziele, die das eigene Ich, das Wir und die Vervollkommnung der Welt betrafen, haben wir dabei aus den Augen verloren.

Die Welt hat sich nicht in Ihrem Sinne verändert. Sie und Ihre Freunde strebten nach geistiger und seelischer Vollkommenheit. Heute strebt man nach vollkommenem Wohnkomfort, vollkommenen Kraftfahrzeugen, Badezimmern, Kinderzimmern, tadellosem Make-up. Was Sie am Ende Ihres langen Lebens befürchtet haben, ist eingetreten: Die materiellen Interessen haben die Macht über die Menschen gewonnen [...]“

 

 

 

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Christine Brückner (10 december 1921 – 21 december 1996)

Boekomslag Engelse vertaling

Geschreven door Romenu om 19:40 Reageer op dit bericht

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