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Berichten van 4 januari 2011 tot 5 januari 2011

Umberto Eco, Friedrich Dürrenmatt, Ngũgĩ wa Thiong'o, Paul Ingendaay, László Krasznahorkai, Terenci Moix

De Italiaanse schrijver Umberto Eco werd geboren op 5 januari 1932 in Allasandria. Zie ook mijn blog van 5 januari 2007 en ook mijn blog van 5 januari 2008 en ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

Uit: Die Geschichte der Häßlichkeit (Vertaald door Friederike Hausmann, Petra Kaiser, Sigrid Vagt)

 

„Von der griechischen Welt hegen wir gewöhnlich das stereotype Bild, das von der Idealisierung des Griechentums durch den Klassizismus herrührt. Wir bewundern an den blendend weißen Marmorstatuen von Aphrodite und Apollo in unseren Museen eine idealisierte Schönheit. Im 4. vorchristlichen Jahrhundert hatte Polyklet eine später als Kanon bezeichnete Figur geschaffen, in der alle Regeln für die idealen Proportionen verwirklicht waren. Im 1. Jahrhundert v. Chr. legte Vitruv die richtigen Proportionen als Teile des ganzen Körpers fest: Das Gesicht sollte ein Zehntel der Größe ausmachen, der Kopf ein Achtel, der Oberkörper ein Viertel usw. Im Lichte dieses Schönheitsideals wurden alle Menschen, die nicht diesen Proportionen entsprachen, als häßlich betrachtet. Hat die Antike die Schönheit idealisiert, so hat der Klassizismus die Antike idealisiert und dabei vergessen, daß sie (vom Orient beeinflußt) der abendländischen Tradition auch Bilder von Gestalten hinterlassen hat, in denen sich die Unproportioniertheit, die Negation jedes Kanons verkörpert.

Das griechische Ideal war im Begriff der kalokagathía enthalten, der Verbindung von kalós (normalerweise als »schön« übersetzt) und agathos (meist als „gut“ übersetzt, umfaßt aber eine ganze Reihe von positiven Werten).Man hat behauptet, daß kalos und agathos zu sein in etwa das bezeichnete, was man unter einem Gentleman versteht, eine Person von würdigem Aussehen, Mut, Stil, Gewandtheit und sportlichen, militärischen und moralischen Tugenden. Ausgehend von diesem Ideal haben die Griechen zahlreiche Werke über den Zusammenhang von körperlicher und moralischer Häßlichkeit verfaßt.“

 

 

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Umberto Eco (Allasandria, 5 januari 1932)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Friedrich Dürrenmatt werd geboren op 5 januari 1921 in Konolfingen. Zie ook mijn blog van 5 januari 2007 en ook mijn blog van 5 januari 2008 en ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

Uit: Der Besuch der alten Dame

 

„Immer mehr Güllener erscheinen.

ILL Das müßt ihr nicht, wirklich nicht. Es ist nicht der Rede wert.

DER BÜRGERMEISTER Sie verreisen, Ill?

ILL Ich verreise.

DER POLIZIST Wohin denn?

ILL Ich weiß nicht. Nach Kalberstadt und dann weiter

DER LEHRER So - und dann weiter.

ILL Nach Australien am liebsten. Irgendwie werde ich das Geld schon auftreiben. Er geht wieder auf den

Bahnhof zu.

DER DRITTE Nach Australien!

DER VIERTE Nach Australien!

DER MALER Warum denn?

ILL verlegen Man kann schließlich nicht immer am gleichen Ort leben - jahraus, jahrein.

Er beginnt zu rennen, erreicht den Bahnhof. Die andern rücken gemächlich nach, umgeben ihn.

DER BÜRGERMEISTER Nach Australien auswandern. Das ist doch lächerlich.

DER ARZT Und für Sie am gefährlichsten.

DER LEHRER Einer der beiden kleinen Eunuchen ist schließlich auch nach Australien ausgewandert.

DER POLIZIST Hier sind Sie am sichersten.

ALLE Am sichersten, am sichersten.

Ill schaut sich ängstlich um, wie ein gehetztes Tier.

ILL leise Ich schrieb dem Regierungsstatthalter nach Kaffigen.

DER BÜRGERMEISTER Na und?

ILL Keine Antwort.

DER LEHRER Ihr Mißtrauen ist unbegreiflich.

DER ARZT Niemand will Sie töten.

ALLE Niemand, niemand.

ILL Die Post schickte den Brief nicht ab.

DER MALER Unmöglich.

DER BÜRGERMEISTER Der Postbeamte ist Mitglied des Stadtrates.

DER LEHRER Ein Ehrenmann.

DER ERSTE Ein Ehrenmann!

DER ZWEITE Ein Ehrenmann!

ILL Hier. Ein Plakat: Reist nach dem Süden.

DER ARZT Na und?

ILL Besucht die Passionsspiele in Oberammergau.

DER LEHRER Na und?

ILL Man baut!

DER BÜRGERMEISTER Na und? ihr, immer wohlhabender!

ILL Immer reicher werdet ihr, immer wohlhabender!

ALLE Na und?“

 

 

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Friedrich Dürrenmatt (5 januari 1921 – 14 december 1990)

 

 

 

 

De Keniase schrijver Ngũgĩ wa Thiong'o werd geboren op 5 januari 1938 in Kamiriithu, Limuru, Kenia. Zie ook mijn blog van 5 januari 2007 en ook mijn blog van 5 januari 2008 en ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

Uit: Wizard of the Crow

 

„There was only one entrance to the seven-acre prison. An armed guard was stationed at the stone gate to make sure that she neither left or received visitors except officials who replenished supplies and doubled as spies, or else her children.
Her children? Apart from the numberless others he begot upon his bed-makers, the Ruler had four boys with Rachael. They were not the brightest in their class, and he had taken them out of school before they had obtained their high school diplomas. He enlisted them in the army--to learn on the job--where they quickly rose to the highest ranks. At the beginning of their mother's frozen present, the firstborn, Rueben Kucera, was a three-star general in the army; the second, Samwel Moya, a two-star general in the air force; the third, Dickens Soi, a one-star general in the navy; and the fourth, Richard Runyenje, an army captain. But apart from their military duties they were all on the board of directors of several parastatals closely linked to foreign companies, particularly those involved in the exploration of oil and the mining of precious metals. They were also on several licensing boards. Their main task was to sniff out any anti-government plots in the three branches of the armed forces, as well as to receive bribes. The only problem was that the four were so partial to alcohol and drugs that it was difficult for them to keep up with whatever was happening in the armed forces or on the boards over which they sat. The Ruler was rather disappointed, for he had hoped that at least one of his sons with Rachael might inherit the throne, establishing a mighty family dynasty, and so he often scolded them for their lack of ambition and appetite for power. Yet on the days when they brought him their collections, there was the celebratory atmosphere of a family reunion.“

 

 

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Ngũgĩ wa Thiong'o (Kamiriithu, 5 januari 1938)

 

 

 

 

De Duitser schrijver, criticus en literatuurwetenschapper Paul Ingendaay werd geboren op 5 januari 1961 in Keulen. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

Uit: Warum du mich verlassen hast

 

„Jetzt kommt das Komische. Je stärker der Wind blies, desto böser guckte der Drache. Als gäbe der Wind ihm Nahrung. Ich wußte ja, wie Schwester Gemeinnutz gucken konnte, ich kannte diesen Blick, kalt und glühend zugleich. So guckte sie immer, wenn sie uns im Gruppenraum beim Abendgebet

musterte und nachzählte, ob alle da waren. Oder wenn sie überlegte, wer bei der Gewissenserforschung vorsprechen durfte. Oder wenn sie sich fragte, wer bei der Wahrheits-

erforschung in die Mitte des Stuhlkreises treten mußte, damit die anderen über ihn die Wahrheit sagten, auch gemeine und häßliche Wahrheiten, die niemand über sich selber hören will. Auch die Schande. Es muß im Gruppenraum alles heraus, sagte Schwester Gemeinnutz. Alles muß ans Licht des Herrn.

Aber ich dachte in den ersten zwei Jahren auf der Insel der Verzweiflung nur daran, wie ich alles, was mich betraf, einsperren und verbergen konnte. Ich wollte nicht, daß der Herr es sieht. Weil ich nicht wollte, daß Schwester Gemeinnutz es sieht. Ich dachte, wenn ich es dem Herrn zeige, zeige ich es

auch Schwester Gemeinnutz, und das wollte ich nicht. Es gab einfach keinen Weg zum Herrn, ohne daß Schwester Gemeinnutz davon erfahren hätte. Schwester Gemeinnutz war immer schon da. Ich war zehn, als ich das dachte. Und ich dachte es mindestens zwei Jahre lang.

Marko! rief die Stimme von Schwester Gemeinnutz aus den Höhen herunter, in denen sie mümmelnd herumsegelte. Denkst du an die Gruppe? Oder denkst du nur an dich? Gemeinnutz geht vor Eigennutz! Das war auf der Insel der Verzweiflung immer die Frage. Dachte ich an die Gruppe? Oder dachte ich nur an mich? Wir waren vierundvierzig zehnjährige Jungen, als wir auf dem Collegium Aureum anfingen. Auch später fragte ich mich oft, wieviel ich an die anderen dreiundvierzig Jungen gedacht hatte. Ob es genug gewesen war oder ob ich an ihnen nicht etwas Wichtiges versäumt hatte.

Natürlich hätte ich Tilo und Motte fragen können, ob sie fanden, daß ich an ihnen etwas versäumt hatte. Aber ich fragte sie nicht.“

 

 

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Paul Ingendaay (Keulen, 5 januari 1961)

 

 

 

 

De Hongaarse schrijver László Krasznahorkai werd geboren op 5 januari 1954 in Gyula. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

Uit: Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluss (Vertaald door Christina Viragh)

 

„Der Zug lief nicht auf Schienen, sondern auf einer einzigen, immensen Messerschneide, und der ausbalancierte, ungute Irrsinn der städtischen Verkehrsordnung und ein panisches inneres Zittern, wie es die Ankunft mit der Keihan-Linie bedeutete – das war also der Anfang: nach Shichijo im Fukuine-Viertel auf der Seite des einstmaligen, spurlos verschwundenen Rashomon aussteigen, auf einmal andersartige Gebäude, andersartige Straßen, als wären plötzlich Formen und Farben verlorengegangen, er spürte, daß er aus der Stadt draußen war, alles in allem nur eine Station, doch er war aus Kyoto draußen, auch wenn es sein tiefstes Geheimnis, und schon gar nicht so unvermittelt, natürlich auch hier nicht preisgab, also draußen im Süden, Südosten von Kyoto, da war er, und von da machte er sich auf, durch enge, labyrinthartige Gassen, bog einmal nach links ab, kam wieder auf die Gerade zurück, dann wieder nach links, am Ende hätte er ganz verunsichert sein müssen, war er auch, blieb trotzdem nicht stehen, erkundigte sich nicht, fragte nicht nach dem Weg, sondern im Gegenteil, er ging ohne herumzufragen weiter, er grübelte nicht, er zögerte an keiner der Ecken, wo es weitergehe, denn etwas flüsterte ihm zu, er werde sowieso finden, was er suche, menschenleere Straßen, die Geschäfte geschlossen, jetzt stellte sich heraus, daß er gar nicht hätte nach dem Weg fragen können, da alles ausgestorben war, als wäre irgendwo ein Fest, oder ein Unheil – jedenfalls war es woanders, weit von hier, dort, von wo aus gesehen dieses kleine Viertel niemanden interessierte, alle, die hier gewesen waren, waren weggegangen, alle samt und sonders, nicht einmal ein entlaufenes Kind oder ein Teigwarenverkäufer, oder hinter einem vergitterten Fenster ein regloser, beobachtender, dann rasch zurückgezogener Kopf, wie man es an einem solchen sonnigen, stillen späten Vormittag erwarten könnte, er war allein, stellte er fest und bog nach links ab, ging dann wieder geradeaus, und da merkte er, daß er seit einer Weile am Steigen war, daß die Gassen, die er einmal links, einmal geradeaus nahm, daß die seit einer Weile anstiegen, wobei er nichts Genaueres hätte sagen, nicht hätte behaupten können, […]“

 

 

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László Krasznahorkai (Gyula, 5 januari 1954)

 

 

 

 

De Spaanse schrijver Terenci Moix werd geboren op 5 januari 1942 in Barcelona. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

Uit: Der Traum der Kleopatra (Vertaald door Elisabeth Brock)

 

„War es tatsächlich Kleopatra Septima, diese gebeugte Gestalt, die sich so mühsam aus ihrer Kajüte die Treppe emporschleppte, wimmernd wie eine Alte im Todeskampf? War dies die bezauberndste Königin der Welt, diese Ansammlung schwarzer Tücher, die sich auf den Arm ihres Ersten Beraters stützte, um ein paar kleine Schritte zu machen?

Ihr Erscheinen, obwohl es herbeigewünscht war, enttäuschte den Hof. Die Priester niederer Ränge warfen Essenzen und Duftstoffe in großer Fülle auf die goldenen Räucherpfannen, und Soldaten, eben noch in recht lässigen Posen über das Deck verstreut, bildeten nun eilig ein Spalier, einer heiligen Straße gleich, und nahmen die einer wichtigen Zeremonie angemessene Haltung ein. Die nubischen Sklaven rückten den Thron mit dem Baldachin zurecht, und die Gruppe der vertrautesten Höflinge plazierte sich in dessen Nähe. In größter Eile wurde der blinde Harfner herbeigeschafft, die Lautenspielerinnen stimmten ihre zarten Instrumente, und auch die Tänzerinnen, Seiltänzer und der Märchenerzähler erschienen.

Doch angesichts dieser vorzeitig gealterten Frau legte sich Totenstille über das ganze weite Deck. Alle Festvorbereitungen wurden eingestellt, ohne daß irgendein Befehl ergangen wäre, denn niemand konnte sich der allgemeinen Enttäuschung entziehen. Zofen, Eunuchen, Gaukler, Tänzerinnen, Sklaven und Matrosen standen unbeweglich da, die Augen fest auf dieses Paar gerichtet. Die beiden glichen Klageweibern, die man anmietet, damit sie bei den Grablegungen des hohen Adels nach Belieben weinen.“

 

 

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Terenci Moix (5 januari 1942 – 2 april 2003)



Zie voor nog meer schrijvers van de 5e januari ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 19:43 Reageer op dit bericht

Yevgeni Popov, Luisa Futoransky, Forough Farokhzad

De Russische schrijver Yevgeni Anatoljewitsj Popov werd geboren op 5 januari 1946 in Krasnojarsk, Sibirië. Zie ook mijn blog van 5 januari 2007 en ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

Uit: Mein Moskau

 

„Moskau besteht nicht nur aus den Stars der Klatschspalten, aus Bankern, Banditen, Herrschern und Abgeordneten. Vor allem besteht Moskau aus jenen einfachen Leuten, die auch heute noch schuften und schuften und ihren Urlaub keinesfalls auf den Kanarischen Inseln verbringen, sondern in bescheidenen Datschen und winzig kleinen Schrebergärten, um sich für den Winter mit Kartoffeln, Sauerkraut, Salzgurken und Marmelade einzudecken. «Wer leben will, muss rührig sein» - das trifft auf Moskau zu, in Moskau ist das Leben schwierig, in Moskau musste man schon immer «rührig sein», denn «Moskau glaubt den Tränen nicht», wie ein anderes russisches Sprichwort lautet, das zum Titel eines berühmten sowjetischen Kino-Melodramas wurde: Ein armes Aschenputtel kommt aus der Provinz in die Hauptstadt, und unter der Leitung einer allmächtigen Fee namens KPdSU hat es am Ende des Films sein Glück gemacht - die Dame ist Direktorin einer grossen Textilfabrik und Ehefrau eines anständigen Mannes ganz ohne schädliche Angewohnheiten . . .

In Moskau sind jedoch alle Zugereiste, einschliesslich des Stadtgründers, Fürst Juri Dolgoruki, der nach der Legende den Bojaren Stepan Kutschka erschlug, der an dem später «Moskau» genannten Ort ansässig war. Aber früher oder später arrangieren sich alle, weshalb ich hoffe, dass diese Fabrik nicht im Feuer der Perestroika verbrannt ist, dass die gescheite Dame beizeiten aus der KPdSU austrat, ihr Unternehmen privatisiert und «aktienisiert» hat und heute mit einem Mercedes 600 und Leibwache durch die Moskauer Strassen fährt - als anschauliche Illustration jenes Vergleichs von früher und heute, der noch unter der Sowjetmacht allen zum Hals heraushing und bis jetzt von Journalisten gern zur Beschreibung des neuen Moskau eingesetzt wird, wobei sie sich wie auf einer Schaukel von Verzweiflung zu Euphorie aufschwingen und wieder zurück.“

 

 

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Yevgeni Popov (Krasnojarsk, 5 januari 1946)

 

 

 

 

De Argentijnse dichteres en schrijfster Luisa Futoransky werd geboren op 5 januari 1939 in Buenos Aires. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009

 

 

Die Auswirkungen der Reise

 

Es gibt drei und nicht vier Arten von Reisen, die Gott anerkennt: Die die von Ihm kommen,

die die zu Ihm führen und die Reise in Ihm.

IBN ARABI

 

Ein Reisegefährte, eine Freundschaft für das ganze Leben.

Yasunari Kawabata

 

Bis zu den letzten Konsequenzen die Energie des Herzens

anerkennen und akzeptieren.

Ihrer Spur folgen. Die Bewegung, die Reise wohnt allem Lebendigen

inne.

Die Reise verstehen, heißt wachsam zu sein gegenüber der

Realität; erlaubt, den Charakter

des Reisenden zu erkennen und letztlich den Pfad zu gehen, der

vom Menschen zum Schöpfer führt.

Es ist die beste Schule der Bescheidenheit, da die Reise den

Reisenden mit seinen eigenen

Grenzen konfrontiert und ihm das absolut Prekäre jedweden

Vorurteils zeigt.

Die Schrammen erinnern die Seele daran, wo sie war und wohin

sie sich nicht zu gehen traute.

Die Landschaft zu beschreiben, erlaubt zwischen den Falten das

persönliche Durcheinander

einzuführen: Immer vorausgesetzt, selbstverständlich, dass wir uns

nicht zu lang an einem

Ort aufhalten. Das Unvorhersehbare ist fragil und stets gerade dabei

zusammenzubrechen;

Routine, Albernheit und Langweile sind verhängnisvoll für es.

Sättigend sind weder Exzess noch Mangel.

 

 

 

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Luisa Futoransky (Buenos Aires, 5 januari 1939)

 

 

 


De Iraanse dichteres
Forough Farokhzad werd geboren op 5 januari 1935 in Teheran. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009
en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

 

Aufziehpuppe

Man kann länger
Ja, viel länger schweigen

Man kann stundenlang
Mit einem Blick wie der Blick der Toten, unbeweglich
Den Rauch einer Zigarette
den Form einer Tasse
der verbleichten Blumenmuster eines Teppichs
einer imaginären Linie auf die wand anstarren

Man kann mit dürren Fingern
Den Vorhang beiseite schieben und sehen

In der Gasse regnet es heftig
Ein Kind mit bunten Drachen steht
Unter einem Dach
Eine alte Karre verlässt eilig und laut
den leeren Platz

Man kann neben dem Vorhang
Stehen bleiben, aber blind, aber taub

Man kann mit einer trügerischen, fremden Stimme
Laut schreien
„ Ich liebe“

man kann jedes erstaunliches Rätsel
mit Klugheit verachten
Man kann ein Kreuzworträtsel lösen
Man kann sich mit der Entdeckung
einer sinnlosen Antwort befriedigen
Eine sinnlose Antwort, fünf oder sechs Buchstaben

Man kann ein ganzes Leben knien
Vor einem heiligen Grab, mit gebeugtem Haupt

Man kann Gott erblicken
In einem unbekannten Grab
Man kann glauben
Mit einer wertlosen Münze
Man kann vermodern
Im Kammer einer Moschee
Wie der alte Gebetsänger

Man kann wie eine Null
Bei Subtraktion und Addition und Multiplikation
Stets das gleiche Ergebnis erreichen

Man kann dein Auge in seiner wütenden Höhle
Als einem farblosen Knopf eines Schuhes btrachten
Mann kann wie Wasser in einer Pfütze trocknen

Man kann Schamhaft die Schönheit eines Augenblickes
wie ein dunklen, lachhaften Schnellfoto
Am Boden der Truhe verstecken.

Man kann im leeren Rahmen eines Tages
Das Bild eines Verurteilten, eines Besiegten
Oder eines gekreuzigten aufhängen.

Man kann mit Masken
das Loch in der Wand verdecken
Man kann sich zu sinnloseren Bildern gesellen

Man kann wie die Aufziehpuppen sein
Die Welt aus zwei gläsernen Augen sehen
In einem mit Stoff beschlagenen Karton
Mit einem Körper, gestopft mit Stroh
Jahrelang zwischen Tüll und Flittern ruhen
Man kann mit jedem druck einer schändlichen Hand
Grundlos schreien und sagen
„ Oh, ich bin sehr glücklich“

 

 

 

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Forough Farokhzad (5 januari 1935 – 13 februari 1967)
Geschreven door Romenu om 19:34 Reageer op dit bericht

William Snodgrass, Pierre Seghers, Fred Wander, Humbert Wolfe, Stella Gibbons

De Amerikaanse dichter William De Witt Snodgrass werd geboren op 5 januari 1926 in Wilkinsburg, Pennsylvania. William Snodgrass overleed in januari van het afgelopen jaar. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

 

Mementos, 1

 

Sorting out letters and piles of my old

Canceled checks, old clippings, and yellow note cards

That meant something once, I happened to find

Your picture. That picture. I stopped there cold,

Like a man raking piles of dead leaves in his yard

Who has turned up a severed hand.

 

Still, that first second, I was glad: you stand

Just as you stood—shy, delicate, slender,

In that long gown of green lace netting and daisies

That you wore to our first dance. The sight of you stunned

Us all. Well, our needs were different, then,

And our ideals came easy.

 

Then through the war and those two long years

Overseas, the Japanese dead in their shacks

Among dishes, dolls, and lost shoes; I carried

This glimpse of you, there, to choke down my fear,

Prove it had been, that it might come back.

That was before we got married.

 

—Before we drained out one another’s force

With lies, self-denial, unspoken regret

And the sick eyes that blame; before the divorce

And the treachery. Say it: before we met. Still,

I put back your picture. Someday, in due course,

I will find that it’s still there.

 

 

 

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William Snodgrass (5 januari 1926 – 13 januari 2009)

 

 

 

 

De Franse dichter en uitgever Pierre Seghers werd geboren op 5 januari 1906 in Parijs. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009 en ook mijn blog van 5 januari 2010.

 

 

 

LES HOMMES

Le sang doux des arbres
coule dans tes mains
Le vent du désert
ensable les marbres.

Le chant de la vie
Rouge dans ta voix
Le temps qui s’avoue
Plus vite que toi.

Ecoute, on dirait
que la biche brame
Les bois ont des bras
Des poings, les forêts,

La terre a, profond
De hauts corps en marche
Des hommes debout
Venus pour parler.

Ils disent qu’ils sont
Le nombre et la masse
Chacun son regard
Plus clair d’espérer

Chacun son pas d’homme
Son cœur et sa force
Ils viennent ici
du fond du passé

Brûler au feu noir
qui fit notre histoire
Il faudra les croire
Ou bien les tuer !

 

 

 

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Pierre Seghers (5 januari 1906 – 4 november 1987)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Fred Wander werd geboren op 5 januari 1917 in Wenen als Fritz Rosenblatt. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009.

 

Uit: Hôtel Baalbek

 

„Jablonsky kam gegen zehn ins Hotel zurück, wo einige von uns bereits im Foyer hockten, vor einer Tasse Ersatzkaffee oder einem Marc, dem billigsten Getränk, das wach  macht. Er war auffallend blaß, und wir konnten uns noch viel später an den geisterha∫ abwesenden Ausdruck seiner Augen erinnern. Auch diese hellen, windigen Augustmorgen von Marseille sind mir deutlich in Erinnerung geblieben, die rasch über den Himmel fegenden lila und rosaroten Wolkenfetzen, die wie ⁄eberkrank und verschämt, als wär es März, landeinwärts zogen. Jablonsky stand in der Tür, unschlüssig und bleich, wie ich schon sagte. Hanna, seine herrschsüchtige Frau, rannte eben die Treppe von den stickigen Zimmern herunter und kei∫e: Wieso bist du schon wieder hier, Jablonsky, wo kommst du her, hast dich herumgetrieben, warum warst du nicht beim Konsulat? – Wenn sie ihn Jablonsky nannte, bedeutete es, daß sie ihn vor allen Leuten heruntermachen wollte, aber sie nannte ihn fast immer Jablonsky!

Es stehen zweihundert Leute vor der Tür, erklärte er und wandte sich angewidert ab. Es stehen immer zweihundert Leute vor der Tür, meinte Hanna, starrte ihn gi∫ig an, dann stutzte sie. – Was hast du,

ist dir schlecht? – Aber er stieg bereits die knarrende Treppe hinauf, und Hanna folgte ihm. Wir waren neugierig geworden, irgend etwas ließ uns aufhorchen, flüstern, erregt debattieren und wilde Spekulationen anstellen. Hatte Jablonsky vielleicht eine schlimme Nachricht mitgebracht?

Und darum saßen wir Tag für Tag in dem nach Essig und Zigarettenasche stinkenden Frühstücksraum unseres Hotels oder rannten durch die glühendheißen Straßen zum alten Hafen hinunter und zum Bahnhof Saint-Charles hinauf und wieder zurück, hin und her, durch die Canebière und das ganze Viertel um den Hafen herum, steckten unsere Nasen in Bistros und schäbige Hotels, die von Flüchtlingen überfüllt waren, um Nachrichten zu erhaschen, Gerüchte, Blitzlichter, irgendein Zeichen, eine Formel für jenen Bannstrahl, Vaterunser, Allmächtiger, Erlöser hilf, der den Vernichter, den Abdecker, so nannten wir ihn, aufhalten konnte. Die Deutschen hatten Frankreich bis an die Loire besetzt, konnten jeden Tag in Marseille einmarschieren, wer würde sie noch hindern, Gottes Fluch, die Viehpest vielleicht, Frösche, die Finsternis, die Tötung der Erstgeborenen, die Verwandlung der Gewässer in Blut?“

 

 

 

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Fred Wander (5 januari 1917 – 10 juli 2006)

 

 

 

 

 

De Engelse dichter Humbert Wolfe werd geboren op 5 januari 1885 in Milaan. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009.

 

 

A Thrush in the Trenches

 

Suddenly he sang across the trenches,

vivid in the fleeting hush

as a star-shell through the smashed black branches,

a more than English thrush.

 

Suddenly he sang, and those who listenedn

or moved nor wondered, but

heard, all bewitched, the sweet unhastened

crystal Magnificat.

 

One crouched, a muddied rifle clasping,

and one filled grenade,

but little cared they, while he went lisping

the one cleat tune he had.

 

Paused horror, hate and Hell a moment,

(you could almost hear the sigh)

and still he sang to them, and so went

(suddenly) singing by.

 

 

 

 

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Humbert Wolfe (5 januari 1885 – 5 januari 1940)

Portret door Sir William Rothenstein, 1931

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Stella Gibbons werd geboren op 5 januari 1902 in Londen. Zie ook mijn blog van 5 januari 2009.

 

Uit: Cold Comfort Farm

 

„The education bestowed on Flora Poste by her parents had been expensive, athletic and prolonged: and when they died within a few weeks of one another during the annual epidemic of the influenza or Spanish Plague which occurred in her twentieth year, she was discovered to possess every art and grace save that of earning her own living.

Her father had always been spoken of as a wealthy man, but on his death his executors were disconcerted to find him a poor one. After death duties had been paid and the demands of creditors satisfied, his child was left with an income of one hundred pounds a year, and no property.

Flora inherited, however, from her father a strong will and from her mother a slender ankle. The one had not been impaired by always having her own way nor the other by the violent athletic sports in which she had been compelled to take part, but she realized that neither was adequate as an equipment for earning her keep.

She decided, therefore, to stay with a friend, a Mrs. Smiling, at her house in Lambeth until she could decide where to bestow herself and her hundred pounds a year.“

 

 

 

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Stella Gibbons (5 januari 1902 – 19 december 1989)

Geschreven door Romenu om 19:22 Reageer op dit bericht

In Memoriam Eva Strittmatter

In Memoriam Eva Strittmatter

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Eva Strittmatter is afgelopen maandag op 80-jarige leeftijd in Berlijn overleden. Eva Strittmatter werd op 8 februari 1930 in Neuruppin geboren als Eva Braun. Zie ook mijn blog van 8 februari 2007 en ook mijn blog van 8 februari 2008 en ook mijn blog van 8 februari 2009 en ook mijn blog van 8 februari 2010.

 

 

 

Finstere Stunde

 

Ich spüre, wie ich vereise.

Vom Alter, nicht vom Frost.

Ich rede verlegen und leise.

Mein Lachen ist brüchig von Rost.

Ich kann nicht mehr in mir leben.

Und aus mir kann ich nicht hinaus.

Kein Sturm, kein Stern, kein Streben.

Nur Finsternis, Stille das Haus.

 

 

 

 

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Eva Strittmatter (8 februari 1930 – 3 januari 2011)
Geschreven door Romenu om 18:06 Reageer op dit bericht

Emil Zopfi, Gao Xingjian, David Berman, Doris Kearns Goodwin, Andreas Altmann, Max Eastman

De Zwitserse schrijver Emil Zopfi werd geboren op 4 januari 1943 in Wald. Zie ook mijn blog van 4 januari 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

Uit: Pfarrer Stähelis Geheimnis

 

“Es war ein dunkler Nachmittag im Juni des Jahres 1753 in London. Lord Cotton liess sich mit einer Kutsche von Pall Mall nach Hammersmith fahren. Die Schatten der Menschen in den Strassen trieben im dicken Nebel vorbei wie schwarze Fische in einer Erbsensuppe. Bei der französischen Kirche von Hammersmith bezahlte er den Kutscher. Dann überquerte er mit langen, langsamen Schritten den Kichhof und betrat den Friedhof.

Das Begräbnis ging seinem Ende entgegen. Ein junger Prediger hielt die Andacht französischer Sprache. Als er Lord Cotton erblickte, stockte er für einen Augenblick. Die Trauernden drehten ihre Köpfe und starrten den Lord stumm an.

Nach dem Schlussgebet eilte der Prediger um das frisch aufgeworfene Grab und begrüsste Lord Cotton untertänigst. Er war bekannt als Berater von König Georg II in religiösen Fragen. Der Prediger verbeugte sich und fragte: "Darf ich Ihnen Mrs Stäheli vorstellen, Milord. Die arme Witwe."

Cotton nickte flüchtig, drückte eine kalte Hand, blickte für einen Moment in ein stumpfes Gesicht hinter einem schwarzen Schleier und wünschte Beileid. Die Frau sagte kein Wort und blieb regungsslos stehen.

Lord Cotton wandte sich zum Prediger. "Ich bin beauftragt, im Namen seiner Majestät, des Königs, dieses Beileidsschreiben zu überreichen." Er zog aus einer Tasche seines Mantel ein schmales Kuvert mit eingeprägter goldener Krone und reichte es dem Prediger. Die Frau stand noch immer reglos und stumm.

"Es tut mir leid, Milord. Mrs Stäheli versteht kein Englisch", erklärte der Prediger mit gedämpfter Stimme.

"Vous parlez Francais?" wandte sich Lord Cotton and die Witwe. Aber der Prediger unterbrach ihn: "Mrs Stähelin spricht nur Deutsch. Sie und ihr verstorbener Gemahl, Pfarrer Stäheli, stammten aus der Schweiz. Aus dem deutschsprachigen Teil des Landes."

 

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Emil Zopfi (Wald, 4 januari 1943)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter, songwriter en frontman van Silver Jews David Berman werd geboren op 4 januari 1967 in Williamsburg, Virginia. Zie ook mijn blog van 4 januari 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

 

The Moon

 

A web of sewer, pipe, and wire connects each house to the others.

 

In 206 a dog sleeps by the stove where a small gas leak causes him

to have visions; visions that are rooted in nothing but gas.

 

Next door, a man who has decided to buy a car part by part

excitedly unpacks a wheel and an ashtray.

 

He arranges them every which way. It’s really beginning to take

shape.

 

Out the garage window he sees a group of ugly children

enter the forest. Their mouths look like coin slots.

 

A neighbor plays keyboards in a local cover band.

Preparing for an engagement at the high school prom,

 

they pack their equipment in silence.

 

Last night they played the Police Academy Ball and

all the officers slow-danced with target range silhouettes.

 

This year the theme for the prom is the Tetragrammaton.

 

A yellow Corsair sails through the disco parking lot

and swaying palms presage the lot of young libertines.

 

Inside the car a young lady wears a corsage of bullet-sized rodents.

Her date, the handsome cornerback, stretches his talons over the

molded steering wheel.

 

They park and walk into the lush starlit gardens behind the disco

just as the band is striking up.

 

Their keen eyes and ears twitch. The other couples

look beautiful tonight. They stroll around listening

to the brilliant conversation. The passionate speeches.

 

Clouds drift across the silverware. There is red larkspur,

blue gum, and ivy. A boy kneels before his date.

 

And the moon, I forgot to mention the moon.

 

 

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David Berman (Williamsburg, 4 januari 1967)

 

 

 

 

 

De Chinese schrijver Gao Xingjian werd geboren op 4 januari 1940 in Ganzhou, in de provincie Jiangxi. Zie ook mijn blog van 4 januari 2007 en ook mijn blog van 4 januari 2008 en ook mijn blog van 4 januari 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

Uit: One Man's Bible

 

“You don't know what other things you will do or what else there is to do but this is of no concern. If you want to do something you proceed to do it, it's fine if it is done but if it is not it doesn't matter. And you do not have to persist in doing something for if at a particular moment you feel hungry and thirsty you simply go and have something to eat and drink. Of course you continue to have your own opinions, interpretations, tendencies and can even get angry as you haven't got to the age when you no longer have the energy for anger. Naturally, you still become indignant but it is without a great deal of passion. Your capacity for feelings and sensory pleasures remains intact but as this is so then so be it. However there is no longer remorse, remorse is futile and, needless to say, damaging to the self.
    For you only life is of value, you have a lingering attachment to it and it continues to be interesting as there are still things to discover and to amaze you, and it is only life that can excite you. That's exactly how it is with you, isn't it?”

 

 

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Gao Xingjian (Ganzhou, 4 januari 1940)

 

 



De Amerikaanse schrijfster en biografe
Doris Kearns Goodwin werd geboren op 4 januari 1943 in New York. Zie ook mijn blog van 4 januari 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

Uit: Wait Till Next Year

 

„When I was six, my father gave me a bright red scorebook that opened my heart to the game of baseball. After dinner on long summer nights, he would sit beside me in our small enclosed porch to hear my account of that day's Brooklyn Dodger game. Night after night he taught me the odd collection of symbols, numbers, and letters that enable a baseball lover to record every action of the game. Our score sheets had blank boxes in which we could draw our own slanted lines in the form of a diamond as we followed players around the bases. Wherever the baserunner's progress stopped, the line stopped. He instructed me to fill in the unused boxes at the end of each inning with an elaborate checkerboard design which made it absolutely clear who had been the last to bat and who would lead off the next inning. By the time I had mastered the art of scorekeeping, a lasting bond had been forged among my father, baseball, and me.

All through the summer of 1949, my first summer as a fan, I spent my afternoons sitting cross-legged before the squat Philco radio which stood as a permanent fixture on our porch in Rockville Centre, on the South Shore of Long Island, New York. With my scorebook spread before me, I attended Dodger games through the courtly voice of Dodger announcer Red Barber. As he announced the lineup, I carefully printed each player's name in a column on the left side of my sheet. Then, using the standard system my father had taught me, which assigned a number to each position in the field, starting with a "1" for the pitcher and ending with a "9" for the right fielder, I recorded every play. I found it difficult at times to sit still.As the Dodgers came to bat, I would walk around the room, talking to the players as if they were standing in front of me. At critical junctures, I tried to make a bargain, whispering and cajoling while Pee Wee Reese or Duke Snider stepped into the batter's box. "Please, please, get a hit. If you get a hit now, I'll make my bed every day for a week." Sometimes, when the score was close and the opposing team at bat with men on base, I was too agitated to listen. Asking my mother to keep notes, I left the house for a walk around the block, hoping that when I returned the enemy threat would be over, and once again we'd be up at bat. Mostly, however, I stayed at my post, diligently recording each inning so that, when my father returned from his job as bank examiner for the State of New York, I could re-create for him the game he had missed.“

 

 

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Doris Kearns Goodwin (New York, 4 januari 1943)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Andreas Altmann werd geboren in Hainichen (Sachsen) op 4 januari 1963. Zie ook mijn blog van 8 juni 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

 

das eisfell

 

das eisfell glitzert auf den wiesen,
am holz, das von den bäumen blieb.

der vogelschrei fällt hart vom ast,
zerspringt. die klötzer, die vor jahren

noch den stamm vermuten ließen,
sind holzsand, der leicht aufgewölbt

am boden liegt. und jene straße,
die das offne vom verstellten trennt,

hat risse, die im frost noch weiter
springen. vor zeiten haben sie noch was

mit wem verbunden. die augen dazu
blieben stehn. und wenn es worte dafür

gibt, sind sie verbraucht im schweigen.
es gibt schon gruben, die zu füllen sind.

die häuser halten ihren atem an,
wenn sich die tür nur schließt. und durch

die mauern reißt der wind. nach all dem
leben bin ich in die landschaft eingebrochen.

ränder drängen in die tiefe vor. und was
mich abgestoßen hat, blieb ohne grund.

das eisfell gibt den schritten nach,
die viel zu laut sich einen weg erzählen.

  

 

 

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Andreas Altmann (Hainichen, 4 januari 1963)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Max Forrester Eastman werd geboren op 4 januari 1883 in Canandaigua, N.Y. Zie ook mijn blog van 4 januari 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

 

Out of a Dark Night

 

Death is more tranquil than the life of love,

More calm, more sure, and more unanguished.

the path among the trees is far more tranquil to the dead

Than to these anxious hearts, uptroubled from their beds,

Who pace in pallid darkness on the leaves,

For no good reason--for no reason

But because their limbs will not lie still upon the sheet.

Their limbs will not lie still. how I pity them.

Sad hearts--their marrow is a-quiver,

And they can not lie them down in tranquil sadness like the dead.

 

 

 

Anniversary

 

The flowers we planted in the tender spring,

And through the summer watched their blossoming,

Died with our love in autumn's thoughtful weather,

Died and dropped downward altogether.

 

Today in April in the vivid grass

They flash again their laughter, pink and yellow,

They wake before the frosty sunbeams pass,

Gay bold to leave their chilly pillow.

 

But love sleeps longer in his wintry bed,

He sleeps as though the lifting light were dead,

And spring poured not her colors on the meadow,

He sleeps in his cold sober shadow.

 

 

 

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Max Eastman (4 januari 1883 – 25 maart 1969)



Zie voor nog meer schrijvers van de 4e januari ook mijn vorige blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 19:59 Reageer op dit bericht

Svend Fleuron, Maurice Mac-Nab, Jacob Grimm, Mite Kremnitz, Fernand Handtpoorter, Markus Seidel, Rajvinder Singh, Daniel Mursa

De Deense schrijver Svend Fleuron werd geboren op 4 januari 1874 op het landgoed Katrinedal bij Keldby. Zie ook mijn blog van 4 januari 2008 en ook mijn blog van 4 januari 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

Uit: Kittens : A Family Chronicle (Vertaald door David Pritchard)

 

„At the farthest end of the hedge loom three ancient willow stumps, like monster mushrooms springing from the ground.

For more than a century they have been regularly clipped, a process which has given them weirdly distorted heads. In each of their bowl-shaped tops is ample room for a couple of men.

Black ants live in the trunks beneath, and form paths up the furrowed, moss-covered bark; on the wind-dried branches and along the withered twigs the male ants assemble in swarming-time, giving the group of ancient trees an extraordinarily lifelike appearance.

But spiders spin their webs from every knot and curve, and in them ant corpses hang thickly in bunches. In one stump a redstart has built its nest; in another, which is big and full of touchwood, grow burdocks, mugworts, and nettles.

The old willow stumps are never at rest. . . . Hairy, yellow-speckled willow-moths wander all over them from top to root, devouring the leaves, until, later in the summer, only the stalks are left—then they spin their cocoons, and one day rise on their soft white wings to desert the stripped, maltreated larva-trees, the ground beneath carpeted with their filth.

The central stump, the one with fat, crooked stem, is hollow right down to the bottom.

Outside the entrance to the hole—a split in the top of the head—grows a large, thick gooseberry bush, which gives shelter from the wind and rain, and serves as a perfect door. Once upon a time the bush must have flown up here as a seed; now it has developed a long, thick aerial-root which runs down inside, clinging to the wooden wall until it reaches its mouldering base.

In the thorny branches a linnet has built its circular, down-lined nest—and here the bird has been sitting fearlessly for eight days and nights without caring in the least about the old grey cat, which at this very moment is squeezing its way through the narrow entrance.“

 

 

 

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Svend Fleuron (4 januari 1874 – 5 april 1966)

Het interieur met de beroemde fresco’s in de kerk van Keldby

 

 

 

 

De Franse dichter en chansonnier Maurice Mac-Nab werd geboren op 4 januari 1856 in Vierzon. Zie ook mijn blog van 4 januari 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

 

Les Poêles mobiles


Le poêle, c'est l'ami qui, dans la froide chambre,
Triomphant des frimas nous fait croire aux beaux jours.
Son ardente chaleur nous ranime en décembre
Et sous le ciel glacé réchauffe nos amours !

Le poêle mobile se distingue de tous les autres en ce que, muni de roues, il peut se déplacer comme un meuble.
On le roule successivement au salon, à la salle à manger, dans la chambre à coucher.
La prudence exigeant que l'on ne conserve pas de feu dans la chambre où l'on couche, on le ramène au salon pour la nuit.
Le prix du modèle unique est de 100 francs.
Au printemps, lorsque la pervenche
Fleurit bleu, sous les arbres verts,
Et que la jeune rose penche
Ses boutons à peine entr'ouverts,

Ô poêle, tu n'es plus le charme de nos veilles :
Il te chasse bien loin, le souffle printanier,
Et la morte saison te relègue au grenier,
Où, seul et triste, tu sommeilles !...

Le poêle mobile se distingue de tous les autres en ce que, muni de roues, il peut se déplacer comme un meuble.
On le roule successivement au salon, à la salle à manger, dans la chambre à coucher.
La prudence exigeant que l'on ne conserve pas de feu dans la chambre où l'on couche, on le ramène au salon pour la nuit.
Le prix du modèle unique est de 100 francs.
Mais, maintenant, plus de verdure,
Plus de soleil, et plus de fleurs !
Voici que revient la froidure,
La froidure aux pâles couleurs.

Chauffez-vous, frêles Parisiennes,
Puisque le gazon n'est plus vert,
Tandis qu'à travers vos persiennes
Siffle le triste vent d'hiver !

Du feu, pour que vos lèvres roses
Trouvent des baisers plus ardents !
Du feu, pour qu'en vos chambres closes
L'amour demeure plus longtemps.

Le poêle mobile se distingue de tous les autres en ce que, muni de roues, il peut se déplacer comme un meuble.
On le roule successivement au salon, à la salle à manger, dans la chambre à coucher.
La prudence exigeant que l'on ne conserve pas de feu dans la chambre où l'on couche, on le ramène au salon pour la nuit.
Le prix du modèle unique est de 100 francs.

 

 

 

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Maurice Mac-Nab (4 januari 1856 – december 1889)

 

 

 

 

 

De Duitse jurist, taal- en letterkundige Jacob Ludwig Karl Grimm werd geboren in Hanau op 4 januari 1785. Zie ook mijn blog van 4 januari 2007 en ook mijn blog van 4 januari 2009 en ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

Uit: Kinder- und Hausmärchen

 

Hänsel und Gretel

„Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker, der hatte nichts zu beißen und zu brechen, und kaum das tägliche Brod für seine Frau und seine zwei Kinder, Hänsel und Gretel. Einmal konnte er auch das nicht mehr schaffen, und wußte sich nicht zu helfen in seiner Noth. Wie er Abends vor Sorge sich im Bett herumwälzte, da sagte seine Frau zu ihm: »höre Mann, morgen früh nimm die beiden Kinder, gieb jedem noch ein Stückchen Brod, dann führ sie hinaus in den Wald, mitten inne, wo er am dicksten ist, da mach ihnen ein Feuer an, und dann geh weg und laß sie dort, wir können sie nicht länger ernähren.« »Nein Frau, sagte der Mann, das kann ich nicht über mein Herz bringen, meine eigenen lieben Kinder zu den wilden Thieren zu führen, die sie bald in dem Wald zerreißen würden.« »Wenn du das nicht thust, sprach die Frau, so müssen wir alle miteinander Hungers sterben;« da ließ sie ihm keine Ruhe, bis er Ja sagte.

Die zwei Kinder waren auch noch wach von Hunger, und hatten alles gehört, was die Mutter zum Vater gesagt hatte. Gretel dachte, nun ist es um mich geschehen und fing erbärmlich an zu weinen, Hänsel aber sprach: »sey still, Gretel, und gräm dich nicht, ich will uns helfen.« Damit stieg er auf, zog sein Röcklein an, machte die Unterthüre auf und schlich hinaus. Da schien der Mond hell und die weißen Rieselsteine glänzten wie lauter Batzen. Hänsel bückte sich und machte sich sein ganz Rocktäschlein voll davon, so viel nur hinein wollten, dann ging er zurück ins Haus: »tröste dich, Gretel, und schlaf nur ruhig,« legte sich wieder ins Bett und schlief ein.“

 

  

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Jacob Grimm  (4 januari 1785 – 20 september 1863)

Bij een college van Jacob Grimm, Göttingen 28 mei 1830

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Mite Kremnitz werd op 4 januari 1852 als Marie Charlotte Bardeleben geboren in Greifswald. Ze groeide op in Greifswald, Londen en Berlijn (vanaf 1868). In trouwde ze in Berlijn met de arts Wilhelm Kremnitz en met hem verhuisde zij naar Boekarest. In Roemenië raakte zij bevriend met koningin Elizabeth, die onder het pseudoniem "Carmen Sylva" publiceerde en zij was vanaf 1881 haar voorleester en hofdame. Samen met haar publiceerde Kremnitz briefromans en een drama onder het pseudoniem "Ditto en idem. Vanaf 1890 schreef ze onder het pseudoniem "Mite Kremnitz.

 

Uit: Rumänische Märchen

 

Die Zwillingsknaben mit dem goldenen Stern

Es war einmal, was einmal war; wäre es nicht gewesen, würde es nicht erzählt. Es war einmal ein Kaiser. Dieser Kaiser herrschte über eine ganze Welt, und in dieser Welt lebte ein alter Hirt mit seiner alten Hirtin, und die hatten drei Töchter: Anna, Stana und Laptitza. Anna, die älteste der Schwestern, war so schön, daß die Schafe zu weiden aufhörten, wenn sie in ihre Mitte trat; Stana, die mittlere, war so schön, daß die Wölfe die Herde bewachten, wenn sie Hüterin war; Laptitza aber, die jüngste, weiß wie der Schaum der Milch, und mit Haare weich wie die Wolle der Lämmchen, war so schön wie ihre beiden Schwestern zusammen, so schön wie nur sie sein konnte.

An einem Sommertage, als die Strahlen der Sonne weniger sengend wurden, gingen die drei Schwestern an den Saum des Gebirgswaldes, um Erdbeeren zu pflücken.

Während sie die Erdbeeren suchten, hörten sie ein Pferdegetrappel, als ob ein ganzer Reitertrupp heranstürmte. Es war aber auch der selbsteigene Sohn des Kaisers, der mit seinen Freunden und Höflingen zur Jagd zog; lauter schöne, stolze Jünglinge, wie aufgewachsen auf dem Sattel der Rosse, aber der schönste und stolzeste unter ihnen war auf dem feurigsten Roß und war der Kaisersohn selbst.

Als sie in die Nähe der drei Schwestern kamen und sie erblickten, zügelten sie den Ungestüm ihrer Pferde und ritten langsam dahin.

»Hört Schwestern«, sprach Anna, »wenn Einer von diesen mich zur Gemahlin nähme, würde ich ihm ein Brot kneten, von dem er essen und sich ewig jung und muthig fühlen sollte.«

 

 

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Mite Kremnitz (4 januari 1852 - 18 juli 1916)

Boekomslag Engelse vertaling (Geen portret beschikbaar)

 

 

 


De Vlaamse dichter en (toneel)schrijver
Fernand Handtpoorter werd geboren in Poperinge op 4 januari 1933. Zie ook mijn blog van 4 januari 2009.

 

 

Ik klem met wortel

 

Ik klem met wortel merg en bast

mij aan de gore aarde vast

ternauwernood utopia

en patati en patata,

 

ruif jaarlijks en betamelijk

en bloei op tijd gezamenlijk

met berk en perelaar en sla

en patati en patata.

 

Het leven nestelt wonderlijk

in elke scheut afzonderlijk

subtiele metafysika

en patati en patata.

 

Mij spaart de schimmel en de specht

mij wordt geen raster aangelegd

maar dat ik hopeloos besta

en patati en patata.

 

 

 

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Fernand Handtpoorter (4 januari 1933 - 5 augustus 2007)

De Graslei in Gent (Geen portret beschikbaar)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Markus Seidel  werd geboren op 4 januari 1969 in Wilhelmshaven. Zie ook mijn blog van 4 januari 2009.

 

Uit: Satt

 

„Eines Tages, es war ein Freitag, Marie und Jakob wohnten inzwischen elf Monate in diesem Haus, klingelte es an der Tür. Marie erwartete niemanden (Jakob war auf einem Richtfest, irgendwo in einer der kleinen Ortschaften in der Nähe, und würde erst am späten Abend heimkehren), noch hatte sie Lust, irgend jemanden zu sehen; sie blieb also im Wohnzimmer sitzen und schrieb weiter an dem Brief an ihre Mutter, die am übernächsten Tag Geburtstag hatte. Als es dann aber erneut und endlich zum dritten Mal läutete, ging sie doch zur Tür. Draußen stand ein Kollege ihres Freundes, sie kannte ihn schon und hatte sich einige Male mit ihm bei verschiedenen Gelegenheiten unterhalten; sie mochte ihn, auch, oder vielmehr, weil er ein wenig unbeholfen im Umgang mit ihr war. (Tatsächlich war er in sie verliebt, schon seit ihrem ersten Aufeinandertreffen vor fast einem Jahr, aber davon ahnte sie nichts.)
Guten Tag, Marie, sagte er ernst, darf ich hereinkommen?
Hallo, Marian. Ja, kommen Sie. Was gibt es denn?
Sie gingen ins Haus, Marie setzte sich auf das große schwarze Ledersofa im Wohnzimmer, der Mann hingegen blieb im Raum stehen, die Hände in den Hosentaschen vergraben; er sah sie bloß stumm und ernst an, und da wusste Marie, dass irgend etwas nicht stimmte.
Marie, begann er und nahm jetzt die Hände aus den Taschen, es geht um Jakob. Er ist vor einer Stunde von einem Baugerüst gestürzt. Er ist tot. Er hat sich das Genick gebrochen. 
Was der Mann im folgenden sagte, hörte sie gar nicht mehr, obwohl sie nicht die Besinnung verlor; sie saß noch immer auf den Sofa und sah ihn bloß an, sah, wie er sprach, sah, wie sein Mund sich öffnete und schloss und sich seine Lippen auf und ab bewegten, sie hörte ein Geräusch dabei und konnte sich aber später an kein einziges Wort mehr erinnern. Irgendwann ging der Mann wieder.
Ich danke Ihnen, dass Sie gekommen sind, Marian, sagte sie.“

 

 


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Markus Seidel  (Wilhelmshaven, 4 januari 1969)

Boekomslag

 

 

 

De Indische dichter en schrijver Rajvinder Singh werd geboren op 4 januari 1956 in Kapurthala. Zie ook mijn blog van 4 januari 2007 en ook mijn blog van 4 januari 2008.

 

Uit: Das Fremde ist lediglich das Unbekannte am Andern

 

„Die Bestimmung des Menschen ist es letztlich, sich selbst ein Unbekannter zu sein, nicht wissend, woher er kommt, und noch weniger wissend, wohin er geht. Er weiss nicht einmal, warum er überhaupt existiert, warum er gerade hier zur Welt gekommen ist, und nicht da oder dort. Diese existentielle Leere auszufüllen, ringen die Ideologien der Macht miteinander, seien es diejenigen, welche die nationalistischen Triebkräfte schüren, damals wie heute, oder seien es die anderen, die im

Namen ethisch-moralischer oder Kultur bezogener Werte die Teilung der Menschheit – etwa unter «die Eigenen» und «die Fremden» – veranlassen und dadurch herrschen wollen. Dieser Kampf um die Herrschaft hat sich institutionell in dem geistigen und geschichtlichen Erbe der Menschheit wie ein Virus eingenistet.

Ist uns aber die Kultur des Anderen tatsächlich so fremd, dass wir sie als Bedrohung auffassen und vor ihr Angst haben müssen? Keineswegs. Diese so oft hervorgehobene Fremdheit ist im alltäglichen Leben allgegenwärtig. Sie ist dazu da, dass wir sie uns aneignen, etwa so, wie ich dies eingangs für die Begriffe in der Sprache beschrieben habe.

Die Grenzen zwischen Menschen können heutzutage nicht mehr als geographische, sondern lediglich als gedankliche verstanden werden. Die geographischen Grenzen sind zu reinen Verwaltungsgrenzen geworden. Denn wir leben in einem Zeitalter, in dem die «Kultur» nicht mehr von Staatsgrenzen definiert, «be-grenzt» werden kann. Die kulturelle Heimat des Menschen, wo er geboren wurde, wo er laufen und sprechen, wo er sich selbst und seine Umgebung begreifen gelernt hat, ist nur noch der «Ausgangspunkt». Sie ist so etwas wie ein Kindergarten, eine erste Schule.“

 

 

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Rajvinder Singh (Kapurthala, 4 januari 1956)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 4 januari 2010.

 

De Duitse toneelschrijver Daniel Mursa werd geboren op 4 januari 1979 in Hamburg. Zie ook mijn blog van 4 januari 2009.

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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